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Beat Club Solist

Beat Club Solist

Beat Club - Shocking good

Best.-Nr. 1385356

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Beatclub Cinema 1 - Auf der Suche nach besserem Klang

Beatclub Cinema 1 - Auf der Suche nach besserem Klang

... habe ich mich für das Beatclub Heimkino Set entschieden

Da meine vorhandenen Lautsprecher bei hohen Pegeln zum zischen im Hochtonbereich neigen war ich auf der Suche nach Ersatz. Bei Wolfgang, einem Kollegen des Heimkino Club, konnte ich die Satorique Lautsprecher probe hören. Absolut überzeugend was die leisten, in allen Bereichen, aber leider nicht ganz meine Preisklasse.

Ich war schon kurz davor mich für die SB Classic Serie zu entscheiden, als ich von Frank (ebenfalls Mitglied im Club) die Info bekommen habe das bei Intertechnik gerade eine Serie entwickelt wird die zwischen der SB Classic und der Satorique liegt, die Beat Club.

Plan

Nach einem netten Kontakt mit Herrn Nötzel waren die meisten Fragen schnell geklärt und folgender Plan entstand:

- Für die Front
3x Beat Club Cinema 2
(Wandversion der Double aus dem Baubericht)

- Für die Surroundseiten:
2x Beat Club Cinema 1
(Wandversion der Solist aus dem Baubericht. Ohne Zusatzhochtöner)

- Für den Backsurround:
2x Beat Club Solist
(Ohne Zusatzhochtöner)

Die fertig gefrästen Fronten und auch die fertig aufgebauten Weichen habe ich gleich mitbestellt.

Als erstes wurde die Cinema 1 gebaut. Also ab in den Baumarkt und MDF passend zuschneiden lassen. Ich habe mir extra eine Dübelfräse gekauft um den Zusammenbau so einfach wie möglich zu gestalten. Als alles verleimt war habe ich noch von innen die Kanten mit Acryl abgedichtet und nach dem anlöten der Lautsprecherkabel an die Chassis waren die ersten zwei Lautsprecher fertig. Das MDF bleibt bei der Cinema 1 unbehandelt da sie bei mir in die Wand eingebaut werden und Akustikstoff davor kommt.

Natürlich war ich extrem auf den Klang gespannt und so habe ich die Lautsprecher kurzerhand in meinem Wohnzimmer an den AVR angeschlossen. Zum testen durfte MTV Unplugged - Peter Maffay sein bestes Geben. Im Duett mit Katie Melua singen die Beiden das Stück: "Ich Wollte Nie Erwachsen Sein". Die Abmischung war schon mit den alten Lautsprechern in meinem Kino genial und somit lauschte ich gespannt den ersten Klängen.

Was soll ich sagen, das was aus den beiden Cinema 1 raus kam hat mich wirklich überrascht, und zwar nur positiv. Klasse Hochton, tolle Dynamik, für mich passt da einfach alles. Von da an habe ich die Lautsprecher gar nicht mehr abgebaut sondern einfach laufen lassen und egal was ich zugespielt habe, es hat mir immer ein Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Als nächstes werden jetzt die beiden Beat Club Solist für den Back Surround gebaut. Hier darf ich mich das erste Mal ans lackieren wagen. Mal sehen wie gut mir das gelingt. Ein nächster Bericht wird also folgen...

Gruß
Bastian
Von Beat- Streamern und Youtubern

Von Beat- Streamern und Youtubern

Beat Club - Base, Solist und Double (Teil3)

Wenn sie die Wohnung für sich alleine haben, streamen sie doch einmal mal von Youtube diesen Song über die Beat Club Base:

Ja, so ist das heute, sie haben richtig verstanden, die Jugend streamt ihre Lieblingsmusik aus dem Internet, sie legt keine Platten mehr auf.

Wenn der Sohnemann die Beat Club sein Eigen nennt, dann könnte es Ihnen widerfahren, dass Sie seine Anlage anschmeißen, sobald er aus dem Haus ist, und einfach einmal schauen, was denn der Junior so alles hört, bzw. ja eben streamt, mit dem Hinhören ist das ja immer so eine Sache, wenn gleichzeitig der Fernseher läuft ... Sein Handy fürs Streamen fehlt zwar, wenn er aus dem Haus ist, doch sein Laptop ist ja meist noch an ... und den Fernseher schalten Sie bei dieser Gelegenheit auch gleich aus.

Und wenn Sie die Wohnung bzw. gleich das ganze Haus für sich alleine beanspruchen wollen, dann lassen Sie den Song am besten auf Replay laufen, bis sich die Gemäuer von ganz alleine gelichtet haben.

Der Beat geht einfach so richtig ab, ja Sie hören richtig, das müssen im Wandel der Zeit auch alle Sweetspot-Hörer akzeptieren. Wer aus der Eltern-Generation kennt sie nicht, die königliche Ehre, in der Mitte des Sofas zu sitzen, wenn die neuen Lautsprecher des besten Freundes stolz vorgeführt werden?

Und nun kommt die "Beat-Club-Serie daher ... Wie kann das sein, dass sich ein so fetter Bass im Raum ausbreitet? Laden Sie Ihren besten Freund einmal ein, Sie können sich sicher sein: Skeptische Blicke erreichen das Ofenrohr, welches unterhalb der Tiefmitteltöner sein bedrohliches Werk verrichtet.

Da kommen schnell alte Erinnerungen hoch: Oh mein Gott, wo kommt der Bass denn her? Wie kann er hier aus so einem kompakten Gehäuse hervorhämmern? In den 80er-Jahren hatte man für diesen Bassdruck noch Lautsprecher im Kleiderschrankformat im Einsatz.

Kleinere Lautsprecher hörten sich früher bisweilen so an, als käme der Sound aus einem Kofferaudio, als würden die Chassis keine Luft bekommen und angesichts der Bassflut einfach geplättet aufgeben.

Demgegenüber sind die Beat Club real Hardcore, um beim modern Sprachstil zu bleiben. Und das nicht nur im Bassbereich. Ich lausche gespannt: Was für eine Bühne! Ich sitze am Rand und genieße den Raumklang.

Auch beim Auflegen eines Stückes mit Akustik-Gitarre vermisse ich nichts von dem knallharten Anschlag, wie ihn nicht nur die junge Generation verehrt. Da haben unsere SB-Freunde ganze Arbeit geleistet. Nein, Sie brauchen jetzt nicht gleich zu weinen, Sie können sich ja auch Ihre Beat Club bauen und alles ist gut! Auch für die nächste Haus-Party, oder sagt man heute House-Party?

