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SB36 Center
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SB36 Center


Best.-Nr. 1385239

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Details

Lautsprecherbausatz SB36 Center OHNE GEHÄUSE. Mit original Audyn Bauteilen entwickelt

Merkmale

Wege 2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz 4 Ohm
Höhe 22 cm
Breite 95 cm
Tiefe 25,80 cm
Anwendung Center Lautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis SB Acoustics
Preislevel 200-300 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprechergalerie

von t16f
von t16f
von t16f
von bastler

Bauberichte

SB36 im Schellackgewand

SB36 im Schellackgewand

Liebe Community,

fertig seit 2 Wochen stehen sie nun da, meine SB 36 in D'Appolito-Optik.
Der Erste bin ich sicher nicht, der die SB 36 baut, und bestimmt nicht der letzte. Der Reiz der SB-Reihe hat auch bei mir gewirkt: Bluesklasse, fairer Preis und - für mich ebenfalls wichtig - schicke schwarze Chassis!

Bevor es an die SB 36 ging habe ich vor 2 Jahren die SB 12 ACL "taub" bestellt und gebaut - damals noch mit vom Schreiner gefräster Front (Bilder findet ihr in der Galerie
). Was soll ich sagen, der Klang hat mich sofort überzeugt und ich habe daher direkt mit der Planung des nächsten Paars begonnen. Ohne Zeitdruck kann das Planen dann doch schon mal länger dauern. Es soll ja schließlich etwas entstehen, das auch langfristig in der Wohnung gerne gesehen ist. Außerdem wollte ich dieses Mal alles selber machen.

Stück für Stück kristallisierte sich dann aus den vielen entworfenen, umgestalteten, verworfenen und doch wieder in Betracht gezogenen Konzepten eine spezielle Form heraus:
Zunächst war klar, dass die Chassis symmetrisch angeordnet sein sollen, D'Appolito-Optik also. Dadurch rutscht der Hochtöner bei einer angestrebten Gesamthöhe von 1 m allerdings etwas weit nach unten. Wenn die Boxen von der Seite gesehen aber die Form eines Parallelograms haben, mit einem Neigungswinkel von 5 Grad, ist am Hörplatz wieder alles im Lot. Damit das Ganze nicht zu kantig wirkt. werden die Ecken des Parallelograms großzügig abgerundet, Radien von 5 cm scheinen da passend zu sein.
Mit der Entscheidung für die Form der Boxen ist es natürlich nicht getan, das Finish will ja auch noch beschlossen werden. Hatte ich bei den SB 12 noch voller Überzeugung auf Palisanderfurnier gesetzt, so sollte es jetzt Makassar werden. Der Verkäufer der Furniere verspricht, dass beide Sorten den Regenwald schonend hergestellt werden. Hoffen wir das Beste.
Weil ich es nicht mag, wenn an den Kanten unsinnigerweise quer- auf längsgestreiftes Furnier trifft, bekommen die Lautsprecher noch umlaufende 45 Grad Fasen spendiert an denen das schwarze MDF durchschauen darf.
Zu guter Letzt habe ich mich dann noch entschieden, den Lautsprechern mit einer Schellackpolitur den richtigen Glanz zu verschaffen.

Fräsen, Fräsen, Fräsen

Zur Realisierung der großen 5 cm-Radien an Deckel und Boden habe ich mich entschloßen, diese aus Schichten aufzubauen. Weil die Materialstärke dort ohnehin recht groß ist und um die Kosten ein bisschen zu reduzieren, sind diese Schichten aus herkömmlichem, braunem MDF gefräst. Der Rest des Rohbaus besteht aus schwarzem, 19 mm starkem MDF.

Zunächst habe ich die Parallelogramform auf einer Platte angezeichnet und mit Stichsäge und Schleifklotz herausgearbeitet. Diese Platte diente dann als Schablone und wurde mittels Bündigfräser einmal kopiert. Auf die beiden so entstandenen Grundplatten habe ich Schicht für Schicht grob ausgesägte MDF-Stücke geleimt und wieder mit dem Bündigfräser an die gewollte Form angepasst. Deckel und Boden der Boxen wuchsen so schnell in die Höhe bzw. eigentlich ja in die Breite.

