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Vota2 - Ersetzt durch Flamenco

Vota2 - Ersetzt durch Flamenco

Ersetzt durch Flamenco
ausverkauft und nicht mehr lieferbar
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Details

Ersetzt durch Flamenco

Lautsprecherbausatz Gradient VOTA mit Gradient Axis Lautsprechern ohne Gehäuse Frequenzweiche inklusive der Bauteile für die Impedanzkorrektur
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Merkmale

Wege 3-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz 6 Ohm
Kennschalldruck 90 dB
Höhe 103 cm
Breite 24,90 cm
Tiefe 30 cm
Anwendung Standlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Gradient
Preislevel 100-200 Euro
Raumgröße bis 50 m2

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bauberichte

Vota 2 (Zweiteilig) Weiß MDF

Vota 2 (Zweiteilig) Weiß MDF

Entscheidung und Grund:


Hallo liebe Leute,

ich dachte mir, ich präsentiere euch mal meinen (nach)bau der Vota 1 beziehungsweise 2!
Zu mir:
Ich bin Informatikstudent seit 2012 und Schlagzeuger seit meinem 8. Lebensjahr. Ich unterrichte nebenbei Schlagzeug, bin heute 22 Jahre alt und höre sehr sehr viel Musik aus den Bereichen Rock, Pop, Soul, Jazz, Klassik, Alternativ, House, NDW, ... .
Wie Ihr merkt quasi alles. Die Hauptrichtungen sind jedoch Rock, NDW, 80/90, Top 40.
Ich hatte bis vor dem Lautsprecherbau nur ein 5.1 Canton Set mit Yamaha AVR. Um Filme zu gucken und für Hintergrundmusik absolut ausreichend, jedoch für mehr auch nicht. Irgendwann habe ich mir die AKG K551 gekauft und lernte die Musik neu kennen! Dieser unglaublich lineare Kopfhörer zeigte einem Klänge die einem in vielen Stücken nie auffielen. Danach machte das Musikhören auf meinem 5.1 keinen Spaß mehr. Für mich war klar, ich brauche etwas besseres. Etwas was so sauber und differenziert wie die AKG klingt. Also suchte ich viel im Internet der Marken Nubert, Teufel und co. Aber zum einen waren mir die Preise zu hoch und zum anderen waren mir die Bewertungen bei günstigeren Lautsprechern zu schlecht. Das Projekt lag also auf Eis. Und das ein paar Jahre.

Irgendwann, ich glaube aus Zufall, stieß ich auf einen Bericht im Netz zum Selbstbau von Lautsprechern.
Da ich schon immer viel selber gebaut habe, fragte ich mich, wieso ich nicht schon von selber auf die Idee gekommen war. Also googelte ich und googelte ich, bis ich recht schnell auf diese Seite gelangte. Und ich las und las viele der Berichte. Habe viel zum Bau und zur Technik gelernt und wollte sehr schnell selber bauen.
Da ich ein paar aktive PA-Lautsprecher mit Bändchenhochtöner hatte und diese zu meinen vorherigen deutlich sauberer klangen, war für mich klar, dass in meinen Lautsprechern auch welche rein müssen (obwohl ich wusste, dass man von Bändchen nicht auf Sauberkeit schließen kann, wollte ich dennoch welche).
Ich fand recht schnell die Vota 1, die meinem Budget entsprachen. Als ich bemerkte, dass es auch ein Upgrade-Set dafür gab, war die Entscheidung fast klar.

Ich suchte viel nach Höreindrücken und las immer wieder wie sauber, warm und mit welcher breiten Bühne die Vota's klingen. Also dachte ich mir: Wieso nicht?!

Ruck zuck bestellte ich die Vota 1 und besorgte mir während dem Versand das MDF im nahliegenden Baumarkt. Die Front ließ ich mir fräsen! Top Arbeit und ruck zuck war sie fertig! Super!

Also konnte ich los legen!!! :)

Kleben und Streichen:


Mit Expressleihm hielt alles ruck zuck und ein erstes Hören war angestrichen möglich! Ich konnte nicht so lange warten, bis ich gefühlte 1000 mal gestrichen habe, aber zu den höreindrücken später mehr!

Wie gesagt passte alles perfekt. Schnell geklebt und ein mal mit 180er geschliffen an den Übergängen, damit die Kanten perfekt bündig sind. Dann mit Fenster-/Türlack gestrichen! Geschliffen mit 180er und noch mal gestrichen. Dann noch mal mit 250er und wieder gestrichen, dann mit 400er und das ganze noch mal. Also immer schleifen, streichen, schleifen, streichen,... Nach dem 400er habe ich mit 600er Nassschliff weiter gemacht. Erneut gestrichen und noch mal mit 800er und sogar 1.000er beides Nass. Das macht sehr viel aus, nass zu schleifen, geht aber nach einigen Gängen auch sehr schnell, da der Staub sich direkt mit dem Wasser bindet und so als Schmiermittel fungiert. Also sollte man ab dem Moment, wo es träger wird aufhören und abwischen.

Die Fläche wird dadurch glatt wie ein Klavier! Wirklich Hammer, allerdings auch viel, viel Arbeit.
Das ganze habe ich mit einer ganz weichen Echtfellrolle gerollt. Wie gesagt viel Arbeit, aber es lohnt sich!!!

Zu den Bildern:
Das linke ist geschätzt 8 mal gestrichen und geschliffen. Man sieht immer noch die sogenannte "Orangenhaut", jedoch ist die Fläche nach dem letzten mal Schleifen sehr, sehr plan. Etwas fleckig wird es mit dem Roller oder dem Pinsel immer. Man müsste also sprühen.

Ich habe mir dann Sprühlack (klar) in einer Dose besorgt und bin damit einmal wie auf der Verpackung angegeben schnell drüber gegangen. Das war eine gute Idee :) Die Fläche ist richtig glatt geworden und die Fläche glänzt total!! :) Man sieht es im mittleren Bild und im rechten der oberen drei!

Klang der Vota 1:


Die Vota 1 waren also fertig. Ich war begeistert. Die Optik ist, wie ich finde, einzigartig zeitlos und sauber! Der Klang ist ebenfalls super sauber! Ich habe damit viel gehört! Heute (August 2015) bin ich immer noch begeistert von den Vota 1! Die höhen sind einfach nur kristallklar aber noch lange nicht schrill oder zu laut. Nein, sie sind perfekt! Der Tief- & Mittentöner darunter macht seinen Job ebenfalls sehr gut, wenn auch bei 5" nicht ganz so druckvoll wie bei anderen Standlautsprechern, aber die Vota 1 sind auch nur Regellautsprecher und dafür machen sie einen sehr guten Job! Ich finde, im Nahbereich haben sie ein super Panorama und da reichen auch die Bässe bei weitem! Die Mitten sind sehr sauber, wenn auch etwas wenig vorhanden. Ist wohl auch normal bei 2-Wege?!

Die Vota 1 habe ich im Januar 2015 gebaut und das Upgrade auf die Vota 2 im Mai 2015! Also habe ich jetzt einige Monate mit den Vota 1 alleine und inzwischen über 3 Monate mit den Vota 2 verbracht :)

Ach Ja, zum Befeuern benutze ich einen SONOS:Connect AMP, da wir im ganzen Haus SONOS verbaut haben und ich das System sehr gut finde. Ich weis, dass jetzt viele gerne meckern würden, jedoch bin ich damit sehr, sehr zufrieden und das zählt ;)
Zuerst wollte ich einen älteren, gebrauchten Verstärker kaufen, um eine gute Qualität zu bekommen und dann den SONOS Connect anschließen, jedoch war mir das in der Summe zu teuer, weshalb ich direkt den SONOS mit eingebautem Klasse D Verstärker gekauft habe. (Kostenpunkt 450Euro).

Das Upgrade auf die Vota 2:


Wie bereits geschrieben, habe ich viel mit den Vota 1 gehört! Ich war immer sehr zufrieden, jedoch fehlte mir oft der Druck in den Tiefen und ich hoffte auf stärkere und sauberere Mitten und entschied mich dann, das Upgrade zu bestellen!

Alles ist wie immer schnell angekommen und ich war überrascht wie viel 3" mehr aus machen können!
Ich war wieder ganz aufgeregt, wie sich der Klang verändern würde und ob es tatsächlich so viel bringt, wie schon oft im Forum gelesen.

Also wieder Holz geholt und die ganze Streichen/Schleifen-Geschichte von vorne. Juhuuu...
Aber ich war froh, so viel Energie und Zeit rein investiert zu haben! Dabei konnte man abschalten, den Alltag vergessen und vor allem bekam man so wunderschöne Lautsprecher! Also nehmt euch die Zeit, es genau machen zu können!!

