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Family22
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Family22

Große Box zum kleinen Preis

Best.-Nr. 1385330

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Details

Groß und günstig einsteigen. Es soll auch Leute geben, die direkt etwas größer einsteigen möchten. Also haben wir die zukunftssicheren Gene in eine günstige Standbox gedacht. Mit der Family 22 (ehemals HighJack,FT15) haben wir schon einen nicht zu weit entfernten Meilenstein gesetzt, das Aufrüsten oder auch der Neueinstieg sind sicher ein lohnendes Ziel. Der dafür nötige Geldeinsatz verlängert dabei keinesfalls ungebührlich den Weg zur höheren Klasse, die nach positiver Bauerfahrung nicht mehr für alle Zeit im Reich der unerfüllten Träume verweilen wird.

Merkmale

Wege 3-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 4
Höhe (cm) 100,00
Breite (cm) 24,60
Tiefe (cm) 28,40
Anwendung Standlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Gradient
Preislevel 100-200 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Kundenstimmen


Von: Herbert
Nicht nur für Einsteiger ein faszinierender Bausatz! Das sind Standlautsprecher, die mit einem geeigneten Verstärker garantiert jede Standard-Hifi-Lösung übertreffen. Oder besser - man kann sie mit Standard-Hifi-Geräten gar nicht vergleichen, zumindest wüsste ich jetzt keinen passenden Vergleich! Hier hat man den nötigen Punch, den Beat und sie machen eine Menge Freude. Für alle, die noch überlegen - meine Empfehlung: Macht es, baut Eure eigenen Lautsprecher oder lasst sie Euch von jemanden bauen, der die Möglichkeit dazu hat. Ihr werdet Musik anders oder vielleicht sogar andere Musik hören! Übrigens, für viele Einsteiger sicher wichtig: Gerade Verstärker spielen für den Klang eine größere Rolle als man glauben möchte! Meine ersten Lautsprecher habe ich auch in der Werkstatt mit einer alten Stereoanlage probegehört und war dementsprechend enttäuscht vom Klang. Jetzt habe ich selbst in der Werkstatt einen sehr guten und gebrauchten Stereoverstärker!

Bauberichte

FT15 in Schwarz / Altkupfer

FT15 in Schwarz / Altkupfer

Eine Idee, die einem nicht mehr loslässt

Das war nicht mein erster Bausatz (bestimmt auch nicht mein letzter), aber mein erster Baubericht! Das Lautsprecher-Baufieber hat mich schon vor längerer Zeit gepackt, es sollte dann aber doch noch eine Weile dauern- ich rede hier von ca. 12 bis 15 Monaten, bis ich mich tatsächlich dazu entschlossen habe, Lautsprecher selber zu bauen. Heute bin ich begeistert davon und eigentlich nicht mehr zu stoppen. Angefangen habe ich mit einem anderen Standlautsprecher, dann habe ich alte Lautsprecher in neue Gehäuse gebaut (z.B. für die Werkstatt und fürs Büro) und schließlich bin ich hier bei Intertechnik gelandet.

Die erste Wahl fiel jetzt mal auf die FT15. Warum? Weil sie vom Preis-Leistungsverhältnis unschlagbar und deshalb für die ersten Selbstbauversuche der ideale Einstieg sind. Natürlich weiß ich, dass ich vom Baukonzept her auch schwierigere Lautsprecher zuwege gebracht hätte, schließlich habe ich ja auch die Fertigungstechnik dazu, aber irgendwie habe ich mich, da ich Lautsprecher eher in der klassischen Quaderform liebe, in diese FT15 "verschaut" und ich hatte von Anfang an ein Design im Hinterkopf, das mich nicht mehr los ließ.

Der Bau der FT15

Materialauswahl- Ja, welches Material sollte verwendet werden? Sollen Lautsprecher lackiert werden, eignen sich am besten MDF-Platten, auch wenn es einen Isoliergrund benötigt, bevor der eigentliche Lack aufgetragen wird. Speziell die Kanten bei MDF benötigen ja schon fast eine Sonderbehandlung aufgrund der Saugfähigkeit. Trotzdem, MDF hat eine gewisse Steifigkeit und lässt eine perfekte Verarbeitung zu, deshalb ist es wohl das Ideale Material für deckende Lackierungen. Die Platten kaufe ich meistens als Ganzes und schneide sie selbst zu.

Plattenzuschnitt

Nach dem Zuschnitt der Korpuselemente gings zur Fräse. Die Verbindungen fräse ich fast immer auf 45Grad, den 1. hat man dann eine größere Klebefläche für die Verbindung und 2. hat man weniger MDF-Schnittkanten, welche ja wesentlich weicher sind, als die Oberfläche der Platten. Kanten muss man immer sehr sorgfältig isolieren und grundieren, die Oberflächen sind da nicht so heikel. Es mag kompliziert erscheinen, Korpusse auf Gehrung zu verbinden, aber ich habe das schon oft so gemacht und für mich ist ist es deshalb einfach schon so üblich.

Nach dem Fräsen werden die Teile lamelliert und gleich im Anschluss mache ich schon die Ausfräsungen für die Chassis, die Reflexrohre und die Terminals.

Die Fräsarbeiten - und was man alles so braucht!

Alles was dafür nötig ist: Eine Oberfräse mit Fräszirkel, Zwingen zum Befestigen des Werkstücks, eine Flachdübelfräse und etwas Platz. Einen Fräszirkel habe ich mir mal gekauft, habe dann aber eine etwas kleinere Variante selbst gemacht, weil dieser handlicher ist.

Ja, wie man am Werkstück sieht, fräse ich die Rundungen durch. Also, ich befestige das Werkstück auf einer alten Platte, man sieht das an den Schrauben und den Zwingen und kann so die runden Ausschnitte bis ganz durch fräsen. Das gegt wunderbar in einem Durchgang und natürlich sind beide Frontplatten parallel eingespannt, sodass ich die Einstellungen immer nur einmal vornehmen muss.

Für die Korpusverbindungen verwende ich schließlich Flachdübel, was natürlich auch eine große Hilfe für eine exakte Verleimung ist, da die Teile dann nicht verrutschen.

Die Verleimung

Nach den Fräsungen für die Bauteile werden die Körper schließlich verleimt, was natürlich durch die Gehrungsverbindungen eher schwierig ist, da man ja keinen Parallelen Druck anbringen kann. Als erfolgreiche Lösung hat sich dafür ein Spanngurt erwiesen. Für den Winkel muss man aber zwischenzeitlich Platten einspannen, um eben einen korrekten Winkel zu gewährleisten.

Ist der Leim trocken, können zum ersten Mal die Chassis eingepasst werden, ob sie auch tatsächlich genau in die Ausfräsungen passen. Schließlich habe ich die Fräsungen ja schon gemacht, bevor ich die Chassis überhaupt hatte. Das ist ein Punkt, denn ich mir fürs nächste Mal wohl überlegen werde, denn die Fräsungen habe ich etwas zu genau auf dem Punkt durchgeführt und so hatte ich doch kleine Probleme, die Chassis einzupassen. Aber wie man sieht, mit kleinen Nachbesserungen haben die Chassis dann doch gepasst und dann ging es ab zur Isolierung bzw. Grundierung.

