Sprache DE Sprache EN Sprache FR Sprache IT Sprache NL
EUR
  • EUR
  • USD
  • JPY
  • BGN
  • CZK
  • DKK
  • GBP
  • HUF
  • PLN
  • RON
  • SEK
  • CHF
  • ISK
  • NOK
  • HRK
  • RUB
  • TRY
  • AUD
  • BRL
  • CAD
  • CNY
  • HKD
  • IDR
  • ILS
  • INR
  • KRW
  • MXN
  • MYR
  • NZD
  • PHP
  • SGD
  • THB
  • ZAR
Kunden-Login
Call Intertechnik
Write Intertechnik
Intertechnik Logo
Sprache DE Sprache EN Sprache FR Sprache IT Sprache NL
EUR
  • EUR
  • USD
  • JPY
  • BGN
  • CZK
  • DKK
  • GBP
  • HUF
  • PLN
  • RON
  • SEK
  • CHF
  • ISK
  • NOK
  • HRK
  • RUB
  • TRY
  • AUD
  • BRL
  • CAD
  • CNY
  • HKD
  • IDR
  • ILS
  • INR
  • KRW
  • MXN
  • MYR
  • NZD
  • PHP
  • SGD
  • THB
  • ZAR
Kunden-Login
0
Pontus AL
Pontus AL
Pontus AL
Pontus AL

Pontus AL

Lautsprecherbausatz

Best.-Nr. 1385064

247,40 € / Stück
inkl. MwSt. zzgl. Versand
207.90 € exkl. MwSt
Lager: lieferbar, aber knapper Bestand

Verfügbare Optionen für diesen Artikel

Wählen Sie die gewünschten Optionen durch klicken aus und legen Sie diese mit dem Artikel in den Warenkorb.

Option: Weichenbau

Menge: 
Diesen Artikel günstiger gesehen?

Details

Lautsprecherbausatz Bausatz Pontus AL, ohne Gehäuse In meinem Hörraum, der allen schon hier Gewesenen als ziemlich vollgestellter Laden bekannt ist, durften die an die gewohnten SAC-Komponenten und den modifizierten Teac-CD-Spieler geketteten Pontus AL zeigen, wie sie mit Musikmaterial umgehen. Mit "Hell freezes over" begann ich mit einer CD, die in fast jedem Haushalt zu finden ist. Sehr aufgeräumt im wahrsten Sinne des Wortes begannen kristallklare Gitarrenklänge das bekannte "Hotel California" aufzubauen, das die folgenden, fulminanten Paukenschläge fast schon wieder abreißen wollten. Von einer Hölle, die eher zufriert, als dass sich die Eagles wieder zu einem Konzert zusammenfinden könnten, war keine Rede, Dynamik pur, Druck im Bass und eine brodelnde Stimmung im Publikum vermittelte die Aufnahme und ihre Wiedergabe über die nicht gerade wuchtigen Boxen. Nun, kann man zu Recht einwenden, es ist doch kein Wunder, dass die Pontus gerade bei diesem MTV-Event ihr Bestes geben könne. Ein wenig spektakulär ist die Abmischung sicherlich und damit für eine "Metallbox" keine wirkliche Herausforderung. Gut denn, dann machen wir eben ruhiger im Himmel weiter. Bleiben wir bei MTV und lassen Eric Clapton¿s "Tears in Heaven" erklingen. Auch hier gefallen die sauberen Saitenanrisse der akustischen Gitarre des Meisters der langsamen Hand, dessen Stimme ohne jede Schärfe und in der richtigen Größe mitten zwischen den Boxen steht. Nicht ohne Grund hat Bernd Timmermanns den NoFerro 900 G/TV einen guten Hochtöner genannt. Etwas rockiger und mit verstärkten Instrumenten kam nun Eric Burdon in meinen Hörraum marschiert und besang die alte "Tobacco Road", begleitet wurde er von einem derart knackigen E-Bass und Bassdrum-Set, wie er auf einer Popmusik-Aufnahme von 1970 kaum vermutet würde. Der Fuß, der jetzt nicht mitwippte, konnte nur gefühllos sein.

