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Family22
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Family22

Große Box zum kleinen Preis

Best.-Nr. 1385330

145,80 € / Stück
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122.52 € exkl. MwSt
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Details

Groß und günstig einsteigen. Es soll auch Leute geben, die direkt etwas größer einsteigen möchten. Also haben wir die zukunftssicheren Gene in eine günstige Standbox gedacht. Mit der Family 22 haben wir schon einen nicht zu weit entfernten Meilenstein gesetzt, das Aufrüsten oder auch der Neueinstieg sind sicher ein lohnendes Ziel. Der dafür nötige Geldeinsatz verlängert dabei keinesfalls ungebührlich den Weg zur höheren Klasse, die nach positiver Bauerfahrung nicht mehr für alle Zeit im Reich der unerfüllten Träume verweilen wird.

Merkmale

Wege 3-Wege0
Gehäuse Prinzip Bassreflex0
Nennimpedanz 40 Ohm
Höhe 100 cm
Breite 24,60 cm
Tiefe 28,40 cm
Anwendung Standlautsprecher0
Hersteller / Marke der Chassis Gradient0
Preislevel 100-200 Euro0

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Alternative Artikel

Bild Bezeichnung Preis Menge
Gehäusebausatz Family 22
187,00 € / Stück
inkl. MwSt. zzgl. Versand
157,14 € exkl. MwSt
Frontplatte Family 22
47,60 € / Stück
inkl. MwSt. zzgl. Versand
40,00 € exkl. MwSt

Kundenstimmen


Von: Herbert
Nicht nur für Einsteiger ein faszinierender Bausatz! Das sind Standlautsprecher, die mit einem geeigneten Verstärker garantiert jede Standard-Hifi-Lösung übertreffen. Oder besser - man kann sie mit Standard-Hifi-Geräten gar nicht vergleichen, zumindest wüsste ich jetzt keinen passenden Vergleich! Hier hat man den nötigen Punch, den Beat und sie machen eine Menge Freude. Für alle, die noch überlegen - meine Empfehlung: Macht es, baut Eure eigenen Lautsprecher oder lasst sie Euch von jemanden bauen, der die Möglichkeit dazu hat. Ihr werdet Musik anders oder vielleicht sogar andere Musik hören! Übrigens, für viele Einsteiger sicher wichtig: Gerade Verstärker spielen für den Klang eine größere Rolle als man glauben möchte! Meine ersten Lautsprecher habe ich auch in der Werkstatt mit einer alten Stereoanlage probegehört und war dementsprechend enttäuscht vom Klang. Jetzt habe ich selbst in der Werkstatt einen sehr guten und gebrauchten Stereoverstärker!

Bauberichte

Family 22 in Schwarz / Altkupfer

Family 22 in Schwarz / Altkupfer

Eine Idee, die einem nicht mehr loslässt

Das war nicht mein erster Bausatz (bestimmt auch nicht mein letzter), aber mein erster Baubericht! Das Lautsprecher-Baufieber hat mich schon vor längerer Zeit gepackt, es sollte dann aber doch noch eine Weile dauern- ich rede hier von ca. 12 bis 15 Monaten, bis ich mich tatsächlich dazu entschlossen habe, Lautsprecher selber zu bauen. Heute bin ich begeistert davon und eigentlich nicht mehr zu stoppen. Angefangen habe ich mit einem anderen Standlautsprecher, dann habe ich alte Lautsprecher in neue Gehäuse gebaut (z.B. für die Werkstatt und fürs Büro) und schließlich bin ich hier bei Intertechnik gelandet.

Die erste Wahl fiel jetzt mal auf die Family 22. Warum? Weil sie vom Preis-Leistungsverhältnis unschlagbar und deshalb für die ersten Selbstbauversuche der ideale Einstieg sind. Natürlich weiß ich, dass ich vom Baukonzept her auch schwierigere Lautsprecher zuwege gebracht hätte, schließlich habe ich ja auch die Fertigungstechnik dazu, aber irgendwie habe ich mich, da ich Lautsprecher eher in der klassischen Quaderform liebe, in diese Family 22 "verschaut" und ich hatte von Anfang an ein Design im Hinterkopf, das mich nicht mehr los ließ.

