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Audible17
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Best.-Nr. 1385303

170,20 € / Stück
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Details

Lautsprecherbausatz Audible 17 mit Gradient Chassis Inklusive spezieller Bausatzleiterplatte für sicheren und einfachen Aufbau, inklusive Bauteile für die Impedanzkorrektur, Impedanzkorrektur abschaltbar oder zuschaltbar, inklusive Anschlußklemmen, Innenverkabelung, Schrauben, original Sonofil, inklusive eng selektierter hochwertiger Audyn Kondensatoren und Spulen, inklusive Bauplan

Best.-Nr. 1385303

Merkmale

Wege 2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 8
Kennschalldruck (dB) 95
Höhe (cm) 39,00
Breite (cm) 23,20
Tiefe (cm) 28,40
Anwendung Kompaktlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Gradient
Preislevel 100-200 Euro
Raumgröße bis 35 m2

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Verwendet in

Bild Bezeichnung Preis Menge
Bundle/ Audible/ Heimkino
0,00 € / Stück
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Bundle/ Audible/ Heimkino/XL
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1.150,00 € / Stück

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Bilder aus unserer Lautsprecherbau-Community zu diesem Bausatz

2x Audible 17 + 15 Zoll Subwoofer von fritz
Dilletant von Dilletant
Audible 17 / Power 17 von beilster
Audible 17 / SB12 von beilster

Bauberichte

Audible 17 - die Fortsetzung

Audible 17 - die Fortsetzung

Da mein Heimkino jetzt Zuwachs durch den Audible Center bekommen hatte, welcher seine Aufgabe grandios erfüllt, war schnell klar, dass es nicht nur bei diesem bleiben würde. Somit wollte ich ein halbes Jahr später, im Sommer 2015, auch die restliche Teufel Concept S Anlage durch 2 Lautsprecher ersetzen, welche als Rear-Lautsprecher mein Heimkino vollenden sollten. Also stand die Idee fest und die Planung begann.
Aber auch an dieser Stelle kann ich sagen, dass noch ein weiteres Projekt im Hinterkopf am Schlummern war.

Auswahl und Design

Die Auswahl war natürlich schnell getroffen. Denn durch die Bauvorschläge der Audible Baureihe war die einzig sinnvolle und passende Variante die Audible 17. Nun war klar, welche Chassis verwendet werden und welche Abmaße die Box haben sollte. Aber es stellte sich die Frage, wo ich die zwei doch nicht so kleinen Lautsprecher hinstellen soll. Auf den Boden mit Ständer? Keine Möglichkeit! An die Wand? Bei einer quadratischen Raumfläche hätte ich die eine Lautsprecherbox an die Tür hängen müssen, also auch nicht möglich. Dann kam mir die einzige Möglichkeit in den Sinn. Das Gehäuse muss über die Tür. Daher musste ich ein Gehäuse planen, welches direkt unter die Decke gehängt werden kann, mit dreieckiger Grundfläche und einer maximalen Höhe von 250mm, damit die Tür noch zu öffnen war.

Also konnte ich mich jetzt wieder in SketchUp austoben und ein Gehäuse entwickeln. Anhaltspunkte waren mir die 16 Liter, die der AXP 06 ungefähr verlangte, die 250mm Maximalhöhe und die dreieckige Grundfläche. Aber ich stieß direkt schon auf Probleme, da ich mit meinen Vorgaben eine Front von über 600mm hätte haben müssen, was definitiv zu groß gewesen wäre. Damit hatte ich den ersten Dämpfer und ich wandte mich an das Forum, um hilfreiche Tipps zu erhalten. Umgehend wurde ich auf die Möglichkeit hingewiesen, das Volumen zu verkleinern, da ich die Lautsprecher sowieso hauptsächlich nur im Heimkino verwenden würde und somit die Tiefen, welche das richtige Volumen verlangen, überhaupt nicht in diesem Einsatzzweck verlangt werden. Nun konnte ich meinen Entwurf mit letztendlich 9,5L Volumen und einem HP50 mit 100mm Länge als Bassreflexkanal fertig stellen. Die Front wurde noch um 20 Grad in den Raum abgewinkelt. Das Design stand und es ging zum Boxenbau.

