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HighJack
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HighJack


Best.-Nr. 1385314

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Details

Lautsprecherbausatz High Jack alias FT14 mit Gradient Lautsprechern ohne Gehäuse Nun kennen wir die Schwächen der erfolgreichen Needle recht genau, die können aber nicht der Grund für den Erfolg sein. Sie als Zielvorgabe zu wiederholen wär wohl eher ein unnötiger Versuch der Erfolgskopie. Der mitleidige Blick auf die dünne Kiste, die den kleinen "Bass" recht verloren aussehen lässt, die schutzbedürftige Zerbrechlichkeit, die den Mann zur Glucke mutiert, der ansprechend geringe Preis sind eher Fakten, die es nachzumachen gilt. Dabei auch noch ein paar der bekannten Schwächen auszubügeln, schrieben wir uns auf die Fahnen, als wir die Arbeit an der FirstTime 14 begannen. Es war uns aber auch klar, dass ein profaner, wenn auch berechtigter Name wie FT 14 selbst in der ausgeschriebenen Form nicht unbedingt der beste Start ins Leben sein kann. So ersannen wir den Zusatznamen "High Jack", der unterschwellig zugleich unsere Absicht verrät. - Inklusive spezieller Bausatzleiterplatte für sicheren und einfachen Aufbau, - Inklusive Anschlußklemmen, Innenverkabelung, Schrauben, original Sonofil, - Inklusive eng selektierter hochwertiger Audyn Kondensatoren und Spulen, - Inklusive Bauplan

Best.-Nr. 1385314

Merkmale

Wege 2-Wege
Gehäuse Prinzip Transmission
Nennimpedanz (Ohm) 4
Kennschalldruck (dB) 85
Höhe (cm) 100,00
Breite (cm) 13,80
Tiefe (cm) 13,80
Anwendung Standlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Gradient
Preislevel <100 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprecherbau-Community zu diesem Bausatz

Plastikfront 2 von nymphetamine
High Jack von Simpsi
FT14 Highjack Mobil von Doulx
HighJack - Zweiter Entwurf Füße von Emmet52

Bauberichte

Was macht man im Winter – High Jack

Was macht man im Winter – High Jack

Vorgeschichte

Viele Stunden der Recherche und sehr viele interessante Bauberichte weiter reifte auch bei mir wieder eine gewisse Unruhe.
Aber welche Boxen würden die Sammlung noch ergänzen?

Voraussetzungen:
Die Box muss klein bleiben.
Die Kosten müssen sich im Rahmen halten
Regallautsprecher möchte ich eher nicht.
Weiß - Auf Wunsch meiner Tochter
Kein Lack - Das geht bei den Temperaturen draußen einfach nicht (außerdem liegen meine Talente nicht beim Lack)


Ich hatte mich schon für die Needle entschieden, aber ein Baubericht gab mir dann den Anstoß die High Jack zu bauen. Einfach alles einen Tick mehr.
Also Bestellung absenden und zum Baumarkt.
Der Zuschnitt sehr kleiner Bretter ist aber nicht in jedem Baumarkt möglich. In Laatzen ist ein Baumarkt der möchte Minimum 23 x 50 cm haben. Darunter geht nichts. Auf der Holzliste war aber kein Brett mit diesen Maßen.
Im zweiten Baumarkt war das aber kein Problem.

Der Bau

Beim Anzeichnen hatte ich dann doch noch einige neue Ideen und so musste ich dann die Hälfte der Bretter noch einmal ändern.

In die Seitenwände und die Front habe ich einige Ausfräsungen platziert, die der Box noch ein wenig zusätzliches Volumen geben sollten. So konnte ich die Boxen noch einen Zentimeter schmaler machen.
Beim Zusammenleimen mussten deshalb auch einige Schraubzwingen ran, da die Bretter leicht gebogen waren. Dank der drei Innenteiler ließ sich das aber sehr gut machen.
Ich hatte geplant, die Box mit Kunstleder zu beziehen. Daher habe ich entschieden, die Rückwand zu verschrauben und in den Spalt die Nähte verschwinden zu lassen.

Die Rückwand musste aber ja auch befestigt werden, so dass zwischen den Leisten nur noch eine Öffnung von 6 cm breite blieb. Zu schmal für das normale Terminal und für die Frequenzweiche gerade so noch passend.

