Sprache DE Sprache EN Sprache FR Sprache IT Sprache NL
EUR
  • EUR
  • USD
  • JPY
  • BGN
  • CZK
  • DKK
  • GBP
  • HUF
  • PLN
  • RON
  • SEK
  • CHF
  • ISK
  • NOK
  • HRK
  • RUB
  • TRY
  • AUD
  • BRL
  • CAD
  • CNY
  • HKD
  • IDR
  • ILS
  • INR
  • KRW
  • MXN
  • MYR
  • NZD
  • PHP
  • SGD
  • THB
  • ZAR
Kunden-Login
Call Intertechnik
Write Intertechnik
Intertechnik Logo
Sprache DE Sprache EN Sprache FR Sprache IT Sprache NL
EUR
  • EUR
  • USD
  • JPY
  • BGN
  • CZK
  • DKK
  • GBP
  • HUF
  • PLN
  • RON
  • SEK
  • CHF
  • ISK
  • NOK
  • HRK
  • RUB
  • TRY
  • AUD
  • BRL
  • CAD
  • CNY
  • HKD
  • IDR
  • ILS
  • INR
  • KRW
  • MXN
  • MYR
  • NZD
  • PHP
  • SGD
  • THB
  • ZAR
Kunden-Login
0
Quickly36
Quickly36
Quickly36
Quickly36
Quickly36
Quickly36
Quickly36

Quickly36

Knackig und Bassstark

Best.-Nr. 1385150

131,10 € / Stück
inkl. MwSt. zzgl. Versand
110.17 € exkl. MwSt
Lager: lieferbar

Verfügbare Optionen für diesen Artikel

Wählen Sie die gewünschten Optionen durch klicken aus und legen Sie diese mit dem Artikel in den Warenkorb.

Option: Frontwand

Werden individuell hergestellt, daher kann sich die Lieferzeit verlängern. Teillieferung möglich.

Option: Weichenbau

Menge: 
Diesen Artikel günstiger gesehen?

Details

BS/Quickly36 Update OHNE GEHÄUSE Durch die etwas kürzere Line macht die Quickly 36 Up die etwas knackigeren Bässe, was bei Rock und Pop den musikalisch jüngeren Zuhörern sicher besser gefällt

Merkmale

Wege 2-Wege
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 4
Höhe (cm) 107,00
Breite (cm) 23,40
Tiefe (cm) 35,60
Anwendung Kompaktlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Gradient
Preislevel 100-200 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprechergalerie

von Kayhh
von Kayhh
von Kayhh

Bauberichte

Quickly 36 - Standbox mit langer Leitung

Quickly 36 - Standbox mit langer Leitung

Laufzeitleitungs-Standlautsprecher mit zwei 13-cm-Chassis und Hochtöner

Transmissionlines gelten neben Hornlautsprechern als groß, teuer, leistungshungrig und schwierig, was ihr Lastverhalten am Verstärker angeht. Dass es auch anders geht, zeigt die Quickly 36 in ihrer neuesten Version.

Idee

Immer wenn die Chassis nicht mehr lieferbar sind, werden für unsere beliebtesten Bausatz-Bauanleitungen Updates fällig, so für viele FirstTime- und Quickly-Bausätze. Dass bei gleichen Parametern das Gehäuse meistens weiterhin passt und nur die Frequenzweiche aktualisiert wird, vereinfacht die Sache. Ein gravierender Vorteil der Neuauflage ist oft die gesammelte Erfahrung mit dem Ursprungsmodell, so dass wir bei einem Update meist noch bessere Klangergebnisse erzielen.

Neben der Transmissionline FT 2 TL alias CT 188 hat auch die Quickly 36 eine bewegte Geschichte hinter sich und wurde in ihrer Ursprungsversion in der KLANG & TON als CT 216 vorgestellt und später zur FT 1 TL unbenannt. Sie war so beliebt, dass nach Bauzeitende der ursprünglich verwendeten Chassis eine neue Bausatzreihe entstand: Die Quickly-Serie. Hierzu gehörte im April 2009 auch die jetzt neu aufgelegte Quickly 36, diesmal durchweg mit hochwertigen Gradient-Chassis bestückt. Mit Erscheinen der deutlich überarbeiteten "Gradient Select"-Chassis-Linie war nun eine weitere Überarbeitung erforderlich.

Holzliste in 22 mmMDF oder OSB pro BoxFrästiefen
Seiten (2x)107,0 x 35,62x Gradient W176-8 4 mm
Decken/Boden (2x)19,0 x 35,61x Gradient GDT 104 N3 mm
Rückwand (1x)19,0 x 102,6
Front (1x)19,0 x 88,1
TL-hinten (1x)19,0 x 73,6
TL-unten (1x)19,0 x 14,5

Auf dem Foto oben ist unter der Öffnung ein zusätzliches Weichenfach ersichtlich, welches nicht auf dem Bauplan eingezeichnet ist, die weiteren Bilder zeigen wieder die Version ohne Frequenzweichen-Department. Die Zeichnung haben wir als CAD erstellt.

Gehäusezeichnung Quickly 36

Datei herunterladen

Aufbau

Die Grobspanplatten, abgekürzt OSB, stammen aus dem Baumarkt - für gerade einmal 35 Euro zzgl. Fugenleim, der dann für rund einen Zehner gleich für ein halbes Dutzend Standboxen reicht.

Liegen bzw. stehen Bretter und Leim bereit, kann sich der Boxenbauer mit Bleistift und Zollstock bewaffnen und loslegen: Front, Rückwand, Deckel, Boden und Zwischenbretter werden zunächst auf einer Seite aufgeleimt (bitte vergessen Sie nicht, die einzelnen Bretter auch untereinander zu verleimen) und dann die zweite Seite aufgeleimt. Damit alle Bretter an ihrem richtigen Platz landen, dient der Zollstock als Maßstab und der Bleistift der Markierung. Außen austretender Leim ist mit einem nassen Lappen einfacher zu entfernen, solange er frisch ist, als später durch Wegschleifen.

Sind die Gehäuse fertig verleimt, werden sie dennoch geschliffen und die Löcher in die Front- und die Rückwand gesägt bzw. gefräst. Mit etwas Übung werden sie auch mit der Stichsäge einigermaßen rund, Hauptsache die Lautsprecher lassen sich hinterher gut einschrauben und die Chassis sitzen luftdicht in der Frontplatte. Bei den Quickly-Bauanleitungen fangen wir erst gar nicht an, die Chassis in die Front einzulassen, es soll ja schließlich alles schnell und unkompliziert vonstatten gehen.

Da die Anschlussdose in die Rückwand eingelassen wird, muss in das Trennbrett der Laufzeitleitung ein Loch für das Anschlusskabel gebohrt werden. Abgedichtet wird es nach Durchführung des Kabels mit Heißkleber.

Wer die Standboxen ohne Weichenfach aufbaut, kann die Box leicht zum Hörer hin anwinkeln, indem er vorne eine Leiste oder zwei Gummifüße unterschraubt, denn der Hochtöner sollte entweder in Ohrhöhe platziert sein, oder durch Anwinkeln auf die Ohren zielen.

