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Axis220Neo
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Axis220Neo


Best.-Nr. 1385266

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Details

Lautsprecherbausatz Axis 220 Neo mit Gradient Axis Lautsprechern und Fountek Bändchen Hochtönern, ohne Gehäuse

Best.-Nr. 1385266

Merkmale

Wege 2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 8
Kennschalldruck (dB) 93
Höhe (cm) 120,00
Breite (cm) 27,60
Tiefe (cm) 34,50
Anwendung Standlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Gradient
Preislevel 200-300 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprecherbau-Community zu diesem Bausatz

Sonor von Sonor
Axis 220 Neo von Sonor
Axis 220 neo von begi1976

Bauberichte

Axis 220 Neo

Axis 220 Neo


Lautsprecherbau ist kein Wunschkonzert, auch wenn es fraglos wünschenswert ist, dass nach der Fertigstellung ein Konzert livehaftig genossen werden kann. Eben mal schnell einen wohlklingenden, kleinen Zweiweger mit 17er Bass und Hochtöner herzustellen, ist eher Tageswerk, 85 dB/ 2,83 V dabei die Regel. Auch ein Dreiwege-Lautsprecher mit ähnlichem Schalldruck und etwas mehr Dynamik ist keine Hexerei, doch live lebt von Pegel, dem fetzigen Sound, der dir jedes ins Mikrofon geknallte "P" und die Bassdrumm um die Ohren haut. Den allein mit Verstärkerkraft zu bewerkstelligen, erfordert Wattzahlen im gut dreistelligen Bereich und damit einhergehend hohe Belastbarkeit der Schwingspulen. Wirkungsgrad gut oberhalb der 90 dB-Linie auch ohne Hornnachbrenner ist daher der Weg, nach dem wir schon lange suchen. Zaghafte Versuche unternahmen wir mit der Power-Reihe, die aus immerhin nicht weniger als zwei Exemplaren besteht und deren Erfolg eher als durchwachsen zu bezeichnen ist. Zum Teil lag es wohl an den für normale Wohnräume unüblichen PA-Chassis der 225 und am großen Hochtonhorn der 220, beides Zugeständnisse an die den Boxen zugewiesene Aufgabe, aber ebenso nicht, aus welchem Grund auch immer, der ideale Kompromiss für das gemeinsame Wohnzimmer. Die Hifi-Bässe der einen und der Magnetostat der anderen hätte eine Lösung sein können, anfangs mangels GRT 175 A jedoch nicht möglich, anschließend wegen der schon verbrauchten Bässe nicht mehr sinnvoll. So blieb uns bislang nur der Wunsch, der sich nunmehr in Realität verwandeln darf. Mit den Lautsprechern Gradient Axis und den Bändchen von Fountek haben wir endlich die geeigneten Zutaten, aus denen sich die Wohnraum kompatible Powerbox formen lässt.

Erfahrung mit der Kombination aus Gradient Axis und Fountek-Bändchen konnte wir schon mit der Axis 34 Neo sammeln, mit knapp 90 dB/ 2,83V sogar schon nahezu im Zielbereich angesiedelt. Fast war es da schon ein Zwang, es auch einmal mit dem AXT-08 zu probieren, wohl wissend, dass wir uns hiermit schnell die Prügel von Therorie besessenen Forenusern (nicht unseres ist damit gemeint) einhandeln werden. Ein Achtzöller kann nicht in einem Zweiwege-Konzept funktionieren, er bündelt zu früh und muss spätestens um 800 Hz den Staffelstab an einen geeigneten Mitläufer übergeben. Zudem begingen wir wegen des Pegels und der einfacheren Zweiweg-Weiche auch noch den Frevel einer D'Appolito-Optik und wählten als Partner das hohe Bändchen Neo 2.0 CD, dem eine Trennung unterhalb von 2,5 kHz kaum zumutbar ist. Es mag aber trotzdem eine unbewusste Rolle gespielt haben, dass wir nahezu ein halbes Jahr brauchten, um selbst auf die Idee mit den Achtern zu kommen. Es gibt selbstverständlich auch bei uns ein paar Dinge, an die wir uns bei normalem Denken nicht freiwillig heranwagen. Wo das dann in der Praxis endet, sehen wir spätestens am Ende dieses Berichts. Sorgen um unsere Ohren haben wir uns jedenfalls zu keinem Zeitpunkt gemacht.

