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SB30CENTER

SB30CENTER

Der Blues Center

Best.-Nr. 1385173

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Details

Lautsprecherbausatz SB30 (Center) OHNE GEHÄUSE,

Best.-Nr. 1385173

Merkmale

Wege 2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 6
Höhe (cm) 20,20
Breite (cm) 61,80
Tiefe (cm) 29,00
Anwendung Center Lautsprecher
Besonderheiten Als Stereosystem auch gut geignet
Hersteller / Marke der Chassis SB Acoustics
Preislevel 200-300 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprecherbau-Community zu diesem Bausatz

Apisto von Apisto
Flammenbrut von Flammenbrut
SB30 von Apisto
Hörevent Erftstadt 150725_1 von baumawas

Bauberichte

Andis SB 30

Andis SB 30


Ich war 16, als ich mir vom Ferienjob die erste Anlage leistete. Philips CD Spieler (Toploader!), Aiwa Tapedeck, Harman Kardon Verstärker, T&A Boxen. Tolle Sache damals und alles noch in Betrieb. Naja, was ich halt noch habe davon. Alles war gut soweit, bis die zwei erbarmungslosen K (Katzen und Kinder) sich an den Boxen gütlich taten und unbarmherzig die strukturelle Integrität der Sicken auf eine harte Probe stellten. Die Sicken verloren übrigens. Gut, dann halt die zum Schrott, die Kollegin hatte mindestens genauso alte Cantöner bei mir abgestellt.

Die gingen halbwegs. Halbwegs. Die Familie und das Leben drumherum legten mir Ruhe bewahren auf. Aber die T&A mit neuem Gehäuse wurden dann doch wieder hingestellt mit abenteuerlich geklebten Sicken. Furchtbar. Es kam ja Ton raus. Und man hat ja eh keine Zeit zum Hören.

Wir holten nen neuen Fernseher. Tolle Funktionen, (wer braucht Internet am Fernseher?!) aber der Ton ist den Begriff nicht würdig. Keine Stimmverständlichkeit und alles Matsch. Ich wollte zumindest die Tagesthemen anständig verstehen.

SB30 Center war mir nach reichlich Lektüre hier klar. Und nen Yamaha Verstärker, damit ich den Fernseher überhaupt vertonen kann. Nicht falsch verstehen, ich schau pro Woche genau 1 Stunde fern. Montag Abend DMax. Die Kenner wissen, was ich meine, ansonsten eben Nachrichten und der Rest der Zeit gehört der Familie.
Den Center schön ins Board integriert und TV-Ton war zur vollsten Zufriedenheit aller erledigt.



Alles gut soweit. Nur wuchs in mir nachvollziehbar der Drang, das hässliche Konstrukt, das rechts und links Töne von sich gab, deutlich aufzuwerten. Heißt, zwei Frontlautsprecher.

Ein Großauftrag brachte unerwartet das Budget für die Erneuerung der Frontlautsprecher mit sich. Auch hier nicht lange überlegen müssen und 2x die SB30 herbestellt. Das Design der Magni hat mir enorm gut gefallen und der Christian hatte nichts gegen mein Plagiat seiner guten Idee.

Aber der Reihe nach. Mein erster Entwurf sah eine Reflexöffnung nach unten vor. Kurze Nachfrage, geht nicht. Also weiter gemalt. (Ich mach gerne so gut wie alles (beruflich und privat) am Mac, doch Ideen skizzieren geht mit Bleistift und Papier immer noch am besten. Reflexöffnung nach oben und ans Ende des Gehäuses. Kurze Antwort: „Passt!"

Dann die nächste, logische Frage, die viele bewegt, wo nimmt man das Holz her? Die ortsansässige Schreinerei hatte sich knapp zwei Wochen Zeit gelassen mit einer Antwort. Der Preis? Naja. Es ging bitte nur um 18mm Multiplex, kein Alabaster mit Intarsien!  Gehen wir also zum Biber um die Ecke. Dazu muss erzählt werden, dass die örtlichen Baumärkte eine große Bandbreite an Zuschnittsexperten bereithalten. Im Laufe der Jahre kennt man seine Pappenheimer, weiß, welches Maß man wie beaufschlagen muss und ob man gegebenenfalls nicht doch  gleich umdreht und zum nächsten Laden geht.