Als Dämmmaterial verwenden wir pro Box 8 Matten (als vier Beutel) Intertechnik Sonofil. Die Matten werden entweder jeweils durch die Öffnungen in den Laufzeitleitungskanal hineingeschoben und der vordere Kanal wird durch das untere Bassloch gefüllt, oder vor dem Aufleimen der zweiten Seitenplatte eingelegt und ebenfalls festgeleimt. Jedenfalls bleibt dar Transmissionline-Ausgang frei. Wen die Öffnung trotz versteckter Wolle stört, sollte den folgenden Abschnitt lesen:

Rahmen

Eine Transmissionline hat nun einmal einen recht großen Schallaustritt, der zudem oft vorne platziert ist. Wer sich an der TML-Öffnung stört, der kann sich einen passenden Metallrahmen biegen und diesen mit einem Stück Akustikstoff einpressen. Wer das Biegen von Metall scheut, kann auch einen dünnen Holzrahmen als Bespannrahmen verwenden.

Hier haben wir einmal einen filigranen Rahmen aus einer 10 mm starken MDF-Platte aufgebaut und bei dieser einen Rand von ebenfalls nur 10 mm stehen lassen. Meist reicht es, den Rahmen einen Millimeter kleiner zu auszulegen als die Öffnung.

Großzügig bemessener, blickdichter Stoff wird untergelegt und auf der Rückseite des Rahmens mit doppelseitigem Klebeband befestigt oder festgetackert, bzw. zur Arbeitserleichterung beides, denn dann sitzt der Stoff am Rand auch ohne viele Klammern deutlich sauberer.

Ein einfacher Tacker mit 6 mm Klammern reicht aus, um den Stoff ans Holz zu nageln, zur Not tut es auch ein Bürotacker, nur sollte dann statt MDF besser Sperrholz eingesetzt werden. Falls der Rahmen anschließend nicht in der Öffnung hält, reicht es meist, einige Klammern seitlich in den Stoff zu schießen oder doppelseitiges Klebeband aufzukleben.

Weiche

Nach dem provisorischen Einbau der Chassis ging es an die eigentliche Arbeit bei der Lautsprecherentwicklung: die Dimensionierung der Frequenzweiche. Während das Gehäuse vor dem Bau simuliert werden kann und hinterher oft sogar passt, ist bei der Weiche jegliche Theorie ebensolche. So haben wir uns unbeirrt durch die Weichenschaltungen der Vorversionen ans Werk gemacht und spendierten beiden Tiefmitteltönern gemeinsam einen Filter 3. Ordnung, welcher in Verbindung mit einem Widerstand hinter dem Parallelkondensator eine gerade Line als Messprotokoll ermöglichte.

Nun galt es, den nicht plan in die Schallwand eingelassenen Hochtöner zu beschalten, denn die vorwitzige Montageart quittierte der Tweeter mit einer Kerbe bei 8.500 Hz. Da dieser Einbruch bei leichtem Anwinkeln allerdings verschwindet und selbst auf Achse kaum hörbar ist, entwickelten wir unbeeindruckt von dieser winzigen Schwäche einen zum Tieftonzweig passenden Filter mit ebenfalls 18 dB Flankensteilheit pro Oktave, ergänzt durch einen vorgeschalteten Widerstand zur Pegelanpassung. Der Übernahmepunkt liegt bei rund 3.000 Hz bei vorzüglicher Addition der beiden Zweige, solange die Zweige gegeneinander verpolt angeschlossen werden. Damit dies im Heimkino auch funktioniert, wird grundsätzlich der Hochtonzweig und nicht der Tieftonbereich umgepolt.

Der spätere Vergleich mit dem alten Schaltplan offenbarte zwar andere Bauteilewerte, doch bis auf den zusätzlichen Widerstand im Bassbereich ist der Aufbau identisch.

Abstimmung

Nachdem die Weichen auf dem Transmissionline-Kanalbrett hinter dem unteren Tieftöner befestigt waren und die Box zusammengeschraubt wurde, haben wir zum Abschluss der Arbeit die üblichen Messungen durchgeführt und folgende Messdiagramme erstellt:

Der Klang

Wie zu erwarten, klingt das Update der Quickly 36 auch nicht viel anders, aber doch ein klein wenig erwachsener. So bleibt bestenfalls noch die Frage zu klären, was die gleichen Chassis, in der FT 2 TL Up nur durch den W 148-8 ergänzt, in den beiden Bauvorschlägen anders machen. Durch die etwas kürzere Line klingt der Bass bei der Quickly 36 Up etwas knackiger, was jüngeren oder musikalisch jung gebliebenen Musikhörern oft besser gefällt und sich gerade bei Pop- und Rockmusik gut macht. Die FirstTime 2 TL Up hat durch den Mitteltöner eine etwas bessere Feindynamik und Durchzeichnung, die dem klassischen Hören eher zu Gute kommt. Der W 148-8 macht gleichzeitig den platzsparenden Ausbau der FT 2 TL zum Heimkino einfacher, davon demnächst mehr in diesem Theater.

Für den Klangtest stellten wir die Quickly-36-Standboxen mit genügend Wandabstand frei im Raum auf und schlossen sie an einen Yamaha-AV-Receiver an, der ein guter Stellvertreter handelsüblicher Verstärker ist, wie sie bei Lautsprecher-Selbstbauern sicher eher anzutreffen sind als hochpreisige High-End-Geräte.

Als Signalquelle zum Musikhören diente konsequenterweise ein CD-Player anstelle eines DVD-Players, doch zunächst lauschten wir dem Radioklang, der beim Einschalten eines Receivers je nach Stellung des Signalquellenwahlschalters nun einmal ertönt.

Hier zeigte sich bei WDR 2 und Eins Live (Westdeutscher Rundfunk) zunächst eine saubere Stimmwiedergabe ohne unangenehme Spitze in der (Frauen-)Stimme und nach dem Wechsel auf den Jugendsender eine warme und dennoch nicht zu füllige Wiedergabe deutscher Rapmusik von Peter Fox. Trotz der starken Komprimierung blieb der Grundtonbereich angenehm, der Bass erschien tief und differenziert, nie dröhnig oder aufgedickt.

Die sogenannte ernste Musik, also Klassik und Jazz, haben wir bei den Quicklys außen vor gelassen, dies ist eher das Element der FirstTime 2 TL. Also landete ganz trivial ein Bravo-Hits-Silberling im CD-Player. Er begann mit dem balladenartigen Vortrag "Almost Lover" von meiner Bravo-Hits-CD, der unaufgeregt mit guter Raumabbildung zum Zuhören einlud. Die löbliche Bemühung der Sängerin, Betonungen in die Stimme zu legen, wurde nicht durch leider häufig zu beobachtende, verwaschene Wiedergabe der Boxen konterkariert.

Fazit

Die aktualisierten Quickly 36 vermitteln einfach nur viel Spaß an der Musik, viel mehr, als ihr wirklich günstiger Preis erhoffen lässt. In ihr können die Gradient-Chassis zeigen, was sie können, wenn es um viel Klang für wenig Geld geht.

