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Satorique2 MK2

Satorique2 MK2


Best.-Nr. 1385385

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Details

Lautsprecherbausatz Satorique 2 MK 2 mit SB Acoustics Lautsprechern ohne Gehäuse.
Bitte bei Bestellung angeben, ob sie den Hochtöner mit schwarzem Ring oder silbernen Ring wünschen.

Best.-Nr. 1385385

Merkmale

Wege 2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Anwendung Standlautsprecher
Preislevel 500-700 Euro
Konstruktion/Entwicklung Intertechnik

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bauberichte

Satorique2 – High End in 14 Tagen selbstgebaut

Satorique2 – High End in 14 Tagen selbstgebaut

Viele Jahre her als ich in meine eigene Wohnung eingezogen bin begann ich auch passende Lautsprecherboxen zu suchen. Mein ONKYO Receiver verdiente sich etwas Besseres als nur die gewöhnlichen aus einem Mediamarkt Laden.

Weil mein Vater genauso "Hi-Fi abhängig" ist, begann unser Weg nach der Suche nach einer vollkommenen Box. Wir suchten alle High-End Studios durch aber waren immer unzufrieden damit, was man für passendes Geld angeboten hat. Also nach kurzer Zeit habe ich mich entschieden, die Boxen lieber zu bauen als sie zu kaufen.

Und kurz danach entstand meine Idee, die Chassis zu kaufen, alle Teile für die Weiche, Holz, Kleber usw. und die Box in der Garage zu bauen. Die Weiche wurde mit LspCad berechnet und nach 10 Tagen wurden die Boxen mit SEAS Excel Chassis geboren. So sehen sie aus und sie spielen Klasse, bestimmt besser als Markenboxen für das gleiche Geld.

Diesen Sommer entschied ich mich meine Boxen meinem Vater rüberzugeben und eine neue muss her. Zuerst suchte ich alle aktuellen Onlinemagazine nach neun Trends in DYI Boxen durch und ich fand den THOR EVO 04 mit SEAS Excel Chassis. Weil ich schon SEAS kannte, dachte ich mir, ich werde bei der Marke bleiben und die THOR bauen. Na ja, aber wie wird eine Konstruktion aus dem Jahre 2004 in 2016 klingen und kann sie immer noch mit der Konkurrenz mithalten?

Weil ich ein regelmäßiger Besucher von Intertechnik Seiten bin, wollte ich zuerst wissen, wie es ein Expert sehen würde, der jeden Tag mit den neuesten Box zu tun hat. Also ich rief Marcus Nötzel aus IT an und fragte nach seiner Meinung. Nach einem langen und sehr angenehmen Gespräch entschied ich mich lieber etwas aus neueren Chassis zu bauen. Denn die 12 Jahre Entwicklung sind in dieser Branche sehr lange Zeit. Marcus hat mich an die SB Satori Chassis aufmerksam gemacht und stellte mir von ihm entworfene Satorique2 Box vor. Die Tests von Leuten, die die Boxen bauten überzeugten mich davon, dass ich den richtigen Weg endlich gefunden habe.

Und danach ging's los - eine schnelle Bestellung von dem Kit bei IT und eine noch schnellere Lieferung in perfekter Verpackung. Die vorderen Seiten kamen von IT, es lohnt sich bestimmt die gleich mit dem Bausatz zu bestellen. Den restlichen Zuschnitt habe ich bei einer Firma bestellt.

So sahen die Teile am Anfang aus. Die Kanten an den Vorderseiten wurden in 45 Grad abgeschliffen.

Box

Zuerst mussten alle Teile zusammenkleben werden. Es ist besser an den Seiten die Holzbolzen einzubauen damit alle Teile 100% zusammenpassen. Dazu wurde eine spezielle Fräsmaschine benutzt. Dann wurden die Teile zusammengeklebt. Dabei kann man perfekt die Befestigungsgurte aus dem Auto oder die Tischlerklemmen nutzen. Alle schwere Sachen werden auch willkommen.

Unten in der Weiche-Kammer wurden zur Verstärkung noch in die Ecken die Kantholzen eingebaut. Man muss hauptsächlich an den Kanten und Ecken sehr genau arbeiten damit man dann nicht so viel schleifen muss. Nächsten Tag kam die "schmutzige" Arbeit - Schleifen.