Material und Boxenbau

Ich verwendete wieder 19mm MDF, welches ich mir im Baumarkt ungefähr zuschneiden ließ, um es dann auf der Plattensäge in der Firma in die gewünschten Abmessungen zu bringen. Die dreieckige Grundfläche bearbeitete ich wiederum mit der Kapp- sowie Handkreissäge. Dieses Mal habe ich allerdings die Stirnseiten an einer konventionellen Fräsmaschine überfräst, um eine möglichst glatte, sowie im richtigen Winkel orientierte Oberfläche zu erhalten. Außerdem stellte ich die Kreistasche für das Bassreflexrohr an dieser Fräsmaschine her, indem ich den Frästisch kreisförmig drehen ließ. Die Ausfräsungen für die Chassis übernahm wieder die CNC-Fräsmaschine und der freundliche auszubildende Zerspanungsmechaniker.

Nun war das Material komplett und ich machte mich daran, alles Schritt für Schritt mit Ponal Fugenleim zusammen zu bauen. Langsam kommt ein bisschen Routine in die Aufgaben und es läuft alles schneller von der Hand. Aber diesmal war es wirklich wieder eine Kunst alles fachgerecht zu verleimen, da durch die zahlreichen Winkel die Grenzen der Schraubzwingen nahe schien. Aber zum guten Schluss habe ich alles wie gewollt zusammen bekommen.

Im Stil des Centers bekamen alle Kanten wieder einen kleinen Radius und die Oberfläche wurde lackierfertig vorbereitet.

Lackierung

Auch hier wandte ich wieder das gleiche Prinzip an, welches sich schon beim Center etablierte. 3 Schichten Füllgrund und 2 Schichten weißen Kunstharzlack in hochglanz. Mit dem Ergebnis war ich wieder komplett zufrieden.

Fertigstellung

Bei den Bausätzen war eine vorgefertigte Platine für die Frequenzweiche enthalten, wodurch der Aufbau um einiges vereinfacht wurde, da nur noch die Füße der Kondensatoren und Spulen an die richtige Stelle gelötet werden mussten. Die Chassis waren im Handumdrehen eingeschraubt und das Bassreflexrohr eingepresst.
Für die Befestigung an der Decke habe ich eine Aluminiumplatte gefertigt, welche dauerhaft an der Decke angebracht ist und als Gegenstück 2 Schienen, welche an der Lautsprecherbox fixiert sind. Somit besteht die Möglichkeit, die Box ganz einfach auf - und abzuhängen.
So war auch dieses Projekt abgeschlossen und es kam zur ersten Klangprobe.

Klang

In Actionszenen schießen dir die Kugeln nur so um die Ohren, die Autos fahren dir über die Füße, du wirst rechts überholt, dann links. Man hat das Gefühl, mitten im Film zu sein und genau das wollte ich auch. Durch die Audible 17 hat sich der Raum mit den fehlenden Umgebungsgeräuschen gefüllt und jedes kleinste Detail ist aus der richtigen Richtung wahrnehmbar.
Bei Musikstücken kommt wieder alles glasklar rüber. Das fehlende Volumen ist nicht wahrzunehmen, da die 2 Lautsprecher niemals alleine spielen.


Einige Filme später kribbelte es wieder in den Händen und die Verwirklichung eines Subwoofers rückt immer näher....


Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Dennis
Uwes Audible 17

Uwes Audible 17


Vor zwei Jahren habe ich meinen Traum von einem homogenen Multichannel Set mit den SB15 und SB30 Lautsprechern erfüllt. Von einem leichten Boxenbaufieber war ich schon vorher befallen. Aus der leicht erhöhten Temperatur ist aber dann ein ausgewachsener Infekt geworden. Nach vielen Hörstunden der Glückseligkeit kommt aber irgendwann wieder der Gedanke: geht's vielleicht auch noch anders?

Anfangs habe ich mich, obwohl immer begeistert vom Konzept des AMT-Hochtöners, nicht so recht an die Audible herangetraut. Zu oft war von PA-Box die Rede. Schöner Klang kommt da nur an weichzeichnenden Röhren? Ich habe jedoch einen potenten Transistor...Andererseits wollte ich aber ein wenig mehr Präzision, als mir meine ansonsten hervorragende SB30 bot.