Hier ein paar Bilder (entschuldigt, dass einige nicht gedreht sind):

Zusätzliche Ideen:


Ich habe mich entschieden eine Zwischenplatte unter dem Bassteil zu stellen! Der Hauptgrund dabei war der optische und ich hoffte das es auch etwas bringt, da die Lautsprecher auf Paketboden stehen und so quasi alles schwingt. Die Vota 1 baute ich noch einmal auseinander und baute einen Schalter ein, der den Widerstand vor dem Hochtöner dazu schalten kann, damit ich die Vota 1 auch weiterhin alleine betreiben könnte.


Die Vota 1 stehen auf dem Bassteil mit transparenten Gummifüßen! Der Halt ist wirklich unglaublich! Obwohl sie nur 1cm x 1cm groß sind, kleben sie wie Silikon am Bassteil! Da wackelt nichts!!! Ich habe 100% Kupferkabel bestellt und vergoldete Bananenstecker damit ich alles schnell und ohne Qualitätsverlust anstecken kann! Die "Gradient"-Logos sind nur hinten beklebt, da ich Sie erst komplett weglassen wollte.

Das Bassteil steht auf einer 22mm MDF mit eingelassenen Metallplättchen (oben links im Bild zu sehen) und die Spikes sind fest eingeschraubt. Ich weiß, das man eigentlich Granit oder etwas anderes schweres nimmt, um die Schwingungen aufzufangen, jedoch ging es mir wie gesagt hauptsächlich um die Optik und ich dachte, dass es besser ist als nichts ;)

Die 22mm MDF Bodenplatten sind mit 2cm großen Gummifüßen belebt und halten so sehr gut am Boden!
Alles in allem kann man oben an den Vota 1 wackeln und es bewegt sich (fast) nichts.


Ich habe noch ein Terminal mehr bestellt und dieses oben im Bassteil verbaut. Das hat folgenden Grund:

Ich gehe vom Verstärker zum Bassteil unten rein. Von dort zum Tieftöner hoch zum zweiten Terminal. Davor ist noch der zusätzliche Kondensator für die Vota 1. Dort raus und direkt in die Vota 1, den Schalter auf "AN" und wir haben den richtigen Vota 2 Aufbau!

Alternativ kann ich vom Verstärker direkt in die Vota 1, stelle den Schalter auf "AUS" und die Vota 1 klingen wie gewollt und gewohnt.

Schlusswort:


Ich hoffe, euch hat mein Bericht und meine Fotos gefallen und ich konnte euch sogar etwas inspirieren!
Ich bin mehr als zufrieden und würde die Lautsprecher jedem weiter empfehlen und sie selber trotz hohen Streich- und Schleifaufwand wieder bauen!! Den SONOS Verstärker kann ich ebenfalls uneingeschränkt empfehlen, obwohl er erst einmal 20min warm laufen muss, bevor man den Pegel auf über 80% zieht. 50% reichen zum angenehmen hören auf deutlich gehobenerer Lautstärke jedoch mehr als aus ;)

Schreibt mir eure Meinung als Kommentar, ob Positiv oder Negativ, ich werde mich freuen! ;)

Liebe Grüße, Mario

Vota2 einteilig

Vota2 einteilig


Ich habe bis vor kurzem ein Soundsystem CD100 5.1 gehabt. Eigentlich war ich damit zufrieden, bis ich das Soundsystem meines Cousin zu hören bekommen habe. Er hat nur zwei Vota1 für Stereo und eine Vota3 als Centerlautsprecher. Der Klang war so beeindruckend schön, kräftig und satt in allen Frequenzbereichen. Und das bei einem Selbstbaulautsprecher. Zwar meinte mein Cousin, daß ein bisschen mehr Bass nicht verkehrt wäre, ich habe aber wirklich nichts vermisst. Meine Entscheidung, zwei Vota2 und eine Vota3 zu bauen, stand danach fest.

Die Vota2 sollte in einteiliger Version ausgeführt werden. Hier in der Community wurde ich schnell fündig. Ein kleine Änderung auf eine schmälere Version wollte ich aber vornehmen. Für diese Änderung und Volumen sowie Kanäle umrechnen, hat mich ein erfahrenes Community-Mitglied, Jakob Schitik, die ganze Zeit sehr gut betreut. Auch die Vota3 musste in eine schmälere Version umgerechnet werden. Alle drei Lautsprecher wollte ich dann in schwarz-metallic lackieren.

Die Bauphase


Bei einem Tischler habe ich die MDF-Platen mit Grundfolie, auf Gehrung geschnitten, bestellt. Den Preis von 147Euro fand ich okay.


Die Vota3 war relativ schnell fertig. In die Vota2 musste ich deutlich mehr Zeit und Arbeit investieren, hatte aber große Freude daran zu sehen, wie das Projekt vorwärts ging. Viel Zeit ging für die Verarbeitung mit 2K-Spritzfühler (Autolack-Spritzfühler) und dem Schleifen weg. Den Spritzfühler habe ich mit einem Pinsel aufgetragen. Für die nachträgliche Anbringung der Lautsprecher-Abdeckrahmen wurden die Neodymium Magnete direkt in die Frontplatten integriert.


Der Autolackierer hat seinen Job auch gut gemacht. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.


Anschließend habe ich die Lautsprecher zusammengebaut und im Wohnzimmer aufgestellt.

Zum Klang


Erst mussten die Lautsprecherchassis zwei Tage lang auf Zimmerlautstärke warmlaufen. Nach der Einlaufphase war die Klangverbesserung deutlich zu hören. Nach Umschließen auf Bi-Amping war der Klang einfach perfekt. Ich habe bis jetzt keine Lautsprecher gehört die so wunderschön und voluminös klingen. (Es gibt bestimmt etwas Besseres, aber ich bin mit den Vota`s super zufrieden.)

Die Soundqualität und auch Optik finden große Akzeptanz in meinem Bekanntenkreis und vor allem auch bei meiner Frau.

Danke an Alle die mir bei dem Projekt geholfen haben.

Marks Vota 2

Marks Vota 2


So, es ist vollbracht, die Vota´s sind nach viieeel Schweiß und einigen verlorenen Nerven, was eher an meinem Unvermögen als an dem Bausatz lag, fertig. Und nun wie zuvor im Forum versprochen, den kleinen, ungeschönten Baubericht. (okay ich habe ausgelassen, wie oft und wie viel geflucht wurde, aber das kann sich jeder beim Lesen selber denken.) Wo beginne ich? hmm.. ganz vorne.

An einem schönen Tag kam mir auf dem Weg zur Arbeit die Idee, etwas selber zu bauen. Aber es stellte sich die Frage, was denn, eigentlich ist alles vorhanden... Obwohl, Lautsprecher, das wäre was, ich bräuchte einen Verstärker, Kabel etc., aber das wäre doch mal was.

Einen Arbeitskollegen bei einer ruhigen Nachtschicht mal gefragt, ob er jemanden kennt, der so etwas schon mal gemacht hat und er antwortete: "Ja ich!" Er riet mir dazu, mich mal in dem Forum hier umzuschauen und sagte, da sei bestimmt etwas bei. Und er sollte Recht behalten. nach einigen Stunden bzw. Tagen auf der Suche - zugegeben auch auf anderen einschlägigen Webseiten - nach den richtigen Lautsprechern, gab es die "Runde der drei". Zur Wahl standen die FirstTime 8, die FirstTime 2 TL und die Vota 2 die ich von Anfang an (meine Freundin zum Glück auch) am sympathischsten fand.

Also auf den 80km langen Weg ins Hörstudio gemacht, was ich jedem nur empfehlen kann ;) und die Vota 2 probegehört. Als Quelle diente ein Plattenspieler und ja, auch ein Smartphone, was kurzerhand über Klinke-Chinch angeschlossen wurde. Vom Klang an sich sehr schön, aber ein wenig mehr Bass dürfte es sein. Also nochmal hin und her überlegt, aber sich doch für die Vota 2 entschieden, denn sie machte den frauenverträglichsten Eindruck.

Da ich in meinem Wohnzimmer schon mit LED-Technik zum Beleuchten meiner Köln-Skyline (3m x 1m) gearbeitet habe, wollte ich dies auch direkt mit in die LS einfließen lassen und bestellte mir schon vorweg die benötigten Elektronikbauteile.

In Paint skizzierte ich dann natürlich in Absprache mit meiner Freundin, wie die LS mal aussehen sollten und konnte es nicht abwarten, den Bausatz zu bestellen. Also Bausatz bestellt, zwei Tage später war er bei mir und die Überraschung über die Geschwindigkeit und die Vorfreude war groß.

In der Zwischenzeit hatte ich einen weiteren Arbeitskollegen infiziert, der mir seinen Kellerraum und sein Werkzeug, denn das war bei mir absolute Mangelware, zur Verfügung stellte. Großes Paket von Udo in den Kofferraum, Holzliste leicht bearbeitet (Schallwand Bassteil 22mm statt 19mm MDF, denn da sollten!! die LEDs und deren Abdeckung Platz finden) und ab zum nächsten Baumarkt. Da muss ich den Mann an der Säge, über die man viel Negatives hört, wirklich loben, denn zumindest seine Arbeit war 1A.