Bevor die letzte Seite angebracht wurde, habe ich den Dämmungsstoff in die Boxen gelegt. Alles mit einem doppelseitigen Klebeband befestigt. Danach konnte man die Boxen komplett schließen.
Alle Seiten wurden dann mit einer Schleifmaschine mit Grad 60/80 geschliffen und alle Löcher mit dem Kleiber zusätzlich eingefüllt. Weil man mit einer MDF arbeitet, muss man an den geschnittenen Kanten einen feineren Grad benutzen.

Farben Alchemie

Ich habe ein ganzes Set von Farben und Kitts vor der italienischen Firma Milesi benutzt. Ich wollte eine professionelle Lösung haben. Die Farbe sollte wirklich hart sein. Kein Zeug aus dem Hobbymarket. Es kamen 7 verschiedene Dosen (Aktivator, Basis, Farbe, 3 verschiedene Härter, Verdünner). Ich kam mir wie ein Alchimist vor.

Man musste die Teile in genauen Verhältnissen zusammenmischen. Gerade bei der MDF muss man sehr aufmerksam beim Kitten und Farbenbesprühen sein. Denn die Kanten sind sehr "durstig" und nehmen sehr viel Flüssigkeit an. Deswegen muss man die Schnittkanten mit einer Spezialflüssigkeit (Aktivator) anstreichen, damit die nicht mehr Farbe annimmt. So sehen die Boxen nach der Applikation des Aktivators aus. Ale Farben und Komponenten sind auf der Polyurethanbasis und mit dem Härter erreicht man gleiche Härte wie bei einem Parkettboden.

Als alles ausgehärtet wurde, konnten wir mit dem Verkitten beginnen. Also wieder 3 Komponenten zusammenmischen und mit der Pistole besprühen. Alles geht top leicht und der Kitt (eigentlich ist es eine PUR Farbe) trocknet sehr schnell aus.

Nach dem mehrmaligen, mehrtägigen und erschöpfenden Vorgang "sprühen-schleifen-sprühen-fein schleifen-sprühen-noch feiner schleifen" zeigte sich, dass es sich gelohnt hat, ein bisschen mehr Geld für die Farben auszugeben. Die finale Qualität der Oberfläche kann man eigentlich nur mit Glas vergleichen, so glatt kann es sein.

Die obere Ecke - siehe Foto - sieht so aus als ob es aus einer Kunststoff-Pressmaschine kommen würde. So scharfe Kanten habe ich schon lange nicht bei einer üblichen Farbe oder Kitt gesehen.

Furnieren

Die vordere, obere und hintere Seite werden in Weiß ausgeführt. Meine ersten Boxen wurden mit einer Vinyl-Tapete im Holzdesign beklebt. Und diese neuen sollten etwas Besseres bekommen. Deswegen werden die Seiten mit einem Palisander furniert. Alles kam in einem Papierkarton, zusammengerollt.

Die Weiche

Während die Boxen furniert werden, konnte ich die Weiche zusammenbauen. In dem Bau-Kit von IT bekommt man alles, sogar auch eine Löt-Platine, die alles vereinfacht. Weil ich aber meinen Receiver mir Bi-Wiring betreibe, musste ich eine kleine Änderung daran durchführen um den gemeinsamen Eingang in zwei Wege trennen. Dazu reichte nur einen kurzen Weg durchfräsen. Die Weiche mit den Kabeln ist fertig zur Montage. China-Klebepistole wurde ab und zu benutzt.

Die furnierten Boxen kamen zurück von dem Schreiner und sehen toll aus. Jetzt werden die Seiten abgedeckt um mit dem Farbensprühen fortzufahren. In der geschlossenen Garage wurden alle Seiten mit der finalen Farbe besprühen. Langsam und in "Slow Motion" um kein Staub aufzuhetzen. Die Farbe muss 24 Stunden aushärten.

Und nach dem abtrocken und wieder einem Tag konnten wir endlich unter "die Haube" reinschauen. Der erste Anblick war toll, die perlweiße Farbe mit der Dunkelheit des Palisanderholzes sah wirklich toll aus.

Die Ver

Weil uns die Ausführung der THOR 04 gefiel und um die Box noch hochwertiger sehen zu lassen, entschieden wir uns die Vorderseite der Box mit Edelstahl auszurüsten. Die Platten wurden mit dem Wasserstrahl millimetergenau geschnitten und an die Vorderseite mit einem Kontaktkleber geklebt.