Der Bau der Family 22

Materialauswahl- Ja, welches Material sollte verwendet werden? Sollen Lautsprecher lackiert werden, eignen sich am besten MDF-Platten, auch wenn es einen Isoliergrund benötigt, bevor der eigentliche Lack aufgetragen wird. Speziell die Kanten bei MDF benötigen ja schon fast eine Sonderbehandlung aufgrund der Saugfähigkeit. Trotzdem, MDF hat eine gewisse Steifigkeit und lässt eine perfekte Verarbeitung zu, deshalb ist es wohl das Ideale Material für deckende Lackierungen. Die Platten kaufe ich meistens als Ganzes und schneide sie selbst zu.

Plattenzuschnitt

Nach dem Zuschnitt der Korpuselemente gings zur Fräse. Die Verbindungen fräse ich fast immer auf 45Grad, den 1. hat man dann eine größere Klebefläche für die Verbindung und 2. hat man weniger MDF-Schnittkanten, welche ja wesentlich weicher sind, als die Oberfläche der Platten. Kanten muss man immer sehr sorgfältig isolieren und grundieren, die Oberflächen sind da nicht so heikel. Es mag kompliziert erscheinen, Korpusse auf Gehrung zu verbinden, aber ich habe das schon oft so gemacht und für mich ist ist es deshalb einfach schon so üblich.

Nach dem Fräsen werden die Teile lamelliert und gleich im Anschluss mache ich schon die Ausfräsungen für die Chassis, die Reflexrohre und die Terminals.

Die Fräsarbeiten - und was man alles so braucht!

Alles was dafür nötig ist: Eine Oberfräse mit Fräszirkel, Zwingen zum Befestigen des Werkstücks, eine Flachdübelfräse und etwas Platz. Einen Fräszirkel habe ich mir mal gekauft, habe dann aber eine etwas kleinere Variante selbst gemacht, weil dieser handlicher ist.

Ja, wie man am Werkstück sieht, fräse ich die Rundungen durch. Also, ich befestige das Werkstück auf einer alten Platte, man sieht das an den Schrauben und den Zwingen und kann so die runden Ausschnitte bis ganz durch fräsen. Das gegt wunderbar in einem Durchgang und natürlich sind beide Frontplatten parallel eingespannt, sodass ich die Einstellungen immer nur einmal vornehmen muss.

Für die Korpusverbindungen verwende ich schließlich Flachdübel, was natürlich auch eine große Hilfe für eine exakte Verleimung ist, da die Teile dann nicht verrutschen.

Die Verleimung

Nach den Fräsungen für die Bauteile werden die Körper schließlich verleimt, was natürlich durch die Gehrungsverbindungen eher schwierig ist, da man ja keinen Parallelen Druck anbringen kann. Als erfolgreiche Lösung hat sich dafür ein Spanngurt erwiesen. Für den Winkel muss man aber zwischenzeitlich Platten einspannen, um eben einen korrekten Winkel zu gewährleisten.

Ist der Leim trocken, können zum ersten Mal die Chassis eingepasst werden, ob sie auch tatsächlich genau in die Ausfräsungen passen. Schließlich habe ich die Fräsungen ja schon gemacht, bevor ich die Chassis überhaupt hatte. Das ist ein Punkt, denn ich mir fürs nächste Mal wohl überlegen werde, denn die Fräsungen habe ich etwas zu genau auf dem Punkt durchgeführt und so hatte ich doch kleine Probleme, die Chassis einzupassen. Aber wie man sieht, mit kleinen Nachbesserungen haben die Chassis dann doch gepasst und dann ging es ab zur Isolierung bzw. Grundierung.