Best.-Nr. 1385064

Merkmale

Wege 2 1/2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 4
Kennschalldruck (dB) 88
Höhe (cm) 107,00
Anwendung Standlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Seas Prestige
Preislevel 200-300 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bauberichte

Pontus AL

Pontus AL

Die Pontus - ein Bausatz, der sich zu Recht großer Beliebtheit unter uns Selbstbauern erfreute, ist nicht mehr. Ihre Chassis waren alt und nicht von der neuesten Technik, so mussten sie Nachfolgern weichen, die nicht mit ihnen kompatibel waren und weder mit ihrem Platz in der Schallwand noch mit ihren Weichen zurecht kamen. Für mich willkommener Anlass, aus dieser Not eine Tugend zu machen und zunächst die gute, alte Pontus einer Frischzellenkur zu unterziehen. Gerade Gestalt und strahlende Chassis durften da nicht fehlen.

Bestückung

Wie schon häufiger hier erwähnt, hat Seas seine Chassis-Produktion im Wesentlichen auf zwei Membran-Materialien umgestellt. Für die Bassmitteltöner gibt es seit einiger Zeit im gleichen Korb wahlweise eine Papp-oder Aluminiumausführung, die Hochtöner dürfen mit Textil oder Alu die Luft bewegen. Die Lautsprecher für mein Projekt suchte ich mir bei den metallischen Werkstoffen aus, denn es war eine Eigenart der alten, noch von Stefan Kienzler erfundenen Vorgängerin, den Bass straff und knackig wiederzugeben. Dies ist weit weniger die Domäne der neuen Pappkameraden, die der Musik eher einen wärmeren und runderen Charakter geben.
Groß war die Auswahl somit nicht, denn statt der vorher etwa 300 unterschiedlicher 17er gibt es jetzt auf der Seas-Seite nur noch vier 18er, je zwei mit jeder Membranart. Von den Metallern wählte ich den neueren mit der Bezeichnung W 181 AL aus. Sein Druckgusskorb weist selbsverständlich alle W180AL-seiterforderlichen Lüftungsöffnungen auf, unter der hochgelegten Flachzentrierspinne ist der Blick auf den Kaptonträger frei, auf dessen 39 mm Durchmesser die leichtgewichtige Schwingspule aus kupferkaschiertem Aluminiumdraht 18 mm hoch gewickelt ist. Zusammen mit dem 6 mm hohen Luftspalt ergibt das für einen 18er heute kaum mehr nennenswerte 12 mm linearen Hub. Die weiche, verlustarme Sicke aus Gummi hält die dünne, aber stabile Alumembran im W180AL-seit-oben02Korb. An deren äußerem Rand befindet sich eine versteifende Falz, die fast 2 mm hoch ist und dem Aluminium so mehr Steifigkeit verleiht. In der Mitte der Membran thront ein schwarzer Phase Plug, der eine Polkernbohrung überflüssig macht. Die Anschlussfähnchen entsprechen nicht der Luxusausführung, die bestenfalls optische Wirkung hat, sondern sind als einfache Steckverbinder ausgelegt. Der Pluspol ist mit roter Farbe markiert. Die Stromzufuhr zur Schwingspule wird von zwei dicken Litzen übernommen.

HT-Schwing-3Als Hochtöner musste natürlich auch ein Vertreter der Metallbranche herhalten. Mittlerweile ist die Phalance der Kandidaten so groß wie vorher die Auswahl der 17er, doch ein paar Einschränkungen führten mich schnell zum NoFerro 900G/TV. Meine Vorliebe für ungekühlte Hochtöner sollte hinreichend bekannt sein. Die bessere Wärmeabfuhr von der Schwingspule zum umgebenden Magnetsystem ist für mich kein ausreichendes Argument für Ferrofluid, die dadurch bedingte Behinderung der Luftkompression hinter der Sicke allerdings ein gewichtiges dagegen. Bei jeder HT-Magnet02Membranbewegung muss eine anhängliche Flüssigkeit zusätzlich zur Membranmasse bewegt werden, kleine Signale ertrinken einfach erbärmlich darin.
Mit 26 mm Durchmesser und 1,5 mm Wickelhöhe schwingt die Schwingspule im 2 mm hohen Luftspalt. Der Aluträger ist mehrfach gelocht und geschlitzt. Kleines Standardmaß hat der Magnetring mit etwa 60 mm, für Anwendungen nahe einer Fernsehröhre ist er zusätzlich mit einer Schirmkappe ausgestattet. Die von einem Gitter geschützte Metallmembran aus einer Aluminium/Magnesium-Legierung wird über die breite Polymersicke mit der Frontplatte verklebt, die ihrerseits mit einer weichen Auflage und vier Schrauben luftdicht und wackelfrei auf dem Magnetsystem zwangszentriert ist. Der Pluspol ist nicht so leicht auf dem Plastikteil zu finden, denn neben ihm ist nur als kleines “+” eingestanzt. Der Polkern ist durchbohrt und mit einem Schaumstoff bedämpft. Seinen Namen erhielt der Hochtöner von seiner Resonanzfrequenz, die bei knapp 900 Hertz liegt.

