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SimplyExotic

SimplyExotic

Die Zeit ist reif für Exotic

Best.-Nr. 1385255

667,40 € / Stück
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Details

Bausatz Simply Exotic mit Seas Exotic Lautsprechern ohne Gehäuse

Best.-Nr. 1385255

Merkmale

Wege Fullrange
Gehäuse Prinzip TQWT
Nennimpedanz (Ohm) 4
Höhe (cm) 120,00
Breite (cm) 29,80
Tiefe (cm) 34,00
Anwendung Standlautsprecher
Hersteller / Marke der Chassis Seas Exotic
Preislevel 500-1000 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bauberichte

Simply Exotic by Anke und Arffie

Simply Exotic by Anke und Arffie


Simply Exotic, (k)ein Baubericht


Wir hatten ja nun die Duetta, die RS100PC, die Needle und die Eton 2UXXL gebaut. Zur 2UXXL haben wir nichts geschrieben, aber für uns ist das DIE Bluesklasse-Rocker-Box. Wir denken das diese Box ein wenig unterschätzt wurde. Vielleicht ist die 2U jetzt mit der Doppel 7 zu vergleichen. Da nicht gehört, können wir dazu aber auch nichts Wirkliches sagen.



Mit Boxen waren wir nun mehr als genug ausgestattet und glücklich, so auf verschiedene Art unsere Musik geniessen zu können. Als die bisher gern genutzte Röhre anfing, leicht zu pfeifen an, begann die Zeit der grossen Vintage Receiver von Marantz, Sansui und Pioneer. So ein Pioneer SX1050 kann einen tollen Ton machen, aber es war eben nur eine Phase und so gingen wir zurück auf vorhandene Elektronik und es war wieder gewohnt super.

Dann begann der Wunsch nach einem indivduellen Instrument für mich zu reifen, den ich mit einer Gitarre und 5 Bässen umsetzten durfte. Gut, da ich nur einen Bass live spielen kann, ging dieses Kapitel auch viel zu schnell vorbei. Was ich dabei mit der Oberfräse, Schablonenbau, Genauigkeit und Oberflächenfinish gelernt habe, möchte ich nicht mehr missen.  Heimlich dachte ich schon wieder daran, das Gelernte doch noch einmal für den Boxenbau anzuwenden. Es fehlte ja noch ein Boxen-Typ.

Aber auch unser Boxen-Bass-Bau-Lackier Schuppen wurde saniert und seiner ursprünglichen Bestimmung für den Garten zugeführt. Lautsprecher und Instrumentenbau war nicht mehr nötig und geplant.

Was blieb und was kam dazu

Es blieb die Liebe zur Musik und dem guten Ton. Wir endeckten eine Neigung zum Jazz in der Art von Oscar Peterson, dem Latinostyle, aber hauptsächlich den Country-Rock und nicht nur der Musik wegen, sondern auch das die Gitarristen die meisten Rock- und Metal-Gitten locker an die Wand spielen und die Aufnahmen von außergewöhnlich guter Qualität sind. In erster Linie bleiben wir dennoch Rocker.

Aber wir entdeckten auch Neues wie Internet Radio, Streaming und HiRes Aufnahmen. Also wurde die Elektronik nochmals umgestellt. Netzwerkplayer via LAN und ein neuer Amp fanden daraus den Weg zu uns. Logisch, der Plattenspieler blieb.

Auch der Wunsch nach einem grossen Coax oder Breitbänder keimte wieder auf. Diskussion oder Besprechen? NEIN! Anke sagte nur: "MACHEN, wollen doch mal hören, wie die Box im Vergleich zur Duetta klingt."

Der Weg zur Simply Exotic

Die SE sollte es schon sein und so wurde ohne Probehören bestellt. Wir vertrauen ihm da voll und durch gemeinsames Musik hören glauben wir auch, seine Sprache zu verstehen. Auch der Bericht von Axel versprach durchaus so einiges.



Wie gewohnt war die Lieferung unkompliziert und schnell. Tja und das Gehäuse ? Der Schuppen war ja nun nicht mehr nutzbar ... WAS machen???

Gut, Gehäuse kleben haben wir gelernt und da die Form vorgegeben war, ergaben sich damit auch keine wirklich neuen Herausforderungen. Inspiriert von älteren Bauberichten wollten wir allrdings diesmal Schattenfugen und das Ganze mit CNC-Zuschnitt, Aufbau und Lack. Als wir Kontakt mit unserer Schreinerei aufgenommen haben mussten wir leider feststellen, dass einige von unseren Material-Vorstellungen nicht umsetzbar waren.  Also Standard-MDF mit Schattenfugen und einen für uns obligatorischen Fuss in schwarz und das Gehäuse in RAL3024 Leuchtrot.

Überlegungen brachten außerdem die Serviceklappe im Boden hervor. Die Polklemmen, die wir für die Simply Exotic haben wollten, konnten nicht zum Schluss von innen verschraubt werden, weil der Innenteiler im Weg war. Sie vorher zu montieren ging auch nicht, weil sie dann dem Lackierer im Weg standen. Wieder einmal bleibt Respekt und ein grosses Danke für die tolle Lösung der beiden.