Chassis-Besatzung

Jetzt werden die Weichen eingebaut und die Kabel zu den Chassis geführt. Die Weiche wird ganz in den unteren Fach eingebaut und festgeschraubt. Die Leitungen zu den Chassis werden durch kleine Löcher in der Unterseite durchgesteckt.

Wegen der Metalfrontplatte musste ich die Chassis um cca. 2 mm höher in den Löchern setzen. Dazu wurde die Miralonfolie benutzt (sie wird unter dem Fliesboden benutzt).

Die Box wird auf die Spikes gestellt und unten kommen noch Blocks aus dem schwarz-weißen Granit.

Es ist fast fertig .....nur noch den letzten Teil aufbringen - das Logo :-)

Die "V&R Edition" Zugabe kommt von Vladimir (ich) und Ru.

Also jetzt endlich Schluss ... es ist Zeit um Prost zu sagen und mit einem Glass den langen Weg zu krönen.

Hier ein Paar Details der fertigen Box:

Die Hörprobe

Nach dem Prost wurden die Boxen an den ONKYO Receiver angeschlossen. Es war kurz nach 22 Uhr. Als ersten Song kam ein Track You and Your Friend von Dire Straits Album On Every Street (CD). Schon die ersten Tone schienen ganz anders zu klingen als ich es mir gewohnt war von meiner alten Box. Mark Knopfler war auf einmal da - in unserem Wohnzimmer und so real. Um ehrlich zu sein, dachte ich mir von der Box am Anfang nichts Großes. Ich glaubte nicht, dass so kleine Box mit zwei kleinen Woofers fähig sein wird auch tiefe Bässe zu spielen aber was am Ende aus den Zwergen kam, das ist einfach ein Wunder.
Das Hotel California von Eagles in Live Version aus Hell Freezes Over (XRCD) ist ein Balsam. Die Gittarenslides sind einfach zu real, man sucht den Glen Frey hinter der Box. Die Frauenstimme in Avalon von Roxy Music (SACD) steht 2 Metern von der linken Box irgendwo in der Luft. Eric Clapton in Wonderful Tonight (SACD Slowhand) bringt die Tränen in die Augen. Sogar die low bitrate Internetradios klingen als ob die Songs aus den CDs gespielt würden.

Endlich verstehe ich den Sinn der Worte von Testern in Audio Magazinen: Die Satorique2 bringt die Wahrheit, die Echtheit, die Präsenz, die Details, die Tiefe, die Transparenz, die Leichtigkeit, ... Als ich vor dem Bauanfang Marcus vor IT angerufen habe, hat er mir mitten im Gespräch gesagt "Jede Mutter hat eine schönere Tochter". Und ich muss zugeben, diese Tochter ist pretty sexy und jeden Cent wert.

Einen "Nachteil" hat die Box übrigens - sie verzeiht keinen Fehler in der Aufnahme. Also jetzt sortiere ich langsam meine Audioträger in zwei Säulen - "Toll aufgenommen" und "Schrott". Ich war überrascht, wie viele weltbekannte Künstler ihre CDs schlampig aufnehmen. Gott sei Dank, ich habe viele SACDs und die klingen meistens sehrt gut. Die Re-Edition von allen Dire Straits Alben in SHM-SACD ist ein Muss für jeden Feinschmecker. Also Leute habt keine Angst sich die Lautsprecherboxen selbst zu bauen. Es ist eine tolle Erfahrung und es macht viel Spaß.

Gruß
V&R
P.S. Eigentlich zwei Nachteile. Beim direktem Vergleich mit meiner alten Box kam mein Vater nach 5 Minuten mit einer Antwort - "Die alte SEAS Box muss raus und diese neue muss rein. Bestell mal eine auch für mich."

Also es geht bald wieder in die Garage...
Hans Satorique 2

Hans Satorique 2

 

Beim Aufräumen im Keller entdeckte ich meinen alten Dual 1249 Schallplattenspieler und  die LP´s im Karton. Da ich keinen passenden Verstärker mehr besaß, besorgte mir ein Bekannter einen Verstärker mit Boxen. Somit konnte ich die alten LP´s anhören. Aber mit den Regalboxen von Saba kam nicht wirklich Freude auf. Somit wurde der Wunsch nach neuen Lautsprechern immer größer.

