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FT10
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FT10

FT10

Bass aus dem hohlen Bauch

Best.-Nr. 1385147

150,10 € / Stück
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Details

Wer noch nie eine Bandpasskonstruktion gehört hat, ist bei der ersten Vorführung sichtlich schockiert: Woher kommt die ungestüme Bassenergie aus einem so kleinen Gehäuse mit einem noch kleineren Tiefmitteltöner? Nun ja, innen versteckte Treiber sind eben nicht sichtbar und in der neuen FirstTime 10 sind gleich zwei kleinere anstelle eines großen Tieftonchassis untergebracht, damit das Gehäuse schön schlank konstruiert werden konnte.

Merkmale

Wege 2 1/2-Wege
Gehäuse Prinzip Bandpass
Nennimpedanz (Ohm) 4
Kennschalldruck (dB) 85
Höhe (cm) 95,00
Breite (cm) 19,00
Tiefe (cm) 31,00
Anwendung Standlautsprecher
Besonderheiten Heimkino geeignet
Hersteller / Marke der Chassis Gradient
Preislevel 100-200 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Alternative Artikel

Bild Bezeichnung Preis Menge
APA150
Vielseitiges Aktivmodul
209,00 € / Stück
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175,63 € exkl. MwSt

Bilder aus unserer Lautsprechergalerie

von Marcel
von Marcel
von Kini0195
von Kini0195

Bauberichte

Des Freundes FT 10

Des Freundes FT 10


Bau einer FirstTime10

Vergangenes Jahr habe ich beschlossen, für meinen Monitor einen Sockel zu basteln, damit der Bildschirm auf der passenden Höhe angebracht ist. Nach einigen Tagen des Überlegens kam mir die Idee, darin gleich auch noch Lautsprecher zu integrieren. Also hab ich noch zwei kleine Breitbänder eingebaut. Obwohl das ganze relativ unkompliziert aufgebaut ist, bin ich jedes mal begeistert, wenn ich mich zur Arbeit setze und das Radio einschalte. Damit war ich vom DIY-Fieber gepackt.

In der Zwischenzeit habe ich eine Needle gebaut, die für die adäquate Beschallung in der äußerst hellhörigen Wohnung genau passt. Beim Stöbern nach neuen Bauvorschlägen bis ich natürlich, wie so viele andere auch, auf diese Homepage gestoßen. Nachdem ich zuletzt die AX-6HR gebaut habe, musste ich mir eine neue Beschäftigung fürs Wochenende suchen. Es ergab sich durch den Geburtstag eines Freundes eine WIN/ WIN-Situation. Er bekam neue Lautsprecher und ich ging meiner Verlobten an den Wochenenden nicht auf die Nerven, da ich mich in der Werkstatt versteckt hielt. Ich empfahl ihm einfach, sich mal auf der Homepage von Intertechnik umzusehen. Seine Wahl fiel nach langem Abwägen auf den Bausatz FirstTime10.

Nachdem die Lieferung eingetroffen war, bin ich sofort zum Holzhändler gepilgert und habe meine Bestellung aufgegeben. Als das MDF endlich in der heimischen Werkstatt lag, habe ich natürlich gleich mit dem Fräsen der Nuten für die Flachdübel begonnen.



Anschließend habe ich die Boxen einmal zusammen gesteckt, um kontrollieren zu können, ob die Flachdübel alle richtig sitzen (im Hintergrund liegen die etwas größeren Boxen für die AX-6HR, die ich parallel zusammen baute).



In der Zwischenzeit hat der zukünftige Besitzer die von ihm gewünschten Materialien für die Oberflächen besorgt (braunes Kunstleder und Buchenfurnier). Diese Kombination habe ich ihm mal anhand einer SketchUp-Skizze gezeigt und er war sofort begeistert davon.

Um mir den Arbeitsablauf etwas zu erleichtern, habe ich beschlossen, die Oberflächen aller sichtbaren Teile bereits fertig zu stellen, um diese dann später nur mehr zusammen stecken und verleimen zu müssen. Dank Lamellos sollte das kein Problem sein.

Nachdem die Öffnungen und Vertiefungen für die Chassis gefräst waren, habe ich den Deckel mit der Front der Box verleimt, da später dieses Teil in einem Stück mit Kunstleder bezogen werden soll. Da die Beklebung der einzelnen Teile mit Kunstleder einfacher und vor allem schneller ist, als das Furnieren, habe ich beschlossen, dass auch die Rückseite mit Kunstleder bezogen werden soll. Als nächstes habe ich die Seitenteile großzügig mit Leim bestrichen und diesen mit einem Zahnspachtel verteilt. Darauf habe ich dann die gefügten Furnierblätter aufgeklebt und die Seitenteile in die Furnierpresse gesteckt.

In der Zwischenzeit war es an der Zeit, alle restlichen Teile mit Kunstleder zu beziehen. Dazu habe ich entlang der Kanten zu den furnierten Flächen mit der Kantenfräse eine Nut mit einer Breite von 1 mm und einer Tiefe von 4 mm eingefräst. Hier soll später das Kunstleder um die Kante umgeschlagen werden, damit sich ein sauberer Abschluss zu den angrenzenden Flächen ergibt.

