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Elip2

Elip2

Lautsprecherbausatz Elip 2. Der Bausatz zum kleinen Preis und großer Leistung

Best.-Nr. 1385137

158,50 € / Stück
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133.19 € exkl. MwSt
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Details

Lautsprecherbausatz; So ist die Welt nun einmal, was gestern noch das Nonplusultra war, ist heute nur noch alte Technik, die durch neue und natürlich weitaus bessere völlig zu Recht verdrängt wurde. Die Werbeabteilung wird uns schon erklären, dass es nicht lohnt, um antiquierte Dinge zu trauern, die nun zu unserem Glück erfundenen waschen einfach weißer. Da macht auch die Welt der Lautsprecher keine Ausnahme. Ständig werden uns neue Materialien und Fertigungstechniken präsentiert, die alles bisherige als Beleidigung für das Ohr erscheinen lassen Der Meinung können wir uns nicht so ohne Weiteres anschließen und so kam es gerade recht, dass uns ein paar Musterchassis auf den Tisch gelegt wurden, deren durchsichtige Membran aus Polypropylen sofort das Auge erfreute. Ein paar kleine Änderungen im Chassisaufbau wurden auf unseren Wunsch sehr schnell und exakt ausgeführt. Selbstredend haben wir ebenso schnell einen Bauvorschlag mit den Schätzchen ausgearbeitet. Um ganz ehrlich zu sein, es sind sogar zwei. Mehr Videos finden Sie auf unserem Youtube Kanal.
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Best.-Nr. 1385137

Merkmale

Wege 2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 4
Kennschalldruck (dB) 90
Höhe (cm) 120,00
Breite (cm) 20,00
Tiefe (cm) 30,00
Anwendung Standlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Gradient
Preislevel 100-200 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Alternative Artikel

Bild Bezeichnung Preis Menge
2 Wege Basis Modul (klein)
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Eine klare Sache
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Bilder aus unserer Lautsprecherbau-Community zu diesem Bausatz

Elip2 von OlliK2
Elip2 von OlliK2
rgb leds von minimala
Elip 2 von Altec Santana

Bauberichte

Mathieu's Elip 2

Mathieu's Elip 2

Nach meinem Studium und vor dem Eintritt in die Arbeitswelt wollte ich mich am Lautsprecherbau versuchen. Als absoluter Einsteiger erhoffte ich mir ein Projekt bei dem ich handwerklich gefordert werde, eine Menge dazu lerne und am Ende mit sattem Sound belohnt werde. Am Anfang stand die Frage für welchen Lautsprecher ich mich entscheiden sollte. Nach einer telefonischen Beratung von Herrn Nötzel entschied ich mich für die Elip2, welche in matt weiß perfekt in mein Wohnzimmer passen sollten. Zuerst musste natürlich eingekauft werden, also begab ich mich zum ortsansässigen Hornbach. Dort ließ ich mir die Zuschnitte aus 16mm MDF anfertigen. Des Weiteren verließ ich den Baumarkt mit Holzleim, Holzspachtelmasse, vorgetönter Grundierung, Lack und Schleifmittel.

Angekommen in der Werkstatt sammelte ich erste Erfahrungen mit der frisch angeschafften Oberfräse (OF) auf einem Holz-Teststück. Anschließend wagte ich mich an die angezeichneten Ausschnitte für die Chassis auf den MDF-Zuschnitten. Mit Hilfe eines Fräszirkels ließ sich die OF gut führen und die kreisrunden Ausschnitte und die Senkungen gelangen mir besser als gedacht.

Nachdem alle nötigen Ausschnitte in die Zuschnitte gebracht wurden, verleimte ich die einzelnen Komponenten wie in der Fertigungsskizze angegeben. Dabei zeigten sich leider kleine Fehler beim Zuschnitt aus dem Baumarkt, welche allerdings im tolerablen Bereich lagen. Zur Fixierung nahm ich zwei Spanngurte mit Winkelstücken und zwei Spannklemmen zur Hilfe.

Nach der Härtung des Leims zeigten sich kleine Verschiebungen der Bretter zueinander bzw. eine Durchbiegung der Bretter über die Länge von 1,2m. Dies äußerte sich in bis zu 2mm hohen Kanten. Im ersten Schliff galt es dann diese Unterschiede und den überschüssigen Leim mit einem Deltaschleifer zu beseitigen. Vorerst wurden die Kanten allerdings gleichmäßig mit Hilfe eines Rundungsfräskopfes (R=3,2mm) gebrochen. Nach einer etwa 6-stündigen Schleifsession mit 80er Körnung waren die Übergänge von einem zum anderen Brett bei beiden Lautsprechern nichtmehr zu erfühlen. Bevor es ans Grundieren ging, wurden die Kanten und Flächen mit 120er Schleifpapier angeschliffen.

Für die Grundierung habe ich einen 3in1 vorgetönten Acryl-Multigrund verwendet. Da die offenen Fasern an den Kanten viel Feuchtigkeit ziehen, wurde die Grundierung an Kanten dick mit einem Pinsel aufgetragen, an den Flächen dünner mit einer Rolle.

Nach dem Aushärten der Grundierung ging es an den Zwischenschliff, um Nasen zu entfernen, zu dick aufgetragene Grundierung abzutragen sowie die durch die Grundierung aufgestellten Holzfasern zu beseitigen. Bei diesem Zwischenschliff wurden Flächen und Kanten mit 240er Schleifpapier abgeschliffen. Im Anschluss habe ich die Lautsprecher mit einem Hybridlack in matt weiß im Farbton Glacierweiß lackiert. Da nach der ersten Lackschicht noch unterschiedliche Farbnuancen zu erkennen waren, sollte es in die zweite Runde ,Zwischenschliff&Lackieren' gehen. Hierbei wurde ein Schleifpapier mit 320er Körnung verwendet und der finale Anstrich mit einer feinporösen Lackrolle ausgeführt, sodass alle Farbunregelmäßigkeiten und Schatten entfernt wurden. Damit war das Gehäuse finalisiert!

Nun stand das Löten der Frequenzweiche an. Nach der anfänglichen Analyse der mitgelieferten Lötplatine und der Überlegung der Verschaltungsmöglichkeiten konnten die Komponenten (Spulen, Kondensatoren) und Kabel (Eingang +/-, Tiefmitteltöner +/-, Hochtöner +/-) nach Vorlage des Schaltplans verlötet werden. Hierzu musste die mitgelieferte Universal-Lötplatine durch einige feine Bohrlöcher ergänzt werden. Anschließend wurden die Komponenten mit Schmelzklebstoff (Heißklebepistole) an der Lötplatine fixiert.

Mit dem finalisierten Gehäuse und der fertiggestellten Frequenzweiche ging es in den letzten Arbeitsschritt: die Endmontage. Hier habe ich zuerst die Frequenzweiche auf die mitgelieferten Abstandshalter gesetzt und sie dann durch das Loch des unteren Mittel-Tief-Töners an die Rückwand des Gehäuses geschraubt.

Im Anschluss wurden die Kabel zu den jeweiligen Öffnungen verlegt, gekürzt und die Enden verzinnt. Dann wurden die Bassreflexrohre eingesetzt. Beim einen Lautsprecher konnte das Rohr ohne Nacharbeit eingesetzt werden und wurde durch die Lamellen am Rohr gehalten, bei dem anderen Lautsprecher war das Loch etwa einen mm zu groß und so musste das Rohr mit einigen Umwicklungen Kreppband "vergrößert" werden.

Das Gehäuse habe ich mit 7 von den mitgelieferten 8 Paketen Sonophil gedämmt. Hierzu wurden die Sonophil-Platten zuerst an die Innenwände gelegt und anschließend raumfüllend in die freien Bereiche positioniert. Anschließend wurden die Kabel an die Chassis und Terminals angelötet und diese an das Gehäuse geschraubt.

Bevor die Lautsprecher auf ihre Funktion geprüft werden konnten, wurden abschließend kleine Filzpads als Füße unter die Lautsprecher geklebt. Dann war der große Moment gekommen: die Lautsprecher nahmen ihren neuen Platz ein und wurden an den AV-Receiver angeschlossen.

Die Lautsprecher bewegten zu "Nothing Else Matters" in der Liveversion das erste Mal ihre Membranen. Die Sorgfalt beim Verkabeln und Verlöten hatte sich dem Anschein nach ausgezahlt. Der Klang war erstaunlich klar und differenziert. Es kam mir vor als würden Metallica das Lied wenige Meter vor mir spielen. Nach einigen weiteren Liedern aus anderen Genres habe ich für mich erkannte, dass ich nun im HiFi-Bereich angekommen bin.

Da ich mir, als absoluter Neuling kein Bild vom Arbeitsaufwand und den entstehenden Zusatzkosten machen konnte, liefere ich hier ein paar Zahlen & Fakten. Unter Berücksichtigung des vorhandenen Werkzeugs (Oberfräse+Fräsköpfe, Staubsauger (für Späneabsaugung während des Fräsens), Deltaschleifer, 2 Spanngurte, 2 Spannklemmen, Lötkolben+Zinn) habe ich insgesamt 402Euro (inkl. Bausatz) für beide Lautsprecher gezahlt. In einigen mehr oder weniger intensiven Arbeitstagen habe ich die Lautsprecher über den Zeitraum von etwa 22 Arbeitsstunden gefertigt.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Projekt viel Freude bereitet hat. Ich habe viel gelernt, wurde handwerklich herausgefordert, habe mit Freunden und Familie zusammen am Projekt gearbeitet und wurde letztendlich mit einem klasse Sound sowie mit schicken Lautsprechern belohnt, welche sich super in das Bild meines Wohnzimmers einfügen.
Video Beitrag: Gehäusebau für Neulinge, Teil 4

Video Beitrag: Gehäusebau für Neulinge, Teil 4

 

Der vierte Teil des Videoberichts „Lautsprecher Gehäusebau für Neulinge“. Die Hochzeit.



Video Beitrag: Gehäusebau für Neulinge, Teil 3

Video Beitrag: Gehäusebau für Neulinge, Teil 3


Der dritte Teil des Videoberichts "Lautsprecher Gehäusebau für Neulinge" zeigt wie Marcus die Ausschnitte für die Lautsprecher mit günstigen Mitteln, ohne eine Fräse, ausschneidet und ein gutes Ergebnis hinbekommt. Allen Lautsprecher Novizen, die sich bisher nicht getraut haben, können wir erklären, versucht es, der Erfolg ist gewiss. Und, falls es doch ein bisschen klemmt, erhaltet Ihr auf Lautsprecherbau.de tolle Unterstützung von netten Leuten mit Erfahrung und Sachkenntnis.





Dieses Video ist für Lautsprecherbau Anfänger bestimmt.

Video Beitrag: Gehäusebau für Neulinge, Teil 2

Video Beitrag: Gehäusebau für Neulinge, Teil 2


Dieser Video Baubericht in vier Teilen zeigt ungekünstelt, wie Lautsprecherbau Anfänger auch ohne viel Vorkenntnis einen Lautsprecher selber bauen können. Marcus ist selber Lautsprecherbau Neuling und hat sich einfach getraut. Dabei hat er eine Videokamera aufgebaut, diese mitlaufen lassen und anschließend die Aufnahmen notwendigerweise noch geschnitten. Der zweite Teil des Videoberichts "Lautsprecher Gehäusebau für Neulinge" zeigt wie Marcus die OSB Oberflächen mit preiswerten Mitteln behandelt und ein reizvolles Finish hinbekommt. Allen Lautsprecher Novizen, die sich bisher nicht getraut haben, können wir erklären, versucht es, der Erfolg ist gewiss. Und, falls es doch ein bisschen klemmt, erhaltet Ihr auf Lautsprecherbau.de tolle Unterstützung von vielen netten Leuten mit Erfahrung und Sachkenntnis.



Dieses Video ist für Lautsprecherbau Anfänger bestimmt. Teil 2



Video Beitrag: Gehäusebau für Neulinge, Teil 1

Video Beitrag: Gehäusebau für Neulinge, Teil 1


Kann ich als Anfänger mit einer Stichsäge, die vom Nachbar geliehen ist, ein wenig Leim und wenig Geld, einen Lautsprecher bauen? Unser Mann, Marcus, hat noch nie einen Lautsprecher vorher gebaut. Es ist sein erstes Projekt, aber bestimmt nicht sein letztes. Er zeigt, wie Anfänger, aus einfachen und günstigen OSB Platten mit wenig Werkzeug und etwas Einsatz einen coolen Lautsprecher selber bauen können. Ohne viel Materialkunde und Hobby-Werkzeug kann jeder einen Lautsprecher bauen. Weil Marcus lieber filmt als schreibt, hat den Baubericht als Video Dokumentation erstellt. Was Marcus kann, könnt ihr auch. An alle Erstleser des Lautsprecherbau Magazins: Sag Ja zu Lautsprecherbau. Dieses Video ist für alle Anfänger bestimmt. Teil 1.