Datenblätter

Die Messungen der Chassis erfolgten im Pontus AL-Gehäuse mit Mikrofon in Höhe des Hochtöners.

NoFerro 900 G/TV

Chassishersteller:          Seas, Norwegen
Vertrieb:              Intertechnik, Kerpen
Preis:                       57.80 Euro

Ausstattung:
Membran:                    Aluminium
Schwingspule:                    26 mm
Magnet:                       Ferritring
Magnetische Schirmung:                ja
Befestigungsbohrungen:                 4
Außendurchmesser:               104 mm
Einbauöffnung:                    78 mm
Frästiefe:                         3 mm
Einbautiefe:                      32 mm

HT-vorn02
NF900G_TV-Zeich

Parameter
RDC:            4,8 Ohm
SD:                7 cm²
Qm:                 5,19
Qe:                 1,46
Qts:                 1,14
fs:                888 Hz

NF900G_TV AmpPha

NF900G_TV AmpPha

NF900G_TV ImpPha

NF900G_TV ImpPha

NF900G_TV Winkel

NF900G_TV Winkel

NF900G_TV kf90

NF900G_TV kf90

NF900G_TV wf Winkel

NF900G_TV wf Winkel

NF900G_TV wf

NF900G_TV wf

W 181 AL

Chassishersteller:          Seas, Norwegen
Vertrieb:              Intertechnik, Kerpen
Preis:                         117 Euro

Parameter
Fs               31,4. Hz
Diameter          126 mm
Re               6.2 Ohm
Rms             1,54 kg/s
Qms                2,26
Qes                 0.34
Qts                 0.30
Cms           1,46 mm/N
Mms          17,6 Gramm
BL              7,89 Tm
VAS            31,7 Liter
dBSPL            86,6 dB
L 1kHz           1,21 mH
L 10kHz          0.49 mH
SD               126 cm²
MMD         16,8 Gramm
Z Min           6,93 Ohm

Ausstattung
Membran:                    Aluminium
Sicke:                          Gummi
Korb:               Aluminium-Druckguss
Polkernbohrung:                    nein
Zentrierung:         Flachspinne, hinterlüftet
magnetische Schirmung:               nein
Schwingspule:                    39 mm
Träger:                         Kapton
Luftspalthöhe:                     6 mm
Linearer Hub:                    12 mm
Magnetdurchmesser:              110 mm
Befestigungsbohrungen:                 6
Außendurchmesser:               176 mm
Einbauöffnung:                   146 mm
Frästiefe:                         5 mm
Einbautiefe:                      84 mm