Als nächstes habe ich mit den Kunstlederoberflächen begonnen. Dafür habe ich die MDF-Bretter mit Sprühkleber ordentlich eingenebelt und das Leder dann verklebt. Die Öffnungen habe ich mit einem Stanley-Messer ausgeschnitten. Auch die Chassis und das Bassreflexrohr sitzen ordentlich und geben schon mal einen ersten Eindruck, wie der fertige Lautsprecher aussehen wird.


In der Zwischenzeit hatten die Seitenteile genug Zeit, eine Verbindung mit dem Furnier einzugehen. Das überstehende Furnier habe ich zuerst grob mit einer Rasierklinge abgeschnitten und den Rest mit einer Bandschleifmaschine abgeschliffen. Anschließend habe ich die Seitenteile zum örtlichen Baumarkt gebracht, wo ich mir passende Kantenumleimer anbringen ließ. Die 12€ waren gut investiert, ich wüsste nicht, ob ich das selbst so sauber und schnell hinbekommen hätte. Die fertigen Seitenteile habe ich mit Hartwachsöl eingelassen, damit die Oberfläche schon fertig ist und das Kunstleder später im zusammengebauten Zustand nicht mehr eingesaut werden kann.



Nachdem die Oberflächen fertig waren, habe ich mit dem Zusammenbau begonnen. Die Frequenzweiche habe ich schon vorher auf einem Brett mit Heißkleber befestigt. Nachdem der Zusammenbau selbst von Udo bereits sehr gut dokumentiert ist, habe ich hier nicht mehr fotografiert. Auf alle Fälle finde ich, dass sich das Ergebnis jetzt bereits sehen lässt. Dann hieß es warten, bis der Leim getrocknet war. Zum Schluss habe ich noch die Chassis und Terminals angelötet und befestigt, sowie das Reflexrohr gekürzt und eingebaut.

Endlich war der Zeitpunkt gekommen, die Lautsprecher in Betrieb zu nehmen. Ich muss vorweg nehmen, dass ich kein großer Meister im Beschreiben der Klangeigenschaften bin. Gleich als erstes durfte von EF der Song Lake Vaettern die Lautsprecher einweihen und was ich hörte, gefiel mir.

Nachdem der Song verklungen war, wollte ich die Bässe des Lautsprechers testen, hier eignet sich Dubstep bestens. Ich war schon neugierig, wie sich das Bandpass-Prinzip anhört. Doch was ist das? Der Bass des rechten Lautsprechers ist so, wie ich ihn mir vorstelle. Doch vom linken Lautsprecher kommt rein gar nichts. Also Lautsprecher wieder in die Werkstatt geschleppt (20-25kg Lautsprecher über drei Geschosse), aufgeschraubt und die fehlerhafte Lötstelle korrigiert. Drei Geschosse darüber wieder an die Stereoanlage angeschlossen und endlich funktioniert alles so, wie es sollte. Und wie es funktionierte! Ich kann die Beschreibung nachvollziehen, dass man in kleineren Räumen getrost auf einen eigenen Subwoofer verzichten.

In der Zwischenzeit habe ich vom Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker (live über ORF1HD) bis über ein Live-Konzert von LaBrassBanda (über ServusTV HD) und diverse CDs so einiges gehört und mir gefällt der Lautsprecher sehr gut.

Da ich parallel die AX-6HR gebaut habe, kann ich gut mit dieser vergleichen. Im Vergleich zu der AX-6HR fällt auf, dass der Klang (im Sweetspot) vom Breitbänder einen irgendwie mehr „anspringt“ und auch mehr mitreißt. Man beginnt einfach früher mit dem Fuß mit zu wippen.Dafür ist die FirstTime10 der bessere Allrounder, die meiner Meinung nach besser für das Heimkino geeignet ist. Dafür spricht auch, dass sich die FirstTime10 besser zu einem Surroundsystem mit den Quicklys erweitern lässt.



Ein großes Problem hat der Lautsprecher allerdings: Es wird mir schwer fallen, ihn her zu geben.

Sebastian

FT10 (First Time 10)

FT10 (First Time 10)

Ungewöhnliches zu schaffen ist das Ziel eines jeden Boxenbauers, auch ich blieb von dem frommen Wunsch nicht ganz verschont. Nicht die ausgetretenen Wege, die heute Bassreflex, seltener geschlossene Bauweise heißen, sind die Meilensteine, die man zu setzen hofft und an denen man festhält allen Widrigkeiten zum Trotz. Zum Ersten war da eine Transmissionline mit Seas-Bestückung, die ich vor nunmehr 25 Jahren erbaute und die in abgewandelter Form auch heute noch als MS 4 TL existiert. Meine Liebe zu dieser Bauart nahm ich vor 10 Jahren mit zur K+T, wo es mir gelang, auch Heinz Schmitt für sie zu begeistern. Wir schufen gemeinsam die legendäre CT 188 mit zwei Bässen, die wir auf einem Drittel und einem Fünftel der Lauflänge platzierten, um die TL-typischen Welligkeiten im Frequenzgang zu minimieren. Dreimal habe ich die Box anschließend neu bestückt, weil ihre Chassis, nicht jedoch ihre Anhänger abhanden kamen. Heute heißt der Bausatz FirstTime 10 (Update) und erfreut sich weiterhin der Gunst der Nachbauer.