Das Beziehen der Lautsprecher mit dem Kunstleder war geradezu ein Vergnügen.
Innerhalb von 15 Minuten je Box war das Leder dran. Natürlich ohne die filigrane Ausgestaltung der Ecken und ohne die Zusätzliche Platte als Deckel.
Die Deckelplatte habe ich mir dann aus Birke- Multiplex gefräst. Eine kleine Phase für die Optik und eine Kerbe für das Leder. Nachdem ich die Deckelplatte auch mit Leder bezogen hatte wurde diese einfach oben auf die Box geleimt.

Ursprünglich hatte ich geplant im Bereich der Chassis noch schräg angefräste Multiplexplatten zu montieren, um dem weißen Gehäuse eine Andeutung einer kleinen Box zu geben. Außerdem gefällt mir die Struktur der Mutiplexplatten sehr. Aber meine Mädels waren da anderer Meinung. Alles bleibt so, wie es ist.
Na ja. Aus den MPX Platten habe ich dann einige Untersetzer gefräst. Auch schön.

Einbau der Chassis und der Weiche habe ich nicht mit Bildern dokumentiert.
Füße für die Boxen sind in Planung.

Klang

Als ich die erste Box fertig hatte, konnte ich es nicht abwarten, diese zu testen.
Also habe ich eine Audible34 abgeklemmt und die HighJack angeschlossen.
Das war allerdings keine gute Idee. Die Audible34 ist so viel lauter (93 dB Kennschalldruck), dass die HighJack kein gutes Bild abgegeben hat.
Als ich dann aber die zweite Box auch angeschlossen hatte und nur noch die HighJacks liefen, war ich doch sehr zufrieden. Für so ein kleines Chassis macht der Bass wirklich einen tollen Job. Einen Sub habe ich nicht vermisst. Bei einigen Stücken hatte ich tatsächlich Zweifel, ob ich die großen Boxen wirklich abgeklemmt hab. Hatte ich aber. Und der Hochtöner hat mir auch sofort gut gefallen. Insgesamt eine gelungene Abstimmung für kleines Geld.


Gruß Thomas

Und (High)-Jack hat gewonnen

Und (High)-Jack hat gewonnen

Und (High)-Jack hat gewonnen, aber eins nach dem anderen

Mit Lautsprecher-Selbstbau habe ich noch nie was am Hut gehabt, bin jahrelang mit einem alten, revidierten, dicken Harman Kardon mit Klipsch F3 glücklich gewesen, aber dann - ist das Wohnzimmer ist "umgeräumt" worden, Folge: Die Klipsch Boxen hätten mehr oder minder mitten im Raum gestanden, das ging gar nicht (zumindest für mich, die Frau hätte das wohl mitgemacht).

Eine Soundbar musste her, habe sie angeschlossen und hätte sie am liebsten direkt wieder eingetütet, interessanterweise verbesserte sich der Klang, als sie fest an der Wand und in Ohrhöhe montiert war.

Nach einiger Zeit haben wir festgestellt, dass wir keine Musik mehr hörten. Bei Freunden ein verlängertes Wochenende verbracht, haben wir dort sehr viel Musik gehört. Woran lag es wohl ? Es spielte eine Yamaha Pianocraft-Anlage mit kleinen, erstaunlich gut klingenden Lautsprechern. Zu Hause ? Schluss mit Musik. Eine Pianocraft werkelt bei uns schon Schlafzimmer, aber Lautsprecher auf dem Sideboard gefielen mir auch nicht. Möglichst kleine, gut klingende Standlautsprecher sollten her.

Da war doch mal was, ich hatte mal was zu "Needles" aufgeschnappt, im Internet recherchiert und siehe da, genau das wäre es doch. Passenderweise liegt Intertechnik auf dem Weg nach Trier wo ich sporadisch arbeiten muss und siehe da:

In 2 Tagen ging es an Kerpen vorbei, passenderweise Donnerstags, als der Hörraum trotz Karneval auf war.

Dann ging alles sehr sehr schnell ...

Marcus baute die Needles auf, mein erster Eindruck: "wow", das reicht aus.

Er empfahl aber im Vergleich mal die HighJack FT14 zu hören und siehe da, sie gefielen mir vom Klang noch einen Tacken besser. Dann noch ein paar andere Lautsprecher gehört und schwer beeindruckt gewesen, sowohl vom Klang/Preis- Verhältnis der Systeme, die klanglichen Unterschiede der Lautsprecher und vor allem ein vom Thema absolut begeisterter Marcus Nötzel der den Hörraum betreut. An dieser Stelle muss ich sagen: Glück für jemanden der einen solchen Mitarbeiter hat.