Leider habe ich keinen Lackierraum, das würde alles natürlich viel einfacher machen. So muss man auf halbwegs angenehme Temperaturen warten, da die Verarbeitungstemperaturen von Grundierungen und Lacken mindestens über 10Grad Plus sein sollten. Nach der heurigen Kaltwetterphase war ich natürlich schon ungeduldig, da es für einen Lautsprecherbauer nichts spannenderes gibt, als endlich die ersten langersehnten Klangproben aus diesen Lautsprechern zu hören.

Und kaum ergab sich die Gelegenheit, als die Temperatur knapp 10Grad erreicht hatte, ging ich auch schon ans Werk. Lackieren ist unter freien Himmel nicht gerade meine Lieblingsarbeit, da immer Kleinigkeiten passieren, wie Staubkörner, Insekten usw., da ist es einfach schwer möglich ein professionelles Ergebnis zu erzielen, ja makellos geht vielleicht gar nicht! Dazu bräuchte es eine professionelle Lackiermöglichkeit in einer Lackiererei oder in einer Tischlerei mit Lackierraum.

Trotzdem bin ich schlussendlich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ich selbst weiß zwar, wo die kleinen Lackierfehler sind, aber die werde ich jetzt hier nicht "breittreten".

Der Bau dieser FT15 hat sich über einen Zeitraum von etwa einem Monat hingezogen. Ein Grund dafür war natürlich der ständige Aufschub der Oberflächenbehandlung durch die kalten Temperaturen. Wie lange man jetzt für so einen Bausatz brauchen würde, also wenn es die Freizeit zulässt, ist schwer zu sagen. Wenn man es schafft, die Arbeitsschritte durchzuziehen, könnten 3 bis 4 Tage dafür ausreichen, mit sagen wir, je 8 Stunden Arbeit daran.

Aber es soll ja keine zeitbedingte Auftragsarbeit werden, sondern man soll den Bau dieser Lautsprecher genießen, bis der erste Ton aus ihnen kommt, wenn man es dann im Inneren fühlt, dann weiß man, wofür man das gemacht hat, nämlch für sich selbst!

Zum Klang noch abschließend

Wie schon eingangs erwähnt - bezüglich des Preis- Leistungsverhältnisses - einfach großartig! Ein durchwegs gut aufgelöstes Klangbild mit einem mächtigen Bass. Luft nach oben ist natürlich gerade beim ausgewogenen Klangbild bzw. bei der ausgewogenen Auflösung der Höhen und der Mitten und schlussendlich der Pegelfestigkeit des Tieftöners, aber das darf und soll ja auch so sein, lieber ein super tolles Preis- Leistungsangebot mit einem sehr guten Klang, als nur hochpreisige High-End-Lösungen, wo man sich anfangs sowieso nicht drüber traut.

Denn irgendwie kauft man ja trotzdem die "Katze im Sack". Man kann sich im Prinzip nur auf das Empfehlungen hier verlassen, wenn man keine Möglichkeit hat, die Lautsprecher vorab zu hören. Und selbst bei diesen FT15 habe ich schlussendlich knapp 400 Euro ausgegeben, bis sie so dastehen.

Fazit

Nicht nur für Einsteiger ein faszinierender Bausatz! Das sind Standlautsprecher, die mit einem geeigneten Verstärker garantiert jede Standard-Hifi-Lösung übertreffen. Oder besser - man kann sie mit Standard-Hifi-Geräten gar nicht vergleichen, zumindest wüsste ich jetzt keinen passenden Vergleich! Hier hat man den nötigen Punch, den Beat und sie machen eine Menge Freude.

Für alle, die noch überlegen - meine Empfehlung: Macht es, baut Eure eigenen Lautsprecher oder lasst sie Euch von jemanden bauen, der die Möglichkeit dazu hat. Ihr werdet Musik anders oder vielleicht sogar andere Musik hören!

Übrigens, für viele Einsteiger sicher wichtig: Gerade Verstärker spielen für den Klang eine größere Rolle als man glauben möchte! Meine ersten Lautsprecher habe ich auch in der Werkstatt mit einer alten Stereoanlage probegehört und war dementsprechend enttäuscht vom Klang. Jetzt habe ich selbst in der Werkstatt einen sehr guten und gebrauchten Stereoverstärker!
FirstTime-Quickly Kombination für Musik und Film

FirstTime-Quickly Kombination für Musik und Film

Zunächst einmal eine kurze Vorgeschichte ...

... wie ich zum ersten Kontakt mit dem Lautsprecherbau kam:

Aufgrund von eines Autowechsels hatte ich die darin verbauten Lautsprecher über und habe mich schlau gemacht, ob ich diese nicht einfach in Gehäusen ins Zimmer stellen könnte. Das hat mit dem Subwoofer recht gut funktioniert, da auf dem Datenblatt eine Angabe für das benötigte Volumen zu finden war. Eine passende Endstufe bestellt, das Gehäuse von einem bekannten Tischler anfertigen lassen und das Ergebnis war für den Preis sehr zufriedenstellend. Das ehemalige Frontsystem war etwas schwieriger zu realisieren da keine Angaben für benötigtes Volumen geschweige denn TSP zu finden waren. Im Netz wurde geraten einfach ein geschlossenes Gehäuse mit recht großem Volumen zu nehmen. Ich habe mir dann wieder von meinem Bekannten zwei Kisten bauen lassen die diese Kriterien erfüllen. Das Ergebnis war dafür, dass die meisten Stimmen im Internet von dieser Bastel-Lösung abgeraten haben erstaunlich gut. Lediglich im Bassbereich hat man gemerkt, dass gewisse Frequenzen untergehen.

Daraufhin habe ich mich gefragt, wie gut es denn erst klingen muss wenn man vernünftig berechnete Lautsprecher baut. Diese Webseite war mir durch einen Bekannten ohnehin schon bekannt und ich habe angefangen mich durch die Bauvorschläge zu wühlen. Dabei waren die Kriterien: Standboxen für die Frontlautsprecher und dazu passende Rear- sowie Centerlautsprecher. Des Weiteren sollte das Ganze auch noch im Budget eines Studenten liegen. Da Kerpen leider 3-4 Autostunden von mir entfernt ist habe ich beschlossen mich auf die Berichte aus dem Forum zu verlassen und "taub" zu bestellen. Die Wahl fiel dann letztendlich auf die FT15 für die Front in Kombination mit den Quickly 14 als Rear und dem Quickly 28 als Center.

Dieses Mal wollte ich die Boxen allerdings selber bauen. Also standen erst einmal ein paar Recherchen zur Holzverarbeitung an, da ich ungerne einfach drauf los leimen wollte und dann im Zweifelsfall alles in die Hose geht. Ein Problem bestand darin, dass ich keine Schraubzwingen besitze. Die Antwort darauf war Fugenleim. Die Holzzuschnitte ließ ich einfach im Baumarkt anfertigen wo ich noch einen anderen, extra schnell trocknenden Leim gefunden habe (was auch wunderbar funktionierte). Als alles an Material da war, konnte ich nicht länger warten und musste sofort mit dem Bau Anfangen. Der Nachteil daran war, dass die Chassis nicht bündig eingefräst werden konnten, da ich nicht extra eine Oberfräse kaufen wollte. Insgesamt habe ich für die Baumaterialien ca. 50 Euro ausgegeben.

