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SB36
SB36
SB36
SB36

SB36

Doppelbass

Best.-Nr. 1385156

262,60 € / Stück
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Details

Lautsprecherbausatz SB36. Mit original Audyn Bauteilen entwickelt. Inklusive spezieller Bausatzleiterplatte für sicheren und einfachen Aufbau, - Inklusive Bauteile für die Impedanzkorrektur, - Impedanzkorrektur abschaltbar oder zuschaltbar, - Inklusive Anschlußklemmen, Innenverkabelung, Schrauben, original Sonofil, - Inklusive eng selektierter hochwertiger Audyn Kondensatoren und Spulen, - Inklusive Bauplan. OHNE GEHÄUSE

Merkmale

Wege 2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz 4 Ohm
Höhe 95 cm
Breite 22 cm
Tiefe 25,80 cm
Anwendung Standlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis SB Acoustics
Preislevel 200-300 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprechergalerie

von Nibbler
von Mehldutt
von David
von gilligan

Bauberichte

Pauls SB 36

Pauls SB 36

Nachdem ich zwei Paar Schreibtischlautsprechern gebaut hatte, waren eigentlich keine weiteren Lautsprecher geplant, bis ich bei einem Freund die SB240 gehört habe. Als er sich dann die SB18 als Rearlautsprecher gebaut und zu mir mitgebracht hatte, konnten meine kleinen Boxen im direkten Vergleich nicht mithalten, es musste aufgerüstet werden!

Da ich weder genug Platz für die SB240 habe, noch mein Portemonnaie dick genug ist, fiel die Vorauswahl auf die SB36, also ab nach Kerpen fahren. Trotz langem Probehören fiel die Entscheidung zwischen der SB36 und der Audible, mit dem starken Bändchenhochtöner, nicht leicht.

Als ich alles bestellt hatte, habe ich mir Gedanken wegen der Oberflächengestaltung gemacht. Ich hab schon mal foliert, war mit dem Ergebnis aber leider nicht so zufrieden. Was mir immer noch gut gefällt, ist das Bekleben mit Mangas, bei meinen ct227 mk2 kam aber bei der größeren Fläche der SB36 nicht in Frage und ist leider mit der Zeit etwas vergilbt, trotz Klarlack zum Schutz. Da mir Multiplex zu teuer war, habe ich mich für weiß lackiertes MDF entschieden, das lässt die Boxen nicht so groß wirken, und verzeiht auch mehr Fehler als schwarz.

Ich habe nicht viel Werkzeug und bin auch nicht der geborene Heimwerker, aber es kommt mir vor allem auf den Klang an. Hier eine Übersicht, welches Werkzeug ich genutzt habe:

-Schraubenzieher
-Klemmen
-Stichsäge (nur notwendig, da ich mich für ein anderes Terminal entschieden habe, die mitgelieferten Anschlüsse kämen mit einer Bohrmaschine aus)
-Bohrmaschine (nur zum Vorbohren für die Schrauben)
-Lötkolben
-Acryl (um das Gehäuse zusätzlich abzudichten )
-Schwingschleifer
-Feile

Boxenbau

1. Da ich mich für ein Terminal entschieden habe anstatt der mitgelieferten Anschlüsse, da dort die Bananenstecker besser reinpassen, musste ich noch die passenden Löcher dafür aussägen.

2. Als nächstes habe ich die Fronten für die Lautsprecher vorgebohrt. Ich habe die Fronten mitbestellt, da ich keine Oberfräse habe. Hier musste ich noch die Ausschnitte für die Anschlüsse der Hochtöner etwas verbreitern, da sie sonst leider nicht mehr reinpassen, sobald die Kabel angelötet sind. Anschließend noch Vorbohren für die Frequenzweiche und die Füße.

3. Nun ging es ans Leimen, da ich nicht genug Klemmen habe, musste ich Bücher etc. zum Beschweren drauflegen. Spanngurte wären wohl besser gewesen. Nach einer Prüfung der Kanten von innen mit einer Taschenlampe sind mir noch Spalten aufgefallen.

4. Wie man auf den Bildern sieht, musste ich am Gehäuse noch einige Korrekturen mit dem Schwingschleifer vornehmen.

5. Beim Abdichten mit Acryl ist es sehr schwierig an alle Spalten heranzukommen, hierfür erleichtert einem ein kleiner Spiegel die Arbeit ungemein.

6. Mit dem Ergebnis nach je zwei Schichten Lack und Grundierung war ich zufrieden. Zuerst hatte ich eine normale Lackrolle, die aber unumgänglich Bläschen in den Lack gebracht hat, später habe ich dann noch eine Acryl Lackrolle gekauft, mit der es dann besser ging. Lack und Grundierung sind von Schöner Wohnen, DurAcryl Fenster- und Türengrund und DurAcryl Weißlack seidenmatt.

7. Während der Trocknungszeiten ist ja mehr als genug Zeit zum Löten. Die Leiterplatten waren eine große Hilfe: Einfach ohne Nachdenken die Teile wie im mitgelieferten Bild einlegen und an der Rückseite verlöten. Die Teile für die Impedanzkorrektur habe ich weggelassen, da ich keinen Röhrenverstärker habe und wenn ich doch mal zu einem komme werden die Teile vorher in eine kleine Box gepackt und parallel geschaltet.

8. Nach einem kurzen Test der Frequenzweiche ohne Gehäuse hab ich alles zusammen gesetzt und genieße seitdem den Klang der Lautsprecher.

Insgesamt bin ich mit den Boxen mehr als zufrieden, sie klingen überragend und sind leicht zu bauen und eignen sich Dank einfachem Gehäuseaufbau und der Leiterplatte auch sehr gut als Einstieg in den Boxenselbstbau.

Gruß Paul
SB 36 Hochglanzschwarz

SB 36 Hochglanzschwarz

Uwe's SB 36

Nach dem Probe hören gab es kein Halten mehr. Also besorgte ich mir das zugeschnittene MDF Holz. Alle Teile waren komplett wie auf der Zeichnung angegeben fertig gestellt. Habe Beziehung zu einer Schreinerwerkstatt.

Die Einzelteile waren sehr schnell zusammengeleimt. Dann kam das Problem mit der Grundierung. Habe die MDF Grundierung von Schöner Wohnen genommen. Musste dreimal mit der Rolle streichen, um eine Deckung zu erreichen. Das heißt streichen und dann mit 320er Schleifpapier jedes mal glatt schleifen. So wollte der Lackierer es. Nach jedem Streichen 48 Stunden gewartet, bis ich schleifen konnte. Wollte auf Nummer Sicher gehen. Laut Angabe kann man nach 24 Stunden schleifen. Nachdem ich jetzt die Lautsprecher dreimal gestrichen habe. konnte ich keine Klebestelle mehr ausmachen. Vorher konnte man immer feine Linien sehen. Zwischendurch habe ich die Weiche zusammen gelötet, was überhaupt keine Arbeit war. Das ging sehr schnell von der Hand.

Das Finale

Mit den Lautsprechern zum Lackierer. Nach drei Tagen konnte ich sie abholen.
Dann die Chassis und die Weiche eingebaut.
Angeschlossen und einfach nur zugehört............................das Wow Erlebnis blieb aber aus. Da ich hier schon viel vom Eeinspielen gehört habe, dachte ich mir abwarten. Es wurde wirklich bedeutend besser mit der Zeit. Sogar die MP3 Musik hörte sich jetzt viel besser an. Muss sagen, dass ich noch einen AV-Receiver VSX 920 Pioneer habe und dort über Stereo höre. Jetzt ist der nächste Schritt sich einen Stereo-Verstärker für die SB 36 anzuschaffen.

Mein Fazit: Das sind echt geile Lautsprecher!

SB36 Black and White Edition

SB36 Black and White Edition

Die gebaute Variante weicht in einigen Details vom ursprünglichen Bauplan ab. So sind die Boxen um ca. 10 cm gewachsen. Auch die Schallwand ist wesentlich stärker geworden, so dass die Boxen letztendlich etwas "erwachsener" aussehen. Abweichend vom Original befinden sich die Frequenzweichen nicht in den Boxen selbst sondern jederzeit zugänglich im Fuß der Boxen.
Das Volumen der Boxen ist natürlich dem Original entsprechend angepasst und nicht wesentlich verändert worden, um die Klangcharakteristik der SB36 nicht zu verfälschen. Der Basstreiber musste aus optischen Gründen eine halbe Etage höher Platz nehmen.

Pflichtenheft und WAF-Faktor

Pflichtenheft:
Der Bau von Lautsprecherboxen beginnt immer mit der Überlegung welche Boxen es den nun werden sollen. Stand- oder Regalboxen? Groß oder klein? Welche technischen Eigenschaften sollen Sie verinnerlichen? Wie steht es mit einer späteren Erweiterung zu einem Surround System?

Unstrittig waren die klanglichen Ansprüche. Es sollten Boxen der Bluesklasse sein. Und natürlich sollten es "Selbst" gebaute Boxen werden. Auch sollte eine vorherige Hörprobe möglich sein. Die SB 36 erfüllte auf dem Papier alle geforderten Eigenschaften aus dem Pflichtenheft. Standboxen, Erweiterbar zu einem Surround System und Bluesklasse.

WAF-Faktor:
Damit der "WAF-Faktor" stimmt sollten die einzelnen Chassis nicht zu groß werden, Dadurch kann die Breite reduziert und die Boxen optisch schmal gehalten werden. Dadurch wiederum wirken die Boxen insgesamt nicht zu klobig. Auch dieses Auswahlkriterium schien mir durch die SB36 gegeben.

Hörprobe:
Eine Hörprobe wäre eigentlich fällig gewesen. In diesem Fall konnte dies jedoch entfallen, da die SB36 die Hürde der Hörprobe schon vor einem Jahr mit Bravour bestanden hatte. Schon damals hatte die SB36 auf sich aufmerksam gemacht. Dieser Eindruck war ein Bleibender und hatte sich im Hinterkopf festgesetzt. Natürlich liegt es im Ohr des Betrachtenden (oder besser Hörenden), welche Qualität einem Lautsprecher zugesprochen wird. Dennoch meine ich, dass die SB36 das gewisse Extra hat. So hoffte ich, dass ich auch den musikalischen Nerv meiner Schwiegertochter und meines Sohnes mit der Auswahl getroffen habe.

Der Entwurf:
Der Entwurf der Boxen nimmt etwas Zeit in Anspruch. Soll sich doch das Endresultat später nicht hinter anderen Selbstbauten oder industriell gefertigten Bretterkisten verstecken müssen. Ganz ohne CAD, nur mit Bleistift und Lineal und mit Etwas Vorstellungskraft wird eine ansprechende Optik, entsprechend dem Pflichtenkatalog konstruiert.

Bestellung und Lieferung der benötigten Bauteile:
In Zeiten des Internets ist die Bestellung schnell erledigt. Die Abbuchung für die bestellten Waren vom Konto ist in der Regel auch sofort auf dem Kontoauszug zu sehen. Für die Lieferung trifft das nicht immer zu. In diesem Fall hat es jedoch wieder einmal gut funktioniert. Die Lieferung erfolgte auch vollständig und wie sich herausstellte, waren alle gelieferten Bauteile in Ordnung.

Baumarkt:
Nach dem Entwurf geht es mit der Liste der zu schneidenden Bretter in den Baumarkt. Für das Zusammenleimen der Bretter habe ich Parkett- und Fugenleim verwendet. Dieser ist in großen Flaschen relativ preisgünstig zu bekommen. Wie auf dem zweiten Bild zu sehen: Bretter, Bretter, Bretter ... Ein Teil davon zur ersten Kiste verleimt.

Schleifen:
Dann wird geschliffen, bis die Arme lahm werden.Zwei Tage Muskelkater waren das Ergebnis dieser schweißtreibenden Arbeit.

Erstellen der Schallwände

Für die Schallwände sind jeweils zwei 19 mm MDF Platten mit entsprechenden Ausschnitten versehen und aufeinander geleimt worden. Der erste Schritt ist die Übertragung der Planungsdaten auf die MDF Platten mit Zirkel, Linial und Bleistift. Dann nach dem Ankörnen die Erstellung eines sauber zentrierten Loches für den Fixierung des Fräszirkels. Mit der Oberfräse und mit einem Fräszirkel wurden anschließend die Aussparungen in die MDF Platten eingefräst. Durch die Fixierung mit dem Führungsloch entstehen exakt runde Ausfräsungen.

Zuerst wird der äußere Kreis gefräst. Tiefe entsprechend den Einbaumaßen des Chassis. Dann der innere Kreis. Auch der innere Kreis wird nicht komplett durchgefräst. Es wird ein kleiner Steg belassen, sodass nach erfolgter Fräsung das Material per Hand herausgebrochen werden kann. Nach dem Fräsen erfolgt die Kontrolle ob auch alle Lautsprecherchassis passende Aussparungen bekommen haben.

Furnieren mit dem Bügeleisen

Die Seiten, der Deckel, die Rückwand und vorderen Kanten sind mit einem schwarzem Echt Holz Furnier mit der Bügeleisen-Methode furniert. Zum Furnieren werden die zu furnierenden Flächen komplett mit Leim eingestrichen. Nach einer halben Stunde wird, bzw. muss dann auch das Furnier mit dem Bügeleisen aufgebracht werden. Das Eisen darf nicht zu heiß sein. Als Zwischenlage beim Furnieren eignet sich Backofenpapier besonders gut. Das Bügeleisen auf kleine bis mittlere Stellung gestellt und mit etwas Druck von Mitte nach Außen in Richtung Maserung furnieren. Die Kanten werden mehrfach hin- und her gebogen und angeschliffen. Irgendwann erhält man dann eine saubere Abbruchkante.

Noch ein Wort zum Furnieren. Im Internet gibt es zu unterschiedlichen Methoden entsprechende Anleitungen. Die hier gewählte Methode mit dem Bügeleisen und mit Leim ist eine Methode mit der auch Anfänger gute Ergebnisse erzielen. Bei mir als Anfänger hat es jedenfalls problemlos funktioniert.

Lackierung, Erstellen der Weichen, Einbau der Dämmwolle, Endmontage

Lackierung der Schallwände:
Vor dem Lackieren benötigen die Schallwände eine passende Grundierung. Die Grundierung wird beidseitig aufgetragen, damit die anschließende Lackierung die Schallwände nicht verzieht. Die Lackierung mit Graniteffekt-Lack ist besonders einfach und schnell erledigt. Auch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Lack aus der Sprühdose produziert eine ansehnliche Fläche. Durch die Rauheit der Oberfläche spielt Staub, keine Rolle. So lassen sich auch durch den Laien hochwertig aussehende Lackierungen erstellen.

Lackierung Korpus:
Die furnierten Flächen sind mit Klarlack nach althergebrachter Methode mit dem Pinsel in zwei Durchgängen lackiert worden. Nach Trocknung des ersten Anstriches habe ich die Oberfläche vor der zweiten Lackierung geschliffen.

Löten der Frequenzweichen:
Viele Selbstbauer verzichten beim Zusammenlöten der Frequenzweichen auf Leiterplattentechnik.
In diesem Fall ist das einmal anders. Optisch zwar später nicht zu sehen aber dennoch mit Leiterplattentechnik erstellt. Auf der Platine befindet sich auch die Impedanz-Korrektur für den möglichen Betrieb an einem Röhrenverstärker. Alle dafür benötigten Bauteile sind bereits eingebaut. Im Fuß der Boxen ist dazu lediglich noch eine Brücke zu setzen. Hier kommt dann die später gute Erreichbarkeit der Weichen im Fuß der Lautsprecher zum Tragen.

Einbau der Dämmwolle:
Das Einbringen der Dämmwolle ist dann schnell erledigt. Damit die Dämmwolle nicht während des Betriebes abrutscht, habe ich zusätzlich die beiden Querstreben eingeleimt. Durch die Verwendung von 19 mm MDF, den Einbau der Querstreben und die Dopplung der Schallwände verfügen die Boxen über eine recht gute Schwingungsstabilität.