Sechs Freunde finden ein neues Zuhause

Sechs Freunde finden ein neues Zuhause

Eine aufregende Reise


Wir vier aus Gradienthausen und zwei kleinere Freunde aus Seasdorf bekamen den Auftrag, schnellst möglich einen Termin in Frankfurt am Main wahrzunehmen. Damit wir alle gesund und sicher ankommen, wurden wir gemeinsam mit der Frequenzpolizei verpackt und auf die Reise geschickt.

Angekommen in Frankfurt kamen wir ins Staunen, ein cooler, grauhaariger, pfeifenrauchender Mitt-60er stand vor uns. Der Mann bekannte sich dazu uns erworben zu haben und wir nun nun ihm gehören. Er versprach uns aber ein nettes Zuhause. Als er anfing das Holz vom Baumarkt nachzumessen, haben wir einige Worte gehört die uns fremd waren. Da zweifelten wir, ob der Mann wie er versprach gut zu uns ist.

Wir verstanden schnell, dass er einfach nicht begreifen konnte, wie man vier gleich lange Bretter zuschneidet aber unterschiedliche Größen herausbekommt. Also besorgte er neue Bretter und hat die gleich vor Ort und Stelle nachgemessen. Als er uns die Bretter zeigte, wussten wir, dass die für uns bestimmt sind.

Unser neues Zuhause nimmt Gestalt an


Bei netter Musik, die anscheinend aus seiner Jugend stammt, klebte unser pfeifenrauchender Mann die Bretter nach Zeichnungsvorgaben zusammen. Er bohrte, fräste, machte Krach und ein Fluch kam immer wieder über seine Lippen, was aber seine Freude am Werkeln nicht beeinträchtigte. Eine Leiste hier und einige Rundungen dort und schon fing er an zu schleifen. Nachdem er uns sehr eingehend betrachtete, sagte er uns, er wolle ein Gitter für uns bauen, welches uns vor Berührungen schützen soll. Wir verstanden das nicht. Aber er zog los und kaufte Rundholz und sägte, bohrte, klebte und föhnte mal wieder. Nach einigen Tagen war es fertig, dass "Finger weg" Gitter, wie er es nannte.


Nun begann unser Herr unsere zukünftige Behausung mit Farbe "hübsch" zu machen. Nach dreimal Farbe und immer wieder schleifen haben wir aufgehört zu zählen. Aber dann wurde unser neues Zimmer fertig gestellt. Als der letzte Anstrich aufgetragen war, hat er unser neues Heim noch zwei Tage trocknen lassen bevor wir einziehen durften. Auf jeden Fall finden wir es viel schöner als die grauen und kleinen Kisten in denen wir bisher wohnten.

Dann kam der Brüller der unser Dasein veränderte.

Unser Herr montierte und lötete großzügig und übersichtlich verschiedene Teile auf zwei Brettchen zusammen. Er zeigte uns seine Daumen hoch, grinste und war vor Freude kaum zu bremsen. Wir waren sehr gespannt, als er anfing die Teile hinter uns im Zimmer zu befestigen. Er hat uns dann mit irgendwelchen Adern verbunden und versprach uns eine wunderbare Zeit.

Voller Erwartung standen wir nun auf unserem Platz.

Zwei Kerle kommen zu Besuch


Nachdem ein Herr Denon und ein Herr Luxmann hinzukamen haben wir etwas erlebt, was wir uns nicht erträumten. Von Herrn Denon erhielten wir eine feine Massage und konnten uns vor Freude einfach nicht mehr halten. Wir sprangen vor und zurück und mussten uns einfach bewegen.

Den kleinen Herr Denon hatten wir schon näher näher kennengelernt aber als dann der dicke Herr Luxman zu uns kam, haben wir uns sehr gewundert. Doch der Dicke streichelte uns ebenfalls so wunderbar, dass wir erneut vor Freude zitterten und sprangen.

Uns wurde bald klar, dass unsere Bewegungen auch unseren Herren erfreuen.

Deswegen präsentierten wir ihm gerne die ersten Töne aus seiner "Best Of" Sammlung. Angefangen 1960 bis heute, quer durch alle Genre. Sein Gesicht zeigte uns, das er mit dem was er hörte mehr als zufrieden war, da er nicht ständig nervös an Knöpfen drehte. Bei einigen Aufnahmen sahen wir Ergriffenheit, auch Gänsehautstücke waren dabei. Jetzt wollte er es wissen und klemmte noch einen CD-Player an den Luxman, um den Unterschied zwischen mp3 und CD zu hören. Er legte nur fünf verschiedene CDs ein und stellte fest, dass der hörbare Unterschied für seine Ohren hörbar nicht so gravierend ist. Der Vergleich zwischen Denon und Luxman dauerte nur ein Song.

Wir spielten dann noch weitere Stücke, die unserem lieben Herrn die unterschiedliche Aufnahmequalität hörbar machte, so dass er bei den 60er Jahre und 70er Jahre Aufnahmen den Lautstärkeregler ein wenig nach rechts drehte. Wieder ein neuer Fan.


--- Darf ich auch mal was schreiben? Danke!---

Mein Dank gilt den Betreibern der Lautsprecherbau.de Webseite und allen Community Mitgliedern, die hier über das Handwerkliche sowie das Hörempfinden berichtet haben. Eigentlich habe ich zu Beginn ganz andere Lautsprecherempfehlungen bekommen. Da ich aber großen Respekt vor dem Selbstbau hatte, habe ich mich erst mal für die Elip2 entschieden (die hat nicht jeder).

Jetzt kann ich sagen: "Es hat überhaupt nicht weh getan".

Mit den besten Grüßen
Joachim

Tims Elip 2

Tims Elip 2

Der Weg hier her


Nachdem ich lange Jahre mit meiner alten 5.1-Anlage einer sehr bekannten Marke mein kleines Studentenzimmer beschallte, musste mit meinem ersten richtigen Wohnzimmer etwas Besseres her. 5.1 kam wegen der Raumaufteilung nicht in Frage und musste für meinen Geschmack auch gar nicht sein.

So kam es, dass ich anfing mich über "richtige" Lautsprecher zu informieren und das ein oder andere Forum aufsuchte ;-) Dort wurde ich dann auch schnell auf die Konstruktionen von Lautsprecherbau.de aufmerksam.

Leider wohne ich denkbar weit weg von Rhein und Ruhr, was einem Hörtermin im Wege stand. Ich suchte daher ein freundliches Communitymitglied in meiner Nähe auf, wo ich die SB 36 zur Probe hören konnte. Begeistert vom Druckvollen und räumlichen Klang war ich schnell Feuer und Flamme etwas Ähnliches selbst zu fertigen. Lautsprecher von der Stange kamen da schon lange nicht mehr für mich in Frage.

Holz


Leider besitze ich keine solch umfangreiche Werkzeugausstattung wie manch anderer hier, auch mangelt es mir an einem geeigneten Ort um beispielsweise mit der Oberfräse zu hantieren. So kam es, nach einem Kostenvoranschlag vom lokalen Schreiner, dass ich mir die Gehäuseteile auf Gehrung aus 19mm MDF anfertigen ließ. Preislich unschlagbar und wie sich herausstellen sollte, von der Verarbeitung aller erste Sahne.

Leimen, löten und lackieren


Zuerst lötete ich fix die Frequenzweichen zusammen und schraubte sie, wie empfohlen, auf das unterste Versteifungsbrett. So konnte ich die Weiche, gleich mit Kabeln, direkt beim Zusammenleimen in das Gehäuse einbauen und ersparte mir so nachträgliches Gefummel. In den Elip 2 geht es nämlich recht beengt zu. Zum Glück wohne ich (noch) alleine, was es mir ermöglichte meinen kompletten Balkon als Werkstatt zu zweckentfremden.

Das Zusammenleimen gestaltete sich recht einfach, durch die vielen Anleitungen hier wusste ich ziemlich genau worauf ich achten musste und die Flachdübel erleichterten das Zentrieren der Bretter erheblich. Alles passte haargenau. Im Nachhinein zeigte sich aber, dass zusätzlich zu den Spanngurten einige Schraubzwingen nicht schlecht gewesen wären um die Frontplatte und auch die eingelassene Rückseite gleichmäßiger anzudrücken. So kam es, dass ich einige kleine Spalten zu spachteln musste. Hierfür verwendete ich einfachen MDF-Spachtel aus der Tube. Dieser viel kein Stück ein und war sehr leicht zu verarbeiten und zu schleifen.

Nachdem ich also alles gespachtelt und mit dem Exzenterschleifer (leider etwas zu wenig) vorgeschliffen hatte (180) ging es ans Grundieren. An dieser Stelle kann ich eine ganz deutliche Empfehlung für Hesse-Lignal Hydro-Isolier-Füller HP 670-9343 aussprechen. Ich habe damit drei Schichten Grundierung mit jeweiligem Zwischenschliff (240) aufgetragen und bis heute (vier Monate) hat sich beim fertigen Lautsprecher keinerlei Stoßkantenbildung gezeigt. Das Zeug ist super leicht zu verarbeiten und zu schleifen. Nach dem finalen Schliff der Grundierung (320) lackierte ich dann mit der feinen Schaumstoffrolle zwei Schichten Schöner Wohnen mattweiß auf die grundierten Gehäuse. Dabei zeigte sich, dass für so etwas doch ein wenig Erfahrung hilfreich ist. Gerade die Kanten gestalteten sich gar nicht so einfach. Generell kann ich die Schöner Wohnen Farbe aber empfehlen, sie verlief gut und das Endergebnis kann sich, trotz kleiner Patzer meinerseits, durchaus sehen lassen. An dieser Stelle möchte ich gerne noch einmal den Rat geben: In der Ruhe liegt die Kraft und der erste Schliff entscheidet! Man kann am Anfang gar nicht genug wegschleifen, gerade an Sägeflächen. Nach dem Grundieren muss wirklich alles superglatt sein, sieht man sonst alles hinterher. Sonst lieber noch einmal gröber schleifen und neu grundieren.

Nächstes Mal nehme ich Multiplex Buche und lackiere Klarlack drüber - sieht super aus und kostet VIEL weniger Zeit (aber mehr Geld)...

Während des Gehäusebaus stellte sich heraus, dass die Lieferzeit für die GDS 182 nicht gehalten werden konnte. Aus Ende April wurde "eventuell Ende Juni. Allerdings zeigt sich Intertechnik sehr kulant und nach einiger Zeit waren alle Teile Komplett. Endlich konnte ich meine neuen Schätze vervollständigen.

Die letzten Meter


Bis heute frage ich mich, ob ich das mit dem Sonofil richtig gemacht habe. Ich verstaute also alle vier Pakete in jeweils einer Box und bohrte die Löcher für die Chassis, wie empfohlen, vor. Dabei stellte ich fest, dass sich rotierende Bohrer und Sonofil nicht so gut vertragen...
Nachdem das erledigt und die Watte wieder an ihrem zugeteilten Platz verstaut war, noch schnell die Chassis anlöten (Hochtöner verpolt, so wie im Bauplan beschrieben) und einbauen. Ich habe von diesem Prozess leider keine Bilder gemacht weil ich es schlicht vor Aufregung, dass meine Schätze bald fertig sein werden, vergessen habe.

Noch schnell aufstellen und verkabeln und dann war es endlich so weit. Die Lausprecher, welche ich noch nie zuvor gehört habe, gaben ihre ersten Töne von sich!! Alles funktionierte auf Anhieb, die Frequenzweichen waren korrekt verlötet und die Chassis alle aktiv. Erleichterung.

Und dann, der Klang: ein wenig erschöpft, ein wenig staubig und auch etwas verschwitzt, ließ ich mich auf meinem Sofa nieder und hörte einfach nur zu. Wow. Ich war gleich überrascht von dem doch deut-lich ausgeprägten Bass. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Auch die Präsenz und Klarheit der Hochtöner trug zu dem Lächeln bei, welches sich bereits auf meinem Gesicht ausgebreitet hatte. Ich höre seitdem ganz anders Musik. Schwierig gestaltet es sich allerdings manchmal zu erklären, dass es nicht an den selbstgebauten Boxen liegt wenn ein Gast das vermeintliche Lieblingslied einlegt und nicht gleich von einem Tiefbassgeblubber, wie es die heimische 150Euro Homecinemanlage vermag, weggeplärrt wird.

Die Standfüße fertigte mir ein befreundeter Schlosser an. Sie sind aus massivem Edelstahl und wiegen pro Stück um die acht Kilo... Machen ganz schön was her wie ich finde :)

Alles in allem kann ich sagen, dass das Projekt Elip 2 voll und ganz erfolgreich war. Die Lautsprecher machen einen Heidenspaß, ob bei Film oder Musik! Es wird aber sicherlich nicht das letzte Projekt in diese Richtung bleiben.

Ist das die Elip?

Ist das die Elip?