Beim Kollegen angekommen alles ausgeladen, in den Keller hinunter und eine Bestandsaufnahme gemacht, welches Werkzeug wir haben und welches noch benötigt wird. Alles da, bis auf eine Oberfräse... ihr habt es erraten, wer keine Oberfräse hat, bzw. eine im engen Bekanntenkreis besorgen kann, hat wahrscheinlich auch keine Ahnung, wie man damit umgeht, und niemanden, der weiß, wie man damit umgeht.

Egal, Baumarkt um die Ecke, Leim, Schmirgel, Lack, Oberfräse und Fräßköpfe gekauft und weiter. Ach ja, ein kleiner Tipp an alle die einen Fräszirkel brauchen, um euch viel Gesuche und Herumelefoniererei zu ersparen, Fräszirkel gibt es zumindest im Raum Leverkusen und Neuss in keinem Baumarkt. Also musste eine, ich gebe zu, sehr eigenwillige Konstruktion herhalten, die gar nicht sooo schlecht funktionierte. Aber dazu gleich mehr.



Das Verleimen der einzelnen Komponenten ging wirklich gut von der Hand und war ruckzuck erledigt. Das Schallwandfräsen, stellte uns aber vor ein Problem. Wie machen wir es Rund? Ein Stück Rückwand, welches im Keller herumflog, wurde also dazu auserwählt, uns als Zirkel zu dienen. An der Unterseite der Oberfräse fixiert und mit einer M6-Schraube versehen. Erfolg mäßig, aber immerhin schon mal halbwegs rund. Die Kanten der LS sollten gefast werden und das klappte ausnahmsweise wunderbar, fast schon ein wenig professionell. Bei den Ausfräsungen für die LEDs jedoch, streikte irgendwann die Oberfräße und wir standen vor dem nächsten Problem, ziehen wir das jetzt irgendwie durch, oder lassen wir die LEDs weg, die ich schon an die entsprechenden Controller etc. angeschlossen, verdrahtet hatte und für deren Abdeckung schon weißes LED-Plexi besorgt war? ....Wir ließen sie weg und spachtelten die schon gefräßten Schlitze zu. Dann folgten die Ausschnitte für die Chassis die mit einer Stichsäge gemacht wurden. Wie sich später herausstellte, wäre dort ein wenig mehr Sorgfalt besser gewesen und man hätte es vermieden, einen Hochtöner einkleben zu müssen. Naja, zu spät.



Während ich die Weichen zusammenbaute (Danke für die Korrektur) Grundierte der Kollege schon mal großzügig mit dem Pinsel die Gehäuse. Wir ließen das Acryl, mit dem die Bauteile der Weiche auf einem Stück Sperrholz fixiert waren und die Grundierung trocknen und machten uns auf die Suche nach einem Verstärker. Im großen Techno-Markt in Neuss wurden wir nach dem Vergleich von drei, vier Verstärkern fündig und nun darf ein Onkyo A-9050 meine Vota´s "befeuern".

Als alles getrocknet war, ging es ans Schleifen, die gepinselte Grundierung schön wieder abgeschliffen und erneut, nun aber mit der Sprühdose, grundiert, angeschliffen und erneut grundiert. Plötzlich Riefen... wo kommen die denn her? Ach von der ersten Grundierung mit PINSEL!!.. Also alles wieder mit der Hand bis aufs MDF runter geschliffen und nun mit einer Rolle grundiert. (Dauer des Runterschleifens ca. 10std. verbrauchtes Schleifpapier ca. 25m) Angeschliffen und nochmal grundiert. Nun sahen sie wirklich zufriedenstellend aus. Dreimal schwarzer Hochglanz Sprüh-Lack drüber, dazwischen schleifen und so weiter ;-) und zweimal Klarlack und fertig sind die leicht "verkorksten" Vota 2. Sie haben ihre kleinen Macken, die zu großen Teilen meiner enormen Ungeduld, zum anderen Teil unserem Unvermögen zu verdanken ist, aber wir können mit Fug und Recht behaupten, viel bei diesem Bau gelernt zu haben. Das Wichtigste ist, wir hatten trotz all der Unwegsamkeiten Spaß beim Bau und ich würde behaupten, dass mir die Fehler bei dem nächsten Bausatz – den wird es definitiv geben - nicht mehr passieren. Mittlerweile (die Vota’s stehen schon ein paar Tage) überlege ich, ob ich sie nicht einfach einteilig bauen werde, denn klanglich sind sie für meine Räumlichkeiten absolut ausreichend und der Bedarf nach mehr besteht vorerst nicht.

Ich werde hier keine detailierte Klanganalyse durchführen, denn dafür habe ich zu wenig Ahnung von der Materie. Ich schildere es einfach, wie ich es sehe. Apropos klanglich, die anfänglichen Bedenken bezüglich des zu geringen Basses, sind passe. Zuerst war ich überwältigt, wie klar Stimmen (auch bei Spielfilmen), Geräusche, die man vorher gar nicht wahrnahm und Instrumente, plötzlich klangen. Zuvor beschallte eine Kompaktanlage eines holländischen Herstellers den Raum, die nun in den Keller verbannt wurde und so schnell nicht wieder ihren Weg nach oben finden wird.  Dazwischen liegen Welten. Beim Fußball hört man wenn der linke LS (respektive die Nordkurve ;) ) dem rechten LS (respektive Südkurve) etwas zuruft und es geht nicht mehr alles in einen Brei über. *schwärm*. Aber das ist ja eigentlich nicht das Aufgabengebiet, denn das ist und bleibt Musik.

Also Robert Miles in den Player Verstärker auf 1Uhr und zu „Children“ die Augen geschlossen und einfach genossen. Ich grinste schon über beide Ohren, während meine Freundin noch ein wenig teilnahmslos dort saß und mich ungläubig anschaute. Pegel also auf ein Niveau reguliert bei dem man seinen Nebenmann versteht und dann kam. „Die haben aber nicht viel Bass“ … Okay, dann anders, „Thrift Shop“ von Macklemore angemacht und siehe da, meine Freundin grinste auch zufrieden. Die Vota´s können vielleicht nicht alles, aber für Metal, Rock, House und Pop, meiner Meinung nach, mehr als Aufsteigerklasse!

Mission Complete!



Vielen Dank an Rainer für den Tipp der Seite. Vielen Dank an Udo für die vielen Mails, in denen er Fragen über Fragen geduldig und sehr schnell beantwortete. Vielen Dank an meine Freundin, die mich tage- oder war es wochenlang, ertragen hat, obwohl ich nur von Holz, Chassis, Kabel etc. redete und während der Abschlussarbeiten unser Wohnzimmer verwüstete. Und abschließend vielen Dank an Christian, für sein Werkzeug, seinen Keller und seine Unterstützung.

Mark

Wolfgangs Vota 2

Wolfgangs Vota 2


Jetzt, wo ich hier schreibe, fällt mir gerade auf: ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wie es in meinem Fall tatsächlich begonnen hat, mit Lautsprechern zu hantieren. Das ist auch nicht sooo wichtig. Aber irgendwann im Spätherbst des vergangenen Jahres, als ich einige Pflanzen wieder für den Winter einkellerte, tauchten sie wieder in meinem Blickfeld auf: meine ersten Lautsprecherboxen, die ich während meiner Schulzeit im vergangenen Jahrtau­send gebaut hatte. Kurz nachgerechnet werden sie jetzt 37 Jahre alt, von denen sie in den letzten geschätzten 30 Jahren nicht oder nur selten genutzt wurden. Der Grund ist so simpel wie ba­nal: Ir­gendwann nach der Lehre und der Familiengründung wurde die erste Musikan­lage ge­kauft, bei der auch gute Boxen dabei waren, die auch besser zu den Gardinen passten. Die alten Boxen wur­den sicher verwahrt. Wie gesagt, im vergangenen Herbst war es wieder soweit. Als ich sie sah, wurde ich schwach und in diesem hochemotionalen Moment (ja, auch Männer haben Ge­fühle) erwuchs der Wunsch, sie mal wieder hervorzuholen und anzuhören. Doch welch Überraschung: auch an denen ist die Zeit nicht spurlos vorbei­gezo­gen. Die Gummisicken der TT hatten ihr Haltbarkeitsdatum offen­sichtlich überschritten und waren nicht mehr zu retten. Hörses­sion ausgefallen, Stimmung am Boden.

Naja, die Boxen waren im Grunde ja gar nicht so dolle. Liebevoll, aber handwerklich nicht sehr geschickt hatte ich die Gehäuse damals aus Teakholzabfällen einer örtlichen Wasserwaa­genfabrik zusammengeleimt, gehobelt und geschliffen (ja Leute, damals waren wir so arm dran: wir hatten nur Wasserwaagen aus Holz, ganz ohne Batterie, ohne Laser und ohne so ne App aus dem Inter­net. Noch ganz primitiv.). Die Ausschnitte für die Chassis sind aus heuti­ger Sicht total besch..... aber mit den Mitteln, die mir damals zur Verfügung standen - lassen wir es gut sein. Was also tun? Mitteltöner und Hochtöner funktionieren noch. Neuen TT reinbauen oder ganz was Neues?