Nachdem alle Schichten aufgeleimt waren folgte das Einsetzen der Front- und Rückwand. Glücklicherweise passten diese ziemlich genau zwischen Deckel und Boden, so musste ich nur wenig nachschleifen.

Ein Problem entstand nur, weil die aufeinander geleimten Schichten die erwartete Gesamtbreite - und damit die Breite von Front und Rückwand - um einiges übertrafen. Die Lösung war allerdings mit Oberfräse und einer stabilen Auflagefläche schnell gefunden.
Hätte ich den gesamten Korpus aus Schichten aufgebaut, also nicht Front und Rückwand separat eingesetzt, wäre mir dieser Arbeitsschritt sicher erspart geblieben. In meinen Augen ist es aber eine unsinnige Materialverschwendung ein ganzes Gehäuse im Schichtaufbau zu realisieren, dazu kommt ein noch höherer Aufwand für das Fräsen.

Furnieren und nochmal Fräsen

Nachdem die Boxen mit der zweiten Wand endgültig geschlossen waren, hier kam natürlich wiedermal der Bündigfräser zum Einsatz - glücklicherweise hatte ich in einen mit anständiger Qualität investiert - , ging es nach einem kurzen Spachtel- und Schleif-Intermezzo ans Furnieren. Mit der Bügelmethode ließen sich die Flächen schnell mit dem Makassarfurnier bedecken. Und wenn sich doch mal eine kleine Ecke ablöst hat oder Stellen ausgerissen sind, ließ sich das mit Sekundenkleber quasi unsichtbar ausbessern.

Das Fräsen der Chassisausschnitte ging schnell von der Hand. Doch zu früh gefreut: Bei einem Blick in die Boxen fiel mir sofort auf, dass in jedem Deckel bzw. Boden eine der braunen MDF Schichten auf ganzer Länge gerissen war, nicht etwa in der Leimfuge, sondern mitten im Material. Es gibt dafür wohl zwei mögliche Erklärungen. Entweder hat sich das schwarze MDF von Front- und Rückwand übermäßig gedehnt und eine der Schichten hat nachgegeben oder es ist genau umgekehrt und das braune MDF der Schichten hat sich stark zusammen gezogen, vielleicht weil es noch viel Feuchtigkeit enthielt, und ist dabei gerissen. Am zu schnellen Arbeiten kann es allerdings nicht gelegen haben, da ich zwischenzeitlich wochenlange Pausen eingelegt habe.
Um zu vermeiden, dass die Boxen in Zukunft in zwei Hälften brechen, habe ich von der Innenseite jeweils ein dünnes Brett auf Deckel und Boden geleimt. Ich hoffe, dass das Problem damit behoben ist. Ich weiß allerdings nicht, ob ich noch mal etwas aus diesem MDF in Schichten aufbauen werde.

Bei der Gelegenheit habe ich auch noch alle Stoßkanten von innen mit viel Extra-Leim abgedichtet und einige Verstrebungen eingesetzt um Schwingungen der Seitenwände zu unterbinden. Der letzte Einsatz der Fräse diente dem Anbringen der umlaufenden Fasen. Auch dafür hat sich die Anschaffung eines Fasefräsers mit Anlaufkugellager gelohnt.

Zwischendurch auch mal Löten

Bevor es an die Schellackpolitur ging, habe ich die Frequenzweichen aufgebaut. Wegen der D'Appolito-Anordung der Chassis sollte ich die Weiche der SB 36 Center-Variante zu verwenden.

Die Bauteile habe ich auf kleine Sperrholzbrettchen geklebt und verlötet. Zum Testen der Funktionalität habe ich alles an den Verstärker angeschlossen. Erstaunlich wie gut das klingt, so ganz ohne Kiste - natürlich war kein Bass zu vernehmen.