Los ging es dann zunächst mit den beiden FT15. Die Holzzuschnitte wurden erstmal trocken zusammengepuzzelt und geprüft ob die Maße passen.

Nach erfolgreicher Probe habe ich dann die ersten Hölzer verleimt und festgestellt, dass es wunderbar einfach ging wenn man es mit genug Fingerspitzengefühl macht. So hat es keine Stunde gebraucht bis die Leimarbeiten vollendet waren.

Da der Leim wirklich sehr schnell fest wurde, habe ich den gleichen Abend noch mit Ausschnitten begonnen. Das Vorbohren war dabei die mühseligste Arbeit, die ich mir später bei den Quicklys gespart habe.

Nach ca. 4-5 Stunden waren die Gehäuse dann soweit vorbereitet, dass ich mich den nächsten Morgen direkt mit den Frequenzweichen loslegen konnte. Als gelernter Elektriker sollte das kein größeres Problem darstellen. Mit den übrig gebliebenen Holzausschnitten als Grundplatte habe ich mir grob den Aufbau überlegt, anschließend mit Heißkleber an den richtigen stellen befestigt und verlötet. Zugegeben ist es kein Meisterwerk geworden, aber es hält und funktioniert.

Die Holzscheiben wurden einfach auf dem Boden der Box verschraubt damit alles bleibt wo es hin soll.

Anschließend noch die Dämpfung im Gehäuse untergebracht und schon konnten Chassis und Terminal eingesetzt und befestigt werden.

Ein erster Test bei meinen Eltern hat mir schon ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Dazu aber später mehr. Am folgenden Wochenende wurden dann die Quicklys in Angriff genommen. Da das Prozedere im Prinzip identisch ist zeige ich einfach ein paar weitere Bilder mit Kommentaren:

Hier habe ich nur ein Loch zum Ansetzen der Stichsäge gebohrt und mir beim Sägen mehr Mühe gegeben.

Die Frequenzweichen wurden jeweils an der Rückwand verschraubt.

Da die beiden FT15 bereits in meiner Wohnung waren musste ich die drei wieder bei meinen Eltern, aber ohne ihre Spielgefährten testen. Mein erster Gedanke dabei war: die reichen ja selbst in dieser Konstellation schon fast aus! Wahnsinn was für ein klarer aber auch satter Sound aus diesen Kisten kommt.

Mit den fehlenden Lautsprechern in meiner Wohnung angekommen musste erst einmal ein Gruppenfoto für das Familienalbum gemacht werden. Darauf auch noch meine am Anfang erwähnten ehemaligen Auto-Lautsprecher zu sehen, da ich nicht weiß wo sie sonst hin sollen. Anschließend wurde alles fix aufgebaut und verkabelt.

Bereits im Stereobetrieb habe ich gemerkt, dass der kleine 25er Subwoofer eigentlich überflüssig ist. Der Klang ist genau so wie ich es mir vorgestellt habe, einfach rund und stimmig. Wenn man mit geschlossenen Augen einen Film guckt könnte man vermuten, dass da eine Person im Raum ist. Bei Musik hört man plötzlich Details die einem bisher nie aufgefallen sind. In Sachen Pegel kann ich nicht viel sagen, da ich es in einem Mehrfamilienhaus mit der Lautstärke nicht übertreiben möchte. Mein Ziel war ohnehin eher einen satten und sauberen klang bei moderaten Lautstärken zu erzielen, was absolut gelungen ist.

Wenn alle Lautsprecher im Verbund agieren macht es direkt viel mehr Spaß Filme zu schauen. Für meinen Geschmack ist das Klangerlebnis besser als im Kino. Aber auch Musik klingt gerade durch den Center noch etwas voluminöser im mittleren Frequenzbereich (wenn man das so formulieren kann). Seit die Lautsprecher da sind mache ich den aber Fernseher seltener an, weil ich mit diesem geilen Sound einfach lieber Musik höre.

Das Fazit dieses Projektes ist, dass es nicht das letzte gewesen sein wird. Dann wird auch die Fahrt zum Probehören nach Kerpen in Kauf genommen. Bis dahin werden meine Ohren noch von der jetzigen Zusammenstellung verwöhnt. Ich hätte nicht gedacht, dass man für dieses Geld ein so tolles Ergebnis erzielt.

Schöne Grüße,
Jano
northwall's FT15 in weiß

northwall's FT15 in weiß

Nach meinem Besuch der Hörsession in Ingolstadt (nochmal Danke an Christian) stand für mich fest: Jetzt wird ein Bausatz angegangen.
Die FT15 hatte ich ja bereits ins Auge gefasst. Und nachdem ich dann bei der Hörsession mit Max reden konnte, war die Entscheidung gefallen, dass jetzt bestellt wird. Die Lieferung ging zügig und problemlos von statten. Ich machte mich auf, besorgte mir MDF und begab mich in die Werkstatt. Ich hatte mich entschieden, die FT15 10cm höher zu bauen, damit unten ein Fach für die Frequenzweiche entsteht. Das eigentliche Volumen der FT15 blieb dabei aber unverändert. Alle Maße aus dem Bauplan kontrolliert und auf die abgeänderte Höhe anpaßt.
Als Verbindung wählte ich die Lamello-Verbindung, die sich beim späteren Verleimen als durchaus hilfreich erweist. Im linken Bild sind die Fräsungen für Lamello's zu erkennen.

Es ging an das Verleimen. Als erstes habe ich die beiden Bretter für die Kammer verleimt. Dann musste es flott gehen. Leim auftragen, zusammensetzen und Schraubzwingen setzen. Da bleibt keine Zeit für Foto's.
Einen Tag später wurden die Schraubzwingen entfernt und ich konnte nun einen ersten Meilenstein bestaunen.
So sieht meine FT15 von hinten aus. Die Schallwand war zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgesetzt. Dies war ein absichtlich gewählter Schritt.

Dann ging es an das Aufleimen der Schallwand. Auch bei diesem Arbeitsgang ließ ich dem Leim wieder einen Tag Zeit, bevor ich die Schraubzwingen entfernte. Die rohe FT15 stand nun das erste Mal vor mir.

Die beiden zum ersten Mal Seite an Seite. Soweit machen die beiden schon einen ganz netten Eindruck.
Jetzt ging es an die Oberfläche. Schleifen, Schleifen, Kanten bearbeiten, Schleifen, Schleifen. Bei MDF ist das einfach immer eine furchtbar staubige Angelegenheit. Mein Tipp ist hier eindeutig des Exzenterschleifer an einen Staubsauger anzuschließen. Es staubt zwar trotzdem noch, aber es ist deutlich erträglicher.
Von der Oberflächenerstellung habe ich es leider veräumt, Bilder zu machen. Deshalb hier in kurzer Schilderung.
Fehler in der Plattenoberfläche spachteln, schleifen, Kanten versiegeln und Fläche mit Spritzfüller füllern bzw. grundieren. Den Füller jetzt noch vorsichtig und sorgfältig schleifen, damit die Oberfläche tadellos ist. Zum Schluß noch den Decklack aufbringen.