Optisch sind die Boxen sowieso der Knaller, doch die akustischen Qualitäten zählen ja letztendlich und diese sind im gesamten Frequenzbereich nicht von schlechten Eltern. Auch der Hochtonbereich klingt ausgesprochen erwachsen, klar, pegelfest und doch niemals aufdringlich - kein High End und doch kann sich so manche Disco eine Scheibe von dieser Klangqualität abschneiden.

Genug des Lobens, denn wir müssen die anderen Lautsprecher aus der SB-Serie ja auch noch verkaufen ... Und was die Jungend zu dem Sound sagt, das soll sie besser selber schreiben, wir sind gespannt.

Die Beat Club Base ist halt die modern art of SB 36. Wenn die Old-School-Party der Elterngeneration anliegt, darf der Junior ihnen ruhig die Beat Club Base einmal ausleihen. Wenn ihr die Double gleich mit hineinrollt und die Solist (Rearspeaker) gleich doppelt in den hinteren Ecken aufbaut, wird die Old-School-Party zur Blue-ray-Party, das würde ich mir überlegen, sonst sitzen auch alle Freunde der Eltern fortan mehr im Jugendzimmer als im heimischen Wohnzimmer, denn der Schock bei den älteren Semestern wird tief sitzen: die Beat-Club-Linie kann ja auch audiophil auftrumpfen! Ich weiß, dass die Jugend den Begriff nicht liebt, und doch ist es so.

Da der Selbstbau eine kleine Gemeinde ist, bitte ich hier die jüngere Generation um ein wenig Toleranz: Wer weiß, wenn ihr mal alleine seid, hört mal rein in die audiophile Musiksammlung euer Eltern, vielleicht könnt ihr etwas entdecken, was euch gerade mit der Beat Club begeistert - denn auf wirklich guten Boxen machen viel mehr Musikrichtungen Spaß, als ihr euch vorstellen könnt. Bei YouTube scrollend, bin ich auf das folgende Video gestoßen, eine coole Party, geht auch gemeinsam, wie ich hier entdecken konnte, und auch das Auflegen begeistert, ob alt oder jung.

Ich für mich pfeife mir noch einen YouTube-Song rein, so heißt es doch, der alt und neu verbindet und immer modern erscheint, so wie die Beat Club, hoffe ich.

Und ihr, was ist mit euch, ich finde es toll, dass wir einen Lautsprecher geschaffen haben, der alt und neu zusammenschweißt, was den Musikgeschmack betrifft.

Beatclub for ever

Auch wenn die Namen "Base", "Solist" und "Double" etwas fremd klingen:
Ein Anruf von einem jungen Mann, ob er denn die Double auch als Solist betreiben kann, zeigt, dass die Jugend eine andere Vorstellung von Lautsprecherbau hat. So darf sogar ein Center durchaus einmal von seiner Bauform abweichen. Sozusagen der modere Gettoblaster von heute. Gettoblaster nannte man in den 80er-Jahren, was man damals cool auf den Schultern getragen hat - letztendlich war es nicht mehr als ein Kassettenrecorder. Auch wenn er heute fast ausgestorben zu sein scheint - hier und da hat noch einer überlebt und es gibt sogar welche mit Handyanschluss, beispielsweise über Bluetooth.

Bevor wir den Beatclub Double genießen können, müssen wir ihn noch zusammen bauen

70er-Jahre-Rollen geben dem Double eine besondere Note und die gewünschte Mobilität für wilde Partys.

Damit das Musiksignal gut ankommt, müssen Löcher für entsprechende Polklemmen zur Aufnahme der Lautsprecherkabel in das Gehäuse gebohrt werden.

Der fertige Double kann sich doch sehen lassen! Letztendlich ist eure Kreativität gefragt, macht was draus.

Dass der Solist auch als Rear Speaker fürs Heimkino einsetzbar ist ...

... ist trotz oder gerade aufgrund seiner audiophilen Eigenschaften eine feine Sache. Der rückwärtige Hochtöner sorgt hier für schöne Kino-Effekte und bei reinen Stereo-Lautsprechern beobachtet man den Einsatz der Hochtöner immer mehr.

Da gerade keine schwarzen Spikes vorrätig waren, haben wir uns selber welche angefertigt ....

Vorbohren. Die Spikes einschlagen und fertig. Ein Standard-Gehäuse ohne Spikes geht natürlich auch - das ist das Schöne am Lautsprecher-Selbstbau.

Zuletzt müssen noch die Polklemmen und die Lautsprecherchassis montiert werden - das war's. Hier sind noch die Messungen des Solist.

The Base

Base und Subwoofer

Normale Heimkinosubwoofer spielen nur bis 38 Hz tief.

Das Diagramm von unser Base zeigt den Frequenzgang von 50 Hz bis 20.000 Hz mit einer Toleranz von + - 3 dB und einer unteren Grenzfrequenz bei - 8 dB von 35 Hz. Und da günstige Subwoofer (400 Euro) kaum tiefer spielen, sind die vor allem in kleineren Räumen unnütz. Wenn sie dennoch vorhaben, ein kleines Heimkino auf 16 qm in ihrem Keller zu eröffnen, so spielen zwei Base-Einheiten viel homogener in der Front auf als ein Subwoofer, der zwischen zwei Betonwänden aufgrund stehender Wellen nur wummern würde.

Für die Tiefbass-Effekte des Heimkinos ist dann doch eher ein Subwoofer angesagt, der noch tiefer hinabreicht, doch so einfach ist das Thema leider nicht. Aber Vorsicht: Ein Chassis mit tiefer Resonanzfrequenz in ein Gehäuse zu schrauben und mit einem aktiven Subwoofermodul (Mono-Bassverstärker) zu verbinden, erzeugt noch lange keinen Heimkino-Bass. Das erklärt letztendlich auch den Bedarf an hochwertigen Subwoofern - wir haben verstanden und arbeiten dran.

