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QuicklyAX-5

QuicklyAX-5

Wie man aus kleinen Chassis, schrägem Brett und Reflexöffnung Bass zaubert

Best.-Nr. 1385200

55,00 € / Stück
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Details

Lautsprecherbausatz Quickly AX-5 ohne Gehäuse

Best.-Nr. 1385200

Merkmale

Wege Fullrange
Gehäuse Prinzip Transmission
Nennimpedanz (Ohm) 8
Kennschalldruck (dB) 94
Höhe (cm) 110,00
Breite (cm) 16,00
Tiefe (cm) 22,20
Anwendung Standlautsprecher
Besonderheiten TQWT/ Voigt-Pipe
Hersteller / Marke der Chassis Gradient
Preislevel <100 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bauberichte

Quickly AX-5

Quickly AX-5

Breitbänder haben etwas Faszinierendes. Diesen Satz habe ich nicht etwa gerade erfunden, er ist in allen einschlägigen Magazinen und Foren immer wieder zu lesen. Auch wenn man den oftmal sehr euphorischen Berichten glauben schenkt, fällt es schwer, ihnen eine doch recht einseitige Verklärung abzusprechen. Lautsprecher, die ein komplettes Frequenzspektrum wiedergeben müssen, sind keineswegs das Nonplusultra des Boxenbaus, sie leiden vielmehr an der unglaublich großen Anzahl an Kompromissen, die ihnen die Aufgabe, überhaupt etwas richtig darzustellen, nahezu unmöglich macht. Einen kleinen Blick auf die Schwierigkeiten, die der Chassis-Konstrukteur zu bewältigen hat, gab ich schon im Bericht zu den AX-HR in der September-Ausgabe 2010, seither hat sich die Welt nicht geändert. Wie bei jedem anderen Lautsprecher erhält der Boxenbauer ein wenig bis viel Hilfe im Tieftonbereich durch die Wahl des Gehäuses, das die hörbare Basswiedergabe generall erst ermöglicht. Dazu wird bei Mehrweg-Systemen heutzutage meist auf Reflex-Abstimmungen zurückgegriffen, Axis 5_02Breitbänder mögen lieber außergewöhnliche Lösungen wie Hörner oder breite, offene Schallwände. Seit einigen Jahren wieder aus der unverdienten Versenkung befreit wurde die besondere Bauweise der TQWT, mit vollem Namen Tapered Quarter-Wave Tube, die aus kleinen Chassis durch ein schräges Brett und eine Reflexöffnung Bass zaubert, der dem Treiber anders nicht zu geben ist. Angewendet haben wir dieses bautechnisch simple Prinzip, das auch der Dayton-Needle zum Erfolg verhalf, auf unseren kleinen Axis AX-5,  der in der HR-Serie gegenüber seinen großen Brüdern untenrum etwas unterbelichtet blieb.

Gehäuse

Als P.G.A.H. Voigt 1934 die interessante Bauform der sich gleichmäßig erweiternden "Voigt-Pipe" erstmal angewendet hat, waren Simulationsprogramme mangels Computer nicht an jeder Straßenecke kostenlos herunterzuladen. Er hätte noch glatte sieben Jahre auf Zuses Z3 warten müssen, um sich selbst ein Programm zu schreiben, dass ihm die Rechenarbeit und wahrscheinlich viel Trial and Error erspart hätte. Heute finden wir im allgegenwärtigen Internet jede erdenkliche Hilfe, mit der wir schnell durch Eingabe der beiden Parameter "Resonanzfrequenz" und "Membranfläche" einen Vorschlag für einen sinnvollen Gehäusebau erhalten. Doch auch ein Taschenrechner und das Beherrschen der vier Grundrechenarten reichen aus, um eine Pipe zu konstruieren, wenn man ein paar Faustregeln beachtet. Die Anfangsfläche  ist ungefähr so groß wie die Membranfläche, die Endfläche ungefähr das 2,5- bis 3-fache davon und Reflexkanaldurchmesser etwa halb so groß wie der Membrandurchmesser, wobei die Länge grob 1,5 mal dem Kanaldurchmesser gewählt wird. Die Höhe der Röhre entspricht einem Viertel der Wellenlänge der Resonanzfrequenz des Chassis, eine Verkürzung bis zu 20 % ist zulässig. Das Chassis wird auf Zweidrittel der Schallwandhöhe eingelassen.

Aus diesen Vorgaben errechneten wir eine schräge Kiste mit 5,2 cm Anfangsquerschnitt bei 16 cm Innenbreite, 110 cm Höhe und 18,2 cm Grundfläche, die wir aus Zeitersparnis mit 18 mm Grobspanplatte statt der in der Holzliste angegebenen 19 mm MDF umgaben. Dem Namen "Quickly" wird nicht gerecht, wer viel Zeit für die Oberflächenbehandlung verbraucht, die eine Grobspanplatte nicht nötig hat. Der Zusammenbau erforderte etwas mehr als eine halbe Stunde, das Schleifen und Fräsen ebenfalls, das Lackieren kostete keine Minute, darauf haben wir einfach verzichtet. Das ließ genug Zeit, um den Zusammenbau in allen Einzelheiten zu fotografieren. Kommentare zu den Bildern erscheinen nach einem Klick darauf.