Endmontage:
Ist "Alles" eingebaut, verkabelt, verlötet, gestrichen, lackiert, besprüht, etc. kommt der Deckel drauf. Die Schallwand wird aufgeleimt. Nach dem Trocknen erfolgt die Endmontage der Chassis. Die vor der Lackierung vorgebohrten Löcher für die Verschraubung sind nun sehr hilfreich.

Werkzeug:
Außer der Oberfräse und dem Fräszirkel habe ich nur Standard Werkzeug benutzt.
Das Schleifen und Fräsen hat auch ein wenig Staub produziert. Trotzdem, so meine ich, findet sich in fast jedem Haushalt eine Möglichkeit um die Arbeiten durchzuführen. Man muss nur wollen.

Inbetriebnahme

Natürlich möchte die Boxen auch anständig befeuert werden. Hier Erfolgt die Inbetriebnahme mit dem HiFi-Klassiker Marantz 2215 B aus dem Jahr 1978. Der Receiver ist generalüberholt. Sämtliche defekten Elektrolyt Kondensatoren sind ausgetauscht und alle beweglichen Teile überprüft und gängig gemacht. Optisch ein Leckerbissen für jeden "Good Old Hifi Fan" Auch musikalisch braucht sich der Receiver nicht hinter vielen heute käuflich zu erwerbenden Neugeräten zu verstecken. Und natürlich gehört der Receiver zum Gesamtpaket Hochzeitsgeschenk dazu.

Hörprobe durch den Sachverständigen

Für die Überprüfung der Gesamt Anlage habe ich einen Sachverständigen hinzugezogen. Wie auf dem Bild zu sehen: Lauscher auf Empfang, Augen geschlossen und genießen.
Zum Klang kann ich nur sagen, dass die SB36 die Erwartungen nach der Hörprobe auch zu Hause zur vollsten Zufriedenheit erfüllten. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Anlage am liebsten behalten hätte. Echt der Hammer. Oder wie mein Sohn nach der dann doch erfolgten Auslieferung mitten in der Nacht per SMS mitteilte: "Echt Bombe"
Das letze Bild zeigt das neue Zuhause in Haltern am See. SB36 Black and White Edition passend zur Wohnungseinrichtung.

SB36 von Tira

SB36 von Tira


Es stand mal wieder der Geburtstag meines Bruders an. Also was tun? Da er beschallungstechnisch gar nicht ausgestattet war und ich schon einige SB18 gebaut hatte, habe ich ihm angeboten ihm was zu bauen. Natürlich sollten seine Vorstellungen mit einfließen. Es sollte was helles sein, nicht sehr im Raum auffallen und gut klingen. Nach Probehören war die SB18 eigentlich abgenickt. Jedoch sollte es eine echte Standbox sein. Zwar hatte ich schon eine SB18 Stand gebaut, jedoch wollte mein Bruder mehr. Also blind die SB36 bestellt.

Bei dem Gehäuse wollte ich eine kleine Herausforderung. 6 Bretter zusammenkleben hatte ich vorher schon zur genüge gemacht. Also sollte eine Rundung her. Als Vorlage diente Jörgs SB36. Die Rundung passte auch gut ins Lastenheft einer unauffälligen schlanken Box. Die Frage nach der Oberflächengestaltung stellte sich natürlich auch. Lack oder ähnliche Klexereien schieden von vorn heraus aus. Es gab und gibt in meinem Umfeld schlicht keine Erfahrung in diesem Bereich. Also sollte es was einfaches sein, jedoch nicht schlecht aussehen. Die Wahl fiel auf was bewährtes: Leder, hell, aber nicht weiß. Da nicht alle Flächen mit Leder bezogen werden konnten ohne Nähte zu erzeugen, sollten die übrigen Flächen möglichst einfach gehalten werden. Die Wahl fiel also auf Birke Multiplex. Sieht von alleine gut aus und braucht nicht groß nachbehandelt zu werden. Etwas Wachs reicht.

Der Plan stand also. Fix zum Baumarkt. 12 mm MPX für die Spanten, für Front, Rückwand, Deckel und Boden bewährtes 18 mm MDF. Da die Seitenwände gebogen werden sollte kein Biegesperrholz im Angebot war, wählte ich das dünnste und preiswerteste Fasermaterial was ich finden konnte: 3mm Hartfaser. Um auf 18 mm zu kommen sollten also 6 Schichten mit einander verklebt werden. Daraus ergeben sich 24 Platten mit etwas mehr als 30cm Breite. Also allein für die Seiten über 7 Quadratmeter Material.


Ran an den Bau: Als erstes hieß es Spanten fräsen. Der Radius ist wie bei Jörg 95cm. Es empfliehlt sich eine Seite zu Fräsen und dann mittels Bündigfräser diesen auf die andere Seite zu Übertragen. Nur so wird es gleichmäßig. Das Loch grob mit einer Stichsäge so ausgeschnitten, dass ca. 15mm Stärke übrig blieb. Nachdem die Schablone stand, wurden noch 8 weiter per Bündigfräser kopiert. Bei Deckel und Boden natürlich ohne Loch. Das Original wollte ich behalten um später eventuell noch weitere Gehäuse zu bauen. Die Innenkanten habe ich mittels 6mm Rundfräser abgerundet. Sieht gut aus, obwohl man am Ende sicherlich selten in das Innere der Box schaut. Vielleicht dankt es einem ja der Schall mit diffuserer Reflexion.

Bevor es ans Kleben ging, kurz zusammengehalten. An der Front - ein glatter Übergang. Doch an der Rückwand setzte sich die Rundung natürlich nicht fort. Was tun? Fräser schräg ansetzen wollte ich nicht. Also schnell das übrige Fräsersortiment durchforstet. Fündig wurde ich bei einem 14 Grad Zinkenfräser. Dieser setzt recht genau die Rundung fort. Jedoch. Frästiefe maximal 15mm. Also hieß es 2 mal ansetzen. Die entstandene Kante erweis sich später noch als nützlich heraus, um die erste Platte daran anzusetzen. Die Rückseite wurde auch gleich noch für das Beziehen mit Leder vorbereitet. Die Idee war die Kanten des Leders hinter Holz zu verstecken. An der Rückwand sollte also ein 7 cm Breiter Streifen Birke MPX versenkt werden. Um dem Leder noch etwas Platz zu lassen, also ca. 72 mm Breite 3 mm abgefräst und an den Seiten noch ca. 1 mm tiefer gefräst. So sollte das Leder später genug Platz haben, um sich um die Kanten zu legen. Das verkleben der Spanten erweis sich als problemlos, das Ergebnis als ausreichend stabil um auch beim beplacken erheblichen Druck auszuüben.


Alle 6 Lagen wollte ich nicht gleichzeitig biegen, also alles schön nacheinander. Die Zeit die dabei drauf geht sollte man dabei nicht unterschätzen. Kleber voll-flächig verpinseln, Platte ausrichten, verspannen, warten. Ich habe dann doch nur 5 Lagen pro Seitenwand verklebt. Ich wollte a) die schlanke Kontur nicht verlieren und b) war ich zu faul. Nach 4 Tagen stundenweiser Aktivität war ich damit durch. Achten sollte man auf jeden Fall auf sämtliche Kanten. Am besten genügend Holz zwischen Oberfläche und Gurt verwenden. Dies schont nicht nur die Oberfläche, sondern hilft auch den Druck besser zu verteilen. Überstehende Kanten wurden einfach mit dem Bündigfräser entfernt und plan geschliffen. Die Kanten um die sich das Leder legen sollten wurden mit einem 10 mm Rundfräser abgerundet. Oben und unten wurde noch eine Nut mit ca 1 mm Tiefe gefräst. Dazu wurde einfach an dem Bündigfräser ein kleineres Kugellager geschraubt. Für Oben und Unten aus 12 mm MPX die Form kopiert, jedoch noch nicht verklebt.


Zum Beziehen kam der gleiche Holzkleber zum Einsatz. Insgesamt wurden 2 Liter Leim in die Gehäuse versenkt. Wieder voll-flächig verpinselt, das Leder angedrückt und eventuelle Luft rausgedrückt. Löcher für die Chassis gefräst (+2 mm für das Leder), Weiche Löten und dann alles ab damit in das Gehäuse. Die Platten oben und unten verklebt. Dabei wurde das Leder in die 1 mm Nut gelegt. Der Aufwand ist erheblich einfacher, als das Leder später in eine Nut zu quetschen.


Voller Erwartung an einen Verstärker angeschlossen. Die ersten Töne sollten einen nicht enttäuschen. Die Qualitäten meiner bekannten SB18 sind allesamt vorhanden. Jedoch besitzt die SB36 eben den mehr Druck, dem die SB18 fehlen. Ich erspar mir mal weitere Klangbeschreibungen. Alles was meine Vorrednern zu den SB36 sagen, stimmt voll und ganz.

Bennos SB36

Bennos SB36

Planung


Nachdem ich bereits unsere Küche renoviert habe und die restlichen Semesterferien nicht komplett gelangweilt verbringen wollte, entschloss ich mich auch ein paar Lautsprecher selbst zu bauen. Natürlich waren das nicht die einzigen Gründe. Ich bin schon lange fasziniert von gutem Sound. Meine finanzielle Situation als Student ließ bisher aber "nur" ein paar Canton GLE490.2 und Kenwood LS-K711 zu. Nach längerer Einlesephase fiel die Wahl auf den Bausatz SB36 mit SB Acoustics Lautsprechern. Im Gegensatz zu den anderen Bauvorschlägen für das Gehäuse, wollte ich eine eckige Box. Klassisch, zeitlos, schön. Aus diesem Grund war mir auch früh klar, dass ich den Lautsprecher nicht lackieren, sondern furnieren wollte. Ich habe mich an der "Nussible" vom User Holzhäuser orientiert, die für mich in Sachen Design das Nonplusultra darstellt. Ursprünglich war auch ein eckiger Bassreflexkanal vorgesehen. Da ich aber beim Zusammenbau gepfuscht habe, wurde es doch ein Standard Bassreflexrohr.

Baubeginn


Durchgeplant im CAD, Maße parat, Einkaufsliste erstellt. Ab zum lokalen Baumarkt, wo der erste Tiefschlag auf mich wartete. Im Internet stand doch, dass überall 19mm MDF verfügbar sein soll? Besagter Baumarkt hatte aber nur 20mm Platten. Warte, macht das überhaupt ein Unterschied? Was passiert wenn ich jetzt 20mm MDF mitnehme? Meine Konstruktion ist ja ein wenig anders als die vorgeschlagene. Ach was solls, wird ausprobiert! So fuhr ich also Heim mit Standard Ponal Holzleim, mäßig genau zugeschnittenen 20mm MDF Platten und einer Menge Vorfreude. ES KANN LOSGEHEN!

Für die benötigten Schraubzwingen habe ich in der Nachbarschaft die Runde gemacht. Mit dem nötigen Respekt habe ich mich also bei schönstem Wetter an die Arbeit gemacht.
Noch völlig unerfahren mit Leim, habe ich hier und da wohl zu viel Leim aufgebracht, was beim Gehäuse an sich aber vollkommen "WURSCHT" ist. Das 1mm tiefere MDF hat sich leider hingegen bemerkbar gemacht. Die Rückwand des Gehäuses ragte 2mm zu weit heraus, um die Seitenwände bündig aufzubringen. Im Keller fand ich allerdings einen Elektrohobel, ziemlich sicher von vor dem zweiten Weltkrieg, aber mit diesem hat sich das Problem buchstäblich in Staub aufgelöst.

Es folgte Schleifen, Leimen, Spannen, Schleifen, Beschweren, Spachteln, Schleifen, Pressen, Warten...erwähnte ich Schleifen?! Bis alle Kanten, auch tatsächlich nach Kanten aussahen und keine nervigen Anhebungen mehr zu sehen waren. Den aus den Fugen ausgetretenen Leim habe ich vorsichtshalber auch mal weggeschliffen, da ich Angst hatte das Furnier würde darauf eventuell weniger haften.

Furnieren


Ich habe lange auf ebay nach Nussbaumfurnier Ausschau gehalten, bin aber einem Tipp nachgegangen den lokalen Furnierhändler zu besuchen. Gesagt, getan. Nach kürzester Zeit war ich wieder Zuhause, mit 4 Blatt 2,75m langem und 30cm breitem (!), allerdings nur 0,6mm starkem Nussbaumfurnier für einen sehr guten Preis. Also ran ans furnieren durch klassisches pressen, wovor ich ehrlich gesagt ziemliche Angst hatte. Es hat sich auch als nicht so einfach herausgestellt, die richtige Menge an Leim aufzubringen und schön gleichmäßig mit einem Spachtel zu verteilen, ohne mit dem Leim an bereits furnierte Seiten zu kommen. Darauf das Furnier gepresst, das ich zuvor Pi*Daumen abgemessen hatte, damit sich auf allen Seiten ein Überstand ergab. 20 Minuten warten, den Lautsprecher auf die furnierte Seite gelegt und mit einem scharfen Messer den Überstand entlang der Kante abgetrennt. Danach die Kanten geschliffen. Geschliffen wurde das Furnier mit 120er Papier, worauf ein Auftrag von Clou Hartöl folgte. Am nächsten Tag einen Zwischenschliff mit 220er, und der Nächste Auftrag. Am dritten Tag dann noch einmal einen Auftrag, mit anschließendem Nassschliff. Heraus kam eine schön glatte Oberfläche, die die Maserung des Holz betonte und dem grauen, tristen Nussbaumfurnier Leben einhauchte.

Im Endprodukt sieht man kleinere Fehlanleimungen an zwei Seiten (Blasen unter dem Furnier) und kleine Tupfer Leim den ich nicht vollständig abgeschliffen habe. Vielleicht kann ich dem letzteren noch einmal entgegenarbeiten. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis, für den ersten Versuch überhaupt, zufrieden.

Der Postbote...


Brachte mir dann das lang ersehnte Paket. Also die genauen Abmessungen der Chassis herausgefunden und ab zum Fräsen mit einem Fräszirkel den ich mir im voraus auf ebay bestellte. Von einem Freund habe ich mir die Oberfräse ausgeliehen. Das billigste Modell mit der sagen wir es freundlich, bekacktesten Mist-Frästiefeneinstellung die man sich so vorstellen kann. Trotzdem hat sich das Ergebnis als akzeptabel herausgestellt, auch wenn man sich das Leben mit einer Qualitätsfräse sicher einfacher machen kann. Leider fuhr die Fräse auch nicht ganz durch (bzw. nicht annähernd) wo mir dann eine Stichsäge, ebenfalls aus der Bronzezeit zu Hilfe kam. Im Anschluss wurden jeweils zwei 5mm Löcher in das Gehäuse für die Anschlusspole gebohrt.

Die erste Frequenzweiche habe ich trotz begrenzter Elektrotechnikkenntnisse auf einem übriggebliebenen Stück MDF verlötet und testweise angeschlossen. Sieht zwar aus wie ein modernes Kunstwerk aber sie funktioniert. Chassis verlötet, Sonofil verteilt, Chassis eingeschraubt und tatsächlich: Es hört sich gut an. Das gleiche mit dem zweiten Lautpsrecher... WAT?? Was aus dem zweiten Lautsprecher ertönt hörte sich eher nach einem Handylautsprecher an, den die coolsten Kids in den Straßenbahnen dieser Welt auf Anschlag aufdrehen. Ungläubig erst mal frische Luft schnappen; die Menge an Blei die ich mir durch die Nase beim Löten reinzog hätte ohnehin einen ausgewachsenen Elefanten umgehauen. Also lag es an mir? Noch einmal den Verstärker angeworfen, noch immer das gleiche Problem. Hundemüde habe ich mich auf Fehlersuche begeben. Die Frequenzweiche sah eigentlich gut aus (damit meine ich Funktionstüchtig, von GUT kann man hier nicht sprechen). Und siehe da, ich habe den Tiefmitteltöner verpolt angelötet. Das also korrigiert, getestet und ins Bett gefallen. Am nächsten Tag stand schließlich der Hörtest auf dem Plan.

Hörtest


Nachdem ich mir unverschämt überteuertes Lautsprecherkabel besorgt habe um beide Lautsprecher endlich parallel hören zu können warf ich den Verstärker an. Ich habe mir den Bausatz ja schließlich blind gekauft und habe auf die vielen Erfahrungsberichte vertraut. WOW!

