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STABILON

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Best.-Nr. 1347555

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Details

STABILON MEMBRAN DURCHHÄRTUNGSMITTEL Farbe : transparent Inhalt : 50 ml

Best.-Nr. 1347555

Bauberichte

Vinylflex und Stabilon. Wozu und wie?

Vinylflex und Stabilon. Wozu und wie?

 

Dieser Artikel beschreibt kein Bauprojekt, sondern richtet sich an HiFi-Enthusiasten, die gerne einmal etwas ausprobieren möchten.

Im Intertechnik-Programm gibt es zwei Produkte im Bereich Zubehör mit den geheimnisvollen Namen „Vinylflex“ und „Stabilon“. Sie sind zur Nachbehandlung von Membranen gedacht. Da stellt sich die Frage: Was soll das, was bewirkt es und wie funktioniert so etwas?

Weil sich moderne Lautsprechermembranen nicht für die Behandlung eignen, haben wir Lautsprecherchassis aus einem Paar alter Kunststoff-Lautsprecherboxen der Firma Dual aus den siebziger Jahre herausgeschraubt. Der ein oder andere von euch kennt sie bestimmt noch, diese barocken Teile mit ihrem falschen Nussbaumfurnier und den vielen kleinen Löchern in der Rückwand.

Stabilon

Stabilon ist das Fläschchen mit der weißen Flüssigkeit, es ist ein Polyvinylacetat, welches hart wird, wenn es ausgetrocknet ist. Es ist ein weißem Hozkleber nicht unähnliches Material, aber mit einem zusätzlichem Härter; Holzleim bleibt immer ein wenig elastisch, um das „Arbeiten“ des Holzes bei Temperatur und Feuchtigkeitsschwankungen zu kompensieren.

Die Idee dahinter: Mit etwas Wasser verdünnt dringt diese Flüssigkeitt in die Membran ein (wenn sie aus einem aufnahmefähigen Material ist, wie etwa Papier). Nach dem Trocknen wird die Membran sehr hart und schwingt fortan ohne allzugroße Partialschwingungen (Teilbereichs-Schwingungen) eher wie ein Kolben, wodurch sich die Basswiedergabe merklich verbessert. Manche Basslautsprecher profitieren ganz entscheidend von der Behandlung, insbesondere dann, wenn sie ab Werk gar nicht oder nur öberflächlich mit härtenden Material oder einer anderen Flüssigkeit behandelt wurden. Der Massezuwachs ist vernachlässigbar. Einmal davon abgesehen, dass sich die Resonanzfrequenz um ein bis zwei Herz nach unten verschieben kann, ändern sich die Thiele-Small-Parameter (Lautsprechereinbaudaten) nicht gravierend.

Wie alle harten Membranen kann ein behandelter Konus im oberen Frequenzbereich „aufbrechen“ – das ist der Ausdruck dafür, wenn die Membran trotz einer hohen Festigkeit bei hohen Frequenzen schwingt und dort dann ein Eigenleben führt – man kann das vergleichen mit einem Trinkglas: dieses ist extrem hart und wenn man mit dem Finger dagegen pocht, gibt es dennoch einen hellen Ton ab und reagiert diesbezüglich völlig anders als weiche Materialien. Deswegen sollte man den Einsatz von bis zu relativ hoch in den Mitteltonbereich hinein eingesetzten Tiefmitteltönern die Beschichtung schrittweise angehen, sonst verändert sich der Klang unter Umständen nicht ausschließlich zum Positiven hin.

Man kann durchaus mehrere feine Schichten der Flüssigkeit auftragen, bis sich die gewünschte Härte eingestellt hat, wobei man jede Schicht zunächst trocknen lassen sollte, damit die Membrane nicht wellig wird. Stabilon ist praktisch unsichtbar. Das Aussehen der Membranoberfläche ändert sich nicht. Wer mag, kann ja einmal ausprobieren, schwarze Tinte beizumischen, um eine dunkleres Aussehen zu erhalten oder wahlweise farbige?

Zur besseren Erklärung haben wir einige Fotos geschossen:

Zuerst ein bisschen Stabilon in einen Becher gießen, dann die gleiche Menge an Wasser dazugeben und mischen.

Gleichmässig verstreichen und flächendenkend verteilen. Achtung: Die Sicke bitte nicht bestreichen!

Weil die Staubschutzkalotte einen Teil der  Membrane verdeckt, muß man die Membrane auch von hinten bestreichen, damit sie gerade auch in diesem für die Impulstreue des Chassis wichtigen Bereich stabil ist.

Das Resultat läßt sich (nicht) sehen, die Schönheit des Klanges steckt halt innen! 


Vinylflex

Vinylflex ist in einem ganz anderen Bereich einsetzbar. Es ist ebenfalls aus Polyvinylazetat, enthält im Gegensatz zu Stabilon jedoch einen Weichmacher. Nach der Trocknung bleibt Vinylflex elastisch und akustisch hochdämpfend. Vinylflex dringt nicht ins Innere der Membrane ein, sondern bleibt auf der Oberfläche kleben. Unzureichend bedämpfte Membranen haben dann einen ausgeglicheneren Frequenzgang, Verzerrungen werden unterdrückt. Dazu kommt, dass das schwarze Vinylflex nach dem Trocknen einen schönen Seidenglanz ergibt. Der Lautsprecher sieht beschichtet einfach nobler aus, dennoch sollte der Klang bei solchen Aktionen im Vordergrund stehen.