Auf der Suche im Internet bin ich sehr schnell auf das Magazin Lautersprecherbau.de aufmerksam geworden. Nach einer „Einlese-Phase“ stand  für mich fest, besser die Lautsprecher live anzuhören, als noch weiter Bauberichte zu lesen. Vor Ostern ging es dann nach Kerpen zum Probehören, das in einer sehr netten und gemütlichen Atmosphäre stattfand. Ich habe mir  einige LS angehört und am Ende stand für mich fest, die Satorique 2 ist es. Sie klingt einfach super und das Preis-Leistungs-Verhältnis passt.

Nach einer kurzen Denkphase (Spontankäufe sind nicht mein Ding) bestellte ich die Bausätze gleich mit den Schallwänden bei Intertechnik. Die Lieferung kam schnell. Leider kam es dennoch am Anfang zu ungeplanten Verzögerungen, denn der Baumarkt hatte keine passenden MDF-Platten vorrätig und die Lieferung dauerte zwei Wochen. Also nutzte ich die Zeit, um die Platinen fertigzustellen und Kabel für die Chassis abzulängen. Sind schön geworden, finde ich.

 

Da das Lackieren unter möglichst staubfreien Bedingungen bei mir Hause nicht möglich ist, habe ich mich fürs Furnieren entschieden. Im Internet findet man reichlich Auswahl an Händlern, die Furniere jeglicher Art anbieten. Bei Ebay bin ich fündig geworden, Mahagoni-Furnier bestellt und gleich mit der Furniersäge auf die richtigen Längen zugeschnitten. Um ein Ausfransen des Furniers beim Schnitt quer zur Faserrichtung zu vermeiden, ist es sinnvoll, die Schnittfläche  mit Maler-Klebeband abzubekleben. 

Es gibt sehr viele ausführliche Beschreibungen, wie man furnieren kann. Pressen oder Bügeln? Ich besitze nur ein paar Schraubzwingen, deshalb habe ich mich für die Bügelmethode entschieden. Bevor es an die Lautsprecher geht, wollte ich erst einmal üben und etwas Praxis sammeln. Eine MDF-Platte (Reststück),  etwas Furnier und los ging’s. Es funktionierte weitaus besser als erwartet.

 

Nachdem die zugeschnittenen MDF-Platten endlich da waren, konnte mit dem Gehäusebau gestartet werden. Das Zusammenleimen der MDF-Platten ist schon oft detailiert beschrieben worden, deshalb möchte ich nicht weiter darauf eingehen. Man sollte aber möglichst exakt arbeiten (im Winkel, bündig), ansonsten muss nachgearbeitet werden, also mehr Schleifarbeit, die keinen Spaß macht.

Die Innenmontage war nicht sonderlich schwierig, Innenbedämpfung laut Zeichnung befestigen, die Frequenzweiche im Filterfach anschrauben, die Kabel verlegen und mit Heißkleber befestigen. Jetzt noch die Seitenwand verleimen und fertig sind die Gehäuse. 

Anschließend beide Gehäuse abschleifen und furnieren.

Zum Auftragen des Leims habe ich am Anfang den Spachtel genommen, dies funktionierte bei dem rohen (saugfähigen) MDF gut. Bei der weiß beschichteten Schallwand trägt man aber schnell zu viel Leim auf, der beim Bügeln an den Seiten raus will. Nicht gut. Also mit der Rolle weiter gemacht und ich muss sagen, es geht deutlich besser. Damit die Rolle nicht eintrocknet, einfach mit Frischhaltefolie einwickeln. Somit bleibt sie mehrere Tage einsatzbereit. 

Sobald die Gehäuse komplett furniert sind, müssen noch die Ausschnitte für die Chassis  aus dem Furnier geschnitten werden. Mit dem Cutter-Messer, Schleifpapier und Schere klappte es besser als erwartet. Man muss nur sehr behutsam zu Werke gehen, ansonsten ist die Schallwand ruiniert.

