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BS/SatoriqueCenter

BS/SatoriqueCenter

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Satorique Center - Technik die begeistert

Satorique Center - Technik die begeistert

Herausragender Dynamikbereich mit exzellenter, detaillierter Auflösung

Es gibt schon so viele Lautsprecherbauvorschläge mit Satori-Chassis, weil die einfach super klingen und einen herausragenden Dynamikbereich von sehr leise bis extrem laut bieten - und das bei immer exzellenter, feiner und detaillierter Auflösung.

Daher macht es auch richtig Spaß, Satorique-Boxen zu entwickeln und zu bauen. Die Erfolgsaussichten sind einfach zu verlockend, um nicht immer wieder neue Lautsprecher aufzubauen. Angesichts der Vielzahl der Satorique-Lautsprecherbausätze fehlte bisher einfach ein ultimativer, kompromissloser Centerspeaker, eine Box, die mit Satorique 4 als Front und Satorique 0,5 oder Satorique Kino als Effektlautsprecher (Decke, Wand ...) erlebbar macht, wie Filme in großen Tonstudios beim Abmischen des Filmtons klingen.

Center mit Stereo-Qualitäten

Und so ging es wie immer los mit der Arbeit am PC: stundenlange Gehausesimulationen. Aber nicht wie sonst, so direkt auf den Hörer gerichtet, sondern leicht schräg nach oben angewinkelt. Schließlich liegt der Center unter der Leinwand und nicht im Bild - dem man den Schall zuordnen möchte. Auch wichtig, nicht jeder ist Single und sitzt einsam in seinem Sessel direkt im Sweetspot, der zuvor eingemessen und mit DSP optimiert wurde. Nein, wir wollten einen Centerspeaker entwerfen, der für alle Zuschauer im Heimkino das Centersignal überall sauber hörbar wiedergibt, der mit genug seitlicher Bündelung aufwartet und dennoch nicht zu breit spielt. Und in der Hör-Höhe war uns bei der Entwicklung Flexibilität wichtig. Tja, und wie es so ist, es entsteht ein Lautsprecher, den man, auf eine Seite gestellt, noch ein wenig erhöht als exzellente Säule verwenden kann und der rundum als viertelseitiger Lautsprecher einsetzbar ist: 5.1 lässt grüßen.

Was sind die Ausgangsparameter dieses Lautsprechers? Klar, es gibt die Simulation der räumlichen Spielweise, es gibt die bekannten Treiber der Satorique 4 - nicht ganz, der Bass ist geschrumpft auf den 16-cm-Satori. Das ist nötig, damit der Center seine schmale Silhouette beibehält und so für Auge und Ohr ästhetisch darstellen kann. So ist der Satorique Center entstanden, eine Dreiwege-d'Appolito-Box im schlanken Design, wobei d'Appolito die Chassisanordnung und die Weichenauslegung beschreibt.

Der Gehäusebau - eine Matrix, die begeistert

Neben der Gestaltung der Front, die im Design an die Familienmitglieder Satorique 3 und Satorique 4 angelehnt ist, wird für jeden Treiber eine eigene Kammer vorgesehen. Damit das maximale Potential der Chassis genutzt werden kann, ist diese Bauweise hier vorteilhaft. Es gibt immer Einflüsse bei mehreren gleich spielenden Lautsprechern, um genau zu sein, bei Abstand = Lambda/2 - das ist der Abstand zwischen den Membranen im Gehäuse, und bei der Frequenz, bei der der Schall gegenphasig am jeweils anderen Chassis ankommt und so den Pegel mindert (Delle im Frequenzgang). Die größeren Volumina der Bassreflexgehäuse der Bassabteilung werden wie üblich ausgesteift und weil das Gehäuse ebenfalls gut bzw. akustisch möglichst tot klingen und nicht etwa mitspielen soll, wird es zusätzlich mit Bitumex auf den größeren Flächen "beschwert" bzw. "entdröhnt".

