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SB29SUB

SB29SUB

Der Subwoofer Lautsprecher für den Heimkino Ohrenschmaus

Best.-Nr. 1385172

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Details

Lautsprecherbausatz SB29 Sub OHNE GEHÄUSE

Merkmale

Wege Subwoofer
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 6
Höhe (cm) 73,80
Breite (cm) 33,80
Tiefe (cm) 40,00
Anwendung Subwoofer
Besonderheiten auch für aktiven Betrieb geeignet
Hersteller / Marke der Chassis SB Acoustics
Preislevel 200-300 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprechergalerie

Subwoofer Versuch_3 von bastler
tuner von Turner

Bauberichte

Baubericht SB 29/ 30

Baubericht SB 29/ 30

SB-Heimkino Blues goes Stereo

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Während des Baus meiner FT8  wurde ich mit einem Virus infiziert, den viele Selbstbauer nur allzu gut kennen. Krampfhaft suchte ich hinterher nach guten Gründen, weitere Lautsprecher bauen zu können und fand diese auch: SAT 125 für die Eltern und Needle Dayton für die Küche. So richtig war aber auch nach deren Fertigstellung die Virusinfektion nicht auskuriert und durch die durchweg positiv überraschenden Ergebnisse dieser Projekte neugierig geworden, keimte in mir der Wunsch auf, noch einmal ein Projekt, und zwar aus der Blues-Klasse, auf die Beine stellen zu wollen. Als aufmerksamer und regelmässiger Leser des Magazins hatte ich natürlich längst die Lobeshymnen auf sämtliche SB Acoustics Bausätze registriert, doch die passende Box mit Bestückungen dieses Herstellers war noch nicht dabei. Allerdings ließen eindeutige Anfragen und vorsichtige Antworten in „Sie fragen – Wir antworten“ darauf schliessen, dass eine SB Box meiner Wunschkategorie, nämlich Männerbox mit dickem Bass, in Vorbereitung sei und als Udo dann Anfang Januar die Info veröffentlichte, dass er gerade an einem Blues-Heimkino mit SB 29 als Subwoofer arbeite, begann ich damit, meinen Finanzminister und Wohnungsmanager behutsam auf ein neues Projekt vorzubereiten. Da mir durchaus bewusst war, dass ein Bass wie der SB 29 NRX75-6 auch eine gewisse Gehäusegrösse benötigt, leistete ich auch diesbezüglich schon etwas Vorarbeit und war überrascht, dass der WAF für Lautsprecher der grösseren Bauart anscheinend vorhanden war.

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Dann kam die Vorstellung des SB-Heimkino Part 1 und meine Enttäuschung war gross – eine Box wie die SB 15 Rear konnte ich für mein Vorhaben nicht gebrauchen. Die Zeit bis zur Vorstellung des SB-Heimkino Part 2 wollte nicht vergehen, doch als der Artikel mit den SB 30 endlich online war und ich dort lesen durfte, dass „Wer zwei davon baut und sie hochkant stellt, darf sich natürlich so wie wir über zwei hervorragende Stereoboxen freuen“, schöpfte ich wieder Hoffnung. Als mir Udo nach Veröffentlichung von Part 3 dann noch bestätigte, dass die SB 29 bei tiefer Trennung auch mit den SB 30 spielen können, wusste ich, dass das mein neues Projekt sein würde: eine SB 30/SB 29 Kombi für den reinen Stereobetrieb.

Eine Hürde hatte ich allerdings noch zu überwinden – den WAF. Dieser war nämlich augenblicklich bei 0 angelangt, als meine Frau die Bilder der Artikel zu Gesicht bekam und ich ihr die tatsächlichen Ausmasse der Gehäuse mit mehreren aneinandergereihten Zollstöcken veranschaulichte. An der Reaktion merkte ich, dass hier auch eine längere Diskussion nicht zielführend gewesen wäre und so machte ich mich daran, der Kombination etwas vom angenommenen WAF meiner Frau zu verpassen. So entstand dieser 1. Entwurf, den sowohl meine Frau, als auch Udo absegneten und ich ging sogleich über in die Detailplanung. Dabei steckte ich mir das Ziel, absolute Präzision bei Planung und Umsetzung an den Tag zu legen und keinerlei Kompromisse beim Bau einzugehen. Dieses Ziel habe ich, bis auf kleinere Ausnahmen, nun erreicht und möchte nachfolgend über den Bau der Kombination berichten.

