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Vota1

Vota1

Vota1: Mehr als Du wünschst in 2 Wege

Best.-Nr. 1385270

148,50 € / Stück
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Details

Lautsprecherbausatz Gradient VOTA mit Gradient Axis Lautsprechern ohne Gehäuse Eine schöne Regalbox mit exzellentem Bändchen-Hochtöner für das Arbeitszimmer, die auch als Satellit in 5.1 mit aktiviertem Unterbau hervorragende Dienste tut. Wer nicht sofort die Standbox Vota 2 unterbringt - sei es im Raum oder beim Lebenspartner - kann später verlustfrei nachrüsten. Herz, was willst du mehr, Frequenzweiche inklusive der Bauteile für die Impedanzkorrektur

Best.-Nr. 1385270

Merkmale

Wege 2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 8
Kennschalldruck (dB) 89
Höhe (cm) 33,00
Breite (cm) 19,80
Tiefe (cm) 22,00
Anwendung Kompaktlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Gradient
Preislevel 100-200 Euro
Raumgröße bis 35 m2

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprecherbau-Community zu diesem Bausatz

Entwurf Vota 1 passend zu Ikea Hemnes von Matthias (Da)
Verfräst von jens3
Konzept - Rear (Vota1) von Jakal
Vota 1 Stand-Version von KeulesBruder

Bauberichte

Dominiks Vota1

Dominiks Vota1

Prolog

Um mir etwas Freiraum zu schaffen und, ehrlich gesagt, auch um den Anspruch an meine Baukünste zu steigern, suchte ich direkt im Anschluss ein neues Paar Boxen für meinen PC. Manche mögen jetzt sagen: "Wie gut können die RS100 PC schon sein, wenn man bereits nach wenigen Wochen eine neue Boxenvariante sucht?" Diesen Zweiflern sei gesagt: Es liegt nicht an den Eigenschaften der Boxen, sondern an dem in mir geweckten Eifer, selbst auf handwerkliche Weise eine akustisch noch detaillierter spielende und optisch ansprechendere Audiolösung zu finden, die auch, in diesem Fall, einen größeren Tiefgang bei noch besserer Präzision ermöglicht. Diese Präzision ist frequenzunabhängig einer der wichtigsten Aspekte in meinem Hörempfinden.

Auswahl des Bausatzes

Nach kurzer Suche und einigen Vergleichen (Die üblichen Verdächtigen: Audible, SB, usw.) entschied ich mich für die Vota 1. In Kombination mit dem relativ günstigen Preis und der gerade noch kompakten Bauweise eignen sich diese Boxen perfekt für meine geplante Anwendung. Hinzu kam die Einstufung als "Fast-Bluesklasse". Die Bauweise und auch die Optik der Chassis, insbesondere des Hochtöners, überzeugten mich schnell, die Möglichkeit des Upgradens auf den Bausatz Vota 2 räumte letzte Zweifel aus. Dieses Mal beschloss ich, die Fräsungen für die Chassis wie in den Zeichnungen zu realisieren und mich auch bei der Wahl der Außenfarbe an den Magazinartikel zu halten. Kurz nach der Bestellung der Elektronik teilte man mir leider mit, dass diese eine Lieferzeit von mindestens 2 Wochen haben wird, frei nach der Devise "Gut Ding braucht Weile".