Intertechnik
Quickly 36

Quickly 36

Lange mussten unsere Leser warten, bis wir die Neuauflagen der beliebten FirstTime- und Quickly-Reihen in Angriff nehmen konnten, die Gründe habe ich schon im letzten Artikel zur FT 2 TL genannt. Nun geht es Schlag auf Schlag, denn ich musste auch für das zweite Update kein neues Gehäuse planen, ja nicht einmal bauen. Das ist der große Vorteil, wenn man Sammler ist, also sich nur schwer von Altem trennt. Zwar klagt meine Frau aus ihrer Sicht zu Recht häufiger darüber, dass ich mich konsequent an vertraute Dinge klammere, doch wenn ich dann wieder einmal ihren neuen Flachfernseher wie eine Gieskanne tönen höre, fühle ich mich schon bestätigt. Das sei an dieser Stelle allerdings nicht Gegenstand der Betrachtung, höre ich mich selber sagen, kommen wir daher einfach mal zur Sache.

PDF, als auch Sketchup-Datei.

Da es mir immer wieder eine Freude ist, Menschen bei der Arbeit zu sehen, erspare ich dem erfahrenen Leser diesen Anblick nicht, auch wenn ich selbst der Mensch war, der in einem frühen Lebensabschnitt abgelichtet wurde. Dem unerfahrenen Nachbauer soll es eine Hilfe sein, meine mit flotten Sprüchen garnierten Klebekünste nicht lange suchen zu müssen, wenn er sich für die Schnelle entschieden hat.

Zusammenbau
Das OSB, gemeinhin auch Grobspan genannt, kaufte ich für 35 Euro im Baumarkt, ausreichend Fugenleim hatte ich noch von anderen Bauprojekten übrig. Das sei an dieser Stelle auch noch einmal gesagt: Mit einem Liter Leim klebe ich etwa zehn große Standboxen, für vier bis sechs kleinere Kisten reicht er dann auch noch aus. Bei einem Einkaufspreis von 9 bis 12 Euro ist das sehr preiswert.

quickly36bau_01quickly36bau_02
Außer Brettern und Leim braucht der Boxenbauer nur noch einen Zollstock und einen Bleistift. Damit markiert er die Position der Innenbretter. Der TL-Boden dient ihm als Maß. Der Rest erzählt sich selbst.

quickly36bau_03quickly36bau_04

quickly36bau_05quickly36bau_06

quickly36bau_07quickly36bau_08

quickly36bau_09quickly36bau_10

quickly36bau_11quickly36bau_12

quickly36bau_13quickly36bau_14

quickly36bau_15quickly36bau_16
Nach dem Trocknen wurde geschliffen und die Löcher in Front und Rückwand gefräst. Hierfür reicht aber auch eine Stichsäge aus, dann werden die Löcher nur nicht so schön rund. Da sie später jedoch nicht mehr sichtbar sind, tut das keinem weh. Getreu der Devise, schnell und unkompliziert baubar, wurden die Chassis nicht in die Schallwand eingelassen. Darauf durfte hinterher die Weiche Rücksicht nehmen.

quickly36bau_17quickly36bau_18
In die Rückwand der TL wird ein Loch gebohrt, durch das die Kabel zur Anschlussdose gezogen werden. Mit Heißkleber wird es anschließend abgedichtet.

quickly36bau_19quickly36bau_20
Als Dämmmaterial verwende ich Polsterwatte, die von der Rolle geschnitten wird, bei Intertechnik gibt es das bekannte Sonofil im Beutel. Mit 1,6 m Länge und 20 cm Breite ist die Rollenware sehr praktisch für die Füllung von Laufleitungen. In den Auslass wird die erste Matte hineingesteckt, mit dem langen Arm nachgeschoben, das Kabel schaut ungerührt aus dem Kanal heraus.

quickly36bau_21quickly36bau_22
Durch den oberen Bassausschnitt wird die weiße Watte nachgezogen und dann oben und unten umgefaltet. Der vordere Kanal wird durch das untere Bassloch gefüllt. In handelsübliches Sonofil umgerechnet entspricht jede Bahn vier Beuteln, die vor dem Verkleben der zweiten Seitenplatte eingelegt werden müssen. Unter die Box habe ich nur vorn zwei Gummifüße geschraubt, damit sie mit einem kleinen Winkel zu Zuhören schaut und der Hochtöner in 2,5 bis 3 Meter Entfernung in das Ohr blickt. Wer nicht in den offenen TL-Auslass schauen mag, kann sich aus einer dünnen MDF-Platte und einem kleinen Stück Stoff einen Rahmen basteln, den er mit Presspassung dort hineinsteckt. Wie das geht, haben wir in der Werkstattpraxis zwar schon genau erläutert, aber erfahrungsgemäß sieht sich kaum jemand die alten Bildgeschichten regelmäßig wieder an. Deshalb passend zum Thema auch hier eine Arbeitserleichterung per Copy and Paste. Einen eigenen Beitrag konnte ich auch leisten, indem ich die Bildgrößen minmal geändert habe.

Rahmen
Ein oft genannter Grund, keine Transmissionline bauen zu wollen, ist die Tatsache, dass der Schall aus einer recht großen Öffnung austreten möchte. Klanglich besonders nützlich ist es dabei, wenn sich das Loch vorn in der Box befindet. Es ist der somit frei gegebene Blick auf das Dämmmaterial, egal ob weiß oder anthrazit, der stört. Dem abzuhelfen dienen die folgenden Bilder.

a_zubau_1
zubau_302
Grundlage für unsere Abdeckung des als häßlich empfundenen Luftaustritts ist eine 10 mm dünne MDF-Platte in den Abmessungen der fehlenden Frontplatte minus einem Millimeter für den Stoff. Von ihr ließ ich nur den Rand mit 1 cm Dicke stehen, der Rest fiel der Attacke der Stichsäge zum Opfer. Der blickdichte, schwarzer Stoff, der für Basswellen kein Hindernis darstellt, wird daruntergelegt und mit der Schere großzügig zu groß zugeschnitten.
zubau_402
zubau_502
Ein einfacher Tacker, mit 6 mm Klammern gefüttert, reicht aus, den Stoff ans Holz zu nageln. Wir beginnen an einer Seite und spannen dann den Stoff ein wenig, wenn wir die gegenüber liegende bearbeiten. Die richtige Spannung erhält der Stoff beim Antackern der beiden letzten Seiten. Bei der ganzen Aktion habe ich die Ecken ausgelassen. Der Stoff wird dort recht fest zusammen gerafft und straff über die Kante gezogen. Dabei achte ich darauf, dass seitlich keine Falten entstehen. Zwei bis drei Klammern geben dem schwarzen Lappen Halt. Den Rest erledigt die Schere. Wer den Abdeckrahmen allerdings auch von hinten ansehnlich gestalten will, darf den Stoff auch mit einem Metalllineal und einem Teppichmesser abschneiden. Für den Fall, dass die Klammern zu weit auseinander stehen, wird sich der gespannte Stoff davon machen wollen. Ein paar zusätzliche Klammern wissen das zu unterbinden. Sollte der Rahmen zu locker im Loch sitzen, kann er mit einer oder zwei seitlich eingeschossenen Klammern “verbreitert” werden. Dieser kleine Trick ist natürlich nicht illegal, man muss sich nur zu helfen wissen!


