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Symphony25
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Best.-Nr. 1385182

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Details

Lautsprecherbausatz Symphony 25 OHNE GEHÄUSE

Merkmale

Wege 2 1/2-Wege0
Gehäuse Prinzip Bassreflex0
Nennimpedanz 40 Ohm
Kennschalldruck 880 dB
Höhe 46 cm
Breite 22,80 cm
Tiefe 31,80 cm
Anwendung Kompaktlautsprecher0
Hersteller / Marke der Chassis Eton0
Preislevel 300-500 Euro0

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bauberichte

Theos Symphony 25

Theos Symphony 25

Als ich vor gut zweieinhalb Jahren das letzte Mal bei Udo war (ich komme aus Bayern und Bochum ist schon 'ne Ecke weg), und auf seiner Couch saß, um mir die Bluenote ausführlich anzuhören, hatte er mir auch die damals taufrische Kera 360.2 vorgeführt, mit dem ganz neuen Keramikhochtöner. Als ich von dieser die ersten Töne vernommen hatte, hatte es mir fast die Sprache verschlagen. Das war genau der Klang, den ich suchte! Die Höhen glasklar und sauber, mit phänomenaler Auflösung, und dennoch nicht spitz. Der Bass mit mächtig Druck, konturiert und tief dazu. Klasse! Mein Musikgeschmack ist Pop/Rock, Akustik, Songwriter. Und da punktete die Kera einfach viel besser als die Bluenote.

26HD1-AufIch muss dazu sagen, dass ich zum damaligen Zeitpunkt die Duetta Top zuhause hatte, auch eine ziemlich gute Konstruktion von Udo. Doch die konnte für mich weder im Hochton, noch im Bass mit der Kera mithalten. Fast hätte ich den Bausatz sofort bei Udo bestellt. Doch erstens war mir die Kera von den Abmessungen dann doch etwas zu füllig, und der Bass hätte mich wahrscheinlich in meinem 18qm Wohnzimmer erschlagen. Und zweitens meinte Udo damals, es gäbe bald auch neue Chassis von Eton, die er dann auch mit dem Keramikhochtöner kombinieren wolle. Also gut, dann entschloss ich mich, erst einmal zu warten. Aber in meinem Hinterkopf blieb immer dieser Gedanke: Diesen Keramikhochtöner muss ich haben...

So verging die Zeit, und die Bausätze mit den neuen Chassis ließen auf sich warten. Dann kam die Vorstellung der Symphony 285. Da waren sie also, die neuen Chassis, aber so ein Trumm von Lautsprecher? Niemals :) Es erschien einige Zeit später die Dusty 34. Schon besser, aber mir immer noch zu groß. Ging das denn nicht noch kleiner? Es ging, und das war schon ganz nach meinem Geschmack: Udo stellte die Symphony 25 vor.

Symph25bau_27Allerdings konnte ich mich mit dem Design so gar nicht anfreunden. Sowas Klobiges wollte ich mir auf gar keinen Fall ins Wohnzimmer stellen. Aber warum nicht eine kleine Standbox daraus machen? Nach meinen Berechnungen hatten die beiden Tieftöner zusammen etwa 20 Liter Volumen, und das würde doch eine schöne kleine Standbox ergeben. Die Front wollte ich so schmal wie möglich haben. Also Udo kontaktiert, und ihn um seine Meinung für mein Vorhaben gefragt. Von ihm bekam ich das o.k. für meine Vorstellungen, und auch einige andere kleine Veränderungen hat er abgesegnet. So habe ich mir dann die Bausätze bestellt, ohne sie vorher gehört zu haben. Aber ich kannte ja den Klang der Kera mit dem Keramikhochtöner, und Udo hat mir versichert, dass die Symphony einen sehr ähnlichen Klangcharakter aufweist. Allerdings wies mich Udo darauf hin, dass es wohl noch drei Wochen dauern würde, bis ich den Bausatz bekomme, der Tieftöner wäre zur Zeit nicht verfügbar. Letztendlich sind es dann sogar vier Wochen geworden, bis Udo's Paket endlich eintraf. Aber das Warten hat sich gelohnt, soviel sei schon verraten...