Das einzige, was mich vom Lautsprecher selbst bauen abhält, ist das Thema Holzverarbeitung, vor allem wenn es maßhaltig, gerade und schön werden soll (funktionales Bauen bekomme ich zum Leidwesen meiner Frau hin). Aber Glück im Unglück : Mein Schreiner, der die Hörraumlautsprechergehäuse gebaut hat, hat eine Kleinserie aufgelegt und noch zwei fertige Gehäuse eingelagert, in eleganten Spritzgrundierungsgrau. Das wird höchstwahrscheinlich auch so bleiben, aber diesbezüglich darf sich meine Frau noch austoben, wenn sie denn möchte. OK, an der Stelle falle ich für die "richtigen" Selbstbauer durch - aber wer weiß , was die Zukunft noch so bringt.

Also fielen die Würfel schnell, und ich habe noch einen kleinen Verstärker dazu genommen da ich ansonsten nichts für den Antrieb gehabt hätte. Meine Idee war ursprünglich "Aktivlautsprecher" nur für die Musikwiedergabe zu machen und als Zuspieler einen Raumfeld Connect zu nutzen.

Also alles ins Auto geräumt, ab nach Hause, alles ins Wohnzimmer gebracht, Werkzeugkoffer aus dem Auto geholt und das Wohnzimmer in ein Trümmerfeld verwandelt. Meine Frau war ja auf einer Karnevalsveranstaltung, also hatte ich durchaus gute Chancen alles fertig zu bekommen, ehe sie nach Hause kommt.

Zu früh gefreut, sie war zu früh nach Hause gekommen, hat aber alles mit Fassung ertragen.

Meine erste Lautsprecherweiche war nach lesen des Schaltplans und puzzeln auf der Platine schnell zusammengebraten (im Vergleich zu dem, was ich zum Glück selten beruflich löten muss kann man wirklich von braten sprechen).

Die Weiche eingebaut, Dämmmaterial eingetüddelt, Chassis eingesetzt, das ganze 2 mal,- es ging erstaunlich gut von der Hand. Die Verstärkerplatine habe ich auf einer Holzplatte provisorisch befestigt, um keine Geschossen zu bekommen. Um Punkt 24 Uhr war alles fertig. Aber in Anbetracht der Nachtruhe und da ich mir nicht sicher war, was passiert wenn ich es in Betrieb nehme, habe ich den Start auf den Freitagmorgen verlegt (das war mein freier Tag). Und dann: alles eingeschaltet, kein Knall, kein Rauch, direkt feinster Klang von Yello "Touch" Till Tomorrow.

Wow, mal kurz den Teufel im Wechsel gehört, ok, verloren.

Das Verstärkerprovisiorium lief mit dem Raumfeld Connect, den Fernsehsound konnte ich durchschleifen, aber es fehlten noch weitere Eingänge. Vorverstärker selbst bauen? O.K., Gehäuse kaufen, bauen, das ginge alles. Aber irgendwie klangen die Lautsprecher bei Marcus "größer". Vielleicht weil ein "größerer" Verstärker dran war?

Also habe ich Ebay Kleinanzeigen gewälzt, Glück gehabt, habe eine Pianocraft in der Nähe für kleines Geld bekommen, angeschlossen und damit auch die Vorverstärkerfrage gelöst. Siehe da, Jack the Ripper wuchs über sich hinaus. Außer wenn es um Mord und Totschlag mit Herzschlag beim Fernsehen ging.
Das konnte der Teufel besser, ein diese unterschwellige Angst verbreitender Subwoofer musste her.

Ebay Kleinanzeigen war auch diesmal wieder ein Treffer, ein recht kleiner aktiver Subwoofer von Yamaha, inseriert für 30 Euro im Nachbarort - mitgenommen letztlich für 10 Euro, weil er wohl im Keller mal feucht geworden und das Gehäuse an der Rückseite etwas aufgequollen war.

Ein Test war nicht möglich, daher der "Freundschaftspreis". Aber Glück im Unglück, er funktioniert und ist klanglich zum Fernsehen eine tolle Erweiterung. Zum Musik hören ist er dank der guten Basswiedergabe der HighJacks nicht notwendig.