Der Frequenzschrieb verdeutlich die Tiefbassfähigkeiten unseres preiswerten Subs, wir haben einmal die Erklärungen für den Frequenzgang mit in das Messprotokoll eingebaut:

So jetzt sollten wir das gute Stück noch zusammenbauen

Das Dämmen mit Sonofil laut Bauanleitung und das anschließende Verlöten der Lautsprecherchassis stellt keine große Herausforderung dar. Alles gut verzinnen ist schon wichtig, um eine gute Verbindung herzustellen. Ein fachgerechter Aufbau der passiven Frequenzweiche ist zwingend notwendig. Ich kann euch nur nahe legen, unseren Bericht von Bernd Stark zu lesen. Nichts ist schlimmer nach einem äußerlich und technisch erfolgreichen Bau eines Lautsprechers, als wenn dieser dann schlecht klingt - schließlich hängt man infolge des Bauens an dem guten Stück.

Bausatzbestellern, denen der Lötkolben nicht so vertraut ist, bieten wir den Weichenaufbau bis zum 31.01.18 kostenlos an. Auch hier noch die Messungen:

Wir helfen euch

Fehlt euch noch ein Gehäuse-Bausatz zum kleinen Preis, damit der Baufreude nichts mehr im Weg steht?

Zuschnitt Gehäusebausatz Beat Club Base für nur 60 Euro

Link: zum Shop

Zuschnitt Gehäusebausatz Beat Club Solist für nur 50 Euro

Link: zum Shop

Zuschnitt Gehäusebausatz Beat Club Double für 70 Euro

Link: zum Shop

Hier könnt ihr die Bausätze bestellen

Beat Club Base

Link: zum Shop

Beat Club Double

Link: zum Shop

Beat Club Solist

Link: zum Shop

Und zum guten Schluss

Alle Beatclub-Lautsprecher sind pegelfest. Was die Klangeigenschaften betrifft, so stufen wir sie als langzeittauglich ein, was insbesondere bei längeren Heimkino-Abenden als durchaus angenehm empfunden wird und auch beim Hören von Musik hilfreich ist.

Doch das Wichtigste aus unserer Sicht: Alle Beatclub-Lautsprecher sind untereinander kombinierbar, so ist die Sicherheit einer Updatefähigkeit der Anlage für den Kunden gewährleistet.

Als reine Heimkinovariante in den typischen flachen Wandgehäusen für die Heimkinoräume wird die Serie selbstverständlich fortgeführt.

Da wir unsere SB Wallstreet und unsere SB Satori Kino-Serie als einen festen Bestandteil unser Heimkino-Serie ansehen, folgt unsere Variante im flachen Gehäuse als SB Beatclub Cinema 1 und Cinema 2 später selbstverständlich auch noch.

Ich hoffe, ihr habt viel Freude mit dem Bau euer Beat Club - ob für klassisches Stereo auch im poppigen Gehäuse oder für ein gemütliches Heimkino.

Beat Club forever!

Euer Marcus Nötzel
Beat Club - Base, Solist und Double (Teil2)

Beat Club - Base, Solist und Double (Teil2)

Der Beat geht weiter!

Seit fast 9 Jahren sind wir von Intertechnik mit lautsprecherbau.de für unsere Kunden da. Immer aktuell im Wandel der Zeit haben wir uns an die Bedürfnisse und Anforderungen der Musikliebhaber und der Lautsprecher-Selbstbaugemeinde angepasst, was die Erscheinung dieser Webseite und vor allem auch was die Optimierung der Bausätze und der Klangabstimmung betrifft. Qualität braucht halt seine Zeit und so haben wir sicher bisweilen hier und da die Geduld unserer Kunden strapaziert, was Neuerscheinungen betrifft - und doch gehen wir weiter den Weg, nur professionelle Entwicklungen vorzustellen. Für die Geduld sagen wir an dieser Stelle einmal danke und werden alles daran setzen, auch in Zukunft immer neue professionelle Lautsprecherbauvorschläge zu entwickeln.

Aber jetzt auf zur Beatclub-Familie. Unsere Kunden stehen schon in den Startlöchern.

Gehäusezeichnungen und Stücklisten

Für den Bau der Beatclub-Serie möchten wir euch drei Möglichkeiten vorstellen.

Möglichkeit 1

Der gute Heimwerker hat die Möglichkeit, anhand der Stücklisten in jedem Baumarkt das Holz in 19-mm-MDF zu bestellen oder gleich in der Zuschnittabteilung mitzunehmen.

Beat Club Double (Center)

Beat Club Base (Stereo- und Heimkino-Standlautsprecherbox)

Beat Club Solist (Rear)

Gestalterisch zeigen wir hier anhand der Beat Club Base einmal Möglichkeiten für euer Schallwand-Design. Mit einem Bandschleifer lässt sich so etwas relativ einfach realisieren. Ganz nach euren Wünschen. Bei vorhandener Oberfräse dürften die Ausfräsungen der Chassis kein Problem sein. Auch die Fase sollte für den Heimwerker möglich sein.

Den zahlreichen Neulingen des Lautsprecherselbstbaus möchten wir die zwei weiteren Varianten in Form eines fertig zusammengestellten Servicepacks nicht vorenthalten, um den Aufwand und somit die Hemmschwelle vor dem Lautsprecherselbstbau zu senken. Hierfür werden nur eine überschaubare Heimwerkerausrüstung und handwerkliches Basiswissen bzw. etwas Geschick um Umgang mit Werkzeug benötigt.

Entscheidet selber:

Möglichkeit 2 (Servicepack 1)

Im Beatclub Service Pack 1 gibt es alle Schallwände (Frontwand) CNC-gefräst als Option im Online-Shop.

Ach, bevor ich es vegesse:
Als Aktion wird in der Standardausführung die Schallwand auf Wunsch bei Bestellung bis zum 31.12.2017 kostenlos gefräst und mitgeliefert. Dann bitte unbedingt bei Bestellung "Einführungsaktion Beatclub" angeben.

Möglichkeit 3 (Servicepack 2)

Das Beatclub Servicepack 2 beinhaltet den kompletten CNC-Gehäusebausatz in MDF roh, inklusive Lamellos, so dass ein einfaches Zusammenstecken der Teile möglich ist. Es gab schon Kunden, die morgens mit dem Aufbau des Bausatzes angefangen haben und bereits abends "La traviata" von ihrem Sofa aus auf die Boxen streamen konnten. So schnell muss es nicht sein, aber für Menschen mit wenig Zeit ist das Servicepack 2 sicherlich eine ernstzunehmende Alternative und gerade Newcomern erleichtert dies den Aufbau eines ersten Bausatzes.