TIPP: Gehäuse-Bausatz mit Innen-Matrix und 3D-Schallwand im Shop erhältlich

Demnächst im Intertechnik Shop

Selbstverständlich sind Eigen-Entwürfe unter Berücksichtigung der Volumen im Gehäusebau genauso machbar und zeichnen schließlich auch unser Hobby aus.

Cleverer Gehäusebau gegen Bass-Probleme

Die Bassgehäuse haben Reflexrohre auf Achse zu den Tieftönern nach hinten erhalten - also gegen die Wand gerichtet. Das ist in diesem Fall ideal. Erfahrungsgemäß sorgen sich sehr viele Selbstbauer um das Bassreflexrohr nach hinten. Es gibt die These, dass es vorn lauter spielt, es gibt die These, dass es seitlich auch total gleichmäßig in den Raum spielt, und viele mehr.

Tatsächlich sagt die Wellentheorie Folgendes:

1.
Angeblich handelt es sich bei der Öffnung und dem Tiefton-Frequenzbereich um eine Punktschallquelle, da die Schallöffnung viel kleiner als die Wellenlänge ist, praktisch ist das weder akustisch noch messtechnisch so, da bisher jedes Bassreflexrohr eine Richtwirkung mit aufweist. Diese Richtwirkung ist bei Partyboxen ein "must have", weil total fett, sonst klingt es gerade seitlich eher komisch im Raum. Nach hinten gerichtet und dann noch zwei Bassreflexöffnungenher weiter von einander entfernt, spielt so eine Bassreflexkonstruktion dann schon sehr gleichmäßig gegen die Wand.

2.
Das zweite sind stehende Wellen im Rohr, also Rohrdurchmesser = Lambda. Das ist nicht schön und nicht wirklich vermeidbar, aber nach hinten gerichtet weniger hörbar. Und so ist klar, voll gegen die Wand ist super und super einstellbar. Einstellbar ist vielleicht ein wenig zu technisch, aber es trifft die Problematik ziemlich gut. Jedes Zimmer hat ein "Bass"-Problem, weil der Bass je nach Frequenz und daher für unterschiedliche Wellenlängen unterschiedlich betont oder unbetont im Raum hörbar ist. Hallige Räume werden daher als "dröhnend" beschrieben, weil einzelne Töne des Basses extrem lang nachschwingen und andere überhaupt nicht. Homecinemas oder Wohnzimmer, für welche dieser Lautsprecher gedacht ist, werden hoffentlich nicht so klingen. Diese sollten mit Tiefenabsorbern - als Kantenabsorber wie in unserem Hörkeller - oder in Form auf den Raum abgestimmter Helmholzresonatoren - akustisch auch im Bassbereich bedämpft sein. Damit ist die Grundlage für einen facettenreichen Bass gegeben. Und natürlich gibt es bei der Bassintensität unterschiedliche Vorlieben, die durch die Variation des Centers zur Wand um wenige Zentimeter nach Belieben eingestellt werden. Dazu gibt es kein Ideal. Auch hier muss der Zahn gezogen werden, wenn jemand denkt, Musik oder Filme währen "ideal" aufgenommen worden. Eine ideale Aufnahme gibt es genauso wenig wie den idealen Hörraum und den idealen Wandabstand. Aber es gibt schön klingende Räume mit angenehmer Akustik und es gibt schön spielende Lautsprecher, die ein tolles Hörerlebnis vermitteln können.

Als kleines Extra werden die zwei Tieftöner im Tiefbass "verstimmt". Das bedeutet, dass in den zwei Kammern unterschiedlich lange BR-Rohre eingebaut werden. Das hat einen großartigen akustischen Effekt, da die Resonanz der zwei Bassreflexgehäuses wenige Herz nebeneinander liegen und so keine "Drönfrequenz" sich einstellt. Praktisch kann jeder versuchen, herauszuhören, ob er zwischen rechts und links einen Unterschied im Tiefton wahrnehmen kann, das ist jedoch kaum wahrscheinlich, jedoch kann man den Unterschied zwischen zwei gleich langen Rohren und zwei unterschiedlichen Exemplaren hören, da Letzteres perfekt ausgewogen klingt - so wie es die Zielsetzung dieses Lautsprechers bzw. der ganzen Linie eben ist.

