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ELROY

ELROY


Best.-Nr. 1385261

563,50 € / Stück
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Details

Lautsprecherbausatz Elroy Seas ohne Gehäuse
Youtube_preview_image

Best.-Nr. 1385261

Merkmale

Wege Subwoofer
Gehäuse Prinzip Geschlossen
Nennimpedanz (Ohm) 8
Kennschalldruck (dB) 90
Höhe (cm) 58,00
Breite (cm) 44,00
Tiefe (cm) 24,60
Anwendung Subwoofer
Hersteller / Marke der Chassis Seas Prestige
Preislevel 300-500 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Alternative Artikel

Bild Bezeichnung Preis Menge
CC225/TR/1
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JOY
Puristisches Klangbild und zeitloses Design
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Bilder aus unserer Lautsprecherbau-Community zu diesem Bausatz

Elroy roh1 von Steffu
Andreas von See and hear
Elroy von snow
Elroy Bassreflex von Tomek

Bauberichte

Elroy in Beton

Elroy in Beton

Prolog


Dies ist mein zweiter Lautsprecherbau, jedoch mein erster Bericht und der Bau des Elroy basiert im April auch noch auf dem gedanklichen Fehler, mehr Bässe zu brauchen.Für diesen Anfängerfehler schäme ich mich mittlerweile, aber er war ursächlich für meine Wahl und hatte einen entscheidenden Vorteil: Der Elroy kommt alleine- ein Treiber, ein Treiber ist einfach, ist leicht! Dies ist echt wichtig vor dem Hintergrund, daß mein erster Lautsprecherbauversuch 2013 wirklich viele Treiber hatte.

Die Urform ist ca. 30 Jahre alt und im Grunde ein ovaler Körper, welcher in einem bestimmten Winkel geschnitten, eine kreisrunde Front erhält.


Da kleine Modelle für meinen Verstand wenig Aussagekraft haben, baue ich immer 1:1 und schleppe diese Entwürfe ins Wohnzimmer, um drum herum zulaufen. Bei Gefallen erfolgt der Gipsabdruck, welcher dann mit Beton ausgegossen wird. Dies ist stark vereinfacht, aber im Prinzip nicht falsch.


Und nun die relevanten Eckdaten:

Gewicht während der Phase: Gipsabdruck vom Tonmodell (geschätzt nach Verbrauch von Ton und Gips plus Wasser) : leicht über 120 kg.

Gewicht während der Phase frischer Beton im Gipsform (dieses Mal tatsächlich unter Lebensgefahr auf einer Personenwaage balanciert) : ein klein wenig über 100 kg, wobei möglicherweise schon das ein oder andere Kilo an Wasser "verloren" ging.

Nach dem Ausschalen läpsche 62 kg !
Bei mir gab es beinahe zeitgleich auch eine Gewichtsabnahme wg. Flüssigkeitsverlust durch harte körperliche Arbeit. Dies ereignete sich in der Nacht vom 19.05. bis in die frühen Morgenstunden und ist bis heute korrigiert.



Zulässiges Gesamtgewicht: 67 kg, wovon ja immerhin 10 kg unser Elroy nimmt.

Also weiter im Text: bewehrter Stahlbeton unbekannter Druckfestigkeit (auf Grund des Einzelkindstatus verzichte ich auf Bruchtests) - Nachbehandlungszeit des frischen Betons 21 Tage, gemäss den Richtlinien der Betonindustrie (siehe Stichwort: Verminderung v. Rissbildung) - Prüfbericht vom begleitenden Ingenieurbüro für Baustatik kann eingesehen werden (bitte nur bei ernsthaftem Interesse).


Fazit: Nach der nur gefühlten Niederlage durch mein erstes Lautsprecherbauprojekt, welches mir allerdings so guten Klang schenkte, dass ich ein Jahr lang meine Werkstatt nicht mehr betrat - ich konnte ohne die Musik im Wohlzimmer nicht sein! Sei`s drum, mein Elroy war kein Wunschkind, aber jetzt ist er nunmal da und jeder der rein kommt, hat ihn gern.

Leserprojekt Sub zur Top

Leserprojekt Sub zur Top


Subwoofer zur „Duetta-Top-Interpretation“ von Andreas


Vor kurzem durfte ich hier im Forum meine persönliche Interpretation der „Duetta-Top“ vorstellen, sie hört bei uns zu Hause inzwischen auf den Spitznamen „Sail“. Ich bin von der Resonanz auf meinen Bericht vollkommen überwältigt. Viele Kommentare machen mich wirklich verlegen … herzlichen Dank für Euer Interesse und all die wundervollen Anregungen! Ich freue mich am meisten, dass dieses Projekt zu einer Inspiration wurde. Mein Dank gilt auch Udo für diese himmlisch klingende Lautsprecherkombination!

Von Beginn an war geplant, die „Sail“ durch einen Subwoofer zur „Tiefdruck-Verstärkung“ zu ergänzen, denn die zierlichen Eton-Bässe gehen natürlich noch ein bisschen „bässer“. (Entschuldigt, aber diesen uralt-Kalauer wollte ich unbedingt auch einmal plagiieren…) Der Sub ist gleichzeitig fertig geworden und ich darf ihn hier vorstellen. Naturgemäß ist er weniger spektakulär, von der Technik her sowieso und auch in Sachen „Design“ sollte er sich ganz bewusst der „Sail“ unterordnen.

