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Holly65
Holly65
Holly65

Holly65

Fullrange at its best
lieferbar
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Details

Lautsprecherbausatz "Holly65" ohne Gehäuse Sehr positiv überrascht war ich vom Sweetspot dieses BB. Den hatte ich mir deutlich enger vorgestellt man kann sich aber problemlos auf dem Hörplatz bewegen, ohne dass sich der Klang groß verändert. Ebenfalls sehr gut ist der Hoch- und Superhochton "fullrange at its best".

Merkmale

Wege Fullrange0
Gehäuse Prinzip TQWT0
Nennimpedanz 80 Ohm
Kennschalldruck 920 dB
Höhe 104 cm
Breite 22,20 cm
Tiefe 40 cm
Anwendung Standlautsprecher0
Besonderheiten TQWT/ Voigt-Pipe0
Hersteller / Marke der Chassis Gradient0
Preislevel <100 Euro0

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprechergalerie

von holly65
von DeeAlfred

Bauberichte

Holly 65 (TQWT)

Holly 65 (TQWT)

Holly 65 mit Axis AX-8 (TQWT)


 
Wie Alles begann
Im HiFi Forum wurde Mitte November 2010 über den AX-8 und seine Eignung im Horn diskutiert, in dem Zusammenhang äußerte ich meinen Plan, den AX-8 in TQWT zu verbauen. Udo hatte ebenfalls diese Idee und bot mir an, dass ich die TQWT entwickle und hier veröffentliche - ich nahm dankend an.
 
Berechnung und Gehäuseplan
Für die Berechnung der TQWT verwendete ich ein frei zugängliches Berechnungs-Tool im Netz. Udo verriet mir später, dass er dieses Tool kennt und ebenfalls schon genutzt hat. Die Berechnung ergab für den AX-8 eine F3-Frequenz von 31,5 Hz.

AX_8TQWT_Holly_26


So sieht das Berechnungsergebnis für die AX-8 TQWT aus:

AX_8TQWT_Holly_27Alle hier angegebenen Maße sind Innenmaße und können als Bauvorgaben genutzt werden. Je nachdem wie man die Platten des Gehäuses aneinander setzen möchte, lassen sich die Zuschnittmaße recht einfach daraus errechnen. Der Bereich zum Einbau des AX-8 liegt zwischen 79 und 89 cm von unten. Wer die Gehäuse exakt nachbauen möchte, findet nachfolgend meine Zuschnittliste:
 
19mm Plattenmaterial (Maße in cm):
105,6 x 26,2 (2x) Front (Länge und Breite der Front sind 2mm größer als der Korpus)
101,6 x 22,2 (2x) Rückwand
105,4 x 35,9 (4x) Seiten
  22,2 x 35,9 (4x) Boden / Deckel
 
16mm Plattenmaterial:
86,0 x 22,2 (2x) Innenteiler  (T4)
 
Als Reflexrohr habe ich ein vorhandenes Papprohr mit 10 mm Wandstärke, 100 mm Innendurchmesser und 150 mm Länge genommen. Für den Nachbau empfehle ich das Intertechnik BR/HP100, Länge auf 150mm gekürzt. Einbauposition für den Breitbänder ist mittig auf der Schallwand und 16 cm von oben. Damit habe ich die gleiche Schallwandgeometrie gewählt wie Udo in seiner AX-8 HR
 
Aufbau der Gehäuse und die Oberfläche

AX_8TQWT_Holly_3
Geplant hatte ich, den Korpus der Lautsprecher mit hellbeigem Kunstleder zu beziehen, die Schallwand aus MDF schwarz zu beizen und mit Klarlack zu lackieren.Aber wie der alte Soldat weiß:„Kein Plan übersteht den ersten Feindkontakt“. Die schwarz gebeizte Schallwand sah nicht so schön aus wie erhofft, da Materialfehler im MDF sichtbar wurden. Ich entschied die Schallwand matt schwarz zu lackieren.Den Aufbau des Gehäuses in unserem Keller konnte ich nicht fotografieren, da es dort schlicht zu kalt für unsere alte Kamera war. Auf wichtige Details gehe ich hier aber ausführlich ein.

AX_8TQWT_Holly_4AX_8TQWT_Holly_5
 
Der Rohbau nach dem Fräsen und Leimen aus und Probesitzen des AX-8 in der Schallwand. Der Breitbänder wurde mit einem Fräszirkel bündig und mit umlaufend 0,5 mmLuft in die Schallwand eingefräst.