Patrick und Spongebob

Einleitung

Infiziert wurde ich vor einigen Jahren bei einem Kollegen.“ Setz dich mal aufs Bett… Genau dahin!“ sagte er zu mir und machte ein Lied aus dem Soundtrack von Fluch der Karibik an. Es handelte sich um Regallautsprecher, die auf Füßen standen. Sehr verwunderlich war auch dieser komisch aussehende Verstärker mit so Gläsern drauf. Als dann dieser schier unglaublich klare Klang begann, dachte ich mir noch nicht so viel dabei, bis die Sängerin vor mir stand und vor sich hinträllerte. Haben will!!!

Bei fast allem, was man sich so vorstellen kann, muss meiner einer erst einmal googlen. Wie verwunderlich, dass ich hier gelandet bin ! Wie so viele habe ich gelesen und gelesen und konnte nicht genug davon bekommen. Ich habe oft gelacht und geschmunzelt beim Lesen so mancher Bauberichte.

Der Bau

Der Weg ins Hörstudio ist weit, also entschied ich mich dagegen. Schnell stand fest, dass es fürs erste Mal ein schmaler Standlautsprecher werden soll. Die Elip 2 gefiel mir auf Anhieb sehr gut, schon alleine durch die Optik. Eigentlich wollte ich die Lautsprecher für mich bauen. Aber da bei meiner Freundin Lautsprecher (Markenzeichen eine Dogge) den Fernsehklang so wiedergaben, dass ich sie (die Boxen) am liebsten aus dem Fenster geworfen hätte, habe ich mir überlegt, sie ihr zum Geburtstag zu schenken. Über Geschmack lässt sich streiten, aber da meine bessere Hälfte so ziemlich alles besitzt, was der SpongeBob-Merchandisemarkt hergibt, stand das Design schnell fest. Da die Membranen schon danach geschrien haben, von hinten beleuchtet zu werden, wurde man schnell in Sachen LED fündig. Und schon wieder ein neuer Einfall! Wenn schon beleuchtet, warum dann nicht auch die Weichen!? Skizziert, Volumen berechnet und die Bauweise stand fest. Beim Baumarkt angekommen, erinnerte ich mich daran, dass Rohspanplatten sehr gut zum Bau geeignet sind. Also alles in 19mm zusägen lassen und gehofft, dass man das Material auch vernünftig lackiert bekommt. Mein netter Bruder (Dipl. Ingenieur) hat mir derweilen einen Fräszierkel für meine sehr günstige Oberfräse angefertigt. Ergebnis: Super Teil und niemals in einer solchen Qualität zu bekommen! Vielen Dank Brüderchen! Leider war für die Fotos in der Bauphase nur ein veraltetes Smartphone griffbereit.

Vom Zusammenleimen habe auch ich keine Fotos gemacht, da Udo das schon ganz schön gemacht hat. Nun waren die Weichen dran. Da ich in der Schule schon ein wenig mit Schaltplänen konfrontiert wurde und auch löten durfte, fiel es mir nicht all zu schwer, die Bauteile nach Anweisung zu verbinden. Da die Frequenzweichen in einem geschlossenen Kasten hinter Plexiglas zu sehen sein sollten, habe ich die 10mm starke MDF-Platte in (Ford) Panther Schwarz lackiert. Um auf der Rückseite die einzelnen Komponenten besser miteinander verbinden zu können wurden Reißzwecken, bei denen vorher die Kunststoffummantelungen entfernt wurden, einfach in die Platte gedrückt. Ein Foto der Rückseite habe ich leider nicht gemacht. Um die Terminals auf den späteren Einsatz der LED-Technik vorzubereiten, wurde kurzerhand ein kleiner Fräser vom Kumpel ausgeliehen, um die winzigen Anschlüsse gut abgedichtet zu integrieren.

Nun ging es wieder bei den Gehäusen weiter. Nachdem ich alle Kanten abgerundet hatte, wurde mir allmählich klar, welchen Aufwand ich betreiben muss, um zu einem guten Finish zu kommen. Alle Kanten wurden zweimal gespachtelt, dann folgte Spritzspachtel.

 

Danach kam ein Dickschichtfüller und der Endschliff. Alle verwendeten Produkte waren auf Zweikomponentenbasis und aus dem Fahrzeugbereich. Die Farbtöne habe ich nach Gefühl aus der RAL-Palette ausgesucht. Als erstes habe ich ca. 2 ½ Gänge auf Wasser basierenden Basislack gespitzt. Danach versiegelten zwei Gänge Klarlack den Basislack und gaben den beiden einen schönen Glanz. Wie auch schon andere erwähnten, musste auch ich die Fräsungen leicht nachbehandeln, damit die Chassis auch hineinpassten. Voller Vorfreude musste ich die Lautsprecher jetzt schon mal testen, was sich für das spätere Folieren als nicht ganz so sinnvoll herausstellte, da die Reflexrohre nicht ohne weiteres wieder raus wollten.



Den Zeitplan hatte ich bis dahin leider schon überschritten und musste beichten…. Eigentlich nicht schlecht, da meine Freundin Gefallen daran fand, mich in diesem Projekt zu unterstützen. Vom Design war sie natürlich sofort begeistert. Jetzt wurden die zerstückelten LED Streifen zusammengelötet, was für einen Lautsprecher gut 2-3 Stunden dauerte. Kein Wunder bei über 400 Lötstellen. Ich muss voll Stolz verkünden, dass meine Freundin ein Naturtalent ist. Nun waren die Boxen fast fertig und wurden in ihre Wohnung transportiert. Bei einem meiner ehemaligen Lehrer habe ich die Hosen der beiden Blubberblasen Quallenfischer in Auftrag gegeben. Die wurden via Foliendrucker und Plotter hergestellt.



Nun kam allerdings auch noch ein Umzug dazwischen, wir haben uns dazu entschlossen, zusammen zu ziehen Wie praktisch, da ich den beiden Lautsprechern fast schon hinterherweinte. Also wurden sie erst in der neuen Wohnung foliert um Transportschäden auszuschließen. Für die LED Technik wurde währenddessen noch ein Gehäuse gebaut, in dem sich Netzteil und Empfänger befinden.




Das Ende?

Ein Ende wird es nie geben! Ich werde meine Lautsprecher nur noch selber bauen! Es macht einen riesigen Spaß und ich kann es nur jedem empfehlen. Jetzt sind die beiden Elips schon fast ein Jahr alt und ich komme endlich mal dazu, meinen Beitrag zu schreiben. Zwar ziemlich wortkarg, aber dafür mit recht vielen Bildern, wie ich finde. Falls Fragen bestehen sollten, dann fragt! Komme aus Niedersachsen und bin auch gerne dazu bereit, Hörtermine zu vereinbaren.



Klang

Hier kann ich jetzt auch nicht mit so tollen Beschreibungen beeindrucken. Ich finde den Klang sehr ausgeglichen und eher rund. Die Bässe sind präzise und nach unten fehlt es höchstens im Film. Bin wie viele andere auch auf Aufnahmen gestoßen, bei denen ich dachte, dass die Lautsprecher zischeln oder knacken. Jede schlechte Aufnahme ist sofort zu hören. Bei guten wundert man sich dafür manchmal, wo der Ton gerade herkam und dreht sich schon mal um. Als nächstes steht erst einmal eine Erweiterung zum Heimkino an, bei der die Sub`s fürs erste außer Acht gelassen werden. Und dann natürlich ein Besuch bei Udo.

Schlusswort

An dieser Stelle möchte ich mich bei der ganzen Community bedanken, die alles so gut und ausführlich (wie ich es niemals könnte) beschrieben hat, dass ich nicht ein einziges Mal nachfragen musste. Vielen Dank auch an meinen ehemaligen Lehrer, der mir die Folien gemacht hat und an meinen Kumpel, der mir jederzeit Werkzeug geliehen hat. Und zu guter Letzt ein Dankeschön das Ihr so tolle Bausätze auf die Beine stellt.



Euch allen wünsche ich ebenso viel Spaß bei euren Projekten!

David





Sebastians Elip 2

Sebastians Elip 2

 
Tja, wie fängt man so einen Baubericht am besten an? Vermutlich am Anfang…. Also, Spaß bei Seite. Ich selbst bin bisher absoluter Laie auf dem Hifi-Gebiet gewesen und zähle mich immer noch dazu, auch wenn ich inzwischen etwas mehr zu wissen glaube. Bevor ich mich dazu entschloss, mich nach einer Anlage und den dazugehörigen Lautsprechern umzuschauen, hörte ich ausschließlich über meinen PC (X-FI Soundkarte) und wahlweise über ein Teufel Concept F 5.1 Set oder über meine AKG 530 Stereokopfhörer Musik. Soweit war ich mit dieser Kombination auch recht zufrieden, da ich das Teufel-Set relativ günstig in einem gebrauchten Zustand erstanden hatte, jedoch nervte es mich immer mehr, dass bei hohen Pegeln zu viel Bass und akustischer Brei aus den doch sehr sparsam bemessenen Lautsprechern herauskam. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen das ich besonders Musik aus der Richtung Metal und Hardcore bevorzuge, sprich Bands wie Machine Head, Soulfly, Madball und Pro-Pain. Durch den separaten Subwoofer des Teufel Sets war ich Bass-technisch sicherlich etwas verwöhnt, aber das Set konnte halt ab gewissen Pegeln nur „laut“ und nicht „gut“.

Da ich im Rahmen meiner Gedankenspiele auch gleich den vorhandenen Philips 5605-K TV entsprechend einbinden wollte, kam für mich nur ein AV-Receiver in Frage. An dieser Stelle mag der geneigte Audiophile bereits die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und sich laut oder leise hämisch in die Faust lachen. Jedoch denke ich, dass es für den Einstieg in die Hifi-Welt wesentlich entscheidender ist, dass die Lautsprecher eine entsprechende Qualität aufweisen. Nachdem ich also das Internet und diverse Foren durchforstete, stieß ich also unweigerlich auf das Thema „Lautsprecherselbstbau“, was unter dem Aspekt der Preis-Leistungs-Relation am Sinnvollsten erschien. Nachdem umgehend die Suchmaschine mit dem großen „G“ mit dem zuvor erwähnten Begriff gefüttert wurde, führte auch ohne Umschweife der Weg zu Udos Internetpräsenz, welche glücklicherweise umfassende Inhalte für (fast) jeden Bereich bereithielt. Nachdem die wesentlichen Grundlagen entweder überflogen oder tiefer gelesen wurden, ging es an die verschiedenen Bauberichte und Klangeindrücke, die wirklich allesamt sehr aufschlussreich und nett zu lesen waren. Ursprünglich wollte ich in den Bereich des Lautsprecherselbstbaus mit der günstigsten Lösung der Dayton 17-AL eintauchen und vereinbarte mit Udo einen Termin zum Probehören in seinen Räumlichkeiten.

An einem Montag ging es dann mit kollegialer Begleitung vom Bergischen Land nach Bochum in die kleine, beschauliche Seitenstraße, in der sich dieser von außen eigentümlich anmutende Laden befand. Da sich bereits ein dritter Gast zum Probehören dort befand, der offensichtlich durchaus motiviert war, mehr auszugeben als meine Wenigkeit, hörten wir uns zunächst verschiedene Boxen wie die SB 417 und die Little Princess an. Naja, was soll man zu den beiden Boxen sagen? Davon abgesehen, dass die gespielte Musik nicht unbedingt meinen Geschmack traf, klang vor allem letztgenannte einfach großartig und ich bekam zum ersten Mal eine Ahnung und eindrucksvolle Präsentation davon, was der Begriff „Bühne“ überhaupt im Hifi-Bereich bedeutet. Mein Freund, der bis zu der Little-Princess eher bedächtig gelauscht hatte, hatte einen ebenso positiven Eindruck und ich dachte insgeheim schon, wenn diese teuren Boxen so verdammt gut klingen, dann werden die Dayton 17-AL die pure Ernüchterung werden. Während der dritte Gast sich eine kurze Pause genehmigte wurden also die Dayton angeschlossen und Rob Flyn durfte sich mit „Darkeness within“ die Ehre geben. Erstaunlicherweise blieb die Ernüchterung aus. Auch diese Boxen klangen toll. Natürlich nicht so voll und voluminös wie die Prinzessinnen, was auch nahe liegt, aber trotzdem gut. Nachdem ich noch kurz den Maximalpegel mit Rage Against The Machine testen durfte, ging es mit den gewonnenen Eindrücken nach Hause, wobei der zentralste wahrscheinlich war „Alter, wie gut sind denn bitte die Little Princess?!“

Mein Kollege, der zunächst als Begleitung mitgekommen war, war ebenso vollauf begeistert und hatte sich durch die Hörprobe kurzfristig dazu entschlossen ebenso in den Lautsprecherselbstbau einzusteigen. Also wurde zu Hause erneut die altbekannte Internetseite geladen und erneut Hör- und Bauberichte gelesen. Da die Dayton 17-AL doch an einem gewissen Punkt hörbar an ihre Pegelgrenzen liefen, fiel der Blick auf den Elip2 Bausatz, der durch die verschiedenen Bauformen auch eine potentielle Erweiterung auf ein 5.1 System zuließ und zu diesem Zeitpunkt lediglich knapp 40,00€ pro Box teurer war als die Dayton 17-AL. Parallel zu dieser Entscheidung ergab es sich, dass bei Amazon der Denon 1612 AVR zu einem sehr, sehr guten Preis abverkauft wurde, wodurch sich die Frage nach dem entsprechenden Receiver erübrigte. Nachdem mein Kollege umgehend die Holzzuschnitte im örtlichen OBI in Auftrag gab und abholte, konnte es mit den ersten Leimarbeiten auch schon losgehen.

