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Quickly36
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Quickly36

Quickly36

Knackig und Bassstark

Best.-Nr. 1385150

131,10 € / Stück
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Details

BS/Quickly36 Update OHNE GEHÄUSE Durch die etwas kürzere Line macht die Quickly 36 Up die etwas knackigeren Bässe, was bei Rock und Pop den musikalisch jüngeren Zuhörern sicher besser gefällt

Merkmale

Wege 2-Wege0
Gehäuse Prinzip Bassreflex0
Nennimpedanz 40 Ohm
Höhe 107 cm
Breite 23,40 cm
Tiefe 35,60 cm
Anwendung Kompaktlautsprecher0
Hersteller / Marke der Chassis Gradient0
Preislevel 100-200 Euro0

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprechergalerie

von Kayhh
von Kayhh
von Kayhh

Bauberichte

Quickly 36 - Standbox mit langer Leitung

Quickly 36 - Standbox mit langer Leitung

Laufzeitleitungs-Standlautsprecher mit zwei 13-cm-Chassis und Hochtöner

Transmissionlines gelten neben Hornlautsprechern als groß, teuer, leistungshungrig und schwierig, was ihr Lastverhalten am Verstärker angeht. Dass es auch anders geht, zeigt die Quickly 36 in ihrer neuesten Version.

Idee

Immer wenn die Chassis nicht mehr lieferbar sind, werden für unsere beliebtesten Bausatz-Bauanleitungen Updates fällig, so für viele FirstTime- und Quickly-Bausätze. Dass bei gleichen Parametern das Gehäuse meistens weiterhin passt und nur die Frequenzweiche aktualisiert wird, vereinfacht die Sache. Ein gravierender Vorteil der Neuauflage ist oft die gesammelte Erfahrung mit dem Ursprungsmodell, so dass wir bei einem Update meist noch bessere Klangergebnisse erzielen.

Neben der Transmissionline FT 2 TL alias CT 188 hat auch die Quickly 36 eine bewegte Geschichte hinter sich und wurde in ihrer Ursprungsversion in der KLANG & TON als CT 216 vorgestellt und später zur FT 1 TL unbenannt. Sie war so beliebt, dass nach Bauzeitende der ursprünglich verwendeten Chassis eine neue Bausatzreihe entstand: Die Quickly-Serie. Hierzu gehörte im April 2009 auch die jetzt neu aufgelegte Quickly 36, diesmal durchweg mit hochwertigen Gradient-Chassis bestückt. Mit Erscheinen der deutlich überarbeiteten "Gradient Select"-Chassis-Linie war nun eine weitere Überarbeitung erforderlich.

Holzliste in 22 mmMDF oder OSB pro BoxFrästiefen
Seiten (2x)107,0 x 35,62x Gradient W176-8 4 mm
Decken/Boden (2x)19,0 x 35,61x Gradient GDT 104 N3 mm
Rückwand (1x)19,0 x 102,6
Front (1x)19,0 x 88,1
TL-hinten (1x)19,0 x 73,6
TL-unten (1x)19,0 x 14,5

Auf dem Foto oben ist unter der Öffnung ein zusätzliches Weichenfach ersichtlich, welches nicht auf dem Bauplan eingezeichnet ist, die weiteren Bilder zeigen wieder die Version ohne Frequenzweichen-Department. Die Zeichnung haben wir als CAD erstellt.

Gehäusezeichnung Quickly 36

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Aufbau

Die Grobspanplatten, abgekürzt OSB, stammen aus dem Baumarkt - für gerade einmal 35 Euro zzgl. Fugenleim, der dann für rund einen Zehner gleich für ein halbes Dutzend Standboxen reicht.

Liegen bzw. stehen Bretter und Leim bereit, kann sich der Boxenbauer mit Bleistift und Zollstock bewaffnen und loslegen: Front, Rückwand, Deckel, Boden und Zwischenbretter werden zunächst auf einer Seite aufgeleimt (bitte vergessen Sie nicht, die einzelnen Bretter auch untereinander zu verleimen) und dann die zweite Seite aufgeleimt. Damit alle Bretter an ihrem richtigen Platz landen, dient der Zollstock als Maßstab und der Bleistift der Markierung. Außen austretender Leim ist mit einem nassen Lappen einfacher zu entfernen, solange er frisch ist, als später durch Wegschleifen.