Bei der Recherche im WWW stieß ich unweigerlich auf Heldensagen und Lobgesänge über dieses Internet Magazin. Es gab viele Geschichten zu lesen und der Drang, selbst wieder tätig zu werden, gewann im­mer stärker die Oberhand. Aber welche Boxen aus dem reichhaltigen Sortiment sollten es werden? Mein Zögern wurde mir nicht zum Nachteil, ganz im Gegenteil. Denn nach einer Volksbefragung erschuf man die „Volksbox“ in Form der Vota.

Die Vota 2 wurde dann das Objekt meiner Begierde, wobei für mich aber der Wunsch bestand, sie in einem Guss, sprich in einem Gehäuse zu bauen. Gehäuseform und Aussehen sollten weg vom eckigen und kantigen, ein wenig anders eben. Diese Gedankengänge erforderten dann noch etwas Zeit. Zeit in der Rüdiger und Fritz ihre Boxen bereits gebaut und ihre Be­richte veröffentlich hatten. Im November stellte ich dann einen meiner ersten Entwürfe dem Publikum vor. Zu dieser Zeit war auch Below bereits mit dem Bau einer einteiligen Vota beschäftigt. Matthias (Da) unter­stützte mich dann bei der Findung der Gehäusedetails.

Zwischendrin entschloss ich mich dann, die alten Boxen doch nochmal mit einem neuen TT Mo­dell 08-15 zu bestücken. Man muss schließlich auch mal was zum Vergleich haben. Ich war über­rascht, wie gut sich die Boxen nach über 30 Jahren Ruhezeit anhörten. Aaaber da hatte ich ja noch keine Ahnung, was da mit der Vota auf mich zukommen würde...

Die Planung und Ausführung erfolgte letztendlich in Schichtbauweise (neu­deutsch Sandwich). Geduldig wurden alle meine Anfängerfragen beantwortet und es gab noch den ein oder anderen nützlichen Hinweis dazu. Man mag mir Verschwendungssucht vorwerfen, aber da ich mit MDF noch nicht gearbeitet hatte, erschien mir diese Bauart die für meine Zwecke geeigneteste Form zu sein. Insbesondere, da die vielen Rundungen doch auch schön gleich­mäßig werden sollten.

Zum Glück befindet sich in Wohnortnähe ein Holzgroßhandel, der zum einen auch Zuschnitte macht und zum anderen preislich um einiges günstiger ist, als die Bau­märkte, die es so im Um­kreis gibt. Schließlich hieß es dann Butter bei die Fische: 2 große 19mm-MDF-Platten (2,07x2,80m) wurden nach meinen Vorgaben in handliche Stü­cke zersägt und in den heimischen Keller verfrachtet. Ab jetzt gab es kein Zurück mehr!

Nachdem ich dann noch meine Werkzeugausstattung aufgerüstet und das ein oder andere Hilfs­mittel (z.B. einen Fräszirkel) gebaut hatte, legte ich dann im Februar los. Einige der handlicheren Platten bearbeitete ich (mehr oder weniger gründlich) so, dass sie mir als Schablone für die einzelnen Schich­ten dienten. Die Bereiche für die späteren Hohlräume und Rundungen sägte ich  bei allen Schichten grob mit der Stichsäge aus, mit einem Bündigfräser wurden dann die Feinheiten nachgearbeitet.

Als ich dann die ersten Bilder in meine Galerie einge­stellt hatte, erkundigte sich Matthias (Da) (ganz schein­heilig) nach dem anfallenden Staub. Zitat: „Wer hat denn den ganzen Staub weggekehrt“.



Beachte:

Wer bereits mit MDF gearbeitet hat, und Matthias (Da) scheint da ganz besondere Erfahrungen gesammelt zu haben, weiß natürlich, dass auch der Einsatz mehrerer Staubsauggeräte nicht wirklich zum Erfolg führt. Der Einsatz eines geeigneten Atemschutzes ist jedem der MDF sägt, fräst, schleift usw. nur anzuraten.

Einen geringen Teil der Arbeiten führte ich dann, soweit es die Temperaturen zuließen, im Freien durch. Was die Sauger nicht schafften, wurde dann vom Winde verweht.

Als die Einzelteile fertig gefräst waren, habe ich sie erstmal zusammenge­schraubt. Nicht alles war sofort gelungen und hier und da musste schon restauriert werden. So fand dann auch schon das ein oder andere Abfall­stück gleich eine sinnvolle Verwen­dung.

Im nächsten Schritt wur­den die Ein­zelteile dann auf meiner „Leim­presse“ nach und nach verleimt. Und hier wie­der ein Blick in die Vergangenheit: zum Ein­satz kam hier der gleiche Holzleim, den ich auch bei mei­nen alten Boxen verwendet habe. Nicht alles war früher schlecht und manches noch nicht mal anders.



Anfang März kamen dann die Lautsprecherchassis ins Haus, mussten aber noch auf ihren Einsatz warten. Erst Ende März wa­ren beide Gehäuse fertig verleimt, die Lautsprecheröffnun­gen mit dem Zirkel gefräst, die Kanten gerundet und die ein oder andere Unebenheit gespachtelt.



Zwischendurch lötete ich dann die Fre­quenz­weichen, ganz gegen meine Be­rufs­ehre, auf dünnen MDF-Platten zusammen. Jetzt gab es kein Halten mehr. Sch... auf das Finish - jetzt gibt es erstmal An­probe. Also Weichen, Sonofil und Lautsprecher rein in die Kisten.

Beachte:

Wenn man die Chassis in die Boxen schraubt, ist es ratsam die Schraublöcher vor­zuboh­ren. Diese Info hatte ich vorher schon irgendwo erlesen. Es ist eben kein Mas­sivholz, sondern MDF und da sind schnell mal die Schraubenlö­cher überdreht oder, besonders wenn man randnah verschraubt, wie im Falle der Chassis, bricht schnell mal ein Teil der Platten weg.

Dann ran mit den Boxen an den Verstärker, CD rein und los geht’s.

Zuerst hab ich mir Mario Biondi (This is what you are) angehört (schöner Bass, schöne Trompete und der Flügel erst...), dann kamen einige Stücke aus Riverdance dran (ohne Worte), mal hören wie es mit Klassik ist: Das Blumenduett (Delibes/ Lakme) - dann sollte es eigentlich der Frühling (Vivaldi) werden, aber da kamen dann noch Sommer, Herbst und Winter dazu. Andere Richtung: Buena Vista Social Club - Chan Chan (welch ein schöner alter Kontrabass),  jetzt mal Master of the Universe von Hawkwind (mal etwas lauter), dann wurde es Zeit für’s Bett und die Boxen fragten „How can I help you say goodbye“ (Doky Brothers). Doch bevor ich dann die erste Hör­session beenden konnte fragte mich noch Ivy Quainoo - Do You Like What You See? Well, I like what I see and I like what I hear gab ich ihr zur Antwort, zitierte Mario Biondi und entschwand mit ei­nem tiefen Gefühl der Zufriedenheit.

Nachdem ich meinen beiden Jungs mit stolz geschwollener Brust die Boxen vorgeführt hatte, wurde es noch schwerer auch nur daran zu denken, die Chassis wieder aus den Gehäusen zu rei­ßen. Die Kommentare der jungen Generation waren hinsichtlich des Klangs durchweg positiv. Aber die Gehäuse hatten noch keine Füße und das endgültige Aussehen musste auch noch festge­legt werden. Mit Furnier hatte ich zwar geliebäugelt, ließ dann aber doch vorsichtshalber die Finger davon.

Erst als ich auch die Füße für die Boxen entworfen und umgesetzt hatte, bekam meine Frau die Boxen zu Gesicht und zu Gehör. Während Sie einkaufen war, nutzte ich die Zeit und wuchtete die rohen Boxen aus dem Keller ins Wohnzimmer, was mich bei einem Gewicht von fast 38kg je Box doch zugegebenermaßen leicht ins Schwitzen brachte. Schnell noch Verstärker, CD-Player und Tuner provisorisch auf­gebaut und Sessel in Position gestellt.

Schon während der Bau­zeit hatte meine Liebste Lärm und Staub zu ertragen. Sehr erfreut war sie ange­sichts der Größe der Boxen nicht. Zusätzlich hatte ich den Boxenbau nicht mit ihr abgespro­chen. Und dann auch noch das Gehäuse, auf das man ja gar nichts draufstellen kann....