Der "gute" Säger war gerade vom Urlaub zurück und hat sich sichtlich gefreut, dass ich mich freute. Und - oh Wunder - 18er Birke war da. Genügend sogar! Zuschnitt prima und ab, heim. Der sehr konservative Boxen-Entwurf war für so ungeduldige Zeitgenossen wie mich ideal.

Ich startete nach kurzer Prüfung der Maße mit der Rundung der Wangen. Zwar hätte ich Christian fragen können, wie er sie gefertigt hat, besann mich dann auf mich selbst und zeichnete die Rundung mit Hilfe eines ausgedienten 10“ Chassis an. Da das Ding nicht von Intertechnik stammt, habe ich es mal nicht ins Bild aufgenommen. Dafür gibt´s Schleichwerbung für das verwendete Werkzeug. Ausgezeichnetes Gerät, die Rundung ist bei allen vier Brettern auf das Zehntel genau geworden!

Die normalerweise unnötigen, weil banalen Bilder vom Akt des Leimens (warum hatte mir vor Jahren niemand Fugenleim empfohlen? Muss ich hier doch einschieben, weil die Aussentemperatur von knapp 40°C um etwa 15° höher war als die in der Lagerstätte des Holzes. Multiplex neigt ja eher weniger zum verziehen, hier aber …



Letztendlich habe ich alles so hinbekommen, wie es auch geplant war. Bis auf den an und für sich banalen Fehler: Ich vergaß, die Öffnungen für das Terminal am unteren Abschlussbrett anzubringen, bevor ich leimte. Danach is nicht mehr. Gut, also der Ungeduld beigeben und das Terminal wie gehabt auf die Rückseite.

Wie Christian entschloss ich mich auch für eine Lasur. Vorher allerdings schliff ich und trug eine weiße Beize auf. Das allein sah schon klasse aus. Als Fan von schönen Maserungen zahlt sich aus, wenn man dem Virtuosen an der Säge offen Respekt zollt. Richtig schick geworden.



Es ging an die Frequenzweichen. Aus gutem Grunde stelle ich davon keine Bilder bereit, sowas will kein Mensch sehen. Soviel nur: Sie funktionieren. Nach etwas „herumspielen“ und dem Versuch, meinem Hirn etwas Logik zu entlocken, entlohnte mich der Lautsprecher dann mit Klang. Das führt einen zum wichtigsten Punkt: Warum man sich sowas antut.

Das Wort meines Sprösslings war schlicht und alles auf einen Nenner gebracht „Alter!" Nun, mir selbst blieb anfangs nicht viel mehr zu sagen, war ich doch sehr erstaunt und erfreut. Das darf man sich mal vorrechnen. Ein Bausatz kostet 233, ergo beide Seiten 466 Euro. Das Holz dazu vielleicht nochmal 90 Euro. Der Klang dieser Teile ist aber weitaus besser als was Vergleichbares aus dem Geizmarkt.

Ich ahnte ja schon durch den Center, was da geht, aber das dann in Stereo zu genießen. Seal erklang so mächtig, erdig und glanzvoll, wie lange nicht mehr. Joe Jackson Live in Stuttgart (soweit ich weiß ist die Aufnahme recht selten) röhrt atmosphärisch und wirklich LIVE. Er sitzt leibhaftig vor mir. Unglaublich der Effekt, man hört Musik, überlegt sich, welche Scheibe man als nächstes auflegt und verfängt sich eine Sekunde darauf völlig im Klang. Ok, da muss doch mal der AVR dran. Unglaublich, wo bei den alten Boxen unverständliches Gebabbel herauskam, ist das der pure Genuss! Die Eingangssequenz von „A Quantum Solace“ ist atemberaubend. Feine Momente wie Adele live in der Royal Albert Hall zaubern einem Gänsehaut auf die Arme, als ob man dabei wäre.