Ein weiterer, wichtiger Eckpunkt meiner Karriere war das Bandpass-Prinzip, das mir vor langen Jahren von Walter Fuchs erstmals so richtig schmackhaft gemacht wurde. Er schleppte damals eine kleine Regalbox in meinen Laden, deren Front von einem eher recht schmächtigen Bassmitteltöner und einer dazu fast zu großen Kalotte geziert wurde. Nun gut, das restliche Gehäuse war den Dimensionen der Töner nicht wirklich angemessen, doch mehr als 15 Liter hatte es auf keinen Fall. Ich war schockiert, als er nach basshaltiger Musik zum Hörtest suchte, eine Geige hätte ich den Winzlingen eher zugemutet. Der Schock hielt an, als die Dinger loslegten, einen unsichtbaren Bass hatte ich im Inneren nicht vermutet. Obwohl auch er nicht groß war, schob er so ordentlich Luft durch die Reflexöffnung, dass man auch am Sitzplatz noch Zug zu verspüren glaubte. Ein wenig Bücherwälzen - an das Internet war noch lange nicht zu denken - ein wenig Herumrechnen und heraus kam eine zierliche Zweiwege-Standbox mit integriertem Bravox-13er Doppelbass, die ich damals "Impuls 3" taufte. Nach einigen erfolgreichen Jahren war auch ihr Schicksal besiegelt, weil der Chassis-Hersteller mir nichts, dir nichts vom Selbstbaumarkt entschwand. Erfolg hatten auch nachfolgende Bestückungen, die letzte hieß FirstTime 10, doch dauerhaft blieb zu meinem Leidwesen nur das Ende der Chassisproduktion durch die wechselnden Hersteller. Mit der Gradient Select-Reihe haben wir dieses Problem nunmehr gelöst, die unscheinbare Männer-Frauenbox ist wieder auf dem Markt. Bestückt wurde sie diesmal mit zwei im Inneren parallel geschalteten W 148-8 und je einem W 148-4 und GDT 104 als sichtbare Chassis auf der schmalen Front.

Auch wenn LSPCad voraussagte, dass die W 148-8 für 18 Liter geschlossenes und 10 Liter Reflexvolumen nicht passen, kaufte ich mein Holz nach dem alten Bauplan ein. Manchmal bin ich halt ein wenig starrköpfig, schlimmstenfalls hätte ich die Gehäuse für eine spätere Verwendung in den Keller gestellt und mit dem Vorschlag des Simulationsprogramms neue zusammen gedengelt. Da zu einer ordentlichen Bausatz-Vorstellung auch eine Klebeanleitung gehört, hätte ich diese Arbeit wieder einmal fotografisch festhalten müssen. Es wäre aber kaum etwas Neues dabei herausgekommen und so greife ich ohne jede Rücksicht auf die Urheberrechte auf die Baubilder zurück, die ich im Bausatz-Archiv gefunden habe. So muss kein interessierter Nachbauer lang danach suchen, wer weiß schon, ob er sie unter den mittlerweile mehr als 200 Berichten überhaupt gefunden hätte.

Der Aufbau

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Ein paar kleine Vorarbeiten erfordert das Innenleben der FT 10. Zum einen brauchen wir einen Schraubrahmen, da der Boden der Box nicht eingeklebt werden kann. Nur so bleibt uns die Möglichkeit, später die verborgenen Bässe in die Kiste zu packen. Daher sägen wir aus zwei Brettern die Mitte aus und lassen eine Brettstärke als Rand stehen. Die Löcher zur Aufnahme der Bässe müssen wir auch vorweg sägen, da wir mit der Stichsäge nicht in der Box hantieren können. Die Schraublöcher bohren wir auch besser mit einem 3 mm Bohrer vor, solange das Brett noch frei zugänglich ist. Danach ist Kleben angesagt.

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Die Klebearbeit beginnt mit der Front, die bündig mit der Seite abschließt. Ihren rechten Wickel bekommt sie vom Deckel, an den sie sich lehnt. Nun markieren wir den Platz des ersten Innenteilers, den wir sofort an den nötigen Schnittkanten mit Leim versehen und einkleben. Die weiteren Schritte folgen analog.

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Manchmal kann es geschehen, dass lange Bretter nicht ganz gerade sind. Dann helfen Schraubzwingen, sie von der gewünschten Geradlinigkeit zu überzeugen.

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Nach ein paar Ruhestunden und mit neuem Pullover geht es an die Oberflächenbearbeitung. Mit einem Bündigfräser mit kleinem Zacken lässt sich recht einfach eine Schattenfuge anbringen, die bei stumpf verleimten Brettern die Klebenähte verbirgt.

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Die Chassisaussschnitte und -vertiefungen sind leicht mit dem Fräszirkel gemacht. Sein unkomplizierter Aufbau wird genau in der “Werkstattpraxis” erklärt.