Da kommt man als Leser der hiesigen Berichte und somit zumindest theoretischer Kenner der Wohlgemuth-Werke schnell auf irgendetwas mit einem Eton-Chassis drin. Aber Theorie und Praxis sind halt zwei verschiedene Dinge. Also habe ich einen Bochumbesuch bei guten Freunden dazu genutzt, einen Abstecher auf das Udo-Sofa zu machen. Meinen T+A Verstärker im Handgepäck haben wir uns durch des Meisters Schöpfungen gehört.

Kann man Hörempfindungen in Prozenten ausdrücken? Für mich persönlich erreichten die Audibles 80 - 90% des Klangs, den eine Eton-Box erzeugt. Und das bei einem wesentlich bekömmlicheren Preis.

Dann also frisch ans Werk. Ich habe dem Bericht mal ein paar Baubilder beigefügt. Die lasse ich mal so kommentarlos stehen.






Anders als die meisten, die hier ihre Berichte einstellen, möchte ich gar nicht mehr so viel zum Bauen erzählen. Viel länger als die Bauphase ist ja das anschließende Hörerlebnis! Ich möchte mich daher an einer Klangbeschreibung versuchen, wohl wissend, dass ich mich auf dünnes Eis begebe. Solch eine Darstellung ist halt immer sehr subjektiv. Andererseits finde ich, dass über den Klang der Audible viel zu wenig geschrieben wird. Das möchte ich nun ändern.



Das ist schon ein außergewöhnliches Erlebnis, wenn man von der SB30 kommt und zur Audible17 wechselt. Man nähert sich der Musik quasi von der anderen Seite. Wo die SB laid-back und eher ründlich warm klingt, springt einen die Audible förmlich an. Man muss ihr einige Wochen Einspielzeit gönnen (selbst jetzt nach ein paar Monaten meine ich noch Veränderungen zu hören). Der Hochton ist dann keinesfalls mehr scharf oder spitz. Er ist einfach nur sehr präsent. Selbst feinste Ziselierungen, mit dem Schneebesen auf der Snare aufgetragen, kann ich mühelos verfolgen. Das Zupfen eines Basses kommt mit einem satten Plopp. Da wird nichts verwischt. Das Umgreifen auf dem Gitarrenhals ist körperlich spürbar.

Die Tiefe geht ihr natürlich ab. Und das früher als man erwartet. Bei mir läuft die Audible aber in Begleitung eines potenten geschlossenen Subwoofers. Der muss allerdings bei  60 Hz eingebunden werden und seine PS schnell auf den Boden bringen, um mit dem Tempo der Audible mithalten zu können. 

Der Charakter der Box lässt sich wohl am besten mit dem Wort "Klarheit" beschreiben - mit einem Hang zur Gnadenlosigkeit. Schlechte Aufnahmen klingen auch so! Bei guten dagegen geht die Sonne auf. Mit der berühmten akustischen Lupe wird jedes Detail herausgestellt. Die einzelnen Chassis hört man dabei nicht. Die Musik kommt immer als  ganzes ans Ohr. Ein Fleißkärtchen bekommt sie auch für ihr Rhythmusgefühl. Bei Jazzaufnahmen ist sofort dieser Swing da, der einen mitwippen lässt.

Mit der Räumlichkeit ist das so eine Sache.  Die SB hat da die Latte schon sehr hoch gelegt. Sie bildet tiefer aber auch kompakter zwischen den Boxen ab. Die Audible stellt die Musik dafür auch weit rechts und links neben den Boxen dar. Sie kann ein fast schon unheimliches Panorama vorm Sofa erzeugen, bleibt dabei aber etwas Raumtiefe schuldig. Dafür habe ich bei manchen Aufnahmen - gerade beim kleinen Jazz-Ensemble - das Gefühl, die Musiker hätten es sich in unserem Wohnzimmer gemütlich gemacht. So weit kommt die Bühne "auf mich zu". Je grösser die Gruppe der Musikanten wird, desto flächiger wird allerdings auch die Abbildung. Das fällt ein wenig bei grossen Orchesterwerken auf, stört mich aber nicht, da ich Klassik zwar sehr viel, aber fast ausschließlich über SACD im Multichannel-Modus höre. Da ist die phantastische Räumlichkeit quasi schon von Natur aus drin - das schreit natürlich nach einer audiblen Mehrkanalerweiterung :)



Gerade bei klassischer Musik höre ich aber feindynamische Unterschiede heraus, die mir sonst verschlossen blieben. Da ist plötzlich ein Unterschied zwischen mezzoforte und forte! Man sitzt  oftmals mit offenem Mund und staunt. So hat das also der Tonsetzer gemeint!