 

 

 

 

 

Da ich eine glänzende Oberfläche haben wollte, verwendete ich Hartwachs-Öl von OSMO. Bevor es aber mit dem Ölen los geht, muss natürlich wieder geschliffen werden. Folgende Schleifprozedur hat bei mir zu einem guten Erfolg geführt:

1.Schliff mit 160er

2.Schliff mit 240er

Zwischen dem ersten und zweiten Schliff und nach dem zweiten Schliff unbedingt gut entstauben. Ich sauge die geschliffenen Flächen ab. Danach weiter mit einer unbenutzten Schuhputzbürste entstauben und nochmal mit einem leicht angefeuchteten Tuch drüber gehen. Nach dieser Schleifprozedur kann mit dem ersten Auftrag vom Hartwachs-Öl begonnen werden. Dazu nehme ich die weiche Seite eines Spülschwammes und massiere das Hartwachs-Öl in das Furnier ein. Handschuhe tragen nicht vergessen!

Das Öl nicht zu dick auftragen, wie sonst üblich darf das überschüssige Öl nicht mit einem Lappen abgenommen werden, da sonst die Oberfläche wieder stumpf wird. Daher dünn auftragen, damit es glänzt und sich keine Nasen bilden. Nach ca. 10 Stunden Trockenzeit den dritten Schliff mit 400er durchführen, wieder gut endstauben und mit dem Schwamm das Öl auftragen. Diese Prozedur habe ich zweimal wiederholt und dann mit 1000er Schleifpapier weiter gemacht.

Um den Glanzgrad noch weiter zu erhöhen, zum Schluss mit Stahlwolle Feinheitsgrad #000 weiter machen. Diese Prozedur so oft wiederholen, bis man mit dem Glanz zufrieden ist.

 

Den Sockel der Boxen habe ich aus zwei aufeinander geleimten 19er MDF-Platten hergestellt. Einfach die Seiten furnieren und zweimal mit schwarzem Möbel-Lasur-Lack streichen. (wieder mit einem Spülschwamm). Anschließend einmal Hartwachs-Öl auftragen. Geht total einfach und man spart sich das Schleifen, Spachteln und Lackieren.

Nun noch die Kabel an den Chassis anlöten, festschrauben und Bassreflexrohr eindrücken. Fertig zum Testen.

Endlich konnten die Boxen den Keller verlassen und im Wohnzimmer aufgestellt werden. Zum ersten Testen habe ich die Boxen mit provisorischen Kabel angeschlossen. Die Anschlüsse noch einmal überprüft, Lautstärke auf Minimum gestellt, den Verstärker eingeschaltet und die Lautstärke etwas erhöht. Alles klingt gut, Höhen und Tiefen passen. Super, alles richtig gemacht!

Um die Standfestigkeit der Boxen zu erhöhen, wurden die Filterfächer mit Quarzsand gefüllt. Ein 25kg Sack für beide Boxen reicht gerade so aus. Die Sockel anschrauben und fertig sind die Boxen.

Nun stehen sie da, meine neuen Boxen. Im glänzenden Mahagoni mit schwarzen Sockeln. Angetrieben vom alten Nordmende PA1400  Verstärker und dem Denon DCD-685 CD-Player. Zwar keine High-End Geräte, aber vollkommen ausreichend.

Nachdem sich die Satorique 2 eingespielt haben, bin ich nur noch begeistert. Bei der CD "elements" von Patrik Wind taten sich neue Welten auf. Klänge, die bislang im Verborgenen schlummerten, waren nun klar und präzise zu hören. Die reinste Freude.  Der Abend verging schnell mit dem Anhören einige meiner Lieblings-CD´s. Jetzt heißt es aussortieren, die qualitativen Unterschiede sind klar hörbar. Sich „schlechte“ Aufnahmen anzuhören, macht keinen Spaß mehr. 

 

 Hans

Satorique 2 MK2 (Update in 2018)

Satorique 2 MK2 (Update in 2018)

 

Auf die EINS folgt die ZWEI. Die Satorique 2. Die Satorique 1 ist ein kompakter, aber GROß(artig) spielender Lautsprecher. Die kleine Box produziert tiefere Töne als man es ihr aufgrund der Abmessungen zutrauen würde. Leider kann eine Kompaktbox mit ihrer kleineren Membranfläche zwar Bass, aber keinen großen Bassdruck erzeugen. Die Messungen des Satori MW16P-8 zeigen mir, dass der SB Acoustics Lautsprecher wunderbar geeignet ist für eine d’Appolito Konstruktion. Eine 2,5 Wege Kombi mit integriertem Subwoofer wäre vielleicht auch möglich gewesen, aber eine d’Appolito Box bringt sogar noch mehr Vorteile. 