Subwoofer genießen in der Hifi-Welt ja leider einen etwas zweifelhaften Ruf. Ob dafür jene High-End-Asketen verantwortlich sind, denen immer alles suspekt ist, was Spaß macht? Vor dreißig Jahren, also lange vor Erfindung der „Wummerwürfel“, hatte ich die Gelegenheit, der Vorführung einer „Patrician II“ von Electro-Voice beizuwohnen. (Wer Lust hat, googelt dieses Furcht erregende 800-Liter-Urweltmonstrum einmal.) In der untersten Oktave erschütterte ein 76-cm-Bass (in Worten: sechsundsiebzig Zentimeter) Zwerchfell und Weltbild der Zuhörer. Da gerieten sogar die abgeklärtesten Klang-Puristen für einen Moment ins Schwärmen. Damals wurde ich ein Freund richtig tiefer Töne und seither habe ich zu Subwoofern meine eigene, positive Meinung.

In unserem Wohnzimmer haben zwei Musikmöbel im Telefonzellen-Format keinen Platz, aber ein guter Subwoofer ist für mich eine mehr als nur befriedigende Lösung. Dem unbestreitbaren Problem der ausgewogenen und nahtlosen Ankoppelung an die Hauptlautsprecher stehen gewichtige Vorteile gegenüber: Extra-Leistung für den Tiefstbass aus klanglich unkritischen Verstärkern und die gezielte Anpassung an die Raumakustik zum Beispiel. Und die direkte, weil „Spulen-freie“ Verbindung von Antrieb und Endstufentransistoren ist auch kein Nachteil. Natürlich gilt es der Versuchung zu widerstehen, jede Musik zu einem akustischen Blockbuster aufzublasen …

Manchmal aber, wenn ich durch den Elektronikmarkt gehe, habe ich dann doch ein wenig Mitleid mit manchen Magneten, Schwingspulen und Membranen, die als Subwoofer-Chassis geboren werden. Sie führen ein tristes Dasein ganz allein in einer kargen Bretterbude, oft ungeliebt in eine Zimmerecke verbannt. Dabei leisten sie Schwerstarbeit. Gut, es gibt einigermaßen geregelte Arbeitszeiten und nachts dürfen sie sich ausruhen. Aber man stelle sich einmal die Arbeitsbedingungen eines „Downfire“-Bass vor: Den ganzen Tag kopfüber hängen und immer nur den staubigen Boden vor Augen. Während es sich jeder noch so mäßige Tiefmitteltöner mit reichlich Polyesterwatte in seinem Appartement gemütlich macht, muss das Tiefbass-Chassis in seiner nackten, ungepolsterten Zelle Klimmzüge machen. Kein Wunder, dass viele Budget-Subwoofer immer nur dunkel vor sich hin grummeln. Wer will es ihnen verdenken?

Soviel war klar: Ein solches Schicksal wollte ich „meinem“ Tieftöner ersparen. Dafür ist er auch viel zu attraktiv, denn die Entscheidung fällt auf den SEAS L26-ROY (im Artikel von Februar 2012 detailliert vorgestellt) als „aktiven“ Part mit Magnet und Schwingspule. Schwingspule? Was da hinter der Membran lauert ist ein imposanter „Wackel-Wickel“, und damit der nicht ganz allein leben muss, habe ich ihm gleich eine SEAS SL26R mitbestellt – als passive Spielgefährtin, die bis in tiefste Tiefen „mitwackeln“ darf. Und das ist keineswegs respektlos gemeint. Ein hübsches Pärchen, trotz der prosaischen Namen. Dass die beiden am Ende dann gemeinsam „hinter Gittern“ landeten war nicht als Strafe gemeint, sondern als Warnung: „Vorsicht vor den wilden Tieren!“

Erst aber wieder ein bisschen Design.

Das sollte einerseits zur exotischen Form der „Sail“ passen, gleichzeitig aber einen bewusst „unspektakulären“ Kontrast bilden und ihnen optisch den Vortritt lassen. Nach ernsthaften Überlegungen, die erfolgreich ausprobierte Multiplex-Sandwich-Konstruktion mit 3D-Wölbungen zu übernehmen, entschied ich mich doch für einen „simplen“ Quader. Nicht weil ich es mir diesmal leicht machen wollte – nein, ein Quader bildet einen ruhenden Kontrapunkt zu den dynamischen Formen der Hauptlautsprecher. So wird der Sub auch optisch zum „Kontra“-Bass. Materialien, Farben und Details weisen aber unmissverständlich auf die Zugehörigkeit zu den „Sail“-Skulpturen hin: mattschwarz, Edelstahl, Carbon, dazu eine markante Fußkonstruktion und vor den Membranen gespannte Saiten. Diese Bespannung wurde zum eigentlichen Design-Merkmal des Sub. Die Idee: Der Kubus ist an seinen beiden gegenüber liegenden großen Seitenflächen vollkommen glatt und Schallwand, Oberseite, Rückseite, sind mit dieser Verspannung komplett „eingewickelt“. So könnte ein vorzeigbares Ensemble aussehen.