Fazit:
Man HÖRT Musik. Kann einem was Besseres passieren?
Mein Sohn braucht jetzt ja dringend auch Lautsprecher ...

Andi

Uwes Multikanal mit SB 30 und SB 15

Uwes Multikanal mit SB 30 und SB 15


Mehrkanal mit SB 30 und SB 15

Da war dieses Zischeln bei S-Lauten. Nicht wirklich laut und für den unbedarften Hörer nicht auffällig, aber eben doch eine unnatürliche Klangfärbung. Ich kann mich in so etwas hineinsteigern und höre dann in jedem Stück diesem Fehler nach. Ich hatte die Boxen mit dem Alu-Breitbänder und dem dazu passenden Bass-Chassis gebaut, weil ich mir davon eine ausgeprägte räumliche Tiefe versprochen hatte. Die war auch da. Außerdem eine beinah schon übertriebene Klarheit in den Mitten, die von einem mächtigen nicht allzu differenzierten Bass untermalt wurde. Es war also schon viel Schönes dran, wenn nicht, ja wenn…

Es war nicht mein erstes Bauprojekt und somit hatte ich mir auch bei der Formgebung einiges vorgenommen. Das Ergebnis war schon recht ansehnlich. Aber es blieb das leise Zischeln. Auch in meinen Kopf.

Nun also alles auf null und noch einmal ganz neu überlegt. Was will ich übernehmen, was anders machen. Meine Frau erklärte mich zu diesem Zeitpunkt zwar für verrückt, da ich wahnsinnig viel Zeit in das letzte Projekt gesteckt hatte und sie mit dem Ergebnis sehr zufrieden war. Aber wie immer, wenn es um Holzarbeiten geht, habe ich freie Hand und ihre volle Unterstützung!

Wir hören hauptsächlich Jazz und Klassik. Das letztere fast nur von der SACD im Multichannel-Modus. Es sollten also fünf möglichst gleichwertige Boxen sein. Vor allem die drei Exemplare vorn sollten möglichst identisch sein. Das ist fürs anständige Musikhören von der SACD ein ganz wichtiger Faktor, wie ich finde. Wieder sollte eine gute Räumlichkeit ins Pflichtenheft, aber eben auch ein unverfärbter, homogener Klang stand jetzt ganz oben auf der Liste. Das letzte Quäntchen Bass müssen die Neuen nicht können. Dafür habe ich mal einen guten Sub gebaut mit geschlossenem Gehäuse und einer hervorragenden Endstufe. Mit ein bisschen Erfahrung kann man den Woofer an jede Box anpassen. Da sind meine Frau und ich schon ein eingespieltes Team. Sie sitzt am Regler, ich vor den Boxen…

Eins wollte ich ganz sicher nicht: Noch einmal eine Box ungehört kaufen! Zu schnell lässt man sich von schönen Bildern verleiten. Der Aufwand beim Heimwerken sollte auch mit dem gewünschten Klang belohnt werden. Also hat es mich ins Hörstudio gezogen. Ich wurde herzlich empfangen und ich hatte wirklich alle Zeit der Welt, meinen extra für diesen Zweck zusammengestellten Hörtest-CD´s an verschiedenen Lautsprechern zu lauschen. Natürlich sind die Bausätze mit den Eton-Chassis über jeden Zweifel erhaben. Aber die Dinger haben halt ihren Preis – den wollte ich unserer Familienkasse denn doch nicht zumuten. Es gibt jedoch noch andere Boxen in der Bluesklasse, die für eine Handvoll Dollar weniger in zumindest ähnliche Klangwelten vorstoßen. Und so kam ich dann zur SB 30 für die Front und die SB 15 für den Rear-Bereich. Aus den 30igern habe ich für die Front Standboxen gemacht. Bei ihrer Länge hätten sie auf Ständern etwas pummelig gewirkt.

