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Doppel7
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Doppel7


Best.-Nr. 1385230

847,20 € / Stück
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Details

Bausatz Doppel 7 ohne Gehäuse . Die Doppel7 ist jedem zu empfehlen, der einen exzellenten Kompromiss zwischen Größe und Klangvolumen mit der Feinstauflösung des ER4 in Verbindung mit dem grandiosen Mittenbereich des 7er sucht. Inklusive spezieller Bausatzleiterplatte für sicheren und einfachen Aufbau, inklusive Bauteile für die Impedanzkorrektur, Impedanzkorrektur abschaltbar oder zuschaltbar, inklusive Anschlußklemmen, Innenverkabelung, Schrauben, original Sonofil, inklusive eng selektierter hochwertiger Audyn Kondensatoren und Spulen, inklusive Bauplan.
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Best.-Nr. 1385230

Merkmale

Wege 2 1/2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 4
Kennschalldruck (dB) 90
Höhe (cm) 100,00
Breite (cm) 20,00
Tiefe (cm) 28,00
Anwendung Standlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Eton
Preislevel 500-1000 Euro
Konstruktion/Entwicklung Intertechnik

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprecherbau-Community zu diesem Bausatz

Doppel7 von floydpepper
D7 von floydpepper
Doppel 7 mit Eton Sub von transswiss
Ralf von Himbeertoni

Bauberichte

Doppel 7 in nicht alltäglichem Gewand

Doppel 7 in nicht alltäglichem Gewand

Entscheidungsfindung und Gehäuseplanung

Nach dem Projekt ist bekanntlich vor dem Projekt - jedoch: Zum Erhalt des ehelichen Burgfriedens sind strategische Pausen ratsam. Nachdem ich meines holden Weibes Geduld während des letzten Winters mit dem Selbstbau eines Plattenspielers strapaziert hatte, musste meine Werkstatt ein Jahr ohne mich auskommen. In dieser Wintersaison war es aber dann soweit. Da ich mit meinen Lautsprechern "von der Stange" nicht wirklich glücklich war und mehrere Hörsessions in highfidelen Studios den Eindruck ergaben, dass unter einer fünfstelligen Eurosumme nichts Gescheites zu erwerben wäre, war wieder Selbstbau angesagt.

Auf lautsprecherbau.de war ich schon zuvor gestoßen und hatte aus Gründen, die hierorts gerne mit "WAF" erklärt werden, die Little Princess und die Doppel 7 im Visier. Doch wie entscheiden, ohne sie zuvor gehört zu haben? Mein Job lässt mir kaum Freiraum, und einen Urlaubstag wollte ich für eine Stippvisite nach Bochum nicht opfern. Durch Zufall bekam ich Lautsprecher einer Grazer Firma zu hören, in denen der Eton ER4 verbaut ist. Damit war das Thema für mich entschieden, und ich bestellte die Bausätze für zwei Doppel 7.

Da ich weder über die kreative Energie noch das technische Können mancher Foristis verfüge (Betrachtung einiger Kreationen führten bei mir zu herabhängender Kinnlade), musste ich mich bezüglich der Gehäusegeometrie auf die klassische Quaderform beschränken.
Da die D7 in ihrer "Urform" ein bissl blad (für meine deutschen Freunde: üppig um die Hüften) wirkt, wollte ich sie etwas schmaler und höher bauen. Die Neuberechung ergab schlussendlich 21cm Breite bei 112cm Höhe und 28cm Tiefe.

Das Gehäusefinish war ein Kapitel für sich. Ein örtlicher Lackierer hätte zwar gerne meinen Auftrag ausgeführt, mir graute aber noch vom letzten Möbelbau vor der Spachtelorgie, die MDF nun mal erfordert, wenn man eine makellose Lackoberfläche haben will. Bespannen mit Leder scheiterte an meiner Süßen, die diese Variante mit den Worten "Sicher nicht in unserem Wohnzimmer" in die planungstechnische Rundablage beförderte.

Eine glückliche Fügung wollte es, dass ich bei der Besichtigung eines Hausprojekts eine aus weißem Corian gefertigte Küche vorfand. Wer das Zeug noch nie gesehen hat, sei gewarnt: der WOW-Faktor ist enorm. Corian ist ein Mineralwerkstoff aus 70% Aluminiumoxid, Pigmenten und 30% Polyacrylat, geschliffen ergibt sich eine kühle, samtig-sanfte Oberfläche, die nicht nur gut aussieht, sondern sich auch fantastisch angreift.
Wer jetzt glaubt, das Material sei für eine Privatperson einfach zu bekommen, der irrt. Nach längerer Odyssee fand ich endlich einen Betrieb in der Nähe von Wien, der mir nach Einwurf vieler Münzen (das Zeug ist elend teuer!) die gewünschten Zuschnitte aus 6mm starkem Staron (same stuff wie Corian, nur von Samsung) herstellte.

Der Gehäusebau

Der Aufbau wurde zweischichtig durchgeführt. Als erstes wurde das innere Gehäuse aus 15mm starkem Birkensperrholz stumpf verleimt und verschraubt. Vor dem Aufkleben der ersten Staron-Platte auf die Rückwand wurden noch die Ausschnitte für die Anschlussterminals ausgeschnitten.

Das Verkleben des Mineralwerkstoffs ist ein bisschen tricky. Für die flächige Verbindung mit dem Holzgehäuse habe ich transparenten, elastischen Montagekleber verwendet, um eine möglichst dünne Fuge zwischen beiden Materialien zu erzielen. Beim Auftrag des Klebers ist punktförmiger, zu den Rändern hin sparsamer (!) Auftrag angeraten, da der Montagekleber sonst beim Pressen in die Staron-Klebefuge eindringt und grausliche (für meine deutschen Brüder: unschöne) Verfärbungen verursacht.

Die Kanten der Staron-Platten müssen vor dem Verkleben mit Isopropanol oder Aceton gereinigt werden. Dann heißt es fix zu Werke gehen, da der 2K-Spezialkleber höllisch rasch eine Haut bildet. Hier ist mehr Auftrag besser als zu wenig, da der Kleber beim Aushärten Volumen verliert und man die entstandenen Krater nachfüllen muss (siehe unten Mitte). Hat man alles richtig gemacht, dann sieht die verschliffene Kleberraupe so aus wie unten rechts - die Fuge ist praktisch unsichtbar.

Die ausgehärteten Kleberaupen wurden zunächst mit 180er Korn und Bandschleifer behutsam abgetragen, dann folgte die gesamte Fläche mit 180er Papier am Rotationsschleifer. Anschließend ging es ans Spanabheben.

Fräsen, fräsen, fräsen ...

Mineralwerkstoffe wie Corian oder Staron lassen sich mit Hartmetallwerkzeug ausgezeichnet bohren, schneiden oder fräsen. Im Gegensatz zu MDF staubt's nicht so hässlich, dennoch ist eine Absaugung anzuraten, wenn man nicht von statisch aufgeladenen, weißen Spänen eingehüllt werden will...

Zuerst wurden die Anschlussterminals vorbereitet und die passenden Ausschnitte aus den Rückwänden gefräst. Um mir das Leben leichter zu machen, habe ich die hier vorgestellte variable Frässchablone MPX 18 mit unterseitig angeschraubten Latten modifiziert. Dadurch sitzt das Ding nach "zwingender" Befestigung zum einen bombenfest, zum anderen sind die Zwingen freundlicherweise nicht im Wege. Auch hilfreich: ein kleines Stück MDF im Zentrum der Schablone verhindert sympathischerweise das Kippen der Oberfräse.