Hier gibt es die Gehäusebausätze:

Gehäusebausatz Beat Club Base

Egal für welche der drei Varianten ihr euch entscheidet, der Realisierung des eigenen Designs steht nichts entgegen. Das macht aber eigentlich auch den Selbstbau aus.

Wir finden, die sehen nicht nur gut aus, sondern klingen auch verdammt gut. Wir hoffen, eure Fantasie anregen zu können.

Ausführung:

Für den Aufbau der Gehäuse habe ich mich für Fugenleim und Montagekleber entschieden. Den Montagekleber zum Abdichten für alle Innenbereiche.

Die Beatclub Double haben wir statt mit Holzleim einmal mit Montagekleber aufgebaut. Das geht schnell und kinderleicht, alle Holzteile werden gut eingeschmiert und anschließend mit Schraubzwingen zusammengepresst oder mit Spanngurten festgezogen. Platzsparende Spanngurte gibt es beim Discounter oder im Baumarkt schon für günstige 6 Euro und die erfüllen Ihren Zweck genauso wie teure Schraubzwingen.

Wir haben im Servicepack 2 professionelle Holzdübel eingesetzt, doch auch ohne Lamellos ist der Aufbau möglich, solange man präzise arbeitet, denn alles was verrutscht muss nach dem Trocknen geschliffen werden.

Mein persönlicher Preisleistungs-Arbeits-Tipp ist es, die Schallwand-Option bis zum 30.11.2017 kostenlos in Anspruch zu nehmen. Das erleichtert die Arbeit und das Holz für den Korpus kann für kleines Geld im Baumarkt zugeschnitten werden.

Das Abschleifen von Leim oder Montagekleberresten erleichtert das Grundieren. Mit einem Exzenterschleifer oder dem Schwingschleifer ist das eine feine Sache.

Sich kreativ mit der Oberfräse auszutoben, macht schon Laune. Vor allem, wenn es auch noch dem Sounddesign geschuldet ist. Die Anschaffung einer Oberfräse lohnt sicherlich, wenn Sie häufiger Lautsprecher bauen möchten. Dabei muss es nicht immer ein teures Modell sein, denn eine einfache Oberfräse aus dem Baumarkt erfüllt seinen Zweck.

Bei YouTube finden sich einige ausführliche Tutorials über Oberfräsen. Das Wichtigste sind qualitativ hochwertige Fräser mit langer Lebensdauer und Standzeit. Dies schont auf Dauer das Portemonnaie. ACHTUNG: Eine Schutzbrille ist keine Option, sondern ein Muss!

Ein bisschen Farbe könnten sie schon vertragen, was meint ihr. Als Grundierung hat sich ein "Schöner Wohnen"-Tür- und Fenstergrund bewährt. Je nach Schliff komme ich mit einer Schicht aus. Handschuhe und Roller liegen schon bereit.

Einen Zwischenschliff mit 180er-Körnung und die Kameraden stehen bereit für das Oberflächen-Finish.

Beim Premium-Lack von Toom bin ich noch nie enttäuscht worden und den kann ich nur jedem empfehlen. Ihr könnt die fertigen Gehäuse noch mit Klarlack versiegeln, ich spare mir das aus zeitlichen Gründen an dieser Stelle.

Pimpt Eure Beatclub

Wir haben es einmal vorgemacht, nachmachen erwünscht: In jedem Folienshop ist das Herstellen von Schriftzügen möglich. Über Bilder mit eigenen Beatclub-Designs freuen wir uns genauso wie über einen kleinen Baubericht als Erfahrungsbericht.

So werden die Folien montiert: Folie fest andrücken, Papierschutz abziehen und mit der Rolle die Farbe nach Wunsch auftragen.

Die fertig gepimpten Gehäuse warten in Teil 3 auf ihre Weiterverarbeitung.

Was euch sonst noch in Teil 3 erwartet:
Wir setzen uns mit einem strömungsoptimierten Jet-Rohr auseinander.
Mit dem Zusammenbau, den Messungen und dem anschließenden Klangbericht finden die Bauvorschläge für die Beatclub dann ihr Ende.

Gruß Marcus und das Intertechnik Team
Beat Club - Base, Solist und Double (Teil1)

Beat Club - Base, Solist und Double (Teil1)

The modern art of Beat Club


1. Box
Beat Club Base Stereo- und Heimkino-Standlautsprecherbox auf schlankem Fuß.

2. Box
Beat Club Solist (Rear) mit rückwärtigem Hochtöner als Stereo-Lautsprecher oder als Heimkino-Teamplayer.

3. Box
Beat Club Double (Center) als Center oder als Heimkino-Front - Atmos lässt grüßen.

Beat Club - eine komplette Neuentwicklung!

Klar, jeder Bausatz ist neu entwickelt und doch kommt bisweilen "copy and paste" zum Einsatz, da Neuentwicklungen häufig auf bewährten Konzepten aufbauen sollen. Sicherlich könnte man sich auf eine übliche Schallwandbreite von 23 cm festlegen, weil diese bereits ganz gut klingt, doch wir wollten diesmal schlanker bauen. Es wäre am bequemsten gewesen, ein Hartmembran-Chassis einfach so aufspielen zu lassen und dann zu sagen: Das ist eine Hartmembran, die klingt in bestimmten Frequenzteilbereichen etwas unangenehm, das ist eben so. Gleiches gilt für den Hochtöner. Ungünstig eingebaut, klingt auch ein hochwertiger Hochtöner nicht gut ausgewogen, doch dazu später mehr.

So haben wir uns einmal völlig frei von den üblichen Zwängen bei der Lautsprecherentwicklung gemacht:

Ziel war ein in kleine, raumsparende Gehäuse verpacktes Heimkinoset mit partytauglicher Pegelfestigkeit und audiophilem Stereo-Sound. Zudem sollen diese Gehäuse sehr einfach im Aufbau werden, ohne komplizierte Schnörkel wie Fasen an den Gehäuserändern, sowie symmetrisch und im vergleichsweise dünnen Standardmaterial der Dicke 18/19 mm. Bei diesem Ansatz müssen eben alle Parameter optimiert werden. Hier gilt es nicht, bei bereits vorhandenen Konstruktionen Anleihen aufzunehmen.