Lautenförmig sollten die neuen sein. Allein für das Umrechnen des Volumens auf der Grundlage des Originalbauvorschlags habe ich viele Abende verwandt. Ich meide in meiner Freizeit die Zusammenarbeit mit dem Computer, wo immer es geht. Daher habe ich auch keine Sympathien für CAD-Programme oder ähnliches. Meine Arbeitsgrundlage ist Millimeterpapier und dazu Lineal und ein spitzer Bleistift. Ich habe mich für einen Spantenaufbau entschieden. Der Deckel und der Boden jeder Box wurden verdoppelt, um eine noch größere Versteifung zu erreichen.



Beim Aufbau habe ich in Front und Rückseite die Spanten ein wenig eingelassen, so dass ein stabiles Grundgerüst entsteht. Das Einfräsen hat zudem den Vorteil, dass beim Verleimen alles schön lotrecht bleibt. Die erste Schicht habe ich dann mit Fuma-Sperrholz beklebt. Dadurch habe ich mir ein möglichst „geschlossenes“ Gehäuse versprochen.

Die weiteren zwei Auflagen je Gehäuseseite haben meine Frau und ich mit selbst eingeschnittenen 8mm starken MDF-Platten beklebt. Da waren dann 20 Platten zu schneiden, in jede im 3mm-Abstand mit der Kreissäge Fugen zu ritzen und diese direkt vorm Kleben mit einer Sägespäne-Leimmischung auszufüllen. Anschließend haben wir Spanngurte gezurrt, bis der Arzt kommt. Bewährt haben sich die auf den Bildern zu sehenden Abstandhalter an der Front- und Rückseite, die den Zugwinkel der Spanngurte so verändern, dass die Ränder der Platten genau auf den Spannten aufliegen. Die Platten hatten wir so zugeschnitten, dass genug Überstand vorhanden war. Die Platten entdecken nämlich beim Aufkleben die Wanderlust und verschieben sich auf ihrer Leimschicht in jede ungewünschte Richtung. Die frisch eingeleimten Platten mussten mit der Blumensprühflasche angefeuchtet werden. Dann erfolgt mit viel Kraft und unter Einsatz einer Heißluftpistole der Widerspenstigen Zähmung solange, bis wir ohne Bruchgefahr die Gurte langsam anziehen konnten. Das alles unter einem gewissen Zeitdruck, da ja der Leim zu trocknen droht. Da lagen bei mir dann schon manchmal die Nerven blank, aber meine niemals verzagende Gattin behält auch in solchen Situationen noch den Überblick!



Falls ich jemals wieder ein ähnliches Projekt angehe, würde ich vorgefertigte Biege-MDF-Platten verwenden. Das dürfte eine Menge Zeit sparen…

Als dann alle überstehenden Ränder abgeschliffen waren, konnte man schon so etwas wie eine Box erkennen.



Für die Oberfläche haben wir das Biegefurnier von EasyWood gewählt, das bei einem erträglichen Preis eine sehr gute Qualität bietet und durch das Vorbrechen der Furniers und dem Flies auf der Rückseite eigentlich super zu verarbeiten ist. Eigentlich.

Hier muss ich vielleicht kurz einschieben, dass ich von vielen Dingen, die ich mit Holz mache, keine Ahnung habe. Ich bin im normalen Leben Schreibtischtäter. Aber ich bin der Überzeugung, dass man sich alles aneignen kann und aus Fehlern lernt. Jedesmal gelingt einem dann ein Werkstück etwas besser. Auf diese Weise habe ich fast all unsere Möbel in der Werkstatt meines Schwiegervaters (an dieser Stelle herzlichen Dank dafür an Hartfried!!!) gebaut und mich langsam „hochgearbeitet“. Nur furniert hatte ich eben noch nie.

Der erste Versuch mit den kleinen SB15-Boxen sah schon sehr gut aus. Wir haben Kontaktkleber auf das vorgeschnittene Furnier und die Box verteilt und die Front als erstes belegt. Dann haben wir mit der Tapeten-Andrückrolle beide Schichten miteinander „verschmolzen“. Nachdem die Front einen gleichmäßigen Eindruck machte, haben wir schnell die Box gedreht und uns an den Seiten hochgearbeitet. Auf der Rückseite kam es zu einer Überlappung. Hier hatten wir zuvor Backpapier zur Trennung eingelegt. Dann schneiden, das Papier herausziehen und die kleine verbleibene Kante vorsichtig wegschleifen.