Symphony-25-Theo1Gut, dann hatte ich wenigstens Zeit, in Ruhe das Gehäuse zu fertigen. Ich wollte ja eine kleine Standbox haben, und so machte ich mir meine Gedanken. Toll wären ja gerundete Seitenwände gewesen, aber der Aufwand schreckte mich dann doch ab. Also beließ ich es bei den klassischen geraden Wänden. Da das Gehäuse bei 20 Litern nicht besonders hoch werden würde, bedeutete das für den Hochtöner einen ziemlich niedrigen Einbauort, deutlich unter Ohrhöhe. Also musste die Schallwand nach oben geneigt sein, 5 Grad waren genau richtig. Natürlich wäre das durch einfaches Kippen zu erreichen gewesen, aber das schaut irgendwie billig aus. Dann doch besser gleich eine schräge Schallwand bauen. Ich habe mich diesbezüglich ein wenig von einem Hersteller von Fertigboxen inspirieren lassen. Den Namen weiß wahrscheinlich jeder, wenn er die Fotos anschaut. Deren rautenförmiges Gehäuse gefiel mir ganz gut, und auch den Sockel hab ich dort abgeguckt. Und wenn schon keine gerundeten Seitenwände, dann konnte ich doch wenigstens den Sockel in dieser Form gestalten. Und der Sockel hatte auch einen ganz praktischen Nutzen, dazu später noch mehr.

Symphony-25-Theo5Ich besorgte mir den Zuschnitt aus 19mm MDF bei einem örtlichen Baumarkt. Die Zuschnitte habe ich großzügig bemessen, wegen der schrägen Wände. Das Zusammenleimen war mit Fugenleim keine große Kunst. Dem Hochtöner habe ich sogar eine eigene kleine Behausung spendiert. Wäre zwar eigentlich nicht erforderlich gewesen, aber schaden tut es sicherlich auch nicht, wenn ihm im Rücken die Druckwellen der Tieftöner erspart bleiben. Außerdem habe ich so eine zusätzliche Versteifung der Schallwand erhalten, die ja wegen der Fräsungen an dieser Stelle nicht mehr viel Halt findet. Auf weitere Dämmmaßnahmen, wie Bitumenplatten oder Trittschallmatten habe ich verzichtet. Bringt meiner Erfahrung nach wenig bis gar nichts. Die Überstände habe ich mit Säge, Bandschleifer und Excenterschleifer relativ schnell egalisiert.

Symphony-25-Theo2Für die Oberfläche wählte ich Birkefurnier (Bügelmethode), das ich im Farbton Birnbaum gebeizt habe. Als Schutz wurde mehrere Male dünn Wachs aufgetragen und poliert. Den Sockel wollte ich ursprünglich eigentlich in Schwarz glänzend lackieren. Dieser Versuch ging allerdings ordentlich schief, und ich musste alles wieder abschleifen. So habe ich diesen dann auch furniert, schwarz gebeizt und mit Wachs versiegelt.

Die Gehäuse waren also nun fertig, und ich wartete noch auf das Paket von Udo. Endlich war es da und der Zusammenbau konnte beginnen. Die Frequenzweiche montierte ich auf einem kleinen Brettchen, das ich dann auf den Sockel schraubte. Der Sockel selbst wurde ebenfalls nur angeschraubt. So konnte ich leicht nochmal an die Frequenzweiche kommen, falls erforderlich. Die Fräsungen für die Chassis waren etwas zu groß, aber mit einem kleinen Trick sieht man es kaum noch.