Von Anfang an war ich begeistert. Präzise, Voll, Detailreich ertönten die Lautsprecher. Ein echtes Erlebnis.

Ich kann nur sagen: DER AUFWAND SICH GELOHNT.

Fazit


Letzten Endes bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Der Bau des Gehäuses hat mir großen Spaß gemacht. Natürlich haben sich hier und da ein paar Fehler eingeschlichen, die mir aber mit Sicherheit kein zweites Mal passieren würden. Ich freue mich schon auf meine zukünftigen Projekte.

Ein großes Dankeschön an das Lautsprecherbau.de Team und jeden der mir Werkzeug ausgeliehen hat.

SB 36 Design

SB 36 Design


Als wir in unsere eigenen vier Wände einzogen, wollte ich eine neue Anlage mit 5.1 usw. Also Zeitschriften geholt und erstmal lesen. Es sollte nicht so teuer und die Testergebnisse gut sein. Meine Entscheidung fiel auf einen Berliner Höllenbewohner in Kombination mit Onkyo. Als ich dann alles zusammen hatte, war ich auch erst einmal zufrieden. Filmgenuss war gut, nur Stereo - würde ich jetzt sagen - war eine Katastrophe.

Also musste etwas Neues her, ab zum örtlichen HIFI Fachmann. Da war die eine oder andere Box, die mir gefallen hat, aber meine finanziellen Mittel dann doch überschritt. Und so kam ich dann via Internet auf die wunderbare Seite von Lautsprecherbau.de. Obwohl ich ein Lesemuffel bin, hab ich mir sehr viele Berichte durchgelesen und ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus (Franks Minuetta und natürlich Duetta Top, von der ich ein bisschen versucht habe zu kopieren), also ab ins Hörstudio zum Probe hören, ich denke, wie so viele andere auch.

Was soll ich sagen: Wir haben uns die SB 18 und dann SB36 usw. angehört. War schon echt toll, aber obwohl Udo mir scherzend abgeraten hat, wollte ich die Little Princess hören. Ja, die war deutlich eine Klasse oder auch mehrere Klassen höher als die SB 36 keine Frage. Auf dem Weg nach Hause überlegte ich, was ich mache, SB36 oder SB240 oder Little Princess. Oder oder oder??? Letztendlich sollte mein erstes Lautsprecherprojekt mit der SB 36 losgehen. Gesagt, getan!

Die grobe Bauform stand schon fest, also Zuschnittzettel ausfüllen und ab zum Baumarkt (wo ich auch arbeite). Nur stellte ich mir die Frage wie ich die gewölbten Seitenwände hin bekommen sollte. Einzige Lösung war, tief in das MDF einzuschneiden, bis ca. nur 3mm stehen bleiben. Platten liegen links im Bild.



Ein paar Testschnitte später habe ich die Schnitttiefe heraus gefunden um das MDF noch biegen zu können. Den Rest erledigte der Holzleim mit vielen Spanngurten.



Da mir wie vielen anderen die Duetta Top-Design sehr gut gefallen hat, wollte ich meiner Box eine Art Flügel verpassen, wodurch die Box viel größer wirkt als die ca. 39 Liter Volumen. Daher habe ich mir aus Sperrholz Pappel in 4 mm Stärke Platten zurecht geschnitten, die ich an der Box mit Spanngurten fixiert habe, um die grobe Form festzulegen. Die Form war gefunden, hat mir auch schon ganz gut gefallen, so dass ich jetzt nur noch die Sperrholz-Pappel Seitenwände an der Box mit Holzleim zusammen kleben musste, was durch die gebogene Bauform nur mit Spanngurten und Schraubzwingen möglich war. Zwei Tage habe ich die Seitenwand (Flügel) so eingespannt gelassen, danach entfernte ich die Spanngurte und es hat gehalten. Das Ganze musste dann noch dreimal (linke Seite trocknen, rechte Seite trocknen und nochmal) wiederholt werden. Die Flügel habe ich vorher mit schwarzem Hochglanzlack mehrere Male lackiert, geschliffen, lackiert usw.



Mit dem Ergebnis war ich nicht zufrieden, worauf ich mir die DiNoc 3M Carbonfolie geholt habe, die sicherlich nicht günstig ist, sich aber dafür wirklich super verarbeiten lässt (Youtube sei Dank und natürlich zusätzlichen zwei Händen). Da es so gut ging, wollte ich die Front auch mit der Folie bekleben, allerdings sollte die nicht in Carbon sein. Ich habe mir mehrere Proben in der Größe 10 X 10 cm schicken lassen und mich zum Schluss für eine schwarze, eisengebürstete Variante entschieden. Da ich keine Lautsprecher-Abdeckung wollte und aus optischen Gründen mir die Lösung der Duetta Top sehr gut gefallen hat, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich das umsetzen könnte, bzw. wie ich das obere Teil der Box optisch vervollständige und zugleich eine Halterung für die Saiten habe. Die aktuelle Bauform entstand spontan. Nach der Fertigstellung und Begutachtung der Box war ich zufrieden und durch die Schlitze konnte ich die Saiten durchführen. Mit der Folie konnte ich es nicht bekleben, also habe ich es mehrere Male mit schwarzer Lackfarbe angemalt. Da der Rand nicht so gut geworden ist, wurde der vorsichtig mit der Carbon Folie beklebt.



Da der Saitenhalter oben nur ganz vorne mit doppelseitigem Klebeband fixiert wird, brauchte ich eine Stütze hinten, mit der man den Winkel des Halters einstellen konnte. Die Lösung war eine Holzkugel, die ich einfach darunter mit Kleber fixiert habe. Die Kugel wurde von meinem Schwiegervater gedrechselt.



Jetzt musste nochein Steg her, der die Saiten ein bisschen wie bei einer Gitarre oder einem Kontrabass anhebt. Allerdings sollte der Steg nicht geschraubt oder geklebt werden, sondern gesteckt.



Muss ich mal etwas austauschen, wird der Steg herausgenommen. Die Seile hängen dann locker und so kann man die Chassis ausbauen. Die Idee: Der Steg ist aus einem Material in 3mm Stärke angefertigt und das Sägeblatt ist ebenfalls 3 mm. Ein perfekter Schnitt musste her, nicht zu tief und nicht zu lang. Es hat geklappt, wie man sehen kann.



Allerdings ist mir eine Woche zuvor ein Missgeschick passiert. Ich wollte die Frontblende schön schleifen und hab's zu gut gemeint. Also nochmal das Ganze.



Nachdem die zweite Frontblende fertig war, habe ich die Box ins Wohnzimmer gestellt, um mir ein Bild zu machen, wie die fast fertige Box aussieht.

Die Befestigung der Saiten unten habe ich mir einfach gemacht, ich habe 1 mm kleine Löcher in das Bassreflex-Rohr gebohrt, die 0,7 mm Saiten durchgeführt und dann die Saiten an das Bassreflexrohr geklebt. Das Ganze in die dafür vorgesehene Öffnung gesteckt - fertig.



Nachdem auch das geschafft war, blieb nur noch der Bau eines Standfußes, in den auch das Anschlussterminal verbaut wurde. So kommen die Kabel direkt unter dem Lautsprecher heraus und nicht hinten. Sicherlich ist das etwas ungünstig beim Anschluss der Kabel, aber das macht man ja nicht so oft und mir persönlich gefiel diese Variante besser.

Ach noch eine Sache: ich wollte auch ein etwas hochwertiges HIFI-Kabel verwenden, das aber keine 100 oder sogar mehr Euro kostet. Also bin ich dem allgemeinen Vorschlag gefolgt und meine Frau hat mir ein schönes Lautsprecherkabel geflochten (Kleine Anmerkung: Mein Vorschlag war es nicht, die Ehefrau mit dem Flechten zu beauftragen). Ob es wirklich mit diesem Kabel besser klingt kann ich nicht sagen, aber es sieht auf jeden Fall viel, viel hochwertiger aus.

Nun ja, es hat sicherlich etwas gedauert, bis die Lautsprecher fertig wurden, aber ich denke für die ersten SELBSTBAU-Lautsprecher ist das Ergebnis ok. Und ich muss sagen, für das Geld, was alles zusammen gekostet hat und den Klang, den ich jetzt habe im Vergleich zu den Lautsprechern, die ich mir in der Preisliga bis 1600€ angehört habe, ist das Ergebnis verdammt gut.






Markus

SB-Heimkino von Klemens

SB-Heimkino von Klemens


Begonnen hat alles damit, dass meine Frau den Wunsch nach "Rundum-Sound" beim Filmschauen geäußert hat. Und los ging's: Tage-/ nächtelanges Foren-/ Bericht-Lesen. Das Ergebnis der Internet-Recherchen ist wahrscheinlich schon den meisten Leser bekannt: Je mehr das man liest, desto mehr weiß man, dass man noch mehr lesen muss. Ich werde zuerst den Weg der Erkenntnisfindung bis zur Bestellung der Selbstbau-Komponenten schildern. Als Ausgangsbasis hatte ich ein in meiner Jugend (vor ca. 20 Jahren) angeschafftes Sterreo-Set bestehend aus Acoustic Research Vollverstärker, Goodmans Regalboxen und Harman Kardon CD-Player. Damaliger Schilling-Set-Preis: 15000,-.

Dass der Stereo-Verstärker nicht für 5.1 geschaffen war, versteht sich von selbst. Die bestehenden Boxen könnte man doch weiter verwenden? Ja schon, nur gibt es Goodmans schon etliche Jahre nicht mehr und Lautsprecher, die klanglich dazu passen, werden auch sicher nicht so leicht zu finden sein. Angeregt durch Internet-Community und Test-Berichte schafften es Lautsprecher der Marken Wharfedale und Dali in die Endausscheidung. Zum Glück gibt es auch einen Händler in Linz, auf den ich durch Zufall gestoßen bin, der beide Marken (vor-)führt. Nach der ersten Hör-Session mit Regal-LS wurde die Dali Zensor Serie für gut befunden. Die Stand-LS waren leider nicht vorrätig, somit wartete ich noch, bis der Händler diese wieder in der Vorführung hatte.

Zum Pech des Händlers war ich inzwischen auf die Kreationen von Lautsprecherbau.de gestoßen und es stand schnell fest, dass es Selbstbau werden muss, vor allem auch, weil ich in Vaters Werkstatt das benötigte Umfeld bereits hatte. Dass hier die Beratung ganz große Klasse ist, ist zwar schon weitreichend bekannt, was aber noch lange nicht heißt, dass es unerwähnt bleiben sollte. Nach ein paar Emails war die Entscheidung zugunsten SB36, SB30 Center mit SB-26-STC und SB15PC gefallen.

Der nächste Schritt war die Planung der Boxenform. Die Ursprungsform der SB36 kam nicht in Frage, weil die räumlichen Gegebenheiten nach einer Frontbox mit ca. 70cm Höhe verlangten. Um die Front der SB36 nicht zu wuchtig werden zu lassen, entschied ich mich für runde Seiten. Mit welchem Mehraufwand das verbunden ist, konnte ich bei meinem ersten Selbstbauversuch noch nicht wissen. Nach Absegnung durch Udo stand der Grundriss  und somit die Bauform der SB36 fest. Bei einer Innengrundfläche von 598cm² ergibt das ca. 63cm Innenhöhe (unter Berücksichtigung der innenliegenden Verstrebungen). Die SB15PC und den SB30-Center durften im ersten Anlauf ihre Originalform behalten.

Nun schreiten wir zur Bauphase. Den Holzzuschnitt ließ ich im lokalen Baumarkt machen - 19mm MDF war die Vorgabe. Zu meiner Überraschung ist der Zuschnitt kostenlos. Auf den Bau der Rear-Boxen (SB15PC) werde ich nicht näher eingehen und einfach ein paar Bilder für sich sprechen lassen.





Ebenso unspektakulär war der Bau des Center mit zwei Ausnahmen. Ich musste feststellen, dass mein ursprünglicher Plan, die optische Qualitätskontrolle nicht bestand und er in das Regal integriert werden musste. Des Weiteren war das geschenkte Buchenfurnier dermaßen bockig, dass es nur mit Rissen an den Rändern verarbeitet werden konnte. Diese Macken besserte ich mit einer Buchen-Spachtel-Masse aus, sodass es beim Endprodukt kaum auffällt. Im Nachhinein, wären diese Risse selbst bei dem Buchenfurnier mit mehr Übung zu vermeiden gewesen...






Der Bau der Custom-SB36 war gegenüber den anderen Boxen schon ein ganz anderes Kaliber. Zuerst übertrug ich die Innen-Grundfläche und schnitt diese grob mit der Bandsäge aus. Dann spannte ich alle Deckel-, Boden- und Spantenplatten mit Schraubzwingen zusammen und mit dem Bandschleifer waren diese in wenigen Minuten in der Form identisch.



Die Löcher für Chassis fräste ich mit einem auf Ebay erstandenen Fräszirkel. Mit diesem Zusatzwerkzeug ist das wirklich sehr einfach, aber auch sehr zeitintensiv. Ich verbrachte sicherlich einige Stunden bis die acht Löcher der Fronten fertig waren. Um das Skelett beim Verleimen mit Fugenleim im rechten Winkel zu halten, hab' ich dem Deckel eine zusätzliche Verstrebung gegönnt. Das überstehende MDF auf Front und Rückseite habe ich mit dem elektrischen Handhobel beseitigt. Dabei muss man wissen, dass der Hobel am Ende der Bahn recht leicht das Holz ausreißt. Bei einer später furnierten oder lackierten Oberfläche ist das nicht so schlimm, weil man solche Stellen ja noch spachteln kann.



Auf den runden Seite entschied ich mich für eine Kombination aus 3mm HF-Platten und 19mm Biege-MDF. Die Biege-MDF-Platten stellte ich auf der Kreissäge selbst her, indem ich die Platten im Abstand von ca. 1,2 cm, 1,5 cm tief einschnitt. Zuerst wurden die 3mm HF-Platte in Form gebracht. Sogar bei diesen vergleichsweise dünnen Platten musste aufgrund des kleinen Kreisradius von ca. 33 cm schon massive Gewalt angewandt werden. Bei diesem Arbeitsschritt ist es gut, wenn man vier Hände zur Verfügung hat. Nach einer Aushärtezeit von min. einem Tag wurden Schritt für Schritt dichte Gehäuse gefertigt. Innenseitig habe ich an allen Kanten noch sicherheitshalber großzügig Fugenleim verteilt. Beim Biege-MDF wurden die „Biegerillen“ mit einer Mischung aus Schleifmehl und Leim gefüllt. Diese Methode hat meiner Meinung die Vorteile, dass der Leim nicht gleich wieder herausläuft und man den Leimverbrauch in Grenzen hält. Es wurden dennoch über 2kg Leim für beide Boxen verbraucht. Beim Biegen musste abermals rohe Gewalt angewandt werden. Zusätzlich wurden die immer wieder verruschtenden Seitenplatten mit Spax fixiert. Nach dem Aushärten wurden die Schrauben wieder entfernt und die Löcher verspachtelt.

Da die Boden- und Deckeloberfläche mit dem ausgetretenen Leim dermaßen schlecht zu schleifen war und ich mir das Spachteln ersparen wollte, entschied ich mich 3mm HF-Platten aufzuleimen. Eine im Nachhinein sehr gute Entscheidung. Die HDF-Platten wurden mittels Bandsäge grob ausgeschnitten und mit der Oberfräse nach dem Aufleimen bündig gefräst. Ach ja, die schon oft verbauten Magnete zur Befestigung eines Spannrahmens hab' ich auch in der Front versenkt.

Das Satinnuss-Furnier habe ich beim lokalen Dealer, der Fa. Keplinger in Traun, erstanden. Dieser  Großhändler hat auch ein Echtsteinfurnier im Angebot, welches eine Wahnsinnsoptik hat. Da es sicherlich sehr tricky zu verarbeiten ist, hab' ich mich beim meinem Jungfernprojekt nicht drübergetraut - auch weil es x-mal teurer als das auch nicht billige Furnier ist.