Überhaupt ist die Wiedergabe von akustischen Instrumenten eine Wonne mit viel Luft zwischen den Musikern. Wohingegen bei Stimmen manchmal das letzte Quäntchen Süsse fehlt. Das ist aber eine Klage auf hohem Niveau und eigentlich dann wieder nur im direkten Vergleich mit der SB auffällig.

Zusammenfassend kann ich sagen: ich halte die Audible für ein akustisches Präzisionswerkzeug, das mit einer PA-Box (zumindest so wie ich sie kenne) aber auch gar nichts zu tun hat. Ein weichzeichnender Schmeichler, bei dem man sich die Höhen hinzudenken muss, ist sie aber eben  nicht. Das muss nicht jedem gefallen, ich jedenfalls bin hoch zufrieden.

Ich hoffe, Ihr könnt Euch mit meinen Schilderungen einen ersten Eindruck verschaffen. .



Jürgens Audible 17

Jürgens Audible 17


Komisch, dass es noch keinen Bericht zu diesen Boxen gibt. Ich finde sie nach wie vor attraktiv. Für mich waren sie der Einstieg in den Lautsprecherselbstbau. Es war bei mir wie bei vielen andern Selbstbauern hier: Erst war da der Wunsch nach Lautsprechern, dann die Idee des Selbstbaus und dann das Stöbern im Internet. Das Stöbern führte schnell auf die Seiten von Lautsprecherbau.

Dort angekommen wird man von der Auswahl erschlagen. Es sollten Lautsprecher für das Schlafzimmer werden, ich mochte abends wenn ich im Bett lese nicht mehr den Klang des Radioweckers hören. Nun gibt es inzwischen nette Receiver, die netzwerkfähig sind, Internet-Radio bieten und außerdem Musik vom Memory Stick abspielen können usw. Also so ein Receiver und brauchbare Lautsprecher, das wäre doch was für's Schlafzimmer.


Die Wahl der Lautsprecher ist wie gesagt schwer. Es gibt sehr viele Vorschläge, alle mit liebevollen Klangbeschreibungen versehen aber selber hören ersetzt dies nicht. Ich kam auf die Audible 34 weil mich das Lebendige reizte. Auch für das Schlafzimmer wollte ich mal einen Lautsprecher, der die Dynamik der Klavieranschläge oder das Zupfen der Gitarren oder Kontrabass-Saiten klar und kraftvoll wieder gibt. Ich höre seit über 20 Jahren mit Infinity Boxen, die den Emit Bändchenhochtöner haben. Ich bin auf Bändchen vorgepolt. Die Audible 34 schien die Wünsche ideal zu erfüllen.

Probehören konnte ich die Audible 34 in Kerpen. Nicht weit von mir entfernt fuhr ich da Samstags mal hin. CDs hatte ich mit, den Receiver hatte ich mit. Insofern war ich gut vorbereitet. Überrascht war ich von der Freundlichkeit mit der ich empfangen und versorgt wurde. Ich konnte nach Herzenslust probehören. Alle CDs, alle vorrätigen Boxen. Ansonsten verlief die lange Session absolut unaufdringlich. Noch mal ganz vielen Dank dafür.

Mein genereller Eindruck war: Nichts geht mir über Eton (für meinen derzeitigen Zweck zu edel), Bändchen gefielen mir besser als Kalotten, die Audible 34 fand ich nicht ideal, ich war unentschlossen. Die Audible 34 hat aber eine kleine Schwester, die deutlich günstiger ist und die auch sonst scheinbar Vorteile hat, wie zum Beispiel eine niedrigere Übergangsfrequenz zwischen AXP und GAM und verstärkerfreundliche 8 Ohm Impedanz. Die Audible 17 sollte es sein.


Welches Holz ? Multiplex und eine aufgesetzte Front aus Leimholz. Aufgesetzte Front bedeutet Reflexschlitz fräsen. Für mich ein Horror, ich hatte noch nie gefräst. In der Holzabteilung des Baumarktes habe ich daher die Box kurzerhand umkonstruiert: Reflexschlitz nach hinten, Versteifung nach vorn, das müsste doch gehen. Nach dem Kauf Udo angemailt ob das so geht, Udo war entsetzt! Reflexschlitz hinten bedeutet schwachen Bass und Leimholz bekommt Risse. Ich habe die Boxen trotzdem so gebaut, das Holz war ja nun da.