Datenblätter kopiere ich nicht von dort hier her, sonst wird mir noch der Vorwurf gemacht, den ganzen Artikel nur abgeschrieben zu haben. Zwischen diesen de- und konstruktiven Aktionen habe ich die 12 Matten Sonofil aus der einen Box entnommen und acht davon gleichmäßig in der Quickly verteilt. Den Ausgang der TL habe ich frei gelassen. Da auch noch die Kabel in der alten Box vorhanden waren, musste ich nur noch ein wenig löten und konnte schon nach wenigen Minuten zum eigentlichen Arbeitsgang kommen, dem Weichenbau. Ohne groß auf den Schaltplan der verschiedenen Variante zu schauen, legte ich los und verpasste den beiden Bässe ein gemeinsames Filter 3. Ordnung, was nach Einfügen eines abschwächenden Widerstandes hinter dem parallelen Kondensator die rote Lini auf meinen Monitor malte. Damit ganz zufrieden, ging es an den nicht plan in die Schallwand versenkten Hochtöner, was er deutlich mit der Kerbe bei 8,5 kHz quittiert. Das soll uns jedoch nicht weiter aufregen, denn unter Winkel verschwindet der Haken Weiche Quickly 36 Updatevollständig, hörbar ist eine so schmale Senke eh nicht. Auch hier war ein 18 dB-Filter angemessen, dem ein Widerstand zur Lautstärkeregelung vorgeschaltet wurde (grün). Der Kreuzungspunkt der Zweigkurven liegt bei fast exakt 3 kHz, die Addition klappt vorzüglich, wenn beide Zweige gegeneinenander verpolt angeschlossen werden. Der spätere Blick auf den alten Schaltplan offenbarte zwar andere Werte, doch bis auf den zusätzlichen Widerstand parallel zu den Bässen ist die Topologie identisch.

Nachdem ich die Weichen auf das TL-Brett hinter den unteren Bass geklebt hatte, wurden zum Abschluss der Arbeit die üblichen Messungen durchgezogen.Es folgen die daraus entstandenen Diagramme.

Quickly36 AmpQuickly36 ImpQuickly36 Klirr90Quickly36 WinkelQuickly36 SprungQuickly36 Wasserfall

Quickly36Update_4Nicht viel Worte gibt es zum Klang zu schreiben, das Update macht sein Ding nicht schlechter als der Vorgänger. Kopieren könnte ich die Klangbeschreibungen der FirstTime 1 und auch der Quickly 36, die beide weiterhin im Bausatz-Archiv einsehbar sind. Nur wäre dann nicht glaubhaft, dass Madonna wirklich wieder von ihrem Geburtstag sänge, auch das Mädel mit den blauen Flecken und Peter Fox müsste ich in unserer schnelllebigen Musikwelt durch andere Tageshelden ersetzen. So bleibt bestenfalls noch die Frage zu klären, was die gleichen Chassis, in der FT 2 TL Up nur durch den W 148-8 ergänzt, in den beiden Bavorschlägen anders machen. Nun, das ist schnell erklärt: Durch die etwas kürzere Line macht die Quickly 36 Up die etwas knackigeren Bässe, was bei Rock und Pop den musikalisch jüngeren Zuhörern sicher besser gefällt , die FT 2 TL Up hat durch den Mitteltöner die bessere Feindynamik und Durchzeichnung, die dem klassischen Hören eher zu Gute kommt. Der W 148-8 macht aber zugleich auch den platzsparenden Ausbau der FT 2 TL zum Heimkino einfacher, davon demnächst mehr in diesem Theater.

Weil es das Bausatz-Archiv nicht mehr gibt, ist es leider nicht möglich, die alte Klangbeschreibung zu lesen. Kein Problem, dann wird sie eben hier einfach angehängt.

Der Klang

Zum Hörtest stellte ich meine neuen Boxen frei in meinen Raum und schloss sie an den Yamaha-AV-Receiver an. Der wird eher dem vom Nachbauer verwendeten Verstärker entsprechen als meine anderen Amps, sei es der Destiny KT 88 oder die Vor-/ Endstufen von SAC. Richtigerweise hätte ich auch einen DVD-Player anschließen müssen, ich besitze aber keinen mehr, nachdem mein Sohn den in seine Wohnung entführt hat. Für tragisch halte ich das nicht, denn zum Musikhören benutze ich eh lieber einen CD-Dreher. Angefangen habe ich aber mit dem Radio.  “Tagesmusik”, wie sie uns täglich dort begegnet oder auch von den einschlägigen Musiksendern im TV präsentiert wird, war angesagt. Dabei spielte es keine Rolle, ob sie für die jungen oder älteren Zuhörer gespielt wurde, bei uns im Ruhrgebiet heißt das, egal ob WDR 2 oder Eins Live. Rund und ohne unangenehme Spitze in der Stimme teilte mir das Mädel gerade mit, dass es noch immer blaue Flecken habe. Obwohl ich den Text ausgezeichnet verstehen konnte, habe ich auf die Begründung dafür nicht weiter gewartet, sondern den Sprung zu dem Jugendsender gewagt, wo Peter Fox mit deutschem Rap rüberkam. Trotz der starken Komprimierung war der Grundton sehr angenehm warm, nicht jedoch zu füllig, der Bass erschien tief und differenziert, nie dröhnig oder aufgedickt. Klassik und Jazz stand nicht auf dem Programm, das ich mir für den folgenden Hörtest von CD ausgesucht habe, es wird auch niemand erwarten, dass dies das Element der Quicklies ist. Er begann mit dem balladenartigen Vortrag “Almost Lover” von meiner Bravo-Hits-CD, der unaufgeregt mit guter Raumabbildung zum Zuhören einlud. Die löbliche Bemühung der Sängerin, Betonungen in die Stimme zu legen, wurde nicht durch leider häufig zu beobachtende, verwaschene Wiedergabe der Boxen konterkariert. Gnädiger als eine Referenzbox geht die Quickly 36 mit Mängeln in den Aufnahmen um, sie zeigt weniger mit dem Finger auf die Schwachstellen, die dem Tonmeister vom Musikverlag oder dem Equipment auferlegt wurden. Das zeigte sich deutlich bei alten Rockaufnahmen, die ich selbstverständlich auch im CD-Regal stehen habe. So rockte Deep Purple auch dort noch sehr gut, wo Boxen mit noch mehr Auflösungsvermögen gern noch einen draufgelegt hätten, wegen der Abmischung aber nicht können. Das von den Quicklies zu verlangen, wäre nun auch recht vermessen. Sie machen weitaus mehr Freude, als ihr wirklich günstiger Preis erhoffen lässt.