Sind die Gehäuse fertig verleimt, werden sie dennoch geschliffen und die Löcher in die Front- und die Rückwand gesägt bzw. gefräst. Mit etwas Übung werden sie auch mit der Stichsäge einigermaßen rund, Hauptsache die Lautsprecher lassen sich hinterher gut einschrauben und die Chassis sitzen luftdicht in der Frontplatte. Bei den Quickly-Bauanleitungen fangen wir erst gar nicht an, die Chassis in die Front einzulassen, es soll ja schließlich alles schnell und unkompliziert vonstatten gehen.

Da die Anschlussdose in die Rückwand eingelassen wird, muss in das Trennbrett der Laufzeitleitung ein Loch für das Anschlusskabel gebohrt werden. Abgedichtet wird es nach Durchführung des Kabels mit Heißkleber.

Wer die Standboxen ohne Weichenfach aufbaut, kann die Box leicht zum Hörer hin anwinkeln, indem er vorne eine Leiste oder zwei Gummifüße unterschraubt, denn der Hochtöner sollte entweder in Ohrhöhe platziert sein, oder durch Anwinkeln auf die Ohren zielen.

Als Dämmmaterial verwenden wir pro Box 8 Matten (als vier Beutel) Intertechnik Sonofil. Die Matten werden entweder jeweils durch die Öffnungen in den Laufzeitleitungskanal hineingeschoben und der vordere Kanal wird durch das untere Bassloch gefüllt, oder vor dem Aufleimen der zweiten Seitenplatte eingelegt und ebenfalls festgeleimt. Jedenfalls bleibt dar Transmissionline-Ausgang frei. Wen die Öffnung trotz versteckter Wolle stört, sollte den folgenden Abschnitt lesen:

Rahmen

Eine Transmissionline hat nun einmal einen recht großen Schallaustritt, der zudem oft vorne platziert ist. Wer sich an der TML-Öffnung stört, der kann sich einen passenden Metallrahmen biegen und diesen mit einem Stück Akustikstoff einpressen. Wer das Biegen von Metall scheut, kann auch einen dünnen Holzrahmen als Bespannrahmen verwenden.

Hier haben wir einmal einen filigranen Rahmen aus einer 10 mm starken MDF-Platte aufgebaut und bei dieser einen Rand von ebenfalls nur 10 mm stehen lassen. Meist reicht es, den Rahmen einen Millimeter kleiner zu auszulegen als die Öffnung.

Großzügig bemessener, blickdichter Stoff wird untergelegt und auf der Rückseite des Rahmens mit doppelseitigem Klebeband befestigt oder festgetackert, bzw. zur Arbeitserleichterung beides, denn dann sitzt der Stoff am Rand auch ohne viele Klammern deutlich sauberer.

Ein einfacher Tacker mit 6 mm Klammern reicht aus, um den Stoff ans Holz zu nageln, zur Not tut es auch ein Bürotacker, nur sollte dann statt MDF besser Sperrholz eingesetzt werden. Falls der Rahmen anschließend nicht in der Öffnung hält, reicht es meist, einige Klammern seitlich in den Stoff zu schießen oder doppelseitiges Klebeband aufzukleben.

Weiche

Nach dem provisorischen Einbau der Chassis ging es an die eigentliche Arbeit bei der Lautsprecherentwicklung: die Dimensionierung der Frequenzweiche. Während das Gehäuse vor dem Bau simuliert werden kann und hinterher oft sogar passt, ist bei der Weiche jegliche Theorie ebensolche. So haben wir uns unbeirrt durch die Weichenschaltungen der Vorversionen ans Werk gemacht und spendierten beiden Tiefmitteltönern gemeinsam einen Filter 3. Ordnung, welcher in Verbindung mit einem Widerstand hinter dem Parallelkondensator eine gerade Line als Messprotokoll ermöglichte.