Zum Bau gehört das Kreise fräsen, in meinem Fall mit primitivem, hingebasteltem Fräszirkel. Nicht ganz rund sind sie geworden, für das Schlafzimmer ok. Alles andere zum Aufbau kennt ihr ja: Weiche bauen (gibt's jetzt mit Platine, finde ich besser), Chassis einsetzen, das Terminal für die Kabel einpassen. Der GAM sitzt auf der Front, die Fräsung um ihn einzulassen habe ich mir geschenkt. War mir zu schwierig, übe ich irgendwann einmal. Die Menge der Dämmung ist mir immer noch ein Rätsel, an Ende war weniger mehr.


Das Ergebnis lässt sich hören, nett ein Klavier mit Pianisten im Schlafzimmer zu haben. Leonard Cohen singt und zupft seine Gitarre im Raum. Jazz in the Pawnshop ein Vergnügen, vor allem auch das Xylophon. Der Bass hört ein bisschen früh auf, der könnte tiefer gehen, aber darüber hört es sich sehr lebendig an; klaren Klang in den Höhen erwarte ich von einem Bändchen eh. Der Klang entwickelt sich tatsächlich über die Zeit, ich hatte das für ein Gerücht gehalten. Mein Sohn baut sich jetzt übrigens gerade seine Audible 17. Die bekommt den Reflexschlitz vorne. Außerdem sind die Chassis für ein Paar Vota 1 in der Post. Die Vota 1 habe ich noch nicht gehört und bin gespannt. auf den Vergleich zu den Audible. Leimholz Buche soll es übrigens werden mit dem Reflexschlitz vorne. Ich hoffe ich bereue das Leimholz nicht. In diesem Sinne: Boxenbau ist für mich ein kreatives Hobby. Ich kann mich mit der Theorie beschäftigen (Gehäusevolumen, Bassreflexkanal Durchmesser und Tiefe). Ich kann Bauvorschläge modifizieren und in der Praxis ausprobieren.
Super gespannt bin ich übrigens auf die Erweiterung der Audible 17 auf Standboxen mit großem Tieftöner.

Audible 17 - Einfach besser hörbar

Audible 17 - Einfach besser hörbar

Zweiwege-Bassreflex-Regalbox für Musik und Surround

Im heutigen Multimedia-Zeitalter reicht es selten, einen Lautsprecher einfach nur zum Musikhören zu konstruieren. Die SB 417 und die Little Princess sind zwei Ausnahmen unter den zahlreichen Bauanleitungen der letzten Zeit. Doch offen gestanden sind Wirkungsgradstarke, dynamische Lautsprecherboxen auch im Heimkino gut aufgehoben. So erhält die Audible 34 nun einen Surroundlautsprecher zur Ergänzung, die Audible 17, wie sie konsequenterweise heißt.

Wirkungsgradstarke Kompaktboxen mit einer für AV-Receiver geeigneten Impedanz von 8 Ohm sind heutzutage eine Seltenheit. Sie sind den immer höheren Verstärkerleistungen zum Opfer gefallen und der Manie, aus immer kleineren Lautsprechern noch Tiefbass herauszuholen. Dass dies Maximalpegel, da jede Verstärkerleistung irgendwann am Ende ist oder die Schwingspulen grillt, liegt auf der Hand.

Gradient AXP und GAM 100

Da dabei zudem die Dynamik, also das Verhältnis zwischen leisen und lauten Passagen kostet, ist auch klar. Während dies bei der heutigen extrem komprimierten Musik, bei der sich alles innerhalb 5 oder 7 dB abspielt, nicht auffällt, stört dies durchaus die Gesamtdynamik des Heimkinos. Hier sind "moderne" Lautsprecher am Ende, die lauten AXP's dagegen genau in ihrem Element und die Audible 17 ist die Idealbesetzung der hinteren Ränge in der Heimkino-Installation. Und wer sie für Musik einsetzen möchte, sollte über einen Subwoofer nachdenken, den dem Heimkino ja auch gut zu Gesicht steht. (Datenblätter der beteiligten Komponenten AXP 06 und GAM 100 benötigen wir an dieser Stelle nicht, weil diese bereits vorgestellt wurden).