Nun, wenn sich ein Mann freut wie ein kleines Kind, wird ein Frauenherz weich. So war es jeden­falls bei meiner Frau. Auch wenn noch nicht entschieden ist, ob sich die Boxen längere Zeit oder nur vorübergehend im Wohnzimmer aufhalten dürfen - an dieser Stelle meinen tiefsten Dank an meine Frau!

Die Wahl der Gehäusefarbe fiel einstimmig auf Cremeweiß (RAL 9001). Wegen des als besser zu erwartenden Ergebnisses wählte ich dann die Farbe auf Lösemittelbasis oder heißt das Lösungs­mittelbasis? Egal, Cremeweiß war die Lösung (also doch Lösungsmittel...?);)

Beachte:

Beim Lackieren ist die Nutzung einer geeigneten Atemschutzmaske wärmstens zu empfehlen. Der Müll landet dann in der Tonne und das Schnurlose auf der Station. Below weiß was ich meine, die übrigen können ja mal seinen Bericht lesen.

Aber bis zum Erstrahlen in dieser Farbe lagen noch einige Arbeitsvorgänge vor mir: spachteln - schleifen - spachteln - schleifen - Sprühspachtel - schleifen - Sprühspachtel - schleifen - grundie­ren - schleifen - grundieren - schleifen - und dann (Kernschmelze) geschah es: wäh­rend ich eine der Boxen auf dem Eigenbau-Lackierständer in der Garage verschob, brach der Halter, der die Box hielt. Zum Glück hatte ich die Hände noch an der Box und konnte einen Sturz auf den Boden ver­hindern, stieß dabei aber mit ihr gegen die zweite Box gleich ne­benan. Ergebnis war, dass beide Boxen jetzt mittelschwere, auf jeden Fall sichtbare Macken in der Grun­dierung hatten und die Fertigstellung sich weiter verzögerte. Alles in allem hatte ich jedoch Glück gehabt. Die Schäden waren nur gering und recht leicht zu beheben. Dieses Missgeschick könnte also auch in der Rubrik „Frust-Thread“, auftauchen. Also Grundierung ausbessern und wieder - abschleifen - endlich 1. Lackschicht - anschleifen und Endanstrich (Grundierung und Lackierung erfolgten mit der Schaumgummirolle). Meine Geduld wurde nochmal arg strapaziert da ich warten musste bis der Lack wirklich trocken war.




Am 1. Mai war es dann soweit, es erfolgte das, was man im Automobilbau als Hochzeit be­zeich­net. Auch wenn sie meiner Frau nicht das Wasser reichen können, sie sehen schon edel aus, die beiden Votas. Von Klang und Aussehen der Boxen sind auch meine Tochter und ihr Freund angetan. Bisher sind die Votas nur provisorisch angeschlossen.

Als nächstes muss ich wohl noch ein pas­sendes Möbelstück für Verstärker & Co bauen...

Bei der Menge an Musik, die so gibt, weigere ich mich, mich auf eine Musikrichtung festzulegen. Warum nur eine hören, wenn man doch alle haben kann? Deshalb brauche ich Lautsprecher, die mir meine Wunschmusik so zu Ohr bringen, dass ich das Zu­hören nicht als Zumutung, sondern als Spaß emp­finde. Wie sich das anhören kann, weiß ich aber erst seit ich die Vota gehört habe.

Im Vota origial Bericht wir der Höreindruck u.a wie folgt beschrieben  „als ich noch mit einem Lächeln im Gesicht in der über dem Laden liegenden Wohnung erschien.“ Dieses Lächeln kann ich sehr gut nachvollziehen. An diesen Nebenwirkungen leide auch ich, wenn ich vor der/ den Vota(s) sitze. Und die verstärken sich, wenn ich dann die Musik ein­schalte.

Jetzt zu dem, was man nicht so einfach in Bilder und Worte fassen kann: ich komme zum Ver­such einer Klangbeschreibung. Voranstellend gebe ich Rüdiger mit seiner Bemerkung „Man muss sie hören und sich seine eigene Meinung bilden„  vollkommen recht. Die Hörsessions in Darmstadt hab ich im Netz verfolgt, eine Fahrt nach Bochum war mir ein wenig zu weit. Ich hab den Bausatz daher „taub“ gekauft und es nicht bereut.



Einen ersten Höreindruck habe ich ja schon geschildert. Abschließend ergänze ich diesen.

Beeindruckt hat mich vor allem die Klarheit dessen, was ich zu hören bekomme. Da sind jetzt Stimmen und Instrumente zu hören, wo vorher nichts war. Der HT, so scheint mir, ist daran maß­geblich beteiligt. Auch der Bass, den ich nach meinem Empfinden als trocken, aber warm und angemessen, so­gar angenehm kräftig beschreiben möchte (und hiermit tue), fügt sich wunderbar ein. Der ist kein An­geber, das hat der gar nicht nötig. Wenn er gebraucht wird, ist er da.

Und wenn die Votas brüllen sollen, dann tun sie das. Im Gegensatz zu Boxen, bei denen nicht zu erkennen ist, wer da in der „Brüllbox“ sitzt, weil alles so vermatscht rüberkommt, heißt es bei der Vota Vorsicht: Das Gebrüll ist klar und deutlich. Da ist ein Löwe in der Box – oder vielleicht schon draußen? Man hört die Katze - aber wo ist sie; nichts zu sehen. Vorsicht! Aber so eine Katze kann auch schnurren, was die Vota ebenfalls kann, ganz fein und zart wickelt sie dich ein...

Als der Chan Chan zum ersten Mal lief, dachte ich zunächst mit dem Bass würde etwas nicht stimmen und suchte die Ursache beim Verstärker oder bei der Box. Schließlich hatte ich ja sehr oft gelesen, dass sich die Boxen erst einspielen müssen. Nichts von dem traf zu. Mein Gehör war an so etwas noch nicht gewöhnt. Da war ein echter, höl­zer­ner Kontrabass! So echt, als würde er bei mir im Keller stehen. Ich konnte - bildlich gespro­chen - förmlich sehen, wie die Saiten unter den Fingern seines Spielers vibrierten, wie das Holz des Instruments ins Schwingen kam und auf der Cola auf dem Tisch diese kleinen Kreise entstan­den, wie sie es eben in solchen Fällen tun.

Achso, ob es tatsächlich zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Bassethörner, vier Wald­hör­ner, zwei Fagotte und ein Kontrabass waren, die da im Wohnzimmer aufspielten - so wie Udo behauptet hat - konnte ich mangels fachlicher und akustischer Kompetenz nicht feststel­len. Aber ich will ihm mal glauben. Angehört hat es sich jedenfalls gut ;)

Ich hör schon den Heino singen: Junge, du hast ja da die Vota - die wollt ich so gerne haben...Und ich werde antworten: Ja, ich hab die Vota - und sogar selbst gebaut!

Auch meinem Jüngsten sage ich an dieser Stelle Dank dafür, dass er meinen Baubericht vor Ab­gabe Korrektur gelesen, kommentiert und mit vielen roten Eintragungen versehen, wohlwollend lächelnd wieder an mich übergeben hat.

Wolfgang



Peers Vota2 einteilig

Peers Vota2 einteilig

Vota2 als klassische Standbox

Seit etlichen Jahren spricht mein Vater immer wieder davon, sich irgendwann mal „richtige Standboxen“ zu kaufen. Vor Kurzem hat er dann allerdings sein altes Brüllwürfel-Surround-System gegen eines neuerer Generation ausgetauscht, wodurch echter Musikgenuss erneut in weite Ferne rückte. Spätestens nach diesem zweifelhaften Upgrade und seinem anstehenden Geburtstag war klar, er braucht professionelle Hilfe.

Mein Vater hört überwiegend Rockmusik von komprimierten CDs, selten mal Schallplatte und alles über einen AVR. Den Wunsch nach „richtigen Standboxen“ interpretierte ich also wie folgt: - Acht Ecken, 3-Wege, ungefähr 1m-1,2m hoch, eher klassisches aber hochwertiges Design mit viel sichtbarem Holz, nicht unbedingt Blues-Klasse, aber auch keine Blechdose. Die Vota2 schien als einteilige Variante alle Anforderungen zu erfüllen, also wurde der Bausatz bestellt und ich trat dem Club der Badezimmerbauer bei.

Die Bauphase

Auf der Suche nach einteiligen Versionen der Vota2 wurde ich in der Community und im Internet schnell fündig. Ein klein wenig nachbearbeitet und schon war die Planung abgeschlossen. Im dritten Baumarkt wollte dann auch jemand Geld an mir verdienen und hat mir folgende Brettchen zugeschnitten.