Genau wie bei der „Sail“ fertige ich zu Beginn nur eine ganz grobe Bauskizze an, in der die Hauptabmessungen des Innengehäuses und die Chassis-Einbau-Maße festgelegt werden. Der Rest wird Schritt für Schritt improvisiert, denn während des Baus kommen immer die schönsten Inspirationen. Doch eins stand von Anfang an fest: Der Subwoofer sollte nicht von einem eingebauten Verstärkermodul, sondern von externer Elektronik betrieben werden, um flexibel bei der Wahl der Filter und Verstärker zu sein. Außerdem erspare ich mir so das rückseitige Montagefach, von dem man nie weiß, ob es später zu einem eventuellen Austauschmodul noch passen wird.

Die Volumenberechnung, die bei der „Sail“ noch ein zeitraubendes Unterfangen darstellte, war diesmal erfreulich schnell erledigt. „A“ mal „B“ mal „C“ gleich „V“ entspricht eher meinen Fähigkeiten als die Berechnung des wild geformten „Sail“-Hohlraumes. Nach einem Blick auf das L26-ROY-Datenblatt entscheide ich mich für ein Netto-Volumen von 55 Litern und den Betrieb der Passiv-Membran im Lieferzustand, also ohne weiteres Zusatzgewicht, aber mit der Option auf weiteren Ballast, je nachdem wie das im Wohnzimmer wirklich klingt. Simulationen im Frequenzkeller und Messungen im schalltoten Raum sehen ja immer ganz hübsch aus – unser Wohnzimmer hat zu sowas aber bestimmt seine ganz eigene Meinung, denn der Subwoofer verwandelt es mit seinen Wellenlängen im zweistelligen Meterbereich in eine veritable Druckkammer. Probieren geht da über simulieren.

Los geht´s …

Ein „Klötzchen“ also. Das klingt schon mal gut. Sechs dicke Bretter, zwei große Löcher, fertig – im Prinzip. Aber das Gehäuse sollte schwingungsarm und schwer sein und daher mit Steingut-Platten verstärkt werden. Und die Seiten würde ich gern in lackiertem Glas ausführen. Die Front sollte die Korbränder der Chassis verdecken, dann die Bespannung mit Saiten und … naja, die Füße, natürlich wieder Inline-Skater-Rollen, könnten vielleicht irgendwie wirkungsvoll akustisch entkoppelt werden. Also doch wieder ein bisschen umständlicher. Nur eine Sache macht es diesmal so richtig einfach: rechte Winkel, fast überall. Diesmal dauert das Ganze bestimmt nicht wieder eine halbe Legislaturperiode!

Am Anfang bilden sechs gerade MDF-Zuschnitte ein inneres Gehäuse, geklebt und zusätzlich geschraubt – sicherheitshalber. Die Seitenflächen werden auf der Innenseite mit zehn Millimeter starken Steingut-Platten beklebt. (Sie sind hell-graubraun und kaum von den MDF-Flächen zu unterscheiden, deshalb sind sie auf den Fotos kaum zu erkennen.) Ihnen sind gleich drei Jobs anvertraut: Ihr erhebliches Gewicht sorgt für reichlich träge Masse, an der sich die Chassis abstützen können, wenn über 100 Gramm schwere Membranen von mehreren hundert Watt Verstärkerleistung beschleunigt werden. Schließlich soll das Gehäuse den Impulsen nicht ausweichen und schon gar nicht auf Wanderschaft gehen. Als Zweites minimiert die Dichte der Platten den Schalldurchtritt. Und drittens verhindert ihre enorme Härte Schwingungen der relativ weichen hölzernen Wände. Die zwei Keramikstreifen pro Seite lassen in ihrer Mitte einen schmalen Spalt frei, in den ich von Wand zu Wand Buchenholzstäbe spanne. Schadet nicht. Damit der Sub nicht zu einer „Immobilie“ wird, beschränke ich mich mit der Keramik auf die großen Seitenwände, der Rest wird mit Rippen oder Verstrebungen aus Buchenholz stabilisiert und mit eingeklebten Zwischenlagen aus Kork beruhigt.

Nicht ganz wohl ist mir bei dem Gedanken, den zehn Kilogramm schweren L-ROY mit acht Schräubchen in einer MDF-Platte zu verankern. Nicht dass ich fürchte, dass es ihn bei der ersten Kesselpauke gleich aus dem Gehäuse reißt. Aber es kann nur vorteilhaft sein, wenn nicht sein ganzes Gewicht an der hölzernen Schallwand herumbiegt und nicht die gesamten Beschleunigungskräfte an ihr rütteln. Irgendwie müssten sich die Gewalten doch demokratisch verteilen lassen ...