Wohl wegen der Urlaubszeit bei Seas dauerte die Lieferung leider länger als geplant. Dafür war später das Erstaunen über eine mehr als gute Verpackung für die Breitbänder riesig. Der Gehäusebau war von sehr, sehr guter Qualität und der Farbton wurde genau richtig getroffen, denn auch so was kann bei RAL Tönen daneben gehen.



Nun nur noch die Befestigung der Fussplatten lösen und das Gehäuse mit Weiche,, Polklemmen, Dämmung und Lautsprecher ausrüsten und fertig waren wir. Aber auch dabei hatten Anke und ich einen Heidenspass, das gemeinsame Selberbauen fehlte aber doch. Das optische Ergebnis überzeugte uns sofort und nun wollten wir endlich hören.

Der erste Vergleich

Unsere Duetta vs. Simply Exotic. Nein, die SE ist keine kleine Box . Beide sind schon imposant und genau nach unserem Geschmack.



Der Ton

Die SE`s angeschlossen und Musik gespielt. Was hörten wir? Simply einen ganz tollen Ton, der uns voll erreichte und die Körperteile zum Wackeln brachte. Völlig überzeugt und Ziel erreicht wären wir für uns nun am Ende der Beschreibung vom Ton.



Der allgemeinen HIFI-Sprache sind wir nicht so mächtig, denn wir hören keinen seicht plätschernen Fluss im Frühtau durch eine blumige, in samtenes Sonnenlicht getauchte Landschaft fliessen und kein fleischiges, gar mächtiges Donnergrollen auf riesigen dunklen Gebirgsketten,  versuchen wir aber noch einiges zu schildern.

Alles gehört bei der für unseren Raum nicht idealen aber nicht anders möglichen Aufstellung der Lautsprecher. Bass?, wohl keine Frage !. Höhen und Mitten?, genau richtig und ergeben zusammen mit dem Bass genau diesen tollen Ton. Auflösung?, Von den Bässen über die Mitten zu den Höhen außergewöhnlich rund für einen Breitbänder. Wichtig für uns bei jedem Lautsprecher: auch die SE hat diesen tollen Ton bei niedrigen Lautstärken, aber auch Pegel kann sie  sehr gut. Langt noch nicht?.

Sicher, die Duetta klingt mächtiger, aber der Ton der SE ist für uns geschlossener, gar direkter, vielleicht ein wenig livehafter als bei Duetta und 2UXXL. Schnell ist und kann die SE auch. Grosse Klassik, nicht so unsere Musik, kann die Duetta besser. HiRes Aufnahmen erzeugen Gänsehaut mit der Duetta, hier ist jedoch die SE für uns noch ein wenig besser. Schönspieler sind aber alle 3 Lautsprecher nicht.

Die Simply Exotic ist für uns eine Bereicherung, um unsere Musik jeder Art zu geniessen und darauf kommt es doch an, die Musik und der Ton. Langzeit hörtauglich sind aber alle drei Lautsprecher. Für uns hat die 2UXXL mit der SE nach der Duetta das bessere gefunden. Die 2UXXL rockt jetzt oben an der revidierten Destiny Röhre. Duetta oder Simply Exotic?, Für uns die zwei besten Lautsprecher, jede auf die jeweils eigene Art.



Anke und Arffie

Axels Simply Exotic

Axels Simply Exotic


Seinen Hang zur Exotic kann man auf unterschiedliche Weise ausleben, meiner geht hier speziell an ein Paar Chassis aus dem Hause Seas. Genauer: Seas X1 Exotic F8. Seas entwickelte diesen Breitbänder, und darum geht es hier eigentlich, im Retro Look. Der Antrieb erfolgt über einen gewichtigen ALNICO Magneten. Dieser bringt letztendlich eine Papiermembran mit eingearbeiteten Papyrusfasern in Schwung. Dazu kommt ein solider Gusskorb und eine ordentliche Gummisicke. Und was macht man wohl nur, wenn man zwei davon hat? Klar ein paar Boxen, sorry zu profan, ein Paar Lautsprecher. Udo leitete daraus gleich den Namen ab „Simply Exotic“ nannte er sein Kind. Am Ende kommt eine TQWT mit besagten Chassis in der 4 Ohm Variante heraus. Fertig - viel Spaß beim Nachbau.

Okay, ein paar Eindrücke und Hintergründe gibt es für euch auch noch.

Erster Akt: Erste Schritte

Was wollte ich eigentlich haben, bevor ich Udos Laden betreten habe? Klar, Breitbänder und zwar gute. Die Diskussion pro/contra konnte ich mir sparen und ist auch nicht relevant für Freunde dieser Chassis. Gehört habe ich schon einige, aber entweder schreckten mich der Preis (bei Fertigherstellern) oder die Qualität. Natürlich ist das mein rein subjektives Empfinden. Also bin ich mal eben bei Udo in den Laden eingekehrt um mir ein Bild von den Treibern incl. des Gehäuses zu machen. Dann ging die Sache auch zügig und die Dinger wurden bestellt.