Symphony-25-Theo4Nun kam der erste Hörtest. Was sofort auffiel, war der direkte, offene Klang, der Sänger oder Instrumente in den Vordergrund stellte. Der Hochton war die erste Zeit noch ein wenig forsch, der Bass dagegen recht schlank. Nachdem die Lautsprecher allerdings mehrere Stunden gelaufen waren, änderte sich das Klangbild hörbar. Der Bass wurde deutlich druckvoller, hatte nun richtig Schmackes, der Hochton wurde sanfter und hielt sich mehr zurück. Das war mir dann aber schon irgendwie zu sanft, da musste ich noch was an der Weiche verändern. Also bei Udo nachgefragt, was zu tun ist. Mit seinem Ratschlag habe ich dann eine kleine Änderung an der Weiche vorgenommen, um dem Hochton ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Jetzt war ich froh, dass ich den Sockel nur angeschraubt hatte. So kam ich leicht wieder an die Weiche heran, und die ganze Sache hat keine 5 Minute gedauert. Mit dieser Änderung passte es nun. Bässe und Höhen waren für mich in einem ausgewogenen Verhältnis.

Symphony-25-Theo3Mittlerweile sind die Lautsprecher etwa zwei Wochen bei mir am Laufen, und ich bin sehr zufrieden mit dem Klang. Der Keramikhochtöner ist ein echtes Sahneteil. Das beste, was ich je gehört habe. er bringt jedes noch so kleine Detail zum Vorschein, auf meinen CDs höre ich jetzt Feinheiten, die vorher nicht da waren, zumindest nicht so selbstverständlich. Immer wieder geht es mir so, wenn ich Stücke spiele, die ich schon jahrelang kenne, dass ich erstaunt bin, wie klar und sauber das alles klingen kann. Auch CDs, die ich früher nicht gern hörte, weil es irgendwie muffig und verschmiert war, sind plötzlich viel detailreicher. Einfach unglaublich. Auch der Bass ist klasse, staubtrocken und druckvoll. Und dabei bewegen sich die Membranen kaum sichtbar. Das einzige, was sich nicht können, ist Tiefbass. Wobei ich damit wirklich den ganz tiefen meine. Das stört mich jetzt allerdings nicht wirklich, und falls irgendwann doch einmal, kann ich ja noch auf die Symphony 285 aufrüsten :)

Was mich ebenfalls fasziniert an den Boxen, ist die tolle Räumlichkeit des Klangbildes. Stimmen stehen wie festgenagelt in der Mitte, die Instrumente haben ihren festen Platz drum herum. Auch Klangtiefe können sie hervorragend vermitteln, sofern die Aufnahme es hergibt. Ich habe einfach eine Klangbühne vor mir, die Boxen stehen zwar auch da, aber es scheint, als ob sie nichts damit zu tun haben.

Symphony-25-Theo6

Mein Dank an Dich, Udo, für diesen Bauvorschlag und für Deine Hilfestellungen. Ich werde sicherlich lange Freude mit diesen tollen Lautsprechern haben. Meine Suche hat erst mal ein Ende.

Theo


Symphony 25

Symphony 25

Man mag es sehen, wie man will, Multifunktionsboxen mag ich ganz besonders. Es fing damals schon mit Duetta Top und ihrer Light-Version an, die neben ihren klanglichen Vorzügen durch die Fähigkeit des Mitwachsens zum Verkaufsschlager wurden. Nachrüsten kann jeder, der ein größeres Zimmer adäquat beschallen will oder dessen Anspruch an die Wiedergabe noch größer wurde. Diese Option zu übernehmen. haben wir uns selbstverständlich auch beim Bau der Symphony 285 auf die Fahnen geschrieben, ein 2000 Euro-Projekt ist leichter zu verwirklichen, wenn es in mehreren Etappen bezahlt werden kann. Dass dabei die höchste, musikalische Qualität für jede Ausbaustufe ganz oben steht, ist bei den Neu-Ulmer Chassis sicher keine Frage.