Leider habe ich keinen Lackierraum, das würde alles natürlich viel einfacher machen. So muss man auf halbwegs angenehme Temperaturen warten, da die Verarbeitungstemperaturen von Grundierungen und Lacken mindestens über 10Grad Plus sein sollten. Nach der heurigen Kaltwetterphase war ich natürlich schon ungeduldig, da es für einen Lautsprecherbauer nichts spannenderes gibt, als endlich die ersten langersehnten Klangproben aus diesen Lautsprechern zu hören.

Und kaum ergab sich die Gelegenheit, als die Temperatur knapp 10Grad erreicht hatte, ging ich auch schon ans Werk. Lackieren ist unter freien Himmel nicht gerade meine Lieblingsarbeit, da immer Kleinigkeiten passieren, wie Staubkörner, Insekten usw., da ist es einfach schwer möglich ein professionelles Ergebnis zu erzielen, ja makellos geht vielleicht gar nicht! Dazu bräuchte es eine professionelle Lackiermöglichkeit in einer Lackiererei oder in einer Tischlerei mit Lackierraum.

Trotzdem bin ich schlussendlich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ich selbst weiß zwar, wo die kleinen Lackierfehler sind, aber die werde ich jetzt hier nicht "breittreten".

Der Bau dieser Family 22 hat sich über einen Zeitraum von etwa einem Monat hingezogen. Ein Grund dafür war natürlich der ständige Aufschub der Oberflächenbehandlung durch die kalten Temperaturen. Wie lange man jetzt für so einen Bausatz brauchen würde, also wenn es die Freizeit zulässt, ist schwer zu sagen. Wenn man es schafft, die Arbeitsschritte durchzuziehen, könnten 3 bis 4 Tage dafür ausreichen, mit sagen wir, je 8 Stunden Arbeit daran.

Aber es soll ja keine zeitbedingte Auftragsarbeit werden, sondern man soll den Bau dieser Lautsprecher genießen, bis der erste Ton aus ihnen kommt, wenn man es dann im Inneren fühlt, dann weiß man, wofür man das gemacht hat, nämlch für sich selbst!

Zum Klang noch abschließend

Wie schon eingangs erwähnt - bezüglich des Preis- Leistungsverhältnisses - einfach großartig! Ein durchwegs gut aufgelöstes Klangbild mit einem mächtigen Bass. Luft nach oben ist natürlich gerade beim ausgewogenen Klangbild bzw. bei der ausgewogenen Auflösung der Höhen und der Mitten und schlussendlich der Pegelfestigkeit des Tieftöners, aber das darf und soll ja auch so sein, lieber ein super tolles Preis- Leistungsangebot mit einem sehr guten Klang, als nur hochpreisige High-End-Lösungen, wo man sich anfangs sowieso nicht drüber traut.

Denn irgendwie kauft man ja trotzdem die "Katze im Sack". Man kann sich im Prinzip nur auf das Empfehlungen hier verlassen, wenn man keine Möglichkeit hat, die Lautsprecher vorab zu hören. Und selbst bei diesen Family 22 habe ich schlussendlich knapp 400 Euro ausgegeben, bis sie so dastehen.

Fazit

Nicht nur für Einsteiger ein faszinierender Bausatz! Das sind Standlautsprecher, die mit einem geeigneten Verstärker garantiert jede Standard-Hifi-Lösung übertreffen. Oder besser - man kann sie mit Standard-Hifi-Geräten gar nicht vergleichen, zumindest wüsste ich jetzt keinen passenden Vergleich! Hier hat man den nötigen Punch, den Beat und sie machen eine Menge Freude.

Für alle, die noch überlegen - meine Empfehlung: Macht es, baut Eure eigenen Lautsprecher oder lasst sie Euch von jemanden bauen, der die Möglichkeit dazu hat. Ihr werdet Musik anders oder vielleicht sogar andere Musik hören!