Um eine schöne "Schmetterlings-Optik" zu erreichen, musste man das Furnier fügen. Dazu hab' ich zuerst den Blättern mit den Cutter schön vorsichtig gerade Schnittkanten verpasst. Das geht auch längs zur Maserung gut, solange man ganz leicht andrückt und pro Furnierblatt min. dreimal drübergeht. Zusätzlich wurden anschließend die beiden zusammenpassenden Blätter zwischen zwei 45° 19mm Holzlatten eingespannt und eben geschmirgelt. So kann man dann die beiden Blätter leicht überlappen lassen. Gestückelt hab' ich mittels Furnierklebeband, welches ich beim Furnierhändler gekauft hatte. Besonders wichtig ist es IMO, das Furnier vor dem Aufbügeln auf der Stirnseite noch mit Malerklebeband zu verstärken, so ist ein Ausreißen wie bei Center zu vermeiden. Das Aufbügeln an sich ist bereits mehrfach beschrieben worden und nach dem Howto der Wekstattpraxis gelingt es mit etwas Übung perfekt. Einzig die Methode mit der Dreiecksfeile habe ich bei mir durch 120er Schleifpapier abgelöst, welches über eine 90° Kante gespannt war. Geschliffen wurde abschließend mit 120er, 240er und 320er Papier und als Versiegelung habe ich drei Schichten Clou Hartwachs-Öl farblos verwendet. Vor der letzten Schicht wurde mit 400er drübergeschliffen. Das ergab eine matt-glänzende Oberfläche.

Eine Geschichte, die vermutlich nur mir passieren kann, will ich auch nicht unerwähnt lassen: Ein 17er Chassis ist während der viermonatigen Bauzeit abhanden gekommen und bis jetzt ist es auch noch nicht wieder aufgetaucht. "Zum Glück" kann man ja eines nachbestellen... ;-) Naja, vielleicht will ja irgendwann auch die SB18 gebaut werden.

Der abschließende Einbau der Weiche, welchen mit Heißkleber an der Rückwand fixiert wurde, der Dämmung, der Chassis, dem Terminal und des BR-Rohres ist dann nur noch Fun.




Zum Klang:

Ich hab' bis auf meine alten Goodmans-Boxen keinen Vergleich in den eigenen vier Wänden, aber was die SB-Teile da von sich geben, kann sich hören lassen. Im Heimkino-Surround-Betrieb ist der Sound, die passende Quelle vorausgesetzt, schon der Hammer. Man hört Details, die einem vorher noch nie auffallen sind. Stimmen kommen sehr gut herüber und können auch bei sehr lauten "Nebengeräuschen" klar herausgehört werden. Ich glaube aber, dass es die Bluesklasse für Heimkino wirklich nicht sein "muss".



Für den Stereo-Betrieb will ich mich zu erst über die SB15PC äußern. Diese war doch zirka zwei Monate im Einsatz, bevor sie durch die SB36 abgelöst wurden. Die Kleinen sind absolute Klasse! Ich hätte mir nie gedacht, dass aus dieser kleinen "PC-Box" dermaßen viel herauskommt. Als ich sie gegen die SB36 auswechselte, muss ich gestehen, dass ich von den SB36 etwas enttäuscht war - was aber zwei Gründe hatte: Erstens meine zu hohen Erwartungshaltung und zweites die Uneingespieltheit der Chassis. Zur Verteidigung der SB36: Warum sollte sie auch so viel besser als die kleine SB15PC klingen? Abgesehen vom Bassbereich, kann und soll sie kaum anders klingen. Nachdem sich die Chassis mittlerweile nach eineinhalb Monaten viele Stunden eingespielt haben, bin sehr zufrieden: Der Klang ist bei jeder mir zugänglichen Musikrichtung spitze, egal ob Massive Attack, Manowar, Metallica, Reinhard Mey oder Maria Callas in Schall umgewandelt wird.



Fazit: Die DIY-Gemeinde hat ein neues Mitglied. Ich bin schon am Überlegen, welche Boxen als nächste dran sind. Vorher muss aber erst ein g'scheiter Sterreo-Amp gebaut werden. ;-)

Dank an Lautsprecherbau.de für die Vorstellung der Kreationen und Support, an die Vorbauer und deren Berichte und an meine Familie die mich lange entbehren musste...

Klemens

Bernhards SB 36

Bernhards SB 36

 

Wie bei vielen anderen Beitragsschreiber, erging es mir ähnlich. Man beschäftigt sich mit dem Thema HIFI, ist auf der Suche nach Lautsprechern und Verstärkern, kauft sich diverse Fachzeitschriften, sucht im Internet und steigert sich so allmählich in das Thema hinein. Irgendwann hatte ich die Lautsprecher vor meinem geistigen Auge, war aber nicht bereit den Preis hierfür zu bezahlen. Bei meinen Recherchen bin ich auf diese großartige Seite gestoßen und war begeistert über die tollen Beiträge mit den kreativen Gehäusevariationen und dem gewaltigen Informationsgehalt.

Da ich schon konkrete Vorstellungen der Gehäuseform hatte, installierte ich mir das „Sketchup“-Tool, nahm den Grundbauplan der SB36 und arbeitete mich in das Programm ein. Dabei war für mich die Onlinehilfe ganz nützlich. Meine sich bis dahin angestauten Fragen in Bezug auf die Länge des Bassreflexrohres (ungekürzt), dem etwas größeren Volumen und der geringeren Frontbreite, hat mir Udo schnell, kompetent und unkompliziert beantwortet.

Schablonen 

Wie man aus ausgedienten Platzdeckchen die perfekten Schablonen fertigt...  Auf der Suche nach einem geeigneten Material zur Herstellung von Schablonen, sind mir in der Abstellkammer ausgemusterte Platzdeckchen aus Kunststoff in die Hände gefallen. Diese waren ideal, denn sie hatten die richtige Größe und waren sowohl mit der Schere als auch mit dem Cuttermesser gut zu schneiden.

by the way…

Ich kann jedem nur empfehlen, falls er jemals mit dem Gedanken spielen sollte, sich Lautsprecherboxen selbst zu bauen, jedoch noch am Zweifeln ist: Do it. Es gibt einem so viel Positives, wenn man Stück für Stück zusehen kann, wie sich das Boxenselbstbauprojekt entwickelt. Und sind wir einmal ehrlich, die „Selbstgebauten“ hören sich natürlich auch besser an ;-)

Die Baufortschritte lassen sich an Hand der Bilder gut nachvollziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Seitenwände habe ich die MFP in 25mm breite Streifen geschnitten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dabei die Handkreissäge von den ursprünglichen 90° um 3° gekippt. Damit die Streifen konisch zulaufen, die zu schneidende Platte nach jedem Schnitt (oben/unten) gedreht. Somit entstanden beim Zusammenleimen keine größeren Spalte.

Gehäuseoberfläche

Ursprünglich hätte ich die Boxengehäuse gerne in „weiß/hochglanz/Lack“ gehabt. Nachdem ich jedoch auf einige Beiträge gestoßen bin, mit welch hohem Aufwand das Lackieren verbunden ist, ich selbst nicht die Möglichkeiten dazu habe und die Kosten für eine Fremdlackierung scheute, habe ich mich für eine „Marmor-Spachteltechnik“ entschieden.

Dieses Material „Capadecor StuccoDecor Di Luce“ hatte ich bereits bei der letzten Hausrenovierung verarbeitet und sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Die Spachtelmasse wird mindestens dreimal nacheinander (mit entsprechenden Trocknungszeiten) aufgetragen. Dazwischen werden die hervorstehenden Spachtelstöße mit Schmirgel glatt geschliffen. Nach dem letzten Spachtelgang wird die Oberfläche mit der Ziehspachtel poliert. Die Spachtel wird in flachem Winkel und mit leichtem Druck über die Fläche geführt. Dadurch entsteht eine glänzende Oberfläche mit dem typischen Marmoreffekt. Danach habe ich die Oberfläche mit Wachs versiegelt und nochmals poliert.

Für mich war es die richtige Entscheidung, da es einige Vorteile mit sich brachte. Ich konnte es selbst auftragen und war somit selbst für die Oberflächengüte verantwortlich, geringere Kosten (nur Material und keine externe Dienstleistung) und ich hatte Zeit gespart. Denn ich konnte es mittlerweile kaum erwarten, die Lautsprecher-Chassis einzusetzen und die Boxen probezuhören.

Klang

Hier schließe ich mich meinen Vorrednern an, denn ich könnte es nicht besser beschreiben. Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Meine Auswahl an Songs für die erste Klangprobe möchte ich euch aber nicht vorenthalten.

Celine Dion „My Heart will go on“. Hier habe ich fast den Atem von Celine Dion gespürt.

Randy Crawford „Street Life“. Toller Bass, „ALMAZ“ geht richtig unter die Haut.

Andrea Bocelli „Nessun dorma“, grandioser Schluss ab 2:25, „La donna è mobile“. Pizzawerbung ganz anders … ,Augen zu und genießen.

Yello “The Expert”, “Otto di Catania”, “Essential - Desire”, “Essential - Oh Yeah”. Gnadenlos harte, elektronische Bässe.


 

 

 

 

 

 






Merci


In erster Linie bei Udo, für die kompetente und immer schnelle Hilfestellung bei anstehenden Fragen. Bei meinen Kollegen, von denen ich mir einiges an Maschinen und Werkzeug ausleihen konnte. Bei meiner Familie, denen ich die Zeit stundenweise abgeknapst habe.

Bernhard


Auf besonderen Wunsch aus der Community habe ich noch ein paar Fotos zur Spachteltechnik geschossen. Kurze Kommentare sind darauf geschrieben, weitere Fragen beantworte ich gern.







Kostas SB 36

Kostas SB 36


Hallo zusammen,

wollte euch mal kurz meine SB 36 vorstellen und auch ein paar Worte dazu schreiben. Bevor ich anfange, erst mal ein großes DANKESCHÖN an Udo und an Köder aus dem Forum. An Udo, weil er so einen fantastischen Lautsprecher auf die Beine gestellt hat und weil er mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen hat. An Köder, weil er mich mit seiner Symasym-Variante und seiner SB 417 erst so richtig auf den Geschmack gebracht hat.

Also ich war auf der Suche nach einem kleinen aber feinen Projekt für mein Gäste-, PC-, Ruhezimmer. Da der Raum nur ca. 15m² hat und der Hörabstand nur 2,5 m beträgt, machte ich mich auf die Suche nach kleineren Boxen. Nach langem Hin und Her stieß ich auf Udo`s SB 18. Man las durchweg nur Positives über diesen Lautsprecher. Also ab ins Auto und schnell mal nach Bochum. Ankunft 16:30, Abfahrt 20:00 Uhr. Was für ein Nachmittag, man hatte das Gefühl, die Zeit wäre im Flug vergangen. Mein letzter Besuch bei Udo war ca. 9 Jahre her und immer noch sehr positiv in Erinnerung geblieben. Dieses Mal wurde ich wieder nicht enttäuscht. Ich kann nur jedem einen Besuch bei Udo in Bochum empfehlen. Er hatte leider weder die SB 18 noch die SB 36 im Laden, nur die kleinere SB 15 und die große SB 417. Er versicherte mir aber, dass die Klangcharakteristik seiner SB-Serie sehr ähnlich ist. Er bot mir sogar an, bei Nichtgefallen der SB 18 die Weichenbauteile zurückgeben. Dadurch könnte ich kostengünstig auf die größere SB 36 umbauen.

Gesagt, getan, der SB 18 Bausatz landete in meinem Auto. In den nächsten Tagen mussten ein paar alte Holzplatten her, um die Testgehäuse aufzubauen. Was mich dann erwartete, war schon großes Kino. Ich habe selten einen Lautsprecher gehört, der so ausgewogen klingt wie dieser. Egal in welcher Lautstärke, alles wird fein aufgelöst und man hat nicht das Gefühl, dass irgend etwas fehlt oder zu dominant ist. Ich tue mich mit einer Klangbeschreibung immer etwas schwer, kann mich aber nicht erinnern, bei etlichen Hörproben bei K&T in Duisburg so eine feine Box gehört zu haben. Und wenn doch, dann mit sündhaft teuren Chassis. Selbstverständlich dies meine subjektive persönliche Meinung. Wenn ich etwas Negatives zu der SB 18 schreiben soll, dann ist das in meinem Fall ein etwas zu dominanter Hochton. Das kann aber auch an dem Hörabstand von ca. 2,5 m liegen oder an dem Onkyo 607 Receiver.

Dennoch ließ mich der Gedanke nicht mehr los, doch die SB 36 zu bauen. Immerhin war der Aufpreis unter 100€ pro Box. Also wieder zurück zu Udo und alles für die SB 36 mitgenommen. Dieses Mal wollte ich aber nicht wieder ein Testgehäuse bauen, sondern ich ging direkt auf das endgültige Gehäuse. Nach Udo`s Aussage: „Bau die wie du möchtest“, überlegte ich mir eine andere Gehäuseform. Schnell mal sketchup angeschmissen und ein neues Gehäuse konstruiert (Volumen und BR-Rohr natürlich so gelassen).



Bilder vom Bau gibt es auch, aber nicht allzu viele.



Die Weichen wurden auf eine Acrylglasplatte geklebt und hinter dem unteren Bass auf die Rückwand geschraubt.



Furniert wurden die Boxen mit geriegeltem Nussbaum.



Das Ergebnis bestätigte meine Entscheidung. Alles, was die SB 18 schon beeindruckend darstellt, kann die SB 36 noch einen Tick besser. Natürlich ist auch wesentlich mehr Druck vorhanden, so dass der Spaßfaktor noch größer ist. Schlussendlich ist auch der Hochton etwas zurückhaltender, was in meinem Raum besser funktioniert. Seitdem wird fleißig probegehört, mittlerweile mit einem geliehenen Röhrenverstärker. Der rundet die Sache noch mehr ab. Ich kann nur hoffen, dass mein geplanter Symasym-Verstärker genauso gut funktioniert. Ich bin immer wieder fasziniert, wie viel Informationen der Lautsprecher bei leiser Gangart übermittelt. Man hat das Gefühl, bekannte Musiktitel neu kennenzulernen. Zum Thema Pegel kann ich nur sagen, auch in meinem Wohnzimmer von 40m² kann die SB 36 voll und ganz überzeugen. Das soll erst mal reichen.

 

Grüße Kosta

Florians SB 36

Florians SB 36

 

EINLEITUNG:

Zu Beginn sei erwähnt, dass ich bereits vor einigen Jahren mein Erstlingswerk im Lautsprecherbau vollendet habe und seither zwei kompakte Zweiwege-Standboxen an meiner Anlage ihren Dienst taten. Optisch wie klanglich nach wie vor recht zufrieden, kam die Entscheidung etwas Neues zu bauen in der Hauptsache durch die Lust am Basteln und der Aussicht auf ein paar freie Wochen in Herbst diesen Jahres. Außerdem muss ich erwähnen, dass ich von der Technik hinter Lautsprechern eher wenig Ahnung habe und mir viel lieber Gedanken um das Äußere meiner Boxen mache. Größe und Erscheinungsbild sind mir sehr wichtig und letztlich muss das Gehäusekonzept  auch einfach umzusetzen sein. Ich  habe nur wenig professionelles Werkzeug zur Verfügung und bin von Beruf Betriebswirt und kein Schreiner. Bohrmaschine, Stichsäge und Oberfräse gepaart mit Amateurwissen rund um die Holzbearbeitung müssen zusammen mit ein paar Schraubzwingen ausreichen. Wo wäre ich also besser aufgehoben als bei Udo? Einfache Gehäuse ohne Firlefanz, rundum sorglos Bausätze mit Frequenzweichen, die nur aus einer Hand voll Teilen bestehen - und wenn ich ehrlich bin, hatten es mir die klassisch schwarzen SB Acoustics Chassis doch auch sehr angetan.