Udo Wohlgemuth


Technik

Chassis 2 x Gradient W 176-8 Holzliste in 22 mm MDF/ OSB pro Box:
  1 x Gradient GDT 104 N  
    107,0 x   35,6 (2x) Seiten
Vertrieb Intertechnik, Kerpen 19,0 x   35,6 (2x) Deckel/ Boden
Konstruktion Udo Wohlgemuth 19,0 x 102,6 (1x) Rückwand
    19,0 x   88,1 (1x) Front
Funktionsprinzip Transmissionline 19,0 x   73,6 (1x) TL-hinten
Nennimpedanz 4 Ohm 19,0 x   14,5 (1x) TL-unten
Dämmstoff: 4 Beutel Sonofil  
Terminal T 105 MS/ AU Frästiefe:
    W176-8:      4 mm
Kosten pro Box:   GDT 104 N: 3 mm
Einzelteile 115 Euro  
Bausatz: 100 Euro Holzzuschnitt: 20 Euro


Quickly36Update_6

Roys Quickly 36

Roys Quickly 36

Hallo lieber Leser!  

Musik ist bereits, seit ich denken kann, für mich ein wesentlicher Bestandteil meines Alltags. Bereits in jungen Jahren gab es natürlich die Geiz-ist-Geil-Brüllwürfel im Kinderzimmer, mit denen ich erstmalig die Musik für mich entdeckte. Aus Liebe zur Musik sollte auch später mein heutiges, aber noch recht junges Hobby hervorgehen. Als ich mein erstes Auto gekauft hatte, ging es natürlich mit dem ersten, ich bezeichne es jetzt absichtlich mal als „Werkeln“ an den Wiedergabegeräten der Musik schnell los. Wie die Zeit es zeigte, wurde aus diesem anfänglichen Herumbasteln schnell ein anspruchsvolles Hobby – nicht nur akustisch, sondern auch die Optik und Haptik sollten stimmen und sich optimal und dezent in den Innenraum einfügen. Der Basteldrang hat bisher nicht nachgelassen - also musste auch langsam zu Hause mal etwas passieren. Nach etwas Recherche im Web stieß ich auf Udo’s Seite und was ich da sah und las, gefiel mir sehr! Selbst bauen, dadurch Geld sparen und sowieso günstige Angebote waren weitere Indikatoren auf meinem Weg zu einem von Udo’s Bauvorschlägen. Da ich als Student erstmal kein halbes Vermögen ausgeben wollte, und ich eine optisch passende Stereo-Standbox für unser Wohnzimmer suchte, fiel die Wahl schnell auf die Quickly 36. Nach ein wenig Rücksprache mit dem Meister höchstpersönlich bestellte ich den Bausatz, über den ihr hier mein Echo lesen sollt.  

?Auf die Plätze, fertig, los!  

Der Bausatz war noch nicht verschickt, da habe ich mich schon mal mit einem Zettelchen zum Baumarkt begeben und die benötigten Bretter vom Mann an der Plattensäge erstanden.
Zwischenzeitlich traf auch Udos Bausatz ein.
Mit einem guten Freund und seiner Oberfräse gingen wir gleich ans Werk die Schallwand passend zu gestalten. Die Abstände der einzelnen Chassis, welche auch ich nahm, findet ihr bei Udo in der Bauanleitung. Jedoch nicht die Fräsdurchmesser, daher liefere ich diese hier nach: Wir haben gefräst: TMT: Außen 188mm, Innen 148mm, Tiefe: 7mm / HT: Außen 104mm, Innen 81mm, Tiefe: 3mm Allerdings kann man beim Außenring des HTs ruhig 1mm weniger nehmen und beim TMT dürfen es ruhig auch 5,5-6mm Tiefe sein. Ansonsten dürften das die Fräsdaten sein, um alles passgenau einzuarbeiten. Wichtig ist auch das Terminal: 75mm passen dort perfekt. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an Norman, der sogar extra für mich im Vorhinein einen Fräszirkel für mein Projekt gebaut hatte und sich eine Menge Zeit zum fräsen nahm.

 

12

Oh Gott – das schöne Schlafzimmer – wie sieht’s denn hier aus !?  

Mit freundlicher Genehmigung meiner Frau, bekam ich im Schlafzimmer eine Bastelecke zugewiesen, wo nun das restliche Treiben auf dem Weg zum fertigen Lautsprecher stattfinden durfte. Da ich im Auto bereits mehrere Subwoofer-Gehäuse gebaut hatte, bin ich bereits recht geübt im Umgang mit dem braunen Baugut. Da ich sowieso nicht der Besitzer etlicher Schraubzwingen bin, bekam das Gehäuse auch gleich ein paar Verschraubungen. Damit ist es schön stabil und das „leicht schiefe“ Augenmaß des Baumarkt-Plattensägers wurde etwas ausgeglichen.  

Weiterhin lasse ich einfach die Bilder sprechen:  

4 5
6 7
8 9

Hier wurde der TL-Kanal eingebaut und überstehende Kanten abgeschliffen, „rechtwinklig gesägt“ sieht eigentlich anders aus.  

Elko und Spule hier, ein paar Kabel da…  

10 11

Nun konnte es mit dem Weichenbau losgehen. Die benötigten Bauteile etwas zurecht gelegt und mit dem Lötkolben zusammengefügt, entstanden schnell die fertigen Frequenzweichen, die ich mit Heißleim auf einem kleinen MDF-Brett befestigte. Weiterhin wurden die Kabel zum Terminal geführt und angelötet.  

Die Frequenzweiche und ihre Kabel befestigte ich ebenso mit Heißleim im Gehäuse. Dann wurde das Sonofil zurechtgeschnitten und ins Gehäuse gelegt. Den ganzen Spaß zugeschraubt und verleimt, ergibt ein fertiges Rohgehäuse.  

12 11
11 11

„Aufhübschen“  

Danach legte ich das halbe Zimmer mit Zeitungspapier aus. Mein herzlicher Dank an dieser Stelle gilt der Spam-Attacke von T-Mobile auf unseren Briefkasten, ohne deren Unterstützung ich mein Vorhaben nicht so schnell hätte realisieren können. Denn Ziel war es den Port und die Fräsungen schwarz zu lackieren um nachher kein hässliches Roh-MDF mehr zu sehen.  

16 17

Nach einer Trocknungsphase ging es endlich zum Furnieren.  

Dazu sei vorerst gesagt, dass ich schon meinen eigenen Verarbeitungsprozess zur Herstellung einer Furnieroberfläche entwickelt habe. Dieser weicht von vielen, im Netz zu findenden Anleitungen in einzelnen Teilschritten etwas ab, ist aber nach meinem Empfinden wesentlich effektiver und dazu noch sauberer in der Kantenbildung.  

Zuerst geschieht jedoch alles wie gewöhnlich: das Furnier wird zurechtgeschnitten und auf der zu behandelnden Oberfläche wird Leim mithilfe einer Zahnspachtel gleichmäßig verteilt. Mit dem Finger habe ich oftmals etwas nachgeholfen, um auch genügend Leim direkt an den Kanten zu haben. Denn Vorsicht – Leim, der an den Kanten über das Furnier herunter läuft bildet später hässliche Flecken, da die getrocknete Leimoberfläche kein Hartwachsöl mehr annimmt.