Bestückung und Aufbau

Angefangen wurde das Projekt “Modulbau” bereits in der Ausgabe Juli 09, als wir die erste Box mit den neuen Eton-Chassis vorstellten. Unser Ziel, aus einzelnen Schachteln für die beteiligten Chassis unterschiedliche Aufbauten zu verwirklichen, haben wir natürlich nicht aus den Augen verloren. Billigend in Kauf nahmen wir schon bei der Symphony 285, dass die gewählte Farbgestaltung für viele Leser ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Doch wie kann man modularen Aufbau besser demonstrieren als durch Augenfälligkeit. Drei der Module verwendeten wir diesmal für die kleine, nicht minder farbfrohe Symphony-Variante, der wir den selbsterklärenden Nachnamen 25 anhängten. Damit ist schon von Anfang an jedem aufmerksamen Verfolger unserer Tätigkeit klar, dass wir zwei 5-302/C8 Hex und einen 26 HD 1 zu einem ineinander verschachtelten Block zusammenfassten, der entweder in der einfachsten Bauweise übereinander gestapelt in ein genügend tiefes Regal oder aber auf einen Ständer gepflanzt werden kann. Ein wenig eingeschränkt ist die Aufstellung immerhin durch das rückseitige Reflexrohr, dass wir schon beim Aufbau des Mitteltöner-Moduls eingefräst hatten. Über den Boxenbau gibt es in der Juli 09-Ausgabe ausreichend viele Infos, die Chassis wurden im Einzeltest der Ausgaben April 09 und 01/ 08 vorgestellt. Deshalb begnügen wir uns an dieser Stelle mit der Dokumentation des Zusammenbaus der etwas exzentrisch anmutenden Standbox, deren drei Einzelelemente uns zu einer ungeraden Schallwand animierten. Beim Anklicken mit der Maus vergrößern sich die folgenden Bilder und sogar ein wenig Text haben wir für Baunovizen untergelegt.

Auseinander genommen hatten wir die Symphony 285 schon, als wir ihre Chassis in die zweiteilige Variante schraubten. Hier ist nun die Wiederauferstehung der Module. Vorne bündig und hinten mit 5 cm Abstand habe ich die Kästen erst einmal auf die Erde gelegt. Ein 6 cm breites Anschlagbrett wird mittels Klemmzwinge bündig mit der Rückwand des Hochton-Moduls befestigt. Am Anschlagbrett und dem Deckel der oberen Mittelton-Box richten wir das seitliche Brett des Ständers aus, bevor wir das erste Bohrloch setzen.
Damit nichts verrutschen kann, wird sofort eine 4 cm lange Schraube eingeschraubt. Das gibt genügend Halt für die nachfolgenden Arbeiten. Mit der zweiten Schraube sind Hochton-Modul und Seitenbrett fest verbunden. Der Anschlag sorgte für den rechten Winkel. Nun können auch die beiden anderen Kästen noch einmal nachjustiert, angebohrt und verschraubt werden. Konstrukt umdrehen, Anschlag befestigen und das zweite Seitenbrett ausrichten, ist die folgende Tätigkeit.
Auch hier wird wieder vorgebohrt und verschraubt. Das Ausmessen der Positionen für die Schrauben habe ich nicht fotografiert. Damit die Boxen sicher stehen, bekommen sie einen breiten Fuß. Damit zu beiden Seiten der Abstand gleich ist, wird gemessen. In MDF ist Vorbohren Pflicht. Andernfalls spaltet sich das Material gern, wenn es von den Schrauben auseinander gedrückt wird. Zum Schluss hab eich noch vier Gummifüße RS-07/22 unter den Boden geschraubt. Die entkoppeln die Box vom Boden.

Um die Boxen bauen zu können fehlen jetzt nur noch die Zeichnungen der Module. Die sind zwar auch in der Ausgabe Juli 09 u finden, aber falls jemand gerade das Heft nicht greifbar hat, stellen wir sie gern noch einmal zur Schau.

58 57 56 55 54

Noch besser lassen sich die Zeichnungen drucken, wenn du dir die Sketchup-Dateien herunterlädst und sie selbst im kostenlosen Cad-Programm öffnest.