19mm MDF:
2x Seite 1011 x 268
1x Rückwand 230 x 963
1x Schallwand1 230 x 953
2x Deckel/Boden 230 x 268
1x Reflex Bass Boden 230 x 130
3x Reflex Bass 230 x 100
1x Vota1 Rückwand 230 x 258
1x Vota1 Boden 230 x 149
1x Reflex Vota1 230 x 100

10mm MDF
2 x Reflexkanal Vota1 70 x 119

Leimen ging auch ohne Schraubzwingen schnell, sauber und stabil. Wohin die Reflexe kommen, erkennt man, dank wirklich gutem Zuschnitt musste nicht viel geschliffen/gespachtelt werden. Die 10mm Plättchen dienen zur Begrenzung des Reflexkanals der Vota1 auf der Rückseite oben auf 16cm².  Hinter der „Rückwand“ der Vota1, ist noch Volumen für den Bass über. Die 19mm Reflexbrettchen wurden ansonsten so angebracht, wie Udo es im Bauplan der Vota2 vorgeschlagen hat.

Furnier habe ich günstig im Auktionshaus geschossen. Udos Anleitung zum Furnieren mit Holzleim und Bügeleisen hat es auch mir als Ersttäter genial einfach gemacht, weshalb ich mir weitere Erklärungen an dieser Stelle spare.

Geschliffen wurde das Furnier anschließend mit 100er, 150er, 180er und 240er Schleifpapier von Hand. Jeden Abend nach Feierabend ein Durchgang. Donnerstagabends wässern und am Freitag dann mit 240 und wenig Druck die letzte Runde. Bandschleifpapier passt wunderbar auf einen Schleifblock und ist verhältnismäßig günstig. Mein Furnier hatte ein Stoffgewebe auf der Rückseite, was Stabilität gegeben hat, an den Kanten aber teils etwas mühselig zu schleifen war, da immer wieder kleine Fussel zu Tage gebracht wurden.

Um die Chassis in der Schallwand zu versenken, habe ich eine 5mm MDF-Platte aufgedoppelt. Rein zufällig passt das bei den Chassis der Vota2 ziemlich exakt. Die 5mm Platte ist oben und an den Seiten 2mm kleiner als die dahinterliegende 19mm Platte. Dadurch entsteht automatisch eine Nut um das Leder an den Rändern zu versenken.

Leder auf die 5mm Platte leimen, verkehrt herum in die Aussparung der Vorderseite pressen, trocknen lassen, Überstände abschneiden und bis zum Schluss wieder auf Seite legen.



Der Weichenbau ist auch bei einer Dreiwege-Box wie der Vota für Nichtelektroniker schnell abgeschlossen. Als ein Bauteil der Weiche übrig blieb, war ich doch erstaunt, wie viel Gemeinsamkeiten es mit dem schwedischen Möbelhaus schon gibt. Nach Rücksprache mit Udo war fix geklärt, dass ich nur bunte Bilder verglichen, nicht aber die Zahlen auf den Bauteilen kontrolliert habe. Er hat zwei kleinere Kondensatoren geliefert, welche in Parallelschaltung zum ursprünglich geplanten Bauteil aufaddiert wurde.

Die ursprünglich zweiteilige Vota2 hatte im Original zwei Weichen, für meinen Vater sollte es eine einteilige Box werden. Also habe ich beide Weichen gemeinsam auf ein Reststück der dünnen MDF-Platte geklebt. Eingebaut wurde sie an der Seitenwand hinter dem Bass.

Das Furnier wurde mit zwei Schichten Hartwachsöl behandelt. Ein Teststück zeigt den Unterschied vor und nach der Behandlung.



Die geschätzten 40kg Gesamtgewicht der beiden Lautsprecher lassen sich schlecht als Geschenk überreichen, also wurde aus ein paar Reststücken noch fix eine Art Glückwunschkarte gebastelt.



Kleinere bauliche Mängel lassen sich nicht wegdiskutieren. Eine Ecke des Leders oben rechts hat nicht genug Leim abbekommen, wodurch das Kunstleder nicht bündig anliegt. Wenn man den Schleifblock nicht gerade hält, ist auch mit 240er Papier schnell eine Ecke durchgeschliffen. Das Kunstleder vertuscht zwar eine Menge Fehler im Ausschnitt der aufgedoppelten MDF-Platte, aber bei näherer Betrachtung fällt auf, dass die Abstände zu den Chassis nicht so exakt sind, wie sie es mit einer Fräse gewesen wären.

Klangbeschreibung

Reicht es, wenn ich sage, dass mein Vater begeistert ist?

Lest meine Beschreibung bitte mit Skepsis, denn vor der Vota waren mir Begriffe wie Folienhochtöner, Bühne und Co. völlig fremd. Im Gegensatz zu meinem Vater war ich bei den ersten Songs auf der Vota2 deutlich skeptischer, denn der Klang war für mich, um es gelinde zu sagen, befremdlich. Meine alten Boxen schlagen einem die Töne einfach ins Gesicht und die Tiefen sind im Vergleich zur Vota2 schlichtweg nicht vorhanden.

Nun hatte ich einen Lautsprecher hier stehen, der insgesamt subtiler war. Es gab keine direkte Klangquelle mehr, stattdessen waren die Instrumente überall im Raum verteilt. Wenn man das so nicht kennt, ist es im ersten Moment verwirrend, denn der wummernde Tiefton meiner eigenen Boxen wurde bei Songs der Band Rise Against plötzlich zu einer harten, definierbaren Bassgitarre. Aber auch in den höheren Lagen war es einfach umwerfend. Beim Gitarrensolo von „Bullet for my Valentine“ hatte ich das Gefühl, regelrecht IN der Gitarre zu sein. Markante, tiefe Stimmen wurden bei Bands wie Three Days Grace, Stone Sour oder Disturbed ebenso gut dargestellt wie etwas weicher gesungene Balladen von Funeral for a friend, Breaking Benjamin oder Hinder. Stundenlang saß ich mit offenem Mund und debilem Grinsen auf dem Sofa und habe meine Lieblingsbands völlig neu erlebt.

Fazit: Ich bin begeistert und habe die Votas gerne verschenkt. Mein Raum ist leider zu klein um die Vota2 richtig zu nutzen. Nach dem Hörerlebnis sind meine alten Boxen allerdings keine Alternative mehr und ich suche bereits nach einem Bauvorschlag für mein kleines Wohnzimmer

Danke für den Bausatz, Udo, danke, dass Ihr Euch alle hier in der Community so engagiert und danke an meine Freundin für die Akzeptanz, dass ein Badezimmer auch zum Schreinern geeignet ist.



Peer

Belows Vota 2

Belows Vota 2

Vota 2 - ja sie kann Rock! ;)

Zum Lautsprecherbau gekommen bin ich durch einen guten Freund, dessen Vater schon dutzende Lautsprecher gebaut hat. Einige von diesen konnte ich immer mal wieder zuhause testen und ich war begeistert, wie gut die zum Teil auch sehr günstigen Bausätze waren. Wahrscheinlich wäre ich längst bei einem der getesteten Bausätze hängen geblieben, wenn da nicht immer ein Punkt gewesen wäre, der mich gestört hätte: die starke Bündelung der verwendeten Breitbänder.

Also begab ich mich irgendwann im Juli auf die Suche nach einem für meine Ansprüche passenden Bausatz. Die Voraussetzungen waren: kein Breitbänder, eine erwachsene Standbox und Rock tauglich. Auf den in Hifi-Foren oft angesprochenen Waf muss ich glücklicherweise keine Rücksicht nehmen, meine Frau ist da doch sehr tolerant, solange das Ergebnis am Ende beide zufrieden stellt.

Sehr lange musste ich nicht suchen, um auf der Lautsprecherbau.de Seite zu landen. Umso mehr Zeit verbrachte ich aber anschließend mit dem Studieren unzähliger Bauberichte. Das eigentliche Ziel, meine Auswahl auf wenige Bausätze zu beschränken, verlor ich allerdings relativ schnell aus den Augen und die Liste potenzieller Kandidaten wurde immer länger.

Schon wieder fast in Vergessenheit geraten, erschein im August der Artikel über die Vota und ich war mir „mehr oder weniger“ sicher, dass es sich dabei um genau die passenden Lautsprecher handelt. Die nächsten Wochen begab ich mich an die Planungen für „unsere“ Vota. Im Gegensatz zu Udo`s Original Vorschlag wollte ich nämlich gerne eine einteilige Standbox bauen. Einige Anlaufschwierigkeiten wurden durch das Forum gelöst (Danke!) und so stand irgendwann der Aufbau fest. Hoch- und Mittelton bekamen eine eigene Kammer, der Bereich dahinter wurde zusätzlich für den Tiefton genutzt und der Reflexkanal von Hoch- und Mittelton geht nach hinten aus dem Gehäuse raus. Da die Schallwand des Top-Teils jetzt deutlich breiter als im Original ist, musste der obere Reflex-Ausgang etwas verkleinert werden, was ich durch das Einsetzen von zwei Holzleisten gelöst habe.