Als nächstes kam die Schallwand dran. Da die Gehäuse gegenüber dem Original um 12cm gewachsen waren und zudem auf Spikes stehen sollten, wurden der ER4 und die beiden 7-Zöller um 15cm nach unten verfrachtet. Für den ER4 wurden 3mm Frästiefe angesetzt, für bündigen Einbau. Die Fräsung für die MT's wurde so tief vorgenommen, dass nach deren Einbau noch 4mm Platz für Abdeckringe bleiben würde. Um den 7-Zöllern ausreichend Halt zu geben, habe ich entsprechend zurechtgeschnittene Bögen aus 9mm Siebdruckplatte auf der Innenseite der Frontplatte eingeklebt (nicht fotografisch festgehalten).

Unten sieht man schön den Verbund aus 15mm MPX und 6mm Staron. Da Mineralwerkstoff die dreifache Dichte von Holz hat, entspricht der gesamte Wandaufbau 33mm MPX oder MDF.

Flächenfinish, Abdeckringe, Traversen

Vor dem Einbau der Weichen und Chassis kam Schleifarbeit. Caveat: So brav sich das Zeug beim Fräsen benimmt, umso schlimmer staubt's beim Schleifen. Empfehlung der Redaktion: Sehr (!) guten Werkstattsauger besorgen und Staubmaske verwenden.

Geschliffen wurde mit dem Rotationsschleifer und useit-Superpads von Joest Abrasives. Ich bin mit der Firma weder verwandt noch verschwägert, aber das Zeug ist für Mineralwerkstoff empfohlen und macht seinen Job ganz ausgezeichnet. Die Alternative aus dem Baumarkt könnt Ihr getrost vergessen, da die Farbe dieser Pads auf den Mineralwerkstoff durchschlägt. Sieht nur dann toll aus, wenn man auf hellgrünes Staron steht...
Zunächst wurde mit 240er Korn über alle Flächen gegangen und die Kanten leicht verrundet. Danach folgten 320er, 600er und zum Abschluss 1200er pads, wonach man bei einem seidenglänzenden Finish ankommt.

Nach Einbau der Weiche und Chassis fehlten noch die Abdeckringe. Die fertigte mir ein Kollege an seiner CNC-Fräse (hiermit vielen Dank, lieber Erich!). Nach Endschliff wurden sie mit doppelseitigem Klebeband auf die Korbränder der Chassis montiert.

Die CNC-gefrästen Traversen aus 8mm Aluminium wurden schwarz lackiert, an die Gehäuse geschraubt und mit Edelstahl-Spikes versehen.

Einzug ins Wohnzimmer, Klangbeschreibung

Nachdem sich die D7 eine Woche im Keller mit rosa Rauschen eingespielt hatten, kamen sie in Wohnzimmer und durften endlich das tun, wofür sie gebaut wurden: Musik machen. Und das taten sie von Anfang an beeindruckend gut. Meine größte Sorge, dass die wegen unserer Kater nach unten verlegten BR-Rohre einen aufgeblähten Bass bewirken würden, zerstreute sich nach Verlängerung um der Rohre 2cm vollständig.

Ian Gillan's "One Eye to Morocco" oder "Meliora" von den schwedischen Edel-Gothrockern Ghost gehen teilweise tief in den Frequenzkeller, doch da brummt nix. Wenn Kirk Elliott und sein Orchestra of Unmitigated Gaul auf der CD "Widdershins" in die Kesselpauken hauen, dann stehen die Felle im Raum, als gäbe es kein Morgen. Der Bass kommt trocken mit genau jener warmen Note, die ich gerne mag - manch Anderem wär's vielleicht nicht analytisch genug.

Über das phänomenale Auflösungsvermögen des ER4 zu schreiben, heißt Eulen nach Athen zu tragen. Max Richter's Neu-Interpretation der Vier Jahreszeiten entpuppt sich als einziges Fest für die Sinne - wenn die Celli und Kontrabässe loslegen, ist schwere Gänsehaut angesagt. Eric Clapton & Friends grooven auf "Tribute to J.J. Cale" ebenso wie Frank Sinatra auf dem neu in Vinyl gepressten "Come swing with me!". Nils Lofgren scheint bei "Acoustic Live" mitten im Wohnzimmer zu stehen, ohne je bissig zu klingen. Die brillante Höhenwiedergabe des ER4 ist eine Klasse für sich, soviel steht fest. So gut habe ich bisher noch nie Musik gehört.

Zum Abschluss danke ich für die Entwicklung dieses fantastischen Lautsprechers und für dieses tolle Forum. Ferner danke ich Euch, die Ihr bis hier durchgehalten habt, für Eurer Interesse.

Liebe Grüße, Michael

Doppel 7 - Die verkleinerte Queen

Doppel 7 - Die verkleinerte Queen

Zweieinhalb-Wege-Standbox für alle Musikrichtungen

Die Doppel 7 ist eigentlich eine Duettina oder Little Duetta oder wie auch immer man die Verkleinerung des Erfolgsmodells Duetta nennen könnte. Doch es hat sich der Name Doppel 7 ergeben, da diese Standbox eigentlich gar nicht von uns geplant war, sondern sich auf Kundenwunsch ergeben hat. Doppel 7 bezeichnet einfach die Anzahl und Größe der Basschassis. Dass sie ins Intertechnik-Bausatz-Programm aufgenommen wurde, verdankt die Selbstbaugemeinde also der unnachgieben Kundenanfrage, der diese in der Schublade liegende Konstruktion unbedingt haben wollte. Nun gut, also realisierten wir dieses Modell kurzerhand. Herausgekommen ist eine interessante Standbox mittlerer Größe für praktisch alle Musikrichtungen.

Ein Kunde kam mit einem Problem zu uns, welches sich durch das größere Schwestermodell Duetta nicht lösen ließ: Er besaß eine Intertechnik Scan Art, eine mit Seas-Chassis bestückte Vierwege-Transmissionline mit 25-cm-Basschassis mit Laufzeitleitung, einem 20-cm-Midbass, einem 13-cm-Mitteltöner und einer ferrofluidfreien Hochtonkalotte. Und bis dato ein kleines Häuschen mit großem Wohnzimmer.

Dann stand der Umzug in beengtere Wohnverhältnisse an und die Scan Art mussten kleineren Boxen weichen. Nun stand eine weitere Verkleinerung der Wohnlage bevor mit den zugehörigen Problemen: Qualitätsanspruch hoch, Kompaktbox alleine ohne Subwoofer zu klein, also wurde es die letztendlich Doppel 7.

Gehäuse

Da die Gehäuse in edler Farbe lackiert werden sollten, wurden sie zur Vermeidung stark saugender Schnittkanten auf Gehrung zugeschnitten, damit sich am Ende eine saubere Oberfläche ergibt. Ein Gehrungsschnitt erfordert allerdings eine präzise Tischkreissäge mit Gehrungswinkeleinstellung, da scheiden alle wackeligen Modelle von vorneherein aus. Trotz des komplizierten Aufwandes spart der Gehrungszuschnitt am Ende das aufwändige Verspachteln und Glattschleifen der Schnittkanten und ist versierten Heimwerkern von daher durchaus zu empfehlen.