Bei einer d’Appolito Konstruktion handelt es sich um eine spezielle Zweiwegebox mit zwei Tiefmitteltönern in einer bestimmten linearen Anordnung. Bei ähnlicher Bassfülle wie eine klassische Chassisanordnung, spielt eine MTM-Version aber dynamischer, mit besserem Wirkungsgrad und guter dreidimensionaler Abbildung. Bei guten Aufnahmen kann der Hörer die Augen schließen und dann auf die einzelnen Instrumente oder Musiker zeigen.

Die Qualität der Lautsprecher ist nach wie vor beeindruckend, sie eignen sich optimal für die Top-Lautsprecherliga. Obwohl die Daten in dem früheren Bericht schon einmal vorgestellt wurden, wiederhole ich sie, damit man nicht so lange suchen muß.

Die Lautsprecher 

Satori MW16P-8 

Der Tiefmitteltöner sieht tatsächlich dänisch aus. Er hat eine kleines Magnetsystem – bedingt durch den kleinen, aber starken Neodym-Ring. Damit werden Reflektionen wie bei großen Magnetsystemen einfach vermieden. Die Membrane „atmet“ mehr, weil sie keinen Widerstand durch zu enge Abstände zwischen Einbauöffnung und Korb hat. Die Stege sind dementsprechend schmal, aber die Einzigartigkeit hier ist die Spinne, die SB Acoustics BIMAX taufte. Welche Materialien SB dabei genau verwendet, bleibt ein Geheimnis. Aber das typische, altbekannte Spinnen-Gewebe ist mit schwarzen Fasern durchsetzt, die eine größere Linearität erlauben. Ferner ist die Spinne nicht direkt an den Korb geklebt, sondern auf einen Ring, welcher selbst nur punktweiseauf dem Korb befestigt wird. und laut SB Acoustics die Übertragung von Vibrationen vermeidet.

Der Rest ist klassisch-gutes Know How aus Europa: Low-Loss Sicke, Spulenträger aus Glassfaser, was Wirbelströme verhindert, eine 36mm Schwingspule, recht hoch gewickelt aus CCAW Draht, Kupferringe im und um den Luftspalt, belüftetes Magnetsystem.

Die Membran ist aus nicht gepresstem Papier, welches mit Papyrusfasern durchsetzt ist. Die sorgen für Stabilität und wirken zugleich dämpfend. Die starke Nawi-Form zusammen mit den Kurzschlussringen aus Kupfer erlaubt eine enorme Breitbandigkeit. Unsere Messung am Chassis bestätigt das eindrucksvoll: auf Achse geht der MW16P bis auf unglaubliche 15kHz rauf, dazu noch weitgehend linear. Von so einer Messkurve träumt manch ein Breitbänder.  

 

Messung: SB Acoustics Satori MW16P-8

Satori TW29R 

Der Hochtöner hat auch einige Besonderheiten und dies ist wieder mal typisch für die ehemaligen ScanSpeak Entwickler Frank und Ulrik. Es ist ein sogenannter Ringdome, der eigentlich eine Kalotte mit sehr großer Aufhängung ist, die in der Mitte befestigt ist. Die Mitte schwingt also nicht. Diese Konstruktion, wurde in den 90ern entwickelt, allerdings mit einem Phaseplug. Aufgrund akustischer Probleme wurde diese Entwicklung damals nicht für gut befunden und eingestelllt. Jetzt hat SB Acoustics den Phaseplug einfach weggelassen, was absolut gut funktioniert, wenn man mal die Messschriebe beachtet.

Warum nun diese aufwendige Konstruktion, wo doch alle Welt einfache Kalotten anbietet? Jeder Entwickler von Hochtonchassis hat damit zu kämpfen, die weiche Kalotte zu kontrollieren, entweder mit Dämpfung, oder mit Geometrie, oder mit beidem. Betrachtet man die Bewegungen der Kalotte genauer, stellt man fest, dass die Schwingspule die Bewegungen nur im schmalen Bereich der Spule auf die Gewebekalotte korrekt überträgt. Die Kuppel der Kalotte macht dann, was sie will. Sie schwingt oft gegenphasig, oder völlig falsch. Also haben Frank und Ulrik die Kuppel still gelegt, indem sie in der Mitte auf einen Dolch befestigt wurde. Ein kleiner Phaseplug. Dadurch konnten sie den Frequenzgang bis auf beachtliche 40kHz erweitern. Die geringere Abstrahlfläche wurde einfach durch eine wesentlich größere Aufhängung ausgeglichen, welche auch Schall abstrahlt, .