Hier liegen die FT15 fertig lackiert bereits auf OP-Tisch, damit die Frequenzweichen "implantiert" werden können. Der kleine Rahmen ist zwar nicht perfekt lackiert, aber das war der Kompromiss, den ich eingehen mußte, um die Lackierung in einem Durchgang zu realisieren. Ist aber später eh im nicht sichtbaren Bereich.
Nachdem die Weiche eingbaut war, kam die Abdeckung drauf und die Chassis wurden eingebaut.

Die FT15 darf sich mal neben meine MB-Quart stellen. Ist zwar etwas unfair aber "nett" sieht es trotzdem aus (und 'nett' ist hier nicht als der kleine Bruder von 'Sch....' gemeint)
Rechts: Die beiden FT15 nochmal Seite an Seite. An dieser Stelle dürfen sie sich schon mal einspielen. Sie landen noch 2 oder 3-mal auf dem Tisch um die Dämpfung zu verändern. Ich bin letztlich bei 4,5 Dämfungsmatten pro Box hängen geblieben (wobei davon eine halbe Matte in der kleinen Kammer untergebracht wurde)

Dann durften die beiden endlich an Ihrem Bestimmungsort Platz nehmen.
Irgendwie gefallen mir die beiden. Sowohl klanglich als auch von der Dimension.
Die Klangbeschreibung spar ich mir. Die hat Max schon sehr gut umrissen.

Die FT15 sind bereit, das Wohnzimmer zu beschallen.
Ich hatte jede Menge Spaß bei diesem Erstlingswerk und bin bei jedem Hören erstaunt, welches Preis-Leistungsverhältnis da vor mir steht.
Jetzt stellt sich nur eine Frage: Was kommt als nächstes...

Gruß Paul
Family 22 - große Box zum keinen Preis

Family 22 - große Box zum keinen Preis

Die Family 11 (alias HighJack, FT14) erfüllte ihre Mission, die Needle zu überflügeln, mit Bravour. Ihren Zusatznamen High Jack trägt sie also zu Recht. Ihr entscheidendes Gen für den Erfolg ist ihre schlanke Silhouette, mit der sie klanglich selbst in der kleinsten Bude groß bzw. hoch 'raus kommt. Wer die schlanke Schönheit nachgebaut hat, möchte ganz sicher keine Fertigbox mehr im Laden kaufen, sondern wird Lust auf mehr Selbstbau bekommen - denn natürlich geht da noch was. Es soll auch Leute geben, die direkt etwas größer einsteigen möchten. Also haben wir die zukunftssicheren Gene der Needle und der Family 11 - nämlich die winzige Standfläche einer Standbox - einmal eine Kategorie größer gedacht.

Der Lautsprecherselbstbau ist prima:

Dank unserer professionellen Entwicklung haben Sie das Design in der Hand, ohne dass Ihnen der Klang entgleitet. So gibt es eine ungeheure Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Nachbausicherheit, was die klanglichen Eigenschaften angeht. Im Grunde kann man die kreativen Ergüsse unserer Leser getrost nebeneinanderstellen - wenn es sich um die gleiche Bauanleitung handelt, werden sie auch gleich klingen, ganz gleich, ob der Erbauer gelernter Tischer ist, oder mangels Werkstatt den Küchentisch für den Selbstbau missbraucht hat. Sogar im Einstiegssegment lohnt es sich, eigene Ideen zu realisieren, wie uns Natalie (siehe Bild links) mit ihren eigenen Ideen zur Realisierung eines Bauvorschlages zeigt - es muss einfach keine rechteckige schwarze Kiste sein, davon gibt es im Laden schon genügend.

So, das waren jetzt sicher genügend über das schiere Preis-Leistungs-Verhältnis hinausgehende Argumente für den Lautsprecherselbstbau, jetzt widmen wir uns besser wieder der Praxis. Ist doch klar, was jetzt kommt, oder? Auf Breitbandkonstruktion und Zweiwege-Box folgen drei Wege, oder? Also widmen wir uns in diesem Bauvorschlag einmal der Aufgabe, eine Dreiwege-Box möglichst schlank aufzubauen. Logisch ist dies nun die Family 22. Von außen betrachtet ist sie erst einmal nichts anderes als eine praxisgerechte rechteckige Kiste mit geringer Stellfläche.

Lautsprecherchassis:

Damit sie zur Family 11 passt, haben wir den Hochtöner GDT 104 N und den Tiefmitteltöner W 115-4 übernommen, den W 115-4 nunmehr als reinen Mitteltöner eingesetzt und einen Tieftöner ergänzt.

Dabei haben wir uns für den W 218-4 entschieden, der schon etwas länger auf seinen Ersteinsatz in einem Bauvorschlag wartet.Als preiswertes Chassis muss der W 128-4 zwar mit einem Blechkorb auskommen, die seidenglänzend beschichtete Pappmembran mit ihrer inversen Staubschutzkalotte macht sich dennoch ganz gut und passt hervorragend zum W 115-4, und zwar aus optischen und technischen Gründen.

Jedenfalls haben wir als nächstes seine Parameter in LspCAD eingegeben und als Gehäusevorschlag eine Bassreflexkonstruktion mit 40 Litern Volumen erhalten. Mit einem ungekürzten Reflexrohr HP 70 unterschreitet die untere Grenzfrequenz 40 Hz. Da der W 128-4 direkt abstrahlt, darf die Trennfrequenz zum W 115-4 getrost bei 350 Hz liegen, das ist auch mit vernünftigen Bauteilen recht preiswert zu bewerkstelligen. Obwohl bei dieser vergleichsweise hohen Trennfrequenz eine Plastikschale als Volumen reichen würde, haben wir üppige 10 Liter eingeplant, da sich dies bei der Anordnung der Gehäusekammern so ergeben hat. Außerdem dienen seine Kammerwände günstigerweise der Versteifung der gesamten Box.

Gehäusebau:

Diesmal haben wir den Aufbau nicht mit MDF (Mitteldichte Faserplatte), sondern mit OSB (Grobspanplatte) bewerkstelligt, da sie eine interessante Oberfläche bietet, die entweder naturbelassen oder mit wenig Aufwand geschliffen und geölt oder gebeizt werden kann. Wer eine FirstTime nachbaut, kann hier zum einen die Oberflächenbehandlung üben und zum anderen das bündige Einlassen der Körbe in die Frontplatte mittels Fräse oder Aufdopplung der Front. Bei hochwertigeren Boxen als den FTs ist das schließlich Pflicht, hier ist es die Kür. Bei Boxen aus der Quickly-Reihe beispielsweise betreiben selbst wir diesen Zeitaufwand nicht.

Nach dem Zusammenbau haben wir die Oberfläche geschliffen, auf Beizen und Ölen haben wir verzichtet, das kann jeder gerne machen, wie er es möchte. Ein Vorteil beim Ölen bzw. Lackieren ist, dass sich keine Holzspäne lösen, die bei unvorsichtigem Transport ganz schnell in den Fingern landen.

Wie üblich wandern fertig aufgebaute Lautsprecher mit provisorischer Chassisbestückung für die Weichenentwicklung in den Messraum - noch mit überlangen Kabeln, die aus der Box an die provisorische Weiche geführt werden. Erst wenn die Messergebnisse passen, bauen wir die Weiche ein und hoffen, dass es dann auch im Hörraum passt.