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Damit die Oberfläche vor Schmutz geschützt ist, haben wir zwei Lagen Klarlack auf das MDF aufgerollt. Es färbt sich dadurch leicht in Richtung Buchenholz und lässt eine leichte Struktur der Fasern erkennen. Mit einem Pinsel wird anschließend die Schattenfuge nachgezogen, um überflüssigen Lack daraus zu entfernen. Auch die Vertiefungen für die Chassis werden damit lackiert. (Diesen Arbeitsgang habe ich mir aus Zeitgründen beim Update gespart, sinnvoll ist er aber allemal)

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Wenn alles trocken ist, geht’s an den Einbau der Innereien. Für die Innentreiber brauchen wir ein langes Kabel, das wiederum einer Bohrung im ersten Teiler bedarf. Das erledigen wir durch den Ausschnitt für das Terminal. Die Bohrung wird nach Einziehen des Kabels mit Heißkleber verschlossen.

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Nun fehlten nur noch drei Beutel Sonofil, die ich ein wenig zusammengerollt in die geschlossene Basskammer legte. Das Kabel hielt ich dabei mit einer Hand fest, damit es sich nicht im Gewusel der Wattefasern verirrte. Am ersten Bass lötete ich vor dem Einschrauben ein weiteres Kabel an, mit dem ich ihn mit dem zweiten Bass und der Verbindung zum Terminal verband. Nachdem die Kabel sorgfältig im Sonofil versenkt waren, konnte ich auch den zweiten Bass anschrauben. Dafür empfiehlt sich der Handbetrieb, dank der vorgebohrten Schraubenlöcher kein Problem. Der Aufkleber auf dem Bass ist bis hierhin das einzige Indiz für meinen Datenklau.

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Der Boden, den ich rundum zum besseren Einbau um etwa 1 mm verkleinert habe, wird ebenfalls mit sechs Bohrungen versehen und dann unter den Schraubrahmen geschraubt. Zur Entkopplung der Box vom Fußboden benutze ich die praktischen Gummifüße RS-07/22 mit der Artikelnummer 1384200, die nach Vorbohren auch untergeschraubt werden.

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Der Bauplan

FT10Bauplan

Der FT 10-Bauplan als Sketchup-Datei

Die Weiche

Ein paar Änderungen gab es natürlich bei der Weiche, die von der alten Version der FT 10 jedoch nur geringfügig abweicht. Der Bandpass bekam seinen Namen, weil er durch seine Bauweise ein mechanisches Filter 2.Ordnung in beide Richtungen darstellt. Der geschlossene Teil ist dabei der Hochpass, die Reflexabteilung der Tiefpass. Zusätzlich wurde durch eine Rollenkernspule nach oben gefiltert, so dass wir nunmehr eine Flankensteilheit von 18 dB/ Oktave erhalten. Der kleine Zipfel um 700 Hz ist der Rest der Resonanz des auf 12 cm gekürzten Reflexrohres, der mit fast 25 dB unter Pegel akustisch nicht auffällt. Der Mittelton wird klassisch mit 12 dB nach oben und lediglich mit einem sehr großen Elko rau beidseitig abgetrennt. Die Bauteile haben gegenüber der alten Version ihre Plätze getauscht, was die Phasenbeziehung zwischen Bandpass und Mitten verbesserte. Der Hochtöner wird nun mit einem Kondensator und einer parallelen Spule vor zu tiefen Frequenzen geschützt, zur Pegelanpassunwird ein Spannungsteiler genutzt. Dass ich dabei sogar für das Oberteil der FT 10 die Weiche der Quickly 14 verwenden konnte, wird alle erfreuen, die sich aus diesen Komponenten ein Heimkino aufbauen wollen. Die inneren Bässe werden gegenphasig zum Rest angeschlossen.

Am Ende der Messarbeit erhielt ich ein paar Diagramme, aus denen die technischen Aspekte der Weichenentwicklung ablesbar sind.

Die Messungen

     
 Frequenzgang und Phase  Impedanz  Klirr für 90 dB
     
 Frequenzgang unter 0/ 30/ 60°  Sprungantwort  Wasserfall


Auf das Biwiringterminal habe ich die Bassspule geklebt, dort habe ich auch die Verpolung der Chassis vorgenommen. Die anderen Bauteile heftete ich mit Heißkleber auf ein Brettchen, das hinten in der oberen Kammer seinen Platz hat. Zwei Beutel zusammengerolltes Sonofil füllen hintereinander stehend den Raum locker.

Weiche_05Weiche_06

Fehlen nur noch die sichtbaren Lautsprecher, die angelötet werden. Rote Markierungen bzw ein breites Fähnchen zeigen uns hier die Pluspole an. Vorbohren vor dem Anschrauben ist Pflicht.