Mittelton-Modul als Sketchup-Datei

Hochton-Modul als Sketchup-Datei

Weiche

Zweitwichtigster Punkt bei der Entwicklung einer Lautsprecherbox ist nach der richtigen Chassisauswahl und noch vor der Gehäusedimensionierung die Weichenschaltung, die jedem Treiber den für ihn idealen Bereich im Frequenzspektrum zuweist. Dabei gilt es viele Aspekte zu berücksichtigen, die jeder für sich einen hohen Stellenwert haben, am Ende aber einen Kompromiss ergeben müssen, der das Zusammenspiel der Chassis überhaupt erst zum Genuss macht. So wird von einigen Entwicklern ein linealglatter Frequenzgang auf Achse angestrebt, der auch gemalt nicht besser aussehen könnte. Leider wird dabei allzu oft vergessen, dass auch der Schallwandbreite eine gewichtige Rolle bei der Aufnahme des Messtons durch das Mikrofon zukommt. Eine Senke in der Oktave um 3 kHz, hervorgerufen durch den abrupten Abbruch der Schallreflexion des rundum strahlenden Hochtöners, wird meist unter zunehmendem Winkel aufgefüllt. Bei geradem Achsenverlauf ergibt das dann eine Überhöhung im Bereich, in dem das Ohr sehr empfindlich ist. Andere legen großen Wert auf ein gleichmäßiges Bündelungsmaß, das bei Zweiwege-Systemen fast nur durch Schallführungen oder aufwendige Weichenschaltungen zu erreichen ist. Beides zwängt den Lautsprecher in seinen Klangeigenschaften, um die sich der Chassisentwickler hoffentlich gekümmert hat, stark ein. Hier das Augenmerk nur auf ein relevantes Merkmal der Wiedergabe zu richten, ist ein oft zu beobachtender Fehler, der in Selbstbauforen häufig zum Streit um die richtige Lehrmeinung führt. Gutklingende Boxen haben ein gesundes Maß von allem zu bieten, sie dürfen auch einen eigenen Charakter haben, so er denn dem Ohr gefällt. Nicht ohne Stolz spricht Philipp Vavron gern vom typischen Eton-Sound, den er auch den neuen Chassis mitgeben konnte. Diese gute Arbeit durch das Überstülpen von Zwangsjacken in Form von Weichen hoher Ordnungen oder vieler Frequenzgang- Korrekturglieder zu Gunsten von nur wenig klangrelevanten Teilbereichen zu zerhacken, würde mir in der Seele weh tun. Entwickelt wird die Weiche im Wesentlichen durch Messungen, die für den Klang eher unbedeutend den eingeschungenen Zustand dokumentieren. Einstellbar sind dadurch die saubere Addition der Zweige im Übernahmebereich und störende Resonanzspitzen sind eliminierbar. Auch das Verhalten der Summenkurve unter zunehmendem Winkel ist mit einiger Erfahrung zu verbessern, Letztendlich dient die Messprozedur dazu, technisch einwandfreie Kompromisse für die Interaktion der Chassis und des Gehäuses samt seiner Innereien wie Dämmstoff oder Schallöffnungen zu finden. Aussagen über den Klang der Box kann man in den Diagrammen nicht entdecken.

Bass Hochton Summe ImpCor
Bass Hochton Summe Impedanzkorrektur

Beide 5-Zöller nehmen den Hochtöner in ihre Mitte und dürfen so parallel laufen. Ihr nutzbarer Frequenzbereich endet bei knapp 2 kHz, wo der Verlauf erst unruhig wird und dann in einer Spitze um 5 kHz gipfelt (Bass, blau). Um die kümmert sich ein kleiner MKP-Kondensator, der parallel zur seriellen Luftspule mit 1,4 mm Draht liegt. Zusammen bilden sie einen Sperrkreis, der den Peak in der abfallenden Flanke nicht mehr auftauchen lässt. In zweiter Funktion senkt die Spule den Pegelanstieg ab 500 Hz und bildet zudem mit Unterstützung des parallel zu den 5ern liegenden Kondensators mit nachfolgendem Widerstand den Tiefpass (rot). Ein wenig zu laut für die beiden 5-302 ist der 26 HD 1 (Hochton, blau), daher haben wir ihn durch einen Spannungsteiler im Pegel reduziert. In seinem Amplitudeschrieb sind keine größeren Problemzonen zu erkennen, so reicht ihm ein 12-dB-Filter zur perfekten Trennung (rot). Der Schnittpunkt der Zweige liegt bei 2,3 kHz genau 6 dB unter der Summenkurve, die mit gleichgepolten Chassis über fast zwei Oktaven eine ideale Addition im gesamten Übernahmebereich zeigt (Summe, blau). Die leichte Senke hätte ich durch einen größeren Kondensator vor dem Hochtöner problemlos auffüllen können. Das hätte aber genau die oben genannte Überbetonung des ohrempfindlichen Frequenzabschnittes ergeben. Zu guter Letzt haben wir noch eine Impedanzkorrektur für alle Freunde des Röhrensounds ausgemessen. Sie glättet die Spitze bei 2,3 kHz.