Messungen:

Die Diagramme zeigen die Frequenzgänge der einzelnen Chassis ohne und mit Beschaltung sowie die Summenkurve der fertigen Box, Amplitude, Impedanz, Klirr für 90 dB, Frequenzgang 0, 30, 60 Grad, Sprungantwort, Wasserfall

Frequenzweiche:

Bei der Family 22 haben wir auf die passenden Intertechnik Bauteile geachtet und auch den Aufwand der Beschaltung in Grenzen gehalten. Umso überraschter waren wir über die Ergebnisse der letztendlich doch recht einfach aufgebauten Frequenzweiche.

Nach der Entwicklung der Frequenzweichen haben wir diese dann fest in den Boxen eingebaut. Anstelle des Selbstaufbaus der Weiche empfehlen wir immer den von uns angebotenen Weichenaufbau in Anspruch zu nehmen.

Endmontage:

Bei den Lautsprechern ist auf die korrekte Polung zu achten, beim Hochtöner ist der Pluspol rot markiert. Beim Mitteltöner und beim Tieftöner ist der Pluspol jeweils das breitere Fähnchen. Beim Löten gilt es, das Kabel samt Anschlussfahne gemeinsam zu erhitzen, bis das Lötzinn ineinander fließt. Achtung: Wer zu früh am Kabel zieht, um zu prüfen, ob die Verbindung hält, läuft Gefahr, die Lötfahne vom Kunststoffsockel zu lösen. Beim Festschrauben der Chassis gilt wie immer: Bitte das Vorbohren nicht vergessen, dieses reduziert die Gefahr, mit dem Schraubenzieher in die Membran zu rutschen, beträchtlich.

An Dämmstoffen gehören vier Beutel original Sonofil in die Box, die Umgebung der Bassreflexöffnung bleibt frei. Das Intertechnik Bassreflexrohr HP 70 bleibt ungekürzt.

Klangtest:

Nun kommt die Kür eines jeden Bauberichts: Die Klangbeschreibung. Auch wir freuen uns immer noch jedes Mal wie ein Kind an Weihnachten, wenn die Boxen endlich aus dem Messlabor ins Hörstudio umgezogen sind. Eines vorab: Die Family 22 klingt für ihren Preis hervorragend. Den Klangtest führten wir an einem Stereoverstärker vor, widerstanden der Versuchung, eine CD in den Player zu legen, und steuerten die Musik per Tablet von der Festplatte.

Mediamonkey liest den Inhalt aus und die Fernbedienung per Smart Device vom Sofa aus macht einfach nur Spaß. Umso schwerer fällt die Entscheidung. Mozart? Gut, also "Ein Mädchen oder Weibchen" aus der Zauberflöte, vorgetragen von Herrmann Prey, schon mal möchte man als Lautsprecherentwickler seine Zielgruppe verfehlen und erst einmal selbst herausfinden, was die Box kann, bevor sie mit zielgruppengerechten Songs gefüttert wird. Per professioneller Tascam-Soundkarte wird das Signal an den kräftigen Transistorverstärker weitergeleitet, den Betrieb der Family 22 an einer leistungsschwachen Röhre haben wir uns von vorneherein verkniffen.

Und wer jetzt meint, dass nicht nur der Einsatz eines CD-Spielers, sondern auch eines Stereoverstärkers von vorgestern ist, der hat nicht auf dem Schirm, dass Verstärker in der Familie durchaus weitervererbt werden ... also hat der Sprössling unter Umständen bereits einen Vollverstärker und braucht nun nur noch die preiswerten Family 22 zum Glücklichsein. Trotzdem bleiben wir bei wenig zielgruppengerechter Musik: Herrmann steht groß und mit geschwellter Brust auf der Bühne, die von einem kleinen Klöppel zum Schwingen angeregten Metallplättchen des Glockenspiels sind eindeutig als solche erkennbar.

Und doch wird die Family 22 ja wohl eher von jugendlicheren Semestern eingesetzt werden, also haben wir im Klangtext die Musik entsprechend angepasst, indem wir ein wenig auf Youtube gestöbert haben. Der Sänger beim "Muse live at Rock Werchter Festival" hörte sich jedenfalls verständlich an und die Bassgitarre war von der Bassdrum und der Gitarre unterscheidbar, auch wenn es aufgrund einer starken Kompression der Wiedergabe nicht allzu gut um die Klangqualität der Musikquelle bestellt war, doch das kann man der Family 22 nicht ankreiden. Dafür gab sie Tina Turners Livekonzert "Proud Mary" von 2009 derart mitreißend wieder, dass die Füße praktisch automatisch mitwippten und die Hände wie von selbst mitklatschten. Auch der Pegel erinnerte an ein Livekonzert. Die Family 22 hat ihre Feuerprobe also mit Bravour bestanden und ist auch der ein oder anderen kleinen Party nicht abgeneigt.

Zu guter Letzt:

Kommen wir abschließend noch einmal auf den Zukunftsfaktor der Family zurück. Futur will erreichbare Ziele haben, die anderen nennt man zu Recht Utopia. Mit der Family 22 haben wir schon einen nicht zu weit entfernten Meilenstein gesetzt, das Aufrüsten oder auch der Neueinstieg sind sicher ein lohnendes Ziel. Der dafür nötige Geldeinsatz verlängert dabei keinesfalls ungebührlich den Weg zur Bluesklasse, die nach positiver Bauerfahrung nicht mehr für alle Zeit im Reich der unerfüllten Träume verweilen wird.

Intertechnik
FirstTime 15 (High Jack 2) große Box zum kleinen Preis

FirstTime 15 (High Jack 2) große Box zum kleinen Preis


... und dann war da noch unsere FT 14, liebevoll "HighJack" genannt, weil sie ihre Aufgabe, der Needle Konkurrenz zu machen, nachdrücklich erfüllt. Wir gaben ihr ein Gen namens "Zukunkftsfaktor" mit auf den Weg, das sie bisher prächtig nutzte. Wer den großen Zwerg nachgebaut hat, wird kaum mehr jemals dem Fertigsegment verfallen, auch wenn ihm die äußerlich tollsten Gehäuse geboten werden. Die Chassis machen die Musik, die Optik obliegt der eigenen Hand. Wer die großartigen Aufbauten unserer Leser betrachtet, weiß sehr schnell die nahezu unglaubliche Vielfalt der kreativen Gestaltung zu schätzen, die Selbstbau bietet. Gelernte Tischler sind dabei selten unsere Helden gewesen, deren handwerkliches Geschick wir bewundern durften. Selbst in der Kategorie "Einsteiger" zeigte uns Natalie, dass es lohnt, auch hier eigene Ideen zu verwirklichen und so mehr aus einem rein Praxis orientierten Bauvorschlag zu machen als die einfach rechteckige Kiste. Dem wollen wir uns nun anschließen, nein, nicht mit einem neuen Gehäuseaufbau, sondern mit dem dritten Weg, der das schmale Hemd auf eine solide Basis stellt. Passend zur Chronologie nennen wir den Bauvorschlag natürlich FirstTime 15 oder auch High Jack 2. Ihr Gehäuse ist jedoch nichts anderes als eine Praxis orientierte, einfach rechteckige Kiste.