Polieren, Polieren, Polieren

Der letzte Arbeitsgang! Nachdem ich viel im Netz über Schellackpolitur gelesen und gesehen habe - es gibt einige sehr gute Videos zum Thema - , wollte ich es unbedingt selbst ausprobieren. Zum Glück habe ich hier in Berlin, direkt um die Ecke eine Firma, die aufeinander abgestimmte Schellackprodukte herstellt und vertreibt.

Zunächst habe ich das Makassarfurnier bis 400er-Körnung geschliffen - meines Erachtens reicht das völlig aus - , gewässert und noch mal geschliffen. Danach wurde es mit Rotöl angefeuert - das Trocknen dieses Öls dauert nur ca. 24 Stunden - und dann nochmal geschliffen mit 400er-Papier.

Der erste Schritt bei der Schellackpolitur ist das Porenfüllen. Dazu habe ich Bimsmehl und stark verdünnte Schellacklösung (1 Teil gekaufter, gelöster Schellack auf 5 Teile Polierspiritus) verwendet. Zum Aufbringen der Politur benutzt man üblicherweise einen Ballen aus Baumwollfäden, Verbandmull o.ä. innen und außen zwei Lagen altem Leinen. Weil ich aber kein Leinen gefunden habe, das alt genug und vor allem fusselfrei war, habe ich schlussendlich alte Boxershorts verwendet, ich nenne die im Weiteren "Leinen". Das Bimsmehl kam zwischen die beiden Lagen Leinen und die Schellacklösung wurde in den Ballen gefüllt. Mit 24 Stunden Trockenzeit dazwischen habe ich dann bei jeder Box 10 mal Poren gefüllt. Dabei wird der Ballen auf der Oberfläche immer in Bewegung gehalten, weil er sonst schnell an der Fläche kleben bleibt und Unebenheiten verursacht, die man nur wegschleifen kann. Der ein oder andere Zwischenschliff mit 400er-Papier schadet auf keinen Fall.

Obwohl immer noch kleine Poren zu sehen waren - da muss wohl jeder selbst entscheiden, wie weit er es treiben möchte mit dem Porenfüllen - , habe ich mit dem Deckpolieren begonnen. Dazu verwendet man auf jeden Fall einen neuen Ballen und eine weniger verdünnte Schellacklösung als zuvor (bei mir war es 1 Teil gekaufter, gelöster Schellack auf 2 Teile Polierspiritus). Beim Deckpolieren darf der Ballen nur sehr wenig Feuchtigkeit enthalten, da sonst aufgetragener Schellack wirklich schnell wieder an- und dann abgelöst wird. Zusätzlich verwendet man Polieröl, das den Ballen besser über die Oberfläche gleiten lässt, davon aber nur wenige Tropfen.

Der Glanz stellt sich schon nach der ersten Schicht Deckpolitur ein. In meinem Fall habe ich 5 Schichten aufgetragen. Vielleicht kommen irgendwann noch ein paar Schichten hinzu. Ein paar Tage nach dem letzten Schellackauftrag habe ich schließlich mit Polierwasser das inzwischen an die Oberfläche gestiegene Polieröl abpoliert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Arbeiten mit Schellack sehr angenehm ist. Es riecht kaum und macht keinen Schmutz. Ich hatte keine Bedenken die Schellackpolitur im Wohnzimmer aufzutragen. Allerdings muss man Geduld mitbringen. Insgesamt hat die Politur 16 Aufträge erfordert mit jeweils mindestens einem Tag Pause dazwischen. Dabei haben die einzelnen Aufträge zu Beginn ca. 1 Stunde pro Box gedauert, die letzten Aufträge waren in 15 Minuten pro Box erledigt.

Auf der Rückseite der Boxen befindet sich im Übrigen noch das Terminal. Hier habe ich Polklemmen in eine gefräste Vertiefung eingesetzt. Falls es irgendwann nötig sein sollte, gibt es noch Platz für zwei weitere Polklemmen.

Die Lautsprecher stehen jeweils auf 4 Gummifüßchen.