Beschaffung und Bau

Die Anforderungen an die Fertigkeiten bei der Holzverarbeitung sind bei der Vota um einiges höher als bei der RS100 PC. Nicht nur müssen 2 Öffnungen pro Front für die Chassis hergestellt werden, sondern der Hochtöner benötigt auch noch eine spezielle Kontur der Öffnung. Das MDF-Grundmaterial inkl. Zuschnitt verschlang in der Stärke von 18mm genau 10,88Euro. Die minimal geringere Wandstärke gegenüber den Zeichnung berücksichtige ich natürlich. Vor dem Verleimen improvisierte ich eine Kreisschablone für die geliehene Oberfräse und stellte so die Senkungen her. Von dieser Aktion sollte ich besser keine Bilder veröffentlichen, auch wenn ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin. Von der Rückseite der Selben Bretter aus, arbeitete ich mit einer uralten Stichsäge die Durchführungen heraus. Hier sind die angegebenen Maße meiner Meinung nach etwas knapp. Die Hochtöner lassen sich ohne weitere Nachteile besser einsetzen, wenn man die Öffnung pro Kantenlänge um ca. 2mm vergrößert. Danach fand das Verleimen in üblicher Manier statt. Die zusammengebauten Gehäuse schliff ich anschließend mit relativ grobem Schleifpapier der Körnung 100. Insbesondere die Schnittkanten des MDF lassen sich damit schön an die relativ glatten Flächen anpassen. Schwierige Stellen "spachtelte" ich etwas mit Ponal Classic und Wasser, was sich beim erneuten Schleifen rächen sollte. Danach folgte das Grundieren mit einer Mischung aus Lack auf Wasserbasis und warmem Wasser, ca. im Verhältnis 1:1. Nach mehreren Anstrichen und Zwischenschleifen bin ich nun einigermaßen mit dem Ergebnis zufrieden. Leider sind die Übergänge immer noch etwas zu erahnen. Das Finish der geschlossenen Flächen und der Schnittkanten überzeugt mich aber. Nichtsdestotrotz werde ich bei meinem nächsten Projekt (Vielleicht ein paar Standboxen? Ideen gibt es reichlich...) die Bretter auf Gehrung sägen und somit die Sichtbarkeit der Übergänge auf ein Minimum reduzieren.

Auch die Anforderungen an das Löten der Weichen sind bei der Vota ungleich höher. Wie zuvor ist es mir auch hier gelungen, alle Bauteile kompakt auf dem Terminal zu verbauen und dieses trotzdem spielend in die Gehäuse einsetzen zu können. Unmittelbar vor dem Einbau musste ich leider entdecken, dass ich die beiden Widerstände vertauscht hatte, was ich schnell beheben konnte. Als Verbesserung gegenüber meinem letzten Projekt verwendete ich Kabelschuhe zum Verbinden der Weiche mit den Lautsprechern. Das Einbringen des Dämmstoffes in die Gehäuse ist gemäß Plan eine einfache Angelegenheit. Es ist lediglich darauf zu achten, dass der Bereich des Übergangs zwischen Innenraum der Box und Reflexkanal relativ leer bleibt. Außerdem darf natürlich die Weiche, die in meinem Fall relativ weit in das Gehäuse hineinragt, nicht beschädigt werden. Zum Abschluss klebte ich wieder meine bewährten Gummifüßchen auf die Unterseiten der Boxen.

Auch hier verzichte ich auf die Diagramme, sie sind im original Magazinartikel zu finden.


Klang und Fazit

Im Gegensatz zu einigen Breitbandlautsprechern benötigen die Hochtöner der Vota eine relativ genaue Ausrichtung auf den Hörer, insbesondere in horizontaler Richtung. Der sweet spot ist dann relativ einfach zu finden. Wie erhofft spielen die Votas in dem sinnvoll nutzbaren Frequenzband in Sachen Präzision jede Box, die ich bisher gehört habe, an die Wand. Darunter sind zugegebenermaßen keine aus dem fünfstelligen Bereich, trotzdem war ich von Beginn an in höchstem Maße zufrieden. Als Zuspieler verwende ich weiterhin meinen PC, wobei die darin verbaute ASUS Xonar STX einen Pioneer A-201 Verstärker füttert. Aktuell höre ich damit in erster Linie klassische Werke von Claude Debussy und George Bizet, wobei bei ersteren praktisch jede Berührung der Klaviatur zu hören ist, bei letzteren das volle Dynamikspektrum der Streichinstrumente zwischen einem unsagbar zarten und weichen pianissimo bis zu einem kräftigen, majestätischen fortissimo.

Zur Abwechslung schwenke ich hin und wieder zu dem Soundtrack des Films "The Lone Ranger" aus der Feder von Hans Zimmer ab. Als Trompeter auf Amateurniveau und Audiophiler im Fortgeschrittenenstadium bin ich jedes Mal regelrecht hingerissen, wenn im Stück "Finale" ab Minute 06:00 die (vermutlich) Herren am kleinen Blech ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellen. Fast ärgerlich ist dabei, dass sich das leichte Übersteuern der Posaunen und Hörner auf dem rechten Kanal (Scheinbar ein Stilmittel von Herrn Zimmer oder seinem Producer) mit den Votas so deutlich hören lässt. Gleichzeitig sehe ich darin ein weiteres Qualitätsmerkmal für diesen Bausatz, den ich jedem infizierten DIY-Boxenbauer hiermit ans Herz legen möchte. Tatsächlich bin ich in diesen Tagen im Begriff ein weiteres Paar für einen restlos begeisterten, aber handwerklich unbedarften Freund zu bauen.