Gesetzt waren also GDT 104 N und W 115-4, die Suche nach dem Partner dauerte etwa drei Sekunden. Im Lager wartete der W 218 in der Vierohm-Version schon lange auf seinen Einsatz und sprang freudestrahlend aus dem Regal als wir ihn endlich riefen. Seine leicht glänzend beschichtete Pappmembran mit inversem Staubschutz im einfachen Blechkorb passte nicht ganz zufällig zum Kompagnon, der in der FT 15 nur noch die Mitten wiedergeben sollte. Die Parameter verlangten nach Eingabe in LspCD nach 40 Litern Reflexvolumen, mit einem ungekürzten HP 70 sollten knapp unter 40 Hz bei halbierter Lautstärke herauskommen. Der W 115-4 brauchte für die beabsichtige Trennung bei 350 Hz eigentlich nur eine Milchtüte, trotzdem bekam er gute 10 Liter, weil die einfach übrig waren. Zudem versteifen seine Kammerwände die Seiten der Box, was auch nicht unerwünscht war. Für den Bau kauften wir 19 mm dicke Grobspanplatte, auch OSB genannt, weil die Zielgruppe für diese Einsteigerbox erfahrungsgemäß eher schnell hören als schön bauen möchte. Die fertige Oberfläche zum MDF-Preis ist dabei auch nicht außer Acht zu lassen. Schön machen kann man die Platten natürlich auch, wenn man sie schleift und vor dem Ölauftrag in beliebiger Farbe beizt. Bei einer FirstTime-Box ist das bündige Versenken der Chassis ein schöner Test für spätere Arbeiten für die Bluesklasse, für eine Quickly hätten wir diesen Zeitaufwand nicht betrieben.



Wichtiger als jede wissenschaftliche Erläuterung der physikalischen Umstände, denen sich ein Lautsprecher beugen muss, ist bei Boxen for beginners der handwerkliche Teil der Übung. Deshalb haben wir das Verkleben der acht Bretter wieder fotografiert und stellen es der Nachwelt hiermit wieder einmal ins öffentliche Internetz. Für den Fall, dass es nicht bekannt ist, noch der Hinweis, dass wir zum Kleben Fugenleim verwenden und statt Schraubzwingen Zurrgurte unser Druckmittel sind.









Nun fehlt nur noch der Bauplan, den wir natürlich auch wieder als Sketchup-Datei zum Download bereitstellen.



Nach Schleifen der Oberflächen waren alle Leimreste beseitigt, Dabei half mein Excenterschleifer mit grobem Papier. Beizen und Ölen habe ich mir gespart, immerhin will ich nicht meine Lackierkünste zur Schau stellen. Als Nachteil meiner Faulheit könnte sich ein Helfer einen Span in die Finger ziehen, wenn er mir hilft, die Kisten am Samstag beim Event in den Hörraum zu tragen. Also lasst zur eigenen Sicherheit Vorsicht walten.

Im Messraum ging es weiter, die Weiche wollte entworfen werden. Um dem Anlass gerecht zu werden, habe ich auf jede Art von Aufwand verzichtet und ausschließlich preislich angemessenen Bauteile verwendet. Auch schaltungstechnisch wurde nicht versucht, jede kleinste Unstimmigkeit zu beseitigen. Angemerkt sei dennoch, dass sie sich trotz Einfachweiche in sehr engen, für einen Einsteigerbausatz ehrenwerten Grenzen halten. Die Messdiagramme hätten auch einem teuren Lautsprecher gut zu Gesicht gestanden. Zuerst einmal die Vorher - Nachher-Schriebe für Bass, Mittelton und Hochton, sowie natürlich die Zweig-Summenkurve mit Schaltplan.




Fehlen aus der Entwicklungsabteilung nur noch die Messdiagramme.


Obere Reihe:  Amplitude, Impedanz, Klirr für 90 dB
Untere Reihe: Frequenzgang 0, 30, 60 Grad, Sprungantwort, Wasserfall

Als alles gemessen und für gut befunden war, mussten die Innereien in den Boxen verstaut werden. Weil auch das immer wieder Fragen aufwirft, gibt es wieder ein paar Bilder, die wahrschenlich mehr sagen als Worte, die man lesen muss. Die Weiche baute ich in gewohnter Manier auf einem Holzbrett auf, den Bassteil lagerte ich auf das Terminal aus. Vier Beutel Sonofil füllen die gesamte Box, der Bereich um das Reflexrohr bleibt frei. Zum Glück muss ich für das Schreiben dieses Satzes nicht jedesmal 5 Euro in eine Phrasenkasse einzahlen, ich wär schon längst ein armer Mann. Die häufigen Fragen nach der Füllmenge zeigen jedoch, dass er kein einziges Mal zu oft geschrieben wurde.





Der Pluspol des Hochtöners ist mit roter Farbe markiert. Beim Anlöten ist es sinnvoll, zuerst das Kabel und die Anschlussfahne zu verzinnen und dann beide gemeinsam nur so lange zu erhitzen, bis das Lötzinn ineinander geflossen ist. Nicht zu früh am Kabel wackeln, damit das Fähnchen sich nicht vom Kunststoff-Untergrund löst. Beim Mitteltöner und Bass ist das breite Fähnchen der Pluspol. Vor dem Anschrauben der Chassis sollte das Vorbohren nicht vergessen werden.



Nun wünsche ich viel Spaß beim Nachbau und stellt schöne Bilder in die Galerie. Oder war da noch was, das ich vergessen habe? Achso, die Klangbeschreibung. Na gut:"Klingt für ihren Preis hervorragend" wird nun niemanden sofort zum Bestellen animieren. Dann schreib ich halt noch ein paar Sätze mehr.

Im Hörraum schloss ich die FirstTime 15 an meinen Verstärker ein und legte eine CD in den Player. "Der lügt!" hör ich es jetzt laut schallen. Stimmt! muss ich gestehen. Schülzken hat es kürzlich erst geschrieben, ich bin ja längst in der modernen Welt angekommen und steuere mene Musik per Tablet, wozu ich nicht einmal mehr den Rat des Arztes oder Apothekers einholen muss. Mediamonkey liest den Inhalt meiner Musikfestplatte, die Remotesteuerung lässt mich entspannt auf meinem (ja, das ist noch alt) Sofa ruhen. Soll es was von Mozart sein?, Den Komponisten eingetippt und schon habe ich eine recht lange Liste mit verschiedenen Titel auf dem Display. Ich entscheide mich für "Ein Mädchen oder Weibchen" aus der Zauberflöte, vorgetragen von Herrmann Prey, obwohl es sicher nicht das passende Stück Musik für die Zielgruppe meiner neuesten Erfindung ist. Über die Tascam-Soundkarte geht das Signal an meinen gut 30 Jahre alten Luxman L-215, meine Röhre halte ich nicht für wirklich angebracht für den heutigen Boxentest. Die musikhörende Jugend könnte aber durchaus Abgelegtes im Stil des betagten, aber guten Stereo-Transistors von Vater oder Opa übernommen haben, wodurch mein Test durchaus Praxis relevant sein dürfte. Nun, da steht der Herrmann groß und mit geschwellter Brust auf der Bühne, das Glockenspiel hat eindeutig Metallplättchen, die von einem kleinen Klöppel zum Schwingen angeregt werden. So weit, so gut, es geht aber eher um die Töne, die von Menschen gehört werden, die grob ein halbes Jahrhundert weniger in den Knochen haben als ich. Was die hören, habe ich nicht auf meiner Festplatte, aber es gibt doch youtube. Also schnell mal ins Internet und ohne zu wissen, was ich suche, fand ich "Muse live at Rockwerchter Festival" Technisch werde ich nicht die beste Qualität bekommen haben, doch die Bassdrum war gut vom E-Bass zu unterscheiden, die Gitarre marschierte und der Sänger war verständlich. Deutlich wahrnehmbar war der starke Komprimierungsgrad der Aufnahme, den kann man der FT 15 nicht anlasten. Zu Gute halten darf man ihr jedoch, dass sie Tina Turners "Proud Mary" vom Livekonzert 2009 derart mitreißend zelebrierte, dass meine alten Füße sofort zm Wippen gezwungen waren, wozu auch der wackelnde Kopf und die Schenkel klatschnden Hände seinen Teil beitrugen. Leise war die Darbietung nicht, das rief auch meine Frau in die heiligen Hallen. Nicht mehr so sportlich wie früher war der olle Rock and Roll, den wir nach drei Minuten wegen akuten Luftmangels abbrechen mussten. Naja, früher war alles besser, könnte man jetzt vermuten, aber es ist nicht meine Art, mit Wehmut rückwärs zu blicken. " Wir hatten Paris" sagte Humphrie Bogart einst zu Frau Bergmann in Casablanca.