W181AL-Zeich
W180AL-oben

W181AL AmpPha

W181AL AmpPha

W181AL ImpPha

W181AL ImpPha

W181AL Winkel

W181AL Winkel

W181AL kf90

W181AL kf90

W181AL wf Winkel

W181AL wf Winkel

W181AL wf

W181AL wf

Gehäuse

Pontus-AL-MarkText
Fast war es schon egal, welche Gehäuseart und -größe die Parameter verlangten, wer eine Pontus bauen will, muss sich nach den alten Vorgaben strecken. So blieb mir kaum etwas anderes übrig, als den Aufbau so ähnlich wie möglich zu belassen. Meine Freiheit bestand lediglich darin, notfalls ein paar Liter mehr oder weniger für die Bässe vorzusehen. Rein rechnerisch ergab sich ein benötigtes Volumen von 11,5 Litern für jeden W 181 AL, allerdings sollte dafür das Reflexrohr bei 3,5 cm Radius glatte 41 cm lang werden. Selbst bei Reduzierung auf den halben Querschnitt blieben es mit 20 cm zuviel für ein normales HP 50. Die Vergrößerung des Platzbedarfs auf immer noch moderate knapp über 14 Liter machte eine Verlängerung des Rohres überflüssig. Wie es der glückliche Zufall will, entspricht dies bis auf die Rohrgröße genau dem Original. Der Hochtöner bekommt auch in der neuen Variante ein eigenes Zuhause, so ist er nicht dem Druck durch die Bässe ausgesetzt. Ob es nützt, sei dahingestellt, die notwendigen Bretter sorgen jedoch auf alle Fälle für ausreichende Wandberuhigung. Alle Deckel und Böden wurden mit einem 5°-Winkel eingeklebt, auf die ebenfalls vorgegebene Dreiteilung der Schallwand verzichtete ich dagegen wegen des aufwendigen Zuschnitts. Der theoretische Vorteil des punktförmigen Zusammenkommens der Schallwellen in vorher berechnetem Hörabstand stimmt nur für die direkt auf Achse abgestrahlte Welle. Da die Chassis jedoch in ihrem Einsatzbereich fast durchgängig den Schall rundum verteilen, rechtfertigt der minimal daraus erzielbare Gewinn den Aufwand kaum. Wie auch bei allen Bauvorschlägen steht es dem Selbstbauer jedoch frei, ohne Einschränkung sein Gehäuse nach eigener Handwerkskunst mit mehr optischen Reizen zu konstruieren, so wie es Mark van Mast auf dem oberen Bild gemacht hat. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass er alle Bretter mit der Stichsäge zugeschnitten hat, verdient das perfekte Finish noch mehr Bewunderung.


Das Innere der Basskammern ist mit zwei Matten Sonofil (= ein Beutel) gefüllt, die links und rechts an den Wänden anliegen. Die Weiche wird in der unteren Kammer hinten auf den Boden geklebt, als Terminal verwendete ich die Polklemmen K 42 AU.
Eine wirkliche Standbox wurde die Pontus natürlich erst durch die Verlängerung der Seitenteile und einen untergeschraubten Fuß aus zwei zusammengeleimten 19 mm-MDF-Platten. Die Seiten habe ich zuvor mit einer 45°-Fase zugesägt, furniert und lackiert. Die Mittelteile wurden geschiffen, gefräst und mit Steineffektlack eingesprüht. Den Zusammenbau zeigen wieder einmal ein paar Fotos.

Zubau-412

Ein Blick in das Dreikammerhaus der Pontus AL verrät den einfachen Aufbau, wenn die Deckel und Böden ordentlich zugeschnitten sind. Nach dem Fräsen der Chassisversenkungen wurde der Mittelteil lackiert. Die Ausschnitte habe ich zur Probe auch einmal mit der Stichsäge gemacht, dadurch hat sich meine Hochachtung vor Marks Leistung entsprechend gesteigert.

Zubau-714

Damit die Mittelteile genau wussten, wo sie hin gehören, habe ich zwei Leisten auf die furnierten Seiten geklebt.

Zubau-1008
Zubau-1105

Ein Hilfsbrett verhindert, dass die zweite Seite unten Übergewicht bekommt und oben ihren Kleber allein lässt. Nach ungefähr zweistündiger Trockenzeit konnte auch der Fuß untergeschraubt werden. Die Box steht jetzt allerdings kopf.