Die Probleme tauchten dann bei den größeren Boxen auf. Die kann man nach Verkleben der Front nicht gerade mal umdrehen. Das Ergebnis waren nicht richtig verklebte Stellen mit „Blasen“ unterm Furnier beim Center-Speaker. Ich habe das Furnier in Teilen wieder abgehobelt, mit Flüssigholz aufgefüllt und so eine erneute Furnierschicht vorbereitet.



Dann bin ich auf die Wahnsinnsidee verfallen, den Kontaktkleber durch Sprühkleber zu ersetzen. Das fühlt sich zwar beim Auftragen besser an, weil alles schneller und gleichmäßiger geht. Aber im Moment des Trocknens merkt man, dass keine Verbindung zwischen Holz und Furnier zustande kommt. Da hilft dann auch ausdauernd wildes Anrollen nicht mehr. Zudem führt die Feuchtigkeit des Sprühklebers dazu, dass sich das Furnier wellt und richtige Blasen entstehen. Das ist der Moment, an dem man sich spontan für neue Hobbies begeistern kann. Kochen oder Modelleisenbahn wäre jetzt nicht schlecht…

Letztlich war alles noch rettbar. Mit dem Bügeleisen auf einem alten Handtuch habe ich die Blasen in die Knie gezwungen und zumindest im „sichtbaren Bereich“ alles richten können. Der Rest war reine Freude. Löcher fräsen, dreimal wachsen, Weiche brutzeln und alles zusammen setzen. Ich hatte mich für je zwei Reflexrohre auf der Rückseite entschieden, was die Unterbringung der Dämmwolle (der Platz vor den Rohren soll ja immer frei bleiben) etwas erschwert. Aber hier siegt die Optik. Aus dem gleichen Grund habe ich das Terminal unter die Boxen verlegt.

Der Klang entspricht nach einer gewissen Einspielzeit – anfangs ist der Hochtöner noch etwas vorwitzig – genau meinen hochgesteckten Erwartungen. Als erstes fällt einem die absolut runde Vorstellung auf. Das kann ein Breitbänder nicht besser! Vielleicht liegt´s an der d´Appolito-Anordnung bei der SB30. Alles klingt wie aus einem Guß. Die Räumlichkeit ist sehr gut, wobei mir im Vergleich zu anderen Systemen auffällt, dass noch weit vor der Linie zwischen den Boxen etwas passiert und bei entsprechenden Aufnahmen auch rechts und links neben den Gehäusen einiges passiert! Frauenstimmen hört man direkt vor der eigenen Nase – quasi in Spucknähe. Das ist absolut beeindruckend. Meine geliebten SACD´s klingen nun dank der drei baugleichen Boxen in Front unglaublich luftig und homogen. Der Eton ER-Hochtöner kann natürlich oben herum alles noch feiner darstellen. Aber ohne den direkten Vergleich fehlt wirklich nichts! Der Bass ist mehr als erwartet konturiert und geht auch ohne Woofer hörbar tief. Gibt es etwas zu bekritteln? Allenfalls der kleine Platz auf dem Sofa, an dem die Musik richtig einrastet. Daneben klingt es immer noch gut, aber die Räumlichkeit geht ein wenig verloren.



Alles in allem ein Lautsprecher für Genießer, die vielleicht auf die letzte Grobdynamik verzichten können aber nicht auf die berühmte Gänsehaut, egal ob bei der jazzigen Frauenstimme oder dem großen Mahler-Orchester. Und das Zischeln kann ich in keiner Aufnahme mehr entdecken.



Herzlichen Dank für diese Chassis-Traumkombination!