Die Bausätze für die Vota 1 können bei Intertechnik oder ADW käuflich erworben werden.

Über Rückmeldungen zu meinem Bericht freue ich mich sehr.


Gruß aus Freiburg im Breisgau

Dominik



Vota 1 und 2 - Was Ihr wollt

Vota 1 und 2 - Was Ihr wollt

Vota 1 (Kompaktlautsprecher) und Vota 2 (Standlautsprecher)

Manchmal ist es das Einfachste, einfach die Kundschaft zu fragen, was die denn möchte, statt im stillen Kämmerlein eine Box nach der anderen zu entwickeln. Genau das haben wir gemacht: "Welche Box fehlt noch in Deiner Sammlung?" Das Ganze sind wir strategisch mit vielen Fragen angegangen, um anhand der Ergebnisse eine typische "Leserbox" zu entwickeln.

Auch wenn eine ordentliche Umfrage mindestens 555 Teilnehmer benötigt und normalerweise von einem Meinungsforschungsinstitut durchgeführt wird, so reichen uns die Ergebnisse unserer Mini-Umfrage doch, um einmal eine Box nach Ihrem Wunsch zu bauen. Ob es eine durchschnittliche Box geworden ist? Urteilen Sie selbst: Hier ist die Vota! Sie erfüllt die meisten Ihrer Anforderungen und befriedigt auch noch zusätzliche Punkte, die vielen Musikhörern wichtig sind.

So kam nicht etwa eine kleine Zweiwegebox oder eine große Discobox, sondern eine klassische Dreiwege-Bassreflexkonstruktion auf die To-do-Liste, die im Wohnräumen von 25 bis 30 m² in wandnaher Aufstellung insbesondere lautstarke Rockmusik wiedergeben darf - angetrieben von einem klassischen Stereoverstärker.

Idee:

Wer laut hört, weiß schon, dass dies nicht mit einer kleinen Regalbox mit winzigem Basschassis geht, also haben wir statt unförmiger Regalboxen gleich eine Standbox von etwa einem Meter Größe entwickelt. Damit auch etwas Druck aus der Box herauskommt, haben wir anstelle eines schüchternen 18ers, wie er in vielen Zweiwegekonstruktionen Verwendung findet, einen 22er mit deutlich mehr Membranfläche eingesetzt.

Da wir unterschiedliche Hersteller im Programm haben, war die Auswahl nicht ganz so einfach - bei jedem Hersteller haben wir einige Chassis geprüft, bis wir uns für eine recht hochwertige und dennoch bezahlbare Kombination mit SB-Acoustics entscheiden haben - nur um festzustellen, dass wir diese mit der SB 23/ 3 bereits veröffentlicht haben, also ging die Suche weiter. Seas hat auch recht hochwertige Chassis, die MS 4 TL existiert allerdings auch schon als Reflexbox. Mit Chassis von Davis, Excel oder Eton hätten wir unser Preislimit nicht einhalten können, also blieb nur noch Dayton und Gradient.

So entschieden wir uns für eine Gradient-Dreiwegekombination. Die Axis-Reihe bietet einiges an interessanten Chassis, insbesondere unter dem Fokus pegelstarker Rockmusik. Alle bisher veröffentlichten Gradient-Bauanleitungen überzeugten mit ihrem Konzept, lediglich ein übergreifendes Konzept fehlte bisher, insbesondere in Bezug auf die Verwendung im Heimkino.

So haben wir beschlossen, mehr als eine Stereo-Box zu entwickeln, damit bei unserer Leserbox auch die Stimmen verstummen, die nach der Verwendbarkeit im Heimkino fragen. Also wählten wir aus der übersichtlichen Axis-Linie den AXT 08 als Bass, den AXT 05 als Mitteltöner und im Hochtonbereich den gerade für Anwendungen mit einer gewissen geforderten Pegelfestigkeit ganz hervorragenden Fountek NeoCD 3.0.