DER BAUSATZ:

Meine Wahl fiel schnell auf die SB36, da ich wieder eine Standbox wollte, die SB417 oder die SB240 aber dann doch zu ausladend und auch zu teuer geworden wären. Die Bausätze habe ich mit einer guten Portion Skepsis im Magen und, nachdem ich meinen Termin zum Probehören in Bochum kurzfristig leider absagen musste, blind bestellen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Udo bereits gute 10 Emails mit allerhand bohrenden Fragen bereitwillig beantwortet. Fragen, die mich an so mancher Stelle sicher als Amateur geoutet haben, dennoch waren die Antworten auf diese Unsicherheiten für mich wichtig. Die knackige und gradlinige Beratung von Udo war daher sicherlich ein Hauptargument dafür, letztlich auch blind in seine Lautsprecherbausätze zu investieren.

Ein paar Tage nach der Bestellung über den Onlineshop klingelte der DPD-Mann bereits an der Tür und hievte mir ein großes Paket ins Haus. Die Bausätze waren vollständig und vor allem die gefühlte Qualität der Chassis überzeugt meiner Meinung nach schon beim Auspacken.

GEHÄUSEPLANUNG:

Über die Gehäusegestaltung habe ich mir lange Gedanken gemacht. Dabei herausgekommen ist eine 23cm breite Box mit quadratischer Grundfläche und 102cm Höhe. Den Hochtöner habe ich auf gleicher Höhe belassen wie in Udos Original Bauplan, den Tieftöner nach oben an den Tief-Mitteltöner herangerückt. Das Bassreflexrohr ist etwas weiter nach unten gerutscht und hat von der Unterkante der Box nun exakt den gleichen Abstand wie der Hochtöner von der Oberkannte. Die Box wird außerdem in Ahorn furniert und soll später auf einem kleinen schwarz lackierten Sockel stehen, der einerseits in einem toller Kontrast zum hellen Ahorn steht und der andererseits das teure Furnier vor Staubsaugeratacken und dergleichen schützen soll. Außerdem habe ich zwei Innenversteifungen mit eingeplant, die mir das rechtwinklige zusammenleimen der Box erleichtern und kleine Absätze innerhalb der Box schaffen, die verhindern, dass das Dämmmaterial später in der Box nach unten rutscht. Gedanken, die ich nach Rückfrage bei Udo schnell wieder verworfen habe, sind eine aufgedoppelte Schallwand und Nadelfilz an den Innenwänden.

ROHBAU:

Der Bau der beiden Kästen war dann so unspektakulär, wie er nur hätte sein können. Fotos gibt es davon daher keine. Per Stichsäge wurden aus den Brettchen für die Innenversteifung die notwendigen Löcher gesägt.  Aus Rückwand, den Innenversteifungen und den Seitenwänden habe ich dann zunächst ein U zusammen geleimt. Wichtig war dabei, dass die Rückwand auf einer ebenen Unterlage liegt, um Versätze an den Kanten zu vermeiden die sonst aufwändig verschliffen werden müssen. Anschließend kamen oben der Deckel und unten der Boden dazu. Bei diesem Schritt lagen die Boxen mit der offenen Seite auf der ebenen Unterlage. Die Brettchen für Deckel und Boden hatte ich im Baumarkt außerdem einen Millimeter größer zuschneiden lassen. Den daraus resultierenden leichten Überstand von Deckeln und Boden wurde ich nach dem Trocknen des Leimes schnell und unkompliziert per Bündigfräser los.

Um durch das Bassreflexrohr später keine braune MDF-Wand sehen zu müssen habe ich den unteren Innenbereich der Box mit matt-schwarzer Sprühfarbe an die Farbe des Reflexrohres angepasst, bevor zuletzt die Schallwand auf die Box kam. Da ich sie ebenfalls etwas zu groß habe zuschneiden lassen, musste auch die Schallwand nach dem Aushärten des Leimes per Bündigfräser begradigt werden. Insgesamt bin ich so komplett ohne große Schleifarbeiten ausgekommen.  Eine Schleifmaschine gibt es bisher auch nicht in meinem Maschinenpark, so dass mir unangenehmer Muskelkater erspart blieb.

FURNIEREN:

Furniert habe ich klassisch durch pressen. Dazu wurde die zu furnierende Seite der Box per Schaumstoffrolle dünn mit Leim eingestrichen, das Furnier darauf gelegt, darüber ein alter Rest Teppichboden zum Schutz der empfindlichen Oberfläche und darauf ein großes Brett, dass mit möglichst vielen Schraubzwingen angezogen und auf die Box gepresst wurde. Zuerst habe ich die Rückwand und dann die Seiten furniert. Anschließend die Front und zuletzt den Deckel. Später sehe ich so von vorne so wenig Schnittkanten des Furniers wie möglich. Um den Deckel zu furnieren musste ich die Boxen außerdem übereinander stellen und unter der Decke verkeilen, da ich keine Schraubzwingen mit einer Spannzweit von über einem Meter habe. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch – und funktioniert hat das Verkeilen ganz hervorragend!

Zum Schneiden des Furniers habe ich mir für 10 Euro eine kleine Furniersäge gekauft. Bei meinem Erstlingswerk habe ich das überstehende Furnier mit einem scharfen Messer abgeschnitten und hatte an so mancher Stelle das Problem, dass das Furnier bei dieser Methode hässlich ausreist. Mit der kleinen Säge blieb dies aus. Vorsicht und absolute Sorgfalt ist aber auch mit der Säge angebracht, wenn es perfekt werden soll.

VEREDELUNG:

Nachdem ich in der Vergangenheit schon Erfahrungen mit Lacken und auch mit Ballenmattierung gesammelt habe, habe ich mich bei der endgültigen Behandlung der furnierten Flächen dieses Mal für eine Wachslasur entschieden. Zweimal mit einem Pinsel aufgetragen bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Beim Lackieren sind mir früher schnell hässliche Nasen entstanden, die bei der Lasur gänzlich ausgeblieben sind. Und während ich im Endergebnis eine ähnlich schöne Oberfläche bekommen habe wie mit der Ballenmattierung, war der Arbeitsaufwand beim Lasieren um einiges geringer. 

SOCKEL:

Der Sockel der Boxen besteht aus zwei aufeinander geleimten Platten 19er MDF, die ich per Sprühdose schwarz lackiert habe. Das Problem sind hier die Schnittkanten des MDF, die saugen, saugen, saugen. Um die Poren der Schnittkanten zu schließen habe ich die Kanten mehrfach mit verdünntem Leim eingestrichen und trocknen lassen. Im Anschluss kam eine Sprüh-Spachtelmasse darüber die ich nach deren Trocknen mit 400er Schleifpapier nass glatt geschliffen habe, um anschließend die schwarze Farbe aufzusprühen. Das Ergebnis ist leider nicht so perfekt wie erhofft. Beim nächsten Mal würde ich wohl etwas anderes ausprobieren. Da der Sockel jedoch hin und wieder Kontakt mit Staubsauger und Co. haben wird und von mir ohnehin eher als ein Verschleißteil gesehen wird, bin ich mit dem Ergebnis eigentlich recht zufrieden. Vielleicht wird es ja auch irgendwann mal ein schöner Sockel aus Schiefer vom Steinmetz... Die Schattenfuge zwischen Box und Sockel entstand übrigens durch zwei Lagen Moosgummi die zwischen Box und Sockel liegen. Außerdem kleben unter dem Sockel vier kleine Gummifüße, die einen sicheren Stand der Box gewährleisten und leichte Unebenheiten des Fliesenbodens in unserem Wohnzimmer ausgleichen.

HOCHZEIT:

Einen speziellen Fräszirkel für meine Oberfräse habe ich nicht. Viel Zeit und Geld in den Bau eines solchen Geräts zu investieren, wäre meine 20 Euro Discounter-Fräse ohnehin nicht wert. Also habe ich ein dünnes Stück MDF unter die Fräse geschraubt und für jeden Radius in passender Entfernung zum Fräser jeweils ein kleines 2mm Loch gebohrt. Auf den Boxen habe ich dann in die Mittelpunkte der zu fräsenden Ausschnitte kleine Nägel geschlagen, die passgenau in die 2mm Bohrungen „einrasten“. Funktioniert wie ein Fräszirkel und ist so genau, dass ich bei meinen Ausschnitten nicht mal einen halben Millimeter Luft zum Chassis habe. PERFEKT! Probefräsen auf einem separaten Brett war allerdings für jeden Ausschnitt Pflicht! Zu den verwendeten Fräsern muss ich außerdem sagen, dass ich mit sehr günstigen no-name Fräsersets bisher sehr gut gefahren bin. 10 Fräser für 15 Euro, das sind die besten Angebote. Einzelne Fräser kosten gerne mal mehr als so ein ganzes Set und haben mir bei der Bearbeitung von MDF noch keine besseren Ergebnisse geliefert.

Die Weiche habe ich mit meinem fünf Euro Lötkolben frei verdrahtet auf einem Sperrholzbrettchen aufgebaut, das in seiner Breite problemlos durch die Ausschnitte der Tieftöner passt. Über drei kleinen Spaxx-Schrauben wird es bombenfest an der Rückwand der Box gehalten. Bevor das Reflexrohr in die Box eingedrückt wird, gilt es außerdem die Polklemmen zu montieren. VORSICHT: Die Löcher für die Polklemmen nicht auf Höhe des Rohres bohren. Wer das tut, wird die glänzenden Klemmen auf immer und ewig durch das Reflexrohr sehen können. Also Löcher über oder unter dem Ausschnitt des Rohres vorsehen.

Die Reihenfolge, die ich bei der Montage der Technik eingehalten habe, war letztlich folgende: Kabel an Polklemmen löten, Poklemmen einbauen, Kabel von Polklemmen an Weiche Löten, Weiche in Box festschrauben, Dämmung in Box stopfen, Chassis an Kabelenden der Weiche löten und fest schrauben, Bassreflexrohr eindrücken, FERTIG!

KLANG:

Und da stehen Sie nun, meine neuen Schätze, schlicht in hellstem Ahorn mit ihren dunklen Chassis und dem pechschwarzen Sockel. Angetrieben werden Sie von meinem alten, aber grundsoliden Marantz-Receiver und als CD-Player steht ein Produkt der Firma Cambridge Audio zur Verfügung. High-End Geräte sind für viele wohl etwas Anderes, nachdem sich die SB36 inzwischen aber wohl ganz gut eingespielt hat, bin ich begeistert! Dass Verstärker und CD-Player in Kombination so viel können, war mir vorher nicht bewusst. Und bei der Beschreibung der SB36 verspricht Udo definitiv nicht zu viel. Mit besserer Elektronik lässt sich sicher noch mehr aus diesen Boxen herauskitzeln.



Im ersten Augenblick spielt die SB36 etwas zurückhaltend. Diese Zurückhaltung entpuppt sich spätestens auf den zweiten Augenblick aber als sehr, sehr angenehm. Der Bass ist nicht aufdringlich oder zu fett, sondern straff und präzise. Da wummert auch nichts wenn es mal lauter sein soll. Mitten und Höhen schließen sich nahtlos an. Keine Lücke, kein Bereich, der fehlt, nichts wirkt überdominant. Die Boxen spielen wie aus einem Guss. Angenehm präzise trifft es meiner Meinung nach am besten. Ich höre jetzt jede Gitarrensaite schnalzen, Stimmen – egal ob Sänger oder Sängerin – sind glasklar und zum Greifen nahe. Klavier, ein Instrument das ich sehr mag, klingt phänomenal! Zu präzise und analytisch wird die SB36 dabei allerdings nie. Auch bei einer nicht so perfekten Aufnahme fängt sie nicht an, die Musik „zu sezieren“, so dass der Spaß auch bei auf CD gebrannten mp3s nicht gleich vergeht. Ich bin begeistert!

Florian

Rolfs SB 36

Rolfs SB 36

 

Baubericht SB 36

Die Entscheidung

Nach unserem Umzug ins eigene Heim, musste ich leider nach kurzer Zeit feststellen, dass für meine Duetta im Wohnzimmer einfach nicht der richtige Platz zu finden ist. Sie standen mitten im Durchgangsbereich und stellten dort auf Grund ihrer Größe ein beträchtliches Hindernis dar. So mussten sie zusammen mit der Stereo Elektronik in mein Büro umziehen. Hier ist ausreichend Platz und auch entsprechende Ruhe für angenehmes Musikhören.

Natürlich fehlten jetzt im Wohnzimmer ein paar entsprechende Lautsprecher. Für die Zwischenzeit stellte ich die DTL, welche zuvor als Rückkanal Lautsprecher dienten, nach vorne. Fazit dabei: Für das Wohnzimmer, in dem meist Musik im Hintergrund gehört  und vielleicht gelegentlich ein Film geschaut wird absolut OK….Aber für einen effektiv zu beschallenden Raum von 25 qm für mein Empfinden dann doch etwas zu wenig Bassdruck. Gut, dass Udo Wohlgemuth/IT noch ein paar mehr Lautsprecher Bausätze in ihrem Sortiment haben!

Also ab auf diese Seiten und viel gelesen. Nach einiger Zeit des Lesens und ein paar Emails mit Udo war der Favorit gefunden: Die SB36. Zwar hätte auch die DTL noch zu einer Doppel 7 Light ausgebaut werden können, jedoch hat die SB36, oder besser die SB Acoustics Serie einen großen Vorteil: Es gibt die passenden Wallstreet Bausätze für den Rückkanal. Denn wie das so ist, kommt hinter dem Sofa die Wand und damit ist hier nur sehr wenig Platz für ein paar weitere Lautsprecher. Dies wird dann das nächste Projekt werden….

Die Bauphase

Bestellen ist so das eine und in meinem Fall bei Udo auch sehr einfach. Lieferzeiten sind da etwas anderes und Anfang des Jahres 2011 waren die SB Acoustics Chassis wohl schlecht lieferbar. Also habe ich dann einfach schon einmal mit dem Gehäusebau angefangen. Da sich dies über mehrere Monate hinzog und der Projektfortschritt sehr langatmig war, vergaß ich während dessen Fotos zu machen.

Aber nun erst einmal ein paar Worte zur Form: Rund sollte es diesmal sein. Eckig mit großen Fasen hatte ich schon mehrfach gebaut und es musste diesmal etwas anderes her. Um einen ersten optischen Eindruck der Form zu bekommen, nutze ich gerne ein CAD Programm. Da hat man, ohne ein Brett gekauft zu haben, schon vorab eine recht gute Vorstellung, wie das endgültige Gehäuse nachher wirken wird. Außerdem bekommt man eine Berechnung des Volumens fast gratis dazu. Ausgangspunkt war hierbei für mich die Front, welche die von Udo vorgeschlagenen Dimensionen behalten sollte. Davon ausgehend habe ich dann solange probiert, bis Optik und Volumen zusammenpassten.

Als Basis für den Bau des Gehäuses sollten nun die Frontplatte (der unsichtbare Teil davon) und die formgebenden Elemente (Verstrebungen, sowie Boden, Deckel und Rückwand) dienen. Die Seiten wollte ich mit einem dünnen Holz Schicht für Schicht über die formgebenden Teile aufbauen. Soweit die Theorie. In der Praxis stellte sich für mich heraus, dass sich das knapp 3 mm ‚dünne’ Holz mit meinen Mitteln nicht über diesen Radius biegen ließ. Alternativen in Form von dünnerem Holz waren im lokalen Baumarkt nur zu einem wenig attraktiven Preis zu haben und hätten den Aufwand für das Verleimen der einzelnes Schichten drastisch erhöht. So blieb nur die Möglichkeit mittels Tischkreissäge ca. 2-3 cm Streifen (in Abhängigkeit von der Krümmung) zu sägen und diese dann beginnend bei der Frontplatte zur Rückseite hin Streifen für Streifen aufzuleimen. Um die teilweise entstandenen kleinen Lücken von innen zu schließen und damit die Box dicht zu machen, war die erste Idee ein Dichtungsmittel aus dem Hausbau zu verwenden, welches z.B. für die Abdichtung von Dächern benutzt wird. Teilweise wird bei diesen Mitteln jedoch Lösungsmittel o. Ä. verwendet. Hierbei besteht die Gefahr, dass unter Umständen die Sicken der Chassis angegriffen werden. Damit schied dieses Produkt definitiv aus.