Uwe

 

SB 30 (Center für SB Basic Heimkino)

SB 30 (Center für SB Basic Heimkino)

Die Rearlautsprecher als Erstlingswerk haben sicher nicht nur bei uns Lust auf mehr von der neuen "SB Basic"-Heimkinoserie geweckt. So haben wir als zweites Projekt einen Centerspeaker mit doppelter Bassbestückung fertiggestellt - und diesen gleich so konstruiert, dass er auch als Frontlautsprecher eine gute Figur macht - dann natürlich paarweise eingesetzt. Also haben wir ihn auch paarweise aufgebaut, um den Stereoklang beurteilen zu können. Die für Center-Speaker typische Chassisanordnung bedingt die Platzierung des Hochtöners in der Mitte.

Diese optisch an D'Ápopolito erinnernde Anordnung ist akustisch nicht ganz so einfach in den Griff zu bekommen. Unter zunehmendem Messwinkel lässt sich ein Frequenzgang-Einbruch bei 2 bis 4 kHz feststellen, der klanglich deutlich weniger Probleme verursacht als messtechnisch, da das Mikrofon Raumreflexionen unberücksichtigt lässt.

Im Stereobetrieb ergibt sich hier ohnehin kein Nachteil, da die Lautsprecher dann vertikal aufgestellt werden, das Rundstrahlverhalten in der Horizontalen so entsprechend ausgewogen ist und der Klang sich folglich nur beim Aufstehen vom Sofa ändert.

Gehäuse

Für den Aufbau der Testboxen haben wir auch diesmal wieder durchgefärbtes MDF verwendet, welches sich nicht nur aufgrund seines höheren Gewichtes als ideales Baumaterial für Lautsprecherboxen entpuppt. Der Rohbau kann einfach geschliffen und klar lackiert werden, selbst kleine Macken bleiben belanglos.Für den Aufbau der Bassreflexkanäle für die beiden Bassmitteltöner haben wir kleine Hilfsbretter aus 10-mm-MDF eingesetzt, damit die Öffnung später genau einen Zentimeter beträgt, nachdem die lediglich zwischengeklemmten Hilfsbrettchen nach dem Leimen wieder entfernt wurden. Wie bereits für die Rear-Speaker gibt es natürlich auch für den SB 30 einen Sketchup-Bauplan, der wahlweise Stereo oder Mono realisiert werden kann, oder gleich dreimal, wenn Hauptlautsprecher und Center aus einem Guss erklingen sollen.

Weiche

Da die Weichentopologie ja dank unserer Vorüberlegungen bereits von den in erster Linie als Rear-Speaker gedachten (und auch als Hauptlautsprecher einsetzbaren) SB 15 BR vorgegeben war, erforderte die Weichenkonstruktion jetzt nicht mehr sehr viel Aufwand, Die Weichenbauteile mussten nun lediglich an die geringere Impedanz zweier parallelgeschalteter Tiefmitteltöner angepasst und der Spannungsteiler des Hochtöners zur Pegelerhöhung verkleinert werden.

Na ja, zumindest theoretisch, denn so ganz gemäß Lehrbuch klappt es selten, weil auch die Anordnung der einzelnen Chassis ihre Berücksichtigung finden sollte, damit die gesamte Linie anschließend tatsächlich gleich klingt und nicht nur theoretisch. So passte der theoretische Ansatz mit halben Spulenwerten und doppelten Kondensatorwerten letztendlich nicht wirklich, doch genau dafür bauen wir unsere computersimulierten Boxen ja auf und analysieren eventuell unvorhersehbare Schwächen mit unseren Messsystemen, um sie dann entsprechend auszumerzen, was ja fast immer für die Weiche und manchmal auch für das Gehäuse gilt.

Die Diagramme entsprechen im Wesentlichen denen der SB 15. Mit 92 dB Schalldruck für 2,83 Volt ist der Bassteil der SB 30 für solch kleine Bassmitteltöner vergleichweise wirkungsgradstark. Zum Glück kann der bei der SB 15 abgesenkte Hochtöner deutlich mehr als in dieser gefordert, so dass der Pegel auch locker für die SB 30 reicht.