AX_8TQWT_Holly_6
 
Vor Verleimen des Korpus habe ich in die Seiten, Deckel und Boden einen 2 x 4 mmFalz gefräst. Nach dem Verleimen entsteht so eine 2 mm breite und 4 mm tiefe Nut zwischen Seiten, Deckel, Boden und Rückwand. Die Nut soll später die Enden des Kunstleder Bezugs aufnehmen. Die Falz lässt sich mit der Oberfräse und einem Falzfräser recht einfach herstellen. Man setzt eine Führungsschiene auf die zu fräsende Platte und führt den Fuß der Oberfräse daran entlang. Zum Einstellen der Oberfräse und der richtigen Position der Führungsschiene nutze
ich gern ein Probestück. Zu weit eingefräste Bereiche an den Ecken habe ich mit 2K Spachtelmasse gespachtelt und geschliffen. Die Außenkanten der Schallwand wurden mit einem Radienfräser R = 12 mm rund gefräst. Die Innenkanten der Schallwand und die Vorderkanten des Korpus wurden mit einem 45 Grad Fasenfräser 4 mm weit angefast.

AX_8TQWT_Holly_7
 
Nun ging es daran, die Lautsprecher mit Kunstleder zu beziehen. Normalerweise wird das mit Kontakt- oder Sprühkleber gemacht, ich wollte es mal anders versuchen.
 
Da ich Boden, Seiten und Deckel umlaufend beziehen wollte, habe ich Weißleim benutzt, um nachträglich noch Korrekturen machen zu können. Bei Kontaktkleber hat man keine Korrekturmöglichkeit, da die Flächen sofort fest aneinander haften. Bei einer Gesamtlänge der Kunstlederbahn von über 2,5 Metern und ein paar Grad zu schräg angesetzt, hat man am Ende verloren und das Kunstleder deckt nicht mehr die Fläche ab. Da der Weißleim ca. 20 Minuten offen (verarbeitbar) ist und ca. eine Stunde zum aushärten braucht, habe ich die Außenkanten des Kunstleders mit Paketband fixiert. Die 4 mm Fase an der Vorderkante wurde ebenfalls mit dem Leder beklebt.

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Nach Abbinden des Leims das überstehende Leder mit einem Cuttermesser abschneiden. Auf der Rückwand habe ich Leim an die Kante gegeben und das Leder mit dem Rücken einer Cutterklinge in die Nut gesteckt.

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Nachdem der Leim abgebunden hatte, wurde das überstehende Leder mit der Schneide des Cuttermessers in der Nut abgeschnitten und entfernt. Anschließend wurde die Rückwand mit Leim eingestrichen, Kunstleder aufgelegt, angedrückt, glatt gestrichen und die Enden in die Nut gesteckt.

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So schaut das aus, wenn die Rückseite mit Rohr und Anschlußterminal fertig ist. In der Ausfräsung des Rohres habe ich umlaufend ca. 5 mm Kunstleder stehen lassen und mit dem Rohr nach innen gedrückt. Das gibt einen sauberen Abschluss. Selbstverständlich habe ich das obere Drittel der Rohrfräsung umlaufend 1 mm größer gefräst, damit das Leder reinpasst. Zum Schluss wird die fertig lackierte Schallwand auf den Korpus geleimt.


AX_8TQWT_Holly_13AX_8TQWT_Holly_22


Messtechnik
Bevor der Breitbänder montiert wird, habe ich Sonofil als Dämmaterial in meiner „Standard Dämmvariante“ ins Gehäuse eingebracht. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass diese Variante für TQWT meist vollkommen ausreicht. Udo war so nett und hat mir 6 Matten Sonofil in 100 x 40 x 3 cm geschickt. Vielen Dank Udo, die 6 Matten haben genau gereicht! Die Matten habe ich auf der 40 cm breiten Seite asymmetrisch auf ca. 22 cm gefaltet und so zusammengelegt und eingebracht, wie es auf dem folgenden Dämmplan zu sehen ist.

AX_8TQWT_Holly_14AX_8TQWT_Holly_25
 
Dann habe ich den AX-8 unbeschaltet auf Achse gegatet im Fernfeld gemessen. Gegatet bedeutet das man im Meßprogramm die Raumeinflüsse/ Reflektionen ausblendet. Dadurch ist die Messung erst ab höheren Frequenzen aussagekräftig.

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Die erste Weichenversion, die ich entwickelte, war messtechnisch sehr linear, erwies sich aber im Hörtest schnell als zu schwach im Hochton. Die zweite Variante habe ich dann mit leicht ansteigendem Frequenzgang gestaltet. Hier der Vergleich mit und ohne Korrekturwerk:
 
AX_8TQWT_Holly_16
Wenn man nun als Hobby Bastler, der im Wohnzimmer mißt, den Frequenzgang der Box auch im Grundton und Baß realistisch darstellen möchte, muß man Fernfeld- und Nahfeld- Messungen (dort hat der Raum keinen Einfluss) zusammenfügen. Hier also der Gesamt-Frequenzgang der Box, die Wirkung der TQWT ist rot dargestellt.