Da das Projekt aber aus 2 Boxen besteht, der Baubericht also eigentlich 2 Bauberichte sein müsste, der eine oder andere Leser bestimmt schon jetzt gelangweilt ist und auf Fotos wartet und Bilder bekanntlich mehr sagen als 1000 Worte, habe ich beschlossen, diesen Bericht als Fotostory zu verfassen.

Los geht’s mit den SB 30 …

image003 An der Art des Auspackens kann man die Ungeduld des Bauenden erkennen.

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Die dünnwandigen Terminals waren mir schon immer ein Dorn im Auge. Deshalb beschloss ich, ihnen ein eigenes Gehäuse zu verpassen und darauf dann die Frequenzweiche zu platzieren.
Wie sich beim Fräsen der Gehäusebauteile herausstellte, fuhr ein geschätzter Kollege von mir kurz vorher mit der CNC einen Crash. Das hatte zur Folge, dass die Mittelpunkte von Frässpindel und Bohrspindel ca. 1.5 mm Versatz hatten und die Teile damit unbrauchbar waren.Nach penibler Neukalibrierung wurden dann der Flanschring und der Einbautopf aus PE und das MDF/Weichfaserdämmplatte/MDF Sandwich nochmals gefräst. Dabei kam dieses Konstrukt heraus. Alle Spulen sind zueinander um 90° verdreht und die Weichenbauteile sind direkt untereinander ver- und am Terminalanschluss angelötet. Die Impedanzkorrektur habe ich nicht verbaut, denn ich besitze keinen Röhrenverstärker und eine derartige Investition ist auch nicht geplant. Der Hohlraum zwischen dem Einbautopf und Terminal wurde durch das Langloch mit den Terminal-Anschlussfahnen mit Quarzsand verfüllt und das Langloch abschliessend mit Heisskleber vergossen.

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Im MDF reissen bekanntlich gerne mal die Befestigungslöcher der Chassis bzw. Terminals aus. Diesmal wollte ich vorbeugen und leimte jeweils auf den Innenseiten dieser Gehäusewände ein 12 mm Multiplex ein.
Funktionierte bei den Rückwänden gut, die Platte mit den beiden Fronten verzog sich jedoch dermassen, dass es der Vakuumtisch der CNC nicht mehr schaffte, die Platte zum Fertigfräsen der Vorderseiten auf den Tisch zu ziehen. Deshalb wurden neue Fronten ohne Multiplex-Einsatz gefräst - das war das erste Mal, dass ich von meiner angedachten Kompromisslosigkeit abrücken musste. In die grösser gebohrten Befestigungslöcher der Chassis wurden Buchenstifte eingeleimt, doch wie sich herausstellen sollte, war auch das ein Fehler – mehr dazu später. 

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Eine Front mit Reflexbrettern. Bei diesem Projekt wollte ich endlich einmal abgerundete Kanten an den Reflexkanalauslässen verwirklichen. Da beim Abrunden mit dem Radienfräser der Rundungsradius in den Ecken nicht gleichmässig ist und das Ganze auch nicht besonders professionell aussieht, bleibt nur das Einsetzen eines Rahmens.
Der Nachbauer sei gewarnt, denn der Aufwand diesbezüglich ist immens: die Box muss, wenn der Reflexkanalquerschnitt in der Breite und Höhe eingehalten werden soll, um die doppelte Rahmen- = Radiendicke verbreitert und in der Höhe vergrössert werden.Weiterhin müssen dann auf die ganze Reflexkanallänge seitlich und am Boden/Deckel wieder Platten/Plättchen eingesetzt werden.

