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FT9
FT9

FT9

Klein, kostet wenig und voller Klang ohne Subwoofer

Best.-Nr. 1385144

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Details

Nun gibt es endlich die FT 9. Eine kleine Box mit dem Dayton-Breibänder RS 100S-8, dem Bruder des famosen Chassis, das in der Needle zu begeistern wusste. Nicht kompliziert zu bauen, doch schon etwas anderes als nur eine Reflexkiste, verdankt sie ihre Entstehung zu nicht geringem Maße dem Simulationsprogramm "LspCad", das auch Doppelreflex-Gehäuse berechnen kann.

Merkmale

Wege Fullrange
Gehäuse Prinzip Bassreflex
Nennimpedanz (Ohm) 8
Kennschalldruck (dB) 81
Höhe (cm) 46,00
Breite (cm) 15,00
Tiefe (cm) 20,00
Anwendung Kompaktlautsprecher
Besonderheiten Ideal für PC Anwendung mit PC AMP2
Hersteller / Marke der Chassis Dayton
Preislevel <100 Euro

Der Lautsprecherbausatz enthält alle Elektronikbauteile, Lautsprecher, Teile und Zubehör, außer dem Holz für das Gehäuse.

Bilder aus unserer Lautsprechergalerie

FirstTime 9 von MichaelC
Blauefine von Blauefine
Basti´s FT9 von Sebastian (DA)
SYSs FT9 (2) von Sys (Ko)

Bauberichte

First Time 9 - Billy-Box

First Time 9 - Billy-Box

First Time 9 - Billy-Box

Eigentlich hatte ich überhaupt keinen Bedarf an neuen Boxen.

Das Wohnzimmer ist mit SB18, SB30 Center und MDS12 Subwoofer bis auf weiteres vollständig ausgerüstet. Aber im Schlafzimmer könnten die Control-One ersetzt werden und ich wollte mal wieder etwas bauen. Also einfach einen Bausatz Fist Time 9 bestellt. Dann kam die Anforderung der Familie, weiß sollen die Boxen werden und im Regal verschwinden. An einer Wand des Schlafzimmers stehen nebeneinander drei Billy Regale von Ikea, da sollten die Boxen rein.

Nun passt die First Time 9 von der Höhe her schlecht in ein Regal. Also eine Anfrage im Forum gestellt, "Wie baue ich aus einer First Time 9 eine Billy Box"?

Meine Anfrage war so unscharf und unverständlich formuliert, dass die Antworten übersichtlich blieben. Und dann fiel der Groschen: Ein Billy Regal ist ziemlich genau so breit wie zwei First Time 9 hoch sind, - die Lösung war geboren. Statt zwei FT9 niedriger und breiter zu konstruieren oder nebeneinander zu legen kann ich auch gleich eine Doppelbox bauen, das ist nicht HiFi, aber passt. Und wenn das genau ins Regal passen soll, kann ich auch gleich Regalböden nehmen.

Die Holzliste ist dann auch einfach beschrieben: Zwei Regalböden Billy weiß 76 x 26 cm, Stück 10,00 EUR. Den Rest aus 16mm MDF, 11cm breit. Das gibt eine MDF-Front die 76 x 11cm misst.

Nach dem Fräsen kam die Beschichtung, denn ich hatte gesehen, was Farbe und Pinsel bzw. Rolle kosten würden und mich dann für D-C-Fix entschieden. Das Applizieren der Folie mit Hilfe eines filzbezogenen Rakels und eines Föns hat wunderbar funktioniert. Ich hätte nicht gedacht, wie schön sich die Folie an den Ausschnitt für die Lautsprecher schmiegt. Da die IKEA Regalböden auch folienbeschichtet sind, passt das auch farblich perfekt.

Die MDF-Teile habe ich mit Ponal geklebt, den fertigen MDF-Rahmen dann mit weißem Silikon auf das untere Billy Brett. Die Box mit Dämmmaterial gefüllt, vorverdrahtet und das Deckbrett oben auf geklebt. Lautsprecher montiert, fertig ist die Billy-Box. 4 Alu-Nupsis, wie heißen diese kleinen Dinger eigentlich richtig, ins Regal gesteckt, Box drauf, Einbau erledigt.

Ein kleines DAB+ Radio mit nachgeschaltetem Tripath-Verstärker treiben das Ganze an. Das Ergebnis ist absolut in Ordnung und sieht gut aus. Meine Box passt in jedes 80cm-IKEA-Billy-Regal und ist damit ideal für jedes Arbeitszimmer, Schlafzimmer und wo die Dinger-sonst-noch-so-rumstehen-Zimmer.

Ach ja, die Familie ist auch zufrieden.
Grüße
2 x FT 9 von Andreas

2 x FT 9 von Andreas


Die FT-9 - oder praktische Varianten eines Desktop-Lautsprechers

1. Der direkte Weg
Meine Kollegen unterlegen ihre Monitore seit Jahr und Tag mit Büchern - der ergonomischeren Arbeitsposition wegen. Mir kam der Gedanke, diese Monitorunterlage als Lautsprecher zu realisieren. Klein sollte die Box werden, aber kraftvoll genug, um ohne Subwoofer auszukommen. Als Steilvorlage gab es ja schon die Needle RS 100-4, doch meine Version musste noch etwas kompakter werden. Nach ein paar Notizen und Berechnungen schien mir der RS 100-8 ideal, um das passende Horn für meinen Schreibtisch bauen zu können, also bestellte ich mir die FT-9-Bausätze.

Die Besonderheit an der Konstruktion war, dass die Chassis in einem erhöhten Aufbau über dem Resonanzrohr mit leicht angeschrägter Front platziert werden sollten. Dies sollte eine ideale Ausrichtung des breitbändertypischen Sweetspots auf den Hörer ermöglichen. Folglich musste auch der zusätzliche Weg, der durch den Aufbau entstand in die Rohrlänge einberechnet werden und zwar so, dass die Chassis an einem der Idealpunkte für den Einbau in die "Tubes" landeten. Ohne entsprechende Erfahrungswerte blieb mir nicht viel übrig, als einen Mittelwert zu errechnen und mit diesem zu testen.