Nun galt es, den nicht plan in die Schallwand eingelassenen Hochtöner zu beschalten, denn die vorwitzige Montageart quittierte der Tweeter mit einer Kerbe bei 8.500 Hz. Da dieser Einbruch bei leichtem Anwinkeln allerdings verschwindet und selbst auf Achse kaum hörbar ist, entwickelten wir unbeeindruckt von dieser winzigen Schwäche einen zum Tieftonzweig passenden Filter mit ebenfalls 18 dB Flankensteilheit pro Oktave, ergänzt durch einen vorgeschalteten Widerstand zur Pegelanpassung. Der Übernahmepunkt liegt bei rund 3.000 Hz bei vorzüglicher Addition der beiden Zweige, solange die Zweige gegeneinander verpolt angeschlossen werden. Damit dies im Heimkino auch funktioniert, wird grundsätzlich der Hochtonzweig und nicht der Tieftonbereich umgepolt.

Der spätere Vergleich mit dem alten Schaltplan offenbarte zwar andere Bauteilewerte, doch bis auf den zusätzlichen Widerstand im Bassbereich ist der Aufbau identisch.

Abstimmung

Nachdem die Weichen auf dem Transmissionline-Kanalbrett hinter dem unteren Tieftöner befestigt waren und die Box zusammengeschraubt wurde, haben wir zum Abschluss der Arbeit die üblichen Messungen durchgeführt und folgende Messdiagramme erstellt:

Der Klang

Wie zu erwarten, klingt das Update der Quickly 36 auch nicht viel anders, aber doch ein klein wenig erwachsener. So bleibt bestenfalls noch die Frage zu klären, was die gleichen Chassis, in der FT 2 TL Up nur durch den W 148-8 ergänzt, in den beiden Bauvorschlägen anders machen. Durch die etwas kürzere Line klingt der Bass bei der Quickly 36 Up etwas knackiger, was jüngeren oder musikalisch jung gebliebenen Musikhörern oft besser gefällt und sich gerade bei Pop- und Rockmusik gut macht. Die FirstTime 2 TL Up hat durch den Mitteltöner eine etwas bessere Feindynamik und Durchzeichnung, die dem klassischen Hören eher zu Gute kommt. Der W 148-8 macht gleichzeitig den platzsparenden Ausbau der FT 2 TL zum Heimkino einfacher, davon demnächst mehr in diesem Theater.

Für den Klangtest stellten wir die Quickly-36-Standboxen mit genügend Wandabstand frei im Raum auf und schlossen sie an einen Yamaha-AV-Receiver an, der ein guter Stellvertreter handelsüblicher Verstärker ist, wie sie bei Lautsprecher-Selbstbauern sicher eher anzutreffen sind als hochpreisige High-End-Geräte.

Als Signalquelle zum Musikhören diente konsequenterweise ein CD-Player anstelle eines DVD-Players, doch zunächst lauschten wir dem Radioklang, der beim Einschalten eines Receivers je nach Stellung des Signalquellenwahlschalters nun einmal ertönt.

Hier zeigte sich bei WDR 2 und Eins Live (Westdeutscher Rundfunk) zunächst eine saubere Stimmwiedergabe ohne unangenehme Spitze in der (Frauen-)Stimme und nach dem Wechsel auf den Jugendsender eine warme und dennoch nicht zu füllige Wiedergabe deutscher Rapmusik von Peter Fox. Trotz der starken Komprimierung blieb der Grundtonbereich angenehm, der Bass erschien tief und differenziert, nie dröhnig oder aufgedickt.

Die sogenannte ernste Musik, also Klassik und Jazz, haben wir bei den Quicklys außen vor gelassen, dies ist eher das Element der FirstTime 2 TL. Also landete ganz trivial ein Bravo-Hits-Silberling im CD-Player. Er begann mit dem balladenartigen Vortrag "Almost Lover" von meiner Bravo-Hits-CD, der unaufgeregt mit guter Raumabbildung zum Zuhören einlud. Die löbliche Bemühung der Sängerin, Betonungen in die Stimme zu legen, wurde nicht durch leider häufig zu beobachtende, verwaschene Wiedergabe der Boxen konterkariert.

Fazit

Die aktualisierten Quickly 36 vermitteln einfach nur viel Spaß an der Musik, viel mehr, als ihr wirklich günstiger Preis erhoffen lässt. In ihr können die Gradient-Chassis zeigen, was sie können, wenn es um viel Klang für wenig Geld geht.

Intertechnik

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