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Ein Seitenteil mit Boden, Deckel und Rückwand. Bei diesem Bild wird deutlich, was beim Vorherigen mit „Platten/Plättchen einsetzen“ gemeint war.
Bei solch engen Reflexkanälen empfiehlt es sich, diese vorher zu lackieren.Im Hintergrund ist ein, während der Bauzeit unverzichtbarer Helfer zu erkennen. Die komplette Box wurde mit abgelagertem und ausdünstungsfreiem Bitumen ausgekleidet. Die oben erwähnte Vergrösserung  des Volumens wurde dadurch nahezu kompensiert, die restlichen Zehntel wurden bereits bei der Gehäusekonstruktion berücksichtigt – also 100%ige Volumengleichheit zum Originalgehäuse. Zusätzlich wurden Weichfaserdämmplatten eingeklebt, deren Volumen, wie vielfach nachzulesen ist, unberücksichtigt bleiben kann/soll.

Der Rohbau der SB 30 ist fertig und ein erster Hörtest und direkter Vergleich mit der FT8 brachte zutage, was es mit dem Prädikat Bluesklasse auf sich hat. Wenige Stunden lang durften die FT8 noch etwas von ihrem Bass beisteuern, dann traten sie (bei mir) den wohlverdienten Ruhestand an.Gegenüber den FT8-Interessierten möchte ich an dieser Stelle aber ausdrücklich betonen, dass auch dieser Lautsprecher für sein Geld klasse ist und ich nie damit unzufrieden war. Als Einsteigerprojekt erhält die FT8 von mir eine klare Empfehlung.

Doch wieder zur SB 30. Bei weiteren Tests mauserte sich die Box mit ein wenig Nachhilfe vom Bassregler sogar zur absolut vollwertigen Stereobox. Ein paar kurze Momente zog ich deshalb in Erwägung, das Projekt nicht mehr mit den SB 29 zu ergänzen. Ich verwarf jedoch diese Gedanken wieder, bestellte die SB 29 und machte mich über das Finish der SB 30.

Ich bin kein Fan von furnierten Boxen - bei mir muss eine Box schwarz sein. Allerdings konnte ich mich mit der Anregung meiner Frau anfreunden, die Gehäuse doch anthrazit zu lackieren. Dabei dachte ich an die schöne metallisch schwarzgrau glänzende Farbe, wie man sie von Kraftfahrzeugen kennt. Das Farbetikett auf der Dose sah aber überhaupt nicht danach aus und auch das Ergebnis der Gehäuse-Testlackierung fand nicht meine Zustimmung. Also schliff ich von beiden Gehäusen wieder das tarnfarbenartige Grau ab und lackierte sie hinterher mehrfach in neutralem und zeitlos schönem Schwarz.

Vor der Endmontage sah ich das ganze Projekt dann akut gefährdet. Beim Anziehen der Chassis im Rohgehäuse hatten sich die in die Befestigungslöcher eingeleimten Buchenstifte gelöst und ich hatte zuerst keine Ahnung, wie ich die Chassis nun sicher und dauerhaft befestigen sollte. So fertigte ich 4 grosse und 2 kleine Eigenbaudübel aus PE, einem Kunststoff, der zäh ist und Schrauben guten Halt bietet.

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Die 4 Bolzen stecken von innen in den Befestigungslöchern und da aus Vollmaterial gefertigt, kann der Bolzen nicht vom Ring, der ein Mitdrehen des einzelnen Bolzens verhindert, abreissen. Ich behaupte jetzt einfach ganz frech, dass kein Chassis der Welt, dass in MDF befestigt ist, so sicher und satt in der Front sitzt, wie mit diesen Eigenbaudübeln – eine aufwändige Notlösung, die aber letztendlich perfekt funktioniert hat.

Hier die SB 30 im (Fast-) Fertigzustand. Die in den Reflexkanal eingesetzten Bucheleisten wurden nachträglich auch noch schwarz lackiert, da sich der erwartete positive Kontrasteffekt zur Box nicht einstellte.