Der Mittel- und Hochtonsektor der Gehäuse ist pure Wellentheorie, also Simulation der Chassis zueinander, um bei möglichen Trennfrequenzen optimales Abstrahlverhalten zu erzeugen. Das ist wichtig, damit die Feinheit der Musik und die Gleichmäßigkeit des Wiedergegebenen an vielen Orten im Raum akustisch ausgewogen zu hören sind. So ergibt sich aus den vielen Details des Lautsprecherdesigns automatisch eine bestimmte Gehäuseform für höchste akustische Ansprüche. Eigenes Design für eine hohe Individualität zeichnet Lautsprecherselbstbau aus. Ein einfacher Gehäuseaufbau ist für jeden möglich: Solange die Volumen-Masse eingehalten wird, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Strömungswiderstand hat nichts mit Mythologie zu tun

Dann noch ein Randthema, bei dem man ebenfalls viel am Sound drehen kann: die Dämmung.

Hierzu wird eine weiße Sonofil-Matte der Länge nach halbiert und vor die schräge Trennwand des Mitteltonfaches gestellt. Der Rest wird noch diagonal zerschnitten, sodass man 4 Dreiecke erhält, die an die Decke und den Boden der Mitteltonkammer kommen. Dazwischen sind 2 Lagen aus dreieckig zugeschnittenem schwarzen Sonofil einzubauen, jedoch mit der Auflage, dass die Faserrichtung rechts-links verläuft und nicht von vorn nach hinten. Das ist jetzt nicht Mythologie, sondern plumpe Physik, da der Strömungswiderstand der Wolle quer zur Faserrichtung höher ist als in Längsrichtung. Damit ist auch die Dämpfung quer zur Faser effektiver. Der Stapel aus Bondum800 und schwarzem Sonofil ist sozusagen ein Sandwich, das das komplette Mitteltongehäuse füllt. Grundsätzlich ist direkt hinter dem Lautsprecher eher etwas weniger sinnvoll, dafür sind die Seiten eher noch mit kleinen Fetzen zu verfüllen. Da die Mitteltonkammern so winzig sind, ist hierbei sorgfältiges Arbeiten gleichbedeutend mit gutem Sound. Hinter jedem Tieftöner wird das Fach, das seitlich durch den Aussteifungsrahmen und auf der anderen Seite durch ein Brett bzw. die Frequenzweiche auf der Wand zum Mitteltonfach begrenzt ist, ausgedämmt. Dazu sind jeweils 1,5 Matten Sonofil ausreichend.

High-End-Weiche für jedermann - Audyn Cap und Airtherm

Seit mehr als 40 Jahren fertigen wir Frequenzweichen für die Industrie. Von der Muster-Weiche bis zur Serie sowie Layout und der Herstellung von Leiterplatten. Der fachgerechte Aufbau der Weichen gehört genauso dazu wie die Bauteile-Anordnung. Der kleinste Fehler führt dazu, dass sich ein Mitteltöner wie eine Stimme aus dem Schuhkarton anhören kann.

Deshalb werden bei diesem Lautsprecher alle 4 Weichen fertig aufgebaut und als Set mitgeliefert.

So, drei Wege und fertig. Ja, es klingt, die Satorique 4 macht es vor. Und es ist immer eine neue Abstimmung, um die perfekte Balance und Spielfreude des Lautsprechers zu finden. Hierbei ist die Weiche schon fast eine Zweiwege-Weiche mit Senke im Mittelton. Mit den zwei Mitteltönern wird diese sauber gefüllt und die Richtcharakteristik des Lautsprechers perfektioniert.

Dann gibt es die nächste Aufgabe: Die optimalen Spulen.