Auch der TW29R hat einige weitere Einzigartigkeiten, die man selten bei Hochtönern findet. CCAW Spule, T-Form Magnetsystem, Kupferringe, zweiteilige Frontplatte aus Aluminium. Diese besondere Frontplatte ist nicht aus Design-Überlegungen entstanden, sondern hat noch eine weitere Funktion. Die zwei Platten sind entkoppelt um die Übertragungen von Vibrationen auf das Gehäuse zu vermeiden. Das dahinter angekoppelte Volumen erlaubt eine tiefe Resonanzfrequenz von 600Hz und macht damit einen Einsatz ab seht tiefen 1500Hz möglich.

Messung: SB Acoustics Satori TW29R

 Das Gehäuse

Da die Satorique 1 mit 18 Liter prima funktioniert, habe ich das Volumen der S2 einfach verdoppelt. Wie zu erwarten war, funktioniert es. Manchmal ist das Leben auch einmal einfach. Um stehende Wellen in der Vertikalen zu vermeiden, sind die Versteifungsbretter so lang gezogen, daß die Welle einen leichten Umweg machen muss. Der Hochtöner erhält eine getrennte Kammer zum Schutz vor den Schwingungen der Tiefmitteltöner. Das Bassreflexrohr HP70 sollte 9 cm lang sein. Die Anordnung in der Höhe ist flexibel, aber das Rohr sollte sich nicht zu nah am unteren Trennbrett befinden. Mit einem breiten Fuß läßt sich sich Standfestigkeit des Gehäuses erhöhen. Außerdem sieht es, wie ich finde, freundlicher aus.
 


Die Frequenzweiche

Die Qualität der SB Satori steht außer Frage und die Entwickler bei SB Acoustics haben ganze Arbeit geleistet, um bestimmte Merkmale zu erreichen. Die gewollte Breitbandigkeit der Lautsprecher kann allerdings einige Probleme beim Entwickeln der Frequenzweiche machen. Es reicht nicht, einfach nur eine Spule bei der Übergangsfrequenz einzusetzen, wie bei Lautsprechern mit natürlich abfallendem Frequenzgang. Die Satori wollen anders beschaltet werden. So sind einige kleine Tricks notwendig, um die notwendige Steilflankigkeit zu erreichen.

Die Weiche der S2 hat einen reinrassigen Hochpass 2.Ordnung, allerdings eher „sanft“ ausgelegt. Die Übergangsfrequenz ist mit 1800Hz übereinstimmend mit den Empfehlungen von Joseph d’Appolito recht niedrig angesetzt. Ansonsten würde das Prinzip auch nicht ordentlich funktionieren. R4 und C7 dämpfen etwas die höchsten Frequenzen des TW29R. Die Bauteile R1, C1 und C2 bilden dabei einen Tiefpassfilter der bei sehr hohen Frequenzen über 100kHz agiert. Hiermit werden hochfrequente Radiosignale beseitigt, die die Räumlichkeit stören.

Auch der Tiefpass ist von 2. Ordnung, wobei der C3 die Flanke etwas erhöht. Das erspart eine zweite Spule in Serie. C5, R2 und L2 saugen die Überhöhung des Frequenzganges um 1kHz. Eine Vergrößerung des Wertes von L1 wäre auch möglich, nur dann klingt der Bereich um 500Hz etwas dünner. Die drei Bauteile Lcor, Ccor und Rcor der Impedanzlinearisierung werden nur benötigt, wenn man die Boxen mit einem Röhrenverstärker betreiben möchte.

Die Frequenzweiche ist mit hochwertigen Bauteilen aufgebaut. Audyn Caps Plus, verbackene Spulen und Metallwiderstände haben die Satoris verdient. 

 
Die Frequenzweiche findet gerne unten im Gehäuse einen Platz, in der Zeichnung wurde dafür ein Weichenfach vorgesehen. Wenn es zusätzlich mit trockenem Quarzsand gefüllt wird, erhöht das die Standfestigkeit der Lautsprecherbox und schützt die Weiche vor den Vibrationen der Tiefmitteltöner.