Und weiter geht’s mit den SB 29 …

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Die SB 29 wurden geliefert und weil die Vorbereitungen zum Bau dieser Gehäuse noch nicht abgeschlossen waren und auch das benötigte Material noch nicht komplett war, baute ich in einer Freitag-Nachmittagsaktion erst einmal Testgehäuse.
Obwohl ich von deren Dicht- und Volumengleichheit überzeugt war und auch der Reflexkanal die korrekte Länge und den geforderten Querschnitt aufwies, wollte sich nicht die Art von Bass einstellen, die ich mir erhofft hatte. Ich kontaktierte Udo und der schickte mir umgehend sein Bassmodul, damit ein Defekt am gelieferten ausgeschlossen werden konnte. Doch auch mit dem geliehenen Modul liess sich im Wohnzimmer keine Verbesserung erzielen. Eine gezielte Nachfrage meines Nachbarn brachte dann die Erkenntnis, dass sehr wohl Bass produziert wird und dieser bei ihm ohrenscheinlich besser zu hören war als in meinem Wohnzimmer. Musste also doch an den Testgehäusen liegen, doch für weitere Tests hatte ich zu diesem Zeitpunkt wegen hoher beruflicher Beanspruchung keine Energie mehr. Ich schickte Udo sein Modul zurück und beschloss, erst einmal eine kurze Boxenbaupause einzulegen.

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 Nach einer kurzen Erholungsphase schrieb ich die CNC Programme fertig und besorgte ca. 4.2 m² MDF 19 mm inkl. eines Rests 12 mm Multiplex.Nach dem Fräsen durften sich die Teile dann wohlgeordnet im Flur zum Fototermin aufreihen, bevor sie bis zur Verwendung im Schlafzimmer zwischengelagert wurden. Was macht man, wenn man keine Schreinerei mit all ihren Hilfsmitteln wie langen Schraubzwingen usw. zur Verfügung hat? – man baut sich die Hilfsmittel selbst. In diesem Fall bestanden die Hilfsmittel aus 2 MDF Rahmen und einer Kunststoffplatte mit Nuten in MDF-Breite. Diese Teile zwangen die Boxenwände in den richtigen Winkel und die richtige Position – Ausweichen unmöglich. Da ich für mein Projekt weder Hilfe noch fremde Örtlichkeiten in Anspruch nehmen wollte, kam ich nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss, dass auch der Bau der grossen Bassgehäuse mit der nötigen Umsicht auf den ca. 2.5 m² freier Bodenfläche meines Arbeitszimmers möglich sein müsste.

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Auch die Terminals der Bassboxen bekamen ihr eigenes Gehäuse. Das war hier sogar zwingend erforderlich, denn jedes Terminal musste zwecks Kabelzuführung zur SB 30 angebohrt werden. Die weitere Kabelführung besteht aus ausgefrästen Bucheleisten, die der Rückwand gleichzeitig eine Versteifung verschaffen. Breite und Tiefe der Kabelausfräsung wurden so gewählt, dass das Lautsprecherkabel gerade noch durchzuziehen ist. Eine Einziehhilfe wurde bereits zu diesem Zeitpunkt eingebracht und gegen versehentliches Herausziehen gesichert.

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Ein Bass benötigt Luft zum Atmen. Deshalb wurde die Chassisöffnung nach innen erweitert, ohne jedoch die Bereiche zu schwächen, in denen später die Befestigungsschrauben der Chassis greifen sollen.
Dazu hatte ich vorher die auf dem Bild ersichtliche Fräslehre hergestellt, die mit dünnsten Schrauben provisorisch in den vorgebohrten Chassis-Befestigungslöchern angeschraubt und nach der Oberfräsenbearbeitung ein Segment weiter versetzt wurde. Bereiche, die später schlecht oder gar nicht mehr zugänglich waren, wurden sogleich mit 5.2 mm Bitumen beklebt und potentielle Undichtigkeitsstellen mit Heisskleber versiegelt.

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Auch die Reflexbretter wollten irgendwann verbaut werden. Wie schon bei den SB 30 sollten auch die Reflexkanalauslässe der SB 29 abgerundete Kanten erhalten. Hier hatte ich zum Glück nur einen Auslass pro Box und so hielt sich der Aufwand mit den eingesetzten Platten wie oben beschrieben in Grenzen. Wie man sieht, ging es manchmal doch ziemlich eng zu, aber es ging. Überrascht hat mich die Strapazierfähigkeit von Nadelfilz-Bodenbelag – der verzeiht einfach alles. Schritt für Schritt geht es voran und langsam bekommt man einen Eindruck davon, wie es werden soll.