Ich benetze allerdings das Furnier vorher NICHT mit Wasser oder mit Leim von einer Seite. Das Furnier wird nach einer kurzen Abziehzeit des Leims direkt aufgelegt, zurecht gerückt und mit dem Bügeleisen erst mit wenig, dann mit immer mehr Druck angepresst. Wichtig ist anfangs nicht zu lang auf einer Stelle zu bleiben, da sich das Furnier dann, vor allem an den Randbereichen, schnell wellt. Besondere Beachtung gebe ich anfangs ggf. vorhandenen Furnierstößen, diese sind von größter Bedeutung, sodass man nachher keinen Spalt mehr sieht. Ich streiche mit dem Bügeleisen dabei immer in Richtung des Stoßes, dabei lasse ich aber dazwischen immer kleine Pausen, in denen ich mich um den Rest der Oberfläche oder um die Kanten, die Sekundärpriorität genießen kümmere. Denn wenn man zu lange auf einer Stelle bleibt, bekommt man schnell einen Spalt, der sich nachher nicht mehr ausgleichen lässt, wenn das Furnier fest ist. Wie man am nebenstehenden Bild sieht, gibt es bei mir einen perfekten Stoß. Da ich mit Nussbaumfurnier gearbeitet habe, sieht man allerdings an der Maserung noch etwas, wo 2 Furnierplatten aufeinander stoßen. Das war allerdings nur an den Seitenflächen meiner Quickly36 der Fall, sieht aber keineswegs störend aus. Zuletzt behandele ich die großen Flächen mit dem Bügeleisen, bei schwierigen, sich immer wieder wellenden Stellen nutze ich einen Schwamm mit etwas Wasser, wobei ich das Furnier unter Druck stark anpresse. Zu wenig Druck ergibt wieder schnell kleine Falten, die man nochmals ausbügeln muss und dann hässliche Streifen ergeben. Danach drehe ich die den Lautsprecher komplett um und erhöhe eine Seite mit einem Brett. Unter die andere Seite lege ich eine Schneideunterlage, auf dieser die Kante nun absolut linear aufliegen sollte. Mit einem Teppichmesser ritze ich erst mit wenig, dann mit immer mehr Druck das Furnier durch. Das geschieht wesentlich schneller als mit Schleifpapier oder einer Feile und ist absolut sauber.

17 17
17 17
17 17
17 17
17 17

Bei den Lautsprecherausschnitten auf der Schallwand benutze ich für die ersten groben Schnitte eine Nagelschere, die praktischerweise auch gleich mit einem Radius schneidet und tastete mich dabei langsam an die Kanten der Fräsung heran. Etwa 0,2-0,5cm habe ich dabei stehen gelassen. Dieser Rest wird wieder mit dem Cuttermesser und einer Abwärtsbewegung entfernt, bis eine absolut saubere Kante entsteht. Falls irgendwo das Furnier ausreißen sollte, muss mit etwas Leim und Bügeleisen noch nachträglich nachgeholfen werden. Das sieht man aber nachher nicht mehr.  

Nach getaner Arbeit bleibt es nur noch die harten Furnierkanten mithilfe einer Schleifmaus abzurunden. Dieses Werkzeug ist schnell und effektiv und wenn man gleichmäßig arbeitet, sieht man nachher nicht einmal mehr, dass an dieser Stelle Furnierplatten aufeinander gestoßen sind.

Ich empfehle im Übrigen dringlichst das Bügeleisen von eventuellen Leim- und Holzspuren wieder zu befreien. Das tut dem Haussegen ungemein gut, wenn ihr das nicht so vergesst wie ich.  

Das letzte Finish geschah dann bei mir mit 3 Schichten Hartwachsöl. Das Ganze ist eine etwas provozierende Angelegenheit, da jede Schicht 1 Tag zum ablüften braucht und man es kaum abwarten kann, bis man die Boxen nun endlich aufstellen kann – denn eigentlich sind sie ja fast fertig.  

Erster Höreindruck  

30Zuerst richtete ich die Lautsprecher auf meine Hörposition aus. Die ersten CDs flogen ins Laufwerk und ich setzte mich erstmals kritisch vor die Quicklys. Mein erster Testtrack „Rods and Cones“ von der Blue-Man-Group schoss durch den Verstärker. Die Räumlichkeit und der Focus der ersten Instrumente hat mich schon mal sehr überzeugt. Als der Bass einsetzte hörte ich einen relativ starken Peak und Kick im Midbassbereich, der vermutlich auch mit meiner Raumakustik zu tun hat, denn 30cm weiter vorn ist er kaum noch zu hören. Aber die leicht bassbetonte Spielweise der Quickly, zumindest in meinem Wohnzimmer, kann ich nicht leugnen. Über die Bühne braucht man sicher nichts zu sagen, die hat sehr gut gestimmt. Positionen, sowie Focus. Ist ja auch bei Homehifi wahrscheinlich nicht so schwer wie im Auto. Danach ließ ich Katie Melua ihr „Closest thing to crazy“ zum Besten geben. Die Gitarren empfand ich als sehr echt. Sogar ein ganzes Stück Dynamik im Hochton habe ich gehört, was ich den Hochtönern so erstmal nicht zugetraut hätte. Jedoch fehlt hier ein kleines bisschen die Hochtonbrillianz, was man aber den Hochtönern für diesen Preis ganz und gar nicht übel nehmen könnte. Überzeugen sie doch mit sehr sehr viel mehr, als ihr Preis vermuten lässt. Des Weiteren kam noch ein ähnliches Lied von Angus & Julia Stone in den Player: „All of me“. Das Gitarrenduett auch hier wieder sehr überzeugend und tonal meiner Meinung nach überaus angenehm. Das können sie wirklich sehr gut! Danach ließ ich von den Dire Straits „Money for Nothing“ laufen. Das Schlagzeug am Anfang überzeugte mit gut abgebildeter Räumlichkeit, sogar die Entfernung konnte man deutlich wahrnehmen. Danach die E-Gitarren, welche mich noch nicht sooo sehr überzeugten. Irgendetwas fehlt da noch - der erste Eindruck ist, dass etwas im unteren Hochtonbereich und/oder Mittelton fehlt? Zumindest kenne ich die Gitarren aus meinem Auto kräftiger und fetziger. Auch die Stimme kam nicht so direkt und kräftig daher. Auf jeden Fall spielen die Hochtöner in gewissen Situationen etwas zurückhaltend. Was mir aber gerade bei den ein oder anderen Musikrichtungen, bspw. Metal entgegenkommt. Denn ich habe von Natur aus eine schnelle Nervempfindlichkeit für zu lauten Hochton, daher senke ich dort (bspw. Im Auto) gern leicht ab. Daher kommt mir diese leichte Zurückhaltung der GDT104 sogar etwas 29entgegen. Als nächstes kam komplett anderes Material zum Einsatz. Booka Shade mit „Darko“, ein minimales Stück elektronischer Tanzmusik. Der Bass machte sehr viel Spaß! Füllte den Raum und auch sonst kam alles wie gewohnt aus der Box. Sehr überzeugende Vorstellung! Basslastig ging es weiter: Hiphop und Drum’n’Bass wie „Starstruck“ von Lady Gaga, oder „9000 Miles“ von Pendulum war angesagt. Was mir dabei aufgefallen ist, dass der Bass sehr ausgewogen abgestuft ist, jedoch mit einem kleinen Einbruch zwischen Mid- und Tiefbass. Aber ich vermute mal, dass mir auch hier die Raumakustik einen Streich spielt und ich noch etwas mit der Aufstellung bzw. der Hörposition experimentieren werde. Auf jeden Fall kann ich eins sagen: Im Tiefbass brauchen sich die Quicklys auf keinen Fall verstecken! Spaß und Lautstärke sind Garantiert, wenn man das möchte. Für diese Musik passt auch die leicht bassorientierte Spielweise perfekt. Ein Subwoofer ist da schon fast überflüssig. Da ich musikalisch fast alle Genres höre, kamen noch eine Menge weitere Lieder zum Einsatz, bei denen ich teilweise wieder die schon oben angesprochene Spielweise der Quickly feststellte. Auch in andere Positionen des Raums wird der Sound sehr gut abgestrahlt.