Ein grundlegendes Problem bestand in der Organisation einer Lokalität, um die Boxen überhaupt zusammenleimen zu können. Schließlich vollzog sich dieser Prozess zwischen dem Dachboden der Oma, der Garage der Schwiegermutter und dem eigenen Badezimmer. Beim eifrigen Leimen wurde leider deutlich, dass der gute Herr am Holzzuschnitt trotz einer Spende für die Kaffeekasse es nicht so genau genommen hatte und das 16mm MDF zusätzlich leicht verzogen war. Nachdem mit vielem Rumtelefonieren eine Oberfräse in unmittelbarer Nachbarschaft von meinem Kollegen aufgetan werden konnte, ging es also an das Fräsen der Ausschnitte. Um den Grad an Originalität und Individualität zu maximieren verzichteten wir auf einen Fräszirkel oder andere profane Hilfsmittel ;-). Aufgrund der kreativen Beschaffenheit der zusammengeleimten Holzzuschnitte war der erste Schritt nach dem Verkleben und Verspachteln etwaiger kleiner Spaltmaße das Abschleifen der Boxen mit dem Exzenterschleifer. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass dieser Arbeitsschritt einerseits extrem zeitaufwendig ist, sowie andererseits eine Menge Dreck produziert und daher am besten im Freien durchgeführt werden sollte. Nachdem sämtliche Ausschnitte und Fräsarbeiten vollendet waren, ging es an ein erstes Probesitzen der Chassis, welche eine ernüchternde Bilanz zu Tage treten ließ: Fast jeder Ausschnitt war um ca. einen halben Millimeter zu klein. Also musste erneut mit der Oberfräse nachgearbeitet werden, was den erwünschten Erfolg brachte. Schlussendlich wurden die äußeren Kanten der Boxen noch mit der Oberfräse abgerundet, wodurch die Boxen nicht so klobig und dominant wirken sollten.



Da die Boxen selbstverständlich nicht in ihrem hässlichen Braun-Beige-MDF-Matsch-Farbton das Wohnzimmer zieren sollten, stellte sich nun die Frage nach der geeigneten Farbe, welche leicht und einstimmig beantwortet werden konnte: Weiß und glänzend war die Devise! Zum Thema des Lackierens von MDF finden sich im Internet wahre Bibel-Geschichten, bei denen sich u.a. der Eindruck manifestierte, dass so mancher das Lackieren von MDF als eine Lebensaufgabe zu betrachten scheint, die erst mit dem Tod endet. Während mein Freund sich im örtlichen Baumarkt für eine MDF-Grundierung und hochglänzenden weißen PU-Lack entschied, wählte ich als Grundierung weißen Duracryl Fenster- und Türengrund und glänzend weißen PU-verstärkten Lack. Nach zwei Schichten Grundierung und einem kurzen Zwischenschliff mit 180er Papier ging es dann an die erste Lackschicht, worauf jeweils ein Schliff mit 240er und 400er Körnung folgte. Das Auftragen mit der Farbrolle verlief trotz sorgfältigem Auftragen leider nur mittelmäßig zufriedenstellend, da bei einem entsprechenden Lichteinfall an den Seiten jeweils teilweise Streifen zu erkennen sind. Glücklicherweise sind gerade die Seiten bei mir betroffen, die man eh kaum zu sehen bekommt. Ursprünglich hatte ich vor, die Boxen mit roten Farbspritzern und einem umgedrehten Kreuz zu versehen um den Charakter a la „This box plays music that gonna make you bleed from your anus“ zu unterstreichen, jedoch gelang mir die Umsetzung dieser Idee derart unzureichend, dass ich kurzum eine Box abschleifen und erneut lackieren musste und bei der Kombination „Weiß-Glänzend“ blieb.

Da ich während des Prozesses des Lautsprecherzusammenbaus parallel meine Abschlussarbeit vollendete und mein Freund mehr Zeit zur Verfügung hatte, lötete er für seine Boxen die Weichen zusammen und kam zwei Wochen vor mir in den Genuss der ersten Tönen aus den angefertigten Elip2. Sein Wissen und Können bezüglich des Weichenbaus kam mir letztendlich zu Gute, weshalb der Einbau der Elektronik an einem Mittwochabend erledigt war. Tja, und dann geht es wohl nun an die Klangbeschreibung, den Teil, der mir als Anfänger vermutlich am schwersten fallen wird.

Nachdem die Boxen also an den AVR angeschlossen wurden und aktuell noch ein Blue-Ray-Player als Zuspieler für Compact-Discs herhalten muss, kann ich nur sagen, dass ich wirklich begeistert bin. Die Boxen bilden nach meinem Empfinden ein sehr harmonisches Klangbild ab, das einerseits durch seine Differenziertheit besticht, jedoch gleichzeitig nichts an Bass vermissen lässt. Anhand der Boxen bemerkte ich erstmals einen deutlichen klanglichen Unterschied zwischen gut und schlecht produzierten bzw. abgemischten Tonträgern, welcher mir vorher in einer solchen Form nicht bewusst war. Selbst geknüppelte Schlagzeug Blast-Speeds oder dreckige Beatdown-Passagen, welche in fast jedem Hardcore Song zu finden sind, kommen fett und ausgewogen daher und transportieren authentisch die Aggressivität der Musikrichtung und des entsprechenden Songs. Allerdings macht nicht nur sogenannte „Wut-Musik“ mit den Boxen Spaß, sondern ebenso auch Johnny Cash, Joe Cocker, Ray Charles oder B.B. King werden nach meinem Empfinden sehr schön und facettenreich abgebildet.



Ein Fazit?! Ein Schlusswort?! Irgendwas muss noch an dieser Stelle her! Insgesamt hat der Einstieg in den Lautsprecherselbstbau eine Menge Spaß gemacht. Sei es handwerklich oder technisch, ich bin auf keinen Fall dümmer geworden ;-). Klanglich überzeugt mich das Preis-Leistungs-Verhältnis des Elip2 Bausatzes vollkommen. Ich bezweifle, dass ich zu einem Preis von ca. 310€ zwei Fertigboxen bekommen hätte, die einen solchen tollen Klang haben wie die Elip2. Den maximalen Pegel der Boxen habe ich übrigens bisher noch nicht ausgetestet, da meine Ohren vorher den Dienst quittierten. Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass es eben doch möglich ist Boxen sein eigen zu nennen, die gleichzeitig „laut“ und „gut“ können.

Sebastian


Nichos Elip 2

Nichos Elip 2


Nicho´s Elip-2

Der Wunsch, mir selbst einen Lautsprecher zu bauen, ist nichts, was ich lange in mir herumgetragen habe. Seit Kurzem besitze ich ein 5.1 System, vor allem zum Filme gucken. War aber weiterhin auf der Suche nach einer guten Lösung zum Thema Musik hören. Also klar, es mussten anständige Stereo-Boxen her. Schon nach ein paar Minuten Google-Suche bin ich dann auch schon auf das Thema Lautsprecher-Selbstbau gestoßen und dann auch relativ schnell auf Udo´s Seite. Nach intensivem Lesen und Gucken habe ich mich dann dazu entschieden, es einfach einmal zu probieren. Die Elip 2 sollten es sein. Ich kann nicht erklären, warum ich mich für diese LS entschieden habe, die Dinger haben mir einfach sofort zugesagt. Rein intuitiv :)

Planung und Einkauf:

Ich habe mir die nötige Technik also bestellt und mir eine Liste mit all den Materialien gemacht, die ich brauchen würde, um die Gehäuse nach meinen Vorstellungen zu gestalten. Mein Plan war, die Gehäuse fertig zu bauen, bevor das Paket mit den technischen Komponenten ankommt. Als es allerdings schon nach zwei (!!!) Tagen bei mir zuhause lag, war ich von den Socken. Da hatte ich es noch gar nicht in den Baumarkt geschafft. Zusätzlich angespornt habe ich mich also gleich am nächsten Tag auf den Weg gemacht und mir alles besorgt. Wieder zuhause habe ich sofort angefangen, alles auf den Frontbrettern anzuzeichnen und wollte direkt danach mit der Oberfräse tätig werden, die ich davor im Baumarkt erstanden hatte. 1x mal angemacht, 30 Sekunden gefräst, dann war Feierabend. Das Ding fing an zu rauchen und der Bohrkopf war verkeilt. Am nächsten Tag also wieder zum Baumarkt mit der Hoffnung, die Fräse umtauschen zu können. Als mir gesagt wurde, dass ich kein neues Gerät haben kann, sondern das kaputte Ding einschicken muss, dachte ich mein Urlaubsprojekt hätte sich damit erledigt. Mit reichlich schlechter Laune ging es wieder nach Hause....

Bau der Gehäuse:

Zum Glück stellte sich heraus, dass ein Freund der Familie, der gleich um die Ecke wohnt, eine 1A-Holzwerkstatt samt Oberfräse besitzt. Bin also hingefahren und wir haben die Sache gemeinsam in Angriff genommen. Fräszirkel gebaut und alles drum und dran. Das Ergebnis hat mich mehr als zufrieden gestellt, bin im Nachhinein tatsächlich froh, dass das gekaufte Gerät defekt war. Hätte das ohne jegliche Erfahrung niemals so gut hinbekommen. Am gleichen Abend habe ich noch die Gehäuse zusammengeleimt und über Nacht trocknen lassen. Am nächsten Morgen habe ich dann die Kanten geschliffen. Es folgten 2 Grundierungen, nach nochmaligem mehrstündigen Warten habe ich dann die erste Schicht Farbe aufgetragen. Mit dem Ergebnis, das ich mit einer gewöhnlichen Lackierrolle erzielt habe, war ich mehr als zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass man mit so einem Teil die Farbe so gleichmäßig verteilen kann. Nach einer zweiten Farbschicht habe ich dann den Parkettlack ins Spiel gebracht und alles 3x überlackiert. Hatte mir dafür noch einen Auswechselkopf für die Lackierrolle mitgebracht. Da mir das Ergebnis am Ende dann noch nicht komplett gefallen hat, habe ich alles noch einmal mit Seidenmatt-Lack übersprüht.

Bau der Weiche:

Dies ist der Teil, der mich im Vorfeld am meisten eingeschüchtert hat. Vorher habe ich noch nie gelötet oder mich intensiver mit Stromkreisen und den damit zusammenhängenden Dingen beschäftigt. Allerdings hatte ich den beruhigenden Komfort, im Notfall noch auf einen Elektriker zurückgreifen zu können. Aber am liebsten wollte ich es natürlich selbst schaffen. Ich hab mir die Sache also erstmal ganz entspannt und ruhig angeguckt und musste feststellen, dass es deutlich einfacher als ursprünglich gedacht ist. Ich hab die Weiche dann auf einem kleinen Stück MDF-Platte aufgebaut, das ich noch übrig hatte. Habe Löcher an den entsprechenden Stellen gebohrt, die Bauteile festgeklebt und deren Drähte durch eben diese Löcher gesteckt. Auf der Rückseite wurden die einzelnen Teile dann miteinander verbunden. Wenn man sich den der Lieferung beiliegenden Zettel aufmerksam durchliest, ist eigentlich klar, was womit zusammengehört. Der Rest war dann reine Formsache. Aufgrund meiner fehlenden Löterfahrung habe ich allerdings zuerst den Fehler gemacht, die Verbindungen zwischen den einzelnen Bauteilen mit dem Lötzinn selbst zu überbrücken. Auf Rückfrage zur Richtigkeit erhielt ich hier im Forum dann den Hinweis, dass Kupferdraht geeigneter dafür ist. Habe die entsprechenden Stellen dann noch verändert, war eine Sache von 20 Minuten, also kein Problem.

Fazit:

Als ich die Lautsprecher dann an meinen AV-Receiver angeschlossen habe, waren meine Erwartungen und vor allem meine Aufregung riesig. Also Musik an und los! Und….Ernüchterung. Alles klang komplett blechern. Bin dann nach ca. 20 Minuten wildem Knöpfedrücken auf die Idee gekommen, ein neues Setup meiner Surround-Anlage (die Elip-2 sind jetzt ein Teil davon, als Front Speakers) zu machen, und Voila! Da kamen plötzlich himmlische Klänge raus. Meinen ersten Schrecken hatte ich also nur meiner eigenen Dummheit und nicht den Lautsprechern zu verdanken. Höre damit jetzt seit ca. 2 Wochen Musik, schaue Filme und spiele Xbox, alles wunderbar. Machen mir wirklich extrem viel Spaß und würde sie jedem weiterempfehlen! Schmiede aktuell schon Pläne, auch einen Elip-2 Center zu bauen!