Gegenüber der ersten Konstruktionszeichnung wurden die Gehäuse durch Ringversteifungen stabilisiert. Als Nebeneffekt konnten die Gehäuse unter Zuhilfenahme von Spanngurten verleimt werden, da sich mit Schraubzwingen nur schwer saubere Gehrungskanten realisieren lassen. Wichtig ist eine entscheidende Modifikation des Hochtonausschnittes: Damit der ER4 nicht unfreiwillig und sehr kurzfristig zur Passivmembrane wird, muss hinter die Öffnung ein Blindbrett geklebt werden, um die dünne Folie vor den Basswellen zu schützen.

Das Lackieren war dank der guten Vorarbeit ein Kinderspiel: Zwei Lagen weißer PU-Lack reichten schon für eine schöne Oberfläche, natürlich mit entsprechendem Zwischenschliff. Anschließend wurde die Oberfläche mit Klarlack finissiert. Nach getaner Arbeit glänzte das morgens roh gekaufte MDF abends in seiner schönsten Form: Einem fertigen Lautsprechergehäuse, also konnte es am nächsten Tag an die Endmontage gehen. Doch zunächst zum Lackieren.

Der Lackiervorgang in bewegten Bildern:

Die Idee eine Lautsprecherbox mal in einer nicht alltäglichen Farbe zu lackieren, kam uns, als wir einen ebenso nicht alltäglichen italienischen Sportwagen sahen. Für Lambo ... orange haben wir zwei weitere Rohgehäuse mit Spritzspachtelgrundierung zur Autolackiererei geschleppt. Auch wenn Ihr schon Lackierereien von innen gesehen habt, haben wir das Ganze trotzdem mit der Videokamera für Euch festgehalten.

Weiche

Wer die Frequenzweiche fertig aufgebaut bei Intertechnik bestellt, kann den Passus über die Frequenzweiche glatt ignorieren und diese einfach einbauen. Hier im Original zu sehen mit Bauteilen aus deutscher Fertigung mit High End Audyn Plus Kondensator und Intertechnik Spulen.

Der obere Tieftöner der Doppel 7 nutzt die gleiche Spule wie das große Vorbild, der Hochpass-Kondensator im Signalweg entfällt jedoch. Der Saugkreis gegen die kleine Resonanzspitze um 4 kHz wurde leicht modifiziert, da hier auch der untere Bass Einfluss nahm. Er bekommt eine Spule vorgeschaltet, damit er oberhalb 200 Hz sanft auskoppelt. Der Hochtöner erhielt einen zusätzlichen kleinen Widerstand gegen unterkühlte Aufnahmen und Transistorverstärker. Röhrenliebhaber können stattdessen die Impedanzkorrektur ergänzen, die von Intertechnik bei hochwertigen Bausätzen grundsätzlich als Vorschlag ergänzt wird.

Da es sich nicht um eine Weichenmodifikation statt einer Neuentwicklung handelt, können wir an dieser Stelle einmal einige Hinweise über den Sinn einer Zweieinhalbwegebox geben.

Oft wird nämlich vermutet, dass es sich bei einer solchen Box um eine Zweiwegebox handelt: Da die Tieftöner ja gleich sind, sollten sie auch gleich beschaltet werden, oder? Betrachten wir doch einmal, was dann passieren würde:

Die unterschiedlichen Abstände der Bassmembranen würden unterschiedliche Phasenlagen im Übergangsbereich zum Hochtöner bedeuten. Das würde dann in einem welligen Frequenzgang zwischen 800 und 3.000 Hz resultieren. Deshalb gibt es ja die D'Appolito-Anordnung des Hochtöners inmitten der beiden Tieftöner. Diese funktioniert allerdings nur bei einer großen Standbox, bei der sich der Hochtöner in Ohrhöhe befindet, sonst bleiben die Phasenprobleme vergleichbar dieser Anordnung. Die Auslegung als Zweieinhalbwege- Konstruktion bietet mehrere Vorteile: Der Hochtöner strahlt in Ohrhöhe ab, der obere Bass fungiert als Tiefmitteltöner, der untere als Bassunterstützung.

So ergibt sich mehr Bassdruck und durch den "Bafflestep" genannten Effekt unterschiedlicher Abstrahlwinkel bei verschiedenen Frequenzen ein ausgewogenerer Frequenzgang in normaler Wohnumgebung. Bei 800 Hz ist der Zusatzspieler bereits gut 18 dB leiser, pro Oktave kommen weitere 6 dB dazu. Sein Einfluss auf den für Verfärbungen empfindlichen Mitteltonbereich ist auf diese Weise gering, nur muss man die Abstimmung halt genau vornehmen. Das Messdiagramm zeigt den Frequenzgang mit parallelen Bässen.

Endmontage

An die Frequenzweiche für den Tiefmitteltöner und den Hochtöner wird das Anschlusskabel angelötet, danach wird sie hinter dem oberen Bass auf die Rückwand geklebt bzw. geschraubt.

Fünf Beutel Sonofil füllen dann locker den oberen Gehäuseteil, der untere Bereich bleibt dabei frei.

Rechts oben wurde in der ER4-Kammer ein 6-mm-Loch gebohrt, durch welches das Kabel des Hochtöners geführt wird. Die am Hochtöner montierten Kabel werden verlängert bzw. mit dem von der Weiche kommenden Kabel des Hochtonzweiges verbunden. Wer jetzt bei den Farben stutzt, sollte wissen, dass das rote Kabel des ER4 nicht etwa der Pluspol ist, sondern in diesem Fall aus unerfindlichen Gründen den Minuspol markiert.

Das linke unten Bild zeigt zwei dicke Moosgummi-Matten zur Auskleidung der AMT-Kammer und einen Stopfen aus Reparaturwachs, damit die Kammer auch dicht wird, rechts befinden sie sich an Ort und Stelle

Der Tieftöner 7-360 wird von Eton weiterhin für Intertechnik gebaut, obwohl er dort eigentlich gar nicht mehr im Programm ist. Für die Lötarbeiten ist eine temperaturgeregelte Lötstation sinnvoll, die idealerweise auf 360 Grad eingestellt wird. So lässt sich das Pluskabel an die breite und Minus an die schmale Fahne löten. Bevor die mit Kabeln versehenen Chassis verschraubt werden, ist sauberes Vorbohren angesagt. Schließlich kommt es nicht so gut, mit dem Schraubenzieher oder dem Akkubohrer in die Membran abzurutschen.

Messungen der fertigen Box

Hier sind sie:

Klang

Der letzte und für viele Selbstbauer wichtigste Teil der Bauanleitung fand im Hörraum statt, wo die frisch großgezogene Duettina sich mit Mutter und Schwester messen durfte. Wohlklang? Feinzeichnung? Ortbarkeit? Die Doppel 7 ist eine Eton-Box mit typischem Eton-Sound, auf den Philipp Vavron zu Recht stolz ist.

Eine wirkliche Schwäche aufzudecken, fällt schwierig: Nichts von dem, was sie zu Gehör bringt, klingt nachweislich falsch. Ganz gleich, ob kleine Besetzungen oder große Orchester, Männer- oder Frauenstimmen, Gitarre oder Klavier - die Doppel 7 beherrschte jede Besetzung. Old School Rock lässt sie krachen, romantische Stücke zaubert sie einfühlsam in den Hörraum. Erst am obersten Pegellimit angelangt, klingt es ein wenig angestrengt - oder sind hier die Ohren selbst Schuld, und nicht die Lautsprecher? Was der Top ohne Bassunterkellerung in größeren Räumen an Bassdruck fehlt, macht die Doppel 7 mit ihrem zweiten Siebenzöller wett. Nur noch mehr Membranfläche, wie zum Beispiel die Duetta, drückt deutlich mehr Luft in den Raum. Tonal sind alle drei Versionen weitestgehend identisch - die Frequenzweichen sind es ja quasi auch.