Als nach einigen Tagen klar war, dass die Yamaha mit den High Jacks bleiben werden und der Teufel sich eine neue Hölle suchen muss, habe ich die Stichsäge herrausgeholt und das Sideboard zersägt, damit die Yamaha Pianocraft von der Tiefe her reinpasst.

Das Endergebnis sieht alles in allem gut aus und klingt vor allem viel größer als es ist, davon sind alle Besucher sehr überrascht.

In diesem Sinne vielen Dank an alle die bis zum Ende gelesen haben.

Hilmars High Jack

Hilmars High Jack


Die First Time 14 High Jack ist nach der SB 12 ACL der zweite Bausatz von Lautsprecherbau.de, den ich gebaut und gehört habe. Davon ausgehend, dass „die Kleine“ ähnlich gut, aber deutlich abgespeckt spielen würde, wurde der Bau durchweg von einer ungeheuren Neugierde beflügelt.

Mit dem richtigen Equipment an Werkzeug ist der Zuschnitt und Zusammenbau der niedlichen Säulen ratzfatz erledigt wie im Bericht schon ausführlich beschrieben. Meine obligatorischen Sockel habe ich mir dabei auch nicht nehmen lassen. So standen also relativ schnell zwei hübsche kleine, allerdings noch seelenlose Lautsprechergehäuse vor mir und warteten darauf, endlich Leben eingehaucht zu bekommen.



Aufgrund von Lieferproblemen wurde die Geduld bis zur möglichen Vollendung des Bausatzes allerdings hart geprüft. Aber dann, an einen relativ simplen Stromerzeuger angeschlossen, dazu auf einer Werkbank in der Werkstatt freistehend, bekamen die Kleinen unterschiedlichste Nahrung aus der MP3-Liste des Handys.

Wirklich, alles Warten und Basteln hat sich so was von gelohnt. Mit großen Augen und gespitzten Ohren meißelte sich gleich beim ersten Ton ein breites Grinsen in alle Gesichter der Hörenden. Ein klares, luftiges und überaus transparentes Klangbild war das, was ich erwartet hatte. Dass sich „untenrum“ nicht viel tun würde- davon ging ich aus. Weit gefehlt! Die noch jungfräulichen Membranen spielten gleich von vornherein auch im „Keller“ - für die Verhältnisse einer Lautsprecherbox dieser Größe und Chassis dieser Kleinheit -, so sauber, satt und stimmig in dieser doch sehr ungünstigen Umgebung, dass das Grinsen einfach nicht mehr weichen wollte.

Stilles und Leises, Rockiges, Hartes und Weiches - alles auf einer derart abgestimmten Ebene, die man den Minis nicht ansieht, die man ihnen auch nicht glaubt, bis man sie hört.

Am nächsten Morgen dann nochmal die Absicherung, ob ich mir aufgrund meiner Ungeduld ein derartiges Klangerlebnis nur eingebildet hatte. Gutelaunemusik vom Handy - Purple Rain in einer Reggae-Version - und siehe da, nach dieser kurzen Einspielzeit der Chassis spielen mir ungeahnt wohltuende Harmonien in reinster Abstimmung um die Ohren, satt und sauber, so dass es sofort wieder da ist - das Grinsen bis über beide Ohren. Diese Zwerge sind einfach nur Hammer.



Hilmar




High Jack, alias FT 14

High Jack, alias FT 14

High Jack

Bereits die kleine Needle, unsere kleine mit einem Breitbänder bestückte Transmissionline, ist erfolgreich, obwohl die Membranfläche eigentlich zu gering für eine ordentliche Basswiedergabe ist, obwohl der Hub im Mittelhochtonbereich viel zu hoch für eine saubere Wiedergabe ist und obwohl der Hochtonbereich viel zu gebündelt abstrahlt.

Woher kommt denn nun der Erfolg? Ganz einfach: Sie macht auch einiges richtig. Sie macht eindeutig Spaß beim Hören. Auch wenn sie jeder Zweiwegebox technisch eindeutig unterlegen ist. Und wenn wir aus der Needle ein Zweiwegekonzept ableiten?

Voila: Hier ist die FT 14, alias High Jack.

So sollte es gelingen, etwas mehr sauberen Pegel aus einer Standbox mit minimaler Standfläche herauszuholen. Und gleichzeitig das Rundstrahlverhalten zu verbessern. Die FirstTime 14 stellt sich dieser Herausforderung geradezu unerschrocken - denn: Viel größer ist sie nicht.