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Der Klang

Artgerecht angetrieben von meinem neuen Pioneer AV-Receiver durften die Updates der FT 10 beweisen, dass sie hier und jetzt zu Recht als Nachfolger der ursprünglichen "Impuls 3" angepriesen werden. Schon deren Namen beinhaltete einen Anspruch, den die meisten Boxen dieser Preisklasse bestenfalls durch gutes Einreden erfüllen. Impulswiedergabe war dann auch mein erster Test. Was ist dafür wohl besser geeignet als Klaviermusik? Sie wird zur Qual, wenn der Anschlag kaum lauter ist als der ausklingende Ton. Laut und leise, so ist die deutsche Übersetzung von Pianoforte, erklang das einfühlsame Spiel von "Horowitz in Moskau", das Echo des Hustens verriet die Größe des Aufnahmeraums. Nein, das hat die alte FT 10 so nicht hinbekommen, die weitaus feinere Darbietung der neuen hat mich da doch überrascht. Losgelöst von den Boxen baute sie die Bühne hinter der Grundlinie auf, tief gestaffelt und genügend breit. Das ließ mich sogleich in der klassischen Abteilung das nächste Geschütz auffahren: Richard Strauß "Zarathustra", den meisten besser als die Musik aus Kubricks "2001 -Odyssee im Weltraum" bekannt. Schepperndes Blech und mächtige Kesselpauke ließen schnell die Größe der Box vergessen, doch auch als die Streicher einsetzten, zersägten sie die Kiste nicht mit Härte. Klassiktauglichkeit hatte ich der alten Version zwar auch ins Zeugnis geschrieben, doch konnte sie auch in Punkto Harmonie und Dynamik dem Update nicht das Wasser reichen. Ob nun Rock, Jazz oder meine ungeliebten Bravo-Hits erklangen, weder wirkte die FT 10 zu klein noch fehlte es ihr an Pegel. Gut, abgründig tief reichte sie nicht hinunter, aber dass hier nur zwei 13er im Bandpass vor sich hinwackeln, wird manch eines zukünftigen Besuchers Kinnlade gen Erdmittelpunkt herunter ziehen.

Neben dem erfreulichen Aspekt der perfekten Ankopplung der Quickly 14 und 28 im Heimkino fällt so zum Mindesten in kleineren Räumen auch die Frage nach dem geeigneten Subwoofer weg. Das Biwiring-Terminal ermöglicht das BiAmping, mit dem heutige AV-Receiver das getrennte Anschließen des Bassteils mit Pegel- und Trennfrequenzanpassung ohne zusätzliches Aktiv.Modul erlauben. Dazu müssen lediglich die Brücken aus dem Anschlussfeld entfernt und die 237 Seiten Bedienungsanleitung des Verstärkers gelesen werden. So ist die neue FirstTime 10 weit mehr als  nur die reine Fortsetzung einer jahrealten Tradition, ich habe keinen Zweifel, sie macht ihren Weg.

Udo Wohlgemuth



Chassis

2 x Gradient W 148- 8

 

 

1 x Gradient W 148- 4

 

 

1 x GDT 104 N

 

 

 

 

Vertrieb

Intertechnik, Kerpen

 

Konstruktion

Udo Wohlgemuth

 

 

 

 

Funktionsprinzip

Bandpass

Holzliste in 16 mm MDF pro Box:

Nennimpedanz

4 Ohm

 

Dämmstoff:

5 Beutel Sonofil

100,0 x 35,0 (2x) Seiten

Reflexrohr

HP 70 gekürzt auf 12 cm

100,0 x 16.0 (2x) Front/ Rückwand

Terminal

T122/ 96

  31,6 x 16,0 (5X) Deckel/ Boden/ Innenbretter

 

 

 

Kosten pro Box:

 

 

Summe der Einzelteile: 

146 Euro

 

Bausatz ohne Holz

135 Euro

Holzzuschnitt: 25 Euro

FT 10 (First Time 10)

FT 10 (First Time 10)

Bass im Bauch

Wer seine Lautsprecherboxen selbst baut, möchte keine Standardlautsprecher, sondern individuelle HiFi-Boxen sein eigen nennen. So sind es weniger die geschlossenen Gehäuse oder diejenigen mit Bassreflexabstimmung, welche den Heimwerker dazu animieren, seine eigenen Klangkunstwerke aufzubauen, sondern eher exotische Konstruktionen wie Basshörner und Laufzeitleitungslautsprecher, die sogenannten Transmissionlines. Während die meist unhandlich großen Hörner im Wohnzimmer kaum unterzubekommen sind und mit ihrem extrem hohen Wirkungsgrad auch eher in den Partykeller gehören, erfreuen sich Transmissionlines seit Jahrzehnten einer großen Beliebtheit.

So war die erste FirstTime 10 eine Transmissionline in einer Bauform, die seit Jahrzehnten ihre Anhänger hat, da diese Gehäusekonstruktion unter den Transmissionlines eine Sonderstellung einnimmt: Sie ist nicht nur mit einem Tieftontreiber bestückt, sondern gleich mit zwei Basschassis. Auf diese Art kann der prinzipbedingte Nachteil eines Laufzeitleitungslautsprechers mit nur einem Chassis behoben werden: Der wellige Frequenzgang. Beim Gehäuseaufbau der ursprünglichen FirstTime 10 geschah dies durch die Platzierung jeweils eines Basstreibers bei einen Fünftel und bei einem Drittel der Laufzeitleitung - so werden stehende Wellen wirkungsvoll ausgeglichen.

Und doch haben wir noch ein anders Prinzip für die neue FirstTime 10 gewählt, denn die Lautsprecherentwicklung ist nicht stehengeblieben: Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt ist das Bandpass-Prinzip, bei dem der Tieftöner im Gehäuse untergebracht ist und dessen Bassenergie durch ein oder zwei Bassreflexrohre aus einer oder zwei ventilierten Kammern gelangt. Ist eine Kammer geschlossen, ist der Bandpass sicherer vor subsonischen Störungen, ansonsten ist ein Hochpassfilter erforderlich. So kann praktisch eine Mehrwegebox mit integriertem Subwoofer konstruiert werden, da ein Bandpass nun einmal nur in einem eng begrenzten Frequenzbereich funktioniert - in diesem Fall eben dem Tiefbassbereich.