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Eine mühsame und langwierige Arbeit ist das Einpassen der Verstrebungen und danach des Bitumens.
Kein Baumarkt der Umgebung hatte Bucheleisten der geplanten Dimension im Programm und so musste ich doch einmal fremde Hilfe in Anspruch nehmen, um die breiten Leisten vom Schreiner anfertigen zu lassen. Ich hatte mir Bucheleisten in den Kopf gesetzt, denn Buche hat fast das höchste E-Modul, dass bei Holz anzutreffen ist, und gehört somit zu den biegesteifsten Hölzern. Wenn die Boxen mal eine Pause brauchten oder das Zimmer eine Zwischenreinigung nötig hatte, durften sie sich im Flur, ohne den als Zwischenlager der Bau so nicht möglich gewesen wäre, ausruhen bevor es weiter Richtung Fertigstellung ging.

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Hier sind bis auf die Deckel bereits alles Teile vorhanden. Erstaunlicherweise passten die Teile, obwohl alle bereits vor dem Zusammenbau angefast wurden, dermaßen gut zusammen, dass vor dem Lackieren nur die Kanten, an denen die kurzen Fasen der Fronten in die 15° ansteigenden Verjüngungen übergehen, mit einer dünnen Spachtelschicht angeglichen werden mussten. Das Schleifen der Gehäuse war auch in sehr kurzer Zeit erledigt und als ich die mittlerweile zentnerschweren Kisten (keine oder nur geringfügige Übertreibung) dazu mit Hilfe meiner Frau auf den Balkon schleppte, war ich froh über meine Entscheidung, die Gehäuse komplett zuhause gebaut zu haben.
 
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Beim Grundieren und Lackieren mit jeweils nassem Zwischenschliff musste wieder der Flur herhalten. Wie ich beim Lackieren der SB 30 leidvoll erfahren musste, kann man noch so viel Aufwand (z.B. Dampf durch aufgedrehtes heisses Wasser usw.) treiben und doch Staubeinschlüsse nicht 100%ig vermeiden. Aufgrund dieser Erkenntnis ging ich diesmal deshalb ziemlich gelassen an die Lackierung und das nahm anscheinend auch der Staub zur Kenntnis – er merkte, dass er mich diesmal nicht ärgern könnte und blieb dem Ereignis in dem Masse fern, dass man die Lackierung als nahezu perfekt beschreiben kann. Es folgten die Restarbeiten. Sonofil wurde wie auf der Skizze ersichtlich eingebracht und für die SB 30 wurden 4 Stück 5 mm dünne Gummifüsse auf jede Standfläche der SB 29  aufgeklebt. Die restlichen Standflächen und die angrenzenden senkrechten Wände wurden mit 5 mm sehr weichem Schaumstoff beklebt. Leider sind die Schaumstoffflächen beim Einfärben mit schnelltrocknendem Lack etwas fleckig geworden. Die Schaumstoffränder, die im Endzustand im Spalt zwischen der SB 30 und SB 29 etwas zurückgesetzt sichtbar sind, sind jedoch gut geworden und und sehen fast wie schwarzer Moosgummi aus.

Dann kam endlich die Endmontage. Doch wie die Kabel der SB 30 mit nur 2 Händen anschliessen? Ich wollte meiner Frau nicht zumuten, die schweren Sateliten zu halten, während ich hinten die Kabel an das Terminal anschloss. Also griff ich ein letztes Mal zu Säge und Leimflasche und fertigte aus diversen Resten eine Halterung, die in den Reflexkanal der SB 29 eingeschoben wurde und den SB 30 während des Anschliessens sicheren Stand bot.

Und hier nun das Ergebnis:
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Von vorne grazil, von der Seite mächtig, aber nicht zu mächtig, habe ich anscheinend bzgl. des WAF voll in’s Schwarze getroffen – meine Frau ist restlos begeistert. Dazu trägt sicher auch bei, dass die linke Box eine ebenso gute Figur macht und beide Lautsprecher prima ins Wohnzimmer passen, ohne aufdringlich zu wirken.