Gehäuse

Vor dem Gehäusebau kommt die obligatorische Simmulation mit LSPCad, Computer sei Dank verhindert dies so manche Fehlkonstruktion. Der Tiefmitteltöner ASP 06 benötigt etwa 16 Liter Innenvolumen, welches durch einen 16,5 cm langen Bassreflexkanal mit 38,5 cm² Querschnitt im Tiefbassbereich unterstützt wird. Das ergab eine Box mit Innenmaßen von 34,8 (H) x 19 (B) x 24,2 (T) cm.

Im Baumarkt fanden wir passend zum Design der Audible 34 einen Stapel Seekiefer mit 21 mm Dicke zum Preis von 10 Euro pro m2. Der kundenfreundliche Baumarkt-Mitarbeiter an der Säge ignorierte das Schild an den 3m2 großen Platten, welches die Mitnahme an einem Stück forderte und sägte es in vier mit dem Auto transportable Abschnitte, die wir mit der CNC-Fräse weiterverarbeiten konnten.

Da wir vom Zusammenbau diesmal keine Bilder gemacht haben, muss der Bauplan ausreichen.

Hilfestellung kann die CAD-Zeichnung geben, die zum Download bereit steht:

Zeichnung als zip herunterladen

Weiche

Für die Weichenentwicklung montierten wir die Chassis zunächst mit einem selbstgebauten Biwiring-Terminal und einem Beutel Sonofil in die fertigen Gehäuse und konnten die Chassis dann von außen mit den durch die Musterweiche gefilterten Signalen versorgen: Neben den für den Tieftöner eingesetzten Lautsprecherklemmen bohrten wir ein Loch für die zusätzliche Kabeldurchführung für den Hochtöner. Ist die Box dann fertig abgestimmt, kommt die Frequenzweiche in die Box und die Löcher werden abgedichtet. Damit die Messungen des Tieftöners nicht verfälscht werden, haben wir das Kabel für den Hochtöner auch jetzt schon mit Heißkleber provisorisch abgedichtet.

Die Arbeit begann mit dem direkt am Messverstärker betriebenen Tiefmitteltöner, zunächst ohne vorgeschaltete Weichenbauteile. Die deutliche Anhebung bei 700 Hz erforderte eine Ferrobar HQ40-Spule (Diagramm 1, blau) zur Frequenzgangglättung. Ein zum Bass parallelgeschalteter Kondensator kümmert sich um die Flanke ab 2 kHz, damit sich kein Platteau bis 8 kHz ergibt. (Diagramm 2, blau). Um die Flankensteilheit ab 3 kHz weiter zu erhöhen, wurde eine Lufspule mit 1,4 mm Drahtstärke ergänzt, die gleichzeitig um 2 kHz etwas mehr Pegel, insgesamt durch den Innenwiederstand jedoch etwa 1 dB Verlust brachte. (Diagramm 3, blau).

Auch der Hochtöner wird zunächst ohne Beschaltung in der Box gemessen, aber bitte erst ab 500 Hz, um ihn bei der Messung nicht zu gefährden oder gar zu zerstören (Diagramm 1, grün). Zunächst wird ein Audyn Folienkondensators MKP-Q4 vorgeschaltet, um den Tweeter unterhalb 7 kHz von tiefen Frequenzen zu befreien, man nennt das auch Hochpass erster Ordnung, also mit einem Bauteil (Diagramm1, rot). Da dies nicht ausreicht, schalten wir für eine Weiche zweiter Ordnung eine Spule mit 0,71 mm Draht parallel zum Hochtöner GAM 100, die einerseits eine steilere Flanke unterhalb 3 kHz erzielt, andererseits den Pegel zwischen 4 und 12 kHz leicht anhebt (Diagramm 1, blau). Im zweiten Diagramm ist das 12dB-Filter zweiter Ordnung in grün dargestellt, in rot sehen wir den Einfluss eines weiteren Q4 Caps, der gemeinsam mit den anderen beiden Bauteilen nun einen Filter dritter Ordnung bildet.