Fazit

Für wen ist die Doppel 7 der passende Lautsprecher? Nun, wir haben es eingangs schon genannt: Wer eine zu kleine Wohnung für ausgewachsene Lautsprecherboliden hat und mehr möchte als kleine Regalboxen oder eine Satelliten-Subwoofer-Kombination, für den ist die klangstarke Doppel 7 eine gute Lösung.

Intertechnik


PS.
Um den Bau zu beschleunigen, gibt im Shop vorgerfertigte Gehäuse oder auch CNC Frontwände. Für Rückfragen stehen wir auch telefonisch zur Verfügung.

Der Bausatz enthält alle Teile und Zubehör (außer dem Holzgehäuse) und kann hier erworben werden:

Hier geht es zum Shop
e-dings Doppel 7

e-dings Doppel 7


Als ich vor gut zwei  Jahren mehr schlecht, als recht die kleinen RS100PC zusammenbastelte, war mir schnell klar, dass ich wohl noch viel Zeit mit Schleifpapier, Lötkolben, Holzleim und Klebepistole verbringen werde. Irgendwann standen bei mir dann die Bluestone Twins im Wohnzimmer und die BluesBox15 PC auf dem Schreibtisch. Bereitwillig übernahm ich natürlich auch die Versorgung  der halben Verwandtschaft und einiger meiner Freunde, mit adäquaten Schallwandlern. Es ist schon ein virulentes Hobby und es macht einen Heidenspaß, sich am Wochenende richtig „schmutzig“ zu machen, gerade wenn man sonst nur Projektpläne, Excel-Tabellen und  irgendwelche PowerPoint-Folien durch die Gegend schiebt.





Aber nun zur Doppel7

Bei einem „spontanen“ Abstecher ins Hörstudio konnte ich die Little Princess und die Duetta ausgiebig hören. Für mich stand damals sehr schnell fest: „Irgendwas mit ER-4“.

Da mein Wohnzimmer nicht riesig ist und auch die Twins schon in der Lage waren, meine liebe Nachbarin in helle Aufregung zu versetzen, fiel die Queen leider aus. So landete ich zunächst bei der Duetta Top. Da sich meine Frau jedoch nicht mit dem Design von Lautsprecherständern anfreunden konnte, unabhängig davon, ob sie 50 oder 500€ kosten, kamen Kompakte nicht in Frage. Also fiel die Wahl auf die Duetta Top in der Standversion. Der zwischenzeitliche Vorschlag, doch lieber die Doppel7 zu bauen, kam von einem Forumsmitglied. Die Argumente bzgl. höherem Wirkungsgrad, mehr Punch und direkterem Bass bei gleichen Abmessungen haben mich letztendlich überzeugt. Also Doppel 7!

Gehäuse

Das Gehäuse sollte weitestgehend klassisch aussehen, aber hier und da ein paar Akzente setzen. Der Korpus besteht aus MDF und entspricht den Abmessungen aus dem Magazin, wobei die Schallwand hervorgehoben werden sollte. Hierzu habe ich ein zweigeteiltes Design entworfen. Das Oberteil wurde aus zwei Multiplex-Platten angefertigt; einem Rahmen und der eigentlichen Schallwand mit den Fräsungen für die Chassis. Beide Teile wurden verleimt und geschliffen. Die Kanten habe ich mit einer Oberfräse abgerundet, anschließend gebeizt, mit mehreren Schichten Flüssigwachs behandelt und zum Abschluss mit feiner Stahlwolle poliert.




Der Korpus wurde ebenso verleimt und geschliffen. Glücklicherweise konnte ich die Schleifarbeiten dieses Mal bei einem Freund mit großem Grundstück vornehmen und das Bad in Ruhe lassen. Darüber hinaus mussten wieder Wohnzimmertisch und die Arbeitszimmer-Kommode herhalten. Es folgten mehrere Schichten Grundierung, mit Zwischenschliff und das Lackieren mit der Rolle. Da ich nur ein kleines Arbeitszimmer habe, ließ ich die Gehäuse dort trocknen; leider etwas ungünstig auf einem hohen Sideboard positioniert. Gemerkt habe ich, dass diese „Trocken-Konstruktion“ wohl etwas instabil war, als ich eines Morgens kurz nach 5 durch ein lautes Scheppern geweckt wurde. Ihr kennt doch sicherlich das Gefühl, genau zu wissen, was passiert ist, aber dennoch zu hoffen, dass es etwas anderes war? Tja, war es aber nicht. Unser Kater „Rudi“ hat das wackelige Konstrukt zum Einsturz gebracht, was neben ein wenig Tapete und Parkett, auch das Gehäuse arg in Mitleidenschaft zog.



Also fluchen, Kaffee trinken, nochmal fluchen und Schadensbegrenzung einleiten, was in diesem Fall durch neuen Leim, ner Menge Schleifpapier, Spachtel und Lack ganz gut gelang. Dann wurden die BR-Rohre eingesetzt. Mir ist aufgefallen, dass man bei großen BR-Rohren das MDF der inneren Rückwand zu gut sieht. Um dies zu vermeiden, habe ich diese Stelle einfach mit schwarzer Farbe besprüht. Da die Lautsprecher nicht einfach so auf der Erde stehen sollten, habe ich mir Sockel anfertigen lassen. Die einzelnen „Füße“ der Sockel dienen als Aufnahme für Spikes. Bearbeitet wurden sie wie das Gehäuse. Etwas schwierig war das Lackieren der kleinen Kanten mit der Rolle. Hat aber mit etwas Feingefühl und sehr vorsichtigem Zwischenschliff ganz gut geklappt. Sockel und Gehäuse habe ich durch eine Multiplex-Platte getrennt. Die Kanten der Platte wurden geschliffen, schwarz gebeizt, mit Flüssigwachs bestrichen und poliert.



Nun ging es an die Weiche. Da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da Beschreibungen hierzu schon ausreichend vorhanden sind. Alle Bauteile, samt Plan, waren da, wurden auf Brettchen geklebt, verlötet und ins Gehäuse gepackt. Bevor ich die Weiche ins Gehäuse klebe, teste ich sie immer noch einmal „nackt“. Dazu verbinde ich sie mit den mitgelieferten Chassis und hänge sie an einen Verstärker. Das erspart mir (fast) immer böse Überraschungen beim ersten Betrieb der fertigen Boxen. Beim ersten Test klang ein HT allerdings sehr dumpf und matt. Mit telefonischer Hilfe war der Fehler auf der Weiche recht schnell gefunden.
Nun wurden die Gehäuse mit Sonofil befüllt und die Schallwände verleimt. Das Anschließen der Chassis ging ebenso schnell von der Hand. Ein erster Testlauf brachte jedoch Ernüchterung. Klasse Auflösung, tolle Bühne aber kein Bass bei einer Box. Verdammt! Ich hatte doch alles kontrolliert. Aber der Test mit einer Batterie am Terminal zeigte das Problem schnell. Siehe da, die beiden Bässe einer Box bewegten sich asynchron. Es stellte sich heraus, dass ich einen davon verpolt angeschlossen hatte. Ja, manchmal sieht man den Wald…..usw..