Ich entschließe mich zur Anfertigung eines zusätzlichen stabilen Montageflansches, der das Magnetsystem des L26-ROY fest in die Zange nimmt und alle auftretenden Kräfte an zwei weiteren Stellen in das Gehäuse einleitet. Dabei hilft die markante Gummiarmierung des SEAS-Hinterteiles: ich baue eine ringförmige Aluminiumklammer, die das Gummi stramm umschliesst. Diese Klammer ist an ihren Enden fest mit einer hölzernen Zwinge verschraubt, die Gewicht und Vibrationen des Chassis nach dem Einbau wiederum auf zwei massive Buchenholzstäbe ableitet. Diese Stäbe sind mit der Schallwand und der Gehäuserückseite fest verklebt und verspannen beide horizontal miteinander. Ein solcher Verbund müsste maximale Stabilität erzeugen – und ein sicheres Gefühl.



Zugegeben: Neben dem zu vermutenden akustischen Effekt steht bei sowas natürlich auch der Bastelspaß im Vordergrund. Im Hochglanzprospekt eines Herstellers stünde jetzt aber wahrscheinlich sowas wie: „Ausgestattet mit der innovativen CAVCT, der „Computer Aided Vibration Control Technology“ in Verbindung mit der SRR, der „Structural Resonance Reduction“ – oder was dem Werbetexter nach einer halben Flasche Rotwein sonst noch so eingefallen wäre. Die Strategen aus der Marketingabteilung kämen bestimmt in Hochstimmung! In meiner Hobbywerkstatt aber sind es einfach ein paar Holzsschnipsel, ein Rest Aluprofil, Kork, Schrauben, Kleber, eine Tasse Kaffee und die Freude am Machen. Bei der Gelegenheit bekommt die Zwinge gleich noch eine geschraubte Zugentlastung für das schwere Kabel spendiert. Darüber freuen sich später die Lötstellen.

Flansch und Bass-Chassis werden schon jetzt zu einer festen Einheit verbunden. Vor dem weiteren Zusammenbau des Gehäuses wird das Konstrukt ausgiebig getestet: Lässt sich das Chassis mit der großen Zwinge später ohne Probleme in die kleine Gehäuseöffnung „einfädeln“? Lässt sich die Zwinge mit ihrer „gekonterten“ Flügelschraube an den beiden Buchenstäben gut fixieren? Passen die Verbindungen? Sieht gut aus.




Weiter geht es mit dem Gehäuse: Die Schallwand wird mit einer weiteren, schraubbaren MDF-Frontplatte versehen, die später die Chassiskörbe und Befestigungen verdeckt und zusätzliche Stabilität bringt. Die Schallwand ist ja das am heftigsten belastete Bauteil und gleichzeitig das instabilste. Auch aus diesem Grund versteife ich den Bereich innen zwischen den Chassis-Öffnungen mit einer massiven Buchenleiste und verspanne ihn mit den beiden Rundstäben an der Rückwand.

Ober- und Unterseite des Korpus erhalten eine Aufdoppelung aus MDF und je 13 Massivholzstreifen. In den drei Millimeter breiten Nuten zwischen diesen Streifen werden später die Kunststoff-Saiten liegen, die den gesamten Subwoofer umspannen. Die Rückwand erhält eine dämpfende Zwischenlage aus Kork und eine weitere Deckschicht aus MDF. Alle Teile sind nur gedübelt und geschraubt, damit sie später für das Oberflächenfinish wieder demontiert und danach erst dauerhaft verklebt werden können. Rundherum ist das Gehäuse jetzt mehr als 30 Millimeter stark.

Auf die Rückwand klebe ich eine Damping 10-Filzschicht. Über deren Sinn oder Unsinn kann man gewiss streiten, aber dieses Filz-Reststück von meinem „Sail“-Projekt wollte unbedingt noch verbaut werden. Und vielleicht freuen sich die Bässe ja auch über eine Kuschelecke in ihrem sonst recht spartanisch eingerichteten Domizil …



Ein wirklich wichtiges Thema ist die Entkoppelung vom Boden. Bei diesem Sub soll das durch eine zweistufige Dämpfung der Schwingungen erreicht werden. In die dicke Bodenplatte des Gehäuses werden vier selbst fabrizierte Dämpfer bündig eingelassen: In einen 20 Millimeter langen Abschnitt einer stabilen Pappröhre ist eine gefräste Scheibe aus Kork eingepresst. Sie besitzt eine 12 Millimeter tiefe Topfbohrung, in die wiederum eine Filzscheibe und dann ein Holzzylinder eingeklebt sind. Diese Holzscheibe ist also vom Gehäuse durch eine dicke Filz-Kork-Schicht isoliert. An diese Holzscheibe wird später ein Gummi-Isolator geschraubt, der die restlichen Schwingungen „schlucken“ soll. Der Gummi-Isolator ist also selbst bereits vom Gehäuse entkoppelt und arbeitet daher sehr effizient, wie sich später herausstellen wird. Dem Werbetexter wäre dazu bestimmt wieder ein hübsches Kürzel einfallen, „ZVTT“ vielleicht,  „Zero-Vibration-Transmission-Technology“ oder sowas. Da sind der Phantasie bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Ich aber habe in meiner Hobbywerkstatt einfach Spaß an der hoffentlich sinnvollen Verwertung diverser Materialreste.