Gehäuse:

Nun geht es an die Gehäusekonstruktion. Damit die Vota heimkinotauglich ist, trennen wir einfach das Gehäuse des Mittelhochtonbereiches vom Bass ab - dieser fungiert quasi als Subwooferbasis wie bei der Duetta. Bei einer Höhe von 70 cm ergibt sich für die Mittelhochtoneinheit die ideale "Ohrhöhe". So entsteht eine rund plattenhüllengroße Grundfläche, was in den meisten Wohnungen eine stehende Aufstellung ermöglichen dürfte, schließlich entspricht der Platzbedarf nicht einmal dem eines Stuhles.

Doch neben der Gehäusehöhe gibt es auch noch die Schallwandbreite und die Gehäusetiefe. Erfahrungswerte für den AXT 08 gibt es bereits mit der Axis 85, bei der wir 20 Liter berechnet haben und letztendlich durch den Standfuß 10 Liter mehr erhielten, damit die Basswiedergabe den notwendigen Tiefgang erreicht. Die Axis 220 Neo erhielt vorwiegend aus Designgründen sogar 40 Liter Volumen. Somit konnten wir das Basskabinett bei 70 cm Höhe und 23 cm Schallwandbreite 30 cm tief bauen - was eine ideale Größe als Basis für das Oberteil darstellt. Die Bassreflexöffnung haben wir als Kanal bodennah platziert und im Inneren gibt es noch einige Brettchen zur Verstrebung. Vier Beutel Sonofil werden locker in der Box verteilt, wobei der Bereich um den Bassreflexkanal wie gewohnt frei bleibt.

Damit das Oberteil insbesondere im Heimkino universell einsetzbar ist und nicht nur auf dem Bassteil eine gute Figur macht, bietet sich auch hier eine Bassreflexkonstruktion an, obwohl ja ein geschlossenes Gehäuse in Verbindung mit der Bassbox ausgereicht hätte, denn in dieser Kombination wird der Satellit lediglich bis 300 Hz eingesetzt. Doch als Spielpartner im Heimkino kann eine gewisse Breitbandigkeit nicht schaden und dank Bassreflexabstimmung spielt die Kleine beispielsweise im Arbeitszimmer auch solo auf. Bei Bassreflexabstimmung ergeben sich gut 8 Liter Nettovolumen, was letztendlich eine recht kompakte Box ergibt. Ein wenig akustisch vergrößert wird die Kleine durch ihre Sonofil-Füllung - hier reicht ein Beutel als Füllmenge aus.

Die Baupläne stellen wir wieder als CAD Dateien zur Verfügung,

Zeichnung herunterladen

Auf Fotos vom Aufbau haben wir diesmal verzichtet, da die Boxen nicht sonderlich komplex sind und lediglich aus geraden Brettern bestehen. Kniffelig ist lediglich das Einlassen der Chassis, welches in Ermangelung einer Oberfräse auch durch ein Aufdoppeln entsprechend dünnerer Frontplatten gelingt.

Weiche

Die Frequenzweiche besteht gedanklich aus zwei Teilen: der Zweiwegeweiche für den Satelliten und der Trennung zur Tieftonsektion. Da der Satellit auch einzeln eingesetzt werden soll, gehört der Hochpass für den Satelliten gemeinsam mit dem Tiefpass für das Tieftonchassis in die Bassbox.

Da der Satellit auch einzeln läuft, haben wir ihn Vota 1 getauft und die Kombination aus Satellit und Bassbox Vota 2. Als Fullrange-Speaker hätte die Vota 1 - wie bereits erwähnt - im geschlossenen Gehäuse akustisch keine gute Figur abgegeben, durch die Bassreflexkonstruktion gelangt der -3-dB-Punkt auf etwa 60 Hz, was sich durchaus nach Basswiedergabe anhört, da der rückwärtige Schall ja nicht in der Box vernichtet, sondern im Bassbereich gleichphasig zum Tieftöner ergänzend abgestrahlt wird. Erwähnen möchten wir noch die spätere Upgrade Möglichkeit von Vota 1 auf Vota 2.