Klang

Was soll ich groß schreiben? Wahnsinn! Muss man gehört haben. Freunde, die mittlerweile eine Kera 360.1 oder SB12 ACL ihr Eigen nennen, waren sichtlich begeistert. Der ER-4 braucht zwar etwas Zeit, um sich einzuspielen, aber dann zaubert er eine Musik ins Zimmer! Herrlich! Während ich bei den Twins schon angefangen habe, meine CDs zu sortieren, hat die Doppel7 zu einem nochmaligen Kahlschlag in meiner Musiksammlung geführt. Auflösung, Bühne, Dynamik…alles passt. Die D7 bleibt dabei vollkommen gelassen, im Gegensatz zur lieben Nachbarin. ;)

2Cellos
Die Jungs spielen auf 2 Celli diverse Cover-Songs. Das geht in die Richtung „Apocalyptica“, nur etwas „schrammelfreier“. Michael Jacksons „Smooth Criminal“ kommt dabei unheimlich klar und detailliert rüber. Man hört fast jede einzelne Saite, egal ob sie gezupft oder gestrichen wird.  Selbst das Atmen der Musiker, die nicht singen ;), ist hörbar. Auch in schnellen Doppelpassagen verliert die D7 nie die Kontrolle. Passt!

Katie Melua
Die Frau muss ich hier nicht groß vorstellen. Die Doppel7 stellt die Gute absolut plastisch dar. Herrlicher Schmelz in der Stimme; da könnte ich stundenlang zuhören, auch leise.

Hiromi
Eine „kleine“ Jazzikone aus Korea und Virtuosin am Flügel. Alle Instrumente sind in Breite und vor allem Tiefe ortbar. Da kommt nichts aus den Lautsprechern. Die Musik steht im Raum. Faszinierend ist, dass auch kleinste Geräusche, wie z.B. das Drücken der Klavierpedale, deutlich hörbar werden. Das ist Live-Atmosphäre.

FKA twigs
Nennt sich „Alternative R´n`B“; da muss man sich erstmal reinhören. Die leicht gesoundete Aufnahme passt aber. Die elektronischen Bässe schieben schon mächtig an und eine glasklare Stimme von „twigs“ bildet den Gegenpol. Eigentlich eine „boom-zisch“ –Aufnahme, aber ganz ohne Wummern und Ohrenbluten. Deutlich wird hier aber, wie schonungslos die Doppel7 mit schlechten Aufnahmen funktioniert. „Twiggy“ kommt also ins Auto.

Alice Russell
Eine Frau, eine Stimme…und was für eine. Den Sansui auf 11 Uhr gedreht und sie schiebt dich von der Couch. Die Drums lassen dich jedes Mal blinzeln, auch wenn du versuchst, es zu unterdrücken. Bassgitarre? Oh ja! Die D7 kann tief, sehr tief sogar, auch wenn sie hier nicht ganz das Niveau der Queen erreicht. Geschenkt! Sie dickt dabei nicht auf, sondern spielt neutral und knochentrocken. Ok, Poti auf 13 Uhr……so höre ich wenigstens das Klingeln meiner Nachbarin nicht. ;)

Fazit

Die Bluestone Twins sind klasse mit hohem Spaßfaktor, die SB12ACL hervorragend musikalisch und die Kera 360.1 schon ganz weit oben. Die Doppel 7 packt, für mich, allerdings nochmal eine deutliche Schippe oben rauf. Trotz der verhältnismäßig kompakten Größe, spielt sie durch alle Frequenzbereiche vollkommen bruchlos und neutral. Auflösung? Die Paradedisziplin des ER-4! Dynamische Sprünge? Immer her damit! Bühne? Plastisch! Bass? Schnell, trocken, tief!

Was gibt’s zu meckern? Die Sensibilität, die man beim Hören von Musik entwickelt, macht Spaß, führt aber dazu, dass man auch weitaus kritischer hört. Gerade Stücke, die ich nun oft auf der D7 genieße, werden dann schnell anderswo unerträglich, wenn sie eben nicht in der nun gewohnten Qualität wiedergegeben werden. Da war ich früher unempfindlicher. Die Bluesklasse ist, zumindest in Berliner Haushalten, noch viel zu unterrepräsentiert. …. aber ich arbeite dran. ;)

Noch was

Man kann viel, bunt und blumig schreiben, aber das Lesen wird das Hören nicht ersetzen können. Also kurz: Hören! Hören! Hören!




Gruß e-ding

Duetta und Doppel 7

Duetta und Doppel 7


Duetta oder Doppel7

Ein Baubericht auf höchstem Niveau

Seit mehr als 34 Jahren baue ich nun Lautsprecher selbst. Und weil man von diesem Virus richtig infiziert werden kann, besitzen viele meiner Freunde, Verwandte und Bekannte selbst gebaute Lautsprecher. Der Name dieser Webseite ist in der Szene wohl bekannt und ist auch bei mir auf dem Schirm gelandet. Die Duetta geisterte lange in meinem Kopf herum. Aber erst, als ich wieder über neue Projekte nachdachte, entdeckte ich, dass in der Nähe ein Hörstudio ist.

Also bin ich vor ca. 3 Jahren ins Studio. Ok, der erste Eindruck täuscht, wenn man ein Designer-Hörstudio erwartet, aber erstmals auf der Couch Platz genommen, taucht man in die pure Musik ein. Trotz der eindringlichen Warnung: „Willst du wirklich die Duetta hören?“ konnte ich nicht nein sagen. Das war es dann für mich. Nerven mich sonst schnell Frauenstimmen in hohen Tonlagen, war nun alles anders. Ich nahm dann die SB18 für einen Freund mit und legte fortan Geld für die Duetta beiseite.

Im Februar 2013 war es soweit, das Geld hatte ich zusammen, aber eine Knie-OP zwang mich in die selbigen. Zum Glück war Freund Bert zur Stelle, der als Hausmann und Hi-Fi-Enthusiast viel Zeit für mich übrig hatte! Udo fräste mir einige Teile und ich begab mich auf einen langen Weg. Einiges passte nicht, weil ich meine Designvorstellungen änderte und Bert musste bei minus 13 Grad im Freien schleifen und fräsen, bis alles blank war. Ich hatte mir das Apfel-Design ausgewählt und hatte dafür sogar einen 22er Fräser bekommen.



Ein mächtiges HT-Rohr setzte ich von innen in die Box, die Frequenzweichen separierte ich in die Bass- und MT/HT-Abteilung und die Austrittsöffnungen bekamen noch eine Rundfräsung. Bei den Frequenzweichen überlegte ich mir ein System, indem ich die Bauteile auf ein Brettchen setzte und gleichzeitig das Brettchen auf der anderen Seite mit Schraubanschlüssen versah. Von außen kann man die komplette Frequenzweiche an- und abschrauben.


Dann folgte meine Hassdisziplin: das Lackieren. Ich habe keine Möglichkeit mit einer Spritzpistole zu arbeiten. Also musste wieder einmal die ungeliebte Rolle an die Arbeit gehen. Nach zwei Wochen Rollen-Schleifen-Rollen-…… war ich halbwegs zufrieden und konnte endlich die Duettas im i-Design bestücken. Hier ist mir einmal ein Missgeschick passiert und von hinten beim Löten Lötzinn auf die Membran getropft. Seitdem lege ich immer ein Stück Alufolie unter die zu lötenden Anschlüsse und alles ist gut.