Zweiter Akt: Blanke Theorie

Da ich handwerklich nichts von der Holzverarbeitung verstehe, geschweige denn auch Werkzeug dafür habe, musste ein Bekannter an die Gehäusegestaltung. Die Wahl fiel auf Ewald. Er  baut selbst Lautsprecher bzw. auf Anfrage Leergehäuse nach Kundenwunsch. Ich glaube ja, dass Ewald mir nur geholfen hat, weil er selbst auf die Chassis scharf war, aber egal.

Das Gehäuse weicht bei uns etwas vom originalen Bausatz ab. Breite 26,8 cm also 3 cm schlanker in der Front, Höhe 119,6 cm bis auf 4 mm identisch und durch die Neuberechnung des Hornverlaufes eine Tiefe von 37,5 cm, im Original 34 cm und die Öffnung ist auf 2,6 mm vergrößert worden. Ewalds Berechnungen nach, geht der Bass jetzt auch noch etwas tiefer runter. Verwendet wurde Birkenmultiplex 18 mm und für die Schall- und Rückwand 21 mm.

Für die Innenverkabelung nahm ich Solid Core Kabel aus der Studio-Sparte. Die Anschlussklemmen sind aus Massiven Kupfer ohne Gold-, Silber- oder Rhodiumüberguss. Das Korrekturnetzwerk (Frequenzweiche) steht zur Zeit noch außerhalb der Lautsprecher,  um evtl. noch angepasst zu werden. Jetzt also alles  aufgebaut und zusammengeschraubt und langsam die Dinger einspielen.



Dritter Akt: Vor dem Plattenregal

So, wer will zuerst, bitte nicht drängeln, jeder kommt dran. Da wir uns ja in der Blues-Klasse befinden, starten wir also mit Blues. Beginnen darf, wer den Blues schon im Namen trägt - Blues Company mit Balladen und ausgewählten Liebesliedern. „Cold Rain, Cold Rain, rollin down my eyes“, Toscho steht leicht rechts  im Raum, die Gitarren- Saiten kurz angerissen führen zu blitzartigen Explosionen und fordern Impulsfähigkeit. Dahinter baut sich das Schlagzeug auf und gibt den Rhythmus vor, jeder Tritt auf die Bassdrums schön zu hören. Die Musik fließt immer wieder, unterbrochen durch kurze Breaks und untermalt vom tiefen Bass einer Hammond B3. Das erste Stück mit Bravur gemeistert, nichts stört, nichts zu viel oder zu wenig, vielleicht ein leichtes Dröhnen im Bass, was mit etwas geänderter Dämmung schnell erledigt war. Bei Red Blood bestätigte sich der erste Eindruck. Der Titel ist vom Aufbau etwas komplexer, mehr Percussions, die das Klangbild etwas mehr staffeln. Es ist alles gut.

Nun mal etwas mehr Schmalz. Willie Nelson mit dem Album „Healing Hands of Time“. Derselbe Titel ausgewählt und zarter Orchestereinsatz, erste Gitarrenklänge und dann die Stimme. Der Song eignet sich als Wohlfühl- oder Stimmungsbarometer, quasi als Einstimmung für den Titel „Night Life“. Mit Willie fühle ich den Feinheiten ein wenig auf den Zahn. Alles gemächlich und in Ruhe,  feinsinnig aber nicht platt. Das schafft die  Exotin sehr ordentlich, herrlich kann man in die Musik abtauchen, sofern einem das Genre liegt, oder die Stimmung dazu passt. Ähnlich ist es bei den  Stockfisch Alben. „Direct Metal Master Cut Vinyl Series“, so ein langer Titel sollte schon für Qualität stehen. Chris Jones „No Sancturary Here“ zeigt mit einer super Auflösung, was möglich ist.  Losgelöst von Lautsprechern steht er zwischen den Lautsprechern und man kann förmlich sehen, wie die Stahlseiten angerissen werden. Auch so bei Sarah K. „Stars“. Das Klanggeschehen baut sich so frei im Raum auf und alle Details, vom Zwitschern der Grillen bis zum Spiel der Finger auf der Gitarre, alles ist klar umrissen und auf der breiten Bühne hübsch eingewebt.

Für Klassik muss man Muße haben. Mein Versuch beginnt mit Stravinsky und seinem „Feuervogel“. Passend? Ich bin nicht sicher. Sanfter Einstieg, doch schon beim „Dance infernale du roi Kastchei“ treiben einem die Bassattacken ein Lächeln ins Gesicht. Ja, Dynamik ist etwas wunderbares! Später, wenn das Finale erreicht ist, wird alles schön komplex. Die Triangel kündigt die große Pauke an, die sich mit einen mächtigen Bums auf den Hörer entlädt. Die Aufnahme vom Royal Concertgebouw Orchestra unter Mariss Jansons liefert hier die Silberscheibe. Auch eine schöne Aufnahme ist Rachmaninoff Symphonic Dance von Eiji Oue mit dem Minnesota Orchestra als LP. Diese glänzt durch ihre Dynamik und „Feinzeichnung“, denn auch hier spielt die Exotin auf hohem Niveau. Struktur, Plastizität, Feinzeichnung, Ortung, Bühnenaufbau alles Tutti, Impluse  kommen kurz und trocken. Fairerweise muss man sagen, dass nicht große Orchesterwerke DIE Stärke der Exotin sind, sie macht dabei aber auch nichts falsch. Ganz im Gegenteil, nur wer drauf steht, findet bei einen großen Mehrwegler mehr „Wums“ unten herum und mehr „Ping“  oben herum. Trotzdem: Gib ihr Raum und 20-30 Watt Röhrenpower und Wagner zieht dich mit seiner Kraft in den Bann.

