Lautsprecherbausatz Bauvorschlag "BueSmall" OHNE GEHÄUSE Im CD-Player drehte sich nicht unbedingt zufällig "Hell freezes over" der Eagles und die berühmte Live-Aufnahme von "Hotel California" wurde in angenehmer Zimmerlautstärke zum Besten gegeben. Die bekannte Frage, welche Box denn da ertöne, beantwortete ich wahrheitsgemäß, doch beim kurzen, trockenen Anschlag auf die große Trommel mit nachfedernder Hohlraumresonanz zeigten meine Gäste auf den Subwoofer, der sich ihrer Meinung nach so unglaublich harmonisch ins Klanggeschehen einfüge. Die eigene Kontrolle und die Tatsache, dass er völlig unverkabelt war, ließ das Staunen in ihren Gesichtern noch größer werden. Zugegeben, ich mag solche Momente. Wenn eine kleine Box die Erwartungen so weit übertrifft, hat man nicht viel falsch gemacht. Doch überzeugend war die BlueSmall nicht nur durch den präzisen und sauber durchgezeichneten Tieftonbereich, ihre wahren Stärken zeigt sie durch das Fehlen jeglicher spektakulärer Effekthascherei. Aber auch das verwaschene, impulsarme Langweilen vieler Kleinboxen mit dem Bass vortäuschenden Buckel um 200 Hz ist nicht ihr Ding. Auflösung, Bühnenabbildung und verfärbungsfreie Stimmen, die leise nie zu dünn und laut nie aufdringlich klingen, sind die stets wiederkehrenden Merkmale meiner Eton-Konstrukte. Sich bei unveränderter Lautstärke unterhalten oder auch zuhören kann man mit den wenigsten Boxen. Auch die preisgünstige Light-Version steht der teureren ER4-Variante nicht so weit hinterher, dass man sie unbeachtet lassen kann. Erst wenn die Musik im Hochton sehr differenziert und die Lautstärke gehoben ist, lässt sie die superbe Feinzeichnung des Airmotion-Transformers vermissen. Doch da kommen wir endlich auch zur Erklärung des Titels (H)ausbaubar. Wer in seinem Arbeits- oder Studienzimmer mit der Light beginnt, hat nach oben und nach unten alle Ausbaustufen offen. Wächst der Anspruch in Folge eines besseren Verstärkers, ist der ER4 schnell nachgerüstet. Wird der Hörraum mittels Hausbau größer, kann aus der BlueSmall die BlueNote werden. Und wenn man die schon hat, ist eine Ergänzung mit beiden Kompaktböxlein zum perfekten Heimkino durchaus im Sinne des Erfinders. http://www.lautsprecherbau.de |