Nachdem alles passte und die Gehäuse mächtig im Raum standen, durfte Bert die i-Du´s nun einspielen. Ok, dass der Hörraum im Dachgeschoss liegt, war nicht gerade gut für unsere Rückenmuskulatur, aber man kann die Gehäuse immerhin in mehreren Teilen nach oben schaffen. Auf seiner Symphonic-Line Anlage (so lange kann ich nicht mehr sparen) legte die Duetta gleich los, als gäbe es keine Grenzen mehr. Tatsächlich war mir der Hochtöner anfangs leicht rau und scharf. Ich wusste aber, dass sich dieser Effekt ändern würde, also blieb ich entspannt und lauschte fasziniert der Musik. Nach einer halben Stunde war der Hochton schon angenehmer und wir legten die ganze Musikpallette auf. Von …….. über Keb´, Mo Cassandra Wilson, Grace Jones (DUB-Version) bis Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung und Tschaikowski. Ein wirrer Musikmix, aber wo ich früher den Pegel gesenkt oder das Lied abgebrochen hätte, hörten wir nun fasziniert zu. Die Höhen, die Mitten und der abgrundtiefe Bass spielen bruchlos zusammen und reißen einen förmlich in die Musik. Ich war völlig begeistert.

 

Teil 2, meine Kollegin

Meine Kollegin ist Musiklehrerin und irgendwann bekam sie mit, dass ich Lautsprecher baue. Mit „du Christoph, meine Infini-tisi Lautsprecher sind seit 6(!) Jahren zerbröselt“. Ich konnte es nicht glauben. Wie kann man zweimal im Monat in ein klassisches Konzert gehen, in einem Madrigalchor (mit ihrem Mann) singen und dann seit 6 Jahren keine Lautsprecher mehr haben!! Ich schwärmte ihr dann von meinen LS vor und zeigte „Handybilder“. Die Form gefiel ihr, aber wie Frauen so sind: „Gehen die auch schlanker“? Das kennen wir ja alle und so klickte ein imaginärer Mauszeiger schon die Doppel7 an. Im Zuge einer Totalrenovierung ihres Wohnzimmers drängte ich meine Kollegin dann, wenigsten schon einmal ausreichend Kabel hinter die Holzleisten zu legen. Nun waren sie soweit, wir machten einen Hörtermin bei mir aus und die beiden kamen gut gelaunt mit einem Stapel CDs. Ich hatte einen Laptop mit unkomprimierter Musik vorbereitet, ein Sofa stand auch da ;-) und jede Menge Getränke. Ich fing mit Vivaldi an und die beiden saßen auf dem Sofa und konnten den Mund nicht mehr schließen. Thomas schüttelte ab und an den Kopf und sagte boahhhh. Nun kamen ihre Klassik CDs dran. Wieder saßen die beiden da und konnten nicht glauben, was sie hörten. Ich mache es kurz, sie waren begeistert und wollten auch so ein Klangerlebnis in ihrem Wohnzimmer. Auf dem Laptop zeigte ich ihnen die D7 Versionen auf Udos Seite und wir gingen an die Finanzplanung.

Ich hatte wirklich keine Lust mehr auf Sägen, Fräsen, Schleifen und Lackieren. Die Lösung: Onlineschreiner Thomaier, ein örtlicher Lackierer und die Frequenzweiche - naja, ich. Diese Entscheidung sollten wir nicht bereuen, im Gegenteil. Thomaier schickte ein bombig verpacktes Paket. Er hatte meine Zeichnung super umgesetzt und gleich Rundungen, Schattenfugen, Anschlussfeld und Bassreflexrohr mit ein gefräst.



Da fehlt noch was? Klar! Wir sind natürlich auch zum Laden gefahren. Man muss ja seine Chassis selbst abholen. Es kam wie es immer kommt, mindestens 3 Stunden Sofazeit, angeregte Gespräche und glückselige Heimfahrt.

Die Gehäuse (Innenteil auf Gehrung) waren innerhalb von 20 Minuten verleimt. Bert und ich schauten uns an und wussten gar nicht, was wir mit unserer Zeit anfangen sollten. Genauso schnell waren die Seitenteile aufgeleimt. Das war ich gar nicht gewohnt, Lautsprecherbau in Rekordzeit! Nun musste ich noch einen Lackierer suchen. Der Lackierer, der mir die „Bifrost“ vor 5 Jahren lackiert hatte, war wieder bereit, Farbe auf die Gehäuse zu bringen. Er nannte seinen Preis und ich hätte ihn küssen können. Dafür werde ich nie wieder eine Rolle anfassen! Das Lackierergebnis war noch besser. Ein Traum in Weiß, die Rundungen und Schattenfugen, alles Super!



Ich lud alles in meinen Kombi und düste zu meiner Kollegin. Die hatte ihren Konzerttermin extra abgesagt und stand schon mit ihrem Mann auf der Eingangsstufe, um die „Schätzchen“ in Empfang zu nehmen. Beide streichelten erst einmal die Gehäuse und waren schon sehr ergriffen. Aber das Beste kommt - wie oft - zum Schluss: Die Heirat, die Chassis werden eingesetzt und mit viel Wolle und Kabelgewirr (für Außenstehende eine verwirrende Aktion) verbunden.

Jetzt war es soweit. Anschlussbereit und fertig für die Hörprobe, standen die LS jetzt wie Skulpturen an ihrem Platz. Nach 3,5 Stunden Einbauzeit war ich nun sehr nervös. Hatte ich alle Teile an die richtigen Stellen gelötet, war die Frequenzweiche fehlerfrei? - JA -! Nun saßen die beiden, diesmal auf ihrem Sofa, und hörten ihrer Musik zu. Wieder Kopfschütteln, wieder Äußerungen, wie schöööön und „das hätte ich nie, niemals gedacht“. Meine Anspannung war nun auch gewichen und ich hörte den CDs zu. So klingt also die Doppel7 - auch nicht schlecht -

Am nächsten Mittag erhielt ich eine Mail:“Wir hören schon den ganzen Morgen Musik und sind noch im Schlafanzug, vielen Dank…..“

 

Musikerlebnis meiner Kollegin und ihres Mannes: Früher habe ich bei schwierigen Stücken das Lied ausgemacht, nun sitzen wir da und genießen gerade diese Stellen! Das hätten wir uns niemals träumen lassen, dass man im Selbstbau derartig großartige Ergebnisse erzielen kann.



Mein Vergleich Duetta und D7:

In den Höhen und Mitten sind beide natürlich absolut gleichwertig. Der ER4 löst so unglaublich fein auf, dass es einem den Atem verschlägt. Der Vorteil für mich: er ist nie aggressiv oder nervt. Der Bass ist dann doch unterschiedlich. Die D7 ist wirklich unglaublich knackig und antrittsschnell. Als ich die ersten Töne hörte, war ich wirklich beeindruckt. Im 40qm-Wohnzimmer hat nichts gefehlt! Die Duetta legt im Bass aber noch eine ordentliche Schüppe drauf. Ich habe auch das TV über die LS angeschlossen und kann Filme auch richtig spüren. Da kommt erst gar nicht die Frage nach einem Subwoofer auf. Bei Grace Jones DUB-Version ist ein fast abartig tiefer Basslauf drauf, der alles erzittern lässt. Dabei wummert der Bass nie, sondert bleibt - selbst in richtig lauten Lagen - kontrolliert.

 

Fazit:

Alle sind glücklich, und die Selbstbaugemeinde hat zwei verirrte Schafe vor Industrielautsprechern gerettet!