Als Alternative wählte ich dann einfach Holzleim der mit einem großen Pinsel auf die Seitenwände aufgetragen wurde, in die Lücken kroch und von innen eine Art Haut bildete. Nach der Methode „Viel hilft Viel“ lag der Verbrauch bei den beiden Gehäusen bei ca. 2 Litern. Die nächsten Schritte bestanden dann aus stundenlangem Schleifen mit Band- und Schwingschleifer. Zuerst mussten die Übergänge zwischen den einzelnen Streifen an die gewünschte Rundung angepasst werden. Weitere Schleifgänge mit immer feinerer Körnung brachten dann irgendwann das gewünschte Ergebnis.

Der darauf folgende Arbeitsgang ist folglich Lackieren oder Furnieren. Mit dem Furnieren habe ich bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht, also kam auch diesmal nur Furnieren in Frage. Da von der Dame des Hauses ein helles Furnier gewünscht wurde, fiel die Wahl auf Ahorn. Dies wurde nach der Bügelmethode aufgetragen und anschließend, um es noch etwas heller zu machen, mit einem weiß gefärbten Ölwachs behandelt. Nach dem Fräsen der Frontplatte bekam diese noch ein Mäntelchen aus schwarzer Mikrofaser verpasst.

Fehlten nur noch die Weichen. Diese hatte ich in einer der Trocknungsphasen des Holzleims zuvor schon auf jeweils einer dünnen Holzplatte aufgebaut und verlötet. Da ich kein Freund vom Verlöten der Chassis bin wurden die Kabel, wie auch bei den Projekten zuvor, mit entsprechenden Steckern gecrimpt.



Die Musik


Bevor ich mich mit den neuen Lautsprechern auseinandersetzen wollte, mussten diese erst einmal ca. 15 - 20h ohne Zuhörer absolvieren. Dann war es endlich soweit: Probehören! Wie würden sich die SB36 wohl schlagen? Immerhin bin ich durch die Duetta doch etwas verwöhnt.

Wie soll ich meinen Eindruck nach jetzt ca. 4 Wochen Betrieb zusammenfassend schildern? Bluesklasse? Meiner Meinung nach zu Recht!  Das Musikhören macht richtig Spaß. Der Klang ist dabei angenehm homogen. Obwohl die  SB36 aufgrund der ‚nur’ zwei 17er nicht den Tiefgang einer Duetta aufweisen kann, hat man nicht den Eindruck, dass etwas fehlen würde. Darüber hinaus verzeihen sie auch schon mal den einen oder anderen Fehler bzw. nicht so perfekt aufgenommene CDs. Jedoch sind auch sie abhängig von der vorgeschalteten Elektronik. An meiner AVM Vor/Endkombi klingen sie z.B. um einiges transparenter und dynamischer als am Marantz SR. Einen direkten Vergleich der SB36 mit der Duetta spare ich mir an dieser Stelle. Obwohl beide in der gleichen Klasse spielen, sind sie einfach zu unterschiedlich in Bauart, Preis und Klang.

Rolf

Joergs SB 36

Joergs SB 36

Baubericht SB 36

Nachdem die Needle RS 100-4 bereits einige Zeit mein Wohnzimmer beschallt hatte, stand mir der Sinn nach etwas mit größerem “Fundament”. Allerdings wollte ich trotzdem möglichst schlanke Lautsprecher und so fiel die Wahl auf die SB 36.

Natürlich habe ich mir erstmal die auf Lautsprecherbau.de gezeigten Varianten angeschaut. Besonders gefiel mir Holgers SB-Heimkino. Im Prinzip genau so hatte ich bereits die Needle gebaut. Der WAF verlangte aber nach abgerundeten Seitenwänden. Da mir die Rundung von Volkers SB 36 sehr gut gefiel, fragte ich einfach mal an, ob er mir die Daten zur Verfügung stellen könnte. Kaum gefragt, schon war die Antwort da: 95cm Radius. Also Sketchup angeworfen (läuft übrigens auch unter Wine auf Linux) und heraus kamen zwei Varianten, einmal mit Bassreflexrohr und einmal mit -schlitz.



Die erste Hürde war die Herstellung der formgebenden Spanten aus 12mm MPX. Mit Hilfe eines Paneelbretts wurde ein Fräszirkel improvisiert, mit dessen Hilfe ich den ersten Radius fräste.



Da die Länge des Fräsers nicht ausreichte, wurde die Rundung mit Hilfe des Bündigfräsers von hinten vollendet. Um vollkommen deckungsgleiche Spanten zu erreichen, fräste ich die anderen Spanten mit dem Bündigfräser und der ersten Spante als Schablone. Das Ergebnis sah schon mal sehr gut aus.



Nach dem Verleimen der Spanten mit Schallwand und angeschrägter Rückseite war das Grundgerüst der Boxen fertig. Oben und unten habe ich dabei noch kleine Dreiecke eingeleimt, damit die Boxen wirklich winklig werden.

Nun standen die runden Seitenwände auf dem Programm. Dafür hatte ich mir je 2x 7mm Biegesperrholz besorgt. Die äussere Hülle sollte 3mm Birkesperrholz bilden. Da mir die resultierenden 17mm zu wenig erschienen, wurden zusätzlich noch 3mm MDF aufgeleimt. Weil ich nicht so viele lange Schraubzwingen besitze, wurden die Seiten mit Spanngurten befestigt. Als Leim kam der altbewährte Fugenleim zum Einsatz. Bei den später verdeckten Schichten hat es sich bewährt, diese nach dem Auflegen auf den gleichmäßig verteilten Leim mit zwei Tackerklammern zu fixieren, die vor dem Aufleimen der nächsten Schicht wieder entfernt werden. Damit wird das lästige Verrutschen effektiv verhindert. Da die Spanngurte nicht genug Druck über die Fläche aufbauen, habe ich beim Aufleimen die Abfälle der Rundungen als Keile benutzt. Sieht lustig aus, funktioniert aber.

Die Front sollte mit Kunstleder bespannt werden, deshalb ging ich wieder auf Ideensuche. Sehr gut gefiel mir dabei die
Sphäre. Allerdings musste die Nut für das Kunstleder einfacher herzustellen sein. Mir kam der Gedanke, vor dem Aufbringen der letzten Sperrholzschicht mit einem Fräser einen Falz rund um die Box anzubringen, der durch das Aufleimen der letzten Schicht zur Nut wird (2mm breit, 3mm tief). Da kein Falzfräser zur Hand war, habe ich mir mit einem normalen Fräser und einem Anschlag beholfen.



Da die Boxen von innen mit Weichfaserplatten beklebt werden sollten, wurde jeweils die zweite Seite nicht auf das Gerippe geleimt, sondern nur die Platten untereinander verklebt. Damit konnten die Weichfaserplatten bequem aufgebracht werden und erst danach wurde die Box verschlossen.

Nun war es Zeit, die Weichen zusammenzulöten. Ich habe mich dabei an das Layout aus Udos Vorstellung der SB 36 gehalten.

Die Weichen wurden vor dem Verschließen der Box auf die Rückwand hinter dem Bass geschraubt.



Die Rückseite hinter dem Bassreflexrohr habe ich bei der Gelegenheit gleich geschwärzt, damit die Innendämmung von außen nicht zu sehen ist.

Die Überstände der Seitenwände wurden mit dem Bündigfräser begradigt, auf der Rückseite erledigte das ein Nutfräser in Kombination mit einem Brettchen und dem Tiefenanschlag der Oberfräse.

Im nächsten Schritt waren die Lautsprecherfräsungen dran. Dank genauer Planung im Sketchup war das kein Problem, die Bässe hätten aber statt 6,5mm lieber 7mm versenkt werden können, das habe ich leider zu spät bemerkt. Der Radius der Fräsungen wurde um 1mm vergrößert, um Platz für das Kunstleder zu lassen.

Da bei uns noch ein “Milchmonster” unterwegs ist, habe ich eine abnehmbare Lautsprecherabdeckung vorgesehen. Da keine Befestigungselemente zu sehen sein sollten, wurde auf kleine Neodymmagnete (10x5mm) von ebay zurückgegriffen. Damit diese zwischen Box und Abdeckung genau fluchten, wurde aus einem Rest Sperrholz eine Bohrschablone  gefertigt und die Magnete mit der Oberfräse eingelassen.



Die Abdeckung wurde aus 9mm Sperrholz gefertigt, außen abgerundet und innen angefast. Vor dem Bespannen mit Akustikstoff habe ich sie noch schwarz lackiert.

Jetzt folgte das Standardprogramm: schleifen, wässern, schleifen, beizen, lackieren. Ich habe hier mit der Schaumstoffrolle und einem Treppenlack gearbeitet, zwei Schichten mit Zwischenschliff aufgetragen und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Keinerlei Nasen oder Staubeinschlüsse und die Holzstruktur ist auch noch zu erkennen.

Jetzt kam der Teil, vor dem ich den meisten Respekt hatte: das Aufziehen des Kunstleders. Eigentlich sollte die Verklebung mit Pattex erfolgen. Leider habe ich es nicht geschafft, den Kleber sinnvoll auf dem Kunstleder zu verteilen. Es zog Fäden und bildete Klumpen. Zum Glück hatte ich genug Leder bestellt, so dass es mit Plan B weitergehen konnte. Es war noch genug Fugenleim vorhanden, so dass dieser herhalten musste. Schön gleichmäßig auf der Box verteilt, dann das Kunstleder aufgelegt und mit ein paar Reststücken MDF gleichmäßig angedrückt und trocknen lassen. An der Stelle sei gesagt, dass auch beim Beziehen mit Kunstleder die Oberfläche sehr gut geschliffen sein muss, da man doch jede Unebenheit sieht. Bei mir sind auch ein paar solcher Stellen dabei, allerdings sind diese nur bei Streiflicht sichtbar.

Der Rand des Kunstleders wurde mit dem Cutter so abgeschnitten, dass er einen reichlichen Millimeter über die Nut überstand. Das stellte eine Geduldsaufgabe dar, sorgte aber dafür, dass das Leder auch ohne Leim in der Nut hält. Mit einem stumpfen Küchenmesser - um das Leder nicht zu verletzen - ließ es sich sehr gut in die Nut drücken.



Jetzt waren nur noch die Ausschnitte für die Lautsprecher einzubringen, Sonofill in die Box und die Chassis festzuschrauben. Wie schon Christian bei der Sphäre bemerkte, legt sich das Kunstleder sehr gut um die Kanten.

Endlich konnte ich die Boxen das erste mal hören und ich wurde nicht enttäuscht. Aber das hatte ich auch erwartet, nachdem die Needles schon einen sehr guten Klang hatten. Die Bässe reichen jetzt natürlich viel tiefer und die Höhen sind auch hörbar detaillierter. Allerdings beides so, dass es ein sehr angenehmes Klangbild ergibt. Für die von mir hauptsächlich gehörte handgemachte Musik genau das Richtige.



Mit meinen “Holzohren” kann ich zwar keinen Unterschied heraushören, ob die Abdeckung vorhanden ist oder nicht, aber durch die unsichtbare Befestigung lässt sie sich für einen entspannten Hörabend leicht entfernen und danach quasi von selbst wieder anbringen.


Jörg

Geneigt, gerundet, SB 36

Geneigt, gerundet, SB 36

Schuld waren die vielen Berichte und Leserechos zur SB 18, dass ich mich auf die Suche nach neuen Boxen machte. Wie es der Zufall wollte, konnte ich sie bei einem DIY-Fan in der Nähe von Lüneburg probehören. Da war er, der anspringende Sound, der Spaß macht. Sauber auflösende Höhen ohne Nervfaktor. Anspringendes, aber nicht unnatürliches Temperament und hohe Spielfreude, saubere Mitten und ein knackig, präziser Bass. Nach einigem Hin und Her bin ich letztlich bei der großen Schwester mit Doppelbass, der SB 36 gelandet. 

1Vom Aufbau her sollte es eine Box mit runden Seiten werden, die obendrein um 5° geneigt ist. Ferner musste die Box relativ kindersicher gebaut werden. Sie bekam also einen schweren, großen Fuß verpasst, der aus mit Beton aufgefüllten Fichten- Leimholzplatten besteht, damit die Kinder die doch recht zierliche Box nicht umschuppsen können. 

2Das Anschlussterminal für die LS Kabel habe ich an der Unterseite platziert und eine Kabelzuführung quer durch den Fuß angelegt. Hierzu verwendete ich ein Stück Kunststoffrohr DN110 und ein zurecht geschnittenes Stück Kabelkanal. Als Zugsicherung dient eine geschraubte Lasche (nicht im Bild zu sehen).  

Für die Spanten fertigte ich aus einem Reststück 10mm MDF eine Frässchablone. Die für die Boxenneigung nötigen Schmiegen vorn und hinten sägte ich mit der Handkreissäge an. Die Rückwand setzt die Rundung nicht fort, sondern schmiegt sich tangential an die Rundung an. Winkel hier 15° 

3Die Verleimung der "Gerippe" erfolgte stumpf mit Fugenleim unter zur Hilfename einer kleinen Hilfseinrichtung die ich aus etwas Sperrholz mit Heißleim zusammen geklebt hatte.  

4Oft habe ich hier schon gesehen, dass die Seitenrundung aus mehreren MDF-Platten angefertigt wurden. Ich hatte jedoch keine sonderlich große Lust, je Seite 6 - 7 Lagen 3 mm HF-Platte auf den Leisten zu ziehen. Darum fertigte ich mir selbst etwas "DIY- Biege-MDF" an, indem ich 16 mm starke MDF Platten auf der Kreissäge alle drei cm 12 mm tief einsägte und zusammen mit einer auf der geschlitzten Innenseite aufgeklebten 3 mm HDF-Platte in einem Arbeitsgang auf die Spanten bog. 

5Dies ging relativ einfach, denn die Rundung hatte ich erst nach 5 cm Tiefe beginnen lassen. So konnte ich gut an der geraden Kante mit Zwingen und einer Dachlatte ein Widerlager ansetzten und dann die Platten mit weiteren Zwingen nach unten biegen. Danach hätte eigentlich mit dem Seitenaufbau Schluss sein sollen. Nur funktionierte die Arretierung der Tiefeneinstellung meiner Handkreissäge nach ein paar Arbeitsgängen nicht mehr richtig und so kam es, dass diese die Tiefe von 12 mm nicht mehr hielt und ich an einigen Stellen nur noch wenig Restholz hatte. Der Aufbau stellte sich zwar trotzdem als sehr stabil heraus, trotzdem habe ich zur Sicherheit noch eine Lage HF- Platte nachträglich als Außenhaut aufgeleimt. So hab ich in zwei Arbeitsgängen mit drei Lagen Platten eine 22mm Seitenwand hergestellt und den Arbeitsaufwand trotz der Panne mit der Handkreissäge doch um einiges reduziert. Für die Formverleimung habe ich ebenfalls Fugenleim benutzt, den ich mittels Pinsel vollflächig aufgetragen habe. 

Jedoch muss auch gesagt werden, das es ziemliche kräftige Zwingen braucht, um die MDF-Platte zu biegen, und das auch der Winkel zum Pressen hier an der Grenze dessen war, was man mit Zwingen ohne Formnegativ bewerkstelligen kann. Für stärkere Rundungen müsste die Platte sehr viel feiner eingeschnitten werden und zum Pressen wären Formnegative oder sehr kräftige Zurrgurte (LKW) nötig, um die MDF- Platte in Form zu biegen. Bei stärkeren Rundungen ist das Verfahren mit 6 - 7 Lagen HDF-Platte mit Hausmitteln sicherlich einfacher durchzuführen 

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Die Überstände habe ich mit Bündigfräser, Rauhbank und Putzhobel abgestoßen und verputzt. Bevor ich die zweite Seite schloss, habe ich die Weiche einbaut und die Kabel verlegt. Nach dem Einfräsen der benötigten Öffnungen und dem Aussaugen der Späne aus dem Boxeninneren begann ich mit dem Finish der Boxen. Ein schönes Furnier wäre sicher etwas feines gewesen, aber wer meine "Milchmonster" kennt, weiß, dass eine solch edle Lösung nicht unbedingt zweckdienlich ist. 