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Vergleich Frequenzgang der Box gegen Frequenzgang am Hörplatz. Wie man sieht, gibt mein Raum „untenrum“ bis zu ca. 3 dB dazu.
 
AX_8TQWT_Holly_18
Der Vollständigkeit halber die Impedanz-Messung der Box.

AX_8TQWT_Holly_19
 
Weichenschaltungsschema der AX-8 TQWT.
 
AX_8TQWTSchaltplanAls Serienspule habe ich eine Luftspule mit 1,4 mm Draht eingesetzt, es eignet sich aber genauso gut eine Audyn-Pilzkernspule HQP 43. Die Saugkreisspule ist eine LU44/100, der Kondensator ist ein MKTA 250V. Die Widerstände sind 10 Watt MOX.

AX_8TQWT_Holly_21
 
Erst nachdem ich mit der Entwicklung fertig war, hat mir Udo dann den Schaltplan seiner AX-8 HR geschickt, damit ich beide Varianten im Hörtest und messtechnisch vergleichen kann. Ich habe ja die gleiche Schallwandgeometrie wie die HR gebaut – könnte also passen. Blau ist Udos HR Weiche, rot meine TQWT Weiche. Der Unterschied ist auf den ersten Blick nicht sonderlich groß, war auch nicht zu erwarten, denn Udos Spule ist ein wenig kleiner, dafür der Widerstand größer. Auch im Saugkreis sind die Werte nicht weit auseinander.
 
Klangbeschreibung
AX_8TQWT_Holly_23Ja, da waren sie wieder, unsere drei Probleme. Eine Klangbeschreibung ist nun nicht unbedingt meine Parade-Disziplin, besonders schwierig ist es dabei erst recht, eigene Konstruktionen zu bewerten. Wenn von mir Äußerungen wie „passt schon“ oder „klingt gut“ kommen, drückt das schon absolute Begeisterung für die Lautsprecher aus. Versuchen wir es mal: Passt schon, klingt gut.......OK - zweiter Versuch.
 
Was ich von BB kenne und sehr schätze, ist die hervorragende Räumlichkeit, die ist beim AX-8 genau so – nämlich hervorragend ! Sehr positiv überrascht war ich vom Sweetspot dieses BB. Den hatte ich mir deutlich enger vorgestellt – man kann sich aber problemlos auf dem Hörplatz bewegen, ohne dass sich der Klang groß verändert. Ebenfalls sehr gut ist der Hoch- und Superhochton „fullrange at its best“. Stimmen und Instrumente sind sauber und plastisch, der Baß geht gaaanz tief in den Keller, ohne in meinem Raum aufzudicken oder zu dröhnen. Natürlich hat auch dieser Breitbänder einen Nachteil, den ich bereits von anderen BB kenne: Bei großem Orchester gepaart mit großem Pegel verliert er ein wenig die Übersicht und kann die Instrumente nicht mehr sauber und differenzeirt darstellen. Ein AX-8 macht zwar sehr viel richtig, die eierlegende, flugfähige Wollmilchsau ist er aber auch nicht. Doch darf man seinen Preis nicht vergessen, daran gemessen ist das Chassis einfach spitze, da können sich deutlich teurere Breitbänder weit hinter verstecken.
 
AX_8TQWT_Holly_24Ja, da war ja noch der Vergleich zwischen Udos HR und meiner TQWT Weiche.Das rangiert für mich unter Geschmackssache – die HR Weiche macht in meinem Raum einen etwas schlankeren Grundton /Bass, bei einigen Damenstimmen sindS, SCH und Z Laute für mich etwas zu präsent. Der geneigte Leser sollte an dieser Stelle bedenken, dass das Beschriebene neben dem persönlichen Geschmack auch raumabhängig ist. Und da die Geschmäcker sehr unterschiedlich sind, empfehle ich immer PROBEHÖREN!
 
Das Basteln mit dem AX-8 hat mir großen Spaß bereitet. Vor Allem der Vergleich der beiden Korrekturschaltungen hat gezeigt, wie leicht man durch kleine Änderungen den Klang auf den persönlichen Geschmack abstimmen kann. Das ist bei Breitbändern sehr viel leichter als bei einer aufwendigeren Dreiwege-Box. Vieles kann auch nachträglich ohne Einsatz von Messtechnik nur mit dem eigenen Gehör verändert werden. Das macht Breitbänder mit Recht so beliebt für den Einstieg in das Selbstbau-Hobby.
 
Gruß
Karsten

AX_8TQWTPanorama

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