So weit, so gut. Der Bau war weniger kompliziert als die Berechnung eines geknickten Rohrs, dessen Segmente durch eine Brücke mit schräger Front verbunden werden sollten. Nach zwei Abenden in der Werkstatt konnten die elektrischen Bauteile in den handlichen Kisten versenkt werden. Der Klang war wirklich beeindruckend, besonders im Zentrum des Hörvergnügens. Klare Höhen, knackiger Sound, der für so wenig Membranfläche überraschend tief herabreichte. Ein junger Kollege, ein bekennender Gamer, staunte nicht schlecht und befand die Systeme für das Beste, was er bislang auf einem Schreibtisch gesehen hatte - breites Grinsen inklusive. Bis Anfang März 2016 verrichteten die FT-9-TQWT-Version ihren Dienst unter meinen Monitoren.

2. Der indirekte Weg
Wenn man verwöhnt ist, wird man wählerisch. Seit geraumer Zeit war mir aufgefallen, dass die Hörposition zu nah am Geschehen war, obwohl man nichts am Klang der Lautsprecher aussetzen konnte. Der Sweetspot ist zwar für die räumliche Darstellung eine geniale Eigenschaft, hat aber auch einen Nachteil: Sitzt man mehrere Stunden sehr nah an den Lautsprechern, ermüden die Ohren regelrecht - das kann richtig anstrengend werden. Diese Eigenschaft hat nichts mit nervenden Eigenschaften zu tun, die aus schlecht berechneten Frequenzgängen resultieren; das "Ermüden" ist nicht an eine bestimmte Frequenz gebunden, sondern hängt mit dem subjektiven Empfinden des Schalldrucks zusammen.

Eines Abend saß ich über meinem Laptop und hörte etwas Musik. Dabei fiel mir auf, dass der Klang zwar plastikbechermäßig dünn, aber unerwartet dreidimensional war. Ich konnte die eingebauten Micro-Lautsprecher auf den ersten Blick nicht finden. Doch dann entdeckte ich sie auf der Unterseite des Rechners. Das war die Idee! Wenn man das mit der FT-9 machen würde - gut Udo würde vermutlich ob der entstehenden Berge und Täler im Frequenzgang die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ... Egal, ein Test konnte nicht schaden. Schnell die Baupläne für die ursprüngliche Variante der FT-9 herausgesucht und los ging es.

Über die Reflexion an der Schreibtischplatte sollte das erhoffte Klanggewölbe entstehen. Aus diesem Grund habe ich jeweils eine Ecke der Boxen - die Montagefläche für die Chassis - schräg angehoben. Die Kisten sollten nicht höher als 11 cm werden. Alle anderen Maße ergaben sich daraus. Den Abstrahlwinkel (ca. 15°) der kleinen Daytons habe ich aus der Distanz meiner Sitzposition zum Chassis über Einfallswinkel = Ausfallswinkel bestimmt. Und da ich schon einmal dabei war, rundete ich die Ecke aus optischen wie technischen Gründen ab. Schnell kamen ein paar Stunden zusammen; dabei sollte es doch nur ein Test, ein Provisorium werden, aber so ist das halt. Zur Not könnte man daraus immer noch Vogelkästen machen - diese sympathische Idee für missglückte Versuche, stammt übrigens auch von Udo ...




Die Schräge des eingekerbten Brettchens wird vor dem Leimen ausgesägt. Das Abfallstück liegt zur Veranschaulichung obenauf. Danach wird der schräge Verlauf über Ecke und Kanten mit dem Bandschleifer versäubert. Frontplatte und Ecke drauf und fertig.

Einige Abschnitte Birnenholzfurnier fanden sich auch irgendwo unter einer dicken Staubschicht. Damit bespannte ich die Gehäuse gleich noch. Das Reflexrohr rückte ich etwas aus der Mitte nach unten - damit der Bass schön über die Tischplatte läuft. Nach dem Fräsen stopfte ich wie gewohnt etwas Sonofill in die Gehäuse und montierte die Chassis samt Terminals. Ein wenig Holzöl half der Maserung auf die Sprünge. Die Neuen sehen echt schick aus. Ansicht von unten - natürlich kann man sie für den Partybetrieb auch aufrecht hinstellen!

Am folgenden Montag nahm ich die Kästchen mit zur Arbeit. Der Bass war beim ersten Höreindruck nicht ganz so tief wie bei der TQWT. O.k. das hatte ich erwartet. Und bei geringer Lautstärke fiel mir auf, dass ein Teil der Höhen über das Reflexrohr wiedergegeben wurden. Chassis noch einmal heraus, mehr Sonofill in die Gehäuse. Udo meinte, die zusätzlich Luftreibung würde helfen, die Höhenübertragung abzuschwächen. Schon viel besser.

Als dann "Whole lotta love" von Led Zeppelin lief, waren alle Bedenken vergessen! Die Passage, in der nur der Rhytmus des Schlagzeugs im Hintergrund und das Ah-Ahh-Ahhh! von Robert Plant zu hören ist, während Jimmy Page die Saiten seiner Gitarre malträtiert, wurde zur Reise durch die Musik. Das Hin- und Herfaden der Balance war beinahe schwindelerregend. Ich hätte nicht mehr sagen können, ob Jimmy Page jetzt hinter mir steht oder seine Gitarre durch meinen Kopf bewegt. Wahnsinn, irre! Es funktionierte. Space Oddity von David Bowie zeigte dieselbe Wirkung. Das kannte ich so eigentlich nur vom Hören mit Kopfhörern. Und schließlich ist auch das Hören über längere Zeit bei Weitem nicht mehr so anstrengend wie vor dem Umbau. Als nächstes könnte man noch eine TQWT mit angewinkelten Ecken bauen. Aber jetzt höre ich erstmal ein bisschen ...



Andreas

 

Jörgs aktive FT 9

Jörgs aktive FT 9


FT9: Bluestone Twins recycled…

 
Vor Kurzem habe ich ein Paar SB12 im Spatzenformat fertig gestellt und beschalle damit mein Arbeitszimmer. Nun galt es, den arbeitslos gewordenen Bluestone Twins zu einer neuen Aufgabe zu verhelfen. Die Idee war, eine kompakte Box mit dem Dayton RS 100-8 für den Schreibtisch, die Küche, das Schlafzimmer oder die Ferienwohnung zu bauen. 
 