Übrigens, für viele Einsteiger sicher wichtig: Gerade Verstärker spielen für den Klang eine größere Rolle als man glauben möchte! Meine ersten Lautsprecher habe ich auch in der Werkstatt mit einer alten Stereoanlage probegehört und war dementsprechend enttäuscht vom Klang. Jetzt habe ich selbst in der Werkstatt einen sehr guten und gebrauchten Stereoverstärker!
Family 22 - große Box zum keinen Preis

Family 22 - große Box zum keinen Preis

Die Family 11 (alias HighJack, FT14) erfüllte ihre Mission, die Needle zu überflügeln, mit Bravour. Ihren Zusatznamen High Jack trägt sie also zu Recht. Ihr entscheidendes Gen für den Erfolg ist ihre schlanke Silhouette, mit der sie klanglich selbst in der kleinsten Bude groß bzw. hoch 'raus kommt. Wer die schlanke Schönheit nachgebaut hat, möchte ganz sicher keine Fertigbox mehr im Laden kaufen, sondern wird Lust auf mehr Selbstbau bekommen - denn natürlich geht da noch was. Es soll auch Leute geben, die direkt etwas größer einsteigen möchten. Also haben wir die zukunftssicheren Gene der Needle und der Family 11 - nämlich die winzige Standfläche einer Standbox - einmal eine Kategorie größer gedacht.

Der Lautsprecherselbstbau ist prima:

Dank unserer professionellen Entwicklung haben Sie das Design in der Hand, ohne dass Ihnen der Klang entgleitet. So gibt es eine ungeheure Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Nachbausicherheit, was die klanglichen Eigenschaften angeht. Im Grunde kann man die kreativen Ergüsse unserer Leser getrost nebeneinanderstellen - wenn es sich um die gleiche Bauanleitung handelt, werden sie auch gleich klingen, ganz gleich, ob der Erbauer gelernter Tischer ist, oder mangels Werkstatt den Küchentisch für den Selbstbau missbraucht hat. Sogar im Einstiegssegment lohnt es sich, eigene Ideen zu realisieren, wie uns Natalie (siehe Bild links) mit ihren eigenen Ideen zur Realisierung eines Bauvorschlages zeigt - es muss einfach keine rechteckige schwarze Kiste sein, davon gibt es im Laden schon genügend.

So, das waren jetzt sicher genügend über das schiere Preis-Leistungs-Verhältnis hinausgehende Argumente für den Lautsprecherselbstbau, jetzt widmen wir uns besser wieder der Praxis. Ist doch klar, was jetzt kommt, oder? Auf Breitbandkonstruktion und Zweiwege-Box folgen drei Wege, oder? Also widmen wir uns in diesem Bauvorschlag einmal der Aufgabe, eine Dreiwege-Box möglichst schlank aufzubauen. Logisch ist dies nun die Family 22. Von außen betrachtet ist sie erst einmal nichts anderes als eine praxisgerechte rechteckige Kiste mit geringer Stellfläche.

Lautsprecherchassis:

Damit sie zur Family 11 passt, haben wir den Hochtöner GDT 104 N und den Tiefmitteltöner W 115-4 übernommen, den W 115-4 nunmehr als reinen Mitteltöner eingesetzt und einen Tieftöner ergänzt.

Dabei haben wir uns für den W 218-4 entschieden, der schon etwas länger auf seinen Ersteinsatz in einem Bauvorschlag wartet.Als preiswertes Chassis muss der W 128-4 zwar mit einem Blechkorb auskommen, die seidenglänzend beschichtete Pappmembran mit ihrer inversen Staubschutzkalotte macht sich dennoch ganz gut und passt hervorragend zum W 115-4, und zwar aus optischen und technischen Gründen.