Jetzt kann die Gehäuseunterseite fertig gestellt werden. Die große Montageöffnung, durch die später eventuell Zusatzgewichte für die Passivmembran montiert werden können, erhält einen geschraubten, massiven Deckel aus MDF, in den auch die Anschlussklemmen eingelassen sind.

Die beiden seitlich überstehenden Fußstreben werden aus massiven Buchenprofilen angefertigt, mit 5 Millimeter starkem Aluminium versteift und dann mit einem von Hand gebogenen Aluminiumprofil ummantelt. Sie tragen später das ganze Gewicht des Subs und sollten sich nicht verbiegen. Die Streben haben an der Oberseite große Topfbohrungen, die genau über die Gummi-Isolatoren gesteckt werden können.



Das Oberflächenfinish des Quaders folgt dem gleichen Muster wie bei den „Sail“-Hauptlautsprechern: mattschwarzer Lack und DINOC-Carbon-Folie. Die Verwendung der Carbon-Folie geht nach den Herausforderungen des „Duetta-Top“-Projektes schon routinierter von der Hand. Trotzdem: zu sehen, wie das Holz eine wunderschön changierende Carbon-Oberflächentextur erhält, ist immer wieder ein Vergnügen.Die Seitenflächen werden mit vier Millimeter starken Glasplatten beklebt, die zuvor auf ihrer Rückseite eine deckende Edelstahl-Pigment-Lackierung erhalten haben. Das sieht sehr nobel aus und ist praktisch unkaputtbar.



Zusammenbau.

Zunächst werden die Chassis eingesetzt und die „Zwinge“ des aktiven, oberen Basses mit den horizontalen Buchenstreben verschraubt. Dann werden die Terminals mit den Kabeln verlötet und der Boden eingesetzt. Jetzt kann die Frontverblendung aufgeschraubt werden, sie verdeckt die Chassiskörbe. Sieht aus wie ein Tresor … und fühlt sich ähnlich stabil an. Zwischen Korbrand und Verblendung klemmt ein weicher Ring aus 3 Millimeter starkem, braunem Zellgummi. Dieser „warme“ Akzent erzeugt einen dezenten Kontrast zu den hellen Aluminium-Membranen. Es folgt die Verspannung der „Saiten“, die das Gehäuse rundherum schützen: eine 2,5 Millimeter starke Nylonschnur, deren Geflecht sehr schön mit der Gewebestruktur der Carbon-Folie harmoniert. Zum Schluss werden die beiden Fußausleger auf die vier Gummi-Isolatoren gesteckt und an ihren Enden die schon bei der „Sail“ verwendeten transparent-gelben Polyurethan-Rollen montiert.




Zum Abschluss findet ein zu den Hauptlautsprechern passendes Logo seinen Platz auf der Front. Es ist so gebaut, dass es zwischen die Saiten geklemmt werden kann und dort vor den Membranen schwebt. Sehr effektvoll. Aber keine Sorge: Auch wenn es zusammen mit den Saiten ein „Feder-Masse-System“ bildet und ein klitzekleines bisschen mitschwingt, stellt es keine Gefahr für den Klang dar. Wirklich nicht.

Fertig.

Der Quader wirkt im Vergleich zu den dynamischen Gehäuseformen der „Satelliten“ schwer und statisch – und dass soll er auch. Doch trotz des wuchtigen Auftritts wirkt das Gehäuse nicht unelegant und verbindet sich dank der spiegelnden Seitenflächen sowohl mit seiner Umgebung als auch mit den Hauptlautsprechern ganz harmonisch. Die Design-Verwandtschaft ist trotz des Kontrastes unverkennbar – Oberflächen, Farben und Details machen unmissverständlich klar, dass es sich um ein Familienmitglied handelt.

Im Vergleich zu den beiden „Duetta-Top“-Skulpturen alias „Sail“ waren Konstruktion und Herstellung des Subwoofers zwar recht einfach – aber nicht wirklich „leichter“: 50 Kilogramm Holz, Metall, Gummi, Glas und Keramik mussten hantiert werden. Ein letzter Blick auf die Bauskizzen und kurz nachgezählt: fast 150 Einzelteile wurden angefertigt, wo sind die geblieben? Zusammengehalten wird das Ganze von weiteren 120 Schrauben und Dübeln sowie reichlich Kleber. Da sage noch einmal jemand „Kiste“!