Einfach nur eine weitere, passive Box hätte allerdings wenig Sinn gemacht, also entschied ich mich für eine aktive Variante. Da ich keine Erfahrung mit Class-D/Class-T Verstärkern habe, entschied ich mich nach den vielen positiven Berichten über den DTA-1-Verstärker für ein DTA-2-Modul von Intertechnik. Die nötigen Weichenbauteile und Bassreflexrohre orderte ich bei Udo, für den Holzzuschnitt ging’s an die Tischkreissäge meines Schwiegervaters und auch für den Anstrich sollte sich noch etwas in der Werkstatt finden lassen.
 
Der Zusammenbau der Gehäuse war unspektakulär, anders als bei den SB12 hatte ich dieses Mal aber daran gedacht, Photos zu machen. Viel Text braucht es bei diesen Lautsprechern nicht, die Bilder sind selbst erklärend, außerdem hat Udo die FT9 damals recht ausführlich im Magazin vorgestellt. Da die Schrauben im dünnen, weichen MDF gerne mal durchdrehen, habe ich abweichend vom Bauplan die Ausschnitte der Chassis mit einem Ring aus Multiplex verstärkt und wie immer die nötigen Ausschnitte bereits vor dem Bau der Gehäuse ausgefräst.



Zudem gab es Schattenfugen, zum einen aus optischen Gründen, zum anderen, weil ich den Boden der Box mit dem Verstärkermodul verschrauben wollte, um später bei Bedarf an die Elektronik zu kommen. Durch die Schattenfuge sieht man den kleinen Spalt nicht, der dabei entsteht.
 
Außerdem hatte ich mich auch dieses Mal für Polklemmen entschieden. Sie sehen in meinen Augen hochwertiger aus als Plastikterminals, waren bei dieser Box aber nicht die allerbeste Idee. Man kommt durch die kleinen Öffnungen hinterher nicht in die Box, um die Muttern fest zu ziehen. Das fiel mir aber erst auf, als die Bestellung schon raus war, also fertigte ich kleine Terminals aus Siebdruckplatten und lackierte sie schwarz.


 
In einem der Lautsprecher musste das Verstärkermodul untergebracht werden. Es fand seinen Platz auf dem Anschlussterminal. Hierfür wurde von innen bis auf zwei Millimeter ausgefräst, bevor das Verstärkermodul so befestigt werden konnte, dass die Stecker für Netzteil und Klinkenstecker von außen zugänglich sind. Zuvor mussten die beiden Lautsprecherkabel an die Platine gelötet werden, die einzige Lötarbeit am Verstärkermodul, aber für mich eine echte Herausforderung, denn die Lötpunkte sind wirklich winzig. Das Lautstärkepoti wurde an der Vorderseite angebracht. Das Einbaugewinde ist allerdings mit nur 6 mm recht kurz geraten. Entsprechend musste auch hier bis auf etwa drei Millimeter ausgefräst werden, denn es sollte ja auch noch eine Mutter zum Festziehen drauf. Aufgrund des weichen MDF eine heikle Sache, aber es hält. Wie auf den Bildern zu sehen, befindet sich die Elektronik gut zugänglich in der unteren Basskammer. Der Einbau konnte so problemlos nach dem Lackieren erfolgen, lediglich die Sperrkreise wurden schon vorher eingeklebt. Vielleicht nicht ganz optimal, weil ein wenig Volumen verloren geht. Udos Vorschlag war, die Boxen etwas höher zu bauen und das Modul von unten anzubringen. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die Holzzuschnitte schon fertig.




 
Für den Anstrich wurden sämtliche weißähnlichen Lackreste meiner bisherigen Lautsprecher zusammen geschüttet und verrührt, heraus kaum ein eierschalen-sand-alt-beige-weiß, welches in drei Schichten mit der Schaumstoffrolle aufgebracht wurde. Nach einem Zwischenschliff wurden mit einem Wagner W670-Sprühsystem noch drei Schichten Klarlack auftragen. Das Sprühergebnis ist wirklich sehr schön, sobald man die richtige Verdünnung für die optimale Viskosität raus hat.


 
Dann kam das eigentlich Spannende, der erste Hörtest. Den Klang der Bluestone Twins kannte ich bereits und wusste, was ich in etwa erwarten konnte. Vor dem Zusammenbau hatte ich einen ausführlichen Test mit dem DTA-2 und der SB12 durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass das DTA-2-Modul sehr schön auflöst und ausreichend Leistungsreserven besitzt. Räumlichkeit, Hochtonauflösung und Tiefenstaffelung sind für die Größe und den Preis erstaunlich gut, jedoch empfinde ich den Klang im Grundton als etwas steril und auch die tiefen Frequenzen klingen für meinen Geschmack etwas zu dünn. Leider sollte sich das auch bei der FT9 bestätigen. Natürlich ist das Jammern auf recht hohem Niveau. Macht man sich bewusst, dass die FT9 Lautsprecher der Einsteigerklasse mit 6 cm Membrandurchmesser sind und der Verstärker mit Netzteil für knapp über 30 Euro zu bekommen ist, macht die Box wirklich einen sehr ordentlichen Job: Patrick Bishop’s Birds of Lima, Stefano Bollani’s Joy in spite of everything, Loreena McKennitt’s Nights from the Alhambra oder Chavela Vargas’ Live at Carnegie Hall (Danke Matthias) sind hier nur ein paar Beispiele.
 
Fazit: Wandnahe Aufstellung ist bei Verwendung des DTA-2-Moduls zur Bassverstärkung in der FT9 in jedem Fall hilfreich, auch sollte der Hörraum nicht all zu groß ausfallen. Pegel- oder Bassexzesse sind nicht drin. Der Lautsprecher hat aufgrund des 8-Ohm-Chassis keinen all zu großen Wirkungsgrad, sodass der Verstärker je nach Signalstärke ziemlich laut aufgedreht werden muss. Dabei wird auch das Modul schnell warm, funktioniert aber auch über Stunden im Dauerbetrieb problemlos. Hier kommt mir mein mobiler High-Resolution-Player mit echtem Line-out-Signal entgegen. Den ersten Härtetest im Urlaub hat die FT9 mit Bravour bestanden und wird uns sicher noch viel Spaß bereiten.