So erreicht das kleine Mitteltieftonchassis AXT-05 beachtliche 84 dB/ 2,83 V/ 1m Wirkungsgrad, was sich durchaus hören lassen kann. Apropos hören: Es kommt ja bei einem im Mitteltonbereich eingesetzten Chassis weniger auf die untere Grenzfrequenz, sondern auf die Klangqualität an, sprich: Die Weichenabstimmung entscheidet über Wohlklang und Wehe ... Also erhielt der Fünfzöller einen Filter zweiter Ordnung mit 12 dB/Oct. und obendrein einen aus einem parallel zur Schwingspule des Mitteltöners liegenden Kondensator und einem Widerstand bestehenden Saugkreis zur Frequenzgangbegradigung.

Als noch unproblematischer stellte sich der Hochtöner Fountek NeoCD 3.0 heraus, dessen unbeschalteter Frequenzverlauf im Gehäuse wiederum als rote Kurve eingezeichnet ist. Die Senke bei 3.000 Hz ergibt sich trotz des kleinen Hornansatzes durch die Schallwandbreite. Hier kam ebenfalls ein Filter zweiter Ordnung zum Einsatz, ein Vorwiderstand direkt vor dem Bändchen dient der Pegelabsenkung auf Mittelton-Niveau.

Beide Chassis haben wir zunächst einmal testweise gleichphasig angeschlossen und siehe da - so ergab sich ein nahezu perfekter Summenfrequenzgang beider Mitspieler mit einem leichten Höhenanstieg, der einer wandnahen Aufstellung gut zu Gesicht steht.

Messungen Vota 1

Abstimmung

Die Vota 1 ist also eine in sich schlüssige Box - und was ist mit dem Bassteil? Normalerweise wird eine Dreiwegebox ja am Stück entwickelt, jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der Wirkungsgrand beider Mitspieler zueinander passt. Hier haben wir uns allerdings eine Besonderheit ausgedacht, die der Klangqualität dient: Für den Einsatz als Satellit wird der Bassreflex-Schlitz der kleinen Mittelhochtoneinheit komplett mit Dämmmaterial verschlossen - so ergibt sich eine geschlossene Box anstelle einer Bassreflexabstimmung, wie eine testweise durchgeführte Impedanzmessung beweist.

Auch die Frequenzgangmessung zeigte einen deutlichen Basspegelabfall gegenüber der Reflexversion. Wozu dieses? Ganz einfach, um dem AXT-05 beim Einsatz als reiner Mitteltöner unnötige Pegel im Bassbereich zu ersparen und somit bei höheren Pegeln eine sauberere Wiedergabe im Mitteltonbereich zu erreichen - denn für hohe Pegel ist die Vota 2 ja schließlich gedacht. Die Abstimmung der Zweiwegeweiche der Vota 1 bleibt im Mittelhochtonbereich auch für die Vota 2 erhalten - was für den Einsatz im Heimkino ja durchaus Sinn macht, außerdem ist sie klanglich ja über jeden Zweifel erhaben. Ein zusätzlicher großer MKT-C-Folienkondensator hält den Bassbereich vom Tiefmitteltöner fern. Damit ergab sich dann allerdings das nicht unwesentliche Problem einer Frequenzgang-Unlinearität im unteren Mitteltonbereich - hier stieg der Pegel um satte 2 dB an, was zu einer Klangbalanceverschiebung gegenüber der Vota 1 führt. Im Hochtonbereich konnten wir dies durch eine Anpassung der Pegelabsenkung beheben, bei dem Mitteltöner waren wir schaltungstechnisch zunächst ratlos, so dass wir versuchsweise einfach einmal die Dämmwolle wieder aus dem Bassreflexschlitz entfernten - und höre da, das Problem hatte sich auf wundersame Weise erledigt. So viel zu Umwegen, die selbst Profis beim Boxenbau bisweilen einschlagen. Also ließen wir den AXT 05 auch in der Vota 2 entgegen aller Theorie ebenfalls in einer Bassreflexabstimmung laufen und rückversicherten uns durch weitere Messdiagramme des Frequenz- sowie des Impedanzverlaufes. Der rote Schrieb zeigt den geschlossenen Aufbau mit seiner unschönen 1-kHz-Überhöhung, der blaue die Reflexversion. Somit unterscheiden sich beide Versionen letztlich nur durch einen kleineren Vorwiderstand vor dem Hochtöner NeoCD 3.0 zur Pegelerhöhung in der Vota-2-Variante.