Wer noch nie eine Bandpasskonstruktion gehört hat, ist bei der ersten Vorführung sichtlich schockiert: Woher kommt die ungestüme Bassenergie aus einem so kleinen Gehäuse mit einem noch kleineren Tiefmitteltöner? Nun ja, innen versteckte Treiber sind eben nicht sichtbar und in der neuen FirstTime 10 sind gleich zwei kleinere anstelle eines großen Tieftonchassis untergebracht, damit das Gehäuse schön schlank konstruiert werden konnte.

Doch welche Chassis sollten beim Update der FirstTime 10 eingesetzt werden? Mit der Gradient-Select-Reihe ließ sich dieses Problem lösen, so haben wir mit dieser schlanken Standbox eine Box geschaffen, die als Schönling für Frauen Klangstärke für Männer bietet. Bestückt wurde sie mit zwei in ihrem Inneren parallel geschalteten W 148-8 sowie auf der schmalen Front mit je einem W 148-4 und GDT 104 als sichtbare Lautsprecherchassis.

Anstatt uns an die Berechnungen des PC-Programms LSPCad zu halten, entschlossen wir uns aufgrund ähnlicher Chassisparameter, auf einen alten Bauplan zurückzugreifen und uns für die ersten Prototypen daran zu halten, also kauften wir das Holz entsprechend diesem Bauplan ein. So konnten wir bei dem Bauplan auf die alten Bilder des Aufbaus zurückgreifen, da ja ohnehin kaum etwas Neues dabei herausgekommen wäre. Hauptsache, die Nachbausicherheit ist gewährleistet. Theoretisch ist dieses Gehäuse gemäß der Computersimulation zu klein und doch wollten wir diesmal unseren Dickkopf durchsetzen, besonders kleine Gehäuse zu konstruieren.

Der Aufbau

Der FT 10 Bauplan als CAD- Datei zum herunterladen

ZIP laden

Die Gehäusekonstruktion der FirstTime 10 weist einige Besonderheiten auf, die bei normalen geschlossenen oder ventilierten Boxen nicht zu beachten sind: Da sich die Tieftonchassis im Inneren des Gehäuses befinden, muss ein Schraubrahmen in den Boden der Box eingelassen werden, da der Boden ja nicht fest eingeklebt werden kann - wie soll man sonst im Falle des Falles die Bässe austauschen können? Auch die eigentliche Schallwand der Tieftöner befindet sich ja innerhalb der Box und muss vorher ausgesägt werden, da die Stichsäge ja nicht in die Box passt ... Auch die Schraublöcher werden mit einem 3-mm-Bohrer vorgesägt, solange die Bretter noch frei zugänglich sind.

Anschließend kann das Gehäuse verleimt werden. Zuerst sollte die Front eingeleimt und auf die Seitenplatte aufgesetzt werden, damit nach dem Trocknen beides bündig abschließt. Wenn die Rückwand ein wenig zurücksteht, ist dies nicht so schlimm bzw. auch schnell mit Abschleifen behoben. Vor der Rückwand werden Deckel, Innenwand, Tieftöner-Schallwand und der Bodenrahmen eingesetzt und zum Schluss kommt die zweite Seitenwand auf das Kabinett.

Schraubzwingen helfen, die Bretter in ihre Form zu bringen bzw. sie dort zu halten, falls sie sich verformen möchten - im Grunde reicht auch etwas Gewebeklebeband, falls keine Schraubzwingen zur Hand sind. Hauptsache, es wird einigermaßen gerade und es entstehen keine Luftschlitze.

Nach der Trocknungsphase von einigen Stunden (je nach Raumtemperatur, siehe Klebeanleitung auf der Leimtube bzw. -dose) geht es an die Oberflächenbearbeitung.

Wer eine Oberfräse sein Eigen nennt, kann die Klebenähte der stumpf verleimten Bretter verstecken, in dem er einen Bündigfräser mit Schattenfuge einsetzt, das spart einiges an Schleifarbeit und sieht obendrein sogar besser aus.

Die Ausschnitte für die frontseitigen Lautsprecherchassis, also den Tiefmittel- und den Hochtöner, können entweder mit der Stichsäge ausgesägt oder eben auch mit der Oberfräse und einem Fräszirkel erstellt werden. Seine Handhabung wird genau in der "Werkstattpraxis" erklärt. So können die Chassis bündig versenkt werden. Wer die Chassis ohne Oberfräse in die Front einlassen möchte, kann aufgedoppelte Frontplatten einsetzen und die Materialstärke der beiden Fronten ggf. verringern, sollte für die untere Platte dann aber Sperrholz statt MDF verwenden, damit die Schrauben die Chassis auch halten.

Als Oberflächenschutz erhielt das MDF zwei Lagen Klarlack, die wir mit der Rolle aufgebracht haben - das geht deutlich schneller als mit dem Pinsel und gelingt meist auch gleichmäßiger. So färbt sich das MDF leicht in Richtung Buchenholz und lässt eine leichte Faserstruktur zum Vorschein kommen. Wer eine Schattenfuge eingefräst hat, sollte diese anschließend mit einem Pinsel nachziehen, um den überschüssigen Lack dort zu entfernen. Auch die Vertiefungen der Chassis werden mit dem Pinsel lackiert.