Als Fazit würde ich die Quickly selbstverständlich als Spitzen-Box für ihr Geld bezeichnen wollen - das steht außer Frage. Ein paar kleine Schwächen hat sie sicher hier und da, die man ihr aufgrund des Preises ganz und gar nicht übel nehmen kann und darf. Aber sie hat auf jeden Fall ein gutes Talent: Sie schafft es schon sehr audiophil und echt, aber auf der anderen Seite auch mit Spaß und Hörvergnügen zu spielen. Eine gewisse Alroundfähigkeit kann man ihr ganz und gar nicht abstreiten – das schafft sie meiner Meinung nach sehr gut! Ich danke Udo an dieser Stelle für seine tolle Entwicklung und den tollen Support. Dass muss man an dieser Stelle auch nochmals festhalten, da es bei mir anfangs ein kleines Problem gab: Udo kümmert sich wirklich schnell und kompetent um die Probleme seiner Käufer! Dieser tolle Service und der freundliche Mailkontakt haben mich zudem sehr überzeugt.  

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und freue mich, wenn ich dem einen oder anderen etwas hilfreich in der Entscheidungsfindung oder anderen Angelegenheiten sein konnte. 

Vielen Dank fürs Lesen!  

Liebe Grüße  

Roy 

Dieser Bausatz ist leider nicht mehr lieferbar und wird in Kürze durch einen Nachfolger ersetzt.

Quickly 36

Quickly 36

Quickly 36 Update ersetzt

Natürlich darf man mir auch Einfallslosigkeit vorwerfen. Schon wieder wird eine Quickly präsentiert und sie erhält auch nur eine Nummer als Nachnamen, die sich aus der Addition der Bassgröße ergibt. Namen sind Schall und Rauch und dienen nur der Wiedererkennung. Dass dabei die Autoindustrie erfinderischer ist, hat ihr auch nicht den Weg in die Krise erspart, auch der wohlklingendste Fantasie-Name verkauft sich nicht. Anders ist es zum Glück im Lautsprecherbau, dort sind die Bezeichnungen weniger wichtig als das, was da vorn heraus kommt. Und das ist schon eine Menge Luft, die von zwei 18er Bässen in einer Transmissionline verschoben wird. Doch beginnen wir am Anfang.

Chassistest dieser Ausgabe präsentiert, die des GDT 104 R sind bei den anderen Quicklies zu finden. Die Resonanzfrequenz der Bässe von 40 Hertz erfordert eine Kanallänge von 2,10 Metern, die Lineöffnung wollte ich unten vorn haben, also war ein Faltungs-L nötig. Die Membranfläche der beiden W 180/ 8 ergab für den Querschnitt bei 19 cm Schallwandbreite eine Tiefe von 14,5 cm und schon konnte ich mit Sketchup meine Box malen.

Quickly 36Bauplan


Das OSB, gemeinhin auch Grobspan genannt, kaufte ich für 35 Euro im Baumarkt, ausreichend Fugenleim hatte ich noch von anderen Bauprojekten übrig. Das sei an dieser Stelle auch einmal gesagt: Mit einem Liter Leim klebe ich etwa zehn große Standboxen, für vier bis sechs kleinere Kisten reicht er dann auch noch aus. Bei einem Einkaufspreis von 9 bis 12 Euro ist das sehr preiswert.

Quickly36Bau_01Quickly36Bau_02

Außer den Brettern und Leim braucht der Boxenbauer nur noch einen Zollstock und einen Bleistift. Damit markiert er die Position der Innenbretter. Der TL-Boden dient ihm als Maß. Der Rest erzählt sich selbst.

Quickly36Bau_03Quickly36Bau_04

Quickly36Bau_05Quickly36Bau_06

Quickly36Bau_07Quickly36Bau_08

Quickly36Bau_09Quickly36Bau_10

Quickly36Bau_11Quickly36Bau_12

Quickly36Bau_13Quickly36Bau_14

Quickly36Bau_15Quickly36Bau_16

Nach dem Trocknen wurde geschliffen und die Löcher in Front und Rückwand gefräst. Hierfür reicht aber auch eine Stichsäge aus, dann werden die Löcher nur nicht so schön rund. Da sie später jedoch nicht mehr sichtbar sind, tut das keinem weh. Getreu der Devise, schnell und unkompliziert baubar, wurden die Chassis nicht in die Schallwand eingelassen. Darauf durfte hinterher die Weiche Rücksicht nehmen.

Quickly36Bau_17Quickly36Bau_18

In die Rückwand der TL wird ein Loch gebohrt, durch das die Kabel zur Anschlussdose gezogen werden. Mit Heißkleber wird es anschließend abgedichtet.

Quickly36Bau_19Quickly36Bau_20

Als Dämmmaterial verwende ich Polsterwatte, die von der Rolle geschnitten wird. Mit 1,6 m Länge und 20 cm Breite ist sie sehr praktisch für die Füllung von Laufleitungen. In den Auslass wird die erste Matte hineingesteckt,mit dem langen Arm nachgeschoben, das Kabel schaut ungerührt aus dem Kanal heraus.

Quickly36Bau_21Quickly36Bau_22

Durch den oberen Bassausschnitt wird die weiße Watte nachgezogen und dann oben und unten umgefaltet. Der vordere Kanal wird durch das untere Bassloch gefüllt. In handelsübliches Sonofil umgerechnet entspricht jede Bahn vier Beuteln, die dann vor dem Verkleben der zweiten Seitenplatte eingelegt werden. Wer nicht in den offenen TL-Auslass schauen will, kann sich aus einer dünnen MDF-Platte und einem kleinen Stück Stoff einen Rahmen basteln, den er mit Presspassung dort hineinsteckt. Wie das geht, haben wir in der Werkstattpraxis genau erläutert. Unter die Box haben wir nur vorn zwei Gummifüße geschraubt, damit sie mit einem kleinen Winkel zu Zuhören schaut und der Hochtöner in 2,5 bis 3 Meter Entfernung in das Ohr blickt.