Beim zusammenschalten der beiden Zweige der Frequenzweiche ergab sich zunächst die rote Messkurve (Bild rechts) mit deutlichen Auslöschungen zwischen 1,5 und 7. Da dieses Problem der Phasenlage geschuldet ist, haben wir den Tweeter "verpolt" und noch einmal gemessen: Schon zeigte der Messschrieb nur noch +/ - 2 dB Abweichung von einer geraden Ideallinie - bei mittleren 93 dB! Der Peak um 18 kHz tritt bei gerader Aufstellung der Boxen nicht zu Tage, da der Abhörwinkel dann etwa 30 Grad beträgt und diese Winkelmessung im Superhochtonbereich einen fast geraden Messschrieb hervorbringt.

So sieht die Weichenentwicklung dann aus:

Messungen

Abstimmung

Schon durch die Messungen wird deutlich, dass eine Weiche immer ein komplexes, auf Chassis und Gehäuse abgestimmtes Gebilde ist. Wer also meint, durch "bessere High-End Weichenbauteile" den Klang verbessern zu können, sollte sich vor Augen führen, dass er damit erst einmal eine Fehlabstimmung beispielsweise durch einen gestiegenen Wirkungsgrad im Bass-, aber nicht im Hochtonbereich riskiert.

Der resultierende Frequenzgang beruht immer auf dem passenden Zusammenspiel aller Komponenten, insbesonders auch der Verluste, die jedem Bauteil zu eigen sind. Wer jedoch die Abstimmung den eigenen Hörgewohnheiten oder dem Raum anpassen möchte, darf durchaus den Vorwiderstand bzw. Spannungsteiler im Hochtonbereich ändern, um seinen Pegel in gewissen Grenzen zu variieren.

Klang

Wer jetzt denkt, dass wir unsere vier "Hörbaren" in einer Heimkino-Installation klanggetestet haben, der irrt, schließlich hat uns am meisten interessiert, wie unser Pärchen Audible 17 bei Musik klingt, damit sie nicht nur Zuschauer, sondern auch Zuhörer begeistert. Wenn sie letzteres hinbekommt, ist sie allemal filmtauglich. Daher haben wir sie auf Ständern in unseren Hörraum mit unserem Destiny Röhrenverstärker verbunden.


Als erste viel uns die Friend 'n Fellow-CD "Covered" in die Hände, die dankenswerterweise bei der letzten Hörsession mit einem Kunden im Studio verblieben war.

Das alte Louis Armstrong-Stück "What a wonderful world" hat zwar schon viele Coverversionen erlebt, die Version für Stimme und Gitarre scheint jedoch extra für die Audible 17 aufgenommen worden zu sein. Die Sängerin steht greifbar inmitten der Boxen mit ausdrucksstarker Stimme, das Gitarrenspiel bildet eine Einheit mit den dazugehörigen Nebengeräuschen.

Weiter ging es mit Hugh Masekelas "Stimela" von der CD "Hope". Sein Flügelhorn klang angenehm warm und in keiner Weise blechern Spitz, die Drums erklangen in der richtigen Größe und mit straff gespannten Fellen - ein sauberer, trockener Bass ist oft besser, als ein abgrundtiefer, aber schwabbeliger.

Dennoch trauten wir uns im Anschluss gerade an die etwas "tieferen" Stücke und zuckten zusammen, als ein Teilnehmer der Hörsession unvermeidbar nach "Yello?" fragte. Dies gelang sogar mit recht hohem, wenn auch nicht zu lautem Pegel. Abschließend lauschten wir noch ein paar handgemachten Rockgesängen aus der guten, alten Zeit der Schallplatte. Diese Klänge profitierten fraglos vom leichten PA-Charakter der Audible 17.

Zugegeben, Straffheit und Tiefe passt in dieser Gehäusegröße nicht mit dem guten Wirkungsgrad zusammen, doch die AXP's werden zum einen in absehbarer Zeit große Brüder bekommen und auch einen passenden Audible-Subwoofer samt Center für das Heimkino.

Fazit

Die Tonalität ist bei allen Pegeln identisch, die Bühnenabbildung breit und tief gleichermaßen und die Musik in allen Facetten glaubwürdig. Die kleine Audible 17 ist ein Juwel für die Musikwiedergabe und eine prima Surroundergänzung für das Heimkino. Obwohl die kleine dank des Bassreflexsystems eine ganz ordentliche Basswiedergabe hinbekommt, kann in beiden Anwendungsfällen ein Subwoofer nicht schaden.
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I.T. Intertechnik
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