Also kurz noch Oper? Ja, aber dann rasch – Maria in „Madame Butterfly“ von Puccini. „Cononore Murore“ ,spätestens hier erklärt sich der Mythos um die Callas. Keine andere Sopranistin lebt die Rollen so wie sie, eine Uraltaufnahme von 1955 aber nirgends wird schöner gestorben. Und was macht die Exotin damit? Emotionspegel  - hoch, Gänsehautfaktor  - da, Pippi in den Augen  Gefühl – vorhanden.

Cut - Szenentausch und Kostümwechsel. Wir befinden uns bei Jazz at the Philharmonic in  der Carnigie Hall N.Y. 1952, auf der Bühne Gene Krupa und Buddy Rich. „The orig Brum Battle“, die LP von Verve aus den 70igern, Lautstärke rauf und ab. Wahnsinn wie viel Swing und Drive diese Scheibe bietet, wenn man bedenkt, dass die Aufnahme 60 Jahre alt ist und meine LP etwa 40. Die   Szenerie der Aufnahme wird förmlich spürbar und man ist mitten drin und nicht nur dabei. Das Publikum puscht Gene und Gene das Publikum – herrlich. Das macht Lust auf eine andere Live- Aufnahme: „Jazz at the Pawnshop“, mein Liebling. Denn hier spürt man noch intensiver die Live- Atmosphäre und dazu in guter Klangqualität.

Die Lautsprecher bringen den Flair des Jazz Club in Stockholm wunderbar rüber. Egal ob der Klang des Vibraphons etwas in den Vordergrund und die zarteren Anschläge auf das Hi-Hat  mehr in den Hintergrund gerückt werden. Nicht das Fell spielen, sondern nur das Trommelchassis mit den Trommelstock leicht anschlagen, nichts geht verloren oder wird verschluckt. Apropos verschluckt, das Hantieren der Gläser - alles zuhören und nun die Quizfrage:  Bei welchem Lied gehen dem Barmann wie viele Gläser kaputt? Antworten bitte direkt an den Barmann.

Spaß beiseite, Breitbänder sind meines Erachtens dafür geschaffen, der Verzicht auf den letzten „Ping“ ganz oben, aber auch auf den tiefsten „Bums“ ganz unten - hier braucht man es nicht. Sie zeichnen  den Raum, die Bühne  exakt nach und treten als Schallentstehungspunkt in den Hintergrund.  Die Höhen sind glasklar, Vibrationen des Vibraphons schwingen herrlich aus, die Anschläge auf der Snaredrum fein gezeichnet, das Saxophon nie überspitzt oder überzogen. Klar so könnte es weitergehen, z.B. mit Benn Godman „Happy Session“ Wax Time Records,  Big Band Spirt pur, „Otello live at Schloss Elmau“ von Dieter Ilg, ACT, Oscar Peterson, Rammstein Seemann -live LP, oder, oder, oder.

Der  Exotic-Breitbänder ist für mich einer der audiophilsten mit absoluter Langzeit-Hörtauglichkeit. Nicht zu vergleichen mit „Hau-drauf-Hörnern“ um die  96 DB Wirkungsgrad, die zwar über eine wahnwitzige Dynamik verfügen, aber auch oftmals in den Höhen überzeichnet wirken. Egal ob Stimmen, kleiner Jazzclub oder große Bühne, er macht einfach Spaß und darauf kommt es an. Eindeutig kommt auch die Qualität der Aufnahme zum Tragen, Shit in – shit out, man wird also nicht drumrum kommen, sein Musikarchiv noch einmal neu durchhören zu müssen. Alles ist im Fluss, hier fließt die Musik. Das war es jetzt. Draußen sind es 26° C und im Zimmer (dank Röhre) 28° C. Alles ausschalten und Essen fassen. Doch halt nein, der Lautsprecher redet mit mir – was, noch ein Lied? Was, The Doors ? Welches denn? „The End“ – gute Wahl, die Exotin hat Geschmack, los geht’s.

Gnadenlos geil - Mystik pur.



Das Ensemble:

CD Player: Opera Droplet, Verstärker: Octave, PhonoPre: WBE, Plattenspieler: Amazon, Opera Arm, Dynavector Nadel, Verkabelung: kompl. VoVox, Netzleiste: Isotek. Rack: Finite Element, AntiSpike für die Exotin. Vergleichslautsprecher: Etalon Essence, ein etwa gleichgroßer Zweiwege-Lautsprecher aus Ungarn, ca. 90 DB.