Euer Christoph

Jörgs Doppel 7

Jörgs Doppel 7

Jörgs Doppel7 in Hochglanz weiß


Tja, da stehen sie nun: Doppel7 in Hochglanz weiß. Ich bin stolz und glücklich. Wie es dazu kam:

Eine umfangreiche CD-Sammlung, mittlerweile auch im FLAC-Format auf Festplatte ist bei mir vorhanden, Musik läuft häufig im Hintergrund, wiedergegeben von einer Pioneer-Transe und alten Jamo-Lautsprechern. Kein Genuss! Kein Gefühl! Musik verschwimmt zum Umweltlärm. So sollte es nicht weitergehen und ich suchte Alternativen zu High End Anlagen, die ich bei Freunden und Bekannten sowie auf Hifi-Messen kennen und schätzen gelernt habe. Einschränkung eins: Ich bin nicht bereit High End Preise dafür zu zahlen. Einschränkung zwei: Die Anlage sollte sich an den Wohnraum anpassen und sich unauffällig in diesen integrieren lassen.

Nach ersten Infosammlungen im Internet und in den einschlägigen Printmedien besuchte ich nach meinem Umzug nach Hessen Matthias in Darmstadt - dieser Besuch sollte übrigens nicht der letzte sein. Es waren super nette Stunden mit ihm, seinem Hifiakademie Power-DAC und der Duetta. Bereits hier stand für mich fest, dass die detaillierte und stets extrem entspannte Musikdarbietung des ER4 voll meinen Vorstellungen entsprach. Klar wurde mir aber auch, dass die Größe der „Queen of Blues“ das Verständnis und die Toleranz meiner heimischen „Queen“ überschreiten würde. Eine Entscheidung zwischen diesen beiden Königinnen wollte ich weder mir noch meiner Beziehung antun. Somit entschied ich mich für die heimische Queen und zu einer Reise auf Udos Psycho-Sofa, um mich persönlich mit den Konkurrentinnen auseinanderzusetzen. Über die persönlichen Besuche in Udos Reich wurde bereits genug geschrieben. Udo, ich bin Dir bereits an dieser Stelle super dankbar für Deine freundlichen Emails, Deine kompetenten Erklärungen und Philosophien in Sachen Musik, sonstigen Gespräche über „Gott und die Welt“ und besonders deine Gastfreundlichkeit in Bochum.

Eine weitere Vorgabe für meine Kaufentscheidung war der Ausbau oder die Erweiterung der Lautsprecher bei eventueller Vergrößerung unserer Wohngegebenheiten. Die Duetta Top ist für ihre Größe ein wundervoller Lautsprecher. Ich entschied mich allerdings für die Doppelbesetzung des Tief-/ Mitteltöners, so dass ich zukünftig immer die Möglichkeit habe, sie mit externen Bassmodulen zur White Pearl, zur Granduetta oder vielleicht sogar in Verbindung mit dem neuen aktiven DSP-Bassmodul erweitern zu können. Oder zur Duetta mit dem zweiten 7er als Grundlage für einen Center oder Rear. Mir waren also viele Wege offen.

Für alle Neugierigen: Ich habe mich beim Hörtermin in Bochum bewusst gegen den Keramik-Hochtöner von Eton entschieden, da er mir persönlich zu „forsch“, „proaktiv“ oder „zu wenig entspannt“ erschien. Für eine härtere Gangart in der Musik finde ich ihn super, nicht aber für mich!

Nachdem die Entscheidung für die Doppel 7 getroffen war, hieß es für mich, alte Kontakte spielen zu lassen, da meine eigenen, handwerklichen Fähigkeiten eher denen einer Amöbe entsprechen. Ein alter Bekannter aus Jugendzeiten besorgte mir in seiner Schreinerei die MDF-Zuschnitte und kümmerte sich um die Einfräsungen. Eine riesige Erleichterung waren die im Holz eingelassenen Lamellos, so dass sich das Zusammenleimen als Kinderspiel erwies. Innen wurden die Gehäuse mit Trittschalldämmung versehen - wohl eher eine Gewissensberuhigung als eine tatsächliche Beruhigung der Gehäusewände.




Nachdem die Bretter nun zusammengeleimt waren, bohrte ich auf der Front acht Löcher für Neodym-Magnete, mit deren Hilfe ich eine Blende befestigen wollte. Mein fast zweijähriger Sohn sollte möglichst wenige Chancen bekommen, die Chassis auf ihre Konsistenz zu prüfen. Ich klebte die Magnete so tief in die Fronten, dass ich sie mit einer Lage Spachtel überziehen und anschließend überlackieren konnte.



Der Bau verzögerte sich allerdings so sehr, dass ich es als fast unmöglich ansah, die Vorarbeiten und die Lackierung der Gehäuse neben meinen eigentlichen Beschäftigungen im Leben eigenständig zu leisten. Als Alternative sah ich - wieder einmal - eine alte Bekanntschaft, nämlich einen pensionierten Lackierer in der bereits erwähnten Schreinerei, der mir die Verschönerung der MDF-Platten zeitnah zusagte.

Für die Nicht-Farbe Weiß habe ich mich entschieden, da die Boxen so perfekt zum weißen Hochglanz Rack eines schwedischen Möbelherstellers passen und sie in der Wohnung weniger auffallen. Parallel zu den Lackierarbeiten kümmerte ich mich um den Bau der Blenden. Dafür schnitt ich eine 8 mm Spanplatte auf die Größe der Front zu und die drei Lautsprecheröffnungen aus, bohrte Löcher für die Gegen-Magnete und klebte diese ein, schliff das Holz und strich es weiß matt. Im Anschluss bezog ich es mit weißem Akustikstoff.



Mit Hilfe meines Vaters lötete ich die Bauteile der Frequenzweiche frei verdrahtet auf den Spanplattenresten der Blende zusammen. Eine Riesenhilfe war in diesem Zusammenhang Udos Darstellung zum Weichenbau im Magazin.

Als ich die lackierten Gehäuse zum ersten Mal sah, wurde ich in meiner Entscheidung, das Lackieren in professionelle Hände zu geben, mehr als bestätigt. Nun hieß es: Lautsprecher einlegen, Bohrlöcher vorzeichnen, vorbohren, Weichen auf die Querstreben schrauben, Dämmwatte einbringen, Lautsprecher anklemmen (ich verwendet im Hinblick auf eine mögliche Weiterentwicklung Kabelschuhe, die an den Fähnchen der Lautsprecher super fest sitzen), weißes Terminal anklemmen und ebenfalls verschrauben. Erstes Erstaunen kam über mich, als ich die Boxen vom Tisch auf die Waage stellte, die stolze 28 Kilogramm pro Box anzeigte. Damit hatte ich nicht gerechnet.



Nun aber, Musik an!!

Die ersten Töne aus den Boxen, da wird mir jeder Selbstbauer zustimmen, erfüllen den Besitzer mit Stolz und Glück. Allein dieses Gefühl kann meines Erachtens bei keinem Fertiglautsprecher überspringen. So nahm ich akustisch mit den folgenden Platten ersten Kontakt mit meinen Neuen auf: „Brothers in arms“ von Dire Straits (Dynamiksprünge und E-Gitarren, Bässe, Drums), "Ella & Louis" (Natürlichkeit, Stimmwiedergabe, Entspanntheit, Trompete), Nils Lofgren „Acoustic Live" (Gitarren, Stimme, Live-Atmosphäre), Eagles "Hell Freezes Over“ (Bass, Dynamik), Katja Maria Werker "Contact Myself" (Hochton, S-Laute, Frauenstimme). Leider wurde ich von einem CD-Neukauf völlig enttäuscht: Marsalis&Clapton "Play The Blues" Die Aufnahme klingt einfach nur blechern, ohne Tieftondarstellung.