Zuerst wurden sie Seitenplatten mittels einer Anschlagleiste in zwei gleichgroße Teile geteilt.Die Handkreissäge hat nun eine perfekte Führung, um den Schrägschnitt auszuführen, den Baumärkte nur selten anbieten.Fertig! Verbrauchte Zeit: drei Minuten.Deckel und Boden wurden ebenfalls vorweg auf Maß und mit einer Gehrung von 7,5 Grad zugeschnitten.Die Rückwand macht den Anfang und wird bündig auf den geraden Teil der Seite geklebt.Der Deckel sieht uns mit seiner schrägen Kante an.Auch der Boden will richtig herum eingeleimt werden.Nun schmiegt sich auch die Front perfekt an Deckel und Boden an.Fugenleim wird auf die Schnittkanten aufgetragen ...und schon kann die zweite Seite die Box verschließen.Mit zwei Boxen hört man besser, also haben wir alle Klebevorgänge doppelt ausgeführt.Nach dem Schleifen und Fräsen präsentierten sich unsere Quicklys von allen Seiten.Natürlich auch von vorn.

Als Reflexrohr nahmen wir ein HP/ BR 50, das auf 8 cm gekürzt wurde. Eine Matte Sonofil wurde der Länge nach geteilt und auf beide Boxen wie im Dämmplan eingezeichnet verteilt. Um die Korrekturschaltung für den AX-5 extern anmessen zu können, wurde eine kleine Anschlussdose verdrahtet und mit dem Chassis verbunden.

Quickly AX5 BauplanQuickly AX5 Daemm

Den Bauplan gibt es natürlich auch als Sketchup-Datei zum Herunterladen .

Weiche

Quickly AX5 WeicheErfahrung mit dem AX-5 konnten wir schon mit dem Hornreflex-Aufbau machen, dessen Korrektur aus einer Spule mit übergelegtem Widerstand zur Absenkung des Anstiegs zu hohen Frequenzen und einem Saugkreis auf den Bereich oberhalb von 3 kHz besteht. Bei nahezu identischer Schallwandbreite war hier keine wesentlich andere Filterung angesagt. Die erste Messung (grün) zeigt den Schaldruck-Verlauf ohne Bauteile mit kontinuierlichem Pegelanstieg ab 300 Hz, dem Haken an der Stelle des Übergangs vom Membrankonus auf der Schwirrkragen und dem leichten Abfall oberhalb von 10 kHz. Mit Audyn-Pilzkernspule und Widerstand erhielten wir die rote Linie, deren Gebirgszug im oberen Teil der zusätzliche Saugkreis optimal glattzieht. Gegenüber der AX-5 HR mussten wir nur einen einzigen Widerstand tauschen. Einen leichten Anstieg vom Bass zum Hochton ließen wir gern zu, denn schon unter kleinem Winkel fällt der Pegel oben schnell ab. Da die Messungen mit AX-5 in 1,5 m Höhe weit vom Boden entfernt durchgeführt werden, gewinnen wir im Bassbereich etwa 3 dB bei natürlicher Aufstellung der Boxen mit den Füßen auf der Erde stehend.Technisch also alles richtig gemacht, verriet das Messlabor.

Klang

Ohne lang drum rum zu reden, meine Erwartungen an die Quickly AX-5 waren hoch. Zu sehr überrascht hatte mich schon die Dayton-Needle, deren Performance anlässlich der ersten Hörprobe beim lieben Michael für ordentliche Verwirrung sorgte. Eine TQWT, deren Bauprinzip eine gesunde Mischung aus Transmissionline Quickly AX5_1(Lauflänge), Horn (Erweiterung der Line, statt Verjüngung wie bei der TL) und Bassreflex (Masse-/ Feder-System) darstellt, ist trotz einfacher Rechenformeln eher unberechenbar in ihrer musikalischen Darbietung, wo nicht wie beim Messen lediglich die Wiedergabe eingeschwungener, statischer Zustände geprüft wird. Ein- und Ausschwingen, Bühnenabbildung und die Wiedergabe komplexer Musik kann das Mikrofon nur unzureichend erfassen. Das jedoch ist das ZIel, wofür wir die zwei Stunden Klebe-, Schleif- und Fräsarbeit aufgewendet haben. Wenn nun der Bass dröhnt, weil im günstigen Fall das Dämmmaterial nicht richtig positioniert wurde oder im ungünstigen die Konstruktion des Gehäuses in die Hose ging? Hier zu behaupten, dass mir so etwas bisher nie passiert ist, wäre wohl unglaubwürdig. Trotzdem durfte ich ziemlich sicher sein, einer solchen Unpässlichkeit nicht ausgesetzt zu werden. Schon beim Anhören der Messtöne, seit vielen Jahren als zusätzliche Hilfe zu den Diagrammen auf dem Bildschirm zur Genüge vertraut, wäre mir das sofort beim ersten Durchgang aufgefallen.