Daher gibt's beim Centerspeaker eine Luftspule für den Tieftonzweig, die einen Kompromiss aus Ohmschem Widerstand und Größe darstellt. Das geht auch deshalb, weil der Center mit einer geringeren Induktivität auskommt und die Spule dadurch kleiner wird. Mikrophonie der Weichenspulen ist bei der Tieftonspule noch kein Thema, zum einen ist diese schwer (schlecht mechanisch erregbar) und zum andern saugt der Kondensator der Weiche den Mittelton ab (bildlich gesprochen). Für den Mittelton gibt es daher nur Airthermspulen, die durch ihre verbackenen Windungen nahe an die Güte einer Bandspule herankommen. Im Mittelton- und Hochtonzweig werden wie schon in der Satorique 4 Zinnfolie-Kondensatoren und Kupferkondensatoren eingesetzt, da damit die gespielten Höhen der Mitteltöner feiner und lebendiger wiedergegeben werden. Der Hochtonzweig lässt in dieser Kombination den Satori-Hochtöner zum klanglichen Überflieger werden. Die Feinsinnigkeit, die Dynamik und Lebendigkeit der klanglichen Wiedergabe sprengen Grenzen, Hochtonsignale schweben geradezu im Raum.

Messungen

Freifeld-Frequenzgang
Der Frequenzgang des Centers ist sehr linear abgestimmt, selbst unter 30 Grad nach oben kann der Frequenzgang noch als linear bezeichnet werden.

Die horizontal seitlichen Winkel wurden unter einem Winkel von 10 Grad nach oben gemessen, um die realen Hörbedingungen zu beachten. Hier ist die im Grund- und Mitteltonbereich zu sehen, der Präsenzbereich spielt über den Boliden schön breit in den Raum. So sind Stimmen exzellent in der Mitte ortbar und der Schall löst sich vom Lautsprecher.

Das Wasserfalldiagramm ist wie bei den anderen Satorique -Modellen frei von irgendwelchen Einflüssen und fast schon unwirklich ideal.

Die Verzerrungs-Messungen zeigen ebenfalls das hohe Niveau des Lautsprechers. Auch hier werden alle Wünsche erfüllt.

Fazit: Design und Klang bilden eine Einheit

Das Design des Centers fügt sich nahtlos in die Design-Sprache der Satorique-Familie ein. Klang und Design müssen nicht im Widerspruch zueinander stehen. Wie es die Satorique 4 schon vorgemacht hat. Der Satorique Center ist ein weiterer Baustein in der High-Definition-Welt, ein Bausatzlautsprecher, der wie die Satorique 3 und Satorique 4 Präzision, Authentizität und Natürlichkeit vereint. Hier konnte unser Entwickler zeigen was er drauf hat.

Mit dem Lautsprecher befinden wir uns im Selbstbau technisch auf höchsten Niveau. Die Chassisqualität und die Qualität der Bauteile, wie der Audyn Copper Cap und Airtherm Spulen sind sonst nur in der Oberklasse fertiger Lautsprecher zu finden. Das Ganze bleibt außerdem updatesicher für die Zukunft falls Sie später auf die Beryllium Klasse umsteigen möchten, wie aktuell die Presse bestätigt.

Ob Sie das Gehäuse für Ihren Satorique Center komplett selber bauen oder einen Gehäusebausatz ordern bleibt Ihnen überlassen. Sie erhalten die Unterstützung von uns, um auf jeden Fall mit einem professionellen Ergebnis zu rechnen.

Ich würde es mir gut überlegen ob ich den Center bauen würde. Denn was soll anschließend noch kommen?

Vielleicht noch zwei Satorique - eine für Rechts und eine für Links.


Gruß Marcus Nötzel und das Intertechnik Team


PS. Besonderen Dank an Vlada, der uns tatkräftig mit seinen Bildern vom Bau unterstützt hat.

Demnächst im Intertechnik Shop.
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