Abschließend noch einige wenige Worte zum Vergleich von SB 12 ACL und SB 36 in meinen Räumlichkeiten:
Der Klangcharakter beider ist sehr ähnlich. Die SB 36 geht allerdings für meine Ohren etwas tiefer runter in den Basskeller, aber wirklich nur etwas. Vor allem macht die SB 36 mehr Dampf, stellt die Musik auch bei niedrigeren Lautstärken präsenter in den Raum und zaubert eine etwas detaillierter Bühne vor die Ohren.
Trotzdem werden meine SB 12 ACL nicht arbeitslos werden.


Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und die hilfreichen Tipps im Forum!
Euch allen weiterhin viel Spaß beim Lautsprecherbau!

AlexI
Günther´s SB36 Center

Günther´s SB36 Center

Planung und die ersten Probleme beim Gehäusebau


Da es hier keine Bauberichte zum SB36 Center gibt, möchte ich euch hier meinen Center vorstellen.

Nachdem ich ja schon die SB18 "testweise" gebaut hatte und vollkommen überzeugt von ihr war, bestellte ich kurz nach deren Fertigstellung den SB36 Center Bausatz. Ich änderte allerdings den Bauplan dahingehend ab, dass der Center um 15cm schlanker, dafür aber tiefer wurde. Ausserdem wollte ich wie bei den SB18 Reflexkanäle und keine Rohre in der Front. Das Design war durch die SB18 schon vorgegeben. Das MDF-"Grundgehäuse" sollte wieder mit Alcantara bezogen werden, die Seitenwände entstehen aus Buchenleimholz. 22er MDF hatte ich vom Bau der SB18 noch übrig und so konnte es gleich losgehen mit dem Zuschnitt und dem ausfräsen der Ausschnitte für die Chassis und das Anschlussterminal. Was ich dabei nicht bedacht hatte, ist, dass durch die Gehrungsschnitte an den Schnittkanten zum Bassreflexkanal beim zusammenleimen pyramidenförmige "Löcher" entstehen. (s. Bild 2)


Also Abfallstücke jeweils auf zwei Seiten auf 45 Grad Gehrung schneiden und dann genau das kleine Eck absägen. Diese Keile habe ich dann einfach in die Löcher geleimt, bündig geschliffen und gut war's.


Als der Leim getrocknet war, ging ich mit der Oberfräse nochmal über die Kanten, um eine kleine Rundung an dieselbe zu fräsen. Somit würde sich das Alcantara schöner um die Ecken legen und es sieht einfach schöner aus. Um die späteren Seitenwände ordentlich befestigen zu können, habe ich Lamello's eingeleimt.

Die Seitenwände bestehen aus 36mm Buchenleimholz. Dafür habe ich jeweils zwei 18mm Platten flächig miteinander verleimt. An der Seite, die zur Schallwand zeigt, habe ich noch jeweils eine Kante großzügig rund gefräst (habe leider vergessen, Bilder davon zu machen) Durch die Lamellos konnte ich die Seitenwände ohne Leim schon mal draufstecken, und den Center in seiner endgültigen Größe bewundern...holla, das ist ein ganz schön dickes Teil.

Gehäusefinish


Weiter ging es mit dem Finish...sprich, das Gehäuse mit Alcantara beziehen und die Seitenwände "Nussbaum" zu beizen und mit Öl behandeln. Um das Alcantara schön über die Kanten ziehen zu können und somit einen sauberen Abschluss zu den Seitenwänden zu bekommen, habe ich rundum eine kleine Nut mit ca. 1x3mm mit der Kreissäge angebracht. Zum Verkleben des Alcantara habe ich Sprühkleber benutzt. Das funktionierte einwandfrei. Das Gehäuse und die Rückseite des Alcantara wurden mit Kleber benetzt, das ganze dann laut Herstellervorgabe ablüften lassen und dann mit etwas Druck miteinander verklebt. Dann das Alcantara mit dem Fingernagel und einem kleinen Plastikspatel über die Kanten ziehen und in die Nut eindrücken. Zum Schluss noch den Überstand mit einem kleinen Teppichmesser abgeschnitten und schon hat man einen sauberen Abschluss.