Jörg



FT09 Als Küchenradio 2.0

FT09 Als Küchenradio 2.0

Die Idee


Seit nunmehr zwei Jahren verrichtet ein selbst gebautes Internetradio in meiner Küche seinen Dienst. Inspiriert von dieser Technik bat mich nun eine Bekannte, gleiches für ihre Küche zu kreieren.

Mittlerweile hatte ich aber den Lautsprecherselbstbau kennengelernt und erwog nun, beide Welten zu verbinden. Da Platz und Budget eher überschaubar waren, entschied ich mich für ein Mono-System auf Basis der FT09. Der kleine Breitbänder würde sich gut in der ebenfalls kleinen Küche machen und bietet ein Vielfaches an Qualität als die bisherige Lösung (ein tragbares CD-Spielerchen mit eingebautem Radio). Die technische Umsetzung des Radios gestaltete ich mit einem Raspberry Pi plus USB Soundkarte, einem kleinen Stereo 10W Digitalverstärker auf Tripath-Basis und einem selbst ausgelegten Spannungswandler.

Elektronik


Die komplizierteste Komponente ist hier sicherlich der Spannungswandler. Ich benötigte 12 V für den Verstärker, welches das verwendete Tischnetzteil direkt liefert. Der Raspberry benötigt aber nur 5 V. Somit kam ich um eine Spannungswandlung nicht herum. Ich orientierte mich für den Wandler am Referenzlayout aus dem Datenblatt. An dieser Stelle sollte man darauf achten, einen Wandler mit integrierter galvanischer Trennung zu verwenden, da es sonst zu unangenehmen Störgeräuschen durch den Prozessor des Raspberry kommen kann.

Als Software wählte ich das schlüsselfertige Volumio; eine kostenlose Linux Umgebung auf Basis von MPD mit vielen bereits integrierten Funktionalitäten wie Netzwerkzugriff, DLNA und Airplay. Die Installation gestaltet sich denkbar einfach:
1. SD Karte mit Volumio-Image bespielen
2. Karte in das Raspberry stecken
3. Raspberry mit dem Netzwerkkabel an das Netzwerk anschließen
4. WLAN über das Webinterface konfigurieren
fertig!

Bedienung


Um die elektronischen Komponenten ansprechend aber erreichbar in das Gehäuse des Lautsprechers zu integrieren, verlegte ich alles auf die Rückseite und verlängerte die Seiten des Gehäuses ein Stück nach hinten. Vom Design her wollte ich mich etwas an den Radios eines bekannten Herstellers aus den Niederlanden orientieren. Daher wählte ich schlichtes Buchenholz als Gehäusematerial welches ich an den Kanten abrundete und mit Lasur verschönerte. Eine Einlage aus hellem Alcantara rundet die Front ab und verleiht einen edlen Touch.

Bedient wir der Kasten über die Weboberfläche von Volumio mit einem Smartphone, Tablet oder auch dem PC/MAC. Sie ist sehr intuitiv gestaltet und bietet auch die Möglichkeit Netzwerkspeicher zu integrieren. Die einfachste Möglichkeit Musik aufzuspielen ist aber sicherlich ein USB Stick, den man in einen der Anschlüsse des Raspberry steckt. Selbstverständlich unterstützt Volumio auch das Abspielen von HTTP-Audio-Streams beliebiger Internetradiosender.

Ergebnis


Klanglich macht das Radio in meinen Augen einiges her. Betrachtet man die kompakten Abmessungen und den einzelnen Breitbänder welcher hier den Klang erzeugt, so muss ich schon von Begeisterung sprechen was die ersten Töne bei mir auslösten. Selbst beim Bass muss sich die Box nicht verstecken, überzeugt aber vor allem mit ihrer Klarheit im Mittenbereich.

Wie der aufmerksame Leser sicherlich bereits bemerkte, ist ein Stereo Verstärker verbaut. Erst mal sind diese leichter zu bekommen als reine Mono-Varianten und zum andern bietet dies die Möglichkeit, das System bei Bedarf noch um einen weiteren Lautsprecher zu erweitern. Für die kleine Küche meiner Bekannten tut es aber auch erst einmal die Mono-Lösung.

Jürgens kleiner Bericht zur FT9

Jürgens kleiner Bericht zur FT9



Da ich mich sowohl vom Design, als auch am Klang von käuflichem PC Lautsprecher nicht anfreunden konnte und diese Internet Seite doch sehr ansprechend war, kam der Gedanke des Selbstbaus.

Bretter machen


Da ich noch keine Fräse besitze und die Baubeschreibung der FT9 wirklich sehr detailliert ist, war die Entscheidung leicht. Die Abmaße der FT9 passten nur nicht in mein Regal, leider mit fast 40 cm zu hoch. Von den diversen Beiträgen ermutigt, rechnete ich unter Beibehaltung des Volumens der Box und der Kammer, die Abmessungen auf die gewünschte Höhe von jetzt 34 cm um. Dies bedingt eine Tiefe der Box von 24 cm.

Schnell noch die Abmaße 1:1 auf ein Papier gemalt, um sicher zu sein, dass sich Reflexrohr, Lautsprecher und die interne Kammer nicht ins Gehege kommen. Dann zum Bauhaus geeilt und Kiefern Leimholz als äußere Hülle gewählt. Bei den geringen Abmaßen sollte dieses Holz stabil genug sein. Ein Leistchen zur Versteifung und etwas aufgeklebtes 2mm Moosgummi im Innern sollten reichen das Gehäuse gegen Eigenschwingungen immun zu machen. Als Werkbank diente eine stabile Sperrholzplatte auf den Boden.

Für die runden Ausschnitte hatte ich mal einen Kreisschneider erstanden. Dieser benötigt zur Führung eine 8 mm Bohrung. Bei dieser Arbeit ist höchste Vorsicht geboten, die Schneide sitzt nur auf einer Seite. Es wurden ungefähr dreiviertel durchgebohrt, danach das Brett umgedreht und der Rest gebohrt. Der Wohnzimmertisch reicht als Werkbank zum leimen der Bretter. Dieser Tisch hat schon vielen Kindern gedient, hat also reichlich Gebrauchsspuren und soll auch bald einem Neuen weichen. Somit hielt sich der weibliche Protest bei dieser Aktion in verkraftbaren Rahmen.