62 63 64
Die Weiche wird in das Hochtönerfach geklebt, die Kabel zu den BMT hängen nach hinten heraus. Ordentliche sieht es aus, wenn das Terminal angeschraubt ist und die Kabel in den Polklemmen steckt. Ein Beutl Sonofil passt in jede Mittelton-Box. Der Bereich um das Reflexrohr bleibt frei. Wenn die Chassis angelötet sind, ... ... werden sie ausgerichtet und nahch dem Vorbohren angeschraubt.

31Klang

Fraglos und nicht nur von mir beklagt der schwierigste Teil bei der Erfindung neuer Bauvorschläge ist die Hörprobe, genauer gesagt, die Beschreibung dessen, was man erhört hat. Mag ich mich an dem einen Tag gleich fünf Mal hinter einander am selben Vortrag ergötzen, können mir kurz danach schon die ersten Noten so gegen den Strich gehen, dass ich nicht weiter zuhören will. Nicht immer kannst du die Rockmusik ertragen, die dich zu anderer Zeit spontan mitreißt. So geht es mir häufig, wenn ich einen Text zusammen tippe, der zu allem Überfluss auch noch in ausgesuchten Worten beschreiben soll, was ich gerade auf musikalischem Gebiet wahrgenommen habe. Allein die Auswahl dessen, was man in den CD-Player einlegt und das zu einer derartigen Aussage animieren soll, ist kopfgeprägt. Woher soll da das Bauchgefühl herüber kommen? Musik ist zu sehr emotional eingebunden, als dass es eine objektive Beurteilung durch Worte geben kann, die für alle Leser gleichermaßen eingänglich und verständlich ist. Das ist der Grund, weshalb so oft in Zeitschriften wunderschöne Lyrik geschrieben wird, die zwar mit dem Produkt nicht viel zu tun hat, durch die der Leser aber ein gutes Gefühl vermittelt bekommt. Wie es wirklich klingt, kann dann jeder für sich selbst herausfinden, wenn er wegen des überschwenglichen Artikels die gepriesenen Boxen am Ende gar gekauft und in seinen Wohnraum integriert hat.

Während ich dies schreibe, läuft leise im Hintergrund das Brandenburgische Konzert Nr. 2, nichts Aufregendes, was von der Arbeit ablenkt und zum Nochleisermachen zwingt, ist zu vernehmen. Der leichte Swing des alten Kantors beflügelt sogar die Wortfindung, ich bekomme langsam einen Rythmus in meine Verse. Das ist schon mal ein guter Anfang. Jetzt will ich aber auch ein wenig zuhören, denn dazu werde ich von der gute Laune machenden Musik geradezu gezwungen. Da sitzen die Musikanten auf der in Breite und Tiefe wohl geordneten Bühne und machen mich ohne jede störende Verfärbung mit den klanglichen Eigenheiten ihrer Instrumente, Violine, Blöckflöte, Trompete, Oboe, Cello, Kontrabass und Cembalo, schnell vertraut. Beschwingt im ersten, getragen im zweiten und heiter wieder im dritten Satz fließt die Musik durch meinen Raum, der auf einmal bei geschlossenen Augen sehr viel Ähnlichkeit mit einer königlichen Halle hat, auch wenn er gerade einmal nicht entsprechend aufgeräumt ist. Trotzdem kann ich mich durchaus wie der König fühlen, der auch eher die Musik genossen und großzügig den Rest seinen Höflingen überlassen hat.