Noch ein bisschen Statistik für alle, die Spaß verstehen …

Die Konstruktion ist 690 Millimeter hoch, 475 Millimeter tief und 300 Millimeter breit, wobei die Füße noch zusätzliche 54 Millimeter an jeder Seite überstehen. Subtrahiert man die Bodenfreiheit und den freien Luftraum zwischen der Schallwand und der Bespannung ergibt das Brutto ungefähr 95 verdrängte Liter Wohnzimmerluft bei nur 55 Litern umbautem Netto-Hohlraum. Zieht man Netto von Brutto ab, dann sind also etwa 40 Liter Material verbaut worden – inklusive Chassis. Oder in Kurzform: 40 Liter Baumaterial umschließen 55 Liter Luft zu einem 95-Liter-Kubus, der 50 Kilo wiegt. Das war einfacher. (Ich komme auch immer mit Bretto und Nutto durcheinander)

Jetzt kommt´s: Bei 50 Kilogramm Gesamtgewicht des Sub kommt man also auf durchschnittlich 1,25 Kilogramm für einen Liter verbautes Material. Aber: Berechnet man das Subwoofer-Durchschnitts-Raumgewicht in Bezug auf das 95-Liter-Brutto-Gesamtvolumen, so kommt man nur noch auf etwa 500 Gramm pro Liter Gesamtvolumen. Was uns das sagt? Es sagt uns, dass der Subwoofer schwimmt! Das ist erstaunlich. Es sagt uns aber auch, dass er untergeht, wenn er ein Loch bekommt – wie die Titanic. Ich werde ihn also nie in der Nähe von Eisbergen betreiben, sicherheitshalber.

Spaß beiseite, hinstellen, anschließen.

Mit einer Tongenerator-Software und meinen Ohren erkunde ich die akustischen Grenzen der Konstruktion. Schon ohne Zusatzgewicht erzeugen die Membranen bis 25 Hertz einen Schalldruck, der diese Bezeichnung verdient. Dabei steht der Quader so fest, wie der sprichwörtliche Fels in der Brandung. Selbst bei akrobatischen Hubbewegungen der Membranen bleiben die Seitenwände vollkommen ruhig – und mit ihnen auch der Wohnzimmerboden. Die Boden-Entkoppelung mit Kork, Filz und Gummi wirkt sehr effizient. Leises Klappern aus dem Irgendwo macht deutlich, dass manches Wohnzimmermöbel weniger sorgfältig gebaut ist.

Nach den üblichen Einstellarbeiten für Trennfrequenz, Phase und Equalizing bitte ich die Herren Stanley Clarke, Marcus Miller und Victor Wooten alias „SMV“ um ein musikalisches Statement. „Thunder“ heißt das Lieblingsstück, mit dem die drei Bassisten Fragen zum Thema „Bass-Performance“ beantworten sollen.

Epische Klangbeschreibungen sind nicht so mein Ding, deshalb nur so viel: Im Wohnzimmer bildet sich spontan ein orkanverdächtiges Tiefdruckgebiet mit lebensechtem Donnergrollen. Und doch bleibt es am Klanghimmel trocken und klar, die Naturgewalten sind unter Kontrolle – kein wolkiges Gewummer, sondern tieffrequente Blitzeinschläge aus heiterem Firmament. Nicht schlecht! Leichte Atemnot, dann stürmischer Beifall der Anwesenden. Und schon schauen die Nachbarn vorbei und fragen, ob auch wir das Unwetter bemerkt haben. Die Chassis scheinen sich in ihrem neuen Zuhause wohl zu fühlen.

Eine Bassdrum spürt man jetzt auch im Zwerchfell, Kontrabass hat ordentlich Spannung auf den Saiten und Kirchenorgeln pusten durch nie zuvor gehörte Pfeifen. Diese Tiefton-Unterstützung tut natürlich auch den Zwei-Wege-Satelliten gut. Den flinken AMT-Hochton-Folien können die kompakten Eton-Bässe nun noch leichter folgen. Die freuen sich sichtbar und hörbar über die Arbeitsentlastung unter 80 Hertz. Und das Schöne daran ist, dass auch bei gemäßigter Lautstärke ein stabileres Klangfundament entsteht – und davon profitiert die räumliche Illusion in ganz erstaunlichem Maße.

Auch dieses Projekt hat richtig Spaß gemacht. Nicht zuletzt unter sportlichen Aspekten, denn das Hin-und-her-Wuchten der Fünfzig-Kilo-Klötze – inzwischen hören sie deshalb auf den wenig schmeichelhaften Kosenamen „Brick“ (engl. für „Ziegel“ oder „Klotz“) – führte zu einem beachtlichen Zuwachs an Fitness. Das ist mein Beitrag zum „Wife-Acceptance-Factor“! Und das Schreiben des Berichtes ist wieder eine schöne Gelegenheit, die Zeit des Entwerfens und des Bauens noch einmal „Revue passieren“ zu lassen. Das war beim Bericht über die „Sail“ so und hier ist es auch so … als wenn man in Gedanken alles noch einmal baut – mit dem Unterschied, dass man gleichzeitig aus den fertigen Lautsprechern Musik hört und daher ganz sicher ist, dass nichts mehr schief gehen kann! Apropos fertig … eigentlich schade. Wann werde ich wieder einmal einen Vorwand finden, ein kleines Projekt auf die Beine zu stellen?

Ich freue mich über die Entscheidung für diese tollen SEAS-Chassis und fände es schön, wenn auch Eure Subwoofer-Projekte von diesem Experiment profitieren könnten. Vielen Dank für Euer Interesse auch an diesem Baubericht!