LG Nicho

Herberts Elip 2 von Gabriele

Herberts Elip 2 von Gabriele

Elip 2 oder die ganz andere Aufgabenverteilung
Ein Baubericht von Gabriele, die ihrem Herbert ein Paar neue Boxen baute

Es fing ganz harmlos an, als der Herr des Hauses mal wieder sagte: „Du ich hab da eine Idee“. Da diese Ideen normalerweise einiges an Arbeiten für die Dame des Hauses bedeuten, fragte ich vorsichtig: „Welche Idee?“ - im Geiste schon nachrechnend, wie viele Wochenenden da wohl einzuplanen wären. Mann zeigte also Frau im Internet verschiedene Lautsprecher und erklärte ganz selbstbewusst: „Die bauen wir selbst“. WIR bedeutet in so einem Fall nichts anderes als dass der männliche, kreative Einfall von mir in die Tat umgesetzt werden soll.

Einige Tagen und etliche Baupläne später, fiel die Entscheidung zugunsten der Standlautsprecher aus der Elip2-Serie von lautsprecherbau.de. Also die Lautsprecher nach einiger sehr geduldiger „Vorausberatung“ durch Udo Wohlgemuth bestellt, die Pläne ausgedruckt und ab in den Baumarkt, um die benötigten Platten zuschneiden zu lassen.

Elip2_1Danach wurde das Badezimmer mal wieder zur Werkstatt umfunktioniert und mit Fräszirkel und Oberfräse zur Tat geschritten. Nach einigen Fräsungen erinnerte mich meine Oberfräse an meinen alten Honda im Winter: Sie springt kurz an und stirbt sofort wieder ab. Den Vorwurf, ich hätte die Oberfräse gekillt, schiebe ich locker mit dem Argument, dies wäre nur der Überhitzungsschutz, beiseite.


Ein Tag später: Ich habe gestern doch die Oberfräse gekillt. Das macht mir weniger Kopfzerbrechen, als dass mein Ehemann am Vortag mit dieser Behauptung Recht hatte…Aber da ich mich von solchen Kleinigkeiten nicht beirren lasse, ging’s zunächst mal an den Zusammenbau der einzelnen Platten. Während des Zusammenleimens musste ich zu allem Überfluss feststellen, dass es der Plattenzuschneidmensch im Baumarkt mit einem ½ bis ¾ mm nicht ganz so genauso genommen hat und die Platten nun nicht exakt abschließen. Kurz umgesehen, ob eins der Kinder in der Nähe ist und den Baumarktmenschen mit ein paar „netten“ Worten bedacht.

Elip2_2Also wieder mal das alte Motto hervorgekramt: „Was nicht passt, wird passend gemacht“ und trotzdem weiter zusammengeleimt. Die spitzen Bemerkungen aus dem Hintergrund, wie ich daraus eine ebene Fläche hinbekommen will, ignoriert und gewartet, bis der Leim getrocknet ist. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, dass meine glorreiche Idee, die Unregelmäßigkeiten einfach mit mehr Leim auszugleichen, fürchterlich in die Hose gehen würde.

In der Zwischenzeit den Fräszirkel an die neue Oberfräse angepasst, da die Kopierhülse der neuen Fräse natürlich andere Maße als die andere hat - wie könnte es auch anders sein? Schnell die letzten fehlenden Öffnungen ausgefräst und danach mit der Schleifmaschine bewaffnet, der Ungenauigkeit des Plattenzuschnitts den Gar ausgemacht, dachte ich zumindest, denn der getrocknete Leim ließ sich mit feinem Schleifpapier so gut wie nicht wegschleifen. Weiters stand ich vor dem Problem, dass durch die Tatsache, dass die Seitenteile nicht exakt zugeschnitten waren und ich nicht die komplette Rückwand auf die Höhe der Kanten der Seitenteile zurecht schleifen wollte, ich einen Weg finden musste, die Rückwand anzugleichen.

Elip2_3Aber eine Lösung für dieses Problem war schnell zur Hand. Wofür gibt es schließlich Holzspachtelmasse? Ist doch ganz einfach, alle Kanten wegspachteln, zumindest in der Theorie. In der Praxis stellte sich heraus, dass es doch nicht ganz so einfach war, den Niveauunterschied einfach wegzuspachteln und dies etwas mehr Zeit und Geduld forderte als eingeplant.

Beim Abschleifen stellte sich dann heraus, dass ich keinen rechten Winkel gespachtelt hatte, sondern beide Seiten zur Außenkante hin ein wenig abfielen – was mich jedoch nicht davon abhielt, die Lackrolle auszupacken und mit dem Lackieren zu beginnen („Ist ja eh hinten, wo’s keiner sieht“) Der nächste Tag verlief dann ohne besondere Zwischenfälle mit abwechselndem Lackieren und Schleifen. Während ich mir also meine Zeit mit Lack und Schleifstaub vertrieb, bewunderte ich Udo Wohlgemuth immer mehr, wie ausführlich und ohne jegliche Verzögerung er meinem Mann Auskünfte und Tipps über Frequenzweichen und weiteren technischen Krimskrams erteilte ohne jemals dabei die Geduld zu verlieren. An Udos Stelle hätte ich wahrscheinlich schon keine Mails mehr geöffnet. ;o)

Dann der große Tag: Das Paket mit den Lautsprechern wird geliefert. Das Kind im Manne wird nun zum ersten Mal während des Projekts Lautsprecherbau so richtig entfesselt.

Also schnell die Lautsprecher ausgepackt und - die Außenmaße der Fräsungen sind teilweise um einen unglaublichen Hauch zu klein. Mann kriegt die Krise, weil Frau noch 2 Stunden lang im Büro sitzt und diesen Makel nicht gleich beseitigen kann. Aber tapfer wie ein Mann nur sein kann, ertrug er diese Zeitspanne und als ich nach Hause kam, machte ich mich auch gleich mit dem Dremel an die Feinarbeit und schlussendlich war die Erleichterung und Entspannung groß, als jeder Lautsprecher an seinem vorgesehenen Platz eingesetzt werden konnte. Der einzige Wermutstropfen dabei war, dass die Gehäuse noch nicht fertig lackiert waren.

Elip2_4Das Kind im Manne konnte seine Ungeduld kaum mehr zügeln, also machte ich mich noch am selben Abend mit einer Spraydose und der Schreibtischlampe meines Sohnes (um im Dunkeln auch zu sehen, ob die Lackschicht gleichmäßig wird) bewaffnet daran, am Balkon die vorletzte Lackschicht aufzutragen.
Dummerweise hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich mehr Lack brauchen würde, als ich gekauft hatte und griff deshalb, dem Tipp meines Mannes folgend, zu den restlichen Sofort-Trocken-Lack-Spraydosen, die noch im Abstellraum standen, um nicht auf den nächsten Tag warten zu müssen, um neue Spraydosen kaufen zu können.

Dass es sinnvoller gewesen wäre zu warten, stellte sich leider erst heraus, als einige Minuten nach dem Lackieren mit dem Sofort-Trocken-Lack die frischlackierte Oberfläche aussah, wie ein ausgetrocknetes Flussbett. Eventuell hätte es auch geholfen, vorher auf der Spraydose die Anleitung zu lesen, dort stand beschrieben, mit welchen anderen Lacken dieser Lack nicht harmoniert, unter anderem mit dem Lack, mit dem ich vorher lackiert hatte. Nun ja, auf einmal mehr oder weniger schleifen kam’s jetzt auch nicht mehr an und ruckzuck waren wir wieder an dem Punkt angelangt, wo wir schon mal waren.

Am nächsten Tag also mal wieder in den Baumarkt gepilgert und diesmal genug Lack gekauft und in mehreren Schritten die Gehäuse lackiert. Das Wochenende zog ins Land und ich machte mich ans finale Schleifen. Da das feinste Schleifpapier, das wir für die Schleifmaschine auftreiben konnten, leider nur ein 400er war, erledigte ich den letzten Feinschliff mit 1000er-Schleifpapier händisch, wobei ich zu meinem Leidwesen feststellte, dass dies bei der verhältnismäßig großen Fläche der Gehäuse eine ziemlich zeitraubende und frustrierende Angelegenheit ist und ich das erste Mal während dieses Projekts leichten Unmut und Unwillen in mir aufsteigen fühlte. Jedoch konnte ich am gleichen Tag noch mit der allerletzten Lackschicht beginnen und war, nachdem ich mich nach dem Trocknen in der Front der Box fast spiegeln konnte, wieder mit der Welt versöhnt. Schnell noch die Kabel an die Frequenzweiche gelötet – wobei ich mir gewünscht hätte, mein Mann hätte beim Halten der Kabel eine ein wenig ruhigere Hand gehabt, was die ganze Sache beschleunigt hätte.

Am nächsten Tag lackierte ich um Zeit zu sparen die restlichen fehlenden Seiten noch, bevor ich mich auf den Weg ins Büro machte und so konnte ich am Abend auch gleich die Frequenzweichen in die Gehäuse leimen. Dann noch schnell die Dämmung in die Gehäuse gestopft, die Kabel an die Lautsprecher gelötet und die Lautsprecher angeschraubt.

Den finalen Schritt – das Anschließen überließ ich dann meinem Mann und fieberte der Stunde der Wahrheit entgegen: Werden die Lautsprecher so gut klingen, wie sie aussehen? Werden sich die Stunden voller Holz-, Schleif- und Lackstaub, die Stunden voller Hindernisse wie mangelhaftem Zuschnitt der Platten, kaputter Oberfräse, falschem Lack und männlichen Kommentaren, dass das Projekt deswegen scheitern wird, ausgezahlt haben?

Elip2_fertig

Die Spannung steigt, er nimmt die Fernbedienung, die ersten Töne erklingen …… er lehnt sich entspannt zurück …… er lächelt. Seine Augen blitzen, er grinst wie ein Kind, das vorm Weihnachtsbaum steht.

Jetzt lehne auch ich mich entspannt zurück - Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Herzlichst Gabriele

Stefans Elip 2

Stefans Elip 2

Bau der Elip 2

Stefan schrieb uns einen ausführlich bebilderten Bericht zur Entstehung seiner neuen Boxen Elip 2 

Einleitung

Es kommt nicht alle Tage vor, dass man Lautsprecher selbst baut und ganz billig sind die Bausätze ja auch nicht. Wenn ich mir allerdings nun anhöre, was man für das Geld und vor Allem auch für den Aufwand bekommt, dann ist das Ergebnis den Einsatz alle Mal wert. Im Vorfeld habe ich bei Udo nachgefragt, welche Lautsprecher, denn für meine Wünsche die besseren wären. Ich wurde, für das was ich wissen wollte, bestens beraten und letztendlich fiel meine Wahl auf den Favoriten aus meiner Vorauswahl. Die „Elip 2“. Mangels passendem Werkzeug, habe ich mich an Günthers Design orientiert. Dessen Baubericht ist in der Januar Ausgabe 2009 des Lautsprecherbau.de-Magazins zu finden. Nur das Kork ist nicht so ganz mein Fall, daher wollte ich in die Front ursprünglich Laminat mit einem entsprechenden, hellen Dekor einkleben.

Ich hatte mich also entschieden, bestellte den Bausatz und fing an zu forschen, wo in meiner Umgebung ich möglichst günstig 19mm MDF kaufen und zuschneiden lassen kann. Ich organisierte also Holz.

Als ich den Haufen Bretter allerdings vor mir sah, fiel mir auf, dass ich mich in der Größe etwas verschätzt hatte. Schließlich wollte ich die Lautsprecher in meiner Wohnung zusammenbauen. Einen Keller bzw. eine Garage oder gar Werkstatt besitze ich nicht. Und meine Regierung/Freundin hätte mir das Leben zu Hölle gemacht, wenn ich mich in der Wohnung damit ausgebreitet hätte. Der Staub, der beim Sägen/Schleifen der MDF Platten entstanden wäre, hätte ihr und damit auch mir dann den Rest gegeben. Sie meinte allerdings, dass ihr Vater doch eine Werkstatt hätte und dass ich ihn doch mal fragen sollte. Gesagt, getan! Es stellte sich auch heraus, dass er eine Oberfräse besitzt. Das Versenken der Lautsprecher ist also nicht mehr umständlich über das Zuschneiden und Einkleben von Laminat notwendig. Weiterhin hatte er die Idee, man könnte ja die Lautsprecher mit Flachdübeln zusammen leimen, dann muss man nicht so sehr aufpassen, dass man die Stoßkanten genau aufeinander setzt. Das passiert dann automatisch.

Das Puzzle beginntalt

Mit Hilfe meines Schwiegervaters in Spe habe ich als erstes die Vertiefungen für die Chassis und das Loch für die Bassreflexrohre gefräst. Für das Loch des Anschlussterminals konnte ich glücklicherweise eine Lochsäge verwenden. Weil wir keinen Fräszirkel zur Verfügung hatten, haben wir uns beholfen, indem wir eine kleine Platte an den Boden der Fräse schraubten und dort im entsprechenden Abstand Löcher für eine Schraube bohrten, die dann als „Zirkelspitze“ diente. Die Konstruktion funktionierte erstaunlich gut, wobei ein richtiger Fräszirkel sicherlich auch nicht schlecht gewesen wäre.