Jedenfalls haben wir als nächstes seine Parameter in LspCAD eingegeben und als Gehäusevorschlag eine Bassreflexkonstruktion mit 40 Litern Volumen erhalten. Mit einem ungekürzten Reflexrohr HP 70 unterschreitet die untere Grenzfrequenz 40 Hz. Da der W 128-4 direkt abstrahlt, darf die Trennfrequenz zum W 115-4 getrost bei 350 Hz liegen, das ist auch mit vernünftigen Bauteilen recht preiswert zu bewerkstelligen. Obwohl bei dieser vergleichsweise hohen Trennfrequenz eine Plastikschale als Volumen reichen würde, haben wir üppige 10 Liter eingeplant, da sich dies bei der Anordnung der Gehäusekammern so ergeben hat. Außerdem dienen seine Kammerwände günstigerweise der Versteifung der gesamten Box.

Gehäusebau:

Diesmal haben wir den Aufbau nicht mit MDF (Mitteldichte Faserplatte), sondern mit OSB (Grobspanplatte) bewerkstelligt, da sie eine interessante Oberfläche bietet, die entweder naturbelassen oder mit wenig Aufwand geschliffen und geölt oder gebeizt werden kann. Wer eine FirstTime nachbaut, kann hier zum einen die Oberflächenbehandlung üben und zum anderen das bündige Einlassen der Körbe in die Frontplatte mittels Fräse oder Aufdopplung der Front. Bei hochwertigeren Boxen als den FTs ist das schließlich Pflicht, hier ist es die Kür. Bei Boxen aus der Quickly-Reihe beispielsweise betreiben selbst wir diesen Zeitaufwand nicht.

Nach dem Zusammenbau haben wir die Oberfläche geschliffen, auf Beizen und Ölen haben wir verzichtet, das kann jeder gerne machen, wie er es möchte. Ein Vorteil beim Ölen bzw. Lackieren ist, dass sich keine Holzspäne lösen, die bei unvorsichtigem Transport ganz schnell in den Fingern landen.

Wie üblich wandern fertig aufgebaute Lautsprecher mit provisorischer Chassisbestückung für die Weichenentwicklung in den Messraum - noch mit überlangen Kabeln, die aus der Box an die provisorische Weiche geführt werden. Erst wenn die Messergebnisse passen, bauen wir die Weiche ein und hoffen, dass es dann auch im Hörraum passt.

Messungen:

Die Diagramme zeigen die Frequenzgänge der einzelnen Chassis ohne und mit Beschaltung sowie die Summenkurve der fertigen Box, Amplitude, Impedanz, Klirr für 90 dB, Frequenzgang 0, 30, 60 Grad, Sprungantwort, Wasserfall

Frequenzweiche:

Bei der Family 22 haben wir auf die passenden Intertechnik Bauteile geachtet und auch den Aufwand der Beschaltung in Grenzen gehalten. Umso überraschter waren wir über die Ergebnisse der letztendlich doch recht einfach aufgebauten Frequenzweiche.

Nach der Entwicklung der Frequenzweichen haben wir diese dann fest in den Boxen eingebaut. Anstelle des Selbstaufbaus der Weiche empfehlen wir immer den von uns angebotenen Weichenaufbau in Anspruch zu nehmen.

Endmontage:

Bei den Lautsprechern ist auf die korrekte Polung zu achten, beim Hochtöner ist der Pluspol rot markiert. Beim Mitteltöner und beim Tieftöner ist der Pluspol jeweils das breitere Fähnchen. Beim Löten gilt es, das Kabel samt Anschlussfahne gemeinsam zu erhitzen, bis das Lötzinn ineinander fließt. Achtung: Wer zu früh am Kabel zieht, um zu prüfen, ob die Verbindung hält, läuft Gefahr, die Lötfahne vom Kunststoffsockel zu lösen. Beim Festschrauben der Chassis gilt wie immer: Bitte das Vorbohren nicht vergessen, dieses reduziert die Gefahr, mit dem Schraubenzieher in die Membran zu rutschen, beträchtlich.