Mit herzlichen Grüßen

Andreas


Elroy, der vielseitige Seas-Sub

Elroy, der vielseitige Seas-Sub


Wer ein Heimkino betreibt, braucht einen Subwoofer. An diesem Satz kommt keiner vorbei, der nach dem Film sein Zimmer vergleichbar verwüstet vorfinden will wie Pearl Harbour nach dem Angriff der Japaner. Gemäßigte Zeitgenossen, zu denen auch ich mich zähle, können auch gut damit leben, dass wenigstens die Schallplatten noch unbeschadet im Regal stehen und kleine Risse in den Wänden eher dem Bergbau geschuldet sind. Viel schwerer fällt es mir aber, einen Subwoofer zu nutzen, wenn ich Musik hören will. Was beim Film übertrieben kommen muss, ist dann völlig fehl am Platze, denn nun darf der Zusatzbass nur auffallen, wenn er abgeschaltet wird. Also muss ich hinter den Sub-Würfel kriechen, um Pegel und Trennfrequenz auf die neue Situation anzupassen. Allein dieser Umstand verleidete mir jahrelang den Gebrauch der Tiefbass-Schleuder, seit der WAM 300 DSP auftauchte, habe ich mich eines Besseren belehren lassen. Digitale Voreinstellungen sind das Zaubermittel, das auf Knopfdruck vom Sofa aus Pegel und Bassgewalt für die entsprechende Aufgabe in der jeweils richtigen Mischung zum Besten geben. Begonnen hat mein Umdenken mit dem SB 29 CB- und BR-Sub, nun durfte auch ein Bass mit breiter Sicke und gigantischem Hub zeigen, dass er nicht nur einseitig verwendbar ist. L 26 Roy wurde er von Seas genannt, das gab natürlich auch seinen Bausatznamen vor: Elroy.

Vorgestellt wurde der Bass aus der Design-Reihe bereits vor einigen Jahren in der Ausgabe September 09. Meine Clio-Daten weichen weiterhin von denen auf der Seas-Seite mit Klippel und anderem Pegel gemessenen ab, was aber weder die Verwendbarkeit noch die Qualität des monströsen Chassis schmälert. An seinen beachtlichen 10 kg Lebendgewicht tragen sowohl der dicke Magnet, den ein Gummimantel vor Beschädigung schützt, als auch der äußerst stabile Korb den größten Anteil. Weitaus leichter als bei den vielfach im Heimkino anzutreffenden Schlammschiebern ist die extrem steife Aluminium-Membran, die erst oberhalb von 3 kHz Resonanzen zeigt. Mit 56 mm Durchmesser und Glasfiber als Träger ist die Schwingspule zweilagig 38 mm hoch gewickelt. Bei 10 mm Polplattendicke bleibt die gleiche Menge an Windungen bis zum Hub von 28 mm im Luftspalt. Kupfer auf dem Polkern, Hinterlüftungen in der Membran und der unteren Polplatte, sowie große Offnungen im Korb unterhalb der hochgelegten Zentrierung sind selbstverständlich. Mehr Detail sind auf den Fotos sichtbar, die sich per Mausklick sichtlich vergrößern lassen..



Vielseitig verwendbar ist der L 26 Roy dank seiner Parameter, die ihn geschlossen oder reflexgetuned in 17 oder auch 80 Liter tauglich machen. Es hätte selbstverständlich gereizt, die kleinste Variante auszuprobieren, aber dafür wollte ich nicht die allerletzten Reserven des DSP-Moduls ausschöpfen, um doch noch tief herunter zu kommen. Gesund erschienen mir grob 45 Liter, die dem Chassis genug Einbauplatz und dem Gehäuse die nötige Standhaftigkeit boten. Meine Simulation mit LspCAD sagte schon für die geschlossene Version genügend Tiefgang voraus, dem nur kleine Anhebungen an den richtigen Stellen helfend zur Seite springen müssten. Auf Baufotos habe ich verzichtet, obwohl es diesmal mehr als nur sechs Bretter mit Fugenleim zu verkleben gab. Damit es trotzdem nicht zu Unsicherheit beim Nachbau kommt, habe ich die Sketchup-Zeichnung zu einer kleinen Bilderfolge animiert.



Die üblichen Bauzeichnungen und die Sketchup-Datei gibt es trotzdem.



Als ich gerade die Bildchen für den "Film" aus Sketchup sezierte, vernahm ich ein gewisses Murren aus meiner Fotokammer. Blitzanlage und Kamera sorgten sich, dass sie nunmehr auf Dauer einstauben sollten, weil sie für Dokumentationen nicht mehr gebraucht würden. Ich konnte sie schnell vom Gegenteil überzeugen, indem ich sofort alle Schritte bis zum Chassiseinbau ablichtete. So zog dann wieder Ruhe ich meinem kleinen Atelier ein.

Für die Anschlussdose wurde mittig in der Rückwand ein Loch mit 8 cm Durchmesser gefrästDass die erste Fräsung etwas zu groß war, fällt hinten nicht so sehr auf.Zwei große Steckklemmen befinden sich am noch freien Ende des Kabelsje eine Matte Sonofil steckt in jeder Kammer des Subwoofer-GehäusesAuf die Anschlussfahnen wurden die Klemmen, das Chassis in seinen Ausschnitt gesteckt. Vor dem Verschrauben wurde vorgebohrt.