Versteifungsbrettchen und Moosgummistreifen angebracht, das Dämpfungsmaterial der Kammer soll auch schon seinen Platz aus begreiflichen Gründen einnehmen. Vor dem Aufkleben des äußeren Moosgummis wurden die Boxen von Hand geschliffen, jeweils dauerte dies pro Box eine Stunde. Danach wurde mit Öl die Oberfläche behandelt. Die wenigen Teile der Frequenzweiche waren mit einem Zweikomponentenkleber auf den Lautsprecheranschluss schnell geklebt und gelötet.

Der Einbau ging leicht von der Hand. Die 4mm Moosgummi Rechtecke waren ja schon mit den Frontbrettern als Schablone vorbereitet. Tja, ich war ja der Meinung Bauhäuser haben auch schwarze Holzschrauben, leider lag ich da voll daneben. Bei meinem nächsten Bausatz werde ich diese dann mitbestellen und austauschen.

Klang


Ja richtig, der Klang hat mich überzeugt nicht nur einmal Lautsprecher zu bauen. Im Schlafzimmer wurden die Boxen mit einem alten Teac Verstärker und einem guten alten Yamaha CD Player ausgiebig getestet. Stimmen stehen fest im Raum und die Bässe kamen trocken und sauber. Die CD Touch von Yello begeisterte mich über diese kleine Box.

Christians FT 9

Christians FT 9


Hallo zusammen,

da ich meine ersten Selbstbaulautsprecher fertig habe, möchte ich nun meinen Baubericht abliefern.

Angefangen hat es bei mir wie bei vielen auch, dass ich auf der Suche nach Selbstbaulautsprechern war und nach einigen anderen Seiten hier gelandet bin. Dann habe Ich ca. 2 Wochen Bauberichte gelesen, naja geradezu verschlungen trifft es eigentlich eher. Ich war einfach total begeistert, was manche Leute so in Ihrem Hobbykeller oder in Ihrem Badezimmern zusammenleimen. Ok, die erste Entscheidung war getroffen, ein Lautsprecher von Lautsprecherbau.de sollte es sein. Aber welcher? Könnte ja sein, dass die ganzen Klangberichte doch etwas verschönert wurden. Nach einigen Überlegungen habe ich mich dann für die FT9 entschieden. Brauchte eh ein paar PC Lautsprecher, Mein Logitech System, das mal ca 250 Euro gekostet hat, hatte sich nämlich vor ca 6 Monaten verabschiedet.

Die FT9 haben mir zum einen gut gefallen und zum anderen habe Ich mir gedacht, wenn sie doch nicht so toll sind wie die Beschreibungen, dann habe Ich nicht ganz so viel Geld versenkt. Also den Shop angeklickt und bestellt. Nach zwei Tagen lag ein Paket vor meiner Tür mit ein paar niedlichen kleinen Lautsprechern drin. Dann ab zum OBI und mir MDF zuschneiden lassen. Eine Kieferleimholzplatte hatte ich noch Zuhause, die wollte Ich gerne für die Front benutzen. Die einzelnen Schritte vom Zusammenleimen habe Ich nicht dokumentiert, habe es zu meiner Schande vergessen. Sind aber auch ausführlich genug im Magazin-Bericht bebildert.

Nach dem Leimen wurde der Kasten beschriftet, damit Ich wusste, welche Seite wo ist und mit dem Bandschleifer und 60er Körnung die nicht ganz hundertprozentig auf Maß geschnittenen Flächen geschliffen. Da Ich hier ein Furnier gesehen habe, was mir recht gut gefallen hatte, habe Ich mir das schon vorher bestellt und konnte es nun endlich verwenden. Nach ein paar Fehlversuchen mit Leim habe ich mich dann für die Klebemethode entschieden. Das Furnier ist von Templin-Furnier und heißt Padouk.



Ich musste allerdings feststellen, dass auch das alles nicht ganz so einfach war. Da das Furnier doch recht dick war, hatte Ich zwischendurch mit den Kanten so meine Liebe Not. Aber letztendlich nach viel Fluchen, viel Einrissen und noch mehr flicken ist es mir dann doch gelungen, beide Boxen zu bekleben.



Warum hatte ich die vordere Seite doch gleich nicht beklebt? Mhhh, irgendetwas hatte Ich damit noch vor, aber was? Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen und Ich dachte mir nur, du kriegst die Tür nicht zu! Ich hatte die Fräsung vergessen, wo Ich das Kiefernholz einbringen wollte! Also musste der Fräser noch ran. Wäre ja nicht das Problem wenn nicht das Furnier schon drauf wäre. Naja, wird wohl schon trocken sein, müsste gehen.

Tat es nicht wirklich gut! Mir riss und splitterte das Furnier an einigen Stellen, wo ich mit dem Fräser reinging. OK. also wieder Stücke einsammeln und Flicken. Letztendlich ging es denn dann. Habe das Kiefernbrett 1 cm eingelassen. Dann der nächste Schock. Die Bretter hatten sich verzogen, da mussten dann Schraubzwingen ran. Nachdem die Zwingen meine Bretter dorthin gedrückt hatten, wo ich sie hin haben wollte, sah es dann so aus



Dann mit einem Kreiszirkel die Löcher ausgefräst und die Lautsprecher eingelassen. Entschuldigt bitte, da war er wieder mit dem Kopf wo anders und hat die Bilder vergessen. Aber ich denke jeder hat schon mal eine Fräsung hier auf irgendeinem Bild im Magazin gesehen.

Dann war ich etwas voreilig. Habe die Gehäuse geölt, nachdem ich sie vorher mit 180er Körnung geschliffen hatte. Alles am selben Tag, war nicht einer meiner besten Ideen, wie sich herausstellte. Das Öl und der Kleber haben nicht wirklich eine Einheit gebildet. Das Resultat war dann, dass das Furnier sich an einigen Stellen wieder löste, weil das Öl den Kleber angriff. Es könnte auch damit zusammen hängen, dass man einfach zu voreilig gewesen ist und der Kleber noch nicht wirklich durchgehärtet war. Nach abermals einigen wilden Beschimpfungen und vielen Flickarbeiten ging es dann daran, die ganzen, komischen Sachen einzusetzen, die man mir in den Karton gepackt hatte. Füße habe ich im OBI gefunden, zwischen den Gardinen und Dinge für Stühle. In dem Fall handelt es sich um irgendwelche Dinger, die unter die Stuhlbeine genagelt werden. Naja, habe ich mir gedacht, auf dem Parkett muss ich sie nicht unbedingt hin und her schieben, aber unter meinen Boxen machen die sich bestimmt gut.