Zubau-608
Zubau-810
Zubau-1207
Pontus-AL-Bauplan


Weiche

Weiche Bass

Weiche Bass

Kond über Spule

Kondensator über Spule

Weiche HT

Weiche HT

Zweige

Zweige

Pontus ImpKor

Pontus ImpKor

Völlig einfach und ohne wirklich erwähnenswerte Probleme verlief die Gestaltung der Weiche. Chassis, die sich so vorbildlich verhalten wie speziell die W 181 AL, sind des Entwicklers liebste Spielzeuge. So waren für die parallel geschalteten BMT’s gerade nur drei Bauteile nötig, um ihnen einen geradezu mustergültigen Amplitudenverlauf aufzuzwingen. Doch beginnen wir wie gewohnt die Schilderung lieber von vorn.
Zuerst wurden die Chassis an ihrem Spielplatz gemessen, heraus kam eine glatte Kurve in den vorgesehenen Übertragungsgrenzen. Dahinter zeigte sich, man kennt das von Metallmembranen halt so, eine Armada von messerscharfen Haifischzähnen, die zum Glück den nutzbaren Pegel in den Spitzen gerade nur um 15 dB übertrafen und ab 6,5 kHz angesiedelt waren (lila). Den flachen Hügel zwischen 400 und 1700 Hz behandelte ich zunächst mit einer passenden Ferrobarspule, die allein gelassen allerdings schon etwas zu früh Wirkung hervorrief. Immerhin lagen mit ihr die Sägezähne nur noch auf 500-Hz-Niveau (grün). Ein Kondensator, der hinter der Spule parallel zu den W 181 AL geschaltet wurde, schiebt den Bereich von 700 bis 2500 Hz etwas höher und senkt bereits die höchsten Nadelspitzen auf 10 db unter Nutzpegel (rot). Diese noch ein wenig heftiger wegzubiegen, nutzen Versuche mit zusätzlichen Spulen, Saug- oder Sperrkreisen ungefähr fast gar nichts, es blieb mir aber noch ein As im Ärmel, das bisher in solchen Fälle immer stach. Ein winziger Kondensator, über die Spule gelegt, erzeugt mit ihr neben deren Filterwirkung einen Sperrkreis, dessen Impedanzspitze bei 7,5 kHz und gut 2500 Ohm liegt (blau). Ohne weitere Bedämpfung mittels Widerstand habe ich mit diesem kleinen Knubbel aus den Haifischen im besten Brecht’schen Sinn einen Mecki Messer gemacht: “Und der Haifisch, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht. Und der Mecki hat ein Messer, doch das Messer sieht man nicht!”
Blieb nur noch der Kampf mit dem Hochtöner (lila), dem ich zuerst ein wenig den Pegel mittels zweier Widerstände zurechtstutzte (grün), einen Kondensator vorschaltete (rot) und letztendlich eine Spule parallel schaltete (blau).
Die Zweige addieren sich bei gleicher Polung der Chassis zur Summenkurve, die bei 3 kHz mit voller Absicht eine kleine Senke anerzogen bekam.
Damit Pontus AL auch mit den immer beliebter werdenden Röhrenverstärkern betrieben werden kann, habe ich auch noch eine Impedanzlinearisierung gegen den langgestreckten Buckel im Mittenbereich ausgemessen. Sie besteht aus einem 47µF-Elko, einer 0,33 mm Luftspule mit 1 mm Drahtstärke und 5,6 Ohm mit 10 Watt Belastbarkeit.

Weiche-Pontus-AL02

Messungen

Pontus AL AmpPha

Pontus AL AmpPha

Pontus AL ImpPha

Pontus AL ImpPha

Pontus AL Winkel

Pontus AL Winkel

Pontus AL kf90

Pontus AL kf90

Pontus AL wf Winkel

Pontus AL wf Winkel

Pontus AL wf

Pontus AL Waserfall

Mit 88 dB/ 2,83 V fällt der mittlere Schallpegel in einem Meter Abstand etwas geringer aus, als ich ihn von zwei parallel geschalteten Seas-Chassis erwartet hätte. Doch 35 Hz Resonanzfrequenz im nicht eingebauten Zustand fordern ihren Tribut, zum Ausgleich dafür liegt der -3db-Punkt bei knapp über 40 Hz. Die Senke um 3 kHz verschwindet unter Winkel völlig, kehrt sich aber nirgendwo ins Gegenteil. Sehr gleichmäßig verläuft der Pegelabfall zu hohen Frequenzen mit zunehmendem Winkel. Das Ausschwingverhalten bietet keinen Grund zum Meckern, nach kaum mehr als einer Millisekunde sind alle Grate verschwunden. Einzig die kleine K3-Spitze bei 2,1 kHz lässt die W 181 AL und deren Membranmaterial als Ursache vermuten.