Lautsprecherchassis

Wie bei den Projekten der FT-Reihe üblich, haben wir einmal mehr auf die Gradient-Select-Serie mit ihrem einzigartigen Preis-Leistungs-Verhältnis zurückgegriffen. Somit stand der Hochtöner bereits fest, es gibt nämlich nur einen in dieser Serie.

Kombiniert wurde er dann mit dem W 115-4, der in dieser Bauanleitung sein Debüt feiern darf. Der entsprechende Achtöhmer dürfte eindeutig die schlechtere Wahl in einer wirkungsgradschwachen Transmissionline sein, zumal der Frequenzgang beider Versionen nahezu identisch ist - ebenso wie die anderen technischen Daten.

Nachdem wir die Chassis für das Projekt ausgewählt haben, geht es an die Berechnung bzw. Gestaltung des Gehäuses, wir haben ja eine schlanke Konstruktion vorgegeben. Eine TQWT (Tapered Quarter Wave Tube, also ein Viertelwellenlängen-Laufzeitleitungslautsprecher) wäre möglich gewesen, sie hätte sogar eine der Needle vergleichbare Form bekommen.

Doch wir wollten die Box noch schlanker gestalten. Das ACR-Prinzip (Acoustic Chamber Reflex) hatten wir zudem noch nicht weiter analysiert, entsprechende Messungen standen noch aus. So ersannen wir eine dünne Säule mit 96 x 10 x 10 cm Innenmaßen, der laut LspCAD als Reflexbox auf 67 Hz abgestimmt im Halbraum folgenden Verlauf nehmen sollte:

Die Messungen entstanden auf unserem Messplatz mit einem Abstand des Tieftöners zum Boden von etwa 1,5 m.

Die beiden Messungen entstanden mit unterschiedlichem Innenleben: Einmal mit einer halben Matte original Sonofil (blaue Messkurve), sauber in die Box gefaltet, und zum anderen mit drei Brettern, die zwischen den Kammern einen Durchlass von 80 % der Membranfläche offen ließen (rote Messkurve). Die Unterschiede sehen auf den ersten Blick wenig dramatisch aus und doch zeigt spätestens die Impedanzmessung, dass sich mit dem Acoustic-Chamber-Reflex-Kabinett eine Bauform ergibt, die ähnlich einer Transmissionline arbeitet. Weitere Messungen deuteten darauf hin, dass die Durchlassfläche sowie die Größe der einzelnen Kammern keinen entscheidenden Einfluss auf den Klang haben, sondern lediglich dem Feintuning dienen, wie wir es von der Länge des Reflexkanals einer Bassreflexbox gewohnt sind.

Gehäuse

Da die Computersimulation für den W 115-4 nach einer Kammer mit 3 Litern verlangte, wählten wir für die erste Kammer diese Größe. Die weiteren Kammern verkleinerten wir ein wenig. So ganz nebenbei dienen die Trennbrettchen zu den anderen Kammern der Gehäuseversteifung.

Von der recht einfachen Gehäusemontage haben deswegen auch nur einige Fotos gemacht.

Nach dem Gehäusebau ging es an den Einbau der Technik: Dämmstoff, Lautsprecherchassis, Bassreflexrohr - Moment mal, da fehlt doch etwas? Ja, richtig: Die Frequenzweiche musste ja erst noch von uns entwickelt werden, wer den fertigen Bauplan nachbaut, hat es bedeutend einfacher und kann auf eine fertig aufgebaute Frequenzweiche zurückgreifen.

Also sorgten wir bei der Entwicklung dafür, dass die Kabel zu den Chassis von außen zugänglich waren, und begaben uns an die Dimensionierung der Weichenbauteile. Dabei orientierten wir uns an der FT 11 Top, die zwar zwei W 115-8 verwendet, die allerdings letztendlich in Parallelschaltung auch wieder vier Ohm ergeben. Also starteten wir den Versuch, nur den Spannungsteiler des Hochtöners an die neue Situation anzupassen - und höre da, diese Art Weichenentwicklung ging in diesem Falle auf - das Endergebnis gefiel uns.