 
Ok, jetzt konnte ich sie endlich mal hören. Also erstmal an meinen alten Marantz-Verstärker angeschlossen. Großer Trommelwirbel! Boh klingt das SCH.....! Was ist denn das??? Richtig dumpf, als ob ein Vorhang davor wäre! An dem DTA1 angeschlossen - das Selbe! Mhhh! Muss das so sein, hatte Ich zuviel erwartet nach den ganzen Klangberichten?

Ratlos, wie ich war, direkt eine Mail geschrieben und ihm mein Problem geschildert. Nach kurzer Wartezeit kam eine Antwort zurück: "Hast du mal deine Frequenzweiche kontrolliert?" Einfach genial, der Mann, hätte man ja selbst drauf kommen können. Also wieder auseinander geschraubt und siehe da, da war der Fehler. Bei beiden! 
Also wieder neu gelötet, zusammengeschraubt und Musik drauf. Großer Trommelwirbel! Mhhh! Schon besser, aber immer noch nicht wirklich toll. Da fiel mir wieder ein, dass ich ja so eine tolle Raumakustik habe, nämlich sehr bescheiden. Durch meine Blockbohlen und meine hohe Galerie ist das mit Lautsprechern bei mir so ne Sache. Wie sollen die Kleinen denn meinen großen, hohen Raum beschallen? dachte ich mir nur. Das kann nicht funktionieren. Wofür hatte ich sie doch gleich noch einmal gebaut? Ach ja, für den Computer. Also hoch auf die Empore mit den Boxen an dem Rechner mitsamt DTA1 angeschlossen und sieh an, da war der schöne Klang.

Um jetzt eine super Klangbeschreibung niederzuschreiben, fehlt mir die Erfahrung und der dazu passende Wortschatz. Aber mit meinen Worten kann Ich nur sagen, das ist das Schönste, was ich bis jetzt an Lautsprechern am PC gehört habe. Mein altes Logitech System kann dem nicht ansatzweise das Wasser reichen. Es macht einfach nur Riesenspass, über den PC Musik zu hören. Habe mich erwischt, wie ich mir schnell bei Itunes ein paar instrumentale Lieder geladen habe. (Höre eigentlich Trance, Fetenhits und Metall). Das erste Lied war Victory Celebration von Return of the Jedi. Danach durfte sich The Bonny Swans von Loreena McKennitt austoben. Was soll ich sagen, einfach super! Habe noch nie so klare Musik gehört, man hört jedes Instrument einzeln, kein zusammengewürfelter Brei. Habe natürlich auch meine Krawallmusik gehört. Nicht schlecht, aber die andere Musik macht mehr Spass. Ich gebe diese Lautsprecher nicht mehr her. Nach ein paar Tagen Einspielen klingen Sie sogar noch einen Ticken besser. Negativ ist allerdings, ich höre gerne laut Musik. Bei zu hohen Pegel fangen Sie leicht an zu kratschen. Allerdings ist das jetzt Meckern auf hohem Niveau, denn mit laut meine ich wirklich laut. Und für einen PC Lautsprecher sind Sie mehr als ausreichend.

Nach ein paar Tagen war dann das Öl auch mal durchgehärtet, so dass ich einen Klarlack glänzend von Clou mit der Rolle auftragen konnte!. Jetzt sehen Sie so aus

Mittlerweile habe ich mich auch mal auf den Weg zum legendären Sofa gemacht und mir die von allen gelobte Duetta angehört. Was soll Ich sagen? Habe ca eine Stunde den Mund nicht mehr zu bekommen. Wahnsinn! Das ist nicht zu viel versprochen. Ich kann wirklich jedem empfehlen, sich mal auf den Weg zu machen, es lohnt sich. Ich hatte hier mal irgendwo gelesen, Althippie in Tüftlerklitsche. Nicht böse gemeint, Udo. Das trifft zu, aber wirklich sehr positiv gemeint. Man fühlt sich einfach gut aufgehoben, denn er hat auf jede Frage eine gute Antwort und er nimmt sich alle Zeit der Welt für einen. Werde auf jeden Fall noch mal hinfahren. Für mich war es mein erstes Projekt, aber nicht mein letztes und es steht fest, nie mehr Kauflautsprecher. Habe mein nächstes Projekt schon ins Auge gefasst, das wird die SB 240.


Für alle, die jetzt noch unschlüssig sind, ob Selbstbau für sie das Richtige ist: Leute macht es! Die FT9 ist ein super Lautsprecher für Anfänger, wie ich es auch einer bin. Dadurch das es kleine Gehäuse sind, kann man ruhig ein wenig herum probieren, was einem gefällt. Die Materialkosten sind echt nicht die Welt, da kann man auch mal zwei und drei Gehäuse bauen. Der oben ist mein zweiter.

Ich hoffe, euch hat der Bericht ein wenig Spass gemacht und auch zwischendurch mal zum Lächeln gebracht. An alle noch ein großes Danke für die schnellen Antworten und Danke für eine super Vorstellung des tollsten Klangerlebnisses, das ich je hatte.

Bis bald!
Christian



First Time 9 (FT9)

First Time 9 (FT9)

FT 9 - Ein Nahfeldlautsprecher

Intertechnik bietet in seinem Online-Magazin für den Lautsprecherbau immer wieder außergewöhnliche Lösungen für engagierte Boxenbauer, wobei die Dokumentationen für Einsteiger und Spezialisten gleichermaßen hilfreich sind. Da wir manchmal doch einiges an Vorwissen voraussetzen, beginnen wir diesen Bericht auf Initiative von Selbstbau-Einsteiger Thomas einmal mit dem Kauf der Bretter, da so mancher Einsteiger nur wenig Werkzeug und kaum Platz für den Selbstbau besitzt - nicht jeder kann ja ein passionierter Heimwerker sein. So gab ein eine Kundeanfrage auch den Anstoß zu diesem Projekt, denn er wünschte sich kleine, handliche und möglichst transportable Boxen für seinen Sohn, die mit einem alten Verstärker am PC genutzt werden können, wohlgemerkt mit Röhrenbildschirm statt Flachbildschirm. Und ein Subwoofer kam auch nicht in Frage. Nun ja, so waren die Vorgaben geklärt und der Name stand auch schnell fest: FirstTime 9.