Tieftöner SB 17CRC35-4-8

Als Tieftöner haben wir dafür die SB CRC ausgewählt. Diese sind für diesen Einsatz ideal:
Ausgewogen im Frequenzgang, für die Größe außerordentlich pegelfest und dazu noch kinderfreundlich robust. Die CRC-Treiber bestehen aus den bekannten SB-Aluguss-Körben, jedoch mit einer Sandwich-Membran aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Die Sicken sind aus Gummi ohne auffällige Sickenresonanz, wie sie die meisten Konstruktionen dieser Art leider aufweisen. Ausgeprägte Membranresonanzen sind bei solchen Materialien normal und dennoch klanglich selten ein Problem. Uns begeistert der Klang dieses Chassis, welches in seiner rundum ausgewogenen Spielweise an wesentlich teurere Treiber erinnert und noch ein wenig weicher klingt als die sehr preiswerten NRXC-Chassis. Die Treiber sind klanglich am ehesten mit Metall-Membran-Chassis vergleichbar, vielleicht eine Nuance weicher, jedoch viel detailreicher aufspielend als Chassis mit Polycarbonat-Membran. Damit sind sie die Idealbesetzung für das Beat Club Lineup.

Hochtöner SB29RDC-C000-4

Als Hochtöner schieden die meisten Exemplare wegen zu geringem Pegel, fehlendem nutzbarem Frequenzbereich oder zu großer Frequenzgangwelligkeit aus. So blieb als Preis-Leistungs-Sieger der Ringdome SB29RDC übrig. Dieser Hochtöner, dessen Gewebemembran Anleihen bei den teureren Satorimodellen genommen hat, ist bereits in seiner Einsteigervariante ein echter akustischer Leckerbissen. Nicht High End und doch super ausgewogen, sodass dieser Hochtöner klanglich exzellent mit den hervorragenden Tiefmitteltönern harmoniert. Diese Ausgangskomponenten und Zielstellungen sind die Basis, aus der die Beat Club entstand.

Und da sind wir schon beim Thema Hochtonbereich

Die Hochtonwiedergabe wird maßgeblich durch die Position des Hochtöners auf der Schallwand des Lautsprechers geprägt. Eine ungünstige Lage führt zu einem welligen Frequenzgang sowohl auf Achse als auch bei von der Mittelachse abweichenden Abhörwinkeln, sodass der Hochtonbereich nicht gleichmäßig, sondern fragmentiert in den Raum abgegeben wird. Dieser Effekt entsteht durch die Beugung des Schalls an den Gehäusekanten und die frequenzselektiv richtungsabhängigen Auslöschungen durch Interferenzen, also gegenseitige Verstärkungen und Auslöschungen des Direktschalls mit seinen Reflexionen. Für eine grobe Bewertung des Effektes und Selektierung günstiger Proportionen werden entsprechende Simulationen durchgeführt. Damit wird zahlreichen Gehäuseneukonstruktionen mit umfangreichen Messreihen vorgegriffen. Es gibt zu diesem Thema bereits seit Jahrzehnten messtechnische Analysen, ebenso wie Versuche, diese in Modellen als praxisgerechte Näherungslösung abzubilden.

Bei der Beat Club ist die Gehäusebreite mit 18,5 cm sehr schmal gewählt. Die Anordnung des Hochtöners 10 cm von oben (bezogen auf die Mitte des Hochtöners) wäre optisch angenehm, jedoch akustisch unangenehm. Der Präsenzbereich wird so fragmentiert in den Raum abgestrahlt, sodass es nur wenige Sweetspots, also Plätze ausgewogener Klangqualität gibt und keineswegs ein gleichmäßiges Rundstrahlverhalten. Auch die Konsonanten werden durch frequenzselektive Betonungen eher scharf klingen. Erst unterhalb von ungefähr 14 cm von der Schallwandoberkannte wird der Frequenzgang einigermaßen ausgeglichen. Das sieht optisch nicht besonders gut aus und klingt dafür himmlisch. Für das Heimkino wäre das damit die ideale Bauweise oder für jene, die technischen Purismus lieben.

Was ist eine gangbare Alternative?

Die Ausgangslage ist eine 18,5 cm breite Schallwand mit einem Abstand des Hochtöners 14 cm zur oberen Schallwandkante. Die beste Lösung ist hier eine 2 cm große 45 Grad-Fase jeweils links und rechts neben dem Hochtöner sowie auch oben, wobei alle Chassis 3 cm höher angeordnet werden. Also 18,5 cm breit mit je 2 cm Fase auf Hochtönerhöhe und Abstand des Hochtöners 11 cm von oben, wiederum minus 2 cm Fase.

Vom theoretischen Ansatz und auch durch Messungen belegt, ist die Variante mit schrägen Fasen und Fase an der oberen Kante ziemlich ideal, da es so kaum Symmetrien gibt. Damit ist die rechte Variante noch etwas ausgewogener als die linke.

Die Schallwandsimulation zeigt, dass nur wenige geometrische Kombinationen ideal wären, jedoch sind hier die Randbedingungen der Simulation zu beachten, da diese unter einem Winkel rechnet und nicht die Schallwand kreisrund unter kleinen Winkeln bei gemitteltem Ergebnis bewertet. Daher sind die hier vorgestellten Dimensionen als "günstig" zu bewerten, ohne den Anspruch zu haben, dass dies die einzig gut klingenden Varianten sind.

Auch eine seitliche Verschiebung des Hochtöners hat ähnliche Effekte. Hierbei wird in der Regel der Hochtöner in der Stereo-Aufstellung nach außen versetzt.

Bei einer seitlichen Verschiebung des Hochtöners aus der Mittelachse um 1,5 cm ergibt sich ein gutes Abstrahlverhalten seitlich ohne Fase (eine Kantenbrechung von 5 mm ist akustisch unbedeutend) und Abstand des Hochtöners 11 cm von oben mit 2 cm Fase. Verrundet man die Fasen der Front, ergeben sich große Radien, die sich akustisch gegenüber einer Front mit Fase kaum unterscheiden.

Die Ansicht der Lautsprecher wird auch durch die Tieftöner geprägt, hierbei ist ein mäßiger bis kleiner Abstand der Chassis zueinander für ein homogenes Klangbild vorteilhaft.

Ein Bassreflexrohr auf der Front - wie es in den zwei Front-Speakern verbaut ist - ist grundsätzlich nicht ideal für ultimatives High End, aber für maximales Bass Feeling. Daher bekommen die Muster-Frontlautsprecher riesige Jet-BR-Rohre mit Granitlack und Winkel. Das ist das Maximum, was akustisch machbar ist.