8Auf eine Buntlackoberfläche hatte ich auch keinen rechten "Bock". Die Entscheidung fiel zu Gunsten von Kork. Einfach und robust, zeitlos. Der eingesetzte Kork ist nichts Besonderes. Einfacher 2mm Rollenkork, wie er eigentlich als Trittschallschutz bei der Laminatverlegung genutzt wird. Dieser lässt sich am besten mit einem scharfen Teppichmesser schneiden. Auch den Kork verlegte ich mit Fugenleim. Bei einer vorher durchgeführten Testverleimung stellte sich heraus, dass der Leimauftrag mit dem Pinsel zu viel des Guten ist und man häßlichen Leimdurchschlag bekommt. Deshalb zog ich vor der Korkverleimung den überschüssigen Leim mit einem A2 Zahnspachtel von der Fläche. Nach dem Leimen werden die Überstände nicht zu stramm an der Kante entlang mit einem Stück Holz als Gegenstück mit dem Teppichmesser abgeschnitten und vorsichtig verschliffen.  

Als letztes Teil der Gehäuse habe ich dann die Schallwände angefertigt und aufgeleimt. Hierzu habe ich einen kleinen Kniff angewendet. Ich habe vier kleine Stifte zur Hälfte in die Rohbox eingeschlagen und mit der Beißzange die Köpfe etwa 3mm über dem Holz abgekniffen, dann habe ich die Schallwand ausgerichtet und mit zwei leichten Faustschlägen die Stifte in die Schallwand gedrückt und so Markierungspunkte geschaffen. Dies hat zwei Vorteile. Beim Verleimen kann man so die Schallwand sofort und ohne Nachmessen in die richtige Position setzen und beim Ansetzen der Zwingen kann sie nicht mehr verrutschen 

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Nach dem Putzen und Schleifen der Schallwände habe ich die Gehäuse auf den Fuß montiert. Wie? Je Fuß vier 6 mm Löcher quer gebohrt und dann schlicht Spax 5x80 eingedreht… 

Nun stand die Oberflächenbehandlung an. Eigentlich wollte ich dafür farblosen 1K PU- Lack nehmen, weil ich den noch vorrätig hatte. Nur der muss wohl bei den niedrigen Temperaturen im Winter einen Knacks bekommen haben. Bei einer Testlackierung wurde er nicht mehr hart. Auf einer zweiten Testfläche machte ich einen Test mit farbloser Antikwachspaste, die ich ebenfalls noch vorrätig habe….geht gut, ist nur beim Kork von der Farbintensität her nicht so der Hit. Also investierte ich noch in eine Dose mit flüssigem Antikwachs im Farbton Eiche mittel, da Kork ja aus Eiche ist und ich neben Kiefer/Fichte auch Eiche im Hörraum habe. Die Farbgebung mit Flüssigwachs erwies an den stehenden Flächen der Box sich als recht schwierig. Kork saugt sehr schnell und unterschiedlich. Für eine farblich gleichmäßige Fläche musste ich den Auftrag so lange wiederholen bis sich der Kork überall vollgesaugt hatte. Dies würde ich beim nächsten Male auch anders machen. Da würde ich mir ein kleine Wanne bauen und den Kork noch vor dem verkleben in Wasserbeize baden, so durchfärben und nach dem Verkleben nur noch mit farblosem Öl behandeln. Nach der farblichen Behandlung des Korkes habe ich das Fichtenholz mit farbloser Antikwachspaste behandelt Nach der Oberflächenbehandlung füllte ich dann das Dämmmaterial in die Boxen und montierte Treiber und Reflexrohre. So sahen am Ende die fertigen Boxen ohne Abdeckrahmen aus.  

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Nun hatte ich noch die traurige Pflicht das ganze schöne Holz der Schallwände hinter einem Abdeckrahmen zu verstecken, um die Treiber vor Kinderhänden zu schützen. Hierzu kaufte ich dunkelbraunen Stoff den ich auf ein Stück ausgeschnittener 10 mm MDF Platte tackerte. Schließlich montierte ich die Abdeckungen mit M4 Stockschrauben und Hutmuttern aus Messing auf die Schallwänden.  

Nun konnte ich endlich die neuen "Kisten" ins Wohnzimmer schleppen und anschließen. Als erstes, wie fast immer beim Probehören, kam eine schöne LP auf den Plattenteller. Das Stuttgarter Kammerorchester mit Antonio Vivaldies "4 Jahreszeiten" und wie ist der erste Höreindruck? Einfach nur..ge…… !! (genau wie von Udo beschrieben) der Kontrabass brummelte nicht dicklich vor sich hin, sondern nahm richtig körperhafte Gestalt an. Im Hochton klar und sauber. Das erste Stück von Cd war Katie Meluas "9 Million Bicycles". Als ob Katie livehaftig auf dem Hocker sitzt und die Gitarre zupft… Der Aufwand hat sich gelohnt! Mit den SB Lautsprechren hat Udo wirklich klanglich große Boxen für kleines Geld im Programm. Da kann man ihm nur ein großes Kompliment machen. 

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Und so sehen die guten Stücke fertig an ihrem neuen Stammplatz aus. Allerdings sieht man auch die nächste Baustelle. Demnächst gibt es ein neues Rack. Aber erstmal wird die die schwarze Abdeckung gegen braun getauscht….. so hat man immer etwas zu tun…. Im diesem Sinne an alle DIY Freunde "fröhliches Basteln" 

Grüße von der Ostseeküste  

Volker 

Holgers SB-Heimkino

Holgers SB-Heimkino

Nichts hält ja bekanntlich länger als ein Provisorium. Meines bestand aus mittlerweile volljährigen Selbstbauboxen, die ich mit Zusatzlautsprechern aus dem Holozän der Dolby Surround-Zeit ergänzt hatte und die ganz und gar nicht harmonierten. Der müde Klang meiner alten Boxen ließ mich Musik fast nur noch über den iPod hören und der rechte Filmgenuss wollte sich auch nicht recht einstellen. Da all meine bisherigen Boxen selbst gebaut waren, gab es natürlich keinen Grund, jetzt das „Risiko“ eines Fertigkaufs einzugehen und so landete ich vor einigen Monaten erstmals auf Udos Seiten. Eigentlich hatten es mir die FirstTime 8 angetan und wäre nicht immer wieder etwas dazwischen gekommen, hätte ich sie vermutlich blind bestellt. Doch ich nutzte die Zwischenzeit und las fleißig auf Udos Seite und in Foren mit. Fürs Heimkino, so hieß es, seien kräftige Subwoofer mit abgrundtiefen Bässen Pflicht, damit man die Geschosse auch in der eigenen Magengrube spürt. Gut und schön für Leute, die im Keller ihres Einsiedlerhofes ein eigenes Heimkino betreiben, aber vielleicht nicht für mich, der ich in einer hellhörigen Altbauwohnung mitten in einer Großstadt wohne. Warum sollten mir die Plomben aus den Zähnen und meinen Nachbarn die Bilder von der Wand fallen, wenn ich mal einen Film sehen möchte?

2In einem Forum berichtete jemand, dass bei seinen bisherigen Heimkino-Sets die Geschwindigkeit, mit der die Nachbarn klingeln, wesentlich mehr von der unteren Grenzfrequenz als von der Lautstärke abhänge. Da mir auch Musik sehr wichtig ist, fiel mein Blick schließlich auf die SB 36, die zwar keine Donnerbässe, dafür aber eine sehr feine Musikwiedergabe versprach und die sich perfekt mit der SB 18 als Center- und Rear-Lautsprecher ergänzen sollte. Nach der Lektüre unzähliger Frequenzgänge und Aussagen blieb mir geplagt von Zweifeln, ob denn der Bass reichen würde, nur noch voll zu tanken und nach Bochum fahren, um mir selbst ein Bild zu machen. Dort begann die Vorführung gleich mit den SB 36 und ich hätte nach 10 Takten schon wieder losfahren können, denn ich war sofort überzeugt: Nicht nur die Bässe reichten viel tiefer, als ich mir zuvor ausgemalt 1hatte, sondern auch die luftigen Höhen und die sehr analytische Wiedergabe überzeugten mich sofort. Diese Erkenntnis wurde nicht einmal mehr dadurch erschüttert, dass wir danach ausgiebig die Duetta und die Symphony 285 hörten, die sicherlich in allen Belangen noch einmal deutlich besser sind und ein unvergessliches Klangerlebnis bieten. Dennoch blieb die SB 36 für mich der klare Preis-Leistungssieger: Für mich fast schon High End für sehr kleines Geld und in einem sehr kompakten Gehäuse, das nicht die Regie über Raum übernimmt.

Planung und Bau

54Leider war wegen der schlechten Lieferbarkeit der SB-Chassis die Wartezeit noch recht lang und so hatte ich viel Zeit, mittels Google Sketchup verschiedene Konstruktionen und Designs durchzuspielen. Der Center wurde eine liegende SB 18, der wegen des 17 cm-Tieftöners vielleicht nicht sehr elegant aussehen mag, dafür aber klanglich perfekt zu den Hauptlautsprechern passen sollte, was im Heimkino essentiell wichtig ist. Bei den Rears hatte ich ursprünglich geizen und billigere Bausätze á la Quickly 14 einsetzen wollen, aber angesichts des Gesamtaufwands entschied ich mich dann doch, auch hier zwei SB 18 zu bauen. Und wenn man zu viel Zeit zum Planen hat, neigt man dazu, sich viel Arbeit aufzuhalsen: Da mein Sofa wenig ideal direkt an der Wand steht – nein, ich bin nicht bereit, meine ganze Wohnung der Glotze zu unterwerfen –, wollte ich keine tiefen Gehäuse mit Lautsprechern, die an mir vorbei in die Weite des Raumes strahlen. Also ließ ich das Gehäuse hinten im 45 Grad-Winkel spitz zulaufen, um die Rears in die Zimmerecke quetschen oder bei Bedarf auch indirekt über die Wand spielen zu lassen. Dass Rear-Lautsprecher eigentlich deutlich über den Köpfen platziert werden sollten, ignorierte ich der Optik wegen und ließ den Reflexkanal an der aufgeständerten Unterseite enden – für die hinteren Lautsprecher sicher vertretbar. Sollten mir die feinen SB 18 eines Tages zu schade für die Rückenbe- schallung werden, könnten sie noch sehr feine, kleine Standlautsprecher abgeben. Damit der Plan aufging, mussten einige Kanten im 22,5 Grad-Winkel gesägt werden und eine kurze Umfrage erbrachte, dass der Erwerb einer billigen Tischkreissäge nicht teurer sein würde als einen Tischler zu beauftragen. Und wenn man die Säge schon hat, kann man auch gleich Schallwand und Deckel auf Gehrung sägen, was mit etwas Üben auch sehr gut gelang. Von dem langen und staubigen Tag, den ich mit Kreissäge, Oberfräse, Staubsauger und Atemschutz in meiner abgehängten Küche verbrachte, machte ich meiner Kamera zuliebe keine Fotos. Da die Bausätze noch immer nicht eingetroffen waren, ließ ich nach dem Fräsen den Innenteil der Chassisausschnitte zunächst stehen, um bei Bedarf noch mal nachfräsen zu können, was sich zum Glück als überflüssig erwies.3

6Beim Styling half Sketchup ungemein und ich fand schnell eine Möglichkeit, mit wenig Aufwand ein wie ich finde sehr hübsches Ergebnis zu erreichen: Für den Korpus nutzte ich wie Udo bei seinen SB 36 schwarzes MDF, das auch lackiert nicht wirklich schwarz wird und die typische MDF- Musterung behält. Die Seitenwände bestehen aus simplem Multiplex-Holz aus dem Baumarkt. Nach dem Planschleifen und Rundfräsen der senkrechten Kanten klebte ich die Mittelteile ab, nahm einen Lappen aus einem alten Betttuch und beizte die Seiten zweimal mit Teak-Beize. Das Ergebnis von kaum zwei Stunden Arbeit für fünf Boxen ist ein wunderbar warmer Holzton. Kleinere Macken im Holz besserte ich mehr oder weniger erfolgreich mit Wachs aus oder ließ sie einfach bestehen. Ein weiser Mann (mit weißem Bart) schrieb einmal, Selbstbauboxen dürfen von nahem betrachtet durchaus noch nach Selbstbau aussehen, woran ich mich denn auch gehalten habe ;-)

87Drei Schichten Treppen- und Parkettlack, von denen die letzte erst aufgerollt wurde, nachdem ich wusste, dass die endlich eingetroffenen Lautsprecher in die Öffnungen passen, sorgten dann noch für Seidenglanz. Erstaunlich gut wirken die auf Gehrung gesägten Kanten von Schall- wand und Deckel, die fast nicht mehr zu erkennen sind – vor allem dann, wenn man sie mit den auf Stoß verleimten Kanten auf den Rückseiten vergleicht, die auch nach der dritten Lackschicht noch stumpf wirken. Dass die meisten Besucher nicht recht glauben mögen, dass ich die Boxen selbst gebaut habe, ist eigentlich fast enttäuschend – vielleicht hätte ich ein exotischeres Design wählen sollen, aber die sehr gute Integration ins Wohnzimmer hatte dann doch Priorität.

Klang

10Als die Chassis endlich da waren, baute ich aus Zeitmangel zunächst nur die zwei SB 18 für hinten zusammen und war erst um Mitternacht damit fertig. Nur um zu hören, ob sie auch funktionieren, schloss ich sie kurz an und brachte es erst weit nach 1:00 fertig, die Anlage wieder auszustellen. Leise lauschte ich dem legendären „Live in Hamburg“-Konzert von e.s.t. und hörte Jazz genau so, wie ich ihn immer schon hören wollte. Dieser luftige Klang und diese analytischen Höhen, mit denen sich jeder Musiker selbst bei der notgedrungen geringen Abhörlautstärke auf der Bühne orten ließ, faszinierten mich. Erst am nächsten Morgen komplettierte ich dann auch die beiden SB 36 und stellte sie zunächst daneben. Im Vergleich – und ich dürfte derzeit noch einer der wenigen sein, die ihn in der eigenen Wohnung durchführen können – ist die SB 36 viel runder: Die Bässe reichen tiefer und die Box hat einen wunderbar vollen, nie aufdringlichen oder nervigen Klang. Selbst bei härterer Gangart holen die SB 36 eine Fülle von Details aus der Musik heraus, die ich persönlich weder von meinen alten Boxen noch von sehr guten Kopfhörern kannte. Man beginnt jedenfalls zu ahnen, was Udo mit seinem Prädikat Blues- klasse meinen könnte. Wandnah aufgestellt haben auch die SB 18 einen wundervollen, sehr analytischen Klang, aber gerade bei Rock und Pop geht ihnen im Bass dann doch die Puste aus und die SB 36 legen genau die Extra-Dosis Bass dazu, die für mich perfekt passt. Übrigens gibt es auch in den Höhen einen kleinen Unterschied: Die SB 18 klingen hier minimal spitzer, die SB 36 einen Hauch zurückhaltender und ausgewogener. Die SB 18 sollten nicht direkt auf den Hörer zielen, worauf Udo ja auch in seiner Beschreibung hingewiesen hat. Ein Beleg mehr dafür, dass man seinen Klangbeschreibungen uneingeschränkt vertrauen kann.