Danke an Udo und Ewald.

Grüße an das verschobene Chi meiner Frau.

Axel

Simply Exotic

Simply Exotic

Nun ist es tatsächlich schon mehr als drei Jahre her, dass ich sofort nach dem Bau meines ersten Bauvorschlags mit dem gerade neu erschienenen Exotic F8 von Seas eine Klangbeschreibung versprach. Zwischenzeitlich gab es genug anderes zu tun, was mir die willkommene, innere Ausrede lieferte, mit dem Gehäusebau noch nicht  beginnen zu können. Als halbwegs ehrlicher Mensch muss ich zugeben, dass mein Wegschieben eher damit zu erklären war, kein passendes Häuschen im Kopf zu haben, das dem Anspruch des Exoten gerecht werden konnte. Die Q-Werte sprachen dafür, es mit einer Reflexbox zu probieren, die nötigen 200 oder mehr Liter redeten eine völlig andere Sprache. Geschlossen mit -3dB-Punkt bei knapp unter 60 Hz und 80 Liter Volumen konnte mich auch nicht so wirklich begeistern. Wozu sollte dann die Freiluft-Resonanz unter 35 Hz gut sein? Zu allem kam auch noch dazu, dass mir der damals nur einfach vorhandene F8 beim neugierigen Hörtest schon in Mono auf meiner Messwand verdammt gut gefallen hatte. Ihn nur wegen des vernommenen Klangs in eine mit familiären (Wohn-)Verhältnissen unvereinbare, offene Schallwand mit fast zwei Meter Breite zu setzen, widersprach meinem Anspruch, das Ding auch verkaufen zu wollen.


Dieses Problem hat die gedruckte Presse nicht, die sich des Chassis recht schnell annahm. Da man in erster Linie Hefte verkauft und Einnahmen über Werbung generiert, ist die Frage nach der Verkäuflichkeit eines Bauvorschlages verständlicherweise zweitrangig. Aufmerksamkeit beim Leser erlangt eher man durch ausgefallene Konstruktionen, über deren Für und Wider anschließend in den einschlägigen Foren ausführlich diskutiert wird. So wurde der F8 einmal in ein bereits mit anderer Bestückung erfolgreiches Horn gepackt, ein andermal in einen geschlossenes Quader, dessen kontruktiv unbegründet breite Front nicht gerade einen Wohnzimmer tauglichen Eindruck macht, den Redakteuren für das Einüben der eigenen Unterschrift jedoch genug Spielraum ließ. Später folgte ein weiteres, universell einsetzbares Horn, dessen Name schon darauf hindeutete, dass es keineswegs konkret für dieses spezielle Chassis entworfen wurde. Vielmehr setzte es auf die leichte Austauschbarkeit der Treiber und war somit dem F8 mit seinen klanglichen Eigenheiten nicht auf den Leib geschrieben. Zu den klanglichen Aspekt dieser Aufbauten kann ich mich nicht äußern, ich habe sie weder nachgebaut, noch gehört.

Boxen dieser Art kann ich in diesem Magazin nicht anbieten, wir finanzieren uns bekanntlich nicht mit dem Verkauf der Texte oder daran angehängte Werbebotschaften. Nehmen wir die wenigen, prinzipientreuen Anhänger geschlossener Breitkisten einmal großzügig aus, wird es kaum jemanden geben, der sich so etwas freiwillig mit einhergehendem Verzicht auf Bassdruck ins Wohnzimmer stellt. Auch Hornkonstruktionen, so spannend sie immer sein mögen, finden eher unter jungen Menschen ihre Nachbauer, die als Käufer eines recht hochpreisigen Treibers nicht wirklich in Frage kommen. Siebzehn Innenbretter mit jeweils selbst zu sägenden, verschiedenen Winkeln an zwei Seiten klebt kein fünfzigjähriger Röhrenhörer, der letzten Endes entspannt seine Schallplatten genießen möchte, in wochenlanger Kleinarbeit zusammen. Ein passendes Gehäuse für den F8 muss leicht zu bauen und klein genug, dabei aber auch basspotent sein. Anders findet es bei seiner Zielgruppe, über die man sich bei Seas schon bei der Chassis-Entwicklung die richtigen Gedanken gemacht hatte, kein neues Zuhause. Lange Zeit fehlte mir die zündende Idee, wie dieser Breitbänder alter Machart den Ansprüchen möglicher Nachbauer gerecht untergebracht werden kann.