Diese Ruhe brauchte ich, als sich das Fotostudio blitzartig in meinen Messraum verwandelte - es ist schön, einen recht vielseitigen Raum zu haben. Wie schon bei den SB 29 Sub-Versionen habe ich die Voreinstellungen und ihre Auswirkungen nebeneinander gestellt.

Defeat oben offen:

Defeat Trennung bei 80 Hz mit 24 dB Flankensteilheit:



Music bei gleicher Einstellung:



Movie:



Dynamic:



Impact:



Zur besseren Übersicht habe ich die Messungen auch in einem Diagramm übereinander gelegt. Die Farben blieben unverändert, damit die Zuordnung eindeutig möglich ist.



Der wichtigste Knopf auf der Fernbedienung des WAM 300 DSP heißt "User" und ist per Software mittels Schiebereglern frei programmierbar. Drei unterschiedliche Einstellungen habe ich gemessen.

User 1 mit leichter Betonung um 50 Hz für druckvollen Bass:



User 2 mit glatterem Verlauf:



User 2 mit mehr Tiefbass. Die Regler blieben unverändert, aber die Flankensteilheit wurde auf 36 dB erhöht. Zudem habe ich den Pegel um 4 dB herauf gesetzt.



Auch hier noch einmal das Diagramm mit den drei Kurven:



Nun ist es etwas langweilig, sich nur einen Subwoofer anzuhören, ohne Satelliten läuft da nichts zusammen. Elroy ist dafür bestimmt, unseren Seas-Bausätze aus der Kompaktserie das nötige Fundament zu geben. Hierbei sind Trennfrequenz und Pegel jeweils individuell auf die Größe der Satelliten einzustellen. Weil gerade vorhanden, habe ich mir im Hörraum zwei MS-Micro als Partner aufgestellt und an meinem AVR die Übernahme auf 80 Hz gewählt. Nach zehn Minuten war die Anpassung auch ohne Messungen mittels Clio erledigt. Zuerst wurde der Bass mit der letzten, gemessenen Einstellung phasengleich, dann -gedreht angeschlossen, was etwas mehr Druck brachte. Die Verschiebung auf 45 Grad war dann schon stimmig. Den Pegel passte ich über den Regler der Fernbedienung an, bis der Bass nur noch auffiel, wenn ich den Mute-Schalter betätigte. Zum ersten Mal gelang es mir danach, mit dem - ich gebe es offen zu - ungeliebten Kinoamp Musik in Stereo zu genießen. Von der Aufgabe befreit, selbsttätig Bass zu Gehör zu bringen, brummelte er endlich nicht mehr unkontrolliert vor sich hin. Auch wenn ich nach der Hörprobe immer noch kein Liebhaber von 2.1 bin, bei Platzproblemen könnte ich mich damit abfinden, wie Elroy und Micro die Musik darboten. Die einfache Umschaltung auf 5.1, wo der Bass sich nicht so passgenau in die Klangwelt einfügen muss, erleichtert den schwierigen Spagat, den Sehen mit Ton und reines Hören verlangen. Während in der Stereoabteilung der Bass wirklich nur die Ergänzung zu tiefen Frequenzen lieferte, konnte er bei Film dank seiner enormen Hubfähigkeiten im wörtlichsten Sinn eindrucksvoll Luft im Raum bewegen. Wer noch mehr braucht, kann auch zwei Subwoofer mit dem WAM 300 DSP antreiben, im Fall von Elroy können sie vorsichtshalber hintereinander geschaltet werden. Doch selbst der Parallelbetrieb hat das Modul kaum mehr als handwarm werden lassen, als ich meine Nachbarn bei einem zweistündigen Testlauf mit 40 Hz und mehr als 20 Volt an 2 Ohm am Ausgang fieberhaft nach der Ursache des Brummtons forschen ließ, der im ganzen Haus vom Keller bis zum Dachboden wahrnehmbar war.

Die letzten Bilder zeigen dann noch einmal, dass der Titel nicht zu unrecht gewählt wurde. Elroy darf auf jeder Seite liegen, passend zum Platz, den man ihm gewähren will. Die einzige Ausnahme bildet die Front, doch wer käme auch schon auf diese verrückte Idee.




Udo Wohlgemuth

Elroy

Chassis Seas L 26 Roy Holzliste in 18 mm Multiplex:
     
Vertrieb Intertechnik, Kerpen 58,0 x 44,0 (2x) Front/ Rückwand
Konstruktion Udo Wohlgemuth 58,0 x 21,0 (2x) Seiten
    40,2 x 21,0 (2x) Deckel/ Boden
Funktionsprinzip Geschlossen 10,0 x 21,0 (4x) Versteifung
Nennimpedanz 4 Ohm   5,0 x 21,0 (4x) Versteifung
Dämmstoff 4 Beutel Sonofil  
Terminal T 105 MS/ AU  
Aktiv-Modul WAM 300 DSP  
     



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