Die Weiche

Quickly36_ZweigeWeiche Quickly 36

Die beiden W 180/ 8 wurden parallel geschaltet, Ein paar Haken und Ösen im oberen Teil des gemeinsamen Frequenzgangs machten eine Filterung mit 18 dB nötig, die aber dank der Impedanz von vier Ohm nur recht kleine Spulenwerte erzwang. Der mittig zwischen den Spulen abgeführte Kondensator kostet als Elko glatt auch nicht die Welt. Mit der gleichen Flankensteilheit trennten wir den Hochtöner, der vor den MKP-Q4-Kondensatoren und der kleinen Luftspule mit 0,71 mm Drahtstärke einen mit vier Watt belastbaren Widerstand geschaltet bekam. Die Summenkurve zeigt eine gute Addition mit Trennung bei 2800 Hz. Fast symmetrisch sind dabei die Flanken der Zweige.

Quickly36Bau_33Quickly36Bau_34

Um zu erkennen, wie die Bauteile miteinander verbunden werden müssen, habe ich sie auf den Weichenplan gelegt und die Beine dorthin zeigen lassen, wo sie später zusammen gelötet werden sollen. Die obere Bahn ist der Pluspol, die untere der Minuspol. Anschließend klebte ich die Spulen, Kondensatoren und den Widerstand mit Heißkleber auf ein Holzbrett, Intertechnik hat dafür aber auch eine vorgefertigte Platine. Der Pluspol ist dort, wo die Kernspule und der Widerstand zusammen stoßen, der Minuspol liegt am Schnittpunkt von grünem Elko und der kleinen Spule mit dem dünnen Draht. Dort wird die Verbindung zum Terminal- und Bass-Minus und zum HT-Plus angelötet. HT-Minus hängt am offenen Ende des großen, roten Kondensators und Plus-Bass darüber an der Spule. An der Schaltung erkennt der geübte Bastler sofort, dass der Hochtöner gegenphasig zu den Bässen angeschlossen ist.

Quickly36Bau_23Quickly36Bau_24

Fast zum Schluss wird die Weiche angelötet und auf die TL-Rückwand geklebt. Etwas Vorsicht ist dabei geboten, Heißkleber verbrennt gern Finger! Nun noch die Chassis angeschlossen - der obere Bass hängt mit am unteren - und schon können die Chassis angeschraubt werden. Vorbohren ist Pflicht. Wie das Terminal eingesetzt wird, verrate ich hier noch nicht, das hebe ich mir für eine spätere Fotogeschichte auf.

Der Klang

Quickly36Bau_27
Zum Hörtest stellte ich meine neuen Boxen frei in meinen Raum und schloss sie an den Yamaha-AV-Receiver an. Der wird eher dem vom Nachbauer verwendeten Verstärker entsprechen als meine anderen Amps, sei es der Destiny KT 88 oder die Vor-/ Endstufen von SAC. Richtigerweise hätte ich auch einen DVD-Player anschließen müssen, ich besitze aber keinen mehr, nachdem mein Sohn den in seine Wohnung entführt hat. Für tragisch halte ich das nicht, denn zum Musikhören benutze ich eh lieber einen CD-Dreher. Angefangen habe ich aber mit dem Radio.
“Tagesmusik”, wie sie uns täglich dort begegnet oder auch von den einschlägigen Musiksendern im TV präsentiert wird, war angesagt. Dabei spielte es keine Rolle, ob sie für die jungen oder älteren Zuhörer gespielt wurde, bei uns im Ruhrgebiet heißt das, egal ob WDR 2 oder Eins Live. Rund und ohne unangenehme Spitze in der Stimme teilte mir das Mädel gerade mit, dass es noch immer blaue Flecken habe. Obwohl ich den Text ausgezeichnet verstehen konnte, habe ich auf die Begründung dafür nicht weiter gewartet, sondern den Sprung zu dem Jugendsender gewagt, wo Peter Fox mit deutschem Rap rüberkam. Trotz der starken Komprimierung war der Grundton sehr angenehm warm, nicht jedoch zu füllig, der Bass erschien tief und differenziert, nie dröhnig oder aufgedickt.
Klassik und Jazz stand nicht auf dem Programm, das ich mir für den folgenden Hörtest von CD ausgesucht habe, es wird auch niemand erwarten, dass dies das Element der Quicklies ist. Er begann mit dem balladenartigen Vortrag “Almost Lover” von meiner Bravo-Hits-CD, der unaufgeregt mit guter Raumabbildung zum Zuhören einlud. Die löbliche Bemühung der Sängerin, Betonungen in die Stimme zu legen, wurde nicht durch leider häufig zu beobachtende, verwaschene Wiedergabe der Boxen konterkariert. Gnädiger als eine Referenzbox geht die Quickly 36 mit Mängeln in den Aufnahmen um, sie zeigt weniger mit dem Finger auf die Schwachstellen, die dem Tonmeister vom Musikverlag oder dem Equipment auferlegt wurden. Das zeigte sich deutlich bei alten Rockaufnahmen, die ich selbstverständlich auch im CD-Regal stehen habe. So rockte Deep Purple auch dort noch sehr gut, wo Boxen mit noch mehr Auflösungsvermögen gern noch einen draufgelegt hätten, wegen der Abmischung aber nicht können. Das von den Quicklies zu verlangen, wäre nun auch recht vermessen. Sie machen weitaus mehr Freude, als ihr wirklich günstiger Preis erhoffen lässt.

Udo Wohlgemuth

Die Technikseite

Quickly 36

Quickly36Technik1Quickly36Technik2

Chassis 2 x Gradient W 180/ 8 Holzliste in 22 mm MDF oder OSB

1 x GDT 104/ R für eine Box:



Vertrieb Intertechnik, Kerpen 107,0 x 35,6 (2x) Seiten
Konstruktion Udo Wohlgemuth 19,0 x 35,6 (2x) Deckel/ Boden


19,0 x 103,6 (1x) Rückwand
Funktionsprinzip Transmissionline 19,0 x 88,1 (1x) Front
Nennimpedanz 4 Ohm 19,0 x 73,6 (1x) TL-hinten
Dämmstoff: 8 Beutel Sonofil 19,0 x 14,5 (1x) TL-unten
Terminal T122/ 96 B



Kosten pro Box:

Bausatz ohne Holz 111 Euro Holzzuschnitt: 35 Euro



 

Quickly36 Amplitude

Quickly36 Amplitude

 

Quickly36 Impedanz

Quickly36 Impedanz

 

Quickly36 Winkel 0 bis 60 Grad

Quickly36 Winkel 0 bis 60 Grad

 

Quickly36 Klirr mit 90 dB

Quickly36 Klirr mit 90 dB

 

Quickly36 Sprung

Quickly36 Sprung

 

Quickly36 Wasserfall

Quickly36 Wasserfall


Artikel ist in den folgenden Rubriken gelistet

Social

I.T. Intertechnik
I.T. Intertechnik Kerpen GmbH Located at Europaring 28, 50170 , Kerpen Germany, . Phone: +490227390840. https://www.facebook.com/Lautsprecherbau https://twitter.com/it_intertechnik https://www.youtube.com/user/lautsprecherbau