Eine Herausforderung stellte der Reflexkanal dar. Da es (für mich) nicht möglich war, das Gehäuse incl. Kanal in einem Stück zu beziehen, habe ich das Alcantara im Kanal aus mehreren Stücken zusammengesetzt. Auf dem Foto sieht man schön, wo es geteilt ist. Auch sind die kleinen Teile Richtung Seitenwand (die Reflexkanalbreite) mit kleinen Abschnitten beklebt. Sobald die Seitenwände drauf sind, sieht man davon nichts mehr.


Die Seitenteile waren dann auch irgendwann fertig und somit konnten sie endlich mit dem Gehäuse verleimt werden.

Weiche und Endmontage


Vom Weichenbau habe ich leider keine Bilder (nur von der fertigen Weiche). Aber ich kann sagen, dass es selbst für einen Laien wie mich nicht unmöglich ist, die Weiche nach Plan zu löten. Ich hatte vorsichtshalber hier im Magazin noch nach Fotos fertiger Weichen gesucht und spätestens dann kann man es auch als Anfänger.

In irgendeinem Baubericht wurde mal der Tip gegeben, beim verlöten der Chassis das Gehäuse, und wenn nötig, auch das Chassis selbst, mit Alufolie abzudecken. Somit kann nichts passieren, sollte Lötzinn runtertropfen. Anschließend wurde das Gehäuse noch nach Vorgabe mit Dämmwatte befüllt und die Chassis kamen an ihren endgültigen Platz. Die Seitenteile sind auf der unteren Kante schräg abgeschnitten, so dass der Center zum Hörplatz angewinkelt und so Richtung Ohrhöhe abstrahlt. Zum entkoppeln vom Lowboard habe ich ihm noch vier kleine, halbkugelförmige Füße spendiert.


Eine "Klangbeschreibung" ist bei einem Center natürlich schwierig...für mich als Laie unmöglich. Den Center nutze ich nur bei Filmen. Musik in 5.1 Abmischung besitze ich (noch) keine. Somit bezieht sich meine Beschreibung nur auf die Filmtonwiedergabe.

Ich hatte ja vor den SB's ein fertiges 5.1 Set. Aber der SB36 Center lässt mich bekannte Filme nochmal neu entdecken. Man hört plötzlich Geräusche, Effekte, das Atmen von Personen usw, was vorher schlicht und einfach nicht da war. Ok, vielleicht höre ich mit dem neuen Center einfach genauer hin, aber man muss es gar nicht absichtlich machen. Es wird meiner Meinung nach endlich alles dargestellt, was auf den BluRay's wirklich abgespeichert ist.

Auf dem zweiten Bild sind noch meine SB18 abgebildet...


...und hier der Center in Verbindung mit meinen endlich fertiggestellten SB240.


Die SB18 sind nun zu Surroundlautsprechern degradiert worden. Somit ist mein SB-Heimkino (fast) komplett. Es fehlt noch ein Subwoofer....wobei der mit den SB240 eigentlich überflüssig ist. Aber irgendwas zum basteln braucht man ja ;-)

Einen Bericht über die SB240 gibt es noch separat von mir.

Günther

SB36 Center - Heimkino-Solist

SB36 Center - Heimkino-Solist

Centerlautsprecher für die SB Standboxen wie SB36

Bereits die Zweiwege-Standbox SB36 bietet sich durch ihre gegenüber der SB18 als ideales Front-Setup im Heimkino an, Als Erweiterung kann auf Wunsch ein Subwoofer dienen. Wer gar die größeren Standboxen SB240 besitzt, braucht sich um den Subwoofer selbst in größeren Räumen keine Sorgen mehr machen. Während die SB18 "remastered" als Surroundlautsprecher dienen können, ist ein Center-Lautsprecher in jedem Fall hilfreich, falls die Heimkino-Anlage einen Centerausgang zur Verfügung stellt. So hörten wir die Kundenrufe nach einem Centerlautsprecher mit Familienklang, damit die ganze Heimkinoanlage wie aus einem Guss klingt.