Nach dem Trocknen werden die Chassis und die Frequenzweiche im Gehäuse versenkt. Die Kabel werden durch ein Bohrloch geführt, das anschließend mit Heißkleber wieder luftdicht verschlossen wird.

Anschließend landen drei Beutel Sonofil zusammengerollt in der geschlossenen Basskammer, wobei auf die Platzierung der Kabel geachtet werden muss, damit diese nicht im Wattewust verschwinden. Anschließend werden die Kabel an die Chassis gelötet. Vor dem Einschrauben der Chassis ist wiederum auf die Kabel zu achten, damit diese nicht am Lautsprecherkorb liegen und im Worst Case bei den Bassvibrationen klappern.

Beim Einschrauben der Tieftöner ist besondere Vorsicht geboten, da das Gehäuse ja recht eng ist. Wehe dem, der mit der Bohrmaschine abrutscht! Also ist hier vorsichtige Handarbeit mit dem Schraubenzieher angesagt - was angesichts der vorgebohrten Schraublöcher nun kein Problem darstellt.

Dann wird der je Seite um einen Millimeter verkleinerte Boden unter Zuhilfenahme eines Dichtungsmaterials wie Fensterdichtung unter den Innerahmen geschraubt. Zur Entkopplung der Box vom Fußboden dienen die praktischen Gummifüße RS-07/22 mit der Artikelnummer 1384200, die nach Vorbohren ebenfalls untergeschraubt werden. Wer den Boden etwas tiefer einlässt (und die Front-, Rück- und Seitenbretter entsprechend länger auslegt), kann die Gummifüße sogar vor neugierigen Blicken verstecken.

Die Weiche

Einige kleine Änderungen haben wir bei der Frequenzweiche vorgenommen, die von der ersten Version der FT 10 dennoch nur geringfügig abweicht. Der Bandpass hat seinen Namen daher erhalten, weil seine Bauweise eine Art mechanischen Frequenzbandfilter zweiter Ordnung, also mit einer Flankensteilheit von 12. dB/Oct. - in beide Richtungen - darstellt. Das geschlossene Abteil ist dabei der Hochpass, die ventilierte Seite der Tiefpass.

Elektrisch wurde der Bandpass durch eine Rollenkernspule nach oben gefiltert, damit sich eine Flankensteilheit von 18 dB/ Oktave ergibt und somit Störungen im Mitteltonbereich ferngehalten werden. Der winzige Peak bei 700 Hz ist der Rest einer Resonanz des auf 12 cm gekürzten Bassreflexrohres, der akustisch nicht ins Gewicht fällt, da er fast 25 dB unter dem Maximalpegel liegt.

Der Mitteltöner wird klassisch mit einem Filter zweiter Ordnung mit einer Flankensteilheit von 12 dB/Oct. nach oben und lediglich mit einem großen Elko als Filter erster Ordnung mit einer Flankensteilheit von 6 dB/Oct. nach unten abgetrennt. Die Frequenzweichenbauteile haben gegenüber der alten Version auf der Platine ihre Plätze getauscht, wodurch sich die Phasenlage zwischen Bandpass und Mitteltonbereich verbessert hat. Der Hochtöner erhält einen klassischen Filter zweiter Ordnung mit einer Flankensteilheit von 12 dB/Oct. sowie einen aus zwei Widerständen bestehenden Spannungsteiler zur Pegelanpassung. Die innenliegenden Tieftöner werden gegenphasig zum Mittelhochtonbereich angeschlossen. Letztendlich entsprechen der Mittelhochtonzweig der Frequenzweiche für die FirstTime 10 sogar der Abstimmung der Quickly 14 - was eine Kombination dieser beiden Bausätze für das Heimkino ermöglicht: eine exzellente Idee, da die FirstTime 10 aufgrund ihrer Bandpasskonstruktion ganz hervorragende Tiefbasseigenschaften aufweist.

Am Ende der Abstimmarbeit zeigen ein paar Diagramme die technischen Aspekte der Weichenentwicklung auf, die ja letztendlich immer eine Kombination aus Messtechnik und Hörtest ist.

Klang

Der Klangtest fand an einem Pioneer-AV-Receiver statt, schließlich sind die upgedateten FirstTime 10 ja auch für das Heimkino geeignet. Im Prinzip orientieren sich die FistTime 10 an der nicht mehr erhältlichen "Impuls 3" und sind somit quasi ein verbesserter Nachfolger. Schon der Vorgänger machte seinem Nahmen alle Ehre, gerade in dieser Preisklasse.
So legten wir für den Klangtest nun gleich anspruchsvolle Musik auf, wie sie Boxen in dieser Preisklasse normalerweise regelmäßig überfordert. Na, wer errät es? Ja, Klaviermusik! Was ist besser zur Klärung der Impulswiedergabe geeignet als Klaviermusik? Wehe, wenn der Klavieranschlag sich nicht vom ausklingenden Ton abzusetzen weiß. Hier behält die FistTime 10 eine gute Übersicht von laut bis leise, in der Musik auch als Pianoforte bezeichnet.
So einfühlsam hat die alte FirstTime 10 das Spiel von "Horowitz in Moskau" nicht hinbekommen, jetzt verrät das Echo des Hustens die Abmessungen des Aufnahmeraums. Die weitaus feinere Darbietung der neuen FirstTime 10 hat uns letztendlich sogar überrascht, da sie die Bühne hinter der Grundlinie so losgelöst wie bei hochwertigen High-End-Boxen aufbaut, mit einer guten Staffelung in der Tiefe und in der Breite.