Kommen wir abschließemd noch einmal auf den Zukunftsfaktor der FT 14 zurück. Futur will erreichbare Ziele haben, die anderen nennt man zu Recht Utopia. Mit der FT 15 haben wir schon einen nicht zu weit entfernten Meilenstein gesetzt, das Aufrüsten oder auch der Neueinstieg sind sicher ein lohnendes Ziel. Der dafür nötige Geldeinsatz verlängert dabei keinesfalls ungebührlich den Weg zur Bluesklasse, die nach positiver Bauerfahrung nicht mehr für alle Zeit im Reich der unerfüllten Träume verweilen wird.



Technik:

Chassis Gradient GDT 104 N Holzliste in 19 mm MDF

Gradient W 115-4 oder Grobspan pro Box in mm:

Gradient W218-4


1000 x 246 (4x) Front, Rückwand, Seiten


210 x 246 (3x) Deckel, Boden, Kammer


Frästiefen:
Funktionsprinzip Bassreflex HT: 3 mm
Nennimpedanz 4 Ohm MT: 4 mm


Bass: 4 mm
Terminal T 104 LC
Dämmstoff 5 Beutel Sonofil Bausatzpreis: 130 Euro
Reflexrohr HP 70 ungekürzt Upgrade von FT 14: 80 Euro
FirstTime 15 - große Box zum kleinen Preis

FirstTime 15 - große Box zum kleinen Preis


... und dann war da noch unsere FT 14, liebevoll "HighJack" genannt, weil sie ihre Aufgabe, der Needle Konkurrenz zu machen, nachdrücklich erfüllt. Wir gaben ihr ein Gen namens "Zukunkftsfaktor" mit auf den Weg, das sie bisher prächtig nutzte. Wer den großen Zwerg nachgebaut hat, wird kaum mehr jemals dem Fertigsegment verfallen, auch wenn ihm die äußerlich tollsten Gehäuse geboten werden. Die Chassis machen die Musik, die Optik obliegt der eigenen Hand. Wer die großartigen Aufbauten unserer Leser betrachtet, weiß sehr schnell die nahezu unglaubliche Vielfalt der kreativen Gestaltung zu schätzen, die Selbstbau bietet. Gelernte Tischler sind dabei selten unsere Helden gewesen, deren handwerkliches Geschick wir bewundern durften. Selbst in der Kategorie "Einsteiger" zeigte uns Natalie, dass es lohnt, auch hier eigene Ideen zu verwirklichen und so mehr aus einem rein Praxis orientierten Bauvorschlag zu machen als die einfach rechteckige Kiste. Dem wollen wir uns nun anschließen, nein, nicht mit einem neuen Gehäuseaufbau, sondern mit dem dritten Weg, der das schmale Hemd auf eine solide Basis stellt. Passend zur Chronologie nennen wir den Bauvorschlag natürlich FirstTime 15. Ihr Gehäuse ist jedoch nichts anderes als eine Praxis orientierte, einfach rechteckige Kiste.

Gesetzt waren also GDT 104 N und W 115-4, die Suche nach dem Partner dauerte etwa drei Sekunden. Im Lager wartete der W 218 in der Vierohm-Version schon lange auf seinen Einsatz und sprang freudestrahlend aus dem Regal als wir ihn endlich riefen. Seine leicht glänzend beschichtete Pappmembran mit inversem Staubschutz im einfachen Blechkorb passte nicht ganz zufällig zum Kompagnon, der in der FT 15 nur noch die Mitten wiedergeben sollte. Die Parameter verlangten nach Eingabe in LspCD nach 40 Litern Reflexvolumen, mit einem ungekürzten HP 70 sollten knapp unter 40 Hz bei halbierter Lautstärke herauskommen. Der W 115-4 brauchte für die beabsichtige Trennung bei 350 Hz eigentlich nur eine Milchtüte, trotzdem bekam er gute 10 Liter, weil die einfach übrig waren. Zudem versteifen seine Kammerwände die Seiten der Box, was auch nicht unerwünscht war. Für den Bau kauften wir 19 mm dicke Grobspanplatte, auch OSB genannt, weil die Zielgruppe für diese Einsteigerbox erfahrungsgemäß eher schnell hören als schön bauen möchte. Die fertige Oberfläche zum MDF-Preis ist dabei auch nicht außer Acht zu lassen. Schön machen kann man die Platten natürlich auch, wenn man sie schleift und vor dem Ölauftrag in beliebiger Farbe beizt. Bei einer FirstTime-Box ist das bündige Versenken der Chassis ein schöner Test für spätere Arbeiten für die Bluesklasse, für eine Quickly hätten wir diesen Zeitaufwand nicht betrieben.



Wichtiger als jede wissenschaftliche Erläuterung der physikalischen Umstände, denen sich ein Lautsprecher beugen muss, ist bei Boxen for beginners der handwerkliche Teil der Übung. Deshalb haben wir das Verkleben der acht Bretter wieder fotografiert und stellen es der Nachwelt hiermit wieder einmal ins öffentliche Internetz. Für den Fall, dass es nicht bekannt ist, noch der Hinweis, dass wir zum Kleben Fugenleim verwenden und statt Schraubzwingen Zurrgurte unser Druckmittel sind.












Nach Schleifen der Oberflächen waren alle Leimreste beseitigt, Dabei half mein Excenterschleifer mit grobem Papier. Beizen und Ölen habe ich mir gespart, immerhin will ich nicht meine Lackierkünste zur Schau stellen. Als Nachteil meiner Faulheit könnte sich ein Helfer einen Span in die Finger ziehen, wenn er mir hilft, die Kisten am Samstag beim Event in den Hörraum zu tragen. Also lasst zur eigenen Sicherheit Vorsicht walten.