Idee: Breitbänder mit Doppelbassreflexsystem

Der erste Gedanke war, ihm eine Needle vorzuschlagen, doch die ist weder klein, noch der Magnet abgeschirmt. Dann wäre da noch die FirstTime 5, doch die passte nicht ins vorgegebene Budget, also blieb nur eine Konstruktion mit einem Breitbandlautsprecher. So machten wir uns auf die Suche innerhalb des Lieferprogramms und fanden den Dayton RS 100 S-8, mit dem bisher noch kein Bauvorschlag veröffentlicht wurde.

Kleine Breitbänder haben oft schwierige Thiele-Small-(Gehäuseeinbau-)Parameter, da macht der kleine Dayton keine Ausnahme. Doch wie so oft, konnten wir die Frage nach dem richtigen Gehäuse mit LspCAD beantworten: Die am einfachsten zu realisierende Lösung war in diesem Fall ein Doppelbassreflexsystem, schlank und platzsparend bei 40 cm Gehäusehöhe. Zur Theorie wäre bei diesem doppelt ventilierten System einiges zu sagen, doch wir konzentrieren uns lieber auf den Aufbau und starten mit dem Bauplan.

Zunächst sind wir für das Gehäusematerial in den nächsten Baumarkt gefahren und haben in der Zuschnittabteilung Leimholz und MDF-Brettchen für insgesamt 18 Euro erhalten: Der freundliche Mitarbeiter an der Säge hat die einzelnen Brettchen aus zwei Brettern mit 120 x 20 und 120 x 25 cm zugeschnitten. Die Front doppelten wir mit einer Korkplatte auf, wer möchte, kann das Chassis dabei gleich unkompliziert einlassen. O. K., die Korkplatte hatten wir noch im Materiallager, die schlägt strenggenommen auch noch mit ein paar Euro zu Buche. Ein kleiner Tipp am Rande: Falls Sie gerade keinen Korkrest herumliegen haben: Moosgummi beispielsweise ist genauso gut geeignet.

Gehäuse: Einfacher Aufbau auf dem Küchentisch

Schon ging es frisch ans Werk bzw. auf einen einfachen Tisch, denn wir haben den Aufbau ganz bewusst nicht in der Werkstatt durchgeführt, um zu zeigen, dass es notfalls auch auf dem Küchentisch geht. Beweisfotos haben wir beim Aufbau genügend gemacht, viel Spaß mit dem Zusammenbau.

Alternativ zum Lautsprechergehäuse könnten wir mit den Brettchen auch eine schöne Skulptur anfertigen. Nun gut, dann wäre der Kork übrig, also fertigten wir zuerst aus der 4 mm starken Korkplatte die beiden Schallwand-Aufdopplungen an.

Wie der Name schon sagt, konnten wir das Maß einfach von den Frontplatten übertragen, auf denen wir anschließend die Ausschnitte aufzeichneten.

Meist klappt es nicht, einen passenden runden Gegenstand für das Anzeichnen zu finden - also sehen Sie mal in Ihren alten Schulsachen oder in denen der Kinder nach - mit dem Zirkel wird der Kreis am saubersten.

So lässt sich mit der Stichsäge - vorausgesetzt man kann damit umgehen - ein sauberes Loch schneiden. Eine Alternative wäre eine Oberfräse - mit der man ebenfalls umgehen können muss, sonst ist die Stichsäge das einfachere Werkzeug. Den Reflexrohrausschnitt und die Öffnung für die Anschlussdose haben wir mit einer Lochsäge eingebohrt, die preiswert im Bausatz als Aufsatz für die Bohrmaschine erhältlich und für sehr viele Anschlussdosen und Reflexrohre haltbar ist.

Nachdem die Löcher für die Chassis und die Reflexrohre ausgeschnitten sind, werden die Bretter miteinander verleimt. Am besten geht dies mit dem Fugenleim aus der Flasche. Bei solch kleinen Gehäuseabmessungen ist die Ausrichtung der im Vergleich zur Größe dicken Brettchen kein Problem - hier reicht ein gutes Augenmaß und die Kontrolle der Verleimungskanten.

Die Frontplatte erfordert ein wenig mehr Aufmerksamkeit: Damit anschließend die Korkplatte hineinpasst, muss sie um 4 mm zurückversetzt werden - als Schablone eignet sich natürlich ideal ein Reststück der Korkplatte.

Bei den drei Innenbrettern ist es nötig, die genaue Platzierung nachzumessen oder besser vorher anzuzeichnen, damit hinterher beide Boxen gleich sind und auch wie vorgesehen funktionieren.

Warum müssen denn Versteifungsbretter genau ausgerichtet werden?

Die Frage ist nicht warum, sondern wann: Nämlich genau dann, wenn diese wie hier das Gehäuse in ein Zweikammersystem unterteilen und mit ihrem Abstand zur Frontplatte einen 22 mm tiefen und 48 mm hohen Bassreflexkanal für das obere Gehäuse darstellen. Deshalb werden die drei 16-mm-Brettchen auch aufeinander geleimt, so ergibt sich der 48 mm hohe Reflexkanal.

Die untere Kammer wird mit einem 11 x 35 cm breiten Streifen Sonofil gefüllt, den wir von einer Standard-Matte passend abgeschnitten haben. So hat der Breitbänder bei tiefen Frequenzen "mehr Luft zum Atmen". Nun gut, die ausführliche Erklärung sparen wir uns hier.

Sind Deckel, Boden, Rückwand, Front und Kammertrennbrettchen mit einer Seitenwand verleimt, kann die zweite Seite mit Leim aufgesetzt werden. Günstig ist es dabei immer, austretenden Leim direkt abzuwischen - das erspart nach dem Trocknen einiges an Schleifarbeit, die ja nur mit dem Bandschleifer schnell vonstatten geht, oder wenigstens mit dem Schwingschleifer. Von Hand dauert es schon ein wenig länger, bis alle als dunkle Verfärbung sichtbaren Leimreste entfernt sind.