An Dämmstoffen gehören vier Beutel original Sonofil in die Box, die Umgebung der Bassreflexöffnung bleibt frei. Das Intertechnik Bassreflexrohr HP 70 bleibt ungekürzt.

Klangtest:

Nun kommt die Kür eines jeden Bauberichts: Die Klangbeschreibung. Auch wir freuen uns immer noch jedes Mal wie ein Kind an Weihnachten, wenn die Boxen endlich aus dem Messlabor ins Hörstudio umgezogen sind. Eines vorab: Die Family 22 klingt für ihren Preis hervorragend. Den Klangtest führten wir an einem Stereoverstärker vor, widerstanden der Versuchung, eine CD in den Player zu legen, und steuerten die Musik per Tablet von der Festplatte.

Mediamonkey liest den Inhalt aus und die Fernbedienung per Smart Device vom Sofa aus macht einfach nur Spaß. Umso schwerer fällt die Entscheidung. Mozart? Gut, also "Ein Mädchen oder Weibchen" aus der Zauberflöte, vorgetragen von Herrmann Prey, schon mal möchte man als Lautsprecherentwickler seine Zielgruppe verfehlen und erst einmal selbst herausfinden, was die Box kann, bevor sie mit zielgruppengerechten Songs gefüttert wird. Per professioneller Tascam-Soundkarte wird das Signal an den kräftigen Transistorverstärker weitergeleitet, den Betrieb der Family 22 an einer leistungsschwachen Röhre haben wir uns von vorneherein verkniffen.

Und wer jetzt meint, dass nicht nur der Einsatz eines CD-Spielers, sondern auch eines Stereoverstärkers von vorgestern ist, der hat nicht auf dem Schirm, dass Verstärker in der Familie durchaus weitervererbt werden ... also hat der Sprössling unter Umständen bereits einen Vollverstärker und braucht nun nur noch die preiswerten Family 22 zum Glücklichsein. Trotzdem bleiben wir bei wenig zielgruppengerechter Musik: Herrmann steht groß und mit geschwellter Brust auf der Bühne, die von einem kleinen Klöppel zum Schwingen angeregten Metallplättchen des Glockenspiels sind eindeutig als solche erkennbar.

Und doch wird die Family 22 ja wohl eher von jugendlicheren Semestern eingesetzt werden, also haben wir im Klangtext die Musik entsprechend angepasst, indem wir ein wenig auf Youtube gestöbert haben. Der Sänger beim "Muse live at Rock Werchter Festival" hörte sich jedenfalls verständlich an und die Bassgitarre war von der Bassdrum und der Gitarre unterscheidbar, auch wenn es aufgrund einer starken Kompression der Wiedergabe nicht allzu gut um die Klangqualität der Musikquelle bestellt war, doch das kann man der Family 22 nicht ankreiden. Dafür gab sie Tina Turners Livekonzert "Proud Mary" von 2009 derart mitreißend wieder, dass die Füße praktisch automatisch mitwippten und die Hände wie von selbst mitklatschten. Auch der Pegel erinnerte an ein Livekonzert. Die Family 22 hat ihre Feuerprobe also mit Bravour bestanden und ist auch der ein oder anderen kleinen Party nicht abgeneigt.

Zu guter Letzt:

Kommen wir abschließend noch einmal auf den Zukunftsfaktor der Family zurück. Futur will erreichbare Ziele haben, die anderen nennt man zu Recht Utopia. Mit der Family 22 haben wir schon einen nicht zu weit entfernten Meilenstein gesetzt, das Aufrüsten oder auch der Neueinstieg sind sicher ein lohnendes Ziel. Der dafür nötige Geldeinsatz verlängert dabei keinesfalls ungebührlich den Weg zur Bluesklasse, die nach positiver Bauerfahrung nicht mehr für alle Zeit im Reich der unerfüllten Träume verweilen wird.

Intertechnik

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