Im Messraum ging es weiter, die Weiche wollte entworfen werden. Um dem Anlass gerecht zu werden, habe ich auf jede Art von Aufwand verzichtet und ausschließlich preislich angemessenen Bauteile verwendet. Auch schaltungstechnisch wurde nicht versucht, jede kleinste Unstimmigkeit zu beseitigen. Angemerkt sei dennoch, dass sie sich trotz Einfachweiche in sehr engen, für einen Einsteigerbausatz ehrenwerten Grenzen halten. Die Messdiagramme hätten auch einem teuren Lautsprecher gut zu Gesicht gestanden. Zuerst einmal die Vorher - Nachher-Schriebe für Bass, Mittelton und Hochton, sowie natürlich die Zweig-Summenkurve mit Schaltplan.




Fehlen aus der Entwicklungsabteilung nur noch die Messdiagramme.


Obere Reihe:  Amplitude, Impedanz, Klirr für 90 dB
Untere Reihe: Frequenzgang 0, 30, 60 Grad, Sprungantwort, Wasserfall

Als alles gemessen und für gut befunden war, mussten die Innereien in den Boxen verstaut werden. Weil auch das immer wieder Fragen aufwirft, gibt es wieder ein paar Bilder, die wahrschenlich mehr sagen als Worte, die man lesen muss. Die Weiche baute ich in gewohnter Manier auf einem Holzbrett auf, den Bassteil lagerte ich auf das Terminal aus. Vier Beutel Sonofil füllen die gesamte Box, der Bereich um das Reflexrohr bleibt frei. Zum Glück muss ich für das Schreiben dieses Satzes nicht jedesmal 5 Euro in eine Phrasenkasse einzahlen, ich wär schon längst ein armer Mann. Die häufigen Fragen nach der Füllmenge zeigen jedoch, dass er kein einziges Mal zu oft geschrieben wurde.





Der Pluspol des Hochtöners ist mit roter Farbe markiert. Beim Anlöten ist es sinnvoll, zuerst das Kabel und die Anschlussfahne zu verzinnen und dann beide gemeinsam nur so lange zu erhitzen, bis das Lötzinn ineinander geflossen ist. Nicht zu früh am Kabel wackeln, damit das Fähnchen sich nicht vom Kunststoff-Untergrund löst. Beim Mitteltöner und Bass ist das breite Fähnchen der Pluspol. Vor dem Anschrauben der Chassis sollte das Vorbohren nicht vergessen werden.



Nun wünsche ich viel Spaß beim Nachbau und stellt schöne Bilder in die Galerie. Oder war da noch was, das ich vergessen habe? Achso, die Klangbeschreibung. Na gut:"Klingt für ihren Preis hervorragend" wird nun niemanden sofort zum Bestellen animieren. Dann schreib ich halt noch ein paar Sätze mehr.

Im Hörraum schloss ich die FirstTime 15 an meinen Verstärker ein und legte eine CD in den Player. "Der lügt!" hör ich es jetzt laut schallen. Stimmt! muss ich gestehen. Schülzken hat es kürzlich erst geschrieben, ich bin ja längst in der modernen Welt angekommen und steuere mene Musik per Tablet, wozu ich nicht einmal mehr den Rat des Arztes oder Apothekers einholen muss. Mediamonkey liest den Inhalt meiner Musikfestplatte, die Remotesteuerung lässt mich entspannt auf meinem (ja, das ist noch alt) Sofa ruhen. Soll es was von Mozart sein?, Den Komponisten eingetippt und schon habe ich eine recht lange Liste mit verschiedenen Titel auf dem Display. Ich entscheide mich für "Ein Mädchen oder Weibchen" aus der Zauberflöte, vorgetragen von Herrmann Prey, obwohl es sicher nicht das passende Stück Musik für die Zielgruppe meiner neuesten Erfindung ist. Über die Tascam-Soundkarte geht das Signal an meinen gut 30 Jahre alten Luxman L-215, meine Röhre halte ich nicht für wirklich angebracht für den heutigen Boxentest. Die musikhörende Jugend könnte aber durchaus Abgelegtes im Stil des betagten, aber guten Stereo-Transistors von Vater oder Opa übernommen haben, wodurch mein Test durchaus Praxis relevant sein dürfte. Nun, da steht der Herrmann groß und mit geschwellter Brust auf der Bühne, das Glockenspiel hat eindeutig Metallplättchen, die von einem kleinen Klöppel zum Schwingen angeregt werden. So weit, so gut, es geht aber eher um die Töne, die von Menschen gehört werden, die grob ein halbes Jahrhundert weniger in den Knochen haben als ich. Was die hören, habe ich nicht auf meiner Festplatte, aber es gibt doch youtube. Also schnell mal ins Internet und ohne zu wissen, was ich suche, fand ich "Muse live at Rockwerchter Festival" Technisch werde ich nicht die beste Qualität bekommen haben, doch die Bassdrum war gut vom E-Bass zu unterscheiden, die Gitarre marschierte und der Sänger war verständlich. Deutlich wahrnehmbar war der starke Komprimierungsgrad der Aufnahme, den kann man der FT 15 nicht anlasten. Zu Gute halten darf man ihr jedoch, dass sie Tina Turners "Proud Mary" vom Livekonzert 2009 derart mitreißend zelebrierte, dass meine alten Füße sofort zm Wippen gezwungen waren, wozu auch der wackelnde Kopf und die Schenkel klatschnden Hände seinen Teil beitrugen. Leise war die Darbietung nicht, das rief auch meine Frau in die heiligen Hallen. Nicht mehr so sportlich wie früher war der olle Rock and Roll, den wir nach drei Minuten wegen akuten Luftmangels abbrechen mussten. Naja, früher war alles besser, könnte man jetzt vermuten, aber es ist nicht meine Art, mit Wehmut rückwärs zu blicken. " Wir hatten Paris" sagte Humphrie Bogart einst zu Frau Bergmann in Casablanca.



Kommen wir abschließemd noch einmal auf den Zukunftsfaktor der FT 14 zurück. Futur will erreichbare Ziele haben, die anderen nennt man zu Recht Utopia. Mit der FT 15 haben wir schon einen nicht zu weit entfernten Meilenstein gesetzt, das Aufrüsten oder auch der Neueinstieg sind sicher ein lohnendes Ziel. Der dafür nötige Geldeinsatz verlängert dabei keinesfalls ungebührlich den Weg zur Bluesklasse, die nach positiver Bauerfahrung nicht mehr für alle Zeit im Reich der unerfüllten Träume verweilen wird.

Udo Wohlgemuth

Technik:

Chassis Gradient GDT 104 N Holzliste in 19 mm MDF
  Gradient W 115-4 oder Grobspan pro Box in mm:
  Gradient W218-4  
    1000 x 246 (4x) Front, Rückwand, Seiten
    210 x 246 (3x) Deckel, Boden, Kammer
    210 x 130 (1x) Kammer unten
     
    Frästiefen:
Funktionsprinzip Bassreflex HT: 3 mm
Nennimpedanz 4 Ohm MT: 4 mm
    Bass: 4 mm
Terminal T 104 LC  
Dämmstoff 5 Beutel Sonofil  
Reflexrohr HP 70 ungekürzt  



 

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