Obwohl ich zwischendurch mehrfach daran gedacht hatte, etwas von meinem Ziel abzurücken und den Bau etwas zu vereinfachen, bin ich rückblickend froh darüber, es nicht getan zu haben. Jede Sekunde der Arbeit hat sich m.E. gelohnt und die Herausforderung, solch grosse Lautsprecher in der Wohnung auf kleinstem Raum zu bauen, konnte ich auch meistern. Mit der nötigen Umsicht ist es mir gelungen, weder an der Wohnung, noch an den Gehäusen irgendwelche Beschädigungen zu fabrizieren.

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Wie bei Allem was ich mache/machte, stellte ich mir auch hier die Frage, ob ich bei erneutem Bau etwas anders machen würde und fand eine eindeutige Antwort: Nein.

Auch der Virus ist aus vorerst auskuriert, obwohl ich mich schon dabei ertappte, über mögliche Gehäusevarianten der Duetta nachzudenken.

Abschliessend möchte ich mich bei Udo für seine Unterstützung bedanken, auch wenn wir beide diesmal mit kleineren Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Ich bin mir sicher, dass auch Du Dir ein Schmunzeln nicht verkneifen kannst, wenn Du an die, im Nachhinein lustige, Verwechslung zurückdenkst.

Ach so - es soll ja Leute geben, die in einem Baubericht auch Informationen zum Klang erwarten. Doch wie könnte ich es treffender und besser formulieren, als es Udo in seinen Klangbeschreibungen zur Bauserie getan hat. Ausserdem ist der Kundige bestens darüber informiert, welche Anforderungen ein Lautsprecher erfüllen muss, um in der Bluesklasse mitspielen zu dürfen. Deshalb mein kurzes, aber aussagekräftiges Fazit: phantastisch.

Bis zum nächsten Mal

Matthias
SB 29 Sub (Subwoofer für SB Basic Heimkino)

SB 29 Sub (Subwoofer für SB Basic Heimkino)

Der Subwoofer

Nun kommt der spannende Teil der SB Basic Heimkino Triologie: Der Subwoofer, welcher in vollaktiver Arbeitsumgebung durchaus auch mit anderen Satelliten der SB-Heimkino-Linie kombiniert werden kann, also gerne mit bereits vorhandenen SB36 oder SB18, auch für den Stereoeinsatz.

Als ideale Bestückung hinsichtlich Preis und Größe haben wir den SB29 NRX 75-6 mit seiner etwas komplizierten Typenbezeichnung eingesetzt. Dafür ist das Gehäuse umso einfacher, da es sich lediglich um eine Bassreflexkonstruktion und nicht etwa um einen Bandpass, eine Transmissionline oder ein Basshorn handelt. Der Aufbau eignet sich also ideal auch für Selbstbau-Einsteiger.

Auch hier hat SB Acoustics nicht am Material gespart: Der 29er ist blitzsauber gefertigt. Allein der solide Druckgusskorb beeindruckt mit seinem breiten Rand. Dafür hat das schwere Kaliber eine überdurchschnittlich leichte Membran aus Hartpappe mit nur 78 g für höchste Präzision. Eine leichte Membran in einer schweren Arbeitsumgebung hat schlichtweg die bessere Impulswiedergabe.

Da zusätzlich ein immenser linearer Hub von ausgewachsenen 22 mm hinzukommt, ist dieser Tieftöner eine ordentliche "Luftpumpe". Wenn diese Luft nun in den richtigen Frequenzbereichen bewegt und dank eines ordentlichen Gehäuses vor dem akustischen Kurzschluss bewahrt wird, ist die zugeführte Energie schon ganz gut in Schall- bzw. eben Bassdruck umgesetzt.

Die 75 mm Schwingspule sitzt auf einem Kaptonträger, die Zentrierung ist hochgelegt und der Polkern für eine bessere Schwingspulenkühlung durchbohrt. Da dies anstelle der üblichen Mini-Bohrung schon ein ausgewachsenes Loch ist, hilft die Bohrung auch den dynamischen Fähigkeiten des Subwoofers auf die Sprünge. Ein riesiger Magnet und die große Schwingspule machen es möglich.