Klang

Pontus-AL-TextIn meinem Hörraum, der allen schon hier Gewesenen als ziemlich vollgestellter Laden bekannt ist, durften die an die gewohnten SAC-Komponenten und den modifizierten Teac-CD-Spieler geketteten Pontus AL zeigen, wie sie mit Musikmaterial umgehen. Mit “Hell freezes over” begann ich mit einer CD, die in fast jedem Haushalt zu finden ist. Sehr aufgeräumt im wahrsten Sinne des Wortes begannen kristallklare Gitarrenklänge das bekannte “Hotel California” aufzubauen, das die folgenden, fulminanten Paukenschläge fast schon wieder abreißen wollten. Von einer Hölle, die eher zufriert, als dass sich die Eagles wieder zu einem Konzert zusammenfinden könnten, war keine Rede, Dynamik pur, Druck im Bass und eine brodelnde Stimmung im Publikum vermittelte die Aufnahme und ihre Wiedergabe über die nicht gerade wuchtigen Boxen. Nun, kann man zu Recht einwenden, es ist doch kein Wunder, dass die Pontus gerade bei diesem MTV-Event ihr Bestes geben könne. Ein wenig spektakulär ist die Abmischung sicherlich und damit für eine “Metallbox” keine wirkliche Herausforderung. Gut denn, dann machen wir eben ruhiger im Himmel weiter. Bleiben wir bei MTV und lassen Eric Clapton’s “Tears in Heaven” erklingen. Auch hier gefallen die sauberen Saitenanrisse der akustischen Gitarre des Meisters der langsamen Hand, dessen Stimme ohne jede Schärfe und in der richtigen Größe mitten zwischen den Boxen steht. Nicht ohne Grund hat Bernd Timmermanns den NoFerro 900 G/TV einen guten Hochtöner genannt.


Etwas rockiger und mit verstärkten Instrumenten kam nun Eric Burdon in meinen Hörraum marschiert und besang die alte “Tobacco Road”, begleitet wurde er von einem derart knackigen E-Bass und Bassdrum-Set, wie er auf einer Popmusik-Aufnahme von 1970 kaum vermutet würde. Der Fuß, der jetzt nicht mitwippte, konnte nur gefühllos sein.

Den Abschluss eines schönen Musikabends durfte dann die analoge Abteilung übernehmen. Dynavox VR-70 E2, neuerdings ausgestattet mit bei BTB-Elektronik gekauften Tungsram Vorstufenröhren, Debut 3-Plattendreher und die kürzlich erworbene Neuauflage der alten Jeton-Scheibe von Monty Alexander gaben der Pontus den Rest. Auflösung, Raumtiefe und Staffelung, die große Dynamik der Tastenanschläge und der Mangel an Verfärbung des swingenden Flügels ließ das gelegentliche Knacken der Rille ebenso schnell vergessen wie die Existenz von Boxen mit Metallmembranen - Metallmembranen?

Udo Wohlgemuth

Pontus AL

Chassis:                      W 181 AL
                      NoFerro 900 G/TV
Hersteller:                 Seas, Norwegen
Vertrieb:               Intertechnik, Kerpen
Konstruktion:              Udo Wohlgemuth

Funktionsprinzip:                 Bassreflex
Nennimpedanz:                     4 Ohm

Terminal:                        K42 AU
Dämmstoff:                 2 Beutel Sonofil
Reflexrohr:             2 x HP 50 ungekürzt

Holzliste in 22 mm MDF
für ein Paar:

108,0 x 39,5 (4x) Seiten
 61,0 x 19,0 (2x) Rückwand
 54,5 x 19,0 (2x) Front
 36,5 x 19,0 (8x) Schrägbretter
 50,0 x 30,0 (4x) Fuß

Die Schrägbretter müssen vor dem Zusammenbau mit einem 5°-Winkel an beiden schmalen Seiten versehen werden. Das endgültige Maß beträgt nach dem Schnitt 35,2 cm

Kosten pro Box

Bausatz ohne Holz                320 Euro
Holzzuschnitt in 19 mm MDF     ca.   30 Euro

Gesamtkosten:              ca.  350 Euro

Pontus-Text-2
Artikel ist in den folgenden Rubriken gelistet:
I.T. Intertechnik
I.T. Intertechnik Kerpen GmbH Located at Europaring 28, 50170 , Kerpen Germany, . Phone: +490227390840. https://www.facebook.com/Lautsprecherbau https://twitter.com/it_intertechnik https://plus.google.com/111120951705739054145/about https://plus.google.com/102648362843691426793/about https://www.youtube.com/user/lautsprecherbau