Doch gehen wir zum Mindesten innerhalb des Berichts auf den normalen Pfaden weiter und präsentieren hier in der üblichen Kurzform die Daten des bisher nicht im Magazin veröffentlichten Neo 2.0 CD. Die Daten des AXT-08 findest du im Chassistest der Januar-Ausgabe 2011.

Neo 2.0 CD
Artikelnummer:1420052
Messungen als Zip-Datei




Ausstattung:

Membran:             Aluminiumfolie   Magnetische Schirmung:                nein
Schwingspule:           keine   Polkernbohrung: nein
Wickelhöhe: keine   Befestigungsbohrungen:                  4
Polplattendicke: keine   Außenmaß:                 85 x 165 mm
Linearer Hub: k.A.   Einbauöffnung: 61 x 144  mm
effektive Membranfläche: 9,6 mm²   Einbautiefe 74 mm
Magnet:                       Neodym   Frästiefe:  5 mm


An Stelle der selbst ermittelten Parameter greifen wir ausnahmsweise einmal auf die Herstellerangaben zurück. Um selbst an alle Daten zu kommen, müssten wir Hand anlegen und die schmucke Außenhülle öffnen. Dazu konnten wir uns aus hoffentlich verständlichen Gründen nicht durchringen.



Messdiagramme:

     
 Frequenzgang und Phase  Impedanz  Frequenzgang unter 0/ 30/ 60°
     
 Klirr für 90 dB  Sprungantwort  Wasserfall


Nachdem nun feststand, was in die Boxen hinein musste, fehlte nur noch die passende Gehäusegröße. Die gab uns LSPCad mit knapp 20 Litern pro Bass als ideal an. Da jedoch schon bei der Axis 85 das sonst recht zuverlässige Simulationsprogramm heftig irrte, glaubten wir ihm lieber nicht und klickten so lange im entsprechenden Fenster, bis wir mit dem Verlauf der simulierten Kurve zufrieden waren. Als der Blick wieder auf "Volumen" fiel, stand dort eine glatte 40. Ein Bass oberhalb des Neo 2.0 CD und den wiederum auf Ohrhöhe bedingten eine Höhe von 1,2 Metern außen bei innen 24 x 30,7 cm dunklem Raum. Ein paar Versteifungen und ein Brett, das die Tiefe des Reflexkanals einschließlich Front auf 15,8 cm brachte, waren schnell in die Sketchup-Zeichnung eingemalt und somit der einfache Bauplan innerhalb weniger Minuten erstellt.



Mit der Holzliste fuhren wir diesmal zu Hornbach, in unserer Gegend ist die Auswahl an Baumärkten groß. Wie es der Zufall wollte, ließ sich gerade ein anderer Kunde Multiplex zuschneiden, das einseitig so schön war, wie wir es zuvor nie gesehen haben. Die Oberfläche war der Erle sehr ähnlich, zeigte jedoch nicht die gleiche rötliche Färbung. "Sieht euer Multiplex jetzt immer so aus?" fragten wir den Zuschneider, der sich sogleich entschuldigte und uns auf die "normale" Birkenseite hinwies. "Das andere sieht man innen ja nicht", versuchte er zu trösten. Ja ja, Schönheit liegt halt im Auge des Betrachters und wir hatten ganz und gar nichts gegen Astlöcher und ein paar kleine Risse in der Außenhaut. Wogegen wir allerdings tatsächlich etwas hatten, war der leichte Verzug in den Platten, der möglicherweise durch die unterschiedlichen Holzarten, eher aber durch die liegende Lagerung auf kleinen Leisten im Baumarkt-Regal entstanden waren. Du bekommst nichts umsonst, ist ein ehernes Gesetz der Physik, also machten wir uns umgehend Gedanken, wie wir die Platten dennoch auf einfache Weise rechtwinklig verleimen können. In der Wolfcraft-Abteilung fiel uns eine Dübelhilfe für 20 Euro in die Hand, deren Handhabung man sofort verstand, was bei solchen Gerätschaften nicht immer der Fall ist. Nun hätten wir zufrieden nach Hause fahren können, aber der Zweifel nagte noch in uns. Dübeln setzt perfekte Zuschnitte voraus, davon wollten wir nicht unbedingt ausgehen. Während die ersten drei Bretter noch widerstandslos in Form zu bringen sind, ist spätestens beim letzten Brett durch den nur Millimeter genauen Schnitt Schluss mit lustig. Also doch nicht? Naja, wo ein Wille, das auch ein Weg! Könnten da etwa diese praktischen Eckenspanner helfen, für die im Zweierpack knapp unter 8 Euro aufgerufen wurden? Einen passenden Schlachtplan hatten wir schon vor unserem geistigen Auge. Die folgenden Foto beweisen, dass wir tatsächlich nicht zu schräg gedacht hatten.