Die Räumlichkeit und Natürlichkeit der Darstellung der Instrumente und Musiker teste ich gerne mit den Klassikern Arne Domnerus "Jazz at the Pawnshop", Eva Cassidy „Live at Blues Alley“ und Fanta 4 „Unplugged“. Mit den Doppel 7 wird einem eine super realistische Darbietung geboten. Man fühlt sich unmittelbar hinein versetzt in die kleinen Clubs von Stockholm, Washington oder in die Natursteinhöhle des sauerländischen Balve. Man ist mittendrin und Teil des Publikums. Die leisen Hintergrundstimmen/ -geräusche und Percussion-Instrumente sowie die Schmatzer und "Einatmer" der Musiker hatte ich vorher so noch nie gehört. Die Vermittlung des „Musik-Gefühls“ beschrieb meine Schwester beim ersten Hören von "Julgesang" von Marianne Mellnäs mit „Wow, da krieg ich ja am ganzen Körper Gänsehaut!“. Das besondere und völlig bruchlose Zusammenspiel zwischen ER4 und dem 7er zeigt sich besonders plastisch in der Stimmwidergabe wie z.B. bei Charvela Vargas "Sombras" (Matthias, danke für den Tip!). Lautstärke: Ja, die Doppel7 kann laut. Sie kann sogar so laut, dass die Anzeige auf meinem Vorverstärker nicht über die 12 Uhr-Stellung hinausgehen konnte. Dabei hatte ich insbesondere bei orchestraler Musik, wie z.b. Franz Lists "Ungarischer Rhapsody" oder Wagners "Walkürenritt" nie das Gefühl, dass die Lautsprecher den Überblick verlieren und "vermatschen" oder sich zu sehr anstrengen und ihrer Grenze nahe kommen, viel früher war meine persönliche Hörgrenze erreicht.

Natürlich sind im Vergleich zur Duetta – und nun komme ich zu meinem zweiten Besuch bei Matthias - die allertiefsten Frequenzen sowie deren totale Souveränität nicht vollends vorhanden – aber wo sollten sie denn größenbedingt auch herkommen? Bei einem super schönen Hörabend in seiner Wohnung stellten wir unter anderem meine Doppel 7 und seine Duetta nebeneinander. Insbesondere bei der o.a. Fanta 4 unplugged spürt man, dass die allertiefsten Frequenzen fehlen. Auch hört man, dass die Duetta einfach noch mehr Luft atmet und bewegt, kein Wunder bei einem mehr als doppelt so großen Volumen. Dies fiel uns allerdings wirklich erst auf, als wir die Duetta im direkten Vergleich gegen die Doppel 7 gehört haben. Ich persönlich vermisse diese spürbaren allertiefsten Töne in meiner Wohnung nicht wirklich, da mich die Darstellung des Mittel-Tieftonbereichs der doppelten 7er und insbesondere das stets relaxte und detaillierte Spiel des ER4 absolut überzeugt. Hier muss allerdings erwähnt werden, dass zum Zeitpunkt dieses Hörabends meine Doppel 7 lediglich rund 200 Lieder auf den Spulen hatten. Im direkten Vergleich spürte man besonders im Hoch-/Mittenbereich, dass hier einige Tage oder Wochen Einspielzeit fehlen.

Einen Vergleich zur Duetta Top möchte ich nicht anstellen, da ich sie nicht im direkten Vergleich zueinander hören konnte. Ich mutmaße aber - Udo, verbessere mich bitte, wenn ich mich täusche -, dass sich der maßgebliche Unterschied in einem betonteren Grundtonbereich sowie etwas mehr „Punch“ in der unteren Hälfte der Musikwiedergabe zeigt.

Im Rahmen des Hörabends bei Matthias verglichen wir die Doppel7 auch mit der SB 36, ein für ihren Preis herausragender Lautsprecher. Hier kostet die gesamte Technik ungefähr das gleiche, was man auf der anderen Seite für den ER4 zahlen muss. Für mich war der Hauptunterschied, die wesentlich zurückgenommene Spielweise der Doppel 7 und der kaum vergleichbare Detailreichtum, die Raumabbildung sowie die Dynamik und Schnelligkeit des ER4 im Zusammenspiel mit dem 7er. Die SB36 machte dafür im Bass ein wenig mehr. Ich denke, dass dies nicht nur an der fehlenden Einspielzeit meiner Lautsprecher lag, sondern vielmehr an der Grundcharakteristik der Duetta-Reihe. Auffallend war noch, dass meiner Einschätzung nach die SB36 sehr viel mehr Raummoden anregte, als die Doppel 7.

Die Doppel7 würde ich jedem empfehlen, der einen exzellenten Kompromiss zwischen Größe und Klangvolumen mit der Feinstauflösung des ER4 in Verbindung mit dem grandiosen Mittenbereich des 7er und der Ausbaufähigkeit der Duetta-Serie sucht.

Zum Thema „Befeuerung der Bluesklasse“: Meine Doppel7 wurde testweise von meiner alten Pioneer-Transe gedemütigt/erniedrigt. Auch wenn an dem alten Verstärker schon ein riesiger Fortschritt gegenüber den alten Lautsprechern zu hören ist, muss man schon sagen: die Etons haben Besseres verdient. Im direkten Vergleich zur jetzigen Elektronik musste ich erfahren, wie es ist, wenn jemand plötzlich die Musiker völlig einnebelt oder einen Vorhang zwischen mich und meine Boxen hängt. Schließlich musste ich noch Kanalungleichheiten/ -schwankungen feststellen, die ich so vorher nicht gehört hatte. Als die Doppel 7 dann schließlich an meinen ABACUS-Vorverstärker und die DIY-SymAsym-Endstufe zurückkehrte, zeigte sich wieder meine oben beschriebene Begeisterung. Ich bin mit dieser Kombination, ihrer Klarheit und Souveränität, wie man sicherlich lesen kann, zur Zeit sehr glücklich. Mir war vorher nicht bewusst, dass die extrem hohe Qualität dieser Boxen die Schwächen der Elektronik so ehrlich und unmittelbar enttarnt.  Allerdings kribbelt mir sehr ein Versuch mit der Kombination  Doppel 7 - Röhre (Destiny eXperience o.ä.) in den Fingern. Aber das ist eine andere Geschichte.

Noch ein Wort zu den Blenden: Sie werden den Blick auf die wunderschönen Eton-Chassis und den Schwarz-Weiss-Kontrast definitiv wieder freigeben, sobald die Lautsprecher das kindliche Schlachtfeld verlassen haben und geschützter stehen.

Bedanken möchte ich mich zu guter Letzt noch einmal ganz deutlich bei meiner Queen für ihr Verständnis und bei meinem Vater, bei Bertold, bei Paul und bei Peter für ihre Unterstützung und natürlich bei Matthias (Da) und den anderen Jungs für den netten Hörabend.

Allen Selbstbauern und Amöben wünsche ich erfüllte und glückliche Stunden mit ihren selbstgebauten Lautsprechern, etwas anderes kann ich mir gar nicht mehr vorstellen.

Jörg

Ergänzung

Für ein Heimkinosystem empfohlene Lautsprecher.
Fahren Sie mit dem Mauszeiger über die entsprechenden Boxen um zu erfahren welche Bausätze wir Ihnen dazu empfehlen. Auf Mobilgeräten drücken Sie auf die entsprechenden Lautsprecher.

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