Damit der weniger stark abgesenkte Hochtöner auch leistungsmäßig mit der Doppelbestückung mithalten kann, haben wir die Flankensteilheit durch die Auslegung des Spannungsteilers ein wenig erhöht. Diese Maßnahme verschiebt die Trennfrequenz auf knapp 3,5 kHz, so dass eine belanglose Senke im Übernahmebereich entsteht, welche Filmen etwas mehr Flair verleiht und bei Musik die Bühne etwas nach hinten verlagert. Während sich dieses Verhalten nur auf Achse zeigt, ist der Frequenzgang fernab der Mittelachse bereits unter einem Messwinkel von 15 bis 30 Grad recht gerade, so dass ein ausgewogener Frequenzgang auf Achse eine Überhöhung und ggf. einen als etwas schrill empfundenen Klangcharakter erzeugt hätte, was dann sowohl bei Musik als auch bei Filmen gestört hätte.

Da bereits die SB 15 eine ungestüme Spielfreude bei hohem Wirkungsgrad an den Tag legte, verdient die SB30 ein Impedanzkorrekturglied für den Betrieb an Röhrenverstärkern. Dieses besteht aus der Reihenschaltung eines Kondensators, einer Spule und eines Widerstandes und wird parallel zur Weiche, beispielsweise direkt ans Terminal angeschlossen. Da Transistoren laststabiler als Röhren arbeiten, lassen sie sich von der Impedanzkorrektur nicht beeinflussen.

Klangtest

Für den Test der SB 30 haben wir nun doch anderes Equipment als für die SB 15 angeschlossen, die SB 30 schreit im Stereobetrieb ja förmlich nach einem Röhrenverstärker, da sie bereits mit recht wenig Leistung ordentlich loslegt. Also durfte die Destiny EL 34 die beiden SB 30 mit Musik versorgen, welche diesmal nicht von CD, sondern von Platte kam - einem Thorens TD 320. Gerade rechtzeitig für den Klangtest wurde als Highlight ein "Benz ACD"-Tonabnehmer mit besonderem Nadelschliff montiert.

Dem Medium Schallplatte gemäß haben wir mit Klassik begonnen - eine echte Herausforderung für eine Heimkinobox, oder? Na ja, in jedem Fall eine Würdigung alten Kulturgutes, welches teilweise ja achtlos auf dem Flohmarkt verramscht wird. Händels Konzert für Orgel und Orchester B-Dur, op. 7 Nr. 1 fordert die Lautsprecher ordentlich - eigentlich ist es ein mit Kanonen auf Spatzen schießen, doch die kleinen 15er-Chassis haben ihre Aufgabe mit Bravour erfüllt und das Kirchenschiff akustisch bis in den hinteren Winkel ausgeleuchtet - ordentlich untermalt mit den Achtzoll-Pfeifen der Mössinger Orgel. Mit geschlossenen Augen hätten wir jedem Musiker persönlich die Hand schütteln wollen.
Dann ertönte Mahlers 4. Symphonie derart unvermittelt, dass sich die Zuhörer ganz auf die Musik konzentrieren konnten, ohne die Boxen wirklich wahrzunehmen. So stellt man sich Musik von ihrer besten Seite vor: realistisch von der Triangel bis zur Kesselpauke. Fast kam beim Hörer der Eindruck auf, das Orchester selbst zu dirigieren und in die Rolle Bernhard Haitinks zu schlüpfen, der diese Aufgabe vor über 40 Jahren übernommen hatte.

Ja, ihre Klassik-Prüfung hat die SB30 beim Klangtest mit Bravour bestanden, doch eine Heimkino-Box nicht zu fordern, würde ihrem Einsatzzweck nicht gerecht, also legten wir als nächstes Rockmusik auf, um uns ein wenig höhere Pegel um die Ohren knallen zu lassen - und höre da, die SB 30 konnte alles noch ein wenig druckvoller und dynamischer als die SB 15, die doppelte Membranfläche macht sich einfach bemerkbar. Im Grunde war das ja sogar zu erwarten, dennoch haben wir uns gefreut, wie gut die SB 30 ihre Aufgabe meistert - bei gleich hohem Klangniveau wie die SB 15, wodurch sich eine Kombination im Heimkino geradezu anbietet. Jetzt fehlt nur noch der SB Basic Heimkino Subwoofer, dem die dritte Geschichte gewidmet ist.

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