Da stellte sich fast zwangsläufig eine weitere Frage: Wie ist denn das Zusammenspiel der FT 14 und der FT 11 Top im Heimkino? Bei gleichem Weichenaufbau liegt das doch auf der Hand. Auch eine Kombination mit der FT 12 bietet sich an. Nun ja, große Heimkinos im Keller kann man damit nicht beschallen, doch in kleineren Räumen stellt diese Kombination durchaus eine Alternative. Für größere Räume empfehlen sich dann doch die Quickly 14 und Quickly 18.

Die Weiche montierten wir letztendlich mit Schrauben auf der Rückwand hinter dem Hochtöner und zogen das Kabel mit einer mittels Schraube beschwerten Schnur durch den Irrgarten nach unten zum Anschlussterminal. Vor der Endmontage der Lautsprecherchassis wurde das Dämm-Material passend platziert und das auf 8,5 cm gekürzte Bassreflexrohr eingeklebt. Dann konnten endlich die Chassis verlötet und montiert werden.

Hörtest

Dann kam wieder der spannendste Moment beim Lautsprecher(selbst)bau: Der Umzug in den Hörraum mit einer ausdrücklichen Einladung zum Klangtest, denn Messgeräte haben zwar Mikrofone, aber keine Ohren. Diesmal haben wir für den Test einen altgedienten "Luxman L 215"-Stereoverstärker für die Hörsession eingesetzt, der seine Aufgabe im Vergleich zu so manch neuem Heimkinoreceiver ganz gut erledigt.

Passend zum Klangtest bekamen wir Kundenbesuch, der selbstverständlich gespannt auf die Neulinge war, als wir durchblicken ließen, dass sie gerade frisch aus dem Testlabor umgezogen waren.

Also begannen wir mit "Eleanor Rugby" von Musica Nuda auf CD die Hörsession. Der gestrichene Bass lieferte ein ungeheures Fundament, die Sängerin stand mit unglaublich viel Luft im Raum. Diese Performance gelangte allerdings aus einem Pärchen Symphony 84 in den Hörraum - wir mussten das High-Jack-Pärchen ja erstmal anklemmen. Also bereiteten wir uns auf eine fürchterliche Erfahrung beim Umklemmen vor - meist sind deutlich kleinere und preiswertere Boxen im direkten Vergleich zu größeren ja kaum zu ertragen. Doch statt enttäuschter Schmährufe erntete die FT 14 anerkennendes Staunen seitens des Publikums. Ihrem Namen High Jack wurden die schlanken Säulen mehr als gerecht - der Klang überraschte selbst bei komplexen Aufnahmen wie "In der Halle des Bergkönigs" aus den Apocalyptica-Celli mit Auflösung und Bühne, ohne in eine Lärmorgie abzudriften.

Die vergleichsweise hinzugezogene Needle machten ihren Job nicht einmal deutlich schlechter, und doch sind die FT 14 eine ganz andere Hausnummer, was die Grob- und die Feindynamik sowie die Tiefe der Bühne angeht. Die Needle gehört nach wie vor zum Besten, was aus einem winzigen Breitbänder herausgekitzelt werden kann, und doch ist eine größere Box natürlich im Vorteil. Außerdem war der Hörbereich der Needle quasi als Sweet Spot auf die Sofamitte begrenzt, während die High Jack durchaus das ganze Sofa akustisch ausleuchtet. So haben wir mit der FT 14 quasi die bauartbedingten Schachstellen der Needle ausgemerzt, was uns durchaus gelungen ist, wie später durch weitere Klangtests belegt wurde. Kein Wunder, denn bei gleicher Gehäusebreite weist die High Jack deutlich mehr Membranfläche als die Needle auf und der zusätzliche Hochtöner sorgt nebst besseren Rundstrahlverhaltens auch für eine schnellere Auflösung.

Da die Besucher eigentlich größere Boxen hören wollten, wechselten wir ein wenig bevor wir letztlich wieder auf die FT 14 zurückgriffen, was uns gleich einen Spontankauf des preiswerten Bausatzes bescherte. Das einfache Gehäuse ohne komplizierte Winkelzuschnitte kann im Baumarkt komplett zugeschnitten und auch von Selbstbau-Einsteigern problemlos aufgebaut werden. Selbst in kleinen Räumen stört sie dank möglicher wandnaher Aufstellung die Einrichtung nicht. So ist die High Jack quasi eine "Einstiegsdroge" in den Lautsprecher-Selbstbau: Man kann bereits sehr, sehr gut Musik mit ihr hören.

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