Sowohl die Form des Jet-Trichters als auch die Lackierung mit rauer Oberfläche dient zur Reduzierung des Strömungswiderstandes im Bass-Reflex-Rohr. Hierzu wird bei B&W einiges geschrieben - das ist die selbe strömungstechnische Optimierung wie beim Golfball, durch eine geringfügig raue Oberfläche soll der Luftwiderstand reduziert werden. Natürlich ist so ein Effekt nur bei hohen Basspegeln wirksam, da bei geringen Pegeln kaum Luft bewegt wird.

Der Winkel im Bassreflexrohr hat auch seine Funktion: 1. ist der innere Port näher an den Treibern und 2. wird der Mittel-Hochton im Winkel durch Rückreflektion etwas reduziert.

Für alle Ästheten: Sie können statt dem Jet-Rohr auch ein normales HP-100-Rohr bestellen.

Wer das Reflexrohr auf die Rückseite verbannen will, findet einen idealen Ort auf der Höhe zwischen den beiden Tieftönern.

Bei dem Center Double und dem Solist sind die Bassreflexrohre nach unten verlegt. Diese Ausrichtung hat den großen Vorteil, dass die Lautsprecher sehr flexibel aufgestellt werden können. Auch hier ist klar, dass die Anordnung der Bassreflexrohre auf der Rückseite möglich ist, jedoch bei einem Center, der in der Regel vor der Wand steht, kann auch die seitliche Anordnung geeignet sein.

Noch ein Benefit des Gehäuses: der Stand- und der Rearlautsprecher basieren auf einer Grunddimension von 18,5 cm x 30 cm. Bei einem so schmalen Gehäuse liegen die Treiber auf den Wänden auf, sodass die mechanischen Kräfte fast ideal vom Gehäuse abgefangen und Schwingungen des Gehäuses entsprechend reduziert werden. Durch die höhere Tiefe steht das Gehäuse bezogen auf die Bewegungsrichtung der Membrane akustisch stabiler. Dadurch klingt schon ein dünnwandiges Gehäuse aus nur 19 mm Materialdicke sehr gut.

Und wieso funktioniert so ein kleines Volumen? Ganz einfach, es braucht einen sehr guten Basstreiber mit ausgesprochen niedriger Freiluftresonanz und eher schwerer Membran. Das kombiniert mit einem starken Antrieb ermöglicht auch in einer Old-School-Abstimmung mit steil abfallendem Bass unter 70 Hz einen intensiven, vollen und gefühlt tiefen Bass. Der Vorteil solch einer Abstimmung ist zweifellos die sehr hohe Pegelfestigkeit, welche die Treiber an ihre Leistungsgrenze treibt, ohne dass diese in unkontrollierte Schwingungen verfallen. So eine Abstimmung klingt häufig hart und hat die Tendenz, blechern zu wirken. Bei der Beat Club waren wir sehr überrascht, wie rund und satt der Bass klingt.

Für ein Heimkino ist so eine Abstimmung ideal, wer ein vibrierendes Sofa beim Film- und Fernsehen braucht, der darf noch einen Subwoofer ergänzend aufstellen. Allen anderen, die nur Musik hören und einfach Filme schauen wollen, wird bestimmt nichts fehlen. Es gibt in der Tat wenig Musikmaterial, das einen ausgeprägten Tiefbass als wesentliches Element enthält. Solches Musikmaterial wird sowieso nur von wenigen Lautsprechern wiedergegeben. Eine Bass Drum zum Beispiel wird von den Lautsprechern noch akustisch abgebildet, erst wenn es um elektronisch erzeugten Tiefbass geht, wird es leise im Frequenzkeller.

Der Rear Speaker ist als Dipol entwickelt. Der Rear Speaker soll im Heimkinosystem den Raum seitlich und hinten beschallen und das nicht unbedingt nur konzentriert an einer Stelle. Daher sind Dipole, die den Raum gleichmäßig um sich herum beschallen, normalen Lautsprecherkonstruktionen für diese Anwendung überlegen. Darüber hinaus ist es vorteilhaft, den rückseitigen Hochtöner seitlich zu versetzen, damit die Beugung an der zusätzlichen rückwärtigen Schallwand, also am Lautsprechergehäuse selbst, ausgewogener ausfällt.

Da die Aufstellung der Rear Speaker in der Regel wandnah erfolgt, wurden diese im Wirkungsgrad 3 dB zurückhaltender ausgelegt als die restlichen Lautsprecher des Surroundsystems. Damit ist grundsätzlich die Möglichkeit gegeben, das Lautsprecherset ohne jegliche Einpegelung der einzelnen Lautsprecher direkt am Heimkinoverstärker zu verwenden.

Und jetzt geht es noch kurz um das Thema Frequenzweichen. Die sind bei allen Beat-Club-Boxen sehr einfach gehalten und haben nur eine kleine, aber nicht unbedeutende Finesse. Die durchdachte Weichenschaltung vor dem Tieftöner ist dazu da, dass die mittelfrequenten Membran-Resonanzen maximal im Pegel abgesenkt und somit deutlich reduziert werden. Mit diesem einfachen Schaltungstrick klingt auch ein Hartmembranchassis angenehm weich. Die Härte, die man Keramik-, aber auch Alu-Chassis nachsagt, ist vorrangig eine unausgereifte Frequenzweichenschaltung ohne Berücksichtigung dieser Membranresonanzen.

Der Teil 2 folgt in Kürze.

Marcus Nötzel und das Intertechnik Team
Beatclub Solist - in Silber-metallic

Beatclub Solist - in Silber-metallic

Kompaktboxen für Audiophile mit Ausbaumöglichkeit zum Heimkino-System

Vorgeschichte

Seit Längerem hatte ich mir überlegt, Ersatz für meine etwas betagten Altec Lansing ADA 885 (BJ 2001!) anzuschaffen. Immerhin waren diese PC Lautsprecher THX zertifiziert und ich suchte Lautsprecher, die man einerseits für den Stereo-Genuss nutzen als auch zu einem Heimkino-System ausbauen konnte.

Vor einiger Zeit machte mich ein guter Freund darauf aufmerksam, dass es auch Lautsprecher-Bausätze gibt, die meine beiden Anforderungen erfüllen. Ein Vorteil neben dem einzigartigen Preis-Leistungs-Verhältnis bei einem Bausatz ist, dass man durch gewisse Freiheiten in der optischen Gestaltung die Lautsprecher auch zu einem ganz persönlichen Unikat machen kann.