Entwicklung

Die Entwicklung der Centerbox lag im Grunde auf der Hand: Eigentlich braucht man nur eine SB36 quer unter der Leinwand oder dem Fernseher zu platzieren und fertig ist der Laut-"Sprecher" im Zentrum des Filmgeschehens. Moment mal, ganz so einfach ist es nun doch nicht, das Gehäuse und die Weiche muss angepasst werden, doch die Chassis sind vorgegeben da der Klang ja in der Familie bleiben soll, doch dazu später.

Die bewährten Gehäusedimensionen der SB36 haben wir beibehalten praktisch und nur die Chassis in die Mitte gerückt, denn die schlanke Bauform hat auch in der Horizontalen klare Vorteile. Technisch auffälligste Änderung sind die beiden kleinen 5er Bassreflexöffnungen an jeder Seite, die der optischen Symmetrie Rechnung trägt, denn klanglich hätte ja eine große 10er Bassreflexöffnung ausgereicht.

Die Mitteltieftöner wurden natürlich möglichst nahe am Hochtöner platziert, um den Klang nicht unnötig durch die Nebeneinander-Anordnung zu beeinträchtigen.

Auf der Rückseite sorgt ein Terminal T 105 für den guten Kontakt zum Centerausgang der des Heimkino-Receivers bzw. der Endstufe. Der Innenraum wird mit 8 Matten Sonofil über und neben den Reflexrohren gefüllt. Die Weiche wird auf der Rückwand nahe des Anschlussterminals festgeklebt.

Der Bauplan des SB36 Center, den es wie immer hier gibt kann als Basis für den Holzzuschnitt dienen, außerdem liefern wir auf Wunsch auch einen fertig zugeschnittenen Holzbausatz oder auch nur Frontwände aus, bei dem alle Fräsungen bereits ausgeführt sind.

Chassis

Als bewährter Tieftöner kommen wie in der in der SB 36 zwei SB17NRXC35-8 zum Einsatz. Als Hochtöner dient wiederum der zu diesem Preis fantastische SB26STC-C4.

Weiche

Nebeneinander Platzierte Chassis stehen nicht unbedingt ganz oben auf der Beliebtheitsskala eines Lautsprecherentwicklers. Dennoch bieten Sie trotz der in dieser Anwendung eher theoretischen Nachteile auch ganz klare Vorteile: Übereinander platziert bekämen wir bestenfalls einen Tieftöner unter, könnten also nur eine SB 18 aufstellen. Diese wäre dann immer noch höher, als ein liegender Center. Liegt der Center, so ergibt sich auch mit einem Tieftöner eine Klangverschiebung zur Seite hin.

Und nicht zuletzt: Auf der Mittelachse ist der Klang immer optimal, selbst mit zwei Tieftönern, und da wir zunächst die originale SB 36 Weiche einsetzen, reduzieren sich seitliche Frequenzwelligkeiten durch unliebsame Phasenverschiebungen deutlich. Da außerhalb der Mitte platzierte Zuschauer ohnehin unterschiedlich weit von den beiden Frontlautsprechern und den Surroundlautsprechern entfernt sind, bringt es wenig, den Center für das seitlich sitzende Publikum zu optimieren. In unserem Fall hat also die Sicht der Hausfrau gewonnen und der Hausherr hat so und so Logenplatz in der ersten Reihe.

So weit zur Theorie: Für die Messungen wurde auf beiden Seiten mit jeweils 15 und 30 Grad Abweichung zur Mittelachse gemessen. Die geringen Frequenzgangabweichungen können sich für einen querliegenden Centerspeaker auch so schon mehr als sehen lassen - den Höreindruck und den Familienklang beeinflussen sie jedenfalls nicht gravierend.

Die Messungen zeigen typische Überlappungen bzw. Auslöschungen unter unterschiedlichen seitlichen Winkeln, die deshalb bei anderen Lautspechern nicht so stark im Messdiagramm auffallen, weil diese ja mit übereinander angeordneten Chassis seitlich gemessen werden. Führt man sich jetzt allerdings vor Augen, dass es sich bei der Messung lediglich um den Direktschall des Centerspeakers handelt und der Sound durch fünf oder sieben Lautsprecher plus Raumreflexionen erzeugt wird, so kann man mit der Unsymmetrie eigentlich leben. Dennoch suchten wir nach einer besseren Lösung und verwarfen die Zweieinhalb-Wege-Lösung wieder.