Den Zuschnitt für beide Boxen habe ich im Baumarkt  für knapp 40,00 € anfertigen lassen. Das war zwar nicht alles auf den hundertstel Millimeter genau, im Endeffekt aber auch nicht weiter dramatisch. Es folgte ein erstes Zusammenlegen der Bretter bevor ich sie mit Ponal Fugenleim (sehr guter Tipp) an die endgültige Position geklebt habe. Hier folgte Fehler Nr. 1: Man sollte sinnvollerweise die Lage der Bretter VOR dem Leimen auf dem Seitenteil anzeichnen. Irgendwann wird der Raum, um Winkel oder Zollstock anzulegen, nämlich sehr beengt ;)



Und nun Fehler Nr. 2: Wenn Deckel und Boden schon fest sind, wird es recht schwer, die Rückwand einzusetzen! Zum Glück habe ich das alles in einem Schritt gemacht und konnte den Boden mit etwas Gewalt noch einmal entfernen, um dann zunächst Rückwand und anschließend Boden einzusetzen. Das restliche Leimen hat (fast) gut geklappt. Bei der Kammer für Hoch- und Mitteltöner muss ich mich auf Grund von Fehler Nr. 1 allerdings etwas vermessen haben und so entstand eine etwas unschöne Kante am hinteren Ende wo Boden und Rückwand aneinander stoßen. Eine kurze Rückfrage bei Udo hat zum Glück ergeben, dass hier kein Problem zu erwarten ist.

Nun also noch Deckel drauf und fertig war Korpus Nr 1 und es ging ans Schleifen, was dann auch knapp 3 Tage in Anspruch genommen hat.



Hier muss ich mich noch einmal bei meinem Schwiegervater bedanken. Meine Werkbank im Keller wurde schnell viel zu eng und so bot er mir an, dass wir einen Raum seines Schuppens, in dem ursprünglich mal ein Stall war, zu einer Werkstatt umbauen könnten. Dies war schon seit Längerem geplant und jetzt war die passende Gelegenheit gefunden. Nach zwei Tagen Dauerarbeit und sicherlich genervten Nachbarn (Kreissäge, Sonntag von 8-21 Uhr :) ) war eine recht beachtliche Werkstatt mit allerhand Gerätschaften und großer Diy-Werkbank aus alten Eichebalken fertig gestellt.

Der Boxenbau konnte weiter gehen!



Als Finish hatte ich mich dank Florians Bericht zu seiner SB36 für Ahorn entschieden. Bestellt habe ich amerikanischen Ahorn von Metz Furniere. Der wurde auch prompt geliefert und zugeschnitten. Mit einer ausreichenden Anzahl an Klingen für das Teppichmesser war das auch kein größeres Problem.



Furnier aufbringen: Bügeln oder Kleben - die große Frage

Eigentlich war ich mir sicher für das Furnieren die Bügelmethode zu nutzen - tja - eigentlich, bis ich es das erste Mal ausprobiert habe. Es kann an meiner Ungeduld oder handwerklichen Unfähigkeit liegen, aber ich habe es einfach nicht hinbekommen, auch nur einen Streifen Furnier mit der Bügelmethode auf die ganze Länge der Box zu bekommen, ohne das sich zahlreiche Risse gebildet haben. Natürlich habe ich für die Tests ein eigenes Brett und nicht die echten Boxen genutzt.

Also war eine Alternative gefragt. Nach kurzer Suche bin ich auf die Pattex Methode gestoßen. Da es hierzu einige sehr gute Anleitungen gibt, erspare ich mir eine allzu ausführliche Beschreibung. Folgende Vorgehensweise hat bei uns sehr gut funktioniert:

Boxenseite und zugehöriges Furnier mit Pattex einstreichen. Das ging mit einer Kunststoffrolle kinderleicht

  1. Eine große Pappe auf die Box legen
  2. Nun kann man das Furnier auf die Pappe legen und passend ausrichten
  3. Während einer jetzt die Pappe nach oben wegzieht, drückt der andere mit einer festen Rolle das Furnier auf die Box
  4. Zum Abschluss noch mal überall über die Box rollen falls es einige kleine Blasen gegeben hat, die Kanten mit Teppichmesser relativ bündig abschneiden und den Rest wegschleifen

Ich möchte hier aber gleich auch noch eine Warnung zur Pattex-Methode aussprechen. Das Ergebnis war sehr gut, die Handhabung wirklich kinderleicht und wir haben absolut keinerlei Blasen oder Risse gehabt. Der Pattex Kleber schlägt aber dermaßen stark auf`s Hirn, dass ich nicht länger wie eine Stunde damit arbeiten konnte. Nach einer knappen Stunde war ich nicht mehr in der Lage einigermaßen konzentriert mit dem Teppichmesser die Kanten zu beschneiden. Am dritten Abend ist es mir tatsächlich passiert, dass ich nach etwas längerem Pattex Einsatz den Müll, den ich eigentlich rausbringen wollte, ins Bad gelegt habe, dafür lag mein Telefon neben dem Mülleimer. ;) Evtl. reagiert nicht jeder gleich stark auf den Kleber, etwas vorsichtig sollte man im Umgang allerdings sein. Der Raum in dem wir gearbeitet haben war übrigens mit 4 Fenstern + Dachfenster sehr gut belüftet!

Aber - das Ergebnis überzeugt mich sehr!

Das Bauen der Weiche war nach kleinen Startschwierigkeiten kein Problem. Auf ein Foto der fertigen Weiche hab ich allerdings verzichtet - dass möchte ich niemandem zumuten ;)



Nun ging es an das Ausfräsen der Chassis Öffnungen. Ich muss zugeben, vor diesem Schritt hatte ich etwas Angst. Die Lautsprecher waren ja schon furniert und ich befürchtete, das bisher tolle Ergebnis durch die Fräse zu versauen. Dazu kam, dass ich mir eine billige Aldi-Fräse von einem Bekannten geliehen hatte.

Fehler Nr 3: Billig-Werkzeuge benutzen! Ich hatte zwei kleinere Fräsungen zur Probe gemacht, als ich den Fräser wechseln wollte. Beim Versuch, den Fräskopf aufzuschrauben, gab es ein kurzes Knarzen und der komplette Fräskopf ist zerbrochen. Eigentlich sah das Ganze nach stabilem Guß-Material aus. Jetzt lagen zig Brocken vor mir auf dem Tisch. Froh war ich nur, dass das nicht während dem Fräsen passiert ist.

Weiter ging es dann mit einer neuen Bosch Oberfräse die ich mir kurzerhand zugelegt habe. Dazu hatte ich mir noch einen Fräszirkel bei ebay gekauft. Das Fräsen an sich war dann kein großes Problem. Ein paar Tage später habe ich Kabel und Dämmmaterial zurecht geschnitten und so standen die fast fertigen Lautsprecher in meinem Arbeitszimmer. Leider musste ich dann eine Woche beruflich weg und ich kann sagen, die Woche war schlimm. Die ganze Arbeit die hinter mir lag, nur noch Kleinigkeiten zu erledigen und dennoch ging es nicht weiter.

Die Ausschnitte für den Fountek sind mir allerdings etwas misslungen und ich hab sie grob mit der Stichsäge vollendet. Nicht schön, aber passt.

Am darauffolgenden Wochenende war es dann endlich soweit. Die Chassis wurden angeschlossen und eingeschraubt, Lautsprecherkabel dran und das Probehören konnte beginnen. Mit ca. 300 Puls habe ich das erste Lied gestartet. Das Einzige, dass ich zu dem Zeitpunkt hoffte war, dass wenigstens irgend ein Ton aus den Lautsprechern kommt und ich nicht alles falsch gemacht habe. Und der Ton kam heraus...

Kann die Vota Rock, kann sie elektronische Musik? Ja - sie kann - und wie! Die ersten Versuche mit einem Ramones Sampler gingen zunächst gründlich in die Hose. Die Aufnahme ist so schon sehr schlecht und das wurde mit den Vota nicht besser. Also gleich weiter geschaltet: Eddie Vedder - eher bekannt als Pearl Jam - mit seinem Soundtrack für den Film „Into the wild“ - unglaublich. Die Stimmwiedergabe, Gitarre - alles klingt perfekt! Ein Schwenk in Richtung Paul Kalkbrenner und seinem Album „Berlin Calling“. Hier stiegen dann auch die Pegel in deutlich nachbarschaftsfeindliche Gefilde und ja - die Vota kann auch Elektro - und das richtig gut! Das Lied „Altes Kamuffel“ kommt mit einem unglaublich knackigen und deutlich spürbarem Bass daher.



Aber funktioniert der Bass auch bei elektronischer Musik mit extrem schnellen Tempo- und Taktwechseln? Dafür musste natürlich etwas Extremeres her und wurde mit einer Skrillex EP schnell gefunden. Hier hat mein zuvor getesteter Lautsprecher katastrophal kapituliert, es hörte sich einfach langweilig an. Das Ergebnis mit der Vota bleibt wie bei dem vorherigen Test - sehr präzise, genau so wie es sein muss und bis tief in die Magengrube. Weiter ging es dann kreuz und quer durch die ganze Musikpalette. Von den Ärzten über Metallica, zu klassischer Musik, zurück zum Pop, etwas Jazz. Nichts hätte ich hier auch nur ansatzweise kritisieren können, außer die ein oder andere sehr schlechte Aufnahmequalität, die mir vorher so nicht aufgefallen war.