Nach dem Fräsen der Schlitze für die Flachdübel stand ein kurzes Zusammenstecken an. Die Bauteile passten perfekt. Ich habe also scheinbar recht gute Arbeit geleistet.

Das anschließende Leimen war eigentlich nur noch Formsache. Auf Udos Seiten und auch in anderen Foren las ich, dass man mit dem Leim nicht sparsam sein soll. Entsprechend habe ich die Lautsprecher nach dem Motto „Viel hilft viel!“ zusammen geleimt. Die Sauerei hätte ich nicht in der Wohnung haben wollen. An allen Ecken und Enden quoll der Leim nur so zwischen den Stoßkanten hervor und ich musste sehr viel wegwischen. Zu meinem Verwundern passierte dies allerdings nur außen. Im Inneren der Lautsprecher sah das Ergebnis später nicht ganz so „saftig“ aus.

Mit Schraubzwingen presste ich die Seitenwände richtig zusammen. Schließlich wollte ich nach dem Trocknen nicht wochenlang mit Spachteln und Schleifen beschäftigt sein. Anschließend mussten noch die Ausschnitte für Chassis gesägt werden. Mit der Stichsäge, einem anständigen Sägeblatt und einer ruhigen Hand sieht das Ergebnis anschließend auch ganz passabel aus. Selbst wenn dem nicht so gewesen wäre, die Schnittkanten verschwinden hinterher eh unter dem Rand der Chassis. Die Kante, die durch das Fräsen der Versenkung entstanden ist, kann man gut als „Führung“ benutzen. Auch wenn die Kante die Säge nicht in der Spur hält, so ist sie doch als Orientierung hilfreich.

Nun ein paar Impressionen der „rohen“ Holzkisten. Auf den Fotos kann man sehen, dass der Leim auch nach ca. einem Tag Trocknungszeit im Inneren noch nicht ausgehärtet war.

Das Spachteln und Schleifen wollte ich dann eigentlich in meiner Wohnung machen. Ich habe es auch begonnen, allerdings sagte mir mein Schwager in Spe, quasi der Bruder meiner Freundin, dass er einen Exzenterschleifer besitzt und ich diesen auch gern benutzen kann. Hiermit ein dickes Dankeschön an ihn. Ohne den Exzenterschliefer wäre ich sicherlich immer noch mit Schleifen beschäftigt. Mit Muskelkraft mag man vielleicht präzise arbeiten können, aber als schnell würde ich das nicht bezeichnen.

Die Lautsprecher fanden also ihren Weg zurück in die Werkstatt des Vaters meiner Freundin. Dort habe ich den Exzenterschleifer angesetzt und *zack* ... weg war das Gespachtelte und die Stellen, an denen ich dachte spachteln zu müssen, waren glatt wie ein Spiegel. Keine Fugen, keine Dellen. Die Arbeit hätte ich mir also auch sparen können, wenn ich gleich mit dem Exzenterschleifer begonnen hätte. Die Arbeit ging damit so gut von der Hand, dass ich die Kanten an der Front weggeschliffen habe, die ich eigentlich stehen lassen wollte, um später die Front etwas abgesetzt, heller zu gestalten als den Rest. Das hatte sich dann damit erledigt. Mein Schwiegervater in Spe kam dann auf die Idee, dass man alle Kanten mit der Fräse abrunden könnte. In Anbetracht der Designänderung, die aufgrund des „plötzlichen“ Verschwindens der Kanten an der Front vorgenommen wurde, war die Idee ziemlich gut. Auch wenn ich eine Weile überlegt habe, ob ich es wirklich machen soll, unterdessen bin ich davon begeistert. Das Ergebnis ist ein Traum. Leider gibt es von dieser Arbeit keine Bilder. Man sieht allerdings das Ergebnis, wenn man sich die Bilder vom Lackieren ansieht.

 

 

 

 

Die Weichen entstehen

Das Aufbauen der Weichen sollte kein großartiges Problem darstellen. Immerhin habe ich schon etwas Löterfahrung und bin elektrotechnisch auch nicht ganz unbeholfen. Ich habe also die Bauteile sortiert und anschließend auf einer Lochrasterplatine zusammengesteckt, um das Layout der Platine zu entwerfen. Alles hat gepasst. Die Weichen wurden gelötet und alles mit Heißkleber fixiert. Als ich dann die Bild machte, fiel mir auf, dass ich mit den zwei parallel ausgerichteten Spulen ja eigentlich einen Trafo gebaut habe. Das ist eigentlich nicht ganz das was es werden sollte. Ich habe also den Heißkleber und die kleine Spule wieder entfernt, die Spule gedreht wieder auf gelötet und erneut alles mit Heißkleber fixiert.

Die Bauteile für die Impedanzkorrekur habe ich auf die Anschlussterminals geklebt. Die Spule sollte dort auch weit genug von denen der Weiche entfernt sein, so dass diese sich nicht mehr beeinflussen können.

Die Kisten bekommen Farbe

Nachdem ich die „rohen“ Lautsprecher zurück in meine Wohnung gebracht habe, konnte sich meine Freundin nicht mehr wehren und ich habe die Küche für mich in Anspruch genommen. Das ging allerdings nur, weil meine bessere Hälfte auch gar nicht da war. Sonst hätte sie das nicht so lange geduldet, wie es letztendlich gedauert hat. Der Plan sah so aus: Grundieren, Schleifen, Grundieren, Schleifen, Lackieren, Schleifen, Lackieren, Schleifen, Klar-Lackieren, Fertig. Aber es kam anders.

Das erste Problem war die Auswahl der Farbe. Ich dachte an etwas helles. Ein Vorschlag einer Freundin war, dass ich Creme-Weiß nehmen soll. Die Farbe an sich gefiel mir auch. Als ich die Dose allerdings vor eine weiße Fläche gehalten habe, sah es aus, als hätte der ursprünglich weiße Deckel dieser Dose jahrelang in einer Raucherwohnung gelegen. Damit war die Farbe abgelehnt. Ich blieb dann bei ganz normalem Weiß. Der Plan war, seidenmattes Weiß zu Lackieren und dann das Ganze mit glänzendem Klarlack beenden. Beim Schleifen zwischen den Lackschichten, trat allerdings immer wieder Holz an die Oberfläche. Immer so vereinzelte Stellen, die dann natürlich sehr unschön aussahen. Das hieß für mich, ich musste noch mehr Lack kaufen. Leider gab es in dem Baumarkt die Sorte Lack nicht mehr, die ich verwendet hatte. Scheinbar kamen alle Anwohner in der näheren Umgebung auf die Idee irgendwas lackieren zu müssen. Ich dachte: „Was soll's?“ und habe den glänzenden Lack der gleichen Farbe, des gleichen Herstellers gekauft. Auf einem Stück Holz habe ich die Kombination des Lacks mit dem Klarlack ausprobiert. Der pure Lack sah am Ende besser aus, als wenn ich ihn noch mit einer Schicht Klarlack überzogen hätte. Da ich als weißen Lack „Fenster- und Türen-Lack“ verwendet habe, hatte dieser auch bessere Eigenschaften als der Klarlack. „Schmutz abweisend“ ist nur eine davon. Letztendlich habe ich 2 Schichten Grundierung, 3 Schichten seidenmatten Fenster- und Türen-Lack und 4 Schichten glänzenden Fenster- und Türen-Lack auf den Lautsprechern. Ich finde das Ergebnis ist recht ansehnlich, aber seht selbst.

Das Finish

Die letzten Schritte auf dem Weg zu meinen ersten, selbst gebauten Lautsprechern lagen vor mir. Das Befüllen mit Dämmwatte, das Einschrauben der Chassis und das Einbauen der Bassreflexröhre standen an.

Als Erstes musste ich allerdings die Löcher für die Schrauben vorbohren. Ich habe also die Lautsprecher in die für sie vorgesehenen Vertiefungen gelegt und alle Löcher angerissen und anschließend vorgebohrt. Dann kam die Weiche an die Reihe. Diese habe ich mit einer ganzen Menge Heißkleber auf die unterste Versteifung in jedem Lautsprecher geklebt. Gleich im Anschluss habe ich mich um das Anschlussterminal gekümmert und dieses an die Weiche gelötet und gleich in die Box geschraubt. Dann kam die Watte an die Reihe. Diese habe ich pro Lautsprecher in 4 gleich große Streifen geschnitten. Anders habe ich sie nicht sinnvoll in den Lautsprechern verteilt bekommen. Auch das Anlöten der Chassis an die Weiche ging schnell von der Hand. In das Gehäuse eingeschraubt waren sie auch schnell. Das Einsetzen der Bassreflexröhre erwies sich allerdings als schwierig. Wie man auf den Bildern sieht, habe ich auch die Laibung der Bassreflexöffnung lackiert. Da ich die Ausschnitte exakt so groß gemacht habe, dass die Bassreflexröhre straff hinein passt, störte dieser Millimeter Lack ungemein. Ich musste ihn also noch runter schleifen. Das ging aber in guter Zusammenarbeit von Dremel und Staubsauger recht schnell und die Bassreflexröhren sind nun auch verbaut. Als letztes habe ich noch Gummifüße an die Lautsprecher gebaut und sie an den für sie vorgesehenen Platz gestellt.

Der rechte Lautsprecher und der CD-Schrank haben noch die Plätze getauscht. Die „Elip 2“ rahmen also nun mein Aquarium ein. Sowohl optisch als auch klanglich. Jedenfalls hoffte ich das, als ich sie dort aufgestellt habe.

Das Fazit

Optisch hat sich die Arbeit meiner Meinung nach gelohnt. Lautsprecher mit dieser Optik bekommt man einfach nicht zu kaufen. Jedenfalls nicht in der Preisklasse. Ob sich der Preis und die Arbeit auch klanglich gelohnt haben, das vermag das Auge nicht zu beurteilen, dafür braucht man die Ohren und natürlich Musik.

Als ich einen tiefen Blick in meinen CD-Schrank riskierte, sprangen mir gleich ein paar CDs entgegen. „Metallica – Black Album“, „Metallica – Load“, „In Extremo – Weckt die Toten“, „Marilyn Manson – The Golden Age Of Grotesque“ und „In Flames – A Sense of Purpose“. Ich muss sagen, die Lautsprecher sind für Metal durchaus geeignet. Das In Extremo Album stammt aus meiner Jugend. Ich wusste, dass dort viele verschiedene, nicht elektronische Instrumente spielen. Ich wollte hören, ob man jetzt mehr vernehmen kann, als vorher mit anderen Lautsprechern. Erwartet habe ich nicht viel, aber ich war aufgrund der Erfahrungen anderer Nutzer in verschiedenen Foren, sehr gespannt. Und siehe da, die Lautsprecher lohnen sich. Wenn man sogenannte „Brüllwürfel“ gewohnt ist, dann sind die „Elip 2“ ein Segen. Den Klang zu beschreiben ist in meinen Augen extrem schwer, vielleicht sogar unmöglich. Das Beste ist, man hört sich die Lautsprecher einfach an.

Ich wollte mir musikalische Lautsprecher bauen, die auch bei gehobener Zimmerlautstärke noch eine gute Figur machen. Diese habe ich mir mit den „Elip 2“ erschaffen. Je mehr Musikrichtungen ich auf den Lautsprechern ausprobiere, umso überzeugter bin ich von ihnen. Im Endeffekt werde ich sie zwar für Rock und Metal verwenden. In beiden Musikrichtungen finden die unterschiedlichsten Instrumente Verwendung und die Lautsprecher geben den Klang eines jeden Instruments sehr gut wieder. Ich bin von diesen Lautsprechern begeistert und ich kann jedem, der bezüglich des Lautsprecherbaus noch unentschlossen ist, dazu raten es zu wagen. Das Ergebnis ist in jedem Fall die Mühe mehr als wert. Die, für die der Weg das Ziel ist, werden sowieso ihren Spass haben. Ich für meinen Teil hatte ihn jedenfalls und ich denke, dass ich wieder ein Paar Lautsprecher bauen werde. Mal sehen, was sich Udo noch so ausdenkt.