Wenn ich etwas in fast drei Jahrzehnten Beschäftigung mit Lautsprecherbau gelernt habe, dann ist es, dass man nichts herbeizwingen darf. Dinge wollen Zeit zum Reifen haben, sich mit neuen Erfahrungen mischen, die dann irgendwann ein sinniges Ganzes ergeben. Eine noch eher unbeachtete Anregung gab mir die Needle von Cyborg, in der unser Dayton RS 100-4 zur Glanzform auflief. Es folgten die Quickly AX-5 und Hollys AX-08 TQWT, die mir so langsam die Augen für ein ganz anderes Konzept öffneten, das auch für den Exotic interessant sein musste. Mehr oder weniger außer Acht lassen kann man die Chassis-Parameter bei dieser Bauart, die ähnlich einer Transmission-Line die Membranfläche und untere Frequenzgrenze in die Kalkulation einbezieht. Festgelegt wird zudem eine Auslassfläche am Ende der Line. Nach ein wenig Rumrechnerei war innerhalb von weniger als einer Stunde ein Aufbau gefunden, der nicht nur simpel baubar war, sondern auch noch tiefe Basswiedergabe versprach. Manchmal geht es eben schnell, wenn die Idee erst einmal geboren ist. Sogar der Name des neuen Bauvorschlags war damit schon gefunden: Simply Exotic.

Es sollte also eine TQWT werden, die mit knapp 90 Litern und zwei Innenbrettern zufrieden war, worin der F8 in der Vierohm-Version angesiedelt wurde. Da diese Variante des Exotic bisher nicht im Magazin vorgestellt wurde, darf er an dieser Stelle zuerst seinen gewohnten Diener machen.

Exotic F8-4
Artikelnummer: 1381071
Preis: 599 Euro
Messungen als Zip-Datei



Ausstattung

Membran: Pappe/ Papyrus Luftspalthöhe: 12 mm
Sicke: Gummi Linearer Hub 4,2 mm
Korb: Magnesium-Druckguss Magnet: Alnico
Polkernbohrung: ja Befestigungsbohrungen: 6
Zentrierung: hochgelegte Flachspinne Außendurchmesser: 221 mm
Kurzschlussring: ja Einbauöffnung: 188 mm
Schwingspule: 26 Frästiefe: 5,5 mm
Träger: Glasfaser Einbautiefe: 110 mm


Parameter:

Fs 34 Hz Mms 10,5 Gramm
Diameter 168 mm BL 4,0 Tm
ZMax 38,9 Ohm VAS 143 Liter
Re 3,0 Ohm dBSPL 93,3 dB/1w/1m
Rms 0,45 kg/s L1kHz 0,15 mH
Qms 5,04   L10kHz 0,04 mH
Qes 0,42   SD 222 cm²
Qts 0,39   MMD 8,63 Gramm
Cms 2,09 mm/N Zmin 3,85 Ohm


Messdiagramme:

     
 Frequenzgang und Phase  Impedanz  Frequenzgang unter 0/ 30/ 60°
     
 Klirr für 90 dB  Sprungantwort  Wasserfall


Für den F8 entwarf ich nach den errechneten Vorgaben ein Gehäuse, das mit den Maßen 120 cm Höhe, 30 cm Breite und 34 cm Tiefe nicht gerade leicht zu übersehen ist, jedoch immer noch eine schlanke Optik bietet.. Ansehnlich gestalten ließ es sich durch die Verwendung von Buchenleimholz und schwarz durchgefärbtem MDF, an beide Baustoffe scheine ich mich langsam zu gewöhnen. Der Kontrast von Holz zu Farbe erleichtert es dem Auge, nicht nur den eckigen Kasten zu sehen, der eine TQWT wegen seiner inneren Werte nun einmal sein muss. Auch wenn es die wohl zweihunderste Wiederholung ist, konnte ich es mir nicht verkneifen, das Verkleben per Foto im Schnelldurchgang zu dokumentieren. Es gibt dort draußen in der weiten Realwelt immer noch viel zu viele Leute, die nicht glauben wollen, dass Gehäusebau tatsächlich sehr simpel ist.

Auf die liegende Seite ...... wird mit Fugenleim ...... der Deckel und die Rückwand möglichst bündig aufgeklebt.Es folgen Front ...... und mit einem Hilfsbrett zum Abstandhalten der Boden und das Reflexbrett.Nachdem in der Box schon eine Markierung dem Innenteiler sagt, wo er enden soll, wird auch oben mittels Zollstock der passende Abstand nachgemessen.Zum weiteren Aufbau muss der Zollstock entfernt werden, das Hilfsbrett darf noch ein paar Minuten an seinem Platz verharren.So simpel sieht es in der Box aus, weinmal in der Ansicht von unten, ...und einmal von oben.Fugenleim auf alle Schnittkanten aufbringen ...... und die Box mit der zweiten Seite verschließen.Nach 20 min sind zwei Gehäuse im Rohbau fertig.

Den Bauplan wollen wir nicht unterschlagen, er folgt als jpg und als gezipte Sketchup-Datei.



Auf der Rückseite befindet sich die Anschlussdose und im Inneren der Box fünf Beutel Sonofil, das im hinteren Teil vor dem Verkleben der zweiten Seitenplatte eingelegt werden muss. Nicht ganz dumm ist es, wenn vorher die Ausschnitte für Chassis und Terminal gefräst sind und das Innenkabel schon verlegt wurde. Ich nutze dagegen Rollenware mit 1,6 Meter Höhe, die in 25 cm Breite zugeschnitten und einmal zusammengeklappt erst nach der kompletten Fertigstellung der Boxen eingezogen wird.