Was bleibt als Fazit zu sagen? Die Vota eignet sich, für mein Empfinden, perfekt als Lautsprecher für Rock, Pop und Elektro und schafft auch Pegel die deutlich oberhalb der gehobenen Zimmerlautstärke liegen.



Momentan betrieben werden die Vota an einem kleinen Onkyo AV-Receiver im Pure Direct Modus. Ich bin gespannt, ob der in naher Zukunft fertig restaurierte Yamaha 1070 hier noch etwas drauflegen kann.

Eins ist auf jeden Fall klar, in naher Zukunft werden noch zwei Vota 1 (oder 2) und die Vota 3 folgen ;)

below

Vota 2 von Fritz

Vota 2 von Fritz


Moin,

es ist vollbracht!!! Vielleicht interessiert euch ja mein kleiner Baubericht.

Tja, wie fange ich an… Vater des Gedankens neue Boxen anzuschaffen, war wohl der samstagliche Wohnungsreinigungsmarathon. Ich hatte mir vor Jahren für das Wohnzimmer eine Yamaha YSP 900 geholt und über diese lief dann neben Fernseher und Bluray Player auch die häusliche Musiksammlung, die schon seit langer Zeit in MP3´s umgewandelt wurde. So kam es, dass ich etwas „Mehr“ wollte , da die Yamaha Box für Fernseher und Film ordentlich Ihren Dienst tat, aber für richtig Musikhören fehlte einfach was.

Also los ging die übliche Suche in den ortsansässigen Elektronik Discountern. Was soll ich sagen? Viel Durchschnitt für meines Erachtens viel zu viel Geld. Da ich früher gerne mein Auto mit  allem möglichen Sound Zeugs aufgerüstet habe, kam ich so relativ schnell auf Selbstbau. Internet durchstöbert und bei den üblichen Verdächtigen gelandet.

Auf der Suche nach einer Gelegenheit die Bausätze auch mal zu hören, stolperte ich dann natürlich über Lautsprecherbau.de.  Siehe da! Der Udo! Und auch noch fußläufig zu erreichen! Und mit eigenen Bausätzen, über die nix Schlechtes zu finden war! Also Hund gepackt und ab zur unangekündigten Hörprobe.

Anfangs hatte ich mit der Bluesklasse geliebäugelt, aber da ich eine MP3 Sammlung habe war mir schnell klar, dass es die VOTA 2 wird. Zudem ist sie sehr Wohnzimmer und Freundinnen kompatibel. Gerade für meine ersten Selbstgebauten wollte ich quasi ein Gesellenstück, das Meisterstück kommt dann irgendwann, wenn die notwendige Erfahrung da ist.

Bausatz gekauft und ab mit der Bauzeichnung zum meinem Freund Jochen, der zum Glück mit dem notwendigen Werkzeug gesegnet ist. Kleiner Tipp: Ja es lohnt sich einen Fräszirkel zu bauen! Alles andere, wir haben es versucht – ist vergeudete Zeit und verschenktes Geld….



Weichen gelötet unter den Argusaugen eines fachkundigen Freundes und alles samt Dämmzeug eingebaut.



Und ja dann ging das Leid los… wie gestalte ich nur die rohen Außenwände. Zuerst hatte ich da dieses wunderschöne Makassar Furnier gesehen, allerdings erwies es sich auch als den Kostenrahmen sprengend. Also Lack… ja Lack aber wie denn nur? Ich wollte die zweiteilige Bauweise betonen und dachte also über eine Zweifarblösung nach bis, ja bis ich eine liebe Freundin traf – ihres Zeichens freischaffende Künstlerin, die mir anbot mich mit einer freien Gestaltung zu überraschen.  Dies ist ihr – Gott sei Dank! J - auch im positiven Sinne gelungen. Ich finde meine VOTAs toll!

Höreindruck…. also hier kann ich nur als Laie sagen, dass ich, seitdem die VOTAs am neuen Verstärker laufen, nur noch Musik höre, Fernseher bleibt aus. Ich entdecke meine Musiksammlung gerade neu. Ich bin sehr überrascht, was die Lautsprechen aus dem Material rauskitzeln, was vorher alles im „Soundbrei“ untergegangen ist. Einfach toll! 

Alles in Allem bin ich mehr als zufrieden und kann Udo´s Kompositionen nur empfehlen. Zudem jetzt, wo man die Schallwände auch bei ihm bekommt. Ganz ehrlich, ohne die Hilfe meiner Freunde ( sind übrigens jetzt auch infiziert ) hätte ich dieses Projekt niemals so hinbekommen, da kann so eine fertig nach den eigenen Wünschen gefräste Schallwand schon ein echter Frustvermeider sein, wenn man die nötigen Werkzeuge ( und wer hat die schon ) nicht hat.

Sooooo…. Viele Grüße an alle Leser, die sich mit mir über meine hübschen Votas freuen.

Fritz


Rüdigers Vota 2

Rüdigers Vota 2


VOTA 2 am Stück

Also...
Nach dem üblichen Suchen im Internet nach HIFI im Allgemeinen und Lautsprechern im Besonderen, bin auch ich auf den Udo gekommen.;) Irgendwann im Mai diesen Jahres fing ich an, mich durch die ganzen Bauberichte zu lesen. In die engere Wahl kamen die FT10, weil nur zwei Chassis zu sehen waren. Als zweite und meinem Bauchgefühl entsprechend die SB36. Ich fing an, Pläne zu zeichnen und hin und her zu rechnen.

Und dann kam die VOTA! Drei Wege, fast Bluesklasse und ja, ich muß es gestehen, auch noch günstiger als die SB36. Als Familienvater mit drei Kindern kann man ja nicht so tun, also ob der Preis völlig egal wäre. Ich hab sie taub bestellt.

So sahen meine Überlegungen aus. Ich hab mal spaßenshalber mit einer Volumenberechnung angefangen. Um mit Loriot zu sprechen: „eine Hausfrau hat das im Gefühl“. ich sage ein Handwerker auch. Überall ein wenig dazugegeben und am Ende zu Sicherheit, bevor die Schallwand draufkam, mit Sand ausgelitert.

Glück gehabt. Alles hat gepasst. Im Bass blieben sogar ein paar Liter übrig. Nach Absegnung durch Udo, kam mir das zusätzliche Volumen ganz recht. Unser Wohnzimmer ist nämlich etwas kleiner als die 25- 30qm. Und so hab ich einen etwas leiseren Baß aber auch tiefer, wenn mans denn hört ; )

Einen Fräßzirkel hab ich mir auch zu meiner schon betagten Bosch Fräse noch schnell gebaut. Wie Ihr seht habe ich das schöne Wetter im September genutzt und den Rohbau mit den Fräsungen für die Rückwand, die Seiten und die Spanten im Garten gebaut.



Danach bin ich in die Werkstatt umgezogen. Das Verleimen geht doch einfacher wenn man die passenden Hilfsmittel hat und sie nicht erst alle ausleihen muß.



Und dann ging alles ganz schnell. Die Schallwand gefräst, Oberfläche gebeizt und gewachst, Udos Paket ausgepackt und die Weichen gelötet, Chassis eingebaut und...

FERTIG!!!



Ach so ,einen Rahmen mit dem ich die schönen Lautsprecher vor meinen Milchmonstern schützen kann, hab ich auch noch gebaut. Mit Stoff bezogen und mit Magneten befestigt.

Klang:
Noch sind die Votas am Einspielen. Sie werden von Tag zu Tag klarer und gewinnen an Brillanz. Was mir bis jetzt
aufgefallen ist: sie sind ohne Schärfe in den Höhen und haben einen sehr pointierten Baß. Jetzt höre ich mich durch meine Musiksammlung und entdecke viele Stücke neu. Sei es J.L.Hooker oder Barbara Dennerlein. Ja die Vota kann Blues und Jazz. Klassik, wie Udo schrieb geht auch, wie ich finde sogar sehr gut. Mal sehen wie sich die anderen Musikgenres mit der Vota anfreunden. Eine weitere Beschreibung eines Lautsprechers finde ich immer sehr schwer. Man muß sie hören und sich seine eigene Meinung bilden. Ich bin begeistert und stolz auf meine Taubbestellung.



Ich danke Udo für seine ausführliche Beratung und meiner Frau für das Ertragen eines Lautsprecher bauenden Mannes.

Rüdiger

Ergänzung

Für ein Heimkinosystem empfohlene Lautsprecher.
Fahren Sie mit dem Mauszeiger über die entsprechenden Boxen um zu erfahren welche Bausätze wir Ihnen dazu empfehlen. Auf Mobilgeräten drücken Sie auf die entsprechenden Lautsprecher.

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