Messungen

Jeder Messraum hat so seine Eigenarten, so auch meiner. Es fehlt einfach die Größe. Deswegen ist eine Tiefbass Messung eine knifflige Angelegenheit. Ich habe das schon im Bericht der Darling reloaded erklärt und deswegen Nahfeldmessungen im Tieftonbereich gemacht. Für andere Grafiken ist die Bandbreite ab 100Hz begrenzt. Das geübte Auge kann im Wasserfall Diagramm Messraumeigenschaften erkennen. 

 

 

 Frequenz und Impedanz                    Tiefpass, Hochpass                        Frequenzgang 0,15,30

 Frequenzgang und Phase                 Sprungantwort                                  Wasserfall         

Die Klirr-Messung zeigt, dass die Satorique 2 ausgezeichnete Werte vorwiest, insbesondere den K3 Klirr.

Der Klang

Nun, es wird von jedem Entwickler eine Erklärung erwartet, wie überragend die eigene Entwicklung ist. Das gilt dann so lange, bis denn die nächste Box das Licht der Welt erblickt. Die ist dann selbstverständlich wieder überragend überragender usw.. So ist es Tenor in vielen Magazinen. Bei uns allerdings hat jeder die Möglichkeit, sich selber ein „Hörbild“ zu machen und eins unserer Hörstudios aufzusuchen oder in der Lautsprecherbaucommunity ein Mitglied zu finden, welches Probehören anbietet. Die hilfreichsten Klangbeschreibungen für die Leser des Magazins entstehen sowieso aus euren eigenen Höreindrücken.

Dennoch kann ich bestimmt sagen, dass die S2 druckvoll tief runter spielt und eine schöne und zu allen Richtungen breite Bühne darstellt. Dabei ist die Dynamik außerordentlich gut und die S2 füllt locker Räume von 30 – 50 m².

Zum Probehören baute ich die S2 in unserem Wohnzimmer auf und schloss sie an meinen selbstgebauten NCore Verstärker und meinen DIY Röhren Preamp an. Nun stellte sich die Frage welche meiner 5000 CDs (alle auch auf Festplatte gerippt) denn nun als erstes ran soll. Die S2 empfiehlt sich eigentlich für alle Arten von Musik. Bei mir wird viel Klassik, Jazz, Pop/ Rock und Lounge Musik gehört, sowie französische Chansons. Die hervorragende Papyrus Membrane gibt speziell Stimmen etwas Besonders und Chansons von Jacques Brel oder Gainsbourg, die besonders natürlich aufgenommen sind (weil sich die Künstler nicht mit Kompressions- Effekten ihre Musik versauen lassen wollten), lassen die Interpreten wieder auferstehen. Kleine Ensembles profitieren von der genialen Bühnenabbildung. Auch wenn von zwei 6 1/2 Zöllern keine Tiefbassgewalt erwartet wird, machen die schon ordentlich Druck. Selbst große Orchester lassen kein Gefühl vermissen. Ich habe dann auf LP umgeschaltet, und einige DG Einspielungen aus den 70ern aufgelegt, die ja damals noch alle pur analog waren.  Gänsehaut! 

Von Nils Lofgren wird natürlich auch „Keith don’t go“ aufgelegt und da zeigt speziell der Hochtöner sein phänomenales Auflösungsvermögen, ohne aufdringlich zu sein.

Meine Tochter wollte unbedingt auch ihren moderneren Kram, wie Indila, Stromae und Katy Perry, hören. Sie war hellauf begeistert, denn auch solche Musik spielt die Box mit Dynamik und gutem Wirkungsgrad. Meine Begeisterung bezieht sich dabei jedoch nicht auf die Musik, sondern auf die kompromisslose Enthüllung der Probleme dieser komprimierten Aufnahmen durch die Satorique2.

Die S2 ist eine Box zum Zuhören, damit meine ich, man macht nichts anderes und schickt die Familie am besten irgendwo anders hin – es sei denn, die hören auch zu. High End eben.

 

PS. Übrigens sagen wir noch etwas dazu auf dem Lautsprecherbau Youtube Kanal.

 

 

 

 

 

 

 

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I.T. Intertechnik
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