Abstimmung

Als nächstes probierten wir die herkömmliche Schaltung aus, in welcher beide Tiefmitteltöner parallel an der Weiche hängen. Dazu wurde zuerst gemessen, wie sich diese ohne Bauteile im quer liegenden Gehäuse verhalten (lila). Mittels eines aus Luftspule und Elko entstehenden Filters zweiter Ordnung entstand die grüne Kurve, deren Flankensteilheit durch einen zur Spule parallelen MKP-Q4 oberhalb von 3 kHz auf über 12 dB/Oct. hinaus vergrößert wurde (rot).

Somit störte nur die kleine Überhöhung bei 1 kHz, die sich durch einen aus Kondensator, Spule und Widerstand bestehenden Saugkreis glätten ließ. Heraus kam ein umfangreich bestückter Weichenzweig mit immerhin sechs Bauteilen und einem glatten Verlauf bis 2 kHz. Sparen konnten wir dagegen beim Hochtonzweig (mittleres Diagramm), in welchem bereits ein 12dB-Filter und ein kleiner Mox-Widerstand als Filter ausreichten.
Bei gleicher Polung aller Chassis ergab sich aus den Weichenzweigen die Summenkurve im dritten Diagramm, die auf der Mittelachse gemessen eine saubere Addition zwischen 1 und 5 kHz ergibt.

Die Winkelmessungen offenbaren bei dieser Variante eine kleine Senke zwischen 1 und 4 kHz bei 15 Grad, und eine entsprechend größere bei 30 Grad. Da man sich im Heimkino jedoch grundsätzlich möglichst mittig vor den Bild setzt und bei 3m Abstand nicht etwa 2 Meter seitlich (30%grad% entsprächen 1,8 m und 15%grad% 80 cm), ist alles im grünen Bereich, denn wer setzt sich schon gerne seitlich des Flachbildschirmes oder der Leinwand?

Hörsession

Klar haben wir den frischgebackenen Centerspeaker gleich in unsren Hörraum gestellt, um ihn in einer Heimkinoinstallation zu testen. Nun, wenn Sie jetzt eine detaillierte Klangbeschreibung erwarten, dann haben Sie das Prinzip nicht wirklich verstanden:

Der Vorteil des SB 36 Center ist eben, dass er nicht anders klingt, als der Klang der gesamten Familie aus SB 18, 36 oder 240, wäre es nicht so und hätte der SB 36 Center in der Hörsession ein Art Eigenklang gezeigt, hätten wir die Frequenzweiche entsprechend umbauen müssen. Wenn Sie der Klang des SB 36 Center interessiert, so empfehlen wir die Lektüre des Bauberichtes zur "normalen" SB 36. Auch wenn dieser Centerspeaker grundsätzlich so neutral und analytisch klingt, dass er in jeder gut abgestimmten Heimkinoanlage funktionieren wird, so läuft er in Kombination mit SB 18, 36 oder 240 zur Höchstform auf.

Fazit

Der 95 cm breite und mit 25 cm vorbildlich flache Centerlautsprecher SB 36 ist die ideale Basis für die Aufstellung eines großen Flachbildschirmes. Klanglich fügt er sich nahtlos in die SB 18 / SB 36 / SB 240 Familie ein und ermöglicht so den Aufbau eines hochwertigen und gleichzeitig sehr preiswerten Heimkinosystemes, da es sogar in größeren Räumen ohne Subwoofer auskommt. Und wer im Keller einen speziellen Heimkino-Raum einrichten möchte, kann ja immer noch einen Subwoofer ergänzen.


Intertechnik

Ergänzung

Für ein Heimkinosystem empfohlene Lautsprecher.
Fahren Sie mit dem Mauszeiger über die entsprechenden Boxen um zu erfahren welche Bausätze wir Ihnen dazu empfehlen. Auf Mobilgeräten drücken Sie auf die entsprechenden Lautsprecher.

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