Jetzt endlich war es an der Zeit, auch den Tieftoner einmal zu messen, inwieweit er zum Mittelhochtonbereich passt. Durch Vorschalten einer Kernspule mit geringem Innenwiderstand und Parallelschalten eines Elkos wurden die hohen Töne auf ihrem Weg zum Tieftöner außen vor gelassen.

Da die Zweiwegeweiche des Satelliten ja außen vor bleibt, beschränkt sich die Darstellung der einzelnen Weichenzweige sowie des Summenfrequenzganges im folgenden Diagramm auf die untere Trennung, die ja im Bassteil "wohnt". Der Bass wird gegenüber dem Satelliten verpolt, damit sich eine günstige Phasenlage mit entsprechend geradem Summenfrequenzgang ergibt.

Unter 200 Hz ergibt sich messtechnisch ein leichter Bassabfall, der sich bei wandnaher Aufstellung begradigt - doch auch bei etwas weiter von der Wand entfernter Aufstellung weiß die Basswiedergabe Vota 2 zu gefallen: Sie bleibt immer schön straff, schnell und knackig und ist bei wandnaher Aufstellung eben auch entsprechend voluminös, ohne allzu sehr aufzudicken.

Messungen Vota 2

Eine Impedanzkorrektur haben wir den beiden Vota-Versionen ebenfalls spendiert.

Nach so viel Messtechnik zurück zu den Basics, denn für die meisten Selbstbauer ist es viel wichtiger, zu wissen, wie genau die Boxen aufgebaut werden. Damit dies problemlos gelingt, liefern wir die Frequenzweichen auch fertig aufgebaut, so dass sie nur noch angeschlossen werden müssen.

Da die Vota 1 dem Oberteil der Vota 2 letztendlich bis auf die kleine Weichenmodifikation entspricht, dürfen die Weichen bei Heimkino-Einsatz nicht verwechselt werden. Die Bassweiche landet im Tieftonabteil, die Mittelhochtonweiche im Oberteil.

Das Polardiagramm empfiehlt für die Vota 1 und die Vota 2 eine parallele Aufstellung zu den Seitenwänden, da sich durch die Abstrahlcharakteristik des Bändchenhochtöners dann der beste Frequenzgang ergibt. Möglich ist auch, die Fronten entsprechend weiter anzuwinkeln, als es die Ausrichtung auf den Hörplatz erfordert, was in Einzelfällen ein noch besseres Ergebnis hervorbringt, insbesondere wenn mehrere Personen nebeneinander sitzend Musik hören bzw. Filme ansehen möchten. Lediglich Breitbänder sollten auf den Hörer ausgerichtet werden, bei unseren Mehrwegelautsprechern ist die Abstrahlcharakteristik so ausgelegt, dass eine parallele Aufstellung zu bevorzugen ist.

Klang

Dann gingen wir wie gewohnt zum spannendsten Teil des Boxenbaus über: Zum Klangtest. Diesen führten wir diesmal mit Platte und CD an einem Stereoverstärker durch. Also stellten wir zunächst die Tieftoneinheiten auf und dann die Hochtoneinheiten - halt! - nicht etwa einfach auf die Bassboxen, sondern mittels einfacher Gummifüße entkoppelt obendrauf, damit der Bass den Mittelhochtonbereich, was Verzerrungen angeht, unbeeindruckt lässt.

Eigentlich hätten wir mit den Vota 1 beginnen sollen - denn ein zusätzlicher Bass macht sich immer gut, der Schritt zurück ist dagegen nicht so einfach zu verkraften. Doch die Neugier war größer, schließlich wollten wir ja anfangs ohnehin eine Dreiwegebox konstruieren. Also gaben wir uns gleich mit der Vota 2 die Kante - und legten allerdings erst ein wenig klassische Musik auf den Plattenteller, bevor wir zu fetziger Rockmusik übergingen.

Zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Bassetthörner und vier Waldhörner sowie zwei Fagotte und einen Kontrabass bot Mozarts Serenade in B-Dur - dieses Arrangement stellte die Vota 2 sauber und luftig in den Hörraum, die Bühne lag hörbar hinter der Frontlinie der Lautsprecher, die Instrumente erklangen übersichtlich platziert. Die Feindynamik der vielen Blasinstrumente hatte auch ohne Pauken und Trompeten ihren Reiz. Also befanden wir die Vota 2 durchaus für Klassik-fähig, wohl wissend, dass ihre Domäne eine ganz andere Musikrichtung sein dürfte.

Bevor wir Sie jetzt lange auf die Folter spannen, kommt nun die Beschreibung der Musik, die laut Leserumfrage am ehesten für unsere Leserbox gewünscht wurde: Rockmusik bei gehobenen Abhörpegeln. Also statteten wir den fetzigeren Teil der Hörsession mit Kyuss, einer amerikanischen Band mit dem Markenzeichen "tief abgestimmter Gitarren, teils durch Bassamps verstärkt". Da wird die "gehobene Zimmerlautstärke" schnell einmal etwas lauter. Acht Minuten härtere Gangart führten fast automatisch zum obligatorischen Fußwippen bzw. Kopfwackeln - die Amerikaner sagen ja in guter amerikanischer Tradition Headbanger dazu, und hierfür ist die Vota 2 geradezu prädestiniert.

Also haben wir noch eine Schippe obendrauf gelegt und mit "Massive Attack" einmal ausgelotet, was die Vota 2 fernab des Mainstream zu leisten im Stande ist. Pray for Rain" von der CD "Heligoland" umhüllte den Gesang mit einer überdimensionalen Wolke, aus der präzise Impulse hervorstachen.
Auch der Klangtest von CD ergab ein rundum zufriedenstellendes Bild ohne Mängel, ganz gleich, ob wir Linkin Park, Metallica oder die Toten Hosen einlegten, dabei muss es nicht einmal der Dauerbrenner "Tage wie diese" sein, denn die Band kann deutlich mehr - falls die Jugend fernab des Mainstream-Radios den ein oder anderen Titel bereits gehört hat!

Ach ja, die guten alten Zeiten, also holten wir einige echte Rock-Klassiker hervor, beispielsweise "Child in Time" von der Deep-Purple-Scheibe "Made in Japan" - ein unvergleichliches Live-Album, in guter alter Tradition noch unkomprimiert genug, um Lautsprechern und Zuhörern gleichermaßen alles an Pegelfestigkeit abzuverlangen. Wenn dieses Livekonzert auch live klingt, machen die Lautsprecher jedenfalls einiges richtig.

Natürlich gehört "Smoke on the Water" dann erst recht zum Pflichtprogramm - da artet eine "gehobene Zimmerlautstärker" eher zur Partylautstärke aus, irgendwie animieren die Vota 2 dazu, den unverzerrten Maximalpegel auch auszunutzen, denn auch bei entsprechender Lautstärke überzeugen sie auf ganzer Linie.

Fazit

Nun ja, abschließend bleibt festzustellen: Wir haben unsere Leser verstanden und ihnen mit einer Konstruktion geantwortet, die deutlich mehr kann, als wir anfangs gedacht haben. Sie erinnern sich? Die Anforderung war eine Dreiwegebox für Rockmusik in Räumen von 25 bis 30 m² bei wandnaher Aufstellung. Diese Aufgabe erfüllt die Vota 2 mit Bravur und als Zugabe gibt es die Vota 1, mit der sich hervorragend Heimkino-Systeme aufbauen lassen - oder man nutzt die abgespeckte Version einfach fürs Arbeitszimmer, das Schlafzimmer oder die Küche - klanglich braucht sie sich hinter der Vota 2 nicht zu verstecken und obendrein kann sie jederzeit zur Standbox aufgerüstet werden. Dabei kostet die Vota 1 kaum mehr als 100 Euro und auch die Vollversion Vota 2 liegt noch unter 200 Euro.

Intertechnik

Ergänzung

Für ein Heimkinosystem empfohlene Lautsprecher.
Fahren Sie mit dem Mauszeiger über die entsprechenden Boxen um zu erfahren welche Bausätze wir Ihnen dazu empfehlen. Auf Mobilgeräten drücken Sie auf die entsprechenden Lautsprecher.

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