 

. Ein bisschen Vinylflex in einen Becher gießen. Die gleiche Menge an Wasser dazu geben und rührend untermischen.



 

Wir haben den Lautsprecher auf eine Ton-Drehscheibe gelegt. Das ist praktisch weil der Lautsprecher auf der magnetischen Metallscheibe fest sitzt und zentriert bleibt.

Maßarbeit: Die Scheibe mit der Hand drehen und gleichzeitig die Mischung gleichmäßig mit dem Pinsel verteilen.

Die gesamte Fläche bedecken, auch die Staubschutzkalotte, es sei denn sie besteht aus einem Stoffgewebe, dann bitte nicht. Da die Sicke bei unserem Testlautsprecher aus Papier ist, kann sie ebenfalls bestrichen werden.


Wenn die Fläche vollständig bedeckt ist, die Scheibe weiter gleichmäßig drehen und den Pinsel noch einmal sorgfältig und langsam vom Außenrand zum Zentrum und wieder zurück bewegen. Nach den Trocknem verschwinden die Pinselspuren und es ensteht eine gleichmässige glatte Oberfläche. Man kann je nach Bedarf vor dem vollständigen Trocknen auch eine zweite oder sogar eine dritte Schicht auftragen. Das Trocknen geht mit etwas über einer Stunde recht schnell. Bitte die Chassis nicht auf einen (eingeschalteten) Heizkörper legen, sonst verformt sich die Membrane durch die Hitze.

Voilà, es ist geschafft. Links das unbehandelte, rechts das mit Vinylflex. Das beschichtete Chassis sieht doch besser aus, oder?



 

VORSICHT!

Eine Warnung müssen wir allerdings ausprechen: Wir haben mit 3 € Lautsprechern herumexperimentiert. Für moderne und gut durchdachte Lautsprechermembranen oberhalb der Billigst-Klasse ist eine Behandlung mit Vinyflex oder Stabilon meist nicht notwendig oder kann sich unter Umständen sogar negativ auswirken. Intertechnik hat beispielsweise keine Chassis im Programm, bei denen diese Behandlung mit einer dieser beiden Flüssigkeiten bei einer vorgegebenen Bauanleitung Sinn machen würde.

Noch vor 10 - 15 Jahren wurden allerdings Lautsprecher angeboten, die butterweiche Membranen hatten, aber als reine Basslautsprecher gedacht waren – oder völlig unbehandelte Tiefmitteltöner, die aggressiv in den Mitten klangen. Das waren dann nicht unbedingt Billigchassis, sondern teils sogar Lautsprecher von namhaften Herstellern.

Um alte Lautsprecher aufzupäppeln, sind die Mixturen interessant. Ein weiterer Anwendungsfall ist, wenn eine Lautsprecherbox im Freien unter der Veranda aufgehängt werden soll. Die Membran wird mit Beschichtung deutlich besser vor der Luftfeuchtigkeit geschützt.


Fazit

Stabilon und Vinylflex machen einen altehrwürdigen Lautsprecher oft besser, doch bei aktuellen Lautsprecherchassis will die Anwendung gut überlegt sein. Manche haben ja noch alte Lautsprecher im Keller liegen, um damit entsprechende Erfahrungen zu sammeln – vielleicht lässt sich so ja noch ein lohnenswertes Projekt mit alten Chassis realisieren. Auch Lautsprechern, die im Laufe der Jahre durch Lichteinwirkung ausgeblichen, aber weiterhin im zufriedenstellenden Einsatz sind, kann man leicht durch die Chemiebehandlung wieder zu optischem Glanz verhelfen. Sollte der „Patient“ nach der Behandlung jedoch nicht zusätzlich die gewünschte Klangverbesserung zeigen, so können wir dafür allerdings keine Haftung übernehmen. Der Weg zu einem neuen Bausatz steht dann immer noch offen, wenn der Versuch, Altgewohntes zu erhalten, nicht das erhoffte Ergebnis neuen Klanggenusses hergab. Von beidem raten wir keinesfalls ab.

Daniel Emonts

 

 

Hier der Frequenzgangvergleich Vorher/Nachher.
Dazu kann man sagen:

Vinylflex hat nicht nur die Mebranresonanz bei 1,3kHz beruhigt, sondern den Frequengang zwischen zwei und zehn kHz geglättet. Wir können davon ausgehen dass die Verzerrungen durch Partialschwingungen in diesem Bereich reduziert worden sind. Resultat ist dass in diesem wichtigem Frequenzbereich beispielsweise Stimmen sanfter wiedergegeben werden und angenehmer klingen.

 

In der Frequenzgangmessung ist die rote Kurve der "LS unbehandelt" und die blaue Kurve "LS behandelt". Man sieht dass die blaue Kurve etwas ruhiger ist.

 

 


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I.T. Intertechnik
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