Die Berechnung mit dem PC ergab bei Bassreflexabstimmung 47 Liter Volumen, was für einen Subwoofer erfahrungsgemäß recht wenig ist, also erhöhten wir dieses auf gut 70 Liter. So ergab sich bei gleicher Abstimmung eine Reflexkanallänge von nur noch 26,9 anstelle von rund 75 cm, die deutlich leichter unterzubekommen sind.

Passenderweise konstruierten wir die Subwoofer als Sockel für die SB15 und mit Abmessungen von 74 (H) x 40 (T) x 34 (B) cm für das Untergeschoss. Für ein lebendiges Design arbeiteten wir in die Frontseite des Subwoofers ein grünes Brett in der Breite der SB15-Schallwand ein, welches sich beim Zuschnitt leicht realisieren ließ.

Da wir uns bei diesem Bauvorschlag für eine halbaktive Trennung entschieden haben, ist ein Aktivmodul als zusätzliche Kraftquelle erforderlich. Eine andere Einsatzmöglichkeit wäre der vollaktive Betrieb mit einer elektronischen Aktivweiche und separaten Endstufen für den Hochmittelton- und den Bassbereich.

Passenderweise setzten wir ein Aktivmodul ein, an dem neben der Trennfrequenz und dem Pegel auch die Phasenlage stufenlos variiert werden kann, was bei gleicher Position der Frontplatte hilft, den Bassbereich in der Phasenlage geglättet anzukoppeln, damit sich am Hörplatz eine perfekte Addition der Zweige ergibt - sonst richtet ja die passende Auswahl an passiven Weichenbauteilen die Phasenlage.

Für die Messungen wurde das aktive Verstärkermodul auf 2,83 V Spannung eingestellt und das Mikrofon in einem Meter Entfernung auf den Boden gelegt. Die Messdiagramme dokumentieren den Schalldruckverlauf jeweils bei den Trennfrequenzen 30, 60, 90 und 120 Hz sowie ohne Filterung. Die Restwelligkeit ist handwerklichen Arbeiten im Nachbarraum geschuldet.

Die ideale Trennfrequenz zwischen dem Hochtonsatelliten SB15 und dem Subwoofer SB29 liegt ultratief bei 75 Hz. Am AV-Receiver wird der Satellit dann unter 80 Hz ausgekoppelt, für den Betrieb an einer Stereoendstufe bzw. einem Vollverstärker empfiehlt sich die Vorschaltung eines MKP- oder MKT-Kondensators mit 150 mF (82 + 68 mF), wenn Sie bisweilen die Pegelfähigkeiten der Kombination nutzen möchten. Die Messungen dokumentieren wiederum das Zusammenspiel in der Praxis, die auch einen Hinweis der Einstellung daheim ohne die entsprechende Messtechnik liefern.

Das Diagramm rechts zeigt die Addition beider Frequenzbereiche bei gleichphasigem Anschluss sowie jeweils den Subwoofer und den Satelliten einzeln. Die Trennfrequenz von 75 Hz ist deutlich sichtbar. Leider liegt jedoch die Summenkurve im Bereich unterhalt 120 Hz unter den einzelnen Zweigen. Erste Abhilfe schafft das gegeneinander Verpolen um 180 Grad, ausgewogen wird die Summenkurve, indem der Phasenregler auf 310 Grad eingestellt wird. Der Pegelsteller stand bei den Messungen auf knapp unter 9 Uhr bei deaktivierter Bassanhebung. Dies ist die richtige Einstellung, wenn Musik aus den Boxen erklingen soll. Ein etwas zurückgenommener Pegel kann der durch den Raum bedingten Bassanhebung entgegenwirken. Sie sollten den Basspegel so weit zurücknehmen, bis der Subwoofer nur noch als Ergänzung hörbar, aber nicht mehr ortbar ist. Ein testweises Ausschalten des Aktivmoduls lässt erkennen, ob der Pegel stimmt oder der Grundtonbereich unnötig aufgedickt wird.