Stefan

Günthers ELIP-2

Günthers ELIP-2


Erstes Lautsprecherbau-Projekt: ELIP-2
Ein Baubericht von Günther

Erst ein wenig Vorgeschichte: Ich hab mir vor ca. 15 Jahren in einem Elektrowarengeschäft Pilot Boxen gekauft, die damals 1000 Schilling (umgerechnet ca. 72€) das Stück kosteten. Angeschlossen wurden die damals an meine billige Silva-Schneider Anlage, die bei leisem Spiel mehr Rauschen als Töne heraus brachte. Irgendwann dann hab ich mir einen gebrauchten Denon PMA 520 A geleistet und war begeistert, wie gut die Pilot klingen können. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran und beginnt genauer hinzuhören. Die Folge war, dass ich bemerken musste, dass der Kasten auf dem die Boxen standen, ganz schön mitschwingt. Also Spikes gekauft zum Entkoppeln und siehe da, eine neue Unart stellt sich ein: Die Schutzgitter geben ein schön hörbares „PING“ von sich, wenn man die Musik abstellt oder wenn man Filme ansieht und keine Hintergrundmusik läuft, während gesprochen wird. Das Alles geht zwar in der Musik normalerweise unter, ich bin aber sicher, dass es sich negativ auf das Gesamtklangbild auswirkt.
In der Zeit, in der ich die Spikes kaufte, hab ich auch ein wenig im Internet zu suchen begonnen nach Selbstbauprojekten und so bin ich über das HiFi-Forum auf Udo’s Seite gekommen. Hier haben mich die Klangbeschreibungen fasziniert und ich hab mich mal hingesetzt und genau gehorcht und ein wenig versucht nachzuvollziehen, was da so beschrieben wurde. Ernüchtert mußte ich feststellen, dass ich von den beschriebenen Eindrücken nichts bei meinen Boxen hören konnte. Ich versuchte es mit verschiedenen Aufnahmen und verschiedenen Musikrichtungen, es kam immer nur ein Geräuschknäuel raus, der sich nicht richtig von den Lautsprechern lösen wollte, sondern irgendwie dran hängen blieb. Um die Sache an dieser Stelle ein wenig abzukürzen: Vom ersten Gedanken an einen Eigenbau bis zum Bestellen des Bausatzes für die ELIP-2 sind mit allen Überlegungen zu Größe, Preisrahmen und Freundin überzeugen keine zwei Wochen vergangen und ich musste nebenher auch noch arbeiten :-)

Nun zum Bau:

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Im Baumarkt hab ich mir die Zuschnitte geholt, nicht wie geplant in 19mm MDF (war ausverkauft und 3-4 Wochen warten wollte ich nicht), sondern in 16 mm. Zu Hause angekommen wurde erst mal alles im Vorraum aufgeschichtet. Nachdem meine bessere Hälfte nicht da war, konnte ich auch gleich loslegen und die erste Box zusammen leimen. Bretter sortiert, aufgelegt, angezeichnet und zusammengeleimt

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Hier kann man die inneren Versteifungen und die nach hinten versetzte Frontplatte erkennen. Die Front wurde zurückversetzt, damit der Kork, den ich verwendete, um die Chassis zu „versenken“, nicht über die Seitenteile übersteht, sondern schön bündig abschließt.
Weil ich keine Oberfräse besitze, hab ich beschlossen, die Ausschnitte für die Chassis und die Anschlußterminals mit der Stichsäge auszuschneiden. Anfangs meinte ich, es wäre leichter, viele Löcher zu bohren, um dann nur noch die Stege zwischen den Löchern durchzuschneiden und dann zu verschleifen. Es stellte sich aber heraus, dass das dünne Stichsägeblatt so leicht um die Kurven geht, dass es nicht notwendig war, erst Löcher zu bohren. So beschränkte ich mich dann auf ein Loch für den Start und schnitt die Ausschnitte einfach so.

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Nach den Ausschnitten ging es dann auch schon ans spachteln und schleifen. Die Ausschnitte wurden übrigens im Freien gemacht, die Staubentwicklung war einfach untragbar. Nachdem es aber dann vom Wetter her nicht mehr möglich war, draußen zu arbeiten, hab ich den Opa meiner Freundin gefragt, ob ich nicht seine Werkstatt benutzen dürfe.
Dort wurde dann weiter geschliffen, gespachtelt, lackiert (mit Schaumstoffrolle und seidenmattem Lack), wieder geschliffen und wieder lackiert, dazwischen die Korkplatten mit Klarlack versiegelt und die Boxen noch mal lackiert, bis ich mit dem Ergebnis halbwegs zufrieden sein konnte.

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Aus dem Baumarkt holte ich mir noch zwei Granitfliesen, auf die ich die ELIP-2 mit Spikes stellte und im Wohnzimmer platzierte, wo sie dann einige Tage auf die Einbauteile von Udo warten mussten.

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Auf der Wohnwand kann man auch die Pilot-Boxen erkennen, die mich dazu gebracht haben, selbst Lautsprecher zu bauen :-).

1514Nachdem dann die Teile von Udo eingetrudelt waren, ging es an den Aufbau der Frequenzweichen. Ich hab mich dazu entschieden, diese auf Kunststoffplatten aufzubauen, die noch bei mir nutzlos herumlagen. Durch den sehr einfachen Aufbau der Weiche stellt sie einen vor keine unlösbare Aufgabe und so waren die Teile schnell verlötet und fertig für den Einbau.

Werkstatt war dieses mal das Wohnzimmer, glücklicherweise war meine Freundin da recht geduldig mit mir. Die fertig aufgebauten Frequenzweichen und die Chassis vor dem Einbau. Durch die doch recht schmale Ausführung der ELIP-2 (bin ich froh, dass ich nicht die Needle gebaut hab :-) ) war das Anschrauben der Frequenzweichen an die Rückwand nicht ganz so einfach, aber es hat geklappt. Nach dem Zuschneiden und Aufkleben des Korks auf die Front wurden die Chassis und das Anschlußterminal angeschlossen, die Chassis eingeschraubt und die Boxen wieder aufgestellt.

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Mein Fazit zum Bau: jederzeit wieder! Es gibt jedoch so einiges, was ich anders machen würde. Zum Beispiel würde ich das nächste Mal die Chassis mit der Oberfräse versenken und auf den Kork verzichten. Mir gefällt zwar die Optik grundsätzlich, aber so einfach, wie es ausschaut, ist es dann auch nicht, den Kork ohne zerbröseln zu schneiden.
Für die Lackierung werde ich nächstes Mal eine Lackierpistole verwenden, es hat zwar mit der Schaumstoffrolle funktioniert, aber berauschend ist das Ergebnis nicht. Auch sollte man sich ordentlichen Lack besorgen, hier zu sparen bringt nur Ärger.
Ansonsten kann ich nur sagen, dass mit den vielen Hilfen auf Udo’s Seite der Bau eines Lautsprecherpaares wie es die ELIP-2 sind keine großen Schwierigkeiten bereitet, auch nicht für Einsteiger.

Nun zum Klang:

Gleich nach Fertigstellung der ersten Box wurde diese aufgestellt, angeschlossen und im Vergleich zu meinen alten Pilots klang sie von Anfang an in den Mitten und Höhen viel ausgeglichener. Nachdem dann die zweite auch fertig war, ließ ich sie erst mal einige Zeit „warmlaufen“. Dabei bemerkte ich wie sich die Chassis immer mehr an ihre Aufgabe gewöhnten und die Töne immer genauer und reiner wiedergegeben wurden. Die erste richtige Hörprobe erfolgte dann mit dem Prolog aus „Les Miserables“. Wie soll ich sagen, ich hab die Augen geschlossen, damit mir meine Augen nicht das vermiesen konnten, was ich da hörte. Es war ein Erlebnis sondergleichen, die Tiefe des Raums gewaltig, die Staffelung ausgeprägt, die Stimmen der Hauptdarsteller unglaublich. Weiter dann mit den Corrs unplugged: wieder Augen zu und gelauscht. Jedes Instrument hat seine Platz, das Klatschen vom Publikum nie nervig, die Querflöten so sauber wiedergegeben, man fühlt fast den Luftzug der über die Öffnung streicht und glaubt die Klappen zu hören. Mein Grinsen wurde immer breiter, ich hab so etwas bisher noch nicht erleben dürfen. Danach noch Grönemeyer eingelegt und enttäuscht gewesen. Hier hat man anscheinend nicht wirklich viel Arbeit im Studio investiert, alles kommt nur aus der Mitte und ist ein einziger Geräuschklumpen, hat mir gar nicht gefallen.
Es folgten noch einige CD’s, alle Musikrichtungen, die ich so gefunden hab in meiner Sammlung, es war wunderbar. Die Bässe ausgeprägt, die Mitten sauber durchzeichnet und die Höhen nie nervig oder aufdringlich, die ELIP-2 spielen einfach wunderbar ausgeglichen. Außerdem sind sie äußerst pegelfest, ich hab es bisher nicht geschafft, so laut aufzudrehen, bis ich Verzerrungen oder Unschönheiten im Klang entdeckt hätte, meine Ohren haben immer schon vorher gestreikt.
Ich bin froh, mich für die ELIP-2 entschieden zu haben und muss Udo für diese Konstruktion ein großes Lob aussprechen. Sicherlich werde ich wieder mal ein Paar Lautsprecher bauen, wann und was ist noch nicht sicher, aber wohl wieder ein Bausatz von Udo.

Günther

Elip - Zweifach gut für alle!

Elip - Zweifach gut für alle!

Zweiwege-Standbox und -Regalbox mit hohem Wirkungsgrad für jede Musikrichtung

Ein neuer, besonders preiswerter Polypropylen-Tiefmitteltöner veranlasste uns zur Entwicklung neuer Regal- und Standboxen für jede Musikrichtung. So können Selbstbau-Neulinge oder -Aufsteiger mit schmalem Geldbeutel eine Extraportion guten Klang genießen.

Entwicklung

Was gestern Stand der Technik war, ist heute überholt, soll uns die Werbung glauben machen, auch in der Welt der Lautsprecher. Ständig werden neue Materialien und Fertigungstechniken erfunden. Doch manchmal führen auch bewährte Konzepte zum Erfolg, besonders wenn man sie ein wenig modifiziert: So kann es uns ganz gelegen, als uns ein paar Musterchassis mit durchsichtigen Polypropylenmenbranen erreichten, die wir nach einigen kleinen Änderungen im Chassisaufbau in Serie gingen ließen. Kaum waren sie dar, haben wir flugs einen Bauvorschlag mit den Neulingen. erarbeitet - eigentlich sind es sogar zwei, lassen Sie sich überraschen.

Elip 1 Gehäuse

Bei der Gehäusedimensionierung sind Simulationsprogramme Gold wert, solange man sie in Bezug auf die Genauigkeit des Ergebnisses einschätzen kann. So ließen wir uns bei der Gehäuseberechnung auch diesmal wieder vom noch auf DOS laufenden LspCAD unterstützen, die gleichen Ergebnisse liefert auch Audiocad mit Windows. Natürlich macht es keinen Sinn, eine Box stumpf nach Simulation aufzubauen, sondern sollte sich immer seine Gedanken dazu machen. Die Thiele-Small-Parameter des brandneuen Gradient GDS 182 sprachen für eine Bassreflexabstimmung.

Das Simmulationsprogramm LspCAD ermittelte 20 Liter Nettovolumen für den Gradient-Tieftöner, also recht viel für eine kleine Kompaktbox. Da wir fast zeitgleich mit den Bässen Musterfertiggehäuse mit 14 Litern netto erhielten, gaben wir dem kleineren Volumen eine Chance, zumal die Gehäuse schön glanzlackiert und abgerundet bei uns eintrafen. Mittig haben die Gehäuse sogar einen Versteifungsrahmen. So haben wir vorne in die Frontwand schnell die Chassisausschnitte hinten in die Rückwand ein Loch für das Bassreflexrohr BR 50 gefräst.

Wer denn nicht auf das fertige Gehäuse zurückgreifen möchte, für den gibt es hier natürlich den Gehäusebauplan:

Eine der wichtigsten Grundregeln ist, dass der Bass in einer kleineren Kammer mehr Bassdruck erzeugt, aber weniger tief hinabreicht und auch mit weniger Sauberkeit zu Werke geht (resultierender Q-Faktor). Ebenso wichtig ist die Anpassung des Reflexrohres, um den Frequenzgang zu linearisieren und eventuelle Überhöhungen zu glätten. Auch durch die Menge und die Platzierung des Dämmaterials lässt sich die Basswiedergabe beeinflussen, denn akustisch vergrößert die Wolle das Innenvolumen des Gehäuses, statt es zu verkleinern. Das lässt sich sogar in der Impedanzkurve ablesen: mehr Dämmstoff verschiebt die typischen Reflexhöcker nach unten.

Also berücksichtigten wir diese Zusammenhänge und gaben uns an die Reflexabstimmung: Bei voller Länge des Rohres und ganz viel Sonofil lag die Abstimmfrequenz bei erfreulich niedrigen 40 Hz. Das war unser Ziel, also ging es auch mit 14 statt mit 20 Litern Innenvolumen.

Die Endmontage ging so schnell, dass wir glatt vergessen haben, ein Foto der noch unbestückten Box zu machen. Also muss das Foto ohne die Ausschnitte genügen, es ist ja nur ein einfach aufzubauendes eckiges Gehäuse ohne besondere Anforderungen an die Heimwerkerfähigkeiten.
Nun brauchte das Kind nur noch einen Namen und wurde auf Elip 1 getauft.