Wir wollten uns zunächst die SB18 und SB36 anhören und haben einen Hörtermin bei Intertechnik vereinbart. Dort hat uns Marcus neben den SB Modellen auch die BeatClub vorgestellt und wir haben uns sofort in den klaren und ausdruckstarken Klang verliebt. Ganz besonders hat es mir der Solist angetan, der trotz seiner geringeren Größe seinem großen Bruder (BeatClub Base) in fast nichts nachsteht. An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei Marcus bedanken der sich die nötige Zeit genommen hat, damit wir uns mit unserer Test-CD eine Meinung bilden konnten.

Lautsprecherbau

Eines vorweg: Beim Lesen kann der Eindruck entstehen, dass es schwierig ist ein solches Projekt umzusetzen. Das liegt zum einen daran, dass dieses Projekt mein erstes Lautsprecher-Projekt ist und ich im Bereich der Holzverarbeitung recht unerfahren bin. Zum anderen bin ich der Auffassung, dass ein Baubericht besonders dann wertvoll ist, wenn es auch die Probleme und Misserfolge beschreibt. Vielmehr möchte interessierte Audio-Enthusiasten ermutigen, selbst ein Projekt zu starten, da ich davon überzeugt bin, dass man mit einem tollen Klangerlebnis belohnt wird und viel dabei lernen kann.

Apropos Probleme: Nach dem Zuschnitt der MDF-Platten gab es bereits den ersten Dämpfer: Wir hatten uns Platten mit einer Dicke von 19mm ausgesucht. Aber während des Zuschnitts wurden auch offensichtlich einige 16mm Platten benutzt, sodass wir erst zu Hause gemerkt haben, dass einige Platten zu dünn sind. Leider betraf das nicht nur Innen- sondern auch Seitenteile. Damit fand der erste Tag unseres Projektes ein jähes Ende.

Bau-Tipp: Die Dicke aller Platten nach dem Zuschnitt prüfen.

Im nächsten Schritt wurden alle Teile zusammengefügt, angrenzende Platten markiert und alle Platten entsprechend ihrer späteren Position benannt und beschriftet. Somit ergab sich schon der erste Eindruck von der finalen Größe. Damit beim späteren Verleimen die Platten in einer Ebene liegen, haben wir uns entschieden, diese mit Flachdübeln zusammenzufügen. Wie zu erwarten ist, muss man hierbei mit der Flachdübelfräse bei einigen Platten an der schmalen Seite fräsen, was aufgrund der Führungsstücke an der Fräse, die dann an der flachen Seite anliegen, sehr gut klappt. Bei einigen Platten muss man allerdings an der flachen Seite fräsen, sodass das Führungsstück nur eine kleine Auflagefläche hat und man leicht zu hoch oder nicht rechtwinklig ansetzt. Wenn das passiert, weil man etwas unkonzentriert ist und wenig Erfahrung mit der Fräse hat, hat man danach ein Problem. Schließlich lassen sich die Teile nicht mehr zusammenfügen, sodass man nur noch die Wahl hat, einige Nuten, die nicht passen, nicht zu benutzen oder neue Platten zu besorgen. Wir haben uns für die erste Variante entschieden, was dazu geführt hat, dass auf der Höhe des Tiefmitteltöners, für dessen Öffnung man das Gehäuse bis fast auf den Rand ausfräsen muss, ein unschönes Loch entsteht. Dieses Loch ist eben eines der nicht genutzten Nuten und ist glücklicherweise nach der Montage des Chassis nicht mehr sichtbar.

Bau-Tipp: Die richtigen Führungsstücke beim Fräsen benutzen und konzentriert und präzise arbeiten.

Nun können die Platten verleimt werden. Wir haben uns entschieden, zunächst alle Seiten außer der Schallwand inkl. des Trennbretts im ersten Schritt zu verleimen. In einem weiteren Schritt wurde die Schallwand verleimt. Anschließend wurden die Leimreste vorsichtig mit einem Stecheisen entfernt.

Danach wurden die Übergänge mit Spachtelmasse überdeckt und alle Flächen geschliffen um die Übergänge auszugleichen. Leider ist es nicht gelungen, die Übergänge zu verbergen, da sie gerade in Verbindung mit dem Silberlack eindeutig sichtbar sind. In einem weiteren Schritt wurde die erste Schicht mit der Grundierdung aufgetragen und alle Flächen erneut abgeschliffen.

Um die Form interessanter zu gestalten und Macken am Lack der Ecken im Alltag vorzubeugen, haben wir uns entschieden, die Kanten abzurunden. Dazu haben wir eine Kantenfräse mit einem Radius von 5mm benutzt. Anschließend wurde zunächst die Öffnung für das Downfire-Bassreflexrohr gefräst. Danach wurden nacheinander die Öffnungen für den Hochtöner, den Tiefmitteltöner sowie für den nach hinten gerichteten Effekt-Hochtöner gefräst. Dabei mussten neben den verschiedenen Radien und Tiefen für die Rahmen und die Körper der Chassis auch die Aussparungen für die Terminals der Hochtöner beachtet werden. Außerdem musste der von der Mittellinie abweichende Mittelpunkt des nach hinten gerichteten Effekt-Hochtöners beachtet werden.

Um beim Fräsen keine vernichtenden Fehler zu begehen, haben wir die Einstellungen der Fräse vor jedem Arbeitsschritt an einem Probestück ausprobiert. Diese Vorgehensweise hat sich mehr als einmal ausgezahlt, da wir im Eifer des Gefechts es offensichtlich versäumt haben, einige Einstellungen anzupassen. Auf diese Weise konnten wir auch die Öffnungen in mehreren Schritten präzise an die Chassis anpassen. Darüber hinaus haben wir den Silberlack zunächst an einem Probestück, das wir ebenso wie die Gehäuse grundiert und mit aufsteigender Körnung mehrmals geschliffen haben, getestet, um das Erscheinungsbild abzuschätzen. Schließlich haben wir auch den, nach unserem Geschmack, idealen Rundungsradius für die Kanten an einem Probestück ermittelt.

Bau-Tipp: Größere Arbeitsschritte immer an einem möglichst realistischen Probestück ausprobieren.