Quickly AX5_4Nach den ersten Tönen aus den Quickly AX-5 war es Gewissheit, dass nicht nur ich technisch einwandfreie Arbeit geleistet hatte, sondern die Chassis den immensen Zeitaufwand auch mit ihrer Spielweise rechtfertigten. Natürlich war es fast schon übertrieben, den Destiny Experience mit KT 88, immerhin eine Edel-Röhre für knapp 800 Euro, mit den kleinen Billigbreities zu verbandeln. Gefallen hat es mir trotzdem, wie die beiden locker, leicht und lässig aufspielten. Zufalll oder nicht, von der letzten Vorführung lag noch Pink Floyd's "The Wall" im Player. Die Membranen tanzten ordentlich, als ich bei "Another Brigg in the Wall" den Pegel so weit aufdrehte, dass auch der Nachbar mitsingen konnte. Im Vergleich zur AX-5 HR verlor die Quickly-Variante nichts in Punkto Auflösung, Sprachverständlichkeit und  Staffelung, aber nun musste sie sich nicht mehr ducken, wenn die großen Schwestern den Bass auspackten. Mit welcher Selbstverständlichkeit sie die Drumschläge verarbeitete, hatte nichts mehr von kleiner Kiste, die nur deswegen nicht ausgelacht wird, weil sie ein klein wenig mehr zeigt, als  man ihr vorher zutraute. Nicht nötig hatte sie die Kunst des Weglassenes, die Michael zu Recht an der Needle gerühmt hatte, obwohl auch schon größere Lautsprecher zu viele Kubikmeter an zu bewegender Luft in den 42 m² meines Ladens vorfanden. Ganz in ihrem Element war die Schnelle, wenn kleine Besetzungen mit großen Stimmen in den Hörraum marschierten. Holly Cole war einfach ein Genuss, als sie die alte Schnulze "Tennessee Waltz" begleitet von Piano, akustischem Bass und einer einfühlsam schluchzenden Mundharmonika vortrug, dass es sogar meinem Vater besser gefallen hätte als das Original aus den wilden 50ern.

Quickly AX5_3Sinn der Quicklies ist es aber nach wie vor, der ungeduldigen Jugend zu einem schnellen Erfolgserlebnis zu verhelfen. Den somit natürlichen Anwendern ist es recht egal, ob alte Männer mit ihren stromfressenden Glühlampen leuchtende Augen bekommen, wenn sie ihr abgedroschenes Gedudel aus ihren Boxen hören. Also packte ich testhalber das DTA-1 an die Quickly AX-5 und ließ in Ermangelung aktueller Charts-Heroes Rammstein in gehobener MP3-Qualität aus PC und Soundkarte erklingen: "Hier kommt die Sonne", der Titel war gar nicht so falsch, der mögliche Pegel für ein Jugendzimmer mit Eltern, die in der Wohnung anwesend sind, sicher zu hoch. Ich wäre ganz bestimmt zu meinem Sohn gegangen und hätte dann ohne die störende Tür mitgehört. Ein Muss in Bochum folgte sofort: die Toten Hosen "Opel-Gang" in der unplugged-Version aus dem Wiener Burgtheater kam dank echter CD um einiges differenzierter und kraftvoller..So war es auch kein Wunder, dass der Tanzdrang sich meiner bemächtigte, als das "Auswärtsspiel" angepfiffen wurde. Ich glaub, wir haben gewonnen!

Udo Wohlgemuth


Technik

 

Chassis Axis AX-5 Holzliste pro Box


19 mm MDF oder Grobspan:



Vertrieb Intertechnik, Kerpen 110,0 x 32,0 (1x) Seiten
Konstruktion Udo Wohlgemuth 110,0 x 16,0 (1x) Rückwand


112,0 x 16,0 (1x) Front
Funktionsprinzip TQWT/ Voigt-Pipe 24,0 x 16,0 (1x) Deckel/ Boden
Nennimpedanz 8 Ohm
Dämmstoff: 1 Matte Sonofil Seitenplatte und Decke/ Boden
Terminal T56/56DB werden diagonal geteilt



Kosten pro Box:
Frästiefe AX 5: 5 mm
Einzelteile 76,24 Euro
Bausatz: 66 Euro Holzzuschnitt:  ca 10 Euro


Quickly AX5_2Quickly AX5_5

Quickly AX5 AmplitudeQuickly_AX5_ImpedanzQuickly AX5 Klirr 90Quickly AX5 Winkel 0, 15, 30 und 60 GradQuickly AX5 SprungantwortQuickly AX5 Wasserfall



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