Der Naturwerkstoff Holz reagiert bisweilen durch eigenwillige Verformungen, sobald er feucht wird. Das ist der Nachteil der schönen Leimholzbrettchen - mit MDF wäre das nicht passiert, bei Leimholz lässt sich das auch bei sorgfältigem Arbeiten nicht immer ganz vermeiden.

Was nun? Aus Schleifstaub und Leim wird eine Art Holzkitt angerührt, der mittels Schraubenzieher oder Beitel in die Fuge eingedrückt wird (nachdem der Ritz z. B. mit Pressluft oder einem Fotobalg vom Staub befreit wurde). Zusätzlich kann man die Innenkanten einleimen (an die man herankommt), damit garantiert alles luftdicht wird.

Nach dem Schleifen sind jedenfalls keine Ritzen mehr vorhanden und das Gehäuse wirkt richtig professionell - auch wenn es ohne Holzdübel und sogar ohne Schraubzwingen entstanden ist. Wir haben letztendlich doch noch Profiwerkzeug eingesetzt und die seitlichen Kanten mit der Oberfräse leicht abgerundet, was ohnehin Geschmacksache ist - klanglich wirken sich erst sehr starke Verrundungen aus

Nun wird die Korkfront eingeleimt, damit das Gehäuse auch ganz dicht ist.

Spaß beiseite, die Öffnungen lassen sich gut mit einem Küchenmesser oder, falls die Dame des Hauses interveniert, mit dem Teppichmesser ausschneiden (obwohl das Küchenmesser ...)

Praktisch fertige Gehäuse rufen förmlich danach, mit den Chassis bestückt und probegehört zu werden, doch Geduld: Achten Sie bitte später beim Einschrauben der Chassis darauf, nicht mit dem Schraubenzieher oder dem Akkuschrauber in der Membran zu landen - Vorbohren hilft in jedem Fall, also sollten Sie dieses auch tun.

Jetzt kommt eine weitere kniffelige Arbeit, die eine gute Chance bietet, das Chassis zu zerstören: Nun gilt es mit dem Teppichmesser (diesmal braucht es nicht das Küchenmesser zu sein) die Korkplatte mit dem Chassis als Schablone auszuschneiden, um das Chassis anschließend bündig in der Frontplatte zu versenken. Die abgetrennten Korkstücke lassen sich leicht entfernen, solange der Leim noch nicht getrocknet ist. So können Lautsprecherchassis ohne komplizierte Ausfräsungen bündig eingelassen werden. Ein kleiner Tipp am Rande: Falls Sie gerade keinen Korkrest herumliegen haben: Moosgummi beispielsweise ist genauso gut geeignet. Jetzt kommt nur noch ein Arbeitsschritt, dann ist das Gehäuse komplett fertig: Mit der Rolle wird beispielsweise umweltfreundliches Öl oder je nach Einsatzzweck robuster Schiffslack aufgetragen.

Die Reflexrohre werden mit der Bügelsäge auf 10 cm gekürzt und anschließend in die hoffentlich passenden Löcher eingepresst - sie sollten keinesfalls zu lose sitzen und im Zweifelsfall mit dem Gehäuse verklebt werden. Geht das Rohr sehr schwer hinein, helfen ein auf das Rohr aufgelegtes Brett und ein (Gummi-)Hammer.

Der Rest der bereits für die Zusatzkammer angeknabberten Sonofilmatte wird in zwei gleiche Hälften aufgeteilt, die links und rechts neben dem Bassreflexrohr die obere Kammer füllen. Dabei sollte das Kabel nicht mit im Gehäuse verschwinden, es wird zunächst ebenso wie die Anschlüsse des Dayton RS 100 S-8 verzinnt, dann erst werden beide miteinander verlötet. Dabei sollte das Lötzinn gut verschmelzen. Der Lötkolben muss also so lange auf die Lötstelle gehalten werden, bis das Lötzinn verschmilzt, und keinesfalls kürzer oder länger.

So, nun sollte sich niemand darüber beschweren, dass wir einen so simplen Aufbau mit so winigen Bildern garniert haben - es sollte ja ein kurzer Baubericht für Einsteiger werden. Bevor wir zum interessantesten Teil des Bauberichtes kommen - der Klangbeschreibung - machen wir jetzt noch einen kleinen Umweg für technisch versierte Leser und bilden die Datenblätter und Messungen hier ab:

Klang: Ein idealer Nahfeldlautsprecher

Ein Klangtest für PC-Lautsprecher? Warum nicht, doch bitte nicht am PC, denn Sie möchten ja sicher wissen, was der Lautsprecher kann. Also haben wir sie zunächst auf einem Ständer auf den Hörplatz ausgerichtet, weit entfernt von der nächsten Wand. Werden die Boxen auf den Schreibtisch gestellt, dient die Schreibtischplatte der Bassverstärkung. So war schnell klar, dass es wenig Sinn macht, PC-Lautsprecher ohne Subwoofer frei im Raum aufzustellen. Entsprechend dünn klangen große Orchester, deren Kesselpauke nun einmal Membranfläche voraussetzt, ebenso wie zehn gestrichene Bässe. Dennoch reichte der Bass scheinbar tief hinab und spielte vor allem sehr detailliert.
So hat uns dann schon ein wenig überrascht, wie authentisch Katie Melua "What I miss about you" über diese Breitbänder klingt. Die FirstTime 9 stellte im Klangtest Musiker und Instrumente gut gestaffelt und mit ausreichend Platz um sich herum in den Raum und die Instrumente waren sogar den einzelnen Musikanten zuzuordnen, was sich insbesondere durch die Griffgeräusche heraushören ließ.

Fazit

Wie war das eingangs mit der Zielgruppe? PC-Lautsprecher für den Nachwuchs? Na ja, das erste Paar kam nicht beim Sohn von Thomas, der das Projekt ins Rollen gebracht hat, an, denn sein Vater behielt das erste Paar gleich selbst und ging frohen Mutes an den Bau eines weiteren Paares - so schwer war der Aufbau gar nicht, auch ohne viel Platz und viel Werkzeug.

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