Elip 2 Gehäuse

Nun schwebte uns noch ein eine Standbox mit doppelter Tieftonbestückung vor, die wir naheliegenderweise Elip 2 nannten. Für die Standbox interpretierten wir die Software-Simulation in die andere Richtung neu und zielten auf eine möglichst tiefe und saubere Basswiedergabe. Also entwarfen wir ein Bassreflexgehäuse mit rund 50 Litern Nettovolumen anstelle der berechneten 2 x 20, also 40 Liter. Das hat zwar einen theoretischen leichten Verlust im Bassdruck zur Folge, der sich jedoch durch die größere Membranfläche und die bodennahe Bassreflexöffnung relativiert. Vorteil ist in jedem Fall, dass die Standbox gegenüber der Kompaktbox einige Herz tiefer hinabreicht.

So gelang uns der Aufbau schmucker schlanker Standboxen mit einer Anordnung der Chassis im D'Appolito-Design. Eine schlanke Standbox wirkt immer eleganter als eine vergleichweise klobige Regalbox mit zwei Tiefmitteltönern und durch den schlanken Aufbau landete der Hochtöner genau in Ohrhöhe vor der Box sitzender Musikhörer.

Bei 120 cm Höhe und 19,8 cm Breite musste das Gehäuse 30cm tief werden. Angesichts dieser Standardmaße konnten wir auf die preiswerten, folierten Möbelbauplatten von Hornbach zurückgreifen, die wir schon mehrfach für den Boxenbau eingesetzt haben.

Also besorgten wir vier Bretter mit 120 x 30 cm für die Seiten, zwei mit 120 x 40 cm für die Fronten und Rückwände und eine mit 120 x 20 cm für die Deckel und Böden.

Die großen Platten und die kleine Platte zerschnitten wir längs in Streifen mit 16,6 cm Breite, so passten sie perfekt für unser Gehäuse. Dabei achteten wir darauf, die furnierten Kanten an den unsichtbaren Stellen abzusägen, damit später der Leim hält. Die Fotos des Zusammenbaus zeigen anschaulich, warum die Box 19,8 cm und nicht etwa 20 cm breit ist: Die Innenbreite von 16,6 cm ermöglicht eine Art Versenken der Chassis durch das zurücksetzen der Frontwand. Der (ab Werk) angeschnittene Korb der GDS 182 endet dann genau an der Schnittkante.

Lautsprecher selber bauen für Anfänger. Wie die Elip mit einfachen Mitteln gebaut werden kann, erklären wir unserem mehrteiligen Video. Den ersten Teil können Sie hier direkt ansehen. Für die Teile 2,3 und 4 bitte auf die Links klicken.

Teil 1: Lautsprecher selber bauen anhand der Elip.

Chassis

Der Gradient GDS 182 besitzt bereits einen Lautsprecherkorb modernster Bauart mit schmalen Stegen und somit optimiertem Luftdurchsatz hinter der Membran, damit sich keine Kompressionserscheinungen ergeben. So ganz nebenbei ist das Chassis auf diese Weise auch optisch gut gelungen.

Etwas ungewöhnlich und damit auffällig sind heutzutage durchsichtige Polypropylenmembranen, früher kannte man sie oft aus billigem Plastik. Normalerweise wird der Kunststoff durch die Beimischung von Graphit geschwärzt, bei transparentem Polypropylen müssen Stabilisatoren beigemischt werden, damit sich keine Farbveränderungen infolge des Alterungsprozesses ergeben.

Bedingt durch die hohe innere Dämpfung, Steifigkeit und Härte ist Polypropylen ein interessantes Membranmaterial, welches zudem noch durch organische Zusätze den Anforderungen angepasst werden kann. Beliebt ist es insbesondere für Mittel- und Tieftöner. Ein weiterer Vorteil ist die gute produktionstechnische Reproduzierbarkeit der Eigenschaften in der Fertigung.

Im Gegensatz zu Membranen aus härteren Materialien entwickeln Polypropylenmenbranen kaum Resonanzspitzen bei höheren Frequenzen des Übertragungsbereiches, die sich bei Hartmembranen oft als scheinbar übertriebene Detaildarstellung äußern, aber schnell als lästige Tendenz im Klangbild erweisen. Polypropylen wird im Gegensatz dazu eine ruhigere Gangart zugeschrieben, die lange Hörsessions entspannter genießen lassen und dennoch weit von Langeweile entfernt ist.
Mit Fres = 37 Hz, Qts = 0,37 und Vas = 30 Liter eignen sich die Thiele-Small-Parameter des GDS 182 für nahezu jede Gehäusebauart von der geschlossenen Box über Bandpasskonstruktionen bis zur Bassreflexbox. Mit nur 34 Euro pro Stück sind sie auch für schmalere Geldbeutel eine Empfehlung, da sie eine ganze Menge dafür bieten.

Der Polypropylen-Tiefmitteltöner brauchte natürlich einen passenden Hochtöner. Bei der Auswahl half die Erfahrung vergangener Jahre bei der Kombination von Polypropylen-Chassis mit geeitneten Hochtönern. So entschieden wir uns für den Seas NoFerro 900, den ersten durch unser maßgebliches Zutun wieder entdeckten, ferrofluidfreien Hochtöner von Seas. Außer der Eigenresonanz, die jedes schwingende System hat, weist die innen beschichtete Seidenkalotte keine Impedanzspitzen auf, die ein zu hartes Membranmaterial entlarven würden.

Frequenzweiche Elip 2

Der Frequenzgang der beiden eingebauten und in Parallelschaltung betriebenen GDS 182 zeigt ein gutmütiges Verhalten bei hohen Frequenzen. Der durch die zunehmende Bündelung bedingte stetige Pegelanstieg bei Messung auf Achse endet in einem kleinen Peak um 5 kHz. Darüber fällt die Kurve gleichmäßig steil ab. Dieses gutmütige Verhalten ist für Polypropylen typisch. So gelingt der lineare Weichenaufbau für den Basszweig (Bassweiche rot) mit nur wenigen Bauteilen, einem Audyn-Pilzkern und einem glatten Elko.

Die Weiche für den Hochtöner bietet eine Herausforderung, für das der Tweeter selbst nichts kann: Durch die schmale Front entsteht ein Einbruch um 2,5 kHz, welche die Weichenabstimmung erschwert (Hochtonweiche rot). Also setzen wir ein steilflankiges Filter dritter Ordnung ein, bestehend aus zwei Audyn-Q4 Folienkondensatoren und einer parallel zum Hochtöner liegenden Luftspule mit 0,71 mm Drahtstärke (blau).

Der Pegel muss nicht abgesenkt werden, solange man die Boxen parallel zu den Zimmerwänden aufstellt. Für die perfekte Addition der Zweige müssen Tiefmittel- und Hochtöner aufgrund der unterschiedlichen Flankensteilheiten der Weichennetzwerke gegeneinander verpolt betrieben werden.

Der hohe Wirkungsgrad von 90 dB bei durchgängig geradem Freqenzgang prädestiniert die Elip 2 zum Einsatz an Röhrenverstärkern, also haben wir für diesen Einsatzzweck auch eine Impedanzkorrektur ergänzt. Sie macht die Elip 2 Röhren-tauglich, ohne einen Transitor-Amp zu stören.

Die Frequenzweiche wird am Besten auf dem unteren Versteifungsbrett der Rückwand befestigt. Was das Dämmaterial angeht, so reichen vier Beutel Sonofil in gleichmäßig lockerer Verteilung, bei der Elip 2 reicht ein gegenüber der Elip 1 sparsamerer Einsatz aufgrund des auch in Relation zur Anzahl der Chassis größeren Innenvolumens. Bei der Elip 2 kommt das Bassreflexrohr HP 70 in voller Länge zum Einsatz.

Frequenzweiche Elip 1

Ähnlich wie in der Elip 2 verhielt sich auch der Bass in der Elip 1 (Bassweiche, rot). Seinen Pegel begrenzt ein Filter aus Rollenkernspule HQ 40, glattem Elko und nachgeschaltetem Widerstand. Die Mittellagen beließen wir etwas lauter, damit es bei wandnaher Aufstellung nicht zu einer Bassüberhöhung kommt. (Bassweiche, blau).

Dem Hochtöner (Hochtonweiche, rot) reichte ebenfalls eine Trennung zweiter Ordnung, deren Flanke wir durch die Wahl der Widerstände des Pegelreglers ein wenig beeinflussten (Hochtonweiche, blau)

Anders als bei der Elip 2 werden die Chassis gleichphasig angeschlossen. So ergibt sich die Addition der Zweige zur Summenkurve bei einer Trennfrequenz von 2,5 kHz.

Klang

Zielgruppengerecht testeten wir die Elip 1 und Elip 2 auch mit aktueller Musik aus den Charts, aber eben auch mit Jazz, Blues und Rock der 60er und 70er Jahre. Beim ersten Titel, der im Hörraum vom Überbleibsel einer ehemals angesagten Girl-Band "gesungen" wurde, blieb akustisch nur eine verklebte Stimme, die in klumpigem Bassgewummer und unpräzisem Hochtonzirbeln unterging. Es blieb uns also die Hoffnung, dass die Dame besser aussieht, als sie singt, um im Showgeschäft zu bestehen und dass die Lautsprecher anderes Musikmaterial zu mehr Leben erwecken können.

Entscheidend für die Klangbeurteilung von Lautsprecherboxen ist immer das eigene Empfinden, weshalb es nie verkehrt ist, sich Lautsprecher vor dem Kauf einmal anzuhören. Da der Reiseaufwand gerade bei solch preiswerten Bausätzen jedoch unverhältnismäßig hoch ist und die Gehäuse ja auch einfach aufzubauen sind, werden viele Leser unsere Klangbeschreibung begrüßen, auch wenn diese nie ganz objektiv sein kann - wir haben ja schließlich Spaß an der Musik und würden Lautsprecher, die uns nicht gefallen, einfach anders abstimmen. Sie sollen ja schließlich auch Ihnen gefallen und den bestmöglichen Klang in ihrer Preisklasse bieten.

Bis auf die Basswiedergabe klingen die ungleichen Brüder trotz unterschiedlicher Weichenbeschaltung sehr ähnlich und der Bass wurde ja für unterschiedliche Aufstellungsorte konzipiert. Somit beschreiben wir den Klang nur für die Elip 2, in einem kleineren Raum klingt die Elip 1 entsprechend gleich. Vor dem Klangtest muss man sich natürlich über die Aufstellung, die Elektronik-Kette und die Musik Gedanken machen. So stellten wir die Elip 1 bestimmungsgemäß wandnah auf und die Elip 2 zwei etwas weiter im Raum.

Als nächstes sang Duffy mit gut abgesetzer Stimme vor vielen deutlich zuortbaren Instrumenten. "Mercy" war auch unserer Gedanke nach dem vorher ertragenen. Ein gleichsam tiefer, trockener und druckvoller Bass sowie eine wunderbare Hochtonauflösung ergänzten die souveräne Wiedergabe der Mittellagen genauso wie die tue Bühnendarstellung, die sogar die Hintergrundsänger akustisch in ebensochem beließ und sie nicht virtuell neben die Vokalisten stellte.

Sehr gefiel auch Yael Naim's "New Soul" mit einer Tuba als Bassinstrument, die ihre typischen, leicht knurrigen Anblasgeräusche nicht unterschlug. Etwas rockiger ging es anschließend zu mit Coldplay's "Violet Hill". Auch hier gefiel die tief gestaffelte Bühne, eine gute Ortbarkeit und die gute Dynamik ohne nervende Hochtonbetonung. Zu guter Letzt stellten wir die Neukonstrutkionen mit Paul Potts "Nessun Dorma" auf die Probe. Eindrucksvoll, wie man dem begnadeten Sänger quasi exakt auf den Mund schauen konnte.

Nach dieser bereits ausführlichen Hörprobe kamen wir nicht umhin, die beiden Elip Varianten mit einem Röhrenverstärker anzutesten und schlossen den Destiny KT 88 an die Preiswert-Boxen an und kredenzten auf diese Art ein gutes altes Stück Rockgeschichte, die wahrscheinlich selten genug beachtet wird: Neil Young durfte nun mit "Rust never sleeps" zeigen, was ein Röhrenverstärker daraus macht. "Hey Hey, My My" Wuchtig, gewaltig, mit wunderschön verzerrter Gitarre und trotzdem unangestrengt boten die Elips dieses fast vergessene Stück Musikgeschichte wohlfeil dar. Rock'n'Roll can never die!

Fazit

Eigentlich wollten wir einfach nur preiswerte Boxen mit den neuen durchsichtigen Gradient Polypropylen-Tiefmitteltönern konstruieren. Dabei erpuppten sie sich besser, als gedacht und laufen mit der eingesetzten ferrofluidlosen Seas Hochtonkalotte gleich in zwei Gehäuseformaten zur Höchstform auf. Herausgekommen sind wirklich gute und einfach aufzubauende Aufsteiger-Lautsprecher für jede Musikrichtung, die nicht einmal besondere Anforderungen an die Verstärkerleistung stellen.

Intertechnik

Beide Bausätze gibt es exklusiv im Intertechnik Shop:

Bausatz Elip 1
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