Bretter und Hilfsmittel versammelten sich vor dem Verkleben auf dem Arbeitstisch. Die Fronten hatten wir entgegen der "normalen" Arbeitsweise vorweg gefräst.



Der mitgelieferte Bohrtiefenanschlag wird so eingestellt, dass der Bohrer um 16 mm aus der Dübelhilfe heraus ragt. Mit ihrer Hilfe bohrten wir zwei Löcher in die lange Schnittkante des Deckels und steckten die Dübel ein. Der Deckel wird auf der Seitenplatte ausgerichtet, wobei die Dübelhilfe hilft, und bildet so die Führung, mit deren Hilfe sich passgenau die Gegenlöcher bohren lassen. Beim Bohren sehen wir auf die Außenseite des Deckels und die Innenseite der Seitenplatte. Der Blick auf unser neues Werkzeug:



Von den drei Bohrerführungen mit 6, 8 und 10 mm wählten wir die kleinste für die Dübelarbeit. Der Knauf oben ist drehbar und ermöglicht die Einstellung des Abstandes vom äußeren Brettrand. Der zugehörige Anschlag ist auf dem zweiten Bild oberhalb der Bohrführungen zu finden. Unterhalb sind praktische Vertiefungen eingearbeitet, in die die entsprechenden Dübel aus dem Gegenbrett wackelfrei hineinragen. Also alles ganz einfach.



Fugenleim wird in die Dübellöcher und auf die Schnittkante des Deckels aufgetragen, der kann augenblicklich seinen Platz einnehmen. Er ist nun quasi unser unverrückbarer Fels in der Brandung, an den alle folgenden Bretter sich klammern dürfen und das ist im Folgenden sogar wörtlich zu nehmen.



Was wie gewohnt mit Leim auf Schnittkante beginnt, wird diesmal mit Eckverbinder zwischen Deckel und Rückwand fortgesetzt. Er sorgt nicht nur für eine lückenlose Verbindung, sondern auch für den rechten Winkel. Ein selbsterklärendes Foto der Klammern wurde auch gemacht.



Es folgte die Front und der Reflexkanal, dessen hinteres Ende das Zentimetermaß festlegte.



Nach dem Markieren der Versteifungen war der Leim so weit abgebunden, dass wir die Halteklammern abnehmen und an anderer Stelle einem neuen Einsatz zuführen konnten. Der Grund für den ganzen Umstand, den wir uns beim Bau der Axis 220 Neo gamacht haben, wird beim folgenden Bild erst klar:



Die Rückwand war in sich ein klein wenig verzogen, nicht weiter tragisch, aber der Boden hätte vorn unten hochgestanden, wenn er hinten bündig darauf abgeschlossen hätte. Nun konnten wir sie mit einer Klemmzwinge oben geradeziehen und bekam trotz zügigen Arbeitens einen sauberen Bodenabschluss an allen Kanten.



Nach 20 Minuten haben wir alle Hilfsmittel entfernt und Leim auf die Schnittkanten aufgetragen, damit sie sich mit der zweiten Seite dauerhaft verbinden. Mit zwei Zurrgurten pressten wir die Bretter zusätzlich zusammen und beseitigten so alle Spalten, die leicht gebogene Platten nun einmal allzu gerne hinterlassen. Als wir am nächsten Morgen die Boxen im Keller weiterbearbeiteten, waren kaum mehr als Kleberreste abzuschleifen. Drei Lagen Hartöl mit Zwischenschliff per Hand ließen die Boxen am Ende glänzen und betonten die in Rohzustand flach wirkenden Holzfärbungen intensiv. So hatten wir es uns vorgestellt. Musste nur noch Dämmstoff in die Kisten, die Chassis mittels langer Kabel durch die Reflexöffnung mit der Außenwelt verbunden und schon konnten wir mit der Weichenentwicklung beginnen. Die beiden Bässe hatten wir vor dem Anschrauben schon parallelgeschaltet - das macht man so bei der gewählten Anordnung - sie bekamen also ein gemeinsames Kabel. Für die Messungen wurde eine Kiste auf den Messplatz gestellt, der den Hochtöner etwa 1,3 über den Fußboden erhob, das Mikrofon platzierten wir regelkonform mittig davor.