Also wagten wir uns beim Klangtest an weitere klassische Musik. Richard Strauß "Zarathustra", den meisten besser als die Musik aus Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" bekannt, ist geradezu ein Geschütz für preiswerte Lautsprecher: Schepperndes Blech und eine mächtige Kesselpauke ließen uns förmlich vergessen, eine wie kleine Standbox hier zu Werke ging, und auch die Streicher wurden ohne störende Härte wiedergegeben. War die alte FirstTime 10 bereits klassiktauglich, so läuft die neue in den Disziplinen Harmonie und Dynamik geradezu zur Höchstform auf. Und nicht nur bei Klassik, sie meistert auch Jazz, Rock und Pop gleichermaßen und wirkt niemals zu schwachbrüstig, auch bei höheren Pegeln nicht. Durch den Bandpass reicht sie prinzipbedingt nicht ganz so abgrundtief hinab wie eine deutlich größere geschlossene Box, sie schleudert allerdings solche ausgewachsenen Basssalven in den Raum, dass hier niemand auf nur zwei kleine 13-cm-Basschassis tippen würde. Doch wir lieben es ja, Boxenbauer zu überraschen.

Neben dem erfreulichen Aspekt einer perfekten Kombination mit der Quickly 14 und der Quickly 28 im Heimkino kann man zumindest in kleineren Räumen auf einen zusätzlichen Subwoofer verzichten. Das Biwiring-Terminal ermöglicht nicht nur getrennte Kabel für den Bass- und den Mittelhochtonzweig, sondern auch das BiAmping an der mit Vorverstärker und zwei Stereoendstufen ausgestatteten Stereoanlage. Wer einen modernen AV-Receiver sein Eigen nennt, hat noch eine dritte Möglichkeit: Die im Receiver eingebaute Subwooferweiche ermöglicht es bei richtiger Einstellung der Trennfrequenz, die FirstTime 10 teilzuaktivieren, sprich: Die Tieftonabteile quasi als Aktivsubwoofer anzuschließen. Dazu müssen lediglich die Brücken aus dem Anschlussfeld entfernt werden und in der Bedienungsanleitung des Receivers nach den passenden Einstellungen für die Trennfrequenz und den Pegel geforscht werden. Hat der Receiver keine eingebaute Subwoofer-Endstufe, wird diese eben separat ergänzt.

So ist die neue FirstTime 10 weit mehr als nur ein Update und wird zur bestmöglichen Bausatzbox für viele Musikhörer und Anwendungsfälle.

Intertechnik
Florians FT10

Florians FT10

FirstTime 10 - die mit dem versteckten Bass
Ein Bericht von Florian

Den Holzzuschnitt hab ich mir von einem Schreiner machen lassen, welcher dank einer CNC-Fräse auch die Versenkung für die Lautsprecher auf den Millimeter genau hin bekommen hat. Der Aufbau selber war gar kein Problem, allerdings hab ich den Aufbau etwas anderes gemacht, ich habe alles gleich zusammen gebaut, also auch Dämmwatte und Lautsprecher in einem Schritt eingebaut.

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Schwieriger war dann schon eher das Lackieren. Erst mal Holzspachtelmasse besorgen, womit kleine Fugen und Unebenheiten ausgebessert werden können. Nach dem Trocknen schleifen, mit einem Schwingschleifer und 60er Schleifpapier). Das ganze wird solange wiederholt, bis die Oberfläche plan ist. Danach eine Grundierung auftragen, weil das Holz an Kanten und Flächen ungleichmäßig saugt. Dann die trockene Grundierung mit einem 600er Naßschleifpapier anschleifen. Die beiden letzten Schritte so oft wiederholen, bis die Oberfläche perfekt ist. Zum Schluss eine Schicht Lack und dann eine Schicht Klarlack drauf. Ich hab mich für Cremeweiß (RAL 9001) entschieden. Fertig.

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Was lange währt, wird endlich gut, denn die Boxen sehen nach dieser Prozedur nicht nur perfekt aus, auch der Klang ist einfach unvorstellbar. Die beiden im Gehäuse "versteckten" Tieftöner machen richtig Druck. Die Gitarren der Dire Straits kommen perfekt, genauso wie die harten Bässe von The Prodigy's aktuellem Album "Invaders must die", und auch die abgrundtiefen Bässe der Black Eyed Peas oder Kanye West's Love Lockdown. Nix aber auch gar nix, was ich angespielt habe, bringt die Lautsprecher auch nur ansatzweise ins Schwitzen, sie bleiben immer sehr definiert, die Abstimmung zwischen Höhen, Mitten und Tiefen passt einfach immer aufs Genaueste. Während die Lautsprecher und der Verstärker noch deutlich mehr könnten, kapitulieren die Nachbarn schon. Mission erfüllt

Fazit: Solch ein Klang für diesen Preis gibt es sonst nirgends.

Flo

 

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