Nach dem Schleifen, Ausschnittfräsen und Lackieren der Boxen wurde der F8-4, über das Terminal mit der Außenwelt verbunden und erstmals in sein neues Zuhause gesetzt. Bis hierhin passte immer noch der erste Teil seines Namens, nun folgte das Exotische. Auch eine Lautsprecherbox mit nur einem Chassis braucht im Regelfall ein Korrektur-Netzwerk, um den nicht ganz glatten Frequenzgang zu linearisieren. Das gilt besonders für den Bereich der hohen Töne, in dem die Abstrahlung immer mehr gerichtet erfolgt, was zwangsläufig auf Achse den Pegel erhöht. Da der Anstieg beim F8 sehr gleichmäßig ist, hat Seas selbst als erste Näherung dafür einen einfachen, frequenzabhängigen Pegelregler aus einer kleinen Spule und einem darüber gelegten Widerstand vorgeschlagen. Der Trick funktioniert sehr simpel, denn nach unten ist die Spule nahezu offen, erst zu höheren Frequenzen erhöht sich ihr Widerstand kontinuierlich. Damit das nicht den gesamten Hochton kostet, sondern nur die Überhöhung geglättet wird, schaltet man einen Resistor dazu, der nach oben einen Höchstwert vorgibt. Das habe ich sofort getestet und für gar nicht schlecht befunden. Naja, schmale Peaks bei 800 Hz, 3 und 8 kHz sind bei einem Breitbänder verschmerzbar, allerdings gefiel mir die Messung unter 15 Grad trotz der Absenkung der Pickel nicht mehr so gut. Der Pegel bricht von 3 bis 7 Khz um 5 dB ein und rauscht oberhalb von 8 kHz steil ab.



Das mussste besser gehen, immerhin haben wir es hier nicht nicht mit einem Taschengeld-Chassis zu tun. Die Idee der Pegelregelung per L und R ließ ich nicht fallen, änderte aber die Werte. Im nächsten Schritt kümmerten sich drei Saugkreise um die Peaks, bevor ich aus dem frequenzabhängigen Vorwiderstand mittels parallelem C und nachgeschaltetem R einen ebensolchen Spannungsteiler machte.



Dramatisch ist der messtechnische Gewinn durch die immerhin elf weiteren Bauteile auf Achse nicht, unter 15 Grad jedoch schon. Zu beachten ist zudem die Impedanz-Kurve, deren Verlauf mit dem Mehr an LCR's das Herz eines Röhrenbesitzers zu recht erfreuen wird.



Auch wenn der Hinweis eigentlich überflüssig ist: an den Bauteilen, deren Werte recht klein sind, habe ich nicht gespart. Trotzdem mussten Silber, Gold oder andere Edelmetalle dafür den sicheren Banktresor nicht verlassen. Langzeitstabilität garantieren die Audyn-Q4-Kondensatoren, Belastbarkeit die 10 Watt Moxe, die ausschließlich verwendet wurden. Für den Spannungsteiler nahm ich eine Luftspule mit 1,4 mm² Drahtstärke, in den Saugkreisen eine Entzerrerspule, eine Luftspule mit 1 mm² Draht und eine mit 0,71 mm² Stärke.



Völlig simpel war auch wieder der Einbau der Komponenten in die Boxen. Da hierzu jedoch recht häufig Fragen kommen, habe ich diese Prozedur fotografiert und die Bilder mit Texten untermalt.

Zuerst wird das Kabel an das Terminal gelötet und in die Box eingezogen.Zwei 1,6 m lange und eine 80 cm lange Bahnen Dämmstoff von der Rolle werden in der Simply Exotic gebraucht.Die erste lange Bahn wird zusammengeklappt in die hintere Kammer geschoben.Sie endet direkt über dem Terminal, das  nun angeschraubt werden kann.Die kurze Matte wird in den unteren, vorderen Bereich geschoben, die gefaltete lange liegt darüber.An das Kabel wird die "Weiche" und das Kabel für den Breitbänder gelötet. Bei heruntergeschobenem Dämmmaterial ist der Platz für die Weiche unter dem Deckel zugänglich. Heißkleber ersetzt das Anschrauben.Der Dämmstoff wird ordentlich an seinen Platz gebracht. Es reicht bis unter wie Korrekturschaltung.Kabelschuhe dienen zum Anschluss des F(, wenn man ihn nicht mit Lötzinn verunzieren will.Vorbohren, anschrauben, fertig.