12Nachdem ich mit dem Klang bei Musik nicht zufriedener sein könnte und sogar bisweilen per „5 Kanal Disco“-Programm meines AV- Receivers alle fünf Boxen den Raum sehr gleichmäßig mit Klang füllen ließ, wurde es aber Zeit, einen Film einzulegen. Alle Befürchtungen, ich könnte irgendwo Bass vermissen und mich in Udos Subwoofer-Programm umschauen wollen, waren bereits nach den ersten Szenen von “Casino Royale” verflogen. Auch mein „musikalisches Heimkino“ lässt mit seinen fünf Boxen, die ja alle „Fullrange“ laufen, die Kugeln sehr glaubwürdig durch den Raum pfeifen und kann das unvermeidliche Bassgrummeln bei Action-Szenen sehr glaubwürdig darstellen. Und es zeigt sich, dass Ehrlichkeit und Neutralität auch im Heimkino nicht fehl am Platze sind: Die geniale Filmmusik von „Im Rausch der Tiefe“ etwa klingt einfach phantastisch und Stimmen sind natürlich und glaubwürdig. Vor allem wechseln sie nicht die Klangfarbe, wenn sie zwischen den vorderen drei Boxen hin- und herwandern. Sollte natürlich eines Tages Godzilla oder der T-Rex durch mein Wohnzimmer schreiten, wird sich der Wellenschlag im Weinglas in Grenzen halten und mein Magen wird ihn weiter verdauen können – es besteht aber wahrlich keine Gefahr, etwas zu überhören. Selbst wenn ich könnte, würde ich derzeit keinen Subwoofer dazu stellen wollen, was eingefleischte Heimkino-Freaks vielleicht anders sehen mögen. Ich hingegen ziehe es vor, weiterhin von meinen Nachbarn gegrüßt zu werden.

13
Mit meinem SB 36/18-Heimkino habe ich einen viel größeren Sprung gemacht als ursprünglich geplant. Ich glaube kaum, dass man für die etwa 1000 Euro, die Bausätze, Holz und Lack dann doch gekostet haben, unter den Fertigboxen etwas auch nur annähernd Gleichwertiges finden kann. Erst recht nicht dann, wenn man wie ich die Priorität auf Musikwiedergabe legt, wo die Mehrzahl aller Heimkino-Sets patzt. Die Abstimmung auf den eigenen Geschmack ist eben das, was den Selbstbau letztlich so attraktiv macht. Mein einziges Problem: Um die Boxen auszureizen, müsste ich eigentlich meinen alten AV-Receiver gegen ein wesentlich höherwertiges Modell austauschen und gegen den großen Klang wirkt plötzlich auch der Fernseher ganz klein. Aber das ist dann wieder eine ganz andere Geschichte …

Holger

SB36 - Das doppelte Lottchen

SB36 - Das doppelte Lottchen

Zweiwege-Standbox für mehr Bassdruck

Die Zweiwegebox SB 18 ist bereits Legende und bereits "remastered" erhältlich. Was fehlt, ist vergleichbarer Wohlklang mit noch mehr Bass für größere Räume und schwärzere Musik. Wer ohnehin die Stellfläche hat, für den bietet sich die SB 36 mit den gleichen Lautsprecherchassis bei doppelter Bassbestückung in einer Standbox an, von der wir gleich zwei unterschiedlich aufgebaute Varianten zeigen.

Entwicklung

Die Durchzeichnung der SB Acoustics-Chassis beeindruckt gerade durch ihr gelungenes Zusammenspiel in der SB 18. Und doch hat der ein oder andere Leser einen etwas größeren Hörraum mit ordentlichem Platz für ein Paar Standboxen, so dass die vollendete Harmonie noch mit einem Quentchen Bass gewürzt werden darf. Also haben wir die bewährten Gene der SB 18 in ein neues Projekt einfließen lassen: Die Zweiwege-Standbox SB 36.

Sie bietet die gleiche Klangperfektion mit noch mehr Bassdruck. Entwicklungsziel war, eine Box zu konstruieren, die dank zusätzlicher Basspower bei jeder Musikrichtung zur Höchstform aufläuft.

Gehäuse

Auch wenn oft genug betont wird, dass die größte Box oft die bessere ist, so sind der Stellfläche in realen Wohnzimmern meist enge Grenzen gesetzt, oft von der (Ehe-)Frau. So haben wir uns für ein schlankes Doppelbasssystem entschieden, das theoretisch eine einfache Lösung unseres Problems "mehr Basswiedergabe gewünscht" bietet. Damit dies in der Praxis auch aufgeht, sind bei Doppelbass-Systemen einige Faktoren zu beachten:

Ein oder zwei Gehäusekammern?

Muss jeder Bass im eigenen Volumen spielen, damit er auf ein exakt definiertes Volumen arbeitet? Trotz minimaler messbarer Unterschiede haben wir uns für eine gemeinsame Behausung mit einem gemeinsamen Bassreflexrohr entschieden und dieses für die größtmögliche Flexibilität bei der Aufstellung auf der Frontseite angeordnet - einmal als Rohr und im zweiten Gehäusebeispiel als Kanal.

An dieser Stelle können wir gleich ein Vorurteil bzw. eine oft enttäuschte Hoffnung bezüglich solcher Doppelbass-Systeme aufklären: Das zweite Basschassis führt auch im verdoppelten Gehäusevolumen keineswegs zu einem tieferen Bass, auch wenn dies im direkten Vergleich oft so empfunden wird: Die größere Membranfläche bewegt mehr Luft, die dann als stärkere Druckwelle den Zuhörer erreicht und somit auch als druckvoller wahrgenommen wird. Die Kürzel SB 18 und SB 36 bezeichnen übrigens das Innenvolumen der beiden Boxen in Litern, also im Falle der SB 18 nicht etwa den Chassisdurchmesser.

Was ist die beste Chassisanordnung?

Besonders beliebt ist in der Lautsprecher-Selbstbauszene die sogenannte D'Appolito-Anordnung zweier Tief(mittel)töner jeweils über und unter dem Hochtöner mit einer speziellen Freqenzweiche. Das Ergebnis zweier parallel laufender Mitteltöner mit einem Tweeter in der Mitte simmuliert eine Punktschallquelle mit exzellenter Raumabbildung, für die auch Breitbandlautsprecher gerühmt werden. Da diese Punktschallquelle auf Ohrhöhe liegen muss, wird eine solche Box allerdings recht hoch, andernfalls ergeben sich durch die unterschiedlichen Laufzeiten wellige Frequenzgänge und klangliche Verfärbungen. Deshalb haben wir uns für die Platzierung der zwei Tieftöner unter dem Hochtöner entschieden und entlasten den unteren vom Mitteltonsignal, um Interferenzen zu vermeiden. Diese Schaltung wird oft auch als Zweieinhalb-Wege-Box bezeichnet. Vorteil: Über die Auskoppelfrequenz des unteren Tieftöners kann der Tiefmitteltonbereich klangabgestimmt werden, doch dazu später.

Holzliste in 19 mm MDF für ein Gehäuse:
Front/ Rückwand/ Seiten4 Platten 95,0 x 22,0
Deckel/ Boden 2 Platten 18,2 x 22,0
Frästiefen:
Bassmitteltöner6 mm
Hochtöner3mm
Bassreflexrohr: IT BR70/HP ungekürzt

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Beim Gehäusebau folgen wir gerne der Bauhaus-Devise "Form Follows Function", zusätzliche Schnörkel kann jeder gerne selbst einbauen. Vier identische Bretter pro Box als Front, Seiten und Rückwand, sowie zwei dazu passende Deckel und Böden bilden die Grundlage der Konstruktion. Aufgrund der schlanken Bauweise konnten wir sogar auf Innenverstrebungen verzichten. Wie es schöner (und deutlich aufwändiger) funktioniert, zeigt die Alternative mit nach hinten abgerundetem Gehäuse und untenliegendem Bassreflexkanal. Leider haben wir von dieser aufwändigen Holzarbeit keine Fotos, sondern nur von dem Aufbau der Standardversion.

Das verkleben von sechs Holzbrettern mittels Fugenleim dürfte für viele Leser bereits Routine sein. Dennoch zur Verdeutlichung die Reihenfolge:

Eine Seite dient als Aufbau-Grundlage und dort werden die Frontplatte, die Rückseite und die beiden Böden aufgeleimt, die zweite Seite wird als Deckel zum Schluss aufgesetzt.

Achtung: Frisch austretender Leim wird direkt mit einem nassen Lappen abgewischt, das erleichtert das spätere Schleifen des Gehäuses, denn Klebereste verhindern später beim Lackieren eine gleichmäßige Oberfläche.

Der Leim wird grundsätzlich auf der Schnittkante aufgetragen und die einzelnen Bretter bündig ausgerichtet, in diesem Fall haben wir sie mit einer zusätzlich eingefrästen Schattenfuge von den angrenzenden Platten abgesetzt.

Für diese Arbeit haben wir vor Jahren einen Bündigfräser mit dreieckigem Grad angeschafft, der im Artikel zur FirstTime 10 in Ausgabe Februar 2009 in Aktion zu sehen ist. Auch das Ausfräsen der Chassisausschnitte ist dort bebildert, so ersparen wir uns an dieser Stelle ausführliche Erklärungen. Das Einfräsen der Chassis ist kein Muss, macht sich aber optisch und klanglich ganz gut.

Mit unserer bewährten Wagner W 660 spritzten wir ohne Grundierung drei Langen Acryl-PU-Klarlack von Hornbach auf das nackte Holz, einen Zwischenschliff mit 240er Schleifschwamm machten wir per Hand. In Anbetracht dieses geringen Aufwandes sieht das Endergebnis überraschend hochwertig aus.

Chassis

Als Tieftöner kommt der in der SB 18 bewährte SB17NRXC35-8 gleich in doppelter Ausführung zum Einsatz Auch wenn der Tiefmitteltöner nun in einem durchgehend neutralen Schwarz erscheint, also ohne die grauen Flecken des Vorgängermodells, so sind die Parameter des Chassis dennoch im Rahmen normaler Toleranzen gleich bzw. praktisch identisch geblieben.

Als Hochtöner kommt einmal mehr der unglaublich preiswerte und für beste Detailtreue ferrofluidfreie SB26STC-C4 zum Einsatz, der so manch doppelt so teures Chassis in seinen Klangeigenschaften überflügelt. Die kompletten Datenblätter samt Messwert-Download findet der interessierte Leser in der Ausgabe Dezember 08.

Weiche

Abgesehen von einer starken Welligkeit oberhalb 900 Hz sieht der Frequenzgang der beiden parallel geschalteten SB 17 Mitteltieftöner ganz ordentlich aus. Diese sind allerdings nur das Resultat der bereits oben angesprochenen Laufzeitunterschiede der Schallwellen von den beiden Tieftönern zum Mikrofon. Sue verschwinden sofort, wenn der untere Woofer mittels einer großen Spule vor der Mitteltonwiedergabe bewahrt wird.

Während wir bei der ersten SB 18 noch weitgehend den Schaltungsvorschlägen von SB Acoustics gefolgt sind, ließen wir unserer Kreativität bei der SB 36 freien Lauf und ergänzten für den oberem Tiefmitteltöner einen Tiefpassfilter (der tiefe und mittlere Frequenzen durchlässt, es ist ja kein Tiefbassfiler). Dieses besteht aus einer Corobar-Spule mit übergelegtem Audyn MKP-Q4-Kondensator, der die Spitzen oberhalb von 3,5 kHz absenkt und dahinter aus einem glatten Elko parallel zum (oberen) Tiefmitteltöner.

Auch der kleine Hochtöner benötigt die gleiche Anzahl an Bauteilen wie die beiden großen Tiefmitteltöner. Sein Pegel wird mit zwei Mox-4-Widerständen als Spannungsteiler abgesenkt und mittels Kondensator und kleiner Luftspule vor zu tiefen Frequenzen mit einer Flankensteilheit von 12 dB/ Oktave unterhalb von 2,8 kHz geschützt. Der Summenfrequenzgang hat bei 3 kHz eine kleine Delle, die wir nicht der Frequenzweiche, sondern der schmalen Schallwand zu verdanken haben, da die rundum abgestrahlten Hochtonsignale in diesem Bereich nicht mehr reflektiert werden.

Abstimmung

Die perfekte Abstimmung der Frequenzweiche lässt sich in der Addition beider Amplituden jeweils unter 0, 30 und 60 Grad ablesen: In der Summe sind alle Senken und Überhöhungen nahezu ausgeglichen. Zur Veranschaulichung der Schaltung haben wir die Bauteile einmal auf den Weichenplan gelegt und sie dann erst auf der speziellen Bausatzleiterplatte geklebt und verlötet. Das ist eine saubere Sache.

Auch wenn die Frequenzweiche völlig neu konstruiert wurde, so hatten wir bei der Abstimmung dennoch im Ohr, die guten Eigenschaften der SB 18 zu bewahren. Mit der Dimensionierung der vor den unteren Tieftöner geschalteten Spule kann der Grundtonbereich "eingestellt" werden, so dass die (Männer-) Stimmwiedergabe bei größere Spule dünner und bei kleinerer Spule fülliger ausfällt. Wer diesen Effekt testen möchte, kann einfach die vorhandene Spule einmal testweise etwas abwickeln oder sie für eine andere Klangabstimmung gleich größer kaufen und dann per Hand passend dimensionieren. Doch Vorsicht: Spulen sind zwar ziemlich robust, dennoch kann sich die Wicklung bei falscher Handhabung lösen und die Spule damit unbrauchbar machen. Bei Kondensatoren und Widerständen gilt es, beim Experimentieren keine Zufuhrdrähte abzubrechen.

Unsere Weiche hat eine für einige Leser wichtige Besonderheit aufzuweisen: Drei zusätzliche, nicht trennungsrelevante Bauteile dienen als Impedanzkorrektur für den Betrieb dieser Lautsprecher an Röhrenverstärkern, die sehr unwirsch auf einen ungeraden Impedanzgang reagieren. Diese können bei flexibel, auch später noch, hinzugeschaltet werden.

Der Bedarf an Dämmstoff ist bei dieser Bauanleitung mit fünf Beuteln Sonofil vergleichsweise hoch. Wie es am Besten unterzubringen ist, zeigt der separate Dämmplan.

Hörsession

Die Hörsession brachte es sofort zu Tage: Eigentlich könnten wir die Klangbeschreibung der SB 18 kurzerhand in diese Bauanleitung kopieren und mit den Vermerk "noch etwas druckvoller" versehen.

Das beschreibt jedoch nicht die ganze Wahrheit. Auch wenn in erster Linie erst einmal nur die Basswiedergabe an Fundament gewinnt, so wirkt dadurch allerdings die ganze SB 36 eine gehörige Portion "erwachsener" als die kleine SB 18.

Als hervorragend an die doppelte Basskonstruktion angepasst erwies sich im Klangtest der Höchtöner. Ruhig und unaufdringlich trug er selbstvergessen seinen Teil zu einer großartigen Gesamtdarbietung bei.

So findet die hervorragende SB 18 nun ihre Grenzen im Vergleich zur größeren Schwester SB 36, die bei gleich guten Eigenschaften im Mittelhochtonbereich ein zusätzliches Plus an Fundament zur Verfügung stellt, um auch größere Räume druckvoller und (scheinbar) mit mehr Tiefgang bei jeder Musikrichtung zu beschallen, ohne jemals die Übersicht im Bassbereich zu verlieren.

So verrät die schlanke Standbox deutlich, dass Leonard Cohen sein berühmtes "Suzanne" vierzig Jahre nach der Studioaufnahme, "Life in London 2008" so sang, als hätte er deutlich an Kontur gewonnen. Moment mal: Hätte? Nun ja, manchmal ermöglich das Abspielen von CDs im Kerpen eindrucksvolle Zeitreisen durch die Musikgeschichte ...

Zweieinhalb Stunden konnten wir uns allein von diesem grandiosen Musiker und seiner lange gereiften Stimme nicht lösen. Entscheiden Sie selbst, ob es nun die Leonard Cohen, oder die SB 36 ist, die jeglichen Musikgenuss so mit Emotionen füllt, dass sich der Zuhörer kaum davon lösen kann.

Fazit

Das Entwicklungsziel wurde vollends erreicht: Die SB 36 ist mehr als eine aufgedoppelte SB 18: Sie wirkt bei gleich guter Detail- und Raumwiedergabe gleichzeitig druckvoller und erwachsener. Sie verliert gegenüber der SB 18 nichts an der sagenhaften Durchzeichnung, die dieser preiswerten Box ihren Ruhm einbrachte.

Intertechnik

Ergänzung

Für ein Heimkinosystem empfohlene Lautsprecher.
Fahren Sie mit dem Mauszeiger über die entsprechenden Boxen um zu erfahren welche Bausätze wir Ihnen dazu empfehlen. Auf Mobilgeräten drücken Sie auf die entsprechenden Lautsprecher.

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