Die Gehäuse wurden nach dem Abrunden der Kanten noch zwei Mal also insgesamt drei Mal grundiert und mit aufsteigender Körnung (bis 320) an allen Flächen abgeschliffen. Ganz besonders an den Gehäusekanten und den Kanten der Öffnungen für die Chassis musste sorgsam gearbeitet werden. Für die Lackierung des Gehäuses haben wir uns nach dem Test an einem Probestück für einen Sprühlack in der Farbe silber-metallic entschieden. Da der Inhalt einer Flasche laut Aufschrift ausreichend für eine Fläche von 2 ¼ m² war und wir nicht wussten, ob uns die Farbe gefallen wird, haben wir zunächst nur 2 Flaschen gekauft. Um einen gleichmäßigen Sprühnebel zu erzeugen ist es allerdings notwendig, das Gehäuse von einer bestimmten Entfernung zu besprühen. Dabei geht eine große Menge des Flascheninhalts ungenutzt verloren. Auch kann man den Flascheninhalt nicht bis zum letzten Tropfen nutzen, da sich trotz heftiger Schüttelbewegung vor dem Sprühen Metallic-Flocken am Boden sammeln, die dann kurz vor dem Leeren der Sprühflasche ausgeworfen werden und das Lackierergebnis ruinieren. Als wir weitere Dosen Lack einkaufen wollten, stellte sich heraus, dass die Baumarktkette und sogar der zuliefernde Hersteller, die Farbe aus dem Sortiment genommen hatte. Da das Nachfolgeprodukt eine andere EAN hatte und wir nicht wussten, ob die Farbe verändert wurde, haben wir mit großer Mühe die letzten Flaschen aus einer entfernten Filiale der Baumarktkette erworben.

Bau-Tipp: Sprühlack großzügig einkaufen.

Nachdem die Lackierarbeiten abgeschlossen waren, wurden zunächst die Löcher für die Terminals gebohrt und mit den beiliegenden Muttern befestigt. Anschließend wurden die entsprechenden Kabel an der Weiche gekürzt, vorverzinnt, angelötet und mit Schrumpfschläuchen isoliert. Die Weiche wurde daraufhin mit Heißkleber an der Gehäuserückwand mittig zwischen den Terminals und dem Effekt-Hochtöner befestigt.

Nun da die benötigten Kabellängen von der Weiche zu den Chassis festgelegt waren, konnten die entsprechenden Kabel gekürzt, vorverzinnt, angelötet und mit Schrumpfschläuchen isoliert werden. Um das Gehäuse vor Lötzinnspritzern zu schützen, haben wir mit einer Abdeckung gearbeitet.
Die Positionen für die Befestigungsschrauben der Chassis wurden mit einem Zentrierkörner markiert und mit einem dünnen Bohrer (2mm) vorgebohrt. Für einen stimmigen Gesamteindruck mit der Metallic-Lackierung haben wir die Befestigungsschrauben der Chassis schwarz bemalt.

Vor dem Einsetzen und Verschrauben der Tiefmitteltöner haben wir wie in der Bauanleitung beschrieben ein sogenanntes Nest aus Dämmwolle drapiert und dabei das Signalkabel entsprechend eingefaltet. Danach wurde das Bassreflexrohr eingesetzt.

Da die Solisten ein Downfire-Bassreflex-System haben, kann man sie nicht einfach auf den Gehäuseboden stellen. Man benötigt Füße, die einen gewissen Abstand zwischen der Stellfläche und dem Gehäuseboden herstellen. Darüber hinaus ist es wünschenswert, dass der Klang nicht durch Vibrationen, die durch den Lautsprecher auf die Stellfläche übertragen werden, beeinträchtigt wird. Zu diesem Zweck haben wir uns für Spikes in der Farbe Chrom entschieden. Hierzu haben wir zunächst ein Loch für die gehäuseseitige Aufnahme gebohrt. Diese Aufnahme wird ins Gehäuse hineingeschlagen und die Spikes anschließend ins innenliegende Gewinde der Aufnahme geschraubt. Aus ästhetischen Gründen erschien uns als Position hierfür die symmetrische Fügestelle zwischen den Platten sinnvoll. Da wir das Loch für die Aufnahme exakt mit dem angegebenen Durchmesser gebohrt haben, wurde das Gehäuse beim Hineinschlagen der Aufnahme auseinandergerissen.
Da wir die Aufnahme auch nicht mehr hinausziehen konnten, mussten wir die Aufnahme vollständig im Gehäuse versenken und der Riss setzte sich fort. Für die übrigen Spikes haben wir deshalb die Löcher für die Aufnahme aufgeweitet, ohne dass die Verbindung zwischen Aufnahme und Gehäuse an Stabilität eingebüßt hat.

Bau-Tipp: Löcher für die Gehäuseaufnahme von Spikes aufweiten.

Höreindruck

Ich betreibe die Solisten derzeit mit einem kompakten Class-D Verstärker (Breeze Audio BL10B) im Wohnzimmer eingedreht zum Hörer in einem Abstand von ca. 3m.

Meine Begeisterung für die Solisten ist seit dem ersten Hörtermin ungebrochen. Meine Exemplare klingen genauso und man möchte am liebsten seine gesamte Musiksammlung nochmal auf ihnen abspielen, um Besonderheiten und Details zu entdecken.

Bei Pop-Titeln wie "Randy" von Justice, "Run" von Veorra oder "Until we go down" von Ruelle schätze ich den trockenen Bass und die effektlastigen Höhen. Hier sind die rückwärtsgewandten Hochtöner das Salz in der Suppe und erweitern den brillant Klang.

Bei Gitarren- und Vocallastigen Songs wie etwa "Long for you" von Mar, "Let it go" von James Bay und "State of Mind" von Raul Midon begeistern mich die präzise aufgelösten Mitten und Höhen sowie die hervorragende Dynamik.

Bei Soundtracks und orchestralen Stücken wie "007 And Counting" von John Barry (Diamonds Are Forever OST), "Why So Serious" von Hans Zimmer (The Dark Knight OST) und "Find me when you wake up" von Christophe Beck (Edge of Tomorrow OST) kommt alles zusammen und die Solisten können ihr gesamtes Leistungsspektrum entfalten. Alle zuvor genannten Eigenschaften und spätestens ein ins Mark erschütternder Sub-Bass zaubern dem Zuhörer ein Lächeln ins Gesicht.
I.T. Intertechnik
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