Aus dem Fotostudio verfrachtete ich die Exoten direkt in mein Hörstudio, welch sonderbare Namen für meine eher schlichten Gemächer, die Olaf in seinem Leserbericht als sehr persönlich bezeichnete. Leicht auf den Sitzplatz eingewinkelt, aber ncht direkt darauf zielend, ist die ideale Aufstellung für die Breitbänder, die - es sei an dieser Stelle schon verraten - nicht dafür erfunden wurden, ein Sofa mit drei nebeneinander liegenden Sitzplätzen gleichmäßig zu beschallen. Artgerecht schloss ich sie an meinen eXperience KT 88 an und verschwendete selbstverständlich nicht einen Moment mit dem Anstöpseln des CD-Players. Schallplatte war angesagt, vermutlich die Hauptspeise bei allen potentiellen Nachbauern. Doch was legt man auf, wenn man gerade nur 2000 schwarze Scheiben aus allen Musikrichtungen außer deutschem Schlager zur Wahl hat und einen Breitbänder testen will? Ich versuchte es zunächst einmal mit Schonkost - Mann mit Gitarre, richtiger zwei Männer mit Gitarre: Friday Night in Sam Francisco. Gänsehaut pur, weil dort einfach zwei Männer mit ihren Gitarren und ihrem Publikum spielen, ganz klar haben sie gar nichts mit irgendwelchen Holzkisten zu tun, die völlig unmotiviert im Raum herumstehen. Wenn Töne wie ein Feuerwerk mit mindestens 37 Anrissen pro Sekunde und Mann in den Raum geknallt werden, ohne sich einmal zu verschlucken, gibt es nur eins: Augen zu und durch. Schade nur, dass der "Mediterranian Sundance" bereits nach viel zu kurzen elfeinhalb Minuten zu Ende war.

Ok, Mitten sollten Fullranger gut wiedergeben können. Bass und Hochton gleichzeitig sauber darzustellen ist eine weitaus größere Herausforderung, wenn sie aus einem einzigen Chassis zu Gehör gebracht werden müssen. Immer noch vorsichtig probierte ich es mit einem weiteren Klassiker des Jazz, Oscar Peterson's "We get requests", immerhin schon von einem Mann mehr vorgetragen. Bassfundament? Das war doch wohl keine ernsthafte Frage! Aber auch der Bogenstrich und das anschließende Zupfen der Saiten von Ray Brown's Kontrabass waren nicht von undefiniert grollenden Tönen überdeckt. Alles im Gleichklang, wie es besser auch eine Box mit drei Spezialisten nicht hergeben kann. Vergessen wir bei der Begeisterung nicht die Ed Thigpen's Becken, die mit silbrig klingend völlig falsch beschrieben wären. Messing ist das Material, aus dem eindeutig die vier Teller geformt sind, das Ohr ließ sich nicht eine Sekunde lang täuschen. Müßig wäre es, jetzt auch noch von dem mittig stehenden, aber etwas nach hinten versetzten Flügel zu berichten, der mit leisen und lauten Anschlägen dem aussagekräftigen Namen Pianoforte mehr als gerecht wurde.

Noch ein paar Männer (und Frauen) mehr fanden genügend Platz auf der imaginären Bühne. als die Klassik-Abteilung der Plattenschrankes, der eher ein langgstrecktes Regal mit ein paar Meter Breite ist, geöffnet wurde. Streicher vorn, Holz und Blech dahinter und ganz oben die Kesselpauke hatten, jeder Musiker für sich, genügend Ellenbogenfreiheit und Luft zum Nachbarn, dass man sich nie in die Quere kam und so harmonisch und völlig stressfrei miteinander musizierte. Schon das reine Zuhören war eine Freude, egal ob Mendelssohns "Italienische" oder Haydns "Londoner" den Raum hinter den Boxen füllte. Damit sich nun niemand durch die recht einseitige Musikauswahl ausgeschlossen fühlt, muss ich gestehen, dass auch Prince, Peter Gabriel, Ramstein und Peter Fox zu den Künstlern gehören, von denen ich eine Schallplatte besitze, die nicht ungehört im Regal verblieben. Simply Exotic ist manchmal auch mein Musikgeschmack, mit diesen Boxen ergibt sich daraus kein Problem. Und so gab ich mir zum Abschluss den Breitband-Blues at its best: Stevie Ray Vaughn and Double Trouble nahmen mich mit auf die "Tin Pan Alley". Wer dabei einfach nur unbewegt und zurückgelehnt in einem Sessel verharren kann, ist von Musik wohl eher gar nicht zu erreichen.

Udo Wohlgemuth

Chassis Seas Exotic F8-4 Holzliste in 19 mm MDF pro Box
     
    120,0 x   34,0 (2x) Seiten
Vertrieb Intertechnik, Kerpen   26,0 x   34,0 (2x) Deckel/ Boden
Konstruktion Udo Wohlgemuth   26,0 x 116,2 (1x) Rückwand
      26,0 x 114,0 (1x) Front
Funktionsprinzip TQWT   26.0 x 100,1 (1x) Schrägbrett
Nennimpedanz 4 Ohm   26,0 x   11,0 (1x) Kanalbrett
Dämmstoff: 5 Beutel Sonofil  
Terminal T105MSAU Frästiefe
    F8-4:        5,5 mm
Kosten pro Box:    
Bausatz: 685 Euro Holzzuschnitt: 30 Euro




Messdiagramme:

     
 Frequenzgang und Phase  Impedanz  Frequenzgang 0/15/30/60°
     
 Klirr für 90 dB  Sprungantwort  Wasserfall
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