Während wir bei Musik eine lineare Einstellung bevorzugen, darf bei Filmbetrieb durchaus ein wenig am Bassequalizer des Aktivmoduls gedreht werden, eventuell auch am Basspegel. Wer es mag, darf sogar eine etwas höhere Trennfrequenz wählen (100 bis maximal 200 Hz), damit das Heimkino richtig druckvoll klingt. Hier wird jeder seine eigenen Vorlieben haben, die selbst von automatisch einmessenden AV-Receivern nicht erkannt wird ...

Hörtest

Als die Boxenfronten endlich im Hörraum übereinander standen, haben wir noch ein optisches Detail ergänzt: ein zwischen Gummifüßen platziertes grünes Brett in der Breite des Satelliten sogt optisch für Leichtigkeit der gewichtigen Kombination.

Gleichzeitig wirkte sich diese akustische Entkopplung von Subwoofer und Satellit klanglich äußerst vorteilhaft aus, ebenso wie die vier Gummifüße unter dem Subwoofer - die allerdings entkoppeln die Musik insbesondere bei angespanntem Nachbarschaftsverhältnis vom Boden ... Die Entwicklung des SB-Heimkinos fand ausdrücklich nicht unter der alleinigen Zielvorgabe des perfekten Surround-Erlebnisses statt. Dieses ergab sich quasi nebenbei durch die Konzentration auf die Klangqualität inklusive des Frequenzganges und insbesondere der Phasenlage.

Lautsprecher, mit denen man dank hervorragender Auflösung und kräftiger Dynamik ausgezeichnet Musik hören kann, eignen sich ebenso gut für den Mehrkanalton bei Filmwiedergabe. Eine besondere Belohnung unseres Konzeptes ist die exzellente Wiedergabe von Musikvideos und mehrkanaligen Konzertmitschnitten. Deutlich wird dies schnell, wenn einmal etwas bessere Elektronik an den SB-Heimkino-Boxen landet: Dann wird der Unterschied zu preiswerten Sub-Sat-Systemen erst recht gravierend, da unser Heimkinosystem sehr viel später an seine Grenzen gelangt.
Anfangs wanderten erst einmal die gängigen Testaufnahmen in den Player, um eventuelle Fehler in der tonalen, räumlichen oder dynamischen Darstellung auszuloten. Nachdem schon die SB15-BR und die SB30 in diesen Disziplinen ein hervorragendes Klangbild abgaben, freuten wir uns nun so richtig über das Klangverhalten des Nachwuchses. Dieser klang mit einer zusätzlichen Oktave unterkellert deutlich erwachsener als die kleineren Vorfahren, was sich insbesondere auch bei Live-Aufnahmen bemerkbar macht. Die Entlastung der 15er-Bässe unterhalb von 80 Hz verlieh dem Klang noch mehr Ruhe und nahm der Wiedergabe tiefer Töne jegliche Anstrengung. Übrig blieb ein über Stunden stets entspannter Musikgenuss.

Jetzt war es an der Zeit, auch die Pegelfestigkeit auf die Probe zu stellen, wozu sich eine kleine Jazz-Formation genauso wenig eignet wie Kammermusik. Also stellten wir die Neulinge mit Dylans berühmtem "Blowing in the Wind", live von Neil Young 1991 vor dem Hintergrund des ersten Golfkriegs aufgenommen und als CD und Video unter dem Namen "Weld" veröffentlicht, auf die Probe. Laut heulende Sirenen, brutaler Kanonengedonner, angreifende Flugzeuge, knatternde Maschinengewehr-Salven, Granaten-Einschläge erinnern mit ihrer vernichtenden Gewalt eher an Krieg der Sterne. Aus tieffrequenten Druckwellen erhebt sich letztendlich eine Gitarre, in ihrer Spielweise sicher gewollt an Jimmy Hendrix' "Starspangled Banner" aus Woodstock erinnernd. So erscheinen aus dem chaotischen Kriegslärm drei fein aufeinander abgestimmte Stimmen, die im Chor den Refrain in perfekter Harmonie vortragen. Eine so emotionsgeladene Klage gegen den Krieg ruft mehr als nur Gänsehaut hervor, also wiederholten wir das Ganze noch einmal mit noch höherem Pegel - die Boxen ließ das allerdings kalt.

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