32So richtig tief ging es dann zur Sache, als ich vom gleichen Herrn die “Tocata und Fuge in D-Moll” auflegte. Mein Königszimmer verwandelte sich sogleich in eine große Kirche und ich konnte spüren, wie die Luft vibrierte, wenn die großen Pfeifen ihr Lied sangen. Das hatte ich den kleinen Bässen nicht wirklich zugetraut. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich für meine Fehleinschätzung zu entschuldigen, nach der ich sie im oben verlinkten Chassistest als Mitteltöner bezeichnet habe. Feinzeichnung und Dynamik ließen nichts zu Beklagen übrig, das war schon eine gute Leistung in einem für die Boxengröße viel zu großen Raum. Ich will nicht sagen, dass ich nie Druckvolleres oder Tieferreichendes vernommen hätte, das würde mir zu Recht auch niemand glauben. Vermisst habe ich trotzdem nichts, auch wenn das Umstecken auf die große Schwester mit den beiden Achtzöllern sofort offenbarte, dass die 25 nicht den tiefen Grundton der Orgel, wohl aber die zugehörigen Obertöne im richtigen Pegel wiedergab.

Selbstverständlich habe ich auch große Orchester, Dreimann-Jazz und ein wenig Rock und Blues aufgelegt. Was dabei aus den Symphony 25 herauskam, war sicher nicht spektakulär, aber in allen Teilen ehrlich. Sie versuchte nicht, durch eine raffiniert eingefügte Überhöhung um 200 Hz Bassfülle vorzutäuschen, wie es bei vielen Boxen der Kompaktklasse gern praktiziert wird. Der Hochtöner fühlte sich auch nicht befleißigt, durch ständiges Zischeln seine Anwesenheit zu betonen, sondern beschränkte sich völlig unaufdringlich auf seine Aufgabe, mit den Mitteltönern eine Klangeinheit zu bilden. Dass dabei keine Töne an den Boxen klebten, muss ich wohl nicht weiter loben. Etwas anderes hätte nie den Vorzug bekommen, in diesem Magazin vorgestellt zu werden. Lobeshymnen auf unsere Bausätze zu singen, können wir uns nur leisten, wenn die es auch verdienen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gazetten bieten wir die Möglichkeit der individuellen Hörprobe, damit sich jeder Interessierte vor dem Kauf selbst von den Fähigkeiten unserer Boxen überzeugen kann. Dabei wird das Wecken falscher Erwartungen ganz schnell bestraft.

Kommen wir zum Schluss noch einmal auf die in der Einleitung erwähnte Multifunktion zurück: Neben der Ausbaubarkeit zur Symphony 285 bietet die 25er selbstverständlich schon allein genügend Musikalität, um in kleinen Räumen ohne jede zusätzliche Unterstützung für guten Ton zu sorgen. Fünf von ihnen, ergänzt durch zwei aktivierte Bassmodule mit den 8-202, ergeben ein Heimkino der besten Sorte, schlagbar nur durch drei von ihnen, die sich zur bassaktiven 285 als Front gesellen.

Familiärer Dialog: “Sitting in the Dark” von Carolyne Mas läuft recht laut, wie es sich dafür gehört. Mein Sohn betritt den Laden, hört ein paar Minuten zu:

“Geile Mucke! Welche Box läuft?”
“Die bunte vorn.”
“Seit wann hast du einen Subwoofer bei Musik an?”
“Das macht die ohne.”
“........... Ehrlich???”

Udo Wohlgemuth

Technik

33


Amplitude Amplitude Impedanz Impedanz
 SprungantwortWinkel 0/ 30/ 60 Grad  Symph25_Klirr90Klirr mit 90 dB
 Winkel 0/ 30/ 60 GradSprungantwort  Klirr mit 90 dBWasserfall

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