Als erstes durften die beiden Bässe ein Duett aus Sinustönen vorsingen, das uns schon verriet, dass sie gemeinsam stark sind, will heißen, ordentlich Schalldruck in die Messkammer schoben. Nun ja, das meiste davon war nicht wirklich nutzbar, denn der Pegelanstieg oberhalb von 400 Hz musste einem glatten Frequenzgang geopfert werden (rot). Darum kümmerte sich ein klassisches Filter dritter Ordnung ohne große Besonderheiten, also große Spule vorn, Elko glatt parallel und kleine Spule als Abschluss vor den AXT-08 (blau). Der Hochtöner zeigte sich fast genauso genügsam, musste aber auch noch etwas leiser gemacht werden. Der dafür erforderliche Widerstand hatte drei Orte zur Auswahl, gefiel sich aber am besten hinter der Schaltung aus erstem Kondensator und Spule und vor dem zweiten C. Eine saubere Summenbildung ergab sich, als ich die Zweige gegeneinander verpolte. Eine Impedanzkorrektur war natürlich Pflicht, so schalteten wir aus einem Elko, einer kleinen Luftpule und einen Mox mit 10 Watt einen Saugkreis parallel zum Eingang der Weiche.



Um auch einmal der viel zu wenig beachteten Preispolitik eine Lanze zu brechen, bietet sich hier eine günstige Gelegenheit. Kaum jemand hat offenbar bemerkt, geschweige denn darüber geredet, dass in den letzten Jahren bei Intertechnik ein azyklischer Prozess stattgefunden hat. Während sich rund um uns herum alles verteuerte oder in gleichgroße Packungen mit weniger Inhalt gesteckt wurde, nicht nur die Rohstoffpreise sich herauf spekulierten, die Lebenshaltungskosten um bis 3 % pro Jahr, hat man im Schatten des Kölner Doms mir nichts, dir nichts mehrmals die Preise gesenkt. Das gilt nicht nur für Bauteile, auch die meisten Chassis und erst recht fast alle Bausätze sind preisgünstiger einzukaufen als noch vor Jahren. Besonders schön ist das Beispiel Fountek. Seit der Vertrieb von Intertechnik erfolgt, wurden die Preise für den Endkunden fast halbiert. (Ein kleiner Hinweis zum Schmunzeln: Wer möchte, kann die Bändchen auch weiterhin zum alten Preis mit lediglich anderem Markenaufkleber im Internethandel einkaufen.) Natürlich ist das kein selbstloses Samaritertum, sondern logische Folge der Abkehr von längst überkommenen Handelsstrukturen. Hersteller, Großhändler und Endhändler schlugen ihre meist nicht gerade bescheidene Spanne auf den jeweiligen Einkaufspreis, der Endkunde zahlte. Diesen im Zeitalter des Internet anachronistischen Blödsinn zu durchbrechen, brachte uns erst einmal eine Menge Prügel von Händlern ein, die sich um den ungerechtfertigten Lohn für ihre nicht erbrachte Arbeit betrogen fühlten. In ihren irgendwie zusammengestoppelten Internet-Shops, in denen neben dem Preis bestenfalls noch nichtssagendes Gazetten-Geschwurbel zum Kauf animiert, spielt  Beratung, wie sie im Ladengeschäft von anno dunnemals üblich war, leider keine Rolle. Statt den überflüssigen "Kistenschiebern" weiter den Geldbeutel zu füllen, stellten wir das Magazin auf gerade Beine, das der Information des Kunden weitaus mehr dient. Doppelt freuen darf sich somit der Verbraucher der Produkte, der keine Katze im Sack und erst recht keine graue Maus kauft, denn neben den Berichten zum Bauvorschlag bekommt er im Forum Beratung nicht nur vom Verkäufer. Selbst derjeniger, der gar nicht kauft, hat hoffentlich seinen Spaß beim Lesen. Doch Vorsicht: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Messdiagramme:

     
 Frequenzgang und Phase  Impedanz  Frequenzgang unter 0/ 30/ 60°
     
 Klirr für 90 dB  Sprungantwort  Wasserfall


Ganz in unserem Element waren wir bei der abschließenden Hörprobe, in der die Axis 220 Neo ihre große Stärke ausspielen durften. Ordentlich Membranfläche und Pegel sind die besten Voraussetzungen für die Musik der Rockbands der 60er und 70er Jahre, deren Musik nicht aus ein paar langweiligen Strophen mit drei dazwischen gehängten Gitarrengriffen bestand. In Ermangelung eines Röhrenamps mit 2 x 12 bis 18 Watt packten wir, wie seit Langem gewohnt, die Experience mit KT 88 an die Boxen. Zwar hatten wir jetzt die Kraft der 60 Watt, aber man muss ja nicht bis zum Anschlag aufdrehen, nur weil es vorher nicht gebremst klingt. Auf neun Uhr stand der Lautstärkeregler, als wir den Zeitgeist der Hippie-Jugend, zu der sich der ein oder andere von uns im August 1969 auch noch zählen durften, mit meinem schwarzen Woodstock-Album wieder auferstehen ließen. "Star spangled Banner", Jimmy Hendrix legendäre Persiflage der amerikanischen Nationalhymne, nicht gerade toll aufgenommen, aber auch nach mehr als 40 Jahren immer noch beeindruckend, ließ den Hörraum trotz lebenslanger Drogenfreiheit augenblicklich zu Max Yasgur's Farm werden, wo das Festival bekanntlich stattfand. Nein, wir werden jetzt nicht schreiben, worüber wir mit Mr. Hendrix geredet haben, als er so unvermittelt bei bei uns zu Hause war. Das wär jetzt auch ein klein wenig übertrieben und eher dem Unterhaltungswert eines Magazins würdig, in unserem Falle besser unwürdig. Wo wir schon mal dabei waren, konnten wir auf Alvin Lee und "I'm Going Home" keineswegs verzichten, wir schrieben es mittlerweile mehrmals, dem besten Rock and Roll aller Zeiten. Etwas leichter lässt sich jedoch bei besser aufgenommener Musik über die Qualitäten unserer Boxen reden, wo der Spaß größer ist, sei dabei außen vor gelasssen.

So griffen wir nach der wunderbar gelungenen, emotionalen Einstimmung zu altbekannten Weisen, die wir nun weniger an ihrem Mitwipp-Faktor als an ihren Tönen bemessen wollten. Keiner mag's mehr hören, doch jeder zweite Besucher fragt danach: "Hotel California" mit dem berühmten Bassdrumschlag. Kurz und trocken, aber druckvoll "Dub" hat es gemacht mit nachrollendem Echo aus der Drum, nachdem Gitarren und Publikum die Bühne in Breite und Tiefe ausleuchten durften. Bei "Keith don't go" zeigte sich die wunderbare Feinauflösung des nahezu masselosen Bändchens in seiner ganzen Pracht, aber auch das Zusammenspiel mit den großen Bässen ließ allen Theorien zum Trotz keine Wünsche übrig. Tonale Färbungen, Schärfe oder Mangel an Dymanik kann man den Axis 220 Neo nicht vorwerfen, der Sweet Spot blieb nicht nur auf einen kleinen Bereich des wohlbekannten Sofas begrenzt. Die etwas spektakuläre Gangart mit knackigem, aber nicht abgrundtiefem Bass bedingt naturgemäß kleine Abstriche bei großorchestraler, klassischer Musik. Wer darauf sein Musikspektrum ausgerichtet hat, wird jedoch selten nach Wirkungsgrad aus schlanken Boxen fragen. Musik livehaftig in den Hörraum zu bringen, auch wenn der Verstärker wattmäßig eher ein Schmalhans ist, war die zugedachte Aufgabe der Axis 220 Neo. Und das kann sie großartig.

Udo Wohlgemuth





Technik:


Axis 220 Neo

Chassis Gradient 2 x AXT-08 Holzliste in 18 mm MDF
  Fountek Neo 2.0 CD oder Multplex pro Box:
     
Vertrieb Intertechnik, Kerpen 120,0 x   34,5 (2x) Seiten
Konstruktion Udo Wohlgemuth   24,0 x   34,5 (2x) Deckel/ Boden
Funktionsprinzip Bassreflex   24,0 x 116,4 (1x) Rückwand
Nennimpedanz 4 Ohm   24,0 x 111,4 (1x) Front
Terminal T 105 MSAU   24,0 x   14,0 (1x) Reflexbrett
Dämmstoff 7 Beutel Sonofil   24,0 x   10,0 (4x) Versteifung
     
Ca. Kosten pro Box:   Frästiefe für alle Chassis: 5 mm
Bausatz ohne Holz 275,30 Euro  
Holzzuschnitt 18 mm